Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für Dezember, 2015

[SIKO] Rundmail 2 – Syrien und die Proteste gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

Die Bundestagsentscheidung zur Beteiligung am Syrien-Krieg kam nach dem Beschluss des aktuellen Aufrufs zur Demonstration gegen die NATO-Sicherheitskonferenz. Inzwischen gab es zahlreiche Protestaktionen, dazu Unterschriftensammlung und Petitionen.

 

Natürlich und erst Recht richtet sich die Mobilisierung gegen die NATO-Sicherheitskonferenz und die Demonstration auch gegen diesen neuen Kriegseinsatz.

 

Das „Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz“ hat dazu eine Erklärung verfasst „Nein zur Beteiligung der Bundeswehr am Syrien-Krieg“, die zusätzlich zum SIKO-Aufruf 2016 Bestandteil der Mobilisierung ist, Text s.u. und online:

http://sicherheitskonferenz.de/SIKO-Demo-Nein-zum-Syrien-Krieg

 

Wie jetzt schon, wird es auch im neuen Jahr weiter laufende Proteste gegen diese Kriegspolitik geben, und die Demonstration gegen die NATO-„Sicherheits“konferenz soll auch ein Höhepunkt dieser Gegenwehr werden!

 

Nicht zuletzt deshalb die Bitte, soweit nicht schon geschehen, den Aufruf 2016 ausdrücklich zu unterstützen (und zu spenden):

http://sicherheitskonferenz.de/Aufruf-SiKo-Proteste-2016

am besten per Online-Formular (oder Email-Antwort):

http://sicherheitskonferenz.de/Aufruf-Unterstuetzen

 

Die laufend aktualisierte Unterstützerliste für den SIKO-Aufruf ist seit Anfang Dezember online.

Allen ein Extra-Dank, die jetzt schon dabei sind – hier wieder die ausdrücklich Bitte: Prüft dort selbst nach, ob Eure Unterstützung richtig eingegangen ist! Und helft mit, Gruppen zu aktivieren, die in dieser Liste bisher fehlen:

http://sicherheitskonferenz.de/Liste-Siko-Aufruf-2016

 

Der PDF-Download

http://sicherheitskonferenz.de/Siko2016/Aufruf-SiKo-Proteste-2016.pdf

wird in Kürze auch die Syrien-Erklärung enthalten.

 

Schriftliches Mobilisierungsmaterial ist in Vorbereitung und steht voraussichtlich nach dem 6.1. zur Verfügung, z.T. vielleicht früher. Auch die Unterstützerliste wird dabei gedruckt erscheinen, der Redaktionsschluss dafür liegt „irgendwann zwischen den Jahren“ – deshalb nochmal die Erinnerung, weitere Unterstützererklärungen möglichst bald auf den Weg zu bringen!

 

Das Plakatmotiv ist beschlossen, kommt in Kürze online.

Wie immer hoffen wir auf zahlreiche Verlinkungen zur Mobilisierung, ich führe soweit ich nachkomme auch eine Online-Liste solcher Verlinkungen.

 

Ebenso nehme ich gerne Mobilisierungsveranstaltungen in die Online-Terminliste auf, z.B. auch im Zusammenhang mit Syrien-Kriegs-Protesten – wenn ich davon erfahre. In München stehen schon fest:

Mi 20. Januar 19:30h EineWeltHaus „Die NATO – ihre Kriege und der Terror“ mit Conrad Schuhler Sa 23. Januar DGB-Haus „Krieg Armut Flucht“ Aktionsbündnis in Zusammenarbeit mit der GEW

 

Gleiches gilt für die Mitfahrangebote auf die wir hoffen.

 

Auf gute Zusammenarbeit!

Solidarische Grüße

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INKOTA: Modeindustrie muss Menschenrecht auf existenzsichernden Lohn gewährleisten

inkota

[Berlin, 9. Dezember 2015] – Zum Tag der Menschenrechte fordert INKOTA gemeinsam mit Gewerkschaften aus Kambodscha die Erhöhung des Mindestlohns für Näherinnen und Näher in der dortigen Textilindustrie. Auf der Plenarkonferenz zur Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung in Berlin betonte Sophorn Yang, Vorsitzende der kambodschanischen NäherInnengewerkschaft CATU, die Dringlichkeit, dass ein solcher Aktionsplan zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden beitragen muss.

„Jeder Nationale Aktionsplan für die Menschenrechte muss sich daran messen lassen, welche konkreten Veränderungen in den Ländern des globalen Südens geschaffen werden,“ sagt Berndt Hinzmann von INKOTA. „Die kambodschanische Textilindustrie ist seit Jahren ein Brennpunkt, wenn es um die Einhaltung der Menschenrechte bei der Arbeit geht. Hier ist die Bundesregierung ganz konkret gefordert.“

In den letzten Monaten waren erneut in verschiedenen Textilfabriken ArbeiterInnen ohnmächtig zusammengebrochen. „Niedrige Löhne und unhaltbare Arbeitsbedingungen sind die Ursache“, so Sophorn Yang. „Die Arbeiterinnen und Arbeiter leiden an Mangelernährung.“ Die Aktivitäten der Gewerkschaften und Massenproteste für faire Bezahlung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen schlugen bisher fehl: Demonstrationen wurden von Polizei und Militär gewaltsam niedergeschlagen, dabei wurden fünf Personen getötet, mehrere Menschen verletzt und 23 inhaftiert. Im aktuellen Kampf um bessere Löhne stimmte die staatliche Institution des Labour Advisory Council (LAC), trotz des Einspruchs einiger Gewerkschaften, für einen neuen Mindestlohn von 140 US-Dollar. „Diese unzureichende Lohnerhöhung von lediglich 12 US-Dollar, die ab Januar 2016 gelten soll, ist ein Schlag ins Gesicht für die 700.000 Arbeiterinnen und Arbeiter in der Bekleidungsindustrie. Diese kämpfen seit über einem Jahr für einen Mindestlohn von 177 US-Dollar – und das ist noch lange kein Lohn zum Leben“, erklärt Sophorn Yang. Ein Zusammenschluss von unabhängigen Gewerkschaften fordert deshalb Modeunternehmen wie H&M und Adidas auf, ein verbindliches Abkommen zur Umsetzung eines Existenzlohns direkt mit den Gewerkschaften auszuhandeln. Außerdem müssen diese die Einkaufspraxis so verändern, dass die Menschenrechte bei der Arbeit eingehalten werden.

„Die Zustände in der Textilindustrie in Kambodscha sind untragbar“, erklärt Kerstin Haarmann von cum ratione. „Neben den politischen Prozessen brauchen wir eine kritische Öffentlichkeit und anhaltendes Engagement, damit Unternehmen entlang der globalen Lieferkette der Pflicht zur Sorgfalt und zum Schutz der Menschenrechte nachkommen.“ Deshalb hat INKOTA zusammen mit cum ratione gGmbH erstmals den Preis „SPITZE NADEL – Gegen die Masche der Modeindustrie“ ausgelobt. Damit wird das Engagement von Gruppen gewürdigt, die sich für Menschenrechte im Textilsektor sowie der Schuh- und Lederproduktion einsetzen.

Frau Sophorn Yang und Herr Berndt Hinzmann stehen in Berlin für Interviews zur Verfügung.

Weitere Informationen:
Preisausschreiben und Bewerbungsformular SPITZE NADEL

Webseite „Globaler Start der Kampagne für einen Existenzlohn in Kambodscha“

Pressemitteilung als PDF

[Lausitzer-kohle] Rundbrief: Jetzt Einwendungen gegen polnischenTagebau Gubin einreichen!

antikohle Jänschwalde

Liebe Leserinnen und Leser,

wir können uns noch nicht in die Weihnachtspause verabschieden. Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum drohenden polnischen Tagebau hält uns noch in Atem und in der nächsten Woche wird der erste privatisierte Tagebau in der Lausitz die Förderung beenden. Deshalb melden wir uns vielleicht auch in der nächsten Woche nochmal. Das ist aber kein Grund, die folgenden Nachrichten noch länger zurückzuhalten:

  1. Jetzt Einwendungen gegen polnischen Tagebau Gubin einreichen!
  2. Die Welt hat ein Klimaschutz-Abkommen
  3. Evangelische Kirche lädt am Sonntag zum gemeinsamen Adventsgottesdienst
  4. Ist der Tagebau Cottbus-Nord überhaupt zu verkaufen?
  5. Auflösung zur Adventsverlosung
  6. Am Rande: Adventskalender

 

 

  1. Jetzt Einwendungen gegen polnischen Tagebau Gubin einreichen!
    Der polnische Konzern PGE plant bei Gubin nahe der Grenze zu Deutschland einen neuen Tagebau zu eröffnen und ein Kohlekraftwerk von 2700 Megawatt zu bauen. Der Tagebau soll über 49 Jahre jährlich 17 Millionen Tonnen Kohle fördern, die im Kraftwerk verbrannt werden soll. Eine grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsstudie dazu liegt bis Ende Dezember in Forst, Peitz, Schenkendöbern und Guben öffentlich aus, im Internet wurde sie hier veröffentlicht:
    http://www.lbgr.brandenburg.de/sixcms/detail.php/728066
    Die betroffenen Gemeinden in Polen haben sich per Bürgerentscheid gegen den Tagebau ausgesprochen. PGE und Regierung wollen das offenbar nicht akzeptieren. Den Dörfern, die auf deutscher Seite vom Tagebau Jänschwalde betroffen oder von Jänschwalde-Nord bedroht sind, läge der polnische Tagebau gegenüber in Sichtweite! Deshalb kämpfen die Bürgerinitiativen auf beiden Seiten der Neiße seit Jahren gemeinsam gegen neue Tagebaue in Deutschland wie in Polen.
    Wir haben einen zweiseitigen Musterbrief entworfen, den jeder für seine Einwendung nutzen kann. Besonders wer in den Orten auf deutscher Seite betroffen ist, darf es nicht verpassen jetzt eine Einwendung abzugeben.
    Wir sammeln die Einwendungen bei uns und geben sie im Januar persönlich bei der polnischen  Behörde ab. Ausgefüllte und unterschriebene Briefe können mit der Post bis zum 8. Januar an uns geschickt oder beim Sternmarsch am 3. Januar an unserem Infostand abgegeben werden. Beides spart im Vergleich zu einem Brief nach Polen nicht nur Porto, wir haben dann außerdem  einen Überblick, wie viele Bürger sich mindestens beteiligt haben.2. Die Welt hat ein Klimaschutz-Abkommen
    195 Staaten inklusive der USA und China haben ihm am vergangenen Sonnabend zugestimmt: das Klimaschutzabkommen von Paris löst das Kyoto-Protokoll ab, das nur bis 2020 gilt.    Grundgedanke des 32 Seiten starken neuen Vertrags ist es, die freiwilligen Beiträge aller Staaten gegenseitig verbindlich zu vereinbaren. Da sie bisher nicht zur Erreichung des 2-Grad-Zieles ausreichen, sollen sie alle fünf Jahre kontrolliert und nötigenfalls verschärft werden. Wie jedes Klimaschutz-Instrument wird der Vertrag also nur so gut wie seine Umsetzung sein. Die Signalwirkung an die Wirtschaft ist allerdings tatsächlich immens: Planungssicherheit für klimaschädliche Technologien ist in diesem Fünfjahresrhythmus kaum zu bekommen.
    Und Deutschland kann sich eine Aufgabe seiner nationalen Klimaschutzziele nun endgültig nicht mehr leisten – ein schwerer Schlag für die Kohlelobby hierzulande.
    Die Gefahr, sich mit unterirdischer CO2-Verpressung vor wirklich nachhaltigen Lösungen  drücken zu wollen, könnte weltweit durchaus wieder steigen. In Deutschland dürfte ein zweiter Anlauf der „clean coal“-Kampagnen dagegen derart sicher zum Scheitern verurteilt sein, dass er vermutlich gar nicht erst unternommen wird.
    Auswirkungen auf die Lausitz können ganz konkret sein. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Sachsen und die rot-rote in Brandenburg hatten denselben Gutachter bemüht, um die Tagebaue Welzow-Süd II und Nochten 2 zu begründen. Offensichtlich also den Wunschgutachter der Kohlewirtschaft. Der setzte Braunkohleverstromung in der Lausitz bis ins Jahr 2067 als gegeben voraus. Ob die Gerichte das nach Paris noch glauben, wenn sie die beklagten Braunkohlenpläne prüfen, darf stark bezweifelt werden.

    3. Evangelische Kirche lädt am Sonntag zum gemeinsamen Adventsgottesdienst
    Die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg–schlesische Oberlausitz lädt für den vierten Adventssonntag in die Cottbuser Oberkirche zu einem Gottesdienst unter dem Motto „Dankbar für die Lausitz. Zuhause sein“ ein. Die Einladung wendet sich in der Tradition des Lausitz-Kirchentages vom Juli ausdrücklich auch an Kritiker und Befürworter der Kohlewirtschaft. Als „Gastredner“ werden Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in kurzen Statements  sagen, wofür sie im Blick auf die Lausitz dankbar sind, bzw. was es ihnen bedeutet, hier zu Hause zu sein. Der Gottesdienst beginnt am 20. Dezember um 10 Uhr.

    4. Ist der Tagebau Cottbus-Nord überhaupt zu verkaufen?
    Am 23. Dezember soll der letzte Kohlezug den Tagebau Cottbus-Nord verlassen. Die Bürgerinitiative „Achtung Ostsee“ schrieb dazu vor wenigen Tagen in einer Pressemitteilung:
    „Im geschnürten Verkaufspaket von Vattenfall, ist neben den Kraftwerken und den aktiven Tagebauen Welzow, Jänschwalde, Nochten und Reichwalde auch der am Ende dieses Jahres ausgekohlte Tagebau Cottbus-Nord, der zukünftige Cottbuser Ostsee. Dieser dann ehemalige Tagebau, bringt für den Käufer keinerlei Gewinn, sondern kostet nur noch. Und das im mehrfachen Millionen Euro Bereich. Man kann sich ausrechnen, dass der neue Käufer von Vattenfall versucht, im Vorfeld der Verhandlungen, diesen Teil des Paketes nicht mit kaufen zu wollen. Die Gerüchte darüber mehren sich.
    Doch was dann??? Dass Vattenfall den Tagebau Cottbus-Nord als einzigen Rest behält und die Rekultivierung zum Cottbuser Ostsee auf eigene Kosten durchführt, abschließt, solange in Haftung bleibt und bei dann auftretenden Schäden in Regress genommen werden kann, scheint sehr unwahrscheinlich.
    Bleibt nur die Übernahme durch den Staatsbetrieb LMBV. Die LMBV ist schon für einem kleineren Teil (DDR Anteil) des Tagebaus Cottbus-Nord an der Rekultivierung beteiligt. Doch die LMBV wird aus Steuergeldern von Bund und Ländern finanziert.
    Die Bürgerinitiative „Achtung Ostsee“ fordert, das Vattenfall den Tagebau Cottbus-Nord/ Cottbuser Ostsee nicht aus dem Verkaufspaket heraus löst. Der Käufer muss die volle Verantwortung übernehmen für die Rekultivierung und die finanzielle Absicherung. Die Kosten dürfen nicht dem Steuerzahler aufgebürdet werden.“ (leicht gekürzt)

    5. Auflösung zur Adventsverlosung
    Das Buch „Zaun zum Aufstützen – Die Lausitz-Geschichten“ ist vergeben – danke den wahren Lausitz-Kennern (oder Suchmaschinen-Könnern) fürs Mitmachen! Wer bei der Verlosung kein Glück hatte, kann das Buch von Udo Tiffert direkt erwerben, beispielsweise bei seiner monatlichen Lesebühne im Cottbuser LaCasa. (www.udotiffert.de)
    Bleibt noch die Auflösung der Frage: Die von uns zitierte Textzeile stammt aus dem Lied „Niemandsland“ des Lausitzer Liedermachers Gerhard Gundermann. Erschienen ist es 1993 auf dem Album „Der siebente Samurai“ bei Buschfunk. Der ganze Text steht hier:
    http://www.buschfunk.com/kuenstler/liedtexte/14_Gerhard_Gundermann/1283_Niemandsland
    (Die bei youtube eingestellten verschiedenen Live-Versionen kann man sich dagegen sparen)

    6. Am Rande: Adventskalender
    Auch der Adventskalender des sorbischen „litararny konopej“ hat das Thema Vattenfall-Verkauf für sich entdeckt. Kenntnisse der obersorbischen Sprache sind von Vorteil, aber am Bild kann sich jeder erfreuen:
    http://www.literarny-konopej.de/kalender/2015/html

*******************************************
Umweltgruppe Cottbus e.V.
Strasse der Jugend 94; 03046 Cottbus,
+49 (0) 151.14420487
www.kein-tagebau.de
umweltgruppe@kein-tagebau.de

ECCHR: Spaniens „Push Backs“ an der Grenze zu Marokko – ein Fall für den EGMR

ecchr

Spanien muss bis zum 21. Dezember 2015 vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg Stellung zu den „Push Backs“ an der spanisch-marokkanischen Grenze nehmen. Das entschied der EGMR am 31. Juli 2015. Das Gericht reagierte damit auf die Beschwerde, die zwei Geflüchtete aus Mali und der Elfenbeinküste auf Initiative des ECCHR und mit Unterstützung seiner Kooperationsanwälte in Madrid und Hamburg im Februar 2015 eingereicht hatten. Die Regierung in Madrid soll insbesondere die tatsächlichen und rechtlichen Grundlagen der Kollektivabschiebungen und sogenannten „heißen Rückführungen“, wie Spanien die menschenrechtswidrigen Abschiebungen an der Grenze zu Marokko nennt, darlegen.

Das ECCHR und Brot für die Welt sehen das Verfahren als wichtigen Schritt, um das grundlegende „Recht auf Rechte“ von Geflüchteten einzufordern und gegen die Push Backs an den EU-Außengrenzen vorzugehen.

Pressemitteilung von ECCHR und Brot für die Welt

PM_Melilla_ECCHR_BfdW_20151217.pdf (129,4 KiB)

Rechtsgutachten des UN-Menschenrechtsrats, des UNHCR und des Europarats stützen Beschwerde von zwei Geflüchteten

Beamte der Guardia Civil, Spaniens paramilitärische Polizeieinheit (Guardia Civil) hatten die beiden Beschwerdeführer am 13. August 2014 im wahrsten Sinne „zurückgeschoben“, nachdem sie von Marokko aus über die Grenzanlage von Melilla, eine der spanischen Exklaven in Nordafrika, nach Spanien gelangt waren.

Die Kläger machen vor dem Gerichtshof geltend, dass Spanien mit den Push Backs gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt. Dies untermauern nun auch Rechtsgutachten des UN-Menschenrechtskommissars, des UN-Flüchtlingswerks (UNHCR), des Menschenrechtskommissars des Europarats, von Amnesty International und der spanischen Flüchtlingsorganisation CEAR zu der Beschwerde.

Laut Berichten von Betroffenen wurden an diesem Tag und auf diese Weise mehr als 70 Menschen nach Marokko abgeschoben. Videoaufzeichnungen dokumentieren, dass die marokkanischen Sicherheitskräfte viele der Geflüchteten vor den Augen der Guardia Civil und unter Schlägen und Tritten durch eines der Tore im Grenzzaun nach Marokko zurücktrieben. Wie viele von ihnen in Spanien Asyl oder subsidiären Schutz hätten beantragen können, ist nicht bekannt. Rechtliches Gehör wurde den Geflüchteten nicht gewährt. Sie hatten keinerlei Möglichkeit, einen Antrag auf internationalen Schutz oder ein Rechtsmittel gegen die drohende Abschiebung einzulegen.

Die spanisch-marokkanische Grenze bei Melilla – Push Backs im rechtsfreien Raum

Fallbeschreibung_Melilla_EGMR.pdf (344,6 KiB)

Der Vorfall vom 13. August 2014 ist ebenso exemplarisch für die menschenrechtswidrige spanische Abschiebepraxis wie für den zunehmenden institutionellen Rassismus und die Gewalt, die Geflüchtete aus der Subsahara-Region im Kontext der Kooperation der EU mit Marokko erleben. Die enge Zusammenarbeit spanischer und marokkanischer Grenzbeamten in Ceuta und Melilla ist Teil einer breit angelegten Kooperation zwischen der EU mit Marokko, die darauf abzielt, Flucht und Migration nach Europa zu verhindern.

Die Push Backs – in Spanien „devoluciones en caliente“ („heiße Rückführungen“) genannt –werden seit 2005 praktiziert. Seit April 2015 regelt ein Gesetz explizit, dass Ausländer, die die Grenzanlagen von Ceuta oder Melilla zu überwinden versuchen, zurückgewiesen, d.h. unmittelbar abgeschoben, werden können. Internationale Institutionen wie der EU-Menschenrechtskommissar und zahlreiche Nichtregierungsorganisationen haben die Push Backs an der spanisch-marokkanischen Grenze wiederholt und scharf kritisiert, insbesondere nachdem die spanische Regierung diese Praxis durch das neue Gesetz quasi zu legalisieren versucht. Nun sind die Push Backs ein Fall für den EGMR.

netzwerk cuba nachrichten vom 16.12.2015

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

zur Wochenmitte wieder ein newsletter – auch mit einem Hiweis auf die Aktion am 17.12. 2015.

Abgeschrieben: Solidarität mit Kuba

Das Netzwerk Cuba e. V. ruft mit einem Flugblatt zu Aktionen am morgigen Donnerstag auf:

http://www.jungewelt.de/2015/12-16/044.php

 

Rodney López Clemente gestorben

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-15/rodney-lopez-clemente-gestorben

 

Historische Vereinbarung über die Opfer des bewaffneten Konflikts

Die Delegationschefs der FARC-EP und der kolumbianischen Regierung unterzeichneten in Havanna eine historische Übereinkunft über dieses sensible Thema

Autor: TELESUR | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-12-15/historische-vereinbarung-uber-die-opfer-des-bewaffneten-konflikts

 

Kuba-Tourist des Tages: Barack Obama

http://www.jungewelt.de/2015/12-16/043.php

 

Für neue Wege der Zusammenarbeit

Der Präsident dieser afrikanischen Republik, Jorge Carlos de Almeida Fonseca, traf am Montag auf dem Internationalen Flughafen José Marti in Havanna ein

Autor: Laura Prada | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-15/fur-neue-wege-der-zusammenarbeit

 

Kuba und Costa Rica wollen freundschaftliche Beziehungen wiederbeleben

Die Historische Akademie Kubas ernannte den Regierungschef Costa Ricas zu einem Ausländischen Mitglied

Autor: Gabriela Avila Gómez | informacion@granma.cu

Autor: Sergio Alejandro Gómez | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-15/kuba-und-costa-rica-wollen-freundschaftliche-beziehungen-wiederbeleben

 

Das 37. Festival verabschiedete sich mit Verleihung von Korallen

In seinem Schlusswort sagte der Präsident des Events, Iván Giroud, dass es erste Pflicht des Festivals sei, aufzuzeigen, in welche Richtung unser Kino geht

Autor: Diana Ferreiro | diana@granma.cu

http://de.granma.cu/cultura/2015-12-14/das-37-festival-verabschiedete-sich-mit-verleihung-von-korallen

 

Zahl der Arbeiter auf eigene Rechnung in Pinar del Rio verdreifacht

Die Zahl der Arbeiter auf eigene Rechnung, die im Jahr 2010 in Pinar del Rio noch 7.857 betragen hatte, betrug im Monat November dieses Jahres bereits 21.600.

Autor: Ronald Suárez Rivas | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-14/zahl-der-arbeiter-auf-eigene-rechnung-in-pinar-del-rio-verdreifacht

 

Kuba: Paris eröffnet eine neue Phase in der Bekämpfung des Klimawandels

Das in Paris erzielte Klimaabkommen beruht auf dem Konsens einer über fünf Jahre hinweg geleisteten Arbeit aufgrund der Auswirkungen der globalen Erwärmung

Autor: Redacción Internacional | internacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-12-14/kuba-paris-eroffnet-eine-neue-phase-in-der-bekampfung-des-klimawandels

 

Lateinamerikanische Länder zufrieden mit Abkommen über Klimaschutz

Von Kerstin Sack amerika21

https://amerika21.de/2015/12/137955/lateinamerika-klimaabkommen

 

Festnahmen bei Protesten von Systemgegnern in Kuba

Von Christian Kliver amerika21

https://amerika21.de/2015/12/137938/festnahmen-opposition-kuba

 

Kuba macht den Schnitt

Der sozialistischen Karibikinsel wird Teil der Auslandsschulden erlassen. Wirtschaftliche Impulse erhofft

Von Volker Hermsdorf

http://www.jungewelt.de/2015/12-14/027.php

 

Kuba und USA nehmen Gespräche über Entschädigungen auf

Von Edgar Göll amerika21

https://amerika21.de/2015/12/137622/usa-kuba-entschaedigungen

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

netzwerk cuba nachrichten vom 13.12.2015

kuba cuba

Liebe Leser_innen,

am Wochenende wieder ein newsletter – nochmals auch mit Beiträge zum Wahlergebnis in Venezuela.

 

Gerardo kommt zur Rosa-Luxemburg-Konferenz

http://www.jungewelt.de/2015/12-12/079.php

 

Nach dem bösen Erwachen

In Venezuela erinnert sich die geschlagene Linke der Chávez-Forderung nach Erneuerung

Von Malte Daniljuk und 
Jonas Holldack, Caracas

http://www.neues-deutschland.de/artikel/994487.nach-dem-boesen-erwachen.html

 

Sieg im Wirtschaftskrieg

Venezuelas bürgerliche Opposition konnte die Parlamentswahlen gewinnen, weil die linke Regierung keine Mittel gegen die Sabotage des Kapitals hatte. Präsident Maduro kündigt Neuanfang und erbitterten Widerstand an

Von André Scheer

http://www.jungewelt.de/2015/12-12/055.php

 

»Wir werden uns nicht fügen«

Wie weiter nach der Wahlniederlage? Die Bolivarische Republik Venezuela will sich von Washington und IWF nicht in die Knie zwingen lassen. Ein Gespräch mit Präsident Nicolás Maduro

Interview: Geraldina Colotti, Caracas

http://www.jungewelt.de/2015/12-12/013.php

 

Botschaft Fidels an Präsident Nicolas Maduro vom 10. Dezember

Fidel schließt sich der einhelligen Meinung derer an, die Maduro zu seiner sofort nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses am Abend des 6. Dezember brillanten und mutigen Rede gratulierten

Autor: Fidel Castro Ruz | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-11/botschaft-fidels-an-prasident-nicolas-maduro-vom-10-dezember

 

Die Ökonomie im Zentrum der Analyse

Die Wirtschaftsdaten des Jahres 2015, die Vorausschau auf 2016 und der Staatshaushalt für das kommende Jahr werden die wesentlichen Punkte der 6. Ordentlichen Sitzungsperiode der Nationalversammlung sein

Autor: Susana Lee | susana@granma.cu

dezember 10, 2015 08:12:20

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-10/die-okonomie-im-zentrum-der-analyse

 

Präsident Costa Ricas informiert kubanische Migranten über Scheitern der Bemühungen auf eine Übereinkunft mit anderen Ländern der Region

Nach Aussage des Präsidenten von Costa Rica sind die bisherigen Bemühungen, ein Übereinkommen mit den Ländern der Region zu finden, damit diese die Kubaner einreisen lassen, damit sie ihren Weg nach Norden fortsetzen können, gescheitert

Autor: Redacción Internacional | internacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-12-10/prasident-costa-ricas-informiert-kubanische-migranten-uber-scheitern-der-bemuhungen-auf-eine-ubereinkunft-mit-anderen-landern-der-region

 

Ursachen für humanitäre Situation bekämpfen

Kuba rief in Genf dazu auf, sich mit den Ursachen, die die gegenwärtige dramatische humanitäre Lage hervorgerufen haben, auseinanderzusetzen, um dauerhafte Lösungen zu finden

Autor: Prensa Latina(PL) | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-12-10/ursachen-fur-humanitare-situation-bekampfen

 

Kuba und Caricom werden ihre Freundschaftsbande weiter stärken

Während des ersten Gipfeltreffens Kuba-Caricom in Havanna, am 8. Dezember 2002, wurde vereinbart, dieses Datum als Feiertag der Verbindungen zwischen dem Block und der Großen Antilleninsel einzuführen

Autor: Gabriela Avila Gómez | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-09/kuba-und-caricom-werden-ihre-freundschaftsbande-weiter-starken

 

Informationsgespräch zu Entschädigungen zwischen den Regierungen Kubas und der Vereinigten Staaten

Die Delegation Kubas legte die Grundlagen der Ansprüche dar, insbesondere die Forderungen des kubanischen Volkes an die Regierung der Vereinigten Staaten für menschliche und wirtschaftliche Schäden, die durch die Gerichte des Landes anerkannt wurden

Autor: Cubaminrex | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-09/informationsgesprach-zu-entschadigungen-zwischen-den-regierungen-kubas-und-der-vereinigten-staaten

 

Presented by The Company

Mysterium Kuba: In einer achtteiligen Dokuserie möchte ZDF info die Geschichte des karibischen Inselstaats enträtseln

Von Peter Steiniger

https://www.jungewelt.de/2015/12-11/050.php

 

Kuba und USA verhandeln über Entschädigungen

http://www.neues-deutschland.de/artikel/994242.kuba-und-usa-verhandeln-ueber-entschaedigungen.html

 

Freiheit für Ana Belén Montes!

Zu 25 Jahren Haft verurteilt: Kubanische Kundschafterin in den USA in Totalisolation gefangen. Solidaritätskomitees fordern von Präsident Obama Begnadigung

Von Jürgen Heiser

http://www.jungewelt.de/2015/12-08/013.php

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

netzwerk cuba nachrichten vom 10.12. 2015

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

diesmal ein extra-newsletter mit Beiträgen zum Wahlausgang in Venezuela.

 

Chávez’ Erbe

Jonas Wegmann über Venezuelas neue Zweidrittelmehrheit

http://www.neues-deutschland.de/artikel/994195.chavezr-erbe.html

 

Soziale Gesetze im Visier

Venezuelas Unternehmer mit neuer Mehrheit gegen Preisbremse und Arbeitsgesetz

Von Malte Daniljuk

http://www.neues-deutschland.de/artikel/994250.soziale-gesetze-im-visier.html

 

Zwei Drittel gegen Maduros Sozialisten

Venezuelas Opposition triumphiert

http://www.neues-deutschland.de/artikel/994280.zwei-drittel-gegen-maduros-sozialisten.html

 

Kampf um Chávez’ Erbe

Venezuelas Rechte erreicht Zweidrittelmehrheit. Regierung will mit Dekreten Durchmarsch stoppen

Von André Scheer

http://www.jungewelt.de/2015/12-10/027.php

 

Venezuelas Revolution muss zurück auf die Straße

Heike Hänsel, linksfraktion.de

http://linksfraktion.de/im-wortlaut/venezuelas-revolution-muss-zurueck-strasse/

 

Maduro will Konsequenzen aus Wahlniederlage in Venezuela ziehen

Oppositionsbündnis holt bei Parlamentswahl Zweidrittelmehrheit. Präsident fordert Minister auf, ihre Posten zur Verfügung zu stellen

Von Jonas Holldack amerika21

https://amerika21.de/2015/12/137653/konsequenzen-venezuela

 

Opposition in Venezuela knapp vor Zwei-drittel-Mehrheit im Parlament

Wahlbehörde gibt nach Parlamentswahlen weitere Ergebnisse bekannt. Regierungsgegner legen deutlich zu, liegen aber noch unter der wichtigen 111-Sitze-Marke

Von Harald Neuber, Caracas amerika21

https://amerika21.de/2015/12/137471/venezuela-opposition-mehrheit

 

Botschaft Rauls an Maduro

Wir werden immer an Eurer Seite stehen, schrieb ArmeegeneralRaúl Castroin einer Botschaft an den Präsidenten Venezuelas, NicolasMaduro

Autor: Raúl Castro Ruz | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-07/botschaft-rauls-an-maduro

 

Ende und Anfang

Parlamentswahl in Venezuela

Von André Scheer, Caracas

http://www.jungewelt.de/2015/12-08/036.php

 

Wahlsieg des Krieges

Venezuelas Opposition gewinnt absolute Mehrheit im Parlament. Staatschef Maduro ruft zur Geschlossenheit auf

Von André Scheer, Caracas

http://www.jungewelt.de/2015/12-08/002.php

 

In der Zukunft wird der Sieg wieder auf die Wege der Bolivarischen Revolution zurückkehren

Dies sagte Präsident Nicolas Maduro, nachdem die Ergebnisse der Parlamentswahlen am Sonntag bekannt wurden

Autor: Dilbert Reyes Rodríguez | dilbert@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-12-07/in-der-zukunft-wird-der-sieg-wieder-auf-die-wege-der-bolivarischen-revolution-zuruckkehren

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

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