Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für Juni, 2017

Appell an zukünftige Bundesregierung: Mehr Einsatz für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und eine gerechte Globalisierung

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

 

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Berlin, 21. Juni 2017 – Drei Monate vor der Bundestagswahl fordern der Deutsche Naturschutzring, die Klima-Allianz Deutschland und VENRO von der künftigen Bundesregierung deutliche Verbesserungen der Politik in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Entwicklung. Am 22. Juni 2017 in Berlin diskutieren die drei Organisationen mit Spitzenpolitiker_innen der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien ihre Erwartungen.

 

Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO): „Die künftige Bundesregierung muss Armut und soziale Ungleichheit abbauen, und zwar in Deutschland genauso wie weltweit. Deutschland muss die globalen Belastungen durch unsere nicht nachhaltige Art des Wirtschaftens und Konsumierens verringern. Zu einer gerechten Gestaltung der Globalisierung gehört darüber hinaus, dass die Bundesregierung endlich gesetzliche Regelungen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht von Unternehmen einführt: Die Wirtschaft ist für den Schutz der Menschenrechte mitverantwortlich. Die Bundesregierung muss die realen Fluchtursachen und nicht die Flüchtenden bekämpfen. Gleichzeitig muss sie die Möglichkeiten legaler Migration deutlich erweitern.“

 

Viviane Raddatz, WWF Deutschland und Sprecherin der Klima-Allianz Deutschland: „Deutschland hat sich mit dem Pariser Abkommen international zu mehr Klimaschutz verpflichtet, droht aber, sein selbstgestecktes 2020-Ziel weit zu verfehlen. Damit wir dieses Ziel noch erreichen können, muss die nächste Bundesregierung ein Sofortprogramm auflegen, mit dem die ältesten und dreckigsten Kohlekraftwerke zügig vom Netz gehen. Wir fordern von den Parteien klare Aussagen, wie sie das umsetzen wollen.“

 

Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident Deutscher Naturschutzring (DNR): „Der Verkehrssektor ist seit vielen Jahren das Sorgenkind der Klima- und Umweltpolitik: Eine Zunahme des Pkw- und Güterverkehrs mit stetig wachsenden Treibhausgasemissionen, regelmäßige Skandale bei Abgasmessungen oder CO2-Grenzwerten, überdimensionierte Infrastrukturplanungen sowie anhaltende Belastungen der Menschen durch Lärm und Luftschadstoffe belegen den enormen Handlungsbedarf. Die nächste Legislaturperiode muss daher eine grundlegende Verkehrswende einleiten, die auf eine umweltverträgliche Mobilität, eine Abkehr vom fossilen Verbrennungsmotor sowie auf den Abbau von umweltschädlichen Subventionen wie dem Dienstwagen- oder dem Dieselprivileg setzt.“

Auf der Podiumsdiskussion „Nachhaltigkeitsziele und Klimaschutz: Welchen Fahrplan haben die Parteien? Sozial-ökologische Gerechtigkeit und globale Verantwortung“ diskutieren die Verbände am 22. Juni 2017 in Berlin mit Peter Altmaier (Kanzleramtsminister, CDU), Dr. Ralf Stegner (Stellvertretender Vorsitzender SPD), Katja Kipping (Parteivorsitzende DIE LINKE) und Dr. Anton Hofreiter (Vorsitzender Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen). Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

netzwerk cuba nachrichten extra vom 19.6.2017

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

hier gibt es einen extra newsletter zu den neuen Maßnahmen von Trump in der Cubapolitik der USA, die ein starkes Medieninteresse geweckt haben.

 

Erklärung der Revolutionären Regierung vom 16. Juni 2017

Jegliche Strategie, die darauf ausgerichtet ist, das politische, wirtschaftliche und soziale System Kubas System Kubas zu verändern, ist zum Scheitern verurteilt.

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-06-19/erklarung-der-revolutionaren-regierung-vom-16-juni-2017

 

Wir werden niemals unser Recht aufgeben, ein unabhängiges und sozialistisches Land zu errichten

Der kubanische Gewerkschaftsbund CTC unterstützt die Erklärung der kubanischen revolutionären Regierung

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-06-19/wir-werden-niemals-unser-recht-aufgeben-ein-unabhangiges-und-sozialistisches-land-zu-errichten

 

Botschaft an die US-amerikanischen Schriftsteller, Künstler, Akademiker und Freunde der kubanischen Kultur

Wir kubanischen Künstler und Schriftsteller wenden uns an Sie ausgehend von dem ungeheuren Wandel der Politik gegenüber unserem Land …

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-06-19/botschaft-an-die-us-amerikanischen-schriftsteller-kunstler-akademiker-und-freunde-der-kubanischen-kultur

 

Russisches Außenamt zur US-Blockade: „Unsere Solidarität mit Kuba ist unerschütterlich“

https://deutsch.rt.com/amerika/52580-russisches-aussenamt-zur-us-blockade-solidarit%C3%A4t-mit-cuba/

 

Pressemitteilung des Vorstands des NETZWERK CUBA e.V.

Trump gegenüber Kuba auf Ego-Trip

PM Trump-Cuba NwC-2017-6

 

Presseerklärung zur Rede des US-Präsidenten Donald Trump in Miami

 

Die Rede Donald Trumps isoliert nicht Kuba, sondern die USA.
http://www.fgbrdkuba.de/

 

Trump macht Rolle rückwärts

US-Präsident revidiert Kuba-Politik seines Vorgängers. Restriktivere Reiseverordnung und Handelsbeschränkungen erlassen

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/artikel/312664.trump-macht-rolle-r%C3%BCckw%C3%A4rts.html

 

Gefahr für den Frieden

Trumps Kuba-Politik

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/artikel/312672.gefahr-f%C3%BCr-den-frieden.html

 

Neue Eiszeit zwischen USA und Kuba

Offenbar will der US-Präsident jedoch einige Schlüsselelemente der Annäherung zwischen den lange verfeindeten Staaten beibehalten.

Strand Journal http://strandjournal.com/2017/06/18/neue-eiszeit-zwischen-usa-und-kuba.html

 

Trump kündigt Obamas Kuba-Politik auf

Donald Trump verkündet ein Ende der US-Sonnenscheinpolitik mit Kuba. Der US-Präsident bleibt zwar vage – aber er will vor allem einen Sektor treffen – den boomenden Tourismus auf der Karibikinsel.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_81450168/donald-trump-kuendigt-kuba-politik-von-barack-obama-auf.html

 

Wie im Kalten Krieg

Mit seiner neuen Kuba-Politik erfüllt Donald Trump ein Wahlversprechen. Dafür wird er von den Exil-Kubanern gefeiert, wirtschaftlich ist der Schritt aber riskant.

Von Thorsten Schröder, New York

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-06/kuba-donald-trump-nimmt-lockerungen-zurueck

 

Neue Kuba-Politik der USA stößt fast nur auf Ablehnung

US-Präsident Trump revidiert Annäherung zwischen Washington und Havanna. Widerspruch aus USA und Lateinamerika. Nur Kubas Rechte zufrieden

Von Harald Neuber amerika21

https://amerika21.de/2017/06/178474/usa-kuba-trump-ablehnung

 

Trump über Kuba: „Wir haben die Karten in der Hand“

Von Johannes Kuhn

http://www.sueddeutsche.de/politik/usa-trump-ueber-kuba-wir-haben-die-karten-in-der-hand-1.3548844

 

Trump hebt Obamas Deal mit Kuba teilweise auf und erntet scharfe Kritik

 Embargo bekräftigt – US-Botschaft bleibt offen – Freilassung politischer Gefangener gefordert – Kuba verurteilt neuerliche US-Restriktionen

http://derstandard.at/2000059376733/Trump-hebt-Obamas-Deal-mit-Kuba-auf

 

Trump kündigt Obamas Kuba-Deal auf

US-Präsident Donald Trump hat das Kuba-Abkommen seines Vorgängers Obama mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Ein Ende der historischen Annäherung bedeutet das jedoch nicht.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-annulliert-kuba-abkommen-der-obama-regierung-a-1152590.html

 

Nach Kündigung der US-Normalisierung mit Kuba: Botschafter trollt Trump

Der kubanische Botschafter in den USA, José Ramón Cabañas, hat sich über US-Präsident Donald Trump via Twitter lustig gemacht, nachdem dieser Obamas Politik gegenüber Kuba aufgekündigt hatte.

https://de.sputniknews.com/panorama/20170617316197963-trump-kuba-botschafter-trollt/

 

US-Präsident Trump schränkt Beziehungen zu Kuba einseitig ein

Vereinbarungen der Regierung Obama mit Kuba aufgehoben. Reisebeschränkungen, Blockade und Restriktionen bei Geschäften mit kubanischen Staatsunternehmen bekräftigt

Von Edgar Göll

amerika21

https://amerika21.de/2017/06/178407/trump-beschraenkt-kuba

 

Ende der Annäherung?Trump passt Obamas Kuba-Politik an

Obamas Umgang mit Kuba markiert eine historische Wende im Verhältnis der beiden ungleichen Nachbarn. Als US-Präsident leitete er ein Ende der Eiszeit zwischen Washington und Havanna ein. Jetzt knöpft sich Donald Trump den Inselstaat vor.

http://www.n-tv.de/politik/Trump-passt-Obamas-Kuba-Politik-an-article19892726.html

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen vom Projekt Tamara Bunke in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

 

Redaktion netzwerk cuba nachrichten (ncn-online)
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Sozial- und umweltgerechte Landwirtschaft fördern

Gemeinsame Pressemitteilung von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Greenpeace zum Deutschen Bauerntag

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Greenpeace-Aktivisten und Bauern demonstrieren beim Deutschen Bauerntag

Berlin, 28.6.2017  Eine Agrarpolitik für eine ökologisch orientierte Landwirtschaft mit besserer Tierhaltung und fairen Preisen für die Erzeuger fordern Greenpeace-Aktivisten gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Beim Deutschen Bauerntag demonstrieren Umweltschützer und Landwirte mit Traktoren, einem Misthaufen und Bannern mit der Aufschrift „Die Agrarpolitik von Regierung und Bauernverbandsspitze ist Mist“. Sie verlangen einen Kurswechsel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied. „Die rückwärtsgewandte Klientelpolitik hat viel Mist produziert: Tier- und Pflanzenarten sterben aus, schädliches Nitrat verseucht das Grundwasser. Tiere werden völlig unzureichend gehalten. Viele Bauernhöfe schließen wegen finanzieller Notlagen“, sagt Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. „Bundeskanzlerin Merkel muss jetzt notwendige Verbesserungen der Agrarpolitik in ihrer Partei durchsetzen.“

Bäuerinnen und Bauern bereit für Veränderungen „Bäuerliche Landwirtschaft, Tier- und Umweltschutz – wir können das schaffen“, so Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL an die Adresse der Bundeskanzlerin. „Wir brauchen eine moderne Agrarpolitik für die gesellschaftlich akzeptierte bäuerliche Landwirtschaft, die wertvolle Lebensmittel erzeugt und gleichzeitig Tier-, Umwelt und Klimaschutz ernst nimmt. Viele Bäuerinnen und Bauern sind zu einem Umbau ihrer Wirtschaft bereit, sie werden aber von der Bundesregierung bisher nicht aktiv unterstützt. Weder bei der Förderpolitik noch im Fachrecht. Das muss sich ändern, damit junge Bäuerinnen und Bauern eine Perspektive bekommen, in die Landwirtschaft einzusteigen.“

Unter CDU/CSU-Führung trieb das Agrarministerium in den vergangenen zwölf Jahren vor allem industrielle Massenproduktion zu möglichst billigen Preisen voran. Laut einem Rechtsgutachten, das Greenpeace in Auftrag gegeben hat, werden über 90 Prozent der Schweine in Deutschland rechtswidrig und nicht artgerecht gehalten. Schädliches Nitrat aus zu viel Gülle verschmutzt das Grundwasser vielerorts so stark, dass die EU die Bundesregierung vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt hat.

G20-Protestwelle gegen JEFTA und TTIP – Eine andere Handelspolitik ist nötig!

Gemeinsame Presseerklärung des Bündnisses der G20 Protestwelle

G20 Protestwelle-Bündnis

Teilnehmer des G20 Protestwelle-Bündnis stehen am 26.06.2017 am Jungerfernstieg in Hamburg für ein Gruppenfoto zusammen.

 


Das Bündnis der G20 Protestwelle setzt am 2. Juli ein Zeichen gegen undemokratische Handelsverträge

 

Hamburg, 28. Juni 2017 – Die für kommenden Sonntag geplante G20 Protestwelle ist auch eine Chance, ein deutliches Zeichen gegen das geplante Handelsabkommen JEFTA und eine Wiederbelebung von TTIP zu setzen. Inhalte des EU-Japan-Abkommens waren vor wenigen Tagen veröffentlicht worden. Unter anderem die Tagesschau berichtet, dass die Verhandlungen in der Woche vor dem G20-Gipfel zum Abschluss gebrachten werden sollen.

 

„Mit der G20 Protestwelle ergreifen wir jetzt die Gelegenheit, die Verhandlungspartner mit unserem Nein zu JEFTA zu konfrontieren“, sagt Uwe Hiksch von den NaturFreunden Deutschlands, Anmelder der G20 Protestwelle am 2. Juli. Die G20 Protestwelle fordert von den G20 und der zukünftigen Bundesregierung Weichenstellungen hin zu einem gerechten Welthandel. Undemokratische Handelsverträge wie JEFTA, so Uwe Hiksch weiter, wiesen in die gegensätzliche Richtung: „Das Handelsabkommen wird im Geheimen verhandelt, enthält eine Paralleljustiz für Konzerne, gefährdet Arbeitnehmerrechte ebenso wie Umwelt- und  Verbraucherschutzstandards. Wenn Angela Merkel dieses Abkommen für Konzerne auf dem G20-Gipfel als Vorbild für die Handelspolitik präsentiert, trifft sie auf den entschlossenen Widerstand der BürgerInnen. Die Alternative zu Trumps Protektionismus sind nicht neoliberale Handelsabkommen, sondern Regeln für einen gerechten Welthandel, mit denen die Macht der Konzerne begrenzt wird.“

 

Das Bündnis der G20 Protestwelle, das Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzorganisationen, Gewerkschaften, Bürgerrechts- und kirchliche Organisationen vereint, lädt dazu ein, am 2. Juli zu Land und zu Wasser friedlich, bunt und ausdrucksstark für eine andere Politik zu demonstrieren. Beginn der Veranstaltung auf dem Hamburger Rathausmarkt ist 12:00 Uhr.

Wirtschaftlicher Druck auf bäuerliche Milchbetriebe steigt

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zum geplanten Freihandelsabkommen EU/Japan (JEFTA):

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AbL stellt sich an die Seite japanischer Bäuerinnen und Bauern. Nur Molkereien profitieren von JEFTA – Handelspolitik muss demokratisch sein

Die Freihandelsgespräche zu JEFTA laufen auf Hochtouren. Japan soll im Landwirtschaftssektor die Märkte für Milch und Fleisch aus Europa deutlich stärker öffnen als bisher. Das wird zu fallenden Erzeugerpreisen in Japan führen und bedroht damit die Existenz Tausender bäuerliche Betriebe in dem asiatischen Industrieland.

„Die AbL stellt sich klar auf die Seite der japanischen Berufskolleginnen und -kollegen. Es kann nicht sein, dass ein Handelsabkommen mit der EU dazu führt, dass in Japan bäuerliche Strukturen massiv unter Druck geraten“, kommentiert Elisabeth Waizenegger, Milchbäuerin im Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

Um die japanische Landwirtschaft auf JEFTA vorzubereiten, hat Japan erst kürzlich eine Änderung des Gesetzes „Livestock Stablization Act“ im Milchsektor auf den Weg gebracht. „Das neue Gesetz wird im April 2018 in Kraft treten“, berichtet Shushi Okazaki von der japanischen Bauernorganisation Noumiren gegenüber der AbL. Okazaki führt weiter aus: „Die Gesetzesänderung wird es Molkereien ermöglichen, die Erzeugerpreise nach unten zu drücken. Dadurch wird das Einkommen der meisten Milcherzeuger in Japan sinken. In Folge dessen werden Betriebe vermutlich aufgeben müssen.“

Laut Waizenegger ist das auch nicht Interesse europäischer Milcherzeuger: „Diese Politik bringt auch den Bäuerinnen und Bauern hier keinen Nutzen, ganz im Gegenteil. Die jüngste EU-Reform im Milchsektor hat in Deutschland dazu geführt, dass unsere bäuerliche Milchwirtschaft derzeit wegzubrechen droht und einer industriellen Produktionsform weichen soll. Diese Entwicklung ist der einseitigen europäischen Weltmarktorientierung geschuldet. Einzig die Milchindustrie, die vor allem billige Massenwaren exportiert, profitiert von JEFTA und Co. Unter diesen Vorzeichen dürfen die JEFTA-Verhandlungen nicht fortgesetzt werden. Im Gegensatz dazu befürwortet die AbL einen Handel unter fairen Bedingungen mit hochpreisigen Qualitätsprodukten, die eine Wertschöpfung ermöglichen“, fordert Waizenegger.

Die EU führt außer mit Japan mit sehr vielen Ländern dieser Welt bilaterale Handelsgespräche. Auch für die Verhandlungen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten erhofft sich die EU noch in diesem Jahr einen Abschluss. Die brasilianische Fleischindustrie erwartet eine großzügige Marktöffnung in Europa für ihre billigen Rindfleischexporte. Mit dem CETA-Abkommen zwischen EU und Kanada, das noch in den EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert werden muss, öffnet die EU schon bald ihre übersättigten Märkte für zusätzliches billiges Schweine- und Rindfleisch aus Kanada. In diesem Sommer plant die EU den offiziellen Verhandlungsbeginn für ein Freihandelsabkommen mit Neuseeland und Australien, das nennenswerte Milchimporte aus diesen Ländern nach Europa erlauben würde, obwohl die hiesige Milchkrise noch nicht abgeklungen ist. „Die AbL fordert die deutsche Politik auf, umgehend auf eine Kehrtwende in der europäischen Handelspolitik hinzuwirken und CETA nicht zu ratifizieren. Stattdessen muss Handelspolitik demokratisch gestaltet werden und soziale und ökologische Ziele nach vorne stellen“, so Waizenegger.

G20-Protest: Mit Booten und Bannern für eine andere Politik

Gemeinsame Presseerklärung des Bündnisses der G20 Protestwelle

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Aktion der G20 Protestwelle auf dem Jungfernstieg – Pressefoto im Anhang

 

Hamburg, 26. Juni 2017 – Einen Vorgeschmack auf die Großveranstaltung am 2. Juli boten heute zahlreiche AktivistInnen, die am Jungfernstieg demonstrierten und einen „G20 Protestwelle“-Schriftzug mit roten Buchstaben bildeten (Foto im Anhang). Zehntausende Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet wollen am kommenden Sonntag in Hamburg für eine andere Politik der G20 protestieren. Die geplante Bootsdemo auf der Binnenalster, zudem ein Protestmarsch durch die Innenstadt und ein Bannermeer auf dem Rathausmarkt bilden zusammen ein kraftvolles Signal an die Staats- und Regierungschefs der G20. Die Organisatoren der G20 Protestwelle stellten dies heute auf einer Pressekonferenz vor.

 

Sie fordern von den Staats- und Regierungschefs der G20 konkrete Weichenstellungen für eine Politik, die soziale Ungleichheit bekämpft, gerechten Welthandel schafft, die Demokratie stärkt und für Klimaschutz eintritt. Das Bündnis der G20 Protestwelle, das Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzorganisationen, Gewerkschaften, Bürgerrechts- und kirchliche Organisationen vereint, lädt alle HamburgerInnen ein, am 2. Juli zu Land und zu Wasser friedlich, bunt und ausdrucksstark für eine andere Politik zu demonstrieren.

 

Uwe Hiksch von den NaturFreunden Deutschlands und Anmelder der G20 Protestwelle macht deutlich, dass am 2. Juli eine große Protestwelle gegen die neoliberale Politik der G20-Staaten durch Hamburg rollen wird: „Mit einer Bootsdemonstration auf der Binnenalster, einem kreativen Protestmarsch mit vielen Kinderwagen und Luftballons und einem bunten Bannermeer aus Transparenten und Schildern werden Zehntausende ihre Forderungen an die Regierungschefs der G20-Staaten richten. Denn eine andere G20-Politik ist dringend nötig.“

 

Berthold Bose von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt klar, dass sie endlich Taten sehen wollen: „Die Mächtigen der Welt müssen bei ihrer Anreise nach Hamburg wissen: So wie bisher darf es nicht weitergehen. Nötig sind Chancengleichheit, eine faire Globalisierung und die Umverteilung des Reichtums, hier bei uns, aber auch weltweit. Unternehmen müssen in die Pflicht genommen werden, für menschenwürdige Arbeit in globalen Lieferketten sorgen.“

 

Jörn Kalinski von Oxfam Deutschland fordert, dass sich die G20 auf konkrete Maßnahmen verständigen müssen, mit denen sie die Ungleichheit bekämpfen: „Notwendig sind Investitionen in Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung. Denn die soziale Ungleichheit hat weltweit dramatische Ausmaße angenommen, auch in vielen G20-Ländern. Das behindert die Armutsbekämpfung, sprengt den sozialen Zusammenhalt und ist eine Gefahr für die Demokratie.“

 

Maria-Luisa Werne vom Netzwerk Solidarische Landwirtschaft sieht die G20 Protestwelle als Signal gegen den Wachstumswahn und die Autokratie-Bestrebungen von wenigen Herrschenden: „Dagegen stellen wir basisdemokratische Konzepte, das Recht auf Selbstbestimmung und Ernährungssouveränität. Menschenrechte und Gemeinwohl sind wichtiger als Börsenkurse und ungerechte Handelsabkommen zugunsten multinationaler Konzerne!“

 

Malte Siegert vom Naturschutzbund (NABU) Hamburg fordert Tempo beim Klimaschutz, um die Lebensgrundlage zu schützen: „Trumps Ausstieg muss mit ambitionierteren Anstrengungen der übrigen Staaten beantwortet und isoliert werden. Deutschland muss den eigenen Treibhausgas-Ausstoß deutlich reduzieren um glaubhaft globale Klimaschutz-Staaten zusammenhalten zu können.“

Kinderwagen on tour: Pack die Badehose ein: Wanderung von Tegel zum Bootshaus

 

Sonntag 25.06.2017

  • Ort: U-Bahnhof Holzhauser Straße (U6)
  • Uhrzeit: 11.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante

Die Tour führt auf schönen Wegen durch den Tegeler Forst zum Bootshaus der NaturFreunde in Spandau. Dort treffen wir uns mit Familien von Geflüchteten um gemeinsam einen schönen Nachmittag zu verbringen. Gemeinsam geht es hinaus auf den Spandauer See. Von dort werden wir die Zitadelle Spandau und die Insel Eiswerder von einer ganz anderen Perspektive erkunden.

Badesachen nicht vergessen.

Infos bei: Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

Kinderwagen on tour
Wanderungen für Familien mit Kindern. Gemeinsam geht es raus in die Natur, um Landschaft in und um Berlin zu entdecken, Räume zu erfahren und die Natur zu genießen. Die Wanderungen bewegen sich auf Wegen, bei denen Kinderwagen mitgenommen werden können.

Infos: Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

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