Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Berlin, 25.7.2017 – NaturFreunde aus Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen und Niedersachsen veranstalteten am 23. Juli 2017 im Rahmen der Kampagne „20 Wochen gegen 20 Bomben“ eine Kundgebung mit Friedenswanderung am Atomwaffenstandort in Büchel. Sie forderten einen sofortigen Abzug der Atomwaffen aus Büchel und eine Beendigung der sogenannten „nuklearen Teilhabe“ Deutschlands. Dazu erklärt Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der NaturFreunde Deutschlands:

 

Im Fliegerhorst Büchel im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz lagern 20 US-amerikanische Atomwaffen, inklusive einer umfangreichen Infrastruktur für einen möglichen Einsatz. Mit der Kundgebung vor dem Fliegerhorst in Büchel und der Friedenswanderung haben die NaturFreunde ein Zeichen gegen Atomwaffen und Aufrüstung gesetzt.

 

Die NaturFreunde Deutschlands treten für eine Außenpolitik ein, die Konflikte friedlich löst, statt mit immer neuer Gewalt. Mit unserer Aktion haben wir ein klares Zeichen gegen die zunehmende Militarisierung der Außenpolitik und gegen die atomare Aufrüstung gesetzt. Wir NaturFreunde kämpfen für eine Welt ohne Hochrüstung und Atomwaffen. Wir NaturFreunde sind Teil des Bündnisses „Büchel atomwaffenfrei“ und werden im nächsten Jahr wieder bei den Aktionen dabei sein.“

 

Atomwaffen aus Büchel abziehen

 

Für die Lagerung der neuen Generation Atomwaffen vom Typ B61-12 in Büchel will die Bundesregierung die deutschen Tornado-Jets modernisieren und den Fliegerhorst Büchel ausbauen. In den nächsten Jahren sollen dafür mehr als 120 Millionen Euro ausgegeben werden. Dies ist völlig inakzeptabel.

 

Wir NaturFreunde lehnen die Modernisierung, den Bau und den Besitz von Atomwaffen ab. Atomwaffen müssen endlich international geächtet werden. Der Besitz oder die Drohung des Einsatzes von Atomwaffen muss durch ein internationales Gericht geahndet werden. Die NaturFreunde fordern ein sofortiges Ende aller Pläne zum Ausbau des Fliegerhorstes in Büchel sowie einen sofortigen Abzug und eine Verschrottung der Atomwaffen. Wir fordern die Bundesregierung und die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die „nukleare Teilhabe“ Deutschlands aufzugeben und sich für eine völkerrechtliche Ächtung des Besitzes und des Einsatzes von Atomwaffen auszusprechen.

 

Deutschland muss dem völkerrechtlichen Vertrag zur Ächtung und dem Verbot von Atomwaffen beitreten

 

113 Staaten haben in der UN-Generalversammlung beschlossen, dass 2017 über ein Verbot von Atomwaffen verhandelt werden soll. Die Bundesregierung stimmte bei dieser historischen Abstimmung jedoch mit „Nein“ und erklärte, dass ein „Vertrag mit dem Ziel eines sofortigen Verbotes von Nuklearwaffen […] nicht geeignet [sei], um das Ziel einer nuklearwaffenfreien Welt zu erreichen“, da er „wirkungslos bleiben“ werde. Trotzdem haben 122 Staaten in der UN-Generalversammlung am 7. Juli 2017 ein Atomwaffenverbot beschlossen – mit nur einer Gegenstimme von den Niederlanden und einer Enthaltung von Singapur. Die Bundesregierung hat dieser Resolution ihre Zustimmung verweigert.

 

Die NaturFreunde werden im Bundestagswahlkampf von den Parteien fordern, dass sie sich für eine weltweite Ächtung von Atomwaffen einsetzen. Gemeinsam mit der Friedensbewegung fordern die NaturFreunde, dass der neu gewählte Deutsche Bundestag beschließt, dem internationalen Vertrag zur Ächtung der Atomwaffen beizutreten, und die Bundesregierung auffordert, die Ratifizierung einzuleiten. Wir NaturFreunde akzeptieren nicht, dass alleine die US-amerikanische Regierung zwischen 2015 und 2024 insgesamt 350 Milliarden Dollar für den Erhalt und die Modernisierung ihrer Atomwaffen ausgeben will. Auch Russland, China, Frankreich und Großbritannien haben die Modernisierung ihrer Atomwaffenarsenale angekündigt. Die NaturFreunde fordern das Beenden dieser nuklearen Aufrüstungsspirale.

 

NaturFreunde aktiv in der Friedensbewegung

 

Seit ihrer Gründung sind die NaturFreunde Teil der internationalen Friedensbewegung. Sie engagieren sich aktiv bei den Ostermärschen und friedenspolitischen Aktionen. Die NaturFreunde sind Gründungsinitiatoren der heutigen Ostermarschbewegung und beteiligen sich aktuell an verschiedenen Bündnissen gegen Atomwaffen, Militarisierung und Waffenhandel. Die NaturFreunde Deutschlands arbeiten im Bündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ und dem Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ mit. Seit vielen Jahren engagieren sich NaturFreunde auch im Kasseler Friedensratschlag.

 

Bilder von der NaturFreunde-Aktion aus Büchel die rechtefrei verwendet werden können:

https://www.flickr.com/photos/uwehiksch/albums/72157683380483922

NGO-Bündnis „No Humboldt 21!“

Pressemitteilung vom 24.07.2017
Humboldt Forum raus aus dem Luftschloss: Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz muss endlich einen offenen Dialog über den Umgang mit angeeigneten Objekten und Gebeinen führen

postkolonial lumumba
Bénédicte Savoy hat den internationalen Expert*innenbeirat verlassen und Kritik am Humboldt Forum und seinem dialogscheuen Management geübt. „No Humboldt 21!“ begrüßt den konsequenten Schritt und erneuert seine Forderung, vor der Ausstellung von Objekten aus europäischen Kolonien das Einverständnis der Herkunftsgemeinschaften einzuholen und menschliche Gebeine zurückzugeben. Das von mehr als 80 migrationsgesellschaftlichen Organisationen im In- und Ausland getragene Kampagnenbündnis http://www.no-humboldt21, das schon seit der Grundsteinlegung 2013 ein Moratorium fordert, begrüßt den Austritt der Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy aus dem internationalen Beirat des Humboldt Forums. Die Expertin hat in ihrem Interview  in der Süddeutschen Zeitung vom 20.7.2017 berechtigte Grundsatzkritik am postkolonialen Prestigeprojekt der Bundesrepublik geäußert. Ihr Protest – u.a. gegen das Ausbleiben einer engagierten und transparenten Provenienzforschung sowie gegen eine mangelhafte Diskussionskultur – sollte ernstgenommen werden.

Die Fassungslosigkeit des Gründungsintendanten Horst Bredekamp, seine absurde Beschwerde über die angeblich nur „deutsche Diskussion, die zunehmend enervierend“ wäre und die kategorische Zurückweisung aller Kritikpunkte Savoys durch die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss bezeugen genau das, was wir seit Jahren monieren: das staatstragende topdown-Projekt ist an einer öffentlichen Debatte alles andere als interessiert.

Vor allem – so der Gründungsintendant – möge doch nicht immer wieder, „allein und vornehmlich die Kolonialzeit in den Mittelpunkt“ gestellt werden. Im Falle von Brüssel oder Paris wäre das angebracht, aber für Berlin würde der Kolonialismus doch nur 34 der 460 Jahre Sammlungsgeschichte ausmachen!

Eine solche Argumentation ist eines renommierten Historikers unwürdig. Sie entzieht sich auf unlautere Art der geschichtlichen Verantwortung und verschweigt, dass das Humboldt Forum ohne die 600jährige Unrechtsherrschaft des europäischen Kolonialismus für immer ein leerer Kasten bliebe. Sie suggeriert, dass Objekte aus den Kolonialreichen anderer europäischer Länder per se rechtmäßig erworben wären. Und sie verschweigt, dass die „kurze Zeit“ der deutschen Kolonialherrschaft auch die Hochzeit der ethnografisch-anthropologischen Sammelwut der Berliner Museen war.

Das Humboldt Forum, das meint, uns die Welt erklären zu können, hat sich sein Luftschloss aus großspurig-selbstherrlichen Phrasen längst gebaut. Die Macher bezeichnen die erst von der Zivilgesellschaft eingeforderte Provenienzforschung als die „DNA der Institution“, obwohl es bis heute keine öffentliche Diskussion der Forschungsergebnisse, keine breitenwirksame Publikation oder Ausstellung zur Erwerbsgeschichte der Kulturschätze gibt. Schlimmer noch: Ungeachtet der wiederholten Versprechungen durch den Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist bislang nicht ein einziges der fast 8,000 menschlichen Gebeine, die für rassistische Forschungszwecke nach Berlin gebracht wurden, zur Rückführung vorbereitet worden. Weil für eine systematische Provenienzforschung keine Gelder zur Verfügung gestellt werden, liegen die sterblichen Überreste der Kolonisierten schon seit sechs Jahren unangetastet in den Schuhkartons der SPK.

Seit Jahren vermeiden die Sammlungsverantwortlichen die breite öffentliche Diskussion über diese zentralen, für sie heiklen Themen. Nun wird die eindringliche Warnung des Beiratsmitglieds George Abungu aus Kenia – „If you don’t do it with us, you do it against us!“ – kurzerhand zum immer schon geltenden Credo des Humboldt Forums erklärt. Er selbsthatte beim letzten öffentlichen Auftritt des internationalen Beirats in Berlin keine zehn Minuten Redezeit. Die angekündigte Abschlussdebatte mit dem Publikum fiel aus. Mnyaka Sururu Mboro vom Bündnis „No Humboldt 21!“: „Genau 100 Jahre nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft will Deutschland den 600-Millionen-Palast der brandenburgisch-preußischen Kolonialherrscher eröffnen. Anstatt sich endlich für den Genozid an den Herero und Nama und für den nicht weniger verheerenden Maji Maji-Krieg in Tansania zu entschuldigen und Wiedergutmachung zu leisten, will es sich mit fremden Schätzen erneut als global bedeutende Kulturnation inszenieren. Bénédicte Savoy gebührt Respekt. Sie weiß, dass sich das nicht gehört. Deutschland muss Ritualobjekte und menschliche Gebeine den Herkunftsgesellschaften zur Rückgabe anbieten. Beutekunst darf im Humboldt Forum nur mit dem Einverständnis der rechtmäßigen Besitzer ausgestellt werden.“
Mehr: http://www.no-humboldt21.de
Video: https://www.youtube.com/watch?v=gQKf0utEM88
Fotos: http://www.photographers-in-solidarity.org/category/afrika/

Pressemitteilung vom 20.07.2017

energietisch volksbegehren - Kopie

Die Berliner Stadtwerke wollen in den nächsten Jahren Zehntausende neuer Kund*innen gewinnen und zum wichtigsten Energiewende-Akteur in Berlin aufsteigen.

In einem heute veröffentlichten Eckpunktepapier zur Demokratisierung der Berliner Stadtwerke fordert der Berliner Energietisch, dass ein Wachstum des Unternehmens mit einem Ausbau von Bürgerpartizipation und weitreichenden Transparenzregelungen einhergehen muss.

Christine Kühnel, Sprecherin des Berliner Energietisches, erklärt hierzu: „Während das Engagement für Mieterstrommodelle zu begrüßen ist, gibt es bei der demokratischen Kontrolle der Stadtwerke noch Nachholbedarf. Der Beirat der Stadtwerke muss öffentlich tagen und echte Mitwirkungs- und Entscheidungsrechte erhalten. Die Berliner*innen sollten ebenfalls über ein Initiativrecht verfügen, um an Richtungsentscheidungen der Stadtwerke mitwirken zu können.

Eric Häublein, Sprecher des Berliner Energietisches, ergänzt hierzu: „Die Berliner Stadtwerke würden davon profitieren, wenn sie in einen aktiven Dialog mit der Berliner Stadtbevölkerung treten. Beispielsweise könnten jährliche Versammlungen durchgeführt werden, um Angelegenheiten der Stadtwerke mit den Bürger*innen zu erörtern. Allerdings muss auch der Berliner Senat dazu beitragen, dass die kommunalen Unternehmen der Stadt transparenter und partizipationsfreundlicher werden. Der vom Senat eingesetzte Ausschuss für Bürgerpartizipation sollte hierzu klare Richtlinien für eine echte demokratische Kontrolle der Berliner Unternehmen aufstellen.“

Das Eckpunktepapier zur Demokratisierung der Berliner Stadtwerke finden Sie hier:

http://berliner-energietisch.net/images/Eckpunkte-Demokratische– Kontrolle-Stadtwerke-Berlin.pdf

kuba cuba
http://www.fgbrdkuba.de/

Veranstaltungen:

Mahnwache
Montag, 17. Juli, 18:00-19:00 Uhr
Vor dem US-Generalkonsulat, Gießener Str. 30, 60435 Frankfurt a.M.
Wir fordern die sofortige Freilassung der politischen Langzeitgefangenen in der USA Leonard Peltier, Mumia Abu Jamal und Ana Belén Montes.
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#mahnwache

Fiesta de Solidaridad
Samstag, 22. Juli, 14:00-22:00 Uhr
Parkaue Lichtenberg, 10367 Berlin (S+U-Bahn Frankfurter Alle)
Auf nach Berlin zur Fiesta de Solidaridad.
Gößer, bunter und vielfältiger wird die „Fiesta de Solidaridad“ in der Lichtenberger Parkaue in diesem Jahr werden. Das große Solidaritätsfest, organisiert von der AG Cuba Sí, ist über die Jahre zu einem Treffen der Soligruppen und Kubafreunde aus der gesamten Bundesrepublik geworden.
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#fiesta-de-solidaridad

Fiesta Moncada
Samstag, 22. Juli, 17:00 Uhr
Villa Leon, Philipp-Kürber-Weg 1 Nürnberg
Wir feiern solidarisch den 26. Juli 1953.
An diesem Tag begann mit dem Angriff auf die Moncada Kaserne in Santiago de Cuba die Kubanische Revolution.
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#fiesta-moncada-nuernberg

Lesung: Kuba im Wandel
Mittwoch, 26. Juli, 19:00 Uhr
DGB-Haus, Bahnhofstraße 6, 35037 Marburgg
Lesung mit den HerausgeberInnen und GründerInnen des Projecto Tamara Bunke.
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#kuba-im-wandel-marburg

Fiesta Moncada
Samstag, 29. Juli, 14:00-22:00 Uhr
Botschaft der Republik Kuba Außenstelle
Kennedyallee 22-24, 35175 Bonn
Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker.
Mit betreutem Kinderprogramm, Sandecke, Clowns, und Überraschungen. Cuba Bands, Mojitos, Infos, Delikatessen, Kunstversteigerung, Zigarren, Cuba Libre, Kaffee, Kuchen, Bücher, Sonne und gute Laune sorgen für Stimmung.
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#fiesta-moncada

Cuba Libre:
Ausgabe 3- 2017
Rekordjahr für Kubareisen + 26.7.1953 – Julio 26: Ein historisches Datum – nicht nur für Kuba + Kubanische Ärztebrigade für ihre Arbeit von der WHO ausgezeichnet + USA verhindern Kuba-Urlaub eines Münchner Ehepaars + Kuba im Wandel – Buchvorstellung + Bericht vom Internationalen Filmfestival in Gibara …
mehr zur aktuellen Ausgabe: http://www.fgbrdkuba.de/cl/cuba-libre.php
Abo-Formular: http://www.fgbrdkuba.de/fg/download/abo.pdf
Archiv:  http://www.fgbrdkuba.de/cl/cuba-libre-archiv.php

Cuba kompakt:
Raúl ruft dazu auf, in der Konzeption des kubanischen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells voranzukommen + Wo jede Minute zählt + Auf dem Weg zu einer unabhängigen Energieversorgung + Salsmusiker singen von Havanna aus für Frieden in Venezuela.
Cuba kompakt – Juli 2017: http://www.fgbrdkuba.de/ck/ck2017-07.pdf
alle Ausgaben: http://www.fgbrdkuba.de/ck/cuba-kompakt.php

Aus der FG:
Grußwort an die Kampagne „Büchel Atomwaffenfrei“
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/fg/fgtxt/fg20170714-grusswort-buechel-atomwaffenfrei.php

Dossiers:
EU-Kuba
Das Europäische Parlament hat einen Kooperationsvertrag mit Kuba verabschiedet.
Presse, Reaktionen Erklärungen und Hintergründe: http://www.fgbrdkuba.de/infos/eu-kuba.php

Presse:
Aktuelle Nachrichten aus und über Kuba
Kubanische Abgeordnete lehnen Trupms Politik gegenübe Kuba ab + Ärztebrigaden: Interview mit einem Arzt auf Mission + Kritisches Denken fördern + Havanna bekommt neue Linientaxis + Ministerrat analysiert wirtschaftliche Leistung + Ditter Weg der Konterrevolution + Trumps Anti-Kuba-Wende und der neue (K)alte Krieg in Lateinamerika + USA verstärken Blockade gegen Kuba  …
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/presse/index.php

Mitglied werden:
Film- & Buchprämienpaket für neue Mitglieder:
Flyer: http://www.fgbrdkuba.de/fg/download/mitgliederwerbung-buchpaemie-a5.pdf

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  • Wann:  Freitag, 21.07.2017
  • Zeit: 19:00 Uhr
  • Wo: NaturFreunde BerlinParetzer Str. 7, 10713 Berlin (S-. und U-Bahnhof Heidelberger Platz)
  • Veranstalter: NaturFreunde Berlin

 

 

Das facettenreiche Unbehagen an der Moderne hat seine Ursachen darin, dass die Menschen im Allgemeinen von einem Gesellschaftsbild ausgehen, das den Verhältnissen nicht mehr gerecht wird.

 

Handeln mit Bezug auf die Gesellschaft ist daher von Misserfolgen bedroht und frustrierend. Von diesem Alp entlastet sich die Mehrheit durch den Rückzug ins Private. Zwar ist es aus prinzipiellen Gründen nicht möglich, die Totalität der Gesellschaft abzubilden. Aber es lässt sich zeigen, dass die vorherrschende Vorstellung eines primär hierarchisch organisierten Systems nicht mehr angemessen ist.

Mit dem hierarchischen Gesellschaftsbild veralten auch die emanzipatorischen Utopien von Gleichheit, Demokratie und Solidarität. Sein Verblassen kann aber keinen wirklichen Ersatz finden denn in einem besseren Gesellschaftsbild. Es sei denn, man verabschiedet sich vom gesellschaftlich handelnden, bewussten Subjekt und akzeptiert Drift und Surrogate als Lebensmodus.

 

Referent: Thomas Kilian
Thomas Kilian ist Soziologe, Rechtshistoriker und Journalist.

http://thomaskilian1966.wordpress.com/das-aktuelle-buch

 

 

Wissenschaft konkret
Viele im weiten Spektrum der NaturFreunde haben im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Ausbildung Bachelor- oder Masterarbeiten, Doktorarbeiten oder interessante Hausarbeiten geschrieben. Diese haben sehr häufig hochinteressante Themengebiete bearbeitet, die auch für viele, die nicht in dieser wissenschaftlichen Disziplin gearbeitet hatten, einen spannenden Erkenntnisgewinn bringen können.

In der Reihe „Wissenschaft konkret“ wollen wir solche Arbeiten vorstellen, gemeinsam diskutieren und anschließend in gemütlicher Runde den Abend ausklingen lassen.

 

In der Reihe werden in loser Folge weitere Arbeiten vorstellen.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt:
NaturFreunde BerlinParetzer Str. 7, 10713 Berlin

Donnerstag 20.07.2017

  • Ort: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin (nahe U- und S- Bahnhof Heidelberger Platz)
  • Uhrzeit: 19.00 Uhr
  • Verantwortlicher: Adelante

Im Rahmen des Vortrags untersucht der Politikwissenschaftler und Historiker David X. Noack Konfliktlösungsstrategien in Star Trek im Wandel der Zeit von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Zur Hochzeit des Vietnamkrieges wurde die Original-‚Star Trek‘-Serie von Gene Roddenberry als eine Vision des Friedens erschaffen. Russen, Japaner und US-Amerikaner saßen gemeinsam auf der Kommandobrücke der U.S.S. Enterprise und erlebten gemeinsam Abenteuer. Obwohl mit Waffen ausgestattet, bevorzugte die Besatzung des Flaggschiffs der Sternenflotte immer und immer wieder, lieber nicht zu schießen. Doch als Kind der „neuen Weltordnung“ (George H. W.Bush) mit US-Militäreinsätzen weltweit war auch das Raumschiff Voyager, auf Sendung 1995–2001, der Gewalt gegenüber etwas anders eingestellt. Im Rahmen der aktuellen Filme des Regisseurs J. J. Abrams ist ‚Star Trek‘ zu einer Sci-Fi-Action-Filmreihe geworden, in welcher Gewalt immer als einziger Ausweg dargestellt wird. Der Vortrag untersucht die Haltung der Hauptcharaktere des ‚Star Trek‘-Universums zur Gewalt im Spiegel der inneren und außenpolitischen Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Referent: David X. Noack

Kultur konkret
Die Reihe „Kultur konkret“ beschäftigt sich mit bekannten Filmen, Serien oder Sendungen und ordnet siein einen gesellschaftlichen Kontext ein. Die Referent*innen zeigen dabei ihre Sicht auf die Filme und stellen diese zur Diskussion. Die nächsten Vorträge sind schon in Vorbereitung: Im Herbst erfahren wir mehr über „Das Frauenbild bei Star Trek“ und „Das Frauen- und Afrikabild bei Indiana Jones“.

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Pressemitteilung
Bündnis „Grenzenlose Solidarität statt G20“
Hamburg, 5. Juli 2017


* Versammlungsfreiheit und Demokratie zentrale Themen auf der Demonstration am 8.7.
* Yes, we camp: Breite Solidarisierung gegen Schlafverbote – Unterbringung klärt sich

Die Abschlusskundgebung der Großdemonstration wird nun am Millerntorplatz stattfinden. Damit die Route geklärt. „Wir sind weiterhin zutiefst von der Rechtswidrigkeit des Verbots des Heiligengeistfeldes und der gesamten Blauen Zone überzeugt. Warum sollte auf dem Heiligengeistfeld ,Gefahr für Leib und Leben‘ bestehen, auf dem direkt davor gelegenen, aber viel zu kleinen Millerntorplatz aber nicht? Die maßlosen Gefahrenprognosen der Polizei entbehren jeder Plausibilität und Logik. Sie dienen allein dem Zweck, Versammlungen zu erschweren oder zu verhindern und stellen die Sicherheit von Diktatoren und Autokraten über die Rechte der Bevölkerung“, sagte Bündnissprecher Yavuz Fersoglu.

„Wir brauchen aber jetzt Sicherheit und Transparenz für die anreisenden Demonstranten. Eine Entscheidung des Verfassungsgerichts am Freitag würde uns nur noch wenig nützen. Wir behalten uns vor, in der Hauptsache dennoch weiter zu klagen. Jetzt brauchen wir die Planungssicherheit u.a. für den Aufbau der Bühne für die Abschlusskundgebung“, so Fersoglu abschließend.

„Unsere Demonstration am 8.7. gegen den G20 Gipfel tritt für grenzenlose Solidarität ein. Durch die grundrechtsfeindliche Verbotspolitik des Hamburger Senats und die Ereignisse der letzten Tage rücken aber die Fragen der Versammlungsfreiheit und der demokratischen Rechte ins Zentrum unserer Themen. Für Demokratie und das Recht auf freie, unbehinderte Versammlung müssen wir nicht nur gegenüber Erdogan und Putin eintreten, sondern auch gegenüber dem Hamburger Senat und einer eigenmächtigen, repressiven Polizeiführung. Wir fordern alle Demokratinnen und Demokraten auf, mit uns gemeinsam am 8.7. auf die Straßen zu gehen“, sagte Bündnissprecherin Emily Laquer.

„Allen Menschen im In- und Ausland, die noch zögern zu den Protesten nach Hamburg zu kommen, rufen wir zu: Kommt alle! Es geht um viel, jetzt müssen wir Haltung zeigen“, ergänzte Laquer.

Das Demobündnis ist erfreut über die breite zivilgesellschaftliche Unterstützung für das Recht der angereisten Protestteilnehmer auf Unterkunft und Versorgung in Protestcamps.

„Die Öffnung des Schauspielhaues gestern Nacht, die Duldung von mehrerer kleinerer Camps auf kirchlichen Flächen und die Anmeldung der Aktion „Sleep-in gegen Schlafverbote“ im Volkspark Altona zeigen deutlich: Hamburg ist gastfreundlich und lädt den Protest in die Stadt ein“, sagte Bündnissprecher Malte Albrecht.

„Die Linie von Senat und Polizei, den Protestierenden den Schlaf, das Essen und die Duschen zu verweigern, ist faktisch gescheitert. Das sollte der Senat jetzt eingestehen und von weiterer Eskalation an der Campfrage Abstand nehmen“, so Albrecht weiter.


Den Aufruf zu der Demonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20“ am 8. Juli in Hamburg haben unter anderem Attac Deutschland, die Partei Die Linke, DIDF, die DKP, die bundesweiten Koordinationsstrukturen der Friedensbewegung, die Hedonistische Internationale, die Interventionistische Linke, IPPNW, Nav-Dem, der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein, Robin Wood sowie die Jugendorganisationen von BUND, IG-Metall und Naturfreunden und viele Hamburger Organisationen, darunter die GEW, unterzeichnet. Die Veranstalter erwarten 50.000 bis 100.000 Teilnehmende bei der Demonstration. Weitere Informationen: www.g20-demo.de.

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