Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für Oktober, 2015

Oktober: Aktuelles aus und über Kuba

kuba cuba

Aktuelles aus und über Kuba
http://www.fgbrdkuba.de/

Veranstaltungen:
Filmvorführung „Soy Cuba“
Donnerstag, 8. Oktober, 19:30 Uhr
Waldheim Gaisburg, Obere Neue Halde 1 70186 Stuttgart-Ost

mehr:  http://www.fgbrdkuba.de/stuttgart/index.html

Zum aktuellen Verhältnis Kuba-USA
Freitag, 9. Oktober, 15:00 Uhr
Volkssolidarität, Logenstr. 1, 15230 Frankfurt/Oder

mehr:  http://fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#frankfurt-oder

Aktion für Mumia Abu Jamal bei der grossen TTIP Demo
Samstag, 10. Oktober, ab 11:00 Uhr
Treffpunkt: Mumia-Infostand, Strasse des 17. Juni, Berlin

mehr:  http://www.fgbrdkuba.de/infos/mumia-abu-jamal.php

Buchvorstellung: Die kubanische Revolution – Basiswissen
Donnerstag, 15. Oktober, 20:00 Uhr
Cluba Voltaire, Kleine Hochstr. 5, 60313 Frankfurt
und
Freitag, 16. Oktober, 17:00 Uhr
Frankfurter Buchmesse, 4.1 D100, Messegelände
Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt

Präsentation des des buches „Die kubanische Revolution“ – ein Überblick über die Geschichte der Revolution bis hin zum „Tauwetter“ in den Beziehungen zu USA und EU..
mehr:  http://fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#club-voltaire
mehr zum Buch:  http://fgbrdkuba.de/shop/die-kubanische-revolution-basiswissen.php

Buchvorstellung: Die kubanische Revolution – Basiswissen
Dienstag, 20. Oktober, 19:00 Uhr
Ladengalerie junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin

„Basiswissen“ bringt in handlicher Form leicht verständliche kritische Einführungen in Grundbegriffe aus Politik, Geschichte, Gesellschaft und Ökonomie..
mehr:  http://fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#buchpremiere
mehr zum Buch:  http://fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#buchpremiere

Aktuelle Entwicklungen in Kuba
Dienstag, 20. Oktober, 19:00 Uhr
Die Linke Altona, Am Felde 2, 22765 Hamburg

mehr:  http://fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#aktuelle-entwicklungen

Kuba auf der Konferenz: Internationalismus im 21. Jahrhundert
Kubas Solidarität in der Welt
Donnerstag, 22. Oktober, 19:00 Uhr
Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

Referentin: Aleida Guevara March,  Tochter von Ernesto „Che“ Guevara und Aleida March. Sie ist Doktor der Medizin und arbeitet am William Soler Kiderhospital in Havanna.
mehr:  http://www.internacionalismo21.org/wp/22-10-2015-kubas-solidaritaet-in-der-welt/
Konferenz vom 17.-24. Oktober
mehr:
  http://fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#internationalismuskonferenz

weitere Veranstaltungen:
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php

Cuba kompakt:
Die „Normailtät“ der Beziehungen zwischen Kuba und den USA, Wohin geht Kuba?, „Karnevalshow“.
Cuba kompakt – September 2015: http://www.fgbrdkuba.de/ck/ck2015-09.pdf
alle Ausgaben: http://www.fgbrdkuba.de/ck/cuba-kompakt.php

Dokumente:
Rede des kubanischen Präsidenten vor der UN-Vollversammlung am 29.9.2015:
http://www.fgbrdkuba.de/txt/doc/20150929-raul-castro-uno-vollversammlung.php
Raúl Castro vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen:
https://amerika21.de/dokument/131384/kuba-vereinte-nationen
weitere Dokumente: http://www.fgbrdkuba.de/txt/dokumente.php

Presse:
Aktuelle Nachrichten aus und über Kuba:
Wir feiern: 50 Jahre Einheit + Centre Pompidou feiert Star aus Kuba + Ein CDR-Feier in Kuba + Tamara Bunke in Kuba, die Geschichte einer Ausstellung + Raúl Castro in New York + Der Papst zu Besuch in Kuba + USA planen neue Einmischung in Kuba + Semesterbeginn an der Universität von Havanna …
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/presse/index.php

Projekte:
Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba unterstützt seit Sommer diesen Jahres das „Projekt Tamara Bunke“. Ein Projekt, dass jungen Leuten – in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens – ermöglichen soll Kuba kennenzulernen. Neben Spanisch-Kursen findet an der Universität CUJAE in Havanna vor Allem Unterricht in der Geschichte und dem politischen und ökonomischen System Kubas statt. In einigen Fällen können Studierende im Rahmen des Projekts ein Auslandssemeseter verbringen, aber auch direkt nach der Schule vor oder nach der Ausbildung ist eine Teilnahme möglich.
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/soli/projekt-tamara-bunke.php

Mitglied werden:
Film- & Buchprämienpaket 2015 für neue Mitglieder:
Coupon: http://www.fgbrdkuba.de/fg/download/mitgliederwerbung-buchpaemie-a4.pdf
Flyer: http://www.fgbrdkuba.de/fg/download/mitgliederwerbung-buchpaemie-a5.pdf

Homepages der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba:
http://www.fgbrdkuba.de/
regionale Seiten:
Berlin, Bonn, Essen, Frankfurt a.M., Göttingen, Stuttgart

Facebook: Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, Twitter: https://twitter.com/fgbrdkuba,

NaturFreunde: Forderungen zu Klimaschutz vor der 21. UN-Klimaschutzkonferenz

NaturFreunde

Der vom Menschen verursachte Klimawandel gehört zu den großen Herausforderungen un-serer Zeit. Anfang Dezember 2016 findet in Paris die 21. UN-Klimaschutzkonferenz (COP 21) statt. In der französischen Hauptstadt soll der internationale Klimaschutz neu geregelt wer-den. Bisher gilt der Kyoto-Vertrag, der Reduktionsziele für die Industriestaaten aufgestellt, die allerdings von den meisten nicht erfüllt werden. Und die USA, auf die wesentliche Rege-lungen zurückgehen, haben den Vertrag nicht unterschrieben, gehörten in den vergangenen 20 Jahren zu den Hauptbremsern. Die Naturfreunde fordern von der COP 21 ein Abkommen, das klare Ziele für alle Länder festschreibt und solidarische Formen der Finanzierung und des Technologietransfers findet. Vor diesem Hintergrund stellt die NFI folgende Forderungen.

• Der Klimaschutz muss sofort verstärkt werden: Die bestehenden Regelungen und auch die bisher für Paris erarbeiteten Vorschläge reichen bei weitem nicht aus, um einen wirksamen Klimaschutz zu erreichen. Die Naturfreunde erwarten insbesondere von den Regierungen der EU, dass sie sich für völkerrechtlich bindende Klimaverein-barungen einsetzen, damit die globale Erderwärmung deutlich unter einer Erwär-mung um 2 Grad Celsius abgebremst wird. Wir fordern von der EU:

  • bis spätestens 2050 müssen alle Staaten vollständig aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas aussteigen, zu einer Effizienzrevolution bei der Nutzung und Wandlung von Energie kommen und die Energieversorgung auf erneuerbare Energieträgern umstellen;
  • völkerrechtlich verbindliche Vereinbarungen für den Klimaschutz zu beschließen;
  • einen Internationalen Klimagerichtshof einzusetzen, der die Nichteinhaltung des Klimaschutzes durchgreifend sanktioniert;
  • alle Länder in einen internationalen Klimavertrag einzubeziehen, der sich an dem Ziel orientiert, dass die Treibhausgase weltweit auf höchstens 2 Tonnen pro Person begrenzt werden. Als verbindliche Zwischenziele müssen bis 2020 mindestens 25 Prozent Treibhausgasemissionen, bis 2030 mindestens 40 Pro-zent und bis 2040 mindestens 60 Prozent Reduktion verbindlich vereinbart werden;
  • sich für eine periodische Verschärfung der Minderungsziele einzusetzen;
  • festzulegen, dass die vereinbarten Ziele alle fünf Jahre überprüft und weiter-entwickelt werden;
  • eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einzunehmen, insbesondere die starken Volkswirtschaften. Alle EU-Staaten müssen auf ein nationales Klimaschutzge-setz verpflichtet werden.

• Der Klimaschutz erfordert den ökologischen Umbau: Klimaschutz ist nur zu verwirklichen, wenn nicht länger quantitatives Wachstum zum Maßstab gemacht wird, sondern es zu einer ökologischen und solaren Kreislaufwirtschaft und zu mehr Gerechtigkeit in und zwischen den Gesellschaften kommt. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssen den Umbau in allen klimarelevanten Bereichen beginnen. Wir fordern von der EU:

  •   eine grundlegende Energiewende. Wir erwarten von der EU die Verabschie-dung einer EU-weiten Verordnung für den schnellstmöglichen Ausstieg aus der klimaschädlichen Verbrennung von Braun- und Steinkohle;
  • eine koordinierte Strategie zur absoluten Senkung des Energieverbrauchs durch Programme zur Effizienzsteigerung und zur Einsparung von Energie;
  • das Verbot neuer Atomreaktoren und den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie;
  • die Einleitung eines Prozesses für die Beendigung des umweltzerstörenden Abbaus von Kohle;
  • angesichts des voranschreitenden Klimawandels energiepolitische Weichenstellungen für eine dezentrale und erneuerbare Energieversorgung, auch alle geplanten Hochspannungstrassen innerhalb der EU müssen auf den Prüfstand gestellt werden;
  • die Einleitung einer Verkehrswende, insbesondere den koordinierten Ausbau der Infrastruktur für die Bahn und die Verlagerung der Transporte auf die Schiene;
  • eine gerechte und naturnahe Landwirtschaft durch eine Agrarwende in allen Ländern der EU, in der EU-Politik und in den internationalen Handels- und Subventionssystemen.

• Der Klimaschutz muss gerecht finanziert werden: Der Klimaschutz ist auch eine Gerechtigkeitsfrage. Die Industriestaaten sind pro Kopf noch immer die Hauptverursa-chen und sie haben historisch die Belastungen aufgebaut. Auch müssen sie vorange-hen, weil nur sie über die notwendigen finanziellen und technologischen Voraussetzungen verfügen. Die Naturfreunde fordern:

  • den weltweiten Klimaschutz gerecht zu finanzieren. Die Staaten des globalen Nordens tragen die Hauptverantwortung, eine globale Klimagerechtigkeit zu verwirklichen. Statt weiter an dem fragwürdigen Emissionshandel festzuhalten, muss eine globale Senkungsstrategie mit einer solidarischen Finanzierung verbunden werden;
  • die EU auf, sich für konkrete Finanz- und Technologievereinbarungen mit den Staaten des globalen Südens einzusetzen, um die Auswirkungen des Klima-wandels in den betroffenen Regionen abzumildern. Die Regionen, die schon seit Jahrzehnten den Folgen des Klimawandels ausgesetzt sind, ohne selbst nennenswert Emissionen verursacht zu haben, müssen massiv unterstützt werden. Nach Angaben des Umweltprogrammes der UN (UNEP) werden bis 2030 allein die Anpassungskosten für die Klimafolgen in den Ländern des globalen Südens bei 150 Mrd. USD pro Jahr liegen. Im Jahr 2050 werden diese Kosten auf 250 bis 500 Mrd. USD ansteigen. Hierfür muss ein internationaler Klimafonds aufgelegt werden;
  • von den Staaten der EU, dass sie ab nächstes Jahr dafür mindestens 50 Milli-arden Euro pro Jahr zur Verfügung stellen und dieser Betrag bis 2030 sukzessive erhöht wird. Diese Vereinbarungen müssen völkerrechtlich festgeschrie-ben werden und dürfen nicht aus der bereits bestehenden Entwicklungszu-sammenarbeit finanziert werden.

Klimaschutz ist Notwendigkeit und Chance: Die Naturfreunde sind der Auffassung, dass eine sozialökologische Transformation dringend notwendig ist. Im Kern muss dabei soziale und ökologische Gerechtigkeit miteinander verbunden werden. Wir wollen eine Welt gestalten, die weder Mangel noch Überfluss kennt. Dann werden wir in einer solidarischen Gesellschaft mehr Lebensqualität verwirklichen. Dazu fordern wir:

  • mehr Innovationen und Forschung z. B. für eine emissionsarme Mobilität bis zu Zero-Emissionen, energieautarke Gebäude und eine nachhaltige Energieproduktion. Die Energiewende macht Europa unabhängiger, stärker und le-benswert, aber sie ist eine Machtauseinandersetzung mit starken Unterneh-men. Deshalb muss es zu einer Demokratisierung und grundlegenden Ausrichtung auf Dezentralität und Kommunalisierung kommen;
  • mehr Demokratie zu verwirklichen und klare Transparenzregeln zu vereinba-ren, die eine konkrete Überprüfung der Ziele möglich machen;
  • eine gerechte und faire Verteilung der finanziellen Lasten.

Rosa-Luxemburg-Stiftung: VIO.ME – occupy, resist, produce! Eine Fabrikbesetzung in Griechenland

rosa-luxemburg-stiftung

Film
Mit Dario Azzellini, Tom Strohschneider
Dienstag, 13.10.2015 | 18:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin
Der Salon befindet sich im 1. Obergeschoss.

Foto: Dario Azzelini

VIO.ME – occupy, resist, produce!

Eine Fabrikbesetzung in Griechenland

Film und Gespräch mit DARIO AZZELLINI (Filmemacher) und TOM STROHSCHNEIDER (Neues Deutschland Chefredakteur) zu einer Fabrikbesetzung in Thessaloniki, Griechenland.

Die Arbeiter von Vio.Me haben 2011 ihre Fabrik besetzt, nachdem sie von den Besitzern verlassen worden war. Seitdem arbeiten sie selbstverwaltet. Früher wurden in der Fabrik Baumaterialien produziert. Heute werden dort «solidarische» Produkte produziert. Etwa die Seife auf natürlicher Basis und ohne Zusatz von Duftstoffen, die das neue deutschland unter dem Motto «Wasche deine Hände für die Solidarität» vertreibt.

Noch immer muss die Belegschaft um den Erhalt und die Fortführung der Produktion in der Fabrik kämpfen. Der Film von Dario Azzellini zeigt die Geschichte von Arbeiterinnen und Arbeitern, die sich weigern aufzugeben. Es ist eine Geschichte von Selbstbestimmung, direkter Demokratie basierend auf einer klassenbewussten Basisgewerkschaft. Es ist die Geschichte der Übernahme und Selbstverwaltung der Vio.Me-Fabrik.

Am 10.11.2015 wird es erneut eine Veranstaltung mit Dario Azzelini zu Fabrikbesetzungen in Italien (Rom und Mailand) geben. Gezeigt werden Auszüge aus den Filmen „Occupy, Resist, Produce – RiMaflow” (Mailand) und „Officine Zero“ (Rom).
Im Anschluss daran sprechen Dario Azzellini (Filmemacher) sowie die Arbeiterinnen Mariarosa Missaglia und Donatella Maria Marzola (beide aus Mailand) über die Entwicklungen und vor allem die Zukunft der besetzten Fabriken in Mailand und Rom. Antonella Muzzupappa (Rosa Luxemburg Stiftung) moderiert die Diskussion.

Newsletter der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! Nr. 59 vom 22.09.2015

Aktion Aufschrei Frieden Rüstung

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Newsletter der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!
Nr. 59 vom 22.09.2015
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Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

sehen Sie fern – morgen, am 23. September – massenhaft und demonstrativ.

Versammeln Sie sich gemeinsam vor der Glotze, schwenken Sie die Pace-Fahne und halten Sie das Aktion-Aufschrei-Transparent hoch. Laden Sie dazu Ihre Freunde zu sich nach Hause ein oder besser noch in eine Kneipe. Denn um 20.15 Uhr zeigt das Erste im Themenabend „Deutsche Waffenexporte“ sowohl einen Dokumentar- als auch einen Spielfilm von Regisseur Daniel Harrich. Im Politthriller „Meister des Todes“ stellt Harrich dar, wie der fiktive Kleinwaffenhersteller HSW mit Unterstützung von Behörden und Beamten seine tödlichen Produkte skrupellos in alle Welt exportiert. Wie schon bei anderen Werken von Harrich ist auch dieser Thriller wieder stark an die Realität angelehnt, denn HSW steht für Waffenhersteller wie Heckler & Koch, Sig Sauer und die Carl Walther GmbH. Gemeinsam mit Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin und der Journalistin Danuta Harrich-Zandberg hat Daniel Harrich auch das Buch „Netzwerk des Todes“ verfasst. Es präsentiert die Fakten, die seinem Spielfilm zugrunde liegen.

Die öffentlich-rechtlichen Sender bringen immer wieder sehr empfehlenswerte Beiträge zum Thema Waffenhandel, auf die wir Sie auch auf unserer Webseite zum Beispiel in der Rubrik „Presse“ unter „Pressespiegel“ oder in der Rubrik „Neues“ unter „Radio-Tipps“ beziehungsweise „TV-Tipps“ hinweisen – so wie etwa kürzlich das Interview mit Ralf Willinger von terre des homes über Waffenexporte und Kindersoldaten, die SWR-Sendung über den Zusammenhang von Flüchtlingsströmen und Waffenexporten oder die SWR-Leute-Sendung mit Daniel Harrich.

Zudem erfahren Sie auf unserer Webseite, welche Schwerpunkte sich Aktion Aufschrei für die nächsten Jahre vorgenommen hat, was die Bundesregierung im Rüstungsexportbericht verschwiegen hat und dass bei parlamentarischen Anfragen zu Waffenexporten künftig die beteiligten Firmen genannt werden sollen. Überdies informieren wir Sie unter „Aktionsberichte“ über tolle Aktionen gegen Waffenexporte wie zum Beispiel den „Antikriegsmarkt“ in Berlin.

Die im Folgenden angerissenen Themen sind eine kleine Auswahl der zahlreichen Meldungen zu Rüstungsexporten. Lesen Sie mehr davon auf unserer Website unter „Neues“.

Mit herzlichen Grüßen

Anke Wollny und Otto Reger
Online-Redakteurin und Online-Redakteur der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!
http://www.aufschrei-waffenhandel.de

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Inhalt
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1. Die künftigen Schwerpunkte von Aktion Aufschrei
2. pax christi und KjG zum internationalen Friedenstag der UN:
Friedenslogik lernen – Kriegslogik durchbrechen
3. Heckler & Koch: Waffendeal mit Mexiko nicht im Rüstungsexportbericht
4. Kuwait möchte 28 Eurofighter kaufen
5. Association for Democracy in Africa fordert Unterbindung jeglichen Waffenhandels
6. Die Linke fordert erneut sofortigen Stopp der Waffenlieferungen in die Türkei
7. Kunstaktion in Hamburg zum Thema Krieg, Flucht und Elend: „Wechselstube“ – open!
8. Unterrichtung über Rüstungsexporte mit Nennung der beteiligten Unternehmen

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1. Die künftigen Schwerpunkte von Aktion Aufschrei
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Aktion Aufschrei hat bei einer Planungskonferenz die Schwerpunkte der Kampagne für die nächsten Jahre festgelegt. Gefordert wird unter anderem das Rüstungsexportverbot im Grundgesetz sowie ein Exportverbot von Kleinwaffen und Munition.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Ziele-und-Fortfuehrung-der-Kam.745.0.html

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2. pax christi und KjG zum internationalen Friedenstag der UN:
Friedenslogik lernen – Kriegslogik durchbrechen
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Die Katholische junge Gemeinde und pax christi erinnern am internationalen Friedenstag der UN an die Perspektive von Kindern und Jugendlichen auf der Welt. Die Organisationen fordern ein friedensorientiertes Handeln und ein Kleinwaffenexportverbot.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/21-09-2015-Pax-Christi-Frieden.747.0.html

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3. Heckler & Koch: Waffendeal mit Mexiko nicht im Rüstungsexportbericht
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Laut SWR hat die Waffenschmiede Heckler & Koch mehr Waffen nach Mexiko liefern dürfen als offiziell bekannt. Die Bundesregierung habe 2008 den Export von 1.393 G36-Gewehren genehmigt. Im Rüstungsexportbericht tauche dieser Waffendeal jedoch nicht auf.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Heckler-Koch.127.0.html#c6875

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4. Kuwait möchte 28 Eurofighter kaufen
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Wie aus Medienberichten hervorgeht, möchte Kuwait 28 Eurofighter-Kampfjets im Wert von angeblich bis zu acht Milliarden Euro erwerben. Das Emirat habe mit Italien eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Kuwait.695.0.html#c6868

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5. Association for Democracy in Africa fordert Unterbindung jeglichen Waffenhandels
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Die Menschenrechtsorganisation Association for Democracy in Africa beklagt angesichts der europäischen Flüchtlingspolitik, dass lediglich die Symptome bekämpft werden, nicht aber die Wurzeln des Problems – nämlich auch der weltweite Waffenhandel.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Die-Opfer.746.0.html#c6864

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6. Die Linke fordert erneut sofortigen Stopp der Waffenlieferungen in die Türkei
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Die Linke im Bundestag hat die Bundesregierung erneut aufgefordert, die deutschen Waffenlieferungen an die Türkei umgehend zu stoppen, um ein Zeichen gegen Erdogans Kriegspolitik zu setzen.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Die-Linke.232.0.html#c6857

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7. Kunstaktion in Hamburg zum Thema Krieg, Flucht und Elend:
„Wechselstube“ – open!
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Unter dem Titel „Wechselstube – open!“ wird vom 31. Oktober bis zum 14.
November 2015 in der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi eine Ausstellung stattfinden, die sich mit den Themen Krieg, Flucht und Elend auseinandersetzt.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Kunstprojekte.597.0.html#c6594

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8. Unterrichtung über Rüstungsexporte mit Nennung der beteiligten Unternehmen
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Künftig wird die Bundesregierung bei der Beantwortung parlamentarischer Fragen zu Rüstungsexporten auch die beteiligten deutschen Unternehmen und das Gesamtvolumen des Geschäfts nennen.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Informationen.288.0.html#c6847

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Aktion Aufschrei können Sie auch so unterstützen:
– Facebook-Präsenz besuchen und „teilen“ oder „mögen“ https://www.facebook.com/Stopptdenwaffenhandel
– Folgen Sie uns auf Twitter“
https://twitter.com/AktionAufschrei
– Mitgliedschaft im Aktionsbündnis
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Mitgliedschaft-im-Aktionsbuend.174.0.html
– Eigene Veranstaltung planen
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltung-planen.71.0.html
– Spenden
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Spenden.75.0.html
– Newsletter direkt abonnieren:
https://info.dfg-vk.de/listinfo/aufschrei-waffenhandel-info
– Newsletter per E-Mail abonnieren
newsletter-bestellen@stoppt-den-waffenhandel.de

Rückmeldung: Lob, Kritik, Anregungen bitte per E-Mail an:
info@aufschrei-waffenhandel.de
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Deutscher Kulturrat: TTIP soll Buchpreisbindung nicht zerstören

Tag gegen TTIP_Postkarte_web_01

Pressemitteilung

Deutscher Kulturrat fordert, dass der Schutz auf den gesamten Kultur- und Medienbereich ausgedehnt wird

Berlin, den 29.09.2015. Die deutsche Buchpreisbindungsoll trotz des geplanten Freihandelsabkommens mit den USA erhaltenbleiben. Wie der Börsenverein der Deutschen Buchhandels heute Nachmittag mitteilte, hat EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström das in einem Brief an den Börsenverein offiziell versichert.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Sehr gut, die deutsche Buchpreisbindung soll vor TTIP geschützt werden. Wir erwarten, dass der Schutz auf den gesamten Kultur- undMedienbereich ausgedehnt wird. Es geht um den Schutz der mitöffentlichen Mitteln finanzierten Kultureinrichtungen, um die weitereExistenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und um die Vielfalt derkleinen kulturwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland, die einemungebremsten Konkurrenzdruck durch die amerikanischen Medienmultis nurwenig entgegenzusetzen haben. Und es geht um den Erhalt desurheberfreundlichen Urheberrechts. Und es geht nicht nur um Kultur,sondern auch um Demokratie, Umwelt- und Arbeitsrechtsstandards und einen gerechten Welthandel.“

Amtsgericht Cochem verurteilt Atomwaffengegner wegen Aufforderung zum Geheimnisverrat

DFG-VK Frieden antimil

PRESSEMITTEILUNG

Mit der Bitte um Berichterstattung

2.400 Euro Geldstrafe für Verteilung von atomwaffenkritischen Flugblättern zum Whistleblowing

Flugblätter, mit denen an Bundeswehrsoldaten appelliert wird, die Öffentlichkeit über die nukleare Teilhabe der Bundeswehr zu informieren, sind nach Ansicht des Amtsgerichts Cochem strafbar. Damit seien die in Büchel stationierten Bundeswehrsoldaten zum Geheimnisverrat aufgefordert werden, so Amtsrichter Michel, weshalb er den Heidelberger Friedensaktivisten Hermann Theisen (Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen a‘ 30 Euro verurteilte. Michel zufolge habe er sogar die Verurteilung zu einer Haftstrafe in Erwägung gezogen, denn die Aufrufe zum Whistleblowing „hätten die Bundeswehrsoldaten und deren Familien ins Unglück stürzen können, wenn sie dem Aufruf gefolgt wären“, so der Richter in seiner mündlichen Urteilsbegründung.

Rechtsanwalt Martin Heiming (Vorsitzender des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins) verwies auf das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung in einer die Öffentlichkeit in besonderer Weise berührenden Frage. Zudem betonte er in seinem Plädoyer, dass es den Bundeswehrsoldaten aus Rechtsgründen untersagt sei, in die Verfügungsgewalt US-amerikanischer Atomwaffen zu kommen.

Theisen ging in der Gerichtsverhandlung auf die durch die Berichterstattung in der ZDF-Sendung Frontal 21 ausgelöste Debatte um die geplante Atomwaffenmodernisierung ein und erklärte hierzu: „Die Zivilgesellschaft hat das Recht, umfassend über die Hintergründe der nuklearen Teilhabe der Bundeswehr und der geplanten Modernisierung der in Deutschland stationierten Atomwaffen informiert zu werden. Diese Informationen von der Bundeswehr einzufordern ist nicht strafbar, sondern legitim. Rechtswidrig ist aber die Modernisierung und Bereithaltung von Atomwaffen, um diese im sog. Ernstfall einsetzen zu können, da dies völker- und verfassungswidrig ist sowie gegen den Nichtverbreitungsvertrag und den 2+4-Vertrag verstößt.“

Gegen das Urteil wird Berufung eingelegt, sodass in Kürze auch das Landgericht Koblenz eine strafrechtliche Bewertung der atomwaffenkritischen Aufrufe zum Whistleblowing vornehmen muss.

Roland Blach (Bundessprecher der DFG-VK) erklärt zu der Entscheidung des Amtsgerichts Cochem: „Ich hätte dem Richter mehr Mut gewünscht. Ein Freispruch wäre die einzige angemessene Entscheidung gewesen. Das Verfahren von Hermann Theisen ist ein wichtiger Bestandteil der vielfältigen Aktivitäten der Zivilgesellschaft für ein Ende der Konfrontation zwischen Russland und der NATO und den USA. Die Bundesregierung muss eine aktive Rolle für Entspannung und atomare Abrüstung spielen und sich zusammen mit den anderen europäischen Staaten, in denen US-Atomwaffen stationiert sind, gegen die Modernisierungsprogramme der USA stemmen. 70 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki müssen wir endlich ein Verbot aller Atomwaffen erreichen.“

Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Rundbrief Oktober 2015

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

während Mumia Abu-Jamal weiterhin unbehandelt an den Folgen von Hepatis C und Diabetes leidet, hat eine juristische Auseinandersetzung um die

(Nicht-) Behandlung von Gefangenen im US Bundesstaat Pennsylvania begonnen. Mumias Anwälte Grot und Boyle haben vor einem US Bezirksgericht darauf geklagt, Mumia unverzüglich die notwendige medizinische Behandlung zukommen zu lassen. Die US Bezirksrichterin Karoline Mehalchick für Mittel-Pennsylvania schlug daraufhin am 18.

September die Ablehnung von Mumias Klage nach medizinischer Versorgung vor … weil er keinen „sofortigen irreperablen Schaden“ erleide, wenn er keine Behandlung erhielte …  Ein Urteil ist bisher jedoch noch nicht gefallen.

Court Magistrate Proposes Denying Mumia Urgent Medical Care (September 19, 2015) https://www.indiegogo.com/projects/mumia-abu-jamal-in-danger-treatment-now#/updates

Zusätzlich verwies Richterin Mehalchik darauf, dass noch nicht alle gefängnisinternen Beschwerdewege ausgeschöpft seien. Allerdings lehnte die Gefängnisbehörde am 29. September Mumias Forderung nach umfassender medizinischer Hilfe endgültig ab. Mumia selbst reagierte geschockt:

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/mumias-reaction-pa-doc-denial-care-37

Mumias Verteidigung reagiert umgehend auf diesen zynischen Vorschlag, aber es zeichnet sich erneut die Erkenntnis ab, dass politische Repression nicht in Gerichtssäalen überwunden werden kann, wenn eine politische Bewegung parallel keine deutlichen Zeichen setzt. Daher hier einige Vorschläge an alle Leser*innen:

– Lasst uns die Bemühungen rund um die Postkarten Kampagne von Angela Davis verstärken: Bring Mumia Home! alle Infos http://www.bring-mumia-home.de

– Schreibt Mumia jetzt erneut und zeigt damit auch den Behörden durch die Gefängnis Post, dass ihr sein Wohlergehen beobachtet:

Mumia Abu-Jamal

#AM 8335

SCI Mahanoy

301 Morea Road

Frackville, PA 17932

USA

– Überlegt bereits jetzt, ob ihr einen öffentlichen Protest oder eine Veranstaltung in euer Region rund um Mumias kommenden Haftjahrestag am 9. Dezember 2015 organisieren möchtet.

Sicherlich werden in Zukunft weitere Anrufkampagnen bei dem Gouverneur und der Gefängnisbehörde von Pennsylvania notwendig werden. Wir werden dann sofort alle Details senden.

Trotz seines ernsten Gesundheitslage setzt Mumia die journalistische Arbeit aus dem Gefängnis heraus fort. Im September nahm er mehrere Kommentare mit Prison Radio auf:

Mumia’s Reaction to PA DOC Denial of Care (audio, 0:37 – September 29, 2015)

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/mumias-reaction-pa-doc-denial-care-37

„Manny’s Attempted Murder“ by Mumia Abu-Jamal (audio, 4:17 – September 29, 2015, written in the early 90’s) – Auszug aus dem letzten Buch von Mumia „Writing On The Wall“

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/mannys-attempted-murder-mumia-abu-jamal-417-written-early-90s

Message for Red Emma’s Book Fair (audio, 2:40 min – September 23, 2015) http://prisonradio.org/media/audio/mumia/message-red-emmas-book-fair-240-sat-9-26-inner-harbor-baltimore-4pm

(auf dieser Buchmesse in Baltimore wurde Mumias neues Buch „Writing OnThe Wall“ vorgestellt)

Beating Bin Wahad (audio, 2:40 min – September 22, 2015) http://prisonradio.org/media/audio/mumia/beating-bin-wahad-240-mumia-abu-jamal

The Movement For Justice Against Police Violence (audio, 4:27 min – September 15, 2015) http://prisonradio.org/media/audio/mumia/movement-justice-against-police-violence-427-mumia-abu-jamal

Politicians Servants of the Wealthy (audio, 2:45 min – September 11,

2015)

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/politicians-servants-wealthy-245-mumia-abu-jamal

From Katrina to Ferguson (audio, 2:56 min – September 1, 2015) http://prisonradio.org/media/audio/mumia/katrina-ferguson-256-mumia-abu-jamal

Mumias Mitgefangener Major George Tillary konnte durch öffentlichen Protest aus der Isolationshaft befreit werden http://justice4majortillery.blogspot.com/ – danke an alle, die ihm geschrieben haben und/oder sich bei der Gefängnisbehörde von Pennsylvania über die Willkür beschwert haben, die Major Tillary widerfuhr, als er sich im Februr 2015 für Mumias Gesundheit einsetzte.

zum weiteren Inhalt:

1.***   Termine

2.***   Meldungen aus der Bewegung

3.***   Presse

4.***   Solidarität mit Gefangenen

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1.***   Termine

Begleitende Veranstaltungen zur Berliner Ausstellung über Repression und Widerstand in den USA, alle in der Galerie Olga Benario, Richardstr.

104, 12043 Berlin-Neukölln, U7-Karl-Marx-Str. – Beginn jeweils um 19 Uhr:

Do. 1. Oktober 2015 – Berlin: Vortrag Gefängnisindustrie der USA und Film „Prison Valley“ https://linksunten.indymedia.org/de/node/153441

Do. 8. Oktober 2015 – Berlin: Film „War On Drugs“ (dt. Synchronfassung)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/153444

Mo. 12. Oktober – 2015 – Magdeburg: Film und Infos „MUMIA – Long Distance Revolutionary“ (USA 2012, OmU) Fakultät für Humanwissenschaften, Zschokkestr. 32, 39104 Magdeburg

Do 22. Oktober 2015 – Berlin: Film und Gespräch: „Chronik einer Hinrichtung – Die letzten Worte der Francis Newton“

https://linksunten.indymedia.org/de/node/153451

Im Dezember sind Informationsveranstaltungen über Mumias aktuelle Lage sowie Unterstützungsmöglichkeiten in Leipzig und Berlin in Vorbereitung.

weitere Termine regelmässig aktualisiert http://freiheit-fuer-mumia.de/termine.htm

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2.***   Meldungen aus der Bewegung

Gefängnis weist Gesundheitsversorgung für Mumia endgültig ab (30.09.2015)

http://www.freiheit-fuer-mumia.de/#ablehnunggesundheitsversorgung1

Court Magistrate Proposes Denying Mumia Urgent Medical Care (September 19, 2015) https://www.indiegogo.com/projects/mumia-abu-jamal-in-danger-treatment-now#/updates

Pressemitteilung des Bundesweiten Netzwerkes gegen die Todesstrafe

(14.09.2015)  http://www.freiheit-fuer-mumia.de/mk.htm#pr130915

Alarm: Stand with Mumia – Now! Mumia braucht unsere Unterstützung gegen Verlegung und für medizinische Behandlung – JETZT! (09.09.2015) http://www.freiheit-fuer-mumia.de/mk.htm#alarmstandwithmumia

(Buchbesprechung) Mumia Abu-Jamal’s Eighth Book: Writing On The Wall

(05.09.2015) http://www.countercurrents.org/saldana050915.htm

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3.***   Presse

(nd) Angela Davis mobilisiert für Mumia (16.09.2015) http://www.neues-deutschland.de/artikel/984619.angela-davis-mobilisiert-fuer-mumia.html

(jW) Behandeln! – Kolumne für Mumia Abu-Jamal von seinen Anwälten Robert Boyle und Bret Grote (14.09.2015) https://www.jungewelt.de/2015/09-14/009.php

(jW) Kofferpacker statt Ärzte (12.09.2015) https://www.jungewelt.de/2015/09-12/015.php

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4.***   Solidarität mit Gefangenen

(Soli-Gruppe) Bericht von der Knastkungebung für Gülaferit Ünsal (27.09.2015)

http://soligruppeguelaferituensal.blogsport.de/2015/09/27/bericht-von-der-knastkungebung/

(Freie Radios) Kundgebung für Gülaferit Ünsal vor der JVA Lichtenberg für Frauen in Berlin (26.09.2015) https://www.freie-radios.net/72795

Thomas Meyer-Falk, Sicherheitsverwahrter JVA Freiburg) Ein Versprechen namens Freiheit! (25.09.2015) http://de.indymedia.org/node/5906

(B) Weiterhin Schikanen gegen Gülaferit Ünsal: Das System Pankow kommt zurück (18.09.2015) https://linksunten.indymedia.org/de/node/153353

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

Viele Grüße

FREE MUMIA Berlin

im HdD, Greifswalderstr. 4

10405 Berlin

www.mumia-hoerbuch.de

Berliner Wassertisch fordert die BWB auf, die Verjährung von Schadensersatz-Ansprüchen zu verhindern

Wassertisch

Preismissbrauchs-Klage gegen Berliner Wasserbetriebe vor Landgericht

(Berlin, 1. Oktober 2015) Eine Berliner Wohnungseigentümer-Gemeinschaft klagt seit Anfang des Jahres gegen die Berliner Wasserbetriebe (BWB), um Schadensersatz wegen der missbräuchlich überhöhten Trinkwasserpreise in den Jahren 2010 und 2011 zu fordern. Das Amtsgericht Mitte hat das Verfahren nun an das Landgericht verwiesen. Der Berliner Wassertisch hat für Kunden der BWB, die ebenfalls Schadensersatz geltend machen möchten, einen Musterbrief vorbereitet, mit dem sie sich an die BWB wenden können, um für die Dauer der WEG-Klage eine drohende Verjährung ihrer Ansprüche zu verhindern.

Preissenkungsverfügung und Preismissbrauchs-Urteil

Grundlage der Forderung der Wohnungseigentümer-Gemeinschaft ist ein Beschluss des Oberlandesgericht Düsseldorf vom 24. Februar 2014. In dem Verfahren wies das Gericht eine Beschwerde der BWB gegen die Preissenkungsverfügung des Bundeskartell­amts zurück, das gefordert hatte, die Trinkwasserpreise um ca. 18 Prozent zu senken (Az: VI-2 Kart 4/12). Das OLG Düsseldorf bestätigte jedoch, dass die Trinkwasserpreise der BWB unter der Leitung der privaten Wasserkonzerne Veolia und RWE um mindestens 30 Prozent über denen der Vergleichsunternehmen lagen. Die BWB haben auf das Urteil hin die Trinkwasserpreise für die Jahre 2012–2015 um ca. 15 Prozent gesenkt. Ein Ausgleich für die Jahre 2009–2011, in denen ebenfalls missbräuchlich überhöhte Preise festgestellt worden waren, erfolgte nicht.

Der „Deal“ zwischen BWB und Bundeskartellamt

Statt einer Rückzahlung schlossen die BWB am 6. Mai 2014 mit dem Bundeskartellamt einen Vergleich, der als Ausgleich für den Preismissbrauch in den Jahren 2009-2011 vorsieht, die Preise von 2016 bis 2018 nicht zu erhöhen.

Der Schadensersatz-Prozess vor dem Amtsgericht Mitte

Der „Deal“ zwischen BWB und Bundeskartellamt ändert nach Ansicht der WEG nichts daran, dass der Preismissbrauch in den Jahren 2009-2011 zu Schadensersatzforderungen berechtigt. Die Berliner Wasserbetriebe bestreiten zwar die Berechtigung der Schadensersatzforderungen, doch ist ihre Verteidigungsstrategie mehr als zweifelhaft. Hatten die Wasserbetriebe vor dem Amtsgericht entgegen dem eindeutigen Urteil des OLG Düsseldorf zunächst behauptet, die Wasserpreise seien angemessen gewesen, beriefen sie sich danach zusätzlich darauf, die überhöhten Wasserpreise nicht verschuldet zu haben. Vor „dem Hintergrund eines in sich ge­schlossenen, landesrechtlichen Kalkulationssystems“, so die Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, sei angeblich nicht vorhersehbar gewesen, dass die kartellrechtlichen Missbrauchs­vorschriften auch für die BWB gelten würden. Das Amtsgericht folgte dem Antrag auf Klageabweisung jedoch nicht. Die Berliner Wasserbetriebe sind damit im ersten Anlauf mit dem Versuch gescheitert, die Klage zu stoppen.

Warum der Berliner Wassertisch die Klage der WEG unterstützt

Die BWB ignorieren in ihrer Klageerwiderung, dass der Preismissbrauch nur durch eine undurchsichtige Gesetzes- und Firmenkonstruktion ermöglicht wurde, die der CDU-/SPD-geführte Senat in Zusammenarbeit mit Konzernlobbyisten selbst entwickelt hatte. Sinn und Zweck der Konstruktion war es, den Wasserkonzernen RWE und Veolia durch eine Gewinn­garantie illegale Profite auf Kosten der Wasserkunden zu sichern. Gleichzeitig wurde über die Wassereinnahmen des Senats eine verdeckte „Sondersteuer“ eingeführt, welche die Einkom­men von sozial Schwachen überproportional belastet. Auch nach der Rekommunalisierung hat der Senat die für den Missbrauch verantwortlichen Preisfindungs-Systeme nicht geändert. Sie wirken einschließlich der berüchtigten Gewinngarantie weiter fort und verteuern nicht nur die Trinkwasserpreise, sondern auch die Abwassergebühren, die ca. 60 Prozent des Gesamt­wasserpreises ausmachen. Der kürzlich erfolgte, vermeintlich großzügige Verzicht des Senats auf weitere Erhöhungen bis 2020 kann daher nicht als ein Entgegenkommen betrachtet werden. Er kompensiert nicht den Preismissbrauch der Jahre 2009–2011, sondern er zementiert die derzeit überhöhten Wasserentgelte bis ins Jahr 2020.

Dazu Wolfgang Rebel, Sprecher des Berliner Wassertischs:

„Die Verteidigung der BWB ist hanebüchen. Der Senat aus SPD und CDU hat den Preis-missbrauch der BWB durch entsprechende Gesetzesänderungen erst ermöglicht und von sich aus nichts unternommen, um ihn abzustellen. Die Weigerung, nun ein ,Verschulden‘ für die missbräuchlich überhöhten Preise der Jahre 2009-2011 anzuerkennen, um die Wasserkunden um ihre Schadensersatzansprüche zu prellen, zeigt, dass auch nach der Rekommunalisierung kein Umdenken stattgefunden hat. Wir warten weiterhin darauf, dass sich der Senat endlich offiziell für den Preismissbrauch entschuldigt und wirkliche Konsequenzen aus dem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf zieht. Bezogen auf den Prozess wäre es das Mindeste, dass die BWB bis zum Ausgang des Verfahrens eine Verjährungsverzichtserklärung an die Wasserkunden abgeben.“

Der Musterbrief für die Verjährungs-Verzichtserklärung

Sollten die BWB auf die Verjährung der Schadensersatzansprüche für die Jahre 2009–2011 nicht freiwillig verzichten, fordern wir die Berliner Wasserkunden auf, sich mit dem anhängenden Musterbrief persönlich an die Wasserbetriebe zu wenden.

Weitere Forderungen des Berliner Wassertischs

Darüber hinaus fordern wir den Senat auf:

1. sich bei den Berliner Bürgern für den gerichtlich festgestellten Preismissbrauch zu entschuldigen, die Verantwortlichkeiten festzustellen und eine unbelastete Unternehmensleitung zu berufen;

2. die immer noch bestehende Holding-Konstruktion abzuschaffen und die Berliner Wasserbetriebe als nachhaltige, kundenfreundliche, transparente und demokratisch kontrollierte Eigenbetriebe zu führen;

3. die für die Überteuerung verantwortlichen Preisfindungs-Systeme und Kalkulationsschemata, einschließlich der Gewinngarantie, abzuschaffen und die Trinkwasserpreise zumindest auf das Niveau der Vergleichsunternehmen zu senken;

4. die Höhe der Abwassergebühren, bei denen der Preismissbrauch vermutlich in ähnlicher Höhe wie beim Trinkwasser fortgeführt wird, von unabhängiger Stelle nach dem Verfahren des Bundeskartellamts überprüfen zu lassen.

Weitere Hinweise unter: http://berliner-wassertisch.info/jur-anfechtung/kartellamtsverfahren/zeitleiste/

Billig-Exportstrategie gefährdet tausende Milchviehbetriebe

Milchbauernhof Wehling bei Elmshorn

Verbände-Aufruf an Bundesminister Christian Schmidt
Billig-Exportstrategie gefährdet tausende Milchviehbetriebe, gesellschaftliche Akzeptanz und den Weg zu mehr Tierschutz, Umweltschutz und fairem Handel

Wir fordern politischen Einsatz für eine kurzfristige Mengenreduzierung

Fulda, 01.10.2015

Sehr geehrter Herr Bundesminister Schmidt,

zu den aktuellen Milchpreisen kann kein Betrieb kostendeckend Milch erzeugen. Mit jedem Liter Milch, der an die Molkereien geliefert wird, schreiben die Bauern und Bäuerinnen Verlust. Dennoch wird insgesamt in Deutschland und in der EU nicht weniger Milch erzeugt, sondern noch mehr als im Rekordjahr 2014. Die anhaltende Milchkrise zeigt: Prognosen für eine kaufkräftige Nachfrage für die Mehrmengen haben sich als falsch erwiesen: In der EU stagniert der Absatz, und auf dem Weltmarkt ordern Importländer wie China, Russland und erdölexportierende Länder weit weniger als vorhergesagt. Jetzt wird das Überangebot an Milch zu Tiefstpreisen in andere Länder gedrückt, besonders in Afrika, wo die heimischen Viehhalter dieser Konkurrenz oft nicht gewachsen sind. Die EU-Ausfuhren an Magermilchpulver und Butter steigen, aber zu Dumpingpreisen. Gewinner sind exportierende Molkereien in Europa. Sie halten sich schadlos, indem sie den Milchbauern 10 bis 15 Cent je Liter Milch weniger zahlen als im letzten Jahr. Sie setzen alles daran, ihre Weltmarktanteile auszubauen. Mehr Menge zu Tiefstpreisen heißt für sie Exportoffensive.

Hier ist die Politik gefragt. Sehr geehrter Herr Bundesminister Schmidt, Sie sind hier gefordert!

Die Krise auszusitzen hat weitreichende negative Folgen:

  • Es droht ein dramatischer Strukturbruch, indem tausende Milchviehbetriebe aufgeben. Verbleibende Betriebe werden umso größere Wachstumssprünge machen, so dass die Milchmenge – wenn überhaupt – nur kurzfristig sinken wird, um dann erneut zu steigen.
  • Die Milchviehhaltung wird sich noch stärker auf Großbestände und einige wenige Regionen konzentrieren – mit allen Konsequenzen auch für die Umwelt und den Tierschutz vor Ort.
  • Die aus Tierschutzsicht besonders wichtige Weidehaltung von Milchkühen wird in großen Herden kaum praktiziert – sie wird daher großflächig verschwinden. Der Preisdruck wird das Steigern der Milchleistung je Kuh als Zucht- und Fütterungsziel weiter vorantreiben, mit Folgen für Tiergesundheit und Futterzusammensetzung (Kraftfutter, Soja und Mais statt Gras).
  • Die über Jahrhunderte von Wiesen und Weiden geprägten Kulturlandschaften verlieren ihre charaktergebende Nutzungsform und damit Wertschöpfung, Artenvielfalt, Lebensqualität und Attraktivität auch für den Tourismus.
  • Entwicklungspolitisch ist die Exportorientierung unserer Milchwirtschaft verheerend. In den Zielländern untergraben Massenprodukte zu Billigpreisen den dringend notwendigen Aufbau einer regional verankerten Land- und Lebensmittelwirtschaft. Und der großflächige Soja-Anbau in den Herkunftsländern der bei uns eingesetzten Importfuttermittel hat ebenfalls fatale soziale und ökologische Folgen.

Eine Richtungsentscheidung steht an In Deutschland und ganz Mitteleuropa ist die Milchviehhaltung der Bereich der Landwirtschaft, der noch am meisten von betrieblicher Vielfalt und Offenheit gegenüber der Bevölkerung geprägt ist. Bäuerliche Strukturen prägen das Bild – noch. Die Milch genießt in unserer Gesellschaft eine besondere Wertschätzung. All das gerät in Gefahr, wenn diese Krisensituation noch länger anhält. Doch genau das sagen Marktexperten voraus, wenn nicht schnell die erzeugte Milchmenge gesenkt und damit der Preisdruck durch die Überschüsse beendet wird. Hohe Erzeugerpreise gewährleisten nicht automatisch eine standortangepasste, umweltschonende, tiergerechte und entwicklungsverträgliche Milcherzeugung – das ist uns bewusst. Aber Tiefstpreise entziehen dem ganz sicher jegliche Grundlage. Ein späteres Nachbessern wird umso teurer. Wir wollen gemeinsam mit möglichst vielen Bauern und Bäuerinnen eine qualitativ hochwertige Landwirtschaft weiterentwickeln!

Herr Bundesminister Christian Schmidt, wir fordern Sie daher auf:

  • Setzen Sie sich auf EU-Ebene jetzt aktiv für eine kurzfristige Reduzierung der erzeugten Milchmenge ein. Es ist besser, Überschüsse erst gar nicht zu erzeugen, als sie mit staatlicher Unterstützung zu trocknen und einzulagern oder auf den „Weltmarkt“ zu drücken.
  • Setzen Sie sich auf EU-Ebene jetzt aktiv dafür ein, dass aus den knapp 900 Millionen Euro an Superabgaben des allerletzten Quotenjahres ein Bonus für diejenigen Milcherzeuger bezahlt wird, die ihre Milcherzeugung kurzfristig um mehrere Prozent reduzieren.
  • Laden Sie zu einem gesellschaftlichen Milchgipfel statt zu einem „Exportgipfel“ ein.

Wir beschränken uns heute ganz bewusst auf diese Maßnahmen, denn sie stehen jetzt an!

Mit freundlichen Grüßen stellvertretend für alle Unterzeichner: Martin Schulz Prof. Dr. Hubert Weiger Thomas Schröder
Unterzeichnende Organisationen:
Agrar Koordination, Aktion Agrar, Aktion 3.Welt Saar, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL), Bundesverband Berufsschäfer e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Demeter e.V., Deutscher Tierschutzbund e.V. (DTSchB), Die Bäcker., Zeit für Geschmack e.V., Euronatur – Stiftung Europäisches Naturerbe, Germanwatch e.V., Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V., Greenpeace e.V., Kampagne Meine Landwirtschaft, Liga für Hirtenvölker und nachhaltige Viehwirtschaft e.V., NaturFreunde Deutschlands e.V., PROVIEH Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V., Sarah Wiener Stiftung, Slow Food Deutschland e.V., Welttierschutzgesellschaft e.V., Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Einladung zu Veranstaltungen der Stop-EPA-Tour 2015: Zweite Etappe vom 5.10.-10.10.2015

stop epa tour

Mit

  • Gyekye Tanoh, African Trade Network, Third World Network-Africa, Ghana
  • Yvonne Takang, African Trade Network, ACDIC (Association Citoyenne de Défense des Intérêts Collectifs), Kamerun

Veranstaltet von Brot für die Welt, Attac Deutschland und Forum Umwelt und Entwicklung

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

wir laden herzlich zu den Veranstaltungen im Oktober der Stop-EPA-Speakers Tour, die von Brot für die Welt, Attac und Forum Umwelt und Entwicklung veranstaltet wird.

Die Stop-EPA-Tour machte im September bereits Station in München, Stuttgart, Mannheim, Darmstadt und Aachen und führt nun nächste Woche von Bielefeld nach Hamburg, Fulda, Leipzig und bis Berlin, um auf der Auftaktkundgebung der Großdemonstration gegen CETA und TTIP am 10. Oktober in Berlin abzuschließen, wo die beiden Speaker der Tour um 11.50 Uhr reden werden.

Die Stationen der zweiten Etappe 5.-10. Oktober:
05.10.2015 Frankfurt/M, 11:00 Uhr, Pressegespräch im Attac-Bundesbüro, Münchener Str. 48
05.10.2015 Bielefeld, 19:00 Uhr, Ravensberger Spinnerei, Hist. Saal
06.10.2015 Hamburg, 19.00 Uhr, Uni HH-Hauptgebäude Flügel West, Raum 221
07.10.2015 Fulda, 19.30 Uhr, Felsenkeller, Leipziger Str. 12
08.10.2015 Leipzig, 20:00 Uhr, Neues Schauspiel Leipzig, Lützner Straße 29
09.10.2015 Berlin, Veranstaltung der BUND-Jugend, NAJU und Naturfreundr-Jugend, B-Steglitz
10.10.2015 Berlin, kurze Rede bei der Auftaktkundgebung der TTIP-Demo um 11.50 Uhr

Hintergrund:
Derzeit finden nicht nur die Auseinandersetzungen über Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA oder TiSA statt, sondern völlig abseits der Öffentlichkeit und weitestgehend unbemerkt auch um die Wirtschafts-Partnerschafts-Abkommen EPAs (Economic Partnership Agreements) zwischen der EU und afrikanischen Staaten. Mit einer falschen Handelspolitik zerstört die Europäische Union die Lebensgrundlagen tausender Menschen in afrikanischen Staaten. Das öffentliche Interesse an TTIP, die Großdemonstration am 10. Oktober in Berlin sowie sich zuspitzende Entwicklungen rund um die EPAs haben wir zum Anlass genommen, diese Speakers-Tour zum Thema EPAs zu veranstalten.

Nach zwölf Jahren kontroverser Verhandlungen wurden im vergangenen Jahr die Verhandlungen um das EPA zwischen der EU und der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS abgeschlossen und paraphiert. Seit Dezember 2014 sollen 11 der 16 Mitglieder dieser Region das Abkommen unterzeichnet haben. Nun müssen sie in Europa und in Afrika noch durch die Parlamente ratifiziert werden. Die Abkommen zwingen afrikanische Staaten zu einer radikalen Marktöffnung für EU-Importe. Konzerne kommen leichter an Rohstoffe, weil Exporsteuern abgebaut werden. Aktvistengruppen, Bauernverbände, Gewerkschaften, Kleinunternehmer und Kirchen schlagen Alarm und mobilisieren in Afrika und Europa gegen die Unterzeichnung bzw. Ratifizierung. Gemeinsam warnen sie, dass mit den EPAs noch mehr Menschen in Afrika in die Armut getrieben werden.

Sprecherinnen und Sprecher aus Ghana und aus Kamerun berichten von ihren Erfahrungen mit der Handelspolitik der EU, von den drohenden Folgen dieser Handelsabkommen und von ihren Vorschlägen für eine andere Handelspolitik. Sie werden natürlich auch den Bogen schlagen zu TTIP, CETA und TiSA und damit gleichzeitig für die Demo am 10.10. mobilisieren. Die Veranstaltungen wollen einen Austausch mit der deutschen Zivilgesellschaft und der breiteren Öffentlichkeit ermöglichen!
In Deutschland hat die Bundesregierung übrigens den Versuch gestartet, die Ratifizierung dieses Abkommens an sich zu ziehen und den Bundestag außen vor zu lassen. Auf Anfrage der Oppositionsparteien wird sich der Bundestag am 14. Oktober 2015 mit diesem Thema befassen.

Brot für die Welt, Attac und Forum Umwelt und Entwicklung fordern gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftliche Organisationen in einem Offenen Brief an den Bundestagspräsidenten, sich für das Recht des Parlaments einzusetzen, das Abkommen zu debattieren und das Wirtschafts-Partnerschafts-Abkommen mit Westafrika im Bundestag abzustimmen.

Weitere Informationen im Web:
* Was sind EPAs?: http://www.attac.de/epas-infos
* zur EPA-Tour: http://www.attac.de/epa-tour
Dort finden sich auch Berichte der ersten Tour-Etappe!

Wir freuen uns, Euch/Sie zu einer der o.g. Veranstaltungen begrüßen zu können!
Herzliche Grüße
der Stop-EPA-Tour-Orgakreis