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Archiv für die Kategorie ‘Berlin’

Berliner Versammlungsbehörde bestätigt schikanöse Auflagen für antifaschistische Gegenproteste in Spandau

vvnbda antifa
Pressemitteilung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

18.August 2017

Berliner Versammlungsbehörde bestätigt schikanöse Auflagen für antifaschistische Gegenproteste in Spandau

Wir denken die Berliner*innen werden ihren Protest dorthin tragen, wo er notwendig ist. Nach den Auflagen der Berliner Versammlungsbehörde darf die Demonstration gegen den Neonaziaufmarsch, die um 11.00 am Bahnhof Spandau beginnt,  nicht zur Protestkundgebung, Beginn ebenfalls 11.00, in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Kriegsverbrecher Gefängnis ziehen. Auch diese Kundgebung ist von der Behörde von der Fahrbahn der Wilhelmstraße 23, also unmittelbar gegenüber dem ehemaligen Kriegsverbrechergefängnis, in die Seitenstraße „hinweg beauflagt“ worden, um dem Neonazi-Aufmarsch den Weg frei zu machen. Zuvor war dem Anmelder dieser Ort jedoch noch zugesichert worden.

Es ist zu befürchte, dass es den Teilnehmer*innen der Demonstration verunmöglicht oder zu mindestens erheblich erschwert werden soll, von der Demonstration zu der Kundgebung auf der u.A. Petra Pau und Lala Süsskind erwartet werden, zu gelangen. Die Proteste sollen voneinander isoliert werden, während dem Neonazi –Aufmarsch der Blick auf den Hess-Wallfahrtsort ohne Abstriche genehmigt wird. Erinnern wir uns: das Kriegsverbrechergefängnis wurde von den Alliierten gesprengt um eben jenen Wallfahrtsort zu verhindern.

Auch in Anbetracht der zahlreichen neonazistischen Propagandadelikte zur Verherrlichung Rudolf Hess` und des Naziregimes in den vergangenen Tagen in Berlin und ganz Deutschland, ist es uns unverständlich, dass ein ganzer Kiez den Neonazis, der Anmelder des Naziaufmarschs Christian Malcoci war u.A. Mitglied der NSDAP/AO und der FAP, als Aufmarschgebiet zur Verfügung gestellt wird.

Wir werden gegen diese Entscheidung nicht klagen, die späte Zustellung der Bescheide, lässt dies in erfolgversprechender Weise nicht mehr zu. Das belegt einmal mehr, den Nazis ist der Bescheid schon 2 Tage früher zugestellt worden, dass hier eine bedenkliche Schräglage besteht. Es kann nicht sein, dass jeglicher demokratischer Protest, der Einsatzplanung der Polizei untergeordnet wird.

Wir drücken der Berliner Polizei die Daumen, dass sie ihre Auflagen gegenüber der neonazistischen Demonstration, nämlich jegliche NS-Verherrlichung zu unterbinden, durchsetzen kann. Wie das bei einem Aufmarsch überzeugter Nationalsozialisten möglich sein soll, NS-Verherrlichung ist Anlass, Inhalt und Form des Aufmarsches, bleibt uns allerdings ein Rätsel

Wir freuen uns auf eine große bunte entschlossene Demonstration und Kundgebung.

Wir denken die Berliner*innen werden ihren Protest dorthin tragen, wo er notwendig ist.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Ein Auszug der Auflagen ist hier einzusehen:

http://spandauer-bündnis.de/allgemein/schriftliche-auflagen-zur-anti-hess-demo-erhalten

Weitere Informationen zu den Protesten, finden sich auch hier:

http://berlin-gegen-nazis.de/samstag-19-08-2017-rechtsextremer-hessmarsch-in-spandau-gegenproteste-angemeldet-einschaetzung-der-mbr/

Berliner VVN-BdA e.V.

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Alle menschlichen Gebeine aus kolonisierten Gebieten müssen überprüft und zur Rückgabe bereitgestellt werden

Berlin Postkolonial e.V.
PRESSEMITTEILUNG
02.08.2017

postkolonial lumumba
Berliner Postkolonial e.V. begrüßt die von DPA berichtete Entscheidung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), die Herkunft der vom Berliner Völkerkundemuseum gesammelten und beforschten Gebeine von Menschen aus der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Ostafrika“ zu überprüfen und dann den Nachfahren in Ruanda und Tansania zur Rückgabe anzubieten.
Wir betrachten diesen Schritt als wichtigen Erfolg unserer jahrelangen Proteste gegen die weitere Aufbewahrung und Beforschung der menschlichen Überreste von Opfern des
deutschen und europäischen Kolonialismus.

Zugleich möchten wir darauf hinweisen, dass
1. neben der SPK auch die Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU) im Besitz von Tausenden Gebeinen Kolonisierter ist (Rudolf-Virchow-Sammlung)
2. die SPK und die BGAEU über zahlreiche weitere menschliche Gebeine aus anderen deutschen und europäischen Kolonien verfügen
Wir fordern beide Einrichtungen nachdrücklich dazu auf, auch die Herkunft dieser Bestände zu überprüfen, die Herkunftsgesellschaften der Verschleppten zu informieren und Rückgaben möglich zu machen.

Mnyaka Sururu Mboro:
„Ich kann noch nicht recht glauben, dass die SPK die Gebeine unserer Vorfahren nun wirklich zurückgeben wird. Die SPK hat die Schädel und Skelette seit fünf Jahren in ihrem Depot liegen und uns immer wieder vertröstet. Sollte es nun tatsächlich zu einer Überführung kommen, wird die Bundesregierung sie hoffentlich nicht ohne eine Entschuldigung übergeben. Wir haben das Unrecht, das uns und unseren Vorfahren angetan wurde, nicht vergessen.“

Stiftung Preußischer Kulturbesitz muss endlich einen offenen Dialog über den Umgang mit angeeigneten Objekten und Gebeinen führen

NGO-Bündnis „No Humboldt 21!“

Pressemitteilung vom 24.07.2017
Humboldt Forum raus aus dem Luftschloss: Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz muss endlich einen offenen Dialog über den Umgang mit angeeigneten Objekten und Gebeinen führen

postkolonial lumumba
Bénédicte Savoy hat den internationalen Expert*innenbeirat verlassen und Kritik am Humboldt Forum und seinem dialogscheuen Management geübt. „No Humboldt 21!“ begrüßt den konsequenten Schritt und erneuert seine Forderung, vor der Ausstellung von Objekten aus europäischen Kolonien das Einverständnis der Herkunftsgemeinschaften einzuholen und menschliche Gebeine zurückzugeben. Das von mehr als 80 migrationsgesellschaftlichen Organisationen im In- und Ausland getragene Kampagnenbündnis http://www.no-humboldt21, das schon seit der Grundsteinlegung 2013 ein Moratorium fordert, begrüßt den Austritt der Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy aus dem internationalen Beirat des Humboldt Forums. Die Expertin hat in ihrem Interview  in der Süddeutschen Zeitung vom 20.7.2017 berechtigte Grundsatzkritik am postkolonialen Prestigeprojekt der Bundesrepublik geäußert. Ihr Protest – u.a. gegen das Ausbleiben einer engagierten und transparenten Provenienzforschung sowie gegen eine mangelhafte Diskussionskultur – sollte ernstgenommen werden.

Die Fassungslosigkeit des Gründungsintendanten Horst Bredekamp, seine absurde Beschwerde über die angeblich nur „deutsche Diskussion, die zunehmend enervierend“ wäre und die kategorische Zurückweisung aller Kritikpunkte Savoys durch die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss bezeugen genau das, was wir seit Jahren monieren: das staatstragende topdown-Projekt ist an einer öffentlichen Debatte alles andere als interessiert.

Vor allem – so der Gründungsintendant – möge doch nicht immer wieder, „allein und vornehmlich die Kolonialzeit in den Mittelpunkt“ gestellt werden. Im Falle von Brüssel oder Paris wäre das angebracht, aber für Berlin würde der Kolonialismus doch nur 34 der 460 Jahre Sammlungsgeschichte ausmachen!

Eine solche Argumentation ist eines renommierten Historikers unwürdig. Sie entzieht sich auf unlautere Art der geschichtlichen Verantwortung und verschweigt, dass das Humboldt Forum ohne die 600jährige Unrechtsherrschaft des europäischen Kolonialismus für immer ein leerer Kasten bliebe. Sie suggeriert, dass Objekte aus den Kolonialreichen anderer europäischer Länder per se rechtmäßig erworben wären. Und sie verschweigt, dass die „kurze Zeit“ der deutschen Kolonialherrschaft auch die Hochzeit der ethnografisch-anthropologischen Sammelwut der Berliner Museen war.

Das Humboldt Forum, das meint, uns die Welt erklären zu können, hat sich sein Luftschloss aus großspurig-selbstherrlichen Phrasen längst gebaut. Die Macher bezeichnen die erst von der Zivilgesellschaft eingeforderte Provenienzforschung als die „DNA der Institution“, obwohl es bis heute keine öffentliche Diskussion der Forschungsergebnisse, keine breitenwirksame Publikation oder Ausstellung zur Erwerbsgeschichte der Kulturschätze gibt. Schlimmer noch: Ungeachtet der wiederholten Versprechungen durch den Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist bislang nicht ein einziges der fast 8,000 menschlichen Gebeine, die für rassistische Forschungszwecke nach Berlin gebracht wurden, zur Rückführung vorbereitet worden. Weil für eine systematische Provenienzforschung keine Gelder zur Verfügung gestellt werden, liegen die sterblichen Überreste der Kolonisierten schon seit sechs Jahren unangetastet in den Schuhkartons der SPK.

Seit Jahren vermeiden die Sammlungsverantwortlichen die breite öffentliche Diskussion über diese zentralen, für sie heiklen Themen. Nun wird die eindringliche Warnung des Beiratsmitglieds George Abungu aus Kenia – „If you don’t do it with us, you do it against us!“ – kurzerhand zum immer schon geltenden Credo des Humboldt Forums erklärt. Er selbsthatte beim letzten öffentlichen Auftritt des internationalen Beirats in Berlin keine zehn Minuten Redezeit. Die angekündigte Abschlussdebatte mit dem Publikum fiel aus. Mnyaka Sururu Mboro vom Bündnis „No Humboldt 21!“: „Genau 100 Jahre nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft will Deutschland den 600-Millionen-Palast der brandenburgisch-preußischen Kolonialherrscher eröffnen. Anstatt sich endlich für den Genozid an den Herero und Nama und für den nicht weniger verheerenden Maji Maji-Krieg in Tansania zu entschuldigen und Wiedergutmachung zu leisten, will es sich mit fremden Schätzen erneut als global bedeutende Kulturnation inszenieren. Bénédicte Savoy gebührt Respekt. Sie weiß, dass sich das nicht gehört. Deutschland muss Ritualobjekte und menschliche Gebeine den Herkunftsgesellschaften zur Rückgabe anbieten. Beutekunst darf im Humboldt Forum nur mit dem Einverständnis der rechtmäßigen Besitzer ausgestellt werden.“
Mehr: http://www.no-humboldt21.de
Video: https://www.youtube.com/watch?v=gQKf0utEM88
Fotos: http://www.photographers-in-solidarity.org/category/afrika/

Eckpunkte fur eine Demokratisierung der Berliner Stadtwerke

Pressemitteilung vom 20.07.2017

energietisch volksbegehren - Kopie

Die Berliner Stadtwerke wollen in den nächsten Jahren Zehntausende neuer Kund*innen gewinnen und zum wichtigsten Energiewende-Akteur in Berlin aufsteigen.

In einem heute veröffentlichten Eckpunktepapier zur Demokratisierung der Berliner Stadtwerke fordert der Berliner Energietisch, dass ein Wachstum des Unternehmens mit einem Ausbau von Bürgerpartizipation und weitreichenden Transparenzregelungen einhergehen muss.

Christine Kühnel, Sprecherin des Berliner Energietisches, erklärt hierzu: „Während das Engagement für Mieterstrommodelle zu begrüßen ist, gibt es bei der demokratischen Kontrolle der Stadtwerke noch Nachholbedarf. Der Beirat der Stadtwerke muss öffentlich tagen und echte Mitwirkungs- und Entscheidungsrechte erhalten. Die Berliner*innen sollten ebenfalls über ein Initiativrecht verfügen, um an Richtungsentscheidungen der Stadtwerke mitwirken zu können.

Eric Häublein, Sprecher des Berliner Energietisches, ergänzt hierzu: „Die Berliner Stadtwerke würden davon profitieren, wenn sie in einen aktiven Dialog mit der Berliner Stadtbevölkerung treten. Beispielsweise könnten jährliche Versammlungen durchgeführt werden, um Angelegenheiten der Stadtwerke mit den Bürger*innen zu erörtern. Allerdings muss auch der Berliner Senat dazu beitragen, dass die kommunalen Unternehmen der Stadt transparenter und partizipationsfreundlicher werden. Der vom Senat eingesetzte Ausschuss für Bürgerpartizipation sollte hierzu klare Richtlinien für eine echte demokratische Kontrolle der Berliner Unternehmen aufstellen.“

Das Eckpunktepapier zur Demokratisierung der Berliner Stadtwerke finden Sie hier:

http://berliner-energietisch.net/images/Eckpunkte-Demokratische– Kontrolle-Stadtwerke-Berlin.pdf

Kultur konkret: Konfliktlösungsmechanismen bei Star Trek

Donnerstag 20.07.2017

  • Ort: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin (nahe U- und S- Bahnhof Heidelberger Platz)
  • Uhrzeit: 19.00 Uhr
  • Verantwortlicher: Adelante

Im Rahmen des Vortrags untersucht der Politikwissenschaftler und Historiker David X. Noack Konfliktlösungsstrategien in Star Trek im Wandel der Zeit von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Zur Hochzeit des Vietnamkrieges wurde die Original-‚Star Trek‘-Serie von Gene Roddenberry als eine Vision des Friedens erschaffen. Russen, Japaner und US-Amerikaner saßen gemeinsam auf der Kommandobrücke der U.S.S. Enterprise und erlebten gemeinsam Abenteuer. Obwohl mit Waffen ausgestattet, bevorzugte die Besatzung des Flaggschiffs der Sternenflotte immer und immer wieder, lieber nicht zu schießen. Doch als Kind der „neuen Weltordnung“ (George H. W.Bush) mit US-Militäreinsätzen weltweit war auch das Raumschiff Voyager, auf Sendung 1995–2001, der Gewalt gegenüber etwas anders eingestellt. Im Rahmen der aktuellen Filme des Regisseurs J. J. Abrams ist ‚Star Trek‘ zu einer Sci-Fi-Action-Filmreihe geworden, in welcher Gewalt immer als einziger Ausweg dargestellt wird. Der Vortrag untersucht die Haltung der Hauptcharaktere des ‚Star Trek‘-Universums zur Gewalt im Spiegel der inneren und außenpolitischen Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Referent: David X. Noack

Kultur konkret
Die Reihe „Kultur konkret“ beschäftigt sich mit bekannten Filmen, Serien oder Sendungen und ordnet siein einen gesellschaftlichen Kontext ein. Die Referent*innen zeigen dabei ihre Sicht auf die Filme und stellen diese zur Diskussion. Die nächsten Vorträge sind schon in Vorbereitung: Im Herbst erfahren wir mehr über „Das Frauenbild bei Star Trek“ und „Das Frauen- und Afrikabild bei Indiana Jones“.

Kinderwagen on tour: Pack die Badehose ein: Wanderung von Tegel zum Bootshaus

 

Sonntag 25.06.2017

  • Ort: U-Bahnhof Holzhauser Straße (U6)
  • Uhrzeit: 11.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante

Die Tour führt auf schönen Wegen durch den Tegeler Forst zum Bootshaus der NaturFreunde in Spandau. Dort treffen wir uns mit Familien von Geflüchteten um gemeinsam einen schönen Nachmittag zu verbringen. Gemeinsam geht es hinaus auf den Spandauer See. Von dort werden wir die Zitadelle Spandau und die Insel Eiswerder von einer ganz anderen Perspektive erkunden.

Badesachen nicht vergessen.

Infos bei: Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

Kinderwagen on tour
Wanderungen für Familien mit Kindern. Gemeinsam geht es raus in die Natur, um Landschaft in und um Berlin zu entdecken, Räume zu erfahren und die Natur zu genießen. Die Wanderungen bewegen sich auf Wegen, bei denen Kinderwagen mitgenommen werden können.

Infos: Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

DenkMalTour: Das Krankenhaus Biesdorf in der Zeit des Nationalsozialismus

Samstag 24.06.2017

  • Ort: S-Bahnhof Biesdorf (Ausgang Oberfeldstraße) Oberfeldstraße 1 12683 Berlin
  • Uhrzeit: 14.00 Uhr
  • Verantwortlicher: Adelante

Die DenkMalTour führt vom S-Bahnhof Biesdorf durch die Getreidesiedlung in Biesdorf-Nord über das Gelände der seinerzeitigen Städtischen Heil- und Pflegeanstalt (für Epileptische) Wuhlgarten (1890-1945) und des heutigen Unfallkrankenhauses Berlin zum U- und S-Bahnhof Wuhletal. Wir sehen Spuren der Geschichte dieses Territoriums aus der Zeit des Faschismus – vom NS-Siedlungsbau bis zum mörderischen „Euthanasie“-Programm T4. Die Anstalt Wuhlgarten wiederum wandelte sich binnen weniger Jahre von einer bahnbrechenden psychiatrischen Klinik zu einem Durchgangszimmer des Todes.

Wir begegnen in Biesdorf aber auch Orten, an denen sichtbar wird, dass hier beinahe das „Berliner Wandlitz“ entstanden wäre. Das fiktive Adressbuch der endvierziger Jahre ist wie ein kleines „Who is who“ der seinerzeitigen SED-Führung. Heute befindet sich hier die modernste Unfallklinik des Landes.

Das immer noch beschauliche Biesdorf ist ein Ort, an dem sich Geschichte förmlich im Brennpunkt darstellt. Biesdorf gehört damit zu den Gebieten, an denen sich die Ambivalenz des heutigen Umganges mit Geschichte in seltener Eindringlichkeit darstellt.

Referent: Wolfgang Brauer (Vorsitzender des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf e.V.)

Die DenkMalTour wird gemeinsam organisiert von Helle Panke e.V. und den NaturFreunden Berlin.
Kosten: 2,50€

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