Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für September, 2015

7.10. Film „Tage des Ruhms“ (Indigènes) für Schulklassen

Liebe Interessierte und Teilnehmer_innen am Projekt „Far, far away? Kolonialrassismus im Unterricht | Globales Geschichtslernen vor Ort“,

am Mittwoch, den 7. Oktober 2015, um 10 Uhr laden wir Schulklassen zur einmaligen Filmvorführung des vielfach preisgekrönten Spielfilms „Tage des Ruhms“ (Indigènes) des franko-algerischen Regisseurs Rachid Bouchareb ein. Dies ist ein emotional starker, aufwändig inszenierter Film über vier Männer aus dem kolonisierten Algerien, die sich zusammen mit vielen anderen Nordafrikanern freiwillig zum Dienst in der französischen Armee melden, um einen Beitrag zu leisten, die Kolonialmacht Frankreich von der Besatzung durch die Deutschen zu befreien. Sie werden für ein Land kämpfen, das sie noch nie gesehen haben.

Der herausragende Spielfilm löste in Frankreich eine nationale Debatte über den Beitrag der Kolonialsoldaten aus. Frankreich entdeckte mit diesem Film seine vergessenen Veteranen, Schwarze und Araber, die gegen Hitler kämpften und denen das offiziell kaum einer gedankt hat. Die Hauptdarsteller erhielten 2007 in Cannes gemeinsam den Preis für die beste Hauptrolle.

Mit dieser Filmvorführung können die Schüler_innen eine neue Perspektive kennenlernen. Der Zweite Weltkrieg und der Kolonialismus werden hier aus der Sichtweise der Kolonisierten und ihrer Nachfahren beleuchtet. Damit trägt der Film, in sehr differenzierter Weise, zur Diversifizierung der bis heute weiterhin meist eurozentrischen Geschichtsschreibung bei.

Schulvorführung: “Tage des Ruhms”
Rachid Bouchareb, Spielfilm, DZ/MA/F/B 2006, 119 Min, OmU, Original mit deutschen Untertiteln.

Mi, 07. Oktober 2015, 10:00 Uhr

Altersempfehlung: ab 15 Jahren, oder ab der 10. Jahrgangsstufe.
Unterrichtsfächer: Geschichte, Sozialkunde, Politikwissenschaft, Ethik/Religion,
Themen: Zweiter Weltkrieg, Kolonialismus, Nationalsozialismus, Kolonialsoldaten, Rassismus

Eintritt: 4,00 € pro Schüler_in, begleitende Lehrkräfte frei
Anmeldung: n.mebrahtu(at)africavenir.org / 030-26934764

Ort:

Centre Français de Berlin (Wedding)
Müllerstrasse 74
13349 Berlin

Weitere Information zum Film:
www.africavenir.org

www.berlin-postkolonial.de

Eine Veranstaltung von Berlin Postkolonial e. V. und AfricAvenir International e.V. in Kooperation mit dem Institut für diskriminierungsfreie Bildung und dem Centre Français de Berlin.

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Pressemitteilung der Bürgerinitiative Berliner Mieten-Volksentscheid

Zwangsräumung stoppen

Wir fordern die überfällige Stellungnahme zum Mietenvolksentscheid vom Innensenator Henkel! Machen Sie endlich ihre Hausaufgaben!

Im Juni haben wir mit rund 50.000 Unterschriften von Berliner*innen den Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens zum Mietenvolksentscheid mit einem Gesetzesentwurf zur sozialen Wohnraumversorgung bei der Senatsverwaltung für Inneres eingereicht. Aus der Diskussion mit Mieterinitiativen ergaben sich einige Änderungswünsche unsererseits, die die Wirkungsweise des Gesetzes verbessert und die Kosten verringert hätten. Diese Präsizierungswünsche wurden auch im Wesentlichen vom Stadtentwicklungssenator begrüßt, aber im Nachhinein von der Senatsverwaltung für Inneres im Juli als nicht zulässig eingestuft.

Das bedeutet, dass wir mit unseren Präzisierungsvorschlägen das Volksbegehren insgesamt riskiert hätten. Wir haben uns deswegen wie versprochen für die sichere Variante entschieden und mussten einige Ungenauigkeiten und Mängel im Gesetz stehen lassen. Diese Mängel könnte das Abgeordnetenhaus jedoch nach dem Erfolg des Mietenvolksentscheids jederzeit beseitigen.

Diese juristische Stellungnahme des Innensenators zu unserem Mietenvolksentscheid ist immer noch der nächste Schritt im Verfahren unseres Volksbegehrens: Erst wenn diese bekannt wird, können wir als Initiative Mietenvolksentscheid einschätzen, ob unser Gesetz vor dem Verfassungsgericht landet oder ob wir, wie geplant, Anfang 2016 mit der zweiten Stufe unseres Volksbegehrens weitermachen können. Und auch der Senat kann erst dann eine Empfehlung zu unserem Gesetzentwurf Mietenvolksentscheid an das Abgeordnetenhaus weitergeben.

Aus Sicht der Initiative Mietenvolksentscheid wird genau dieser Schritt nun doch verzögert. Im neuen eigenen Gesetzesentwurf des Senats wird in der Begründung schon Bezug auf diese juristische Stellungnahme genommen – ohne dass wir deren Inhalte kennen. Also scheint sie längst  abgeschlossen zu sein. Nach mehrmaligen Nachfragen wurde uns von der Senatsverwaltung immer wieder versichert, die Stellungnahme sei umfangreich und arbeitsintensiv, werde der Initiative bis Ende August, spätestens aber bis Mitte September zugestellt. Das ist bis heute nicht geschehen.

Währenddessen lobt die SPD schon eine Einigung und ein „Kompromissgesetz“. Obwohl das Senatsgesetz unter einem Gesamtvorbehalt steht, wird es schon vor Verabschiedung als erfolgreiches Ergebnis der Gespräche der Initiative mit der SPD-Vertretern des Senats und Abgeordnetenhauses dargestellt. Doch damit sich die Berliner Mieter*innen selbst entscheiden können brauchen wir endlich diese Stellungnahme.

Wir erwarten, dass die Senatsverwaltung für Inneres sich nicht die Rolle der Richterschaft anmaßt, noch durch Verzögerung der Stellungnahme die direkte Demokratie absichtlich behindert. Falls doch, wird damit auch der Auswertungsprozess des Senatsgesetzes seitens der Initiativen sowie der Unterzeichner*innen des Volksbegehrens, die den Mietenvolksentscheid tragen, beeinflusst. Davon hängt ab, welche nächsten Schritte wir als Initiative gehen. Wie halten wir den Druck bis zur Wahl im September 2016 und darüber hinaus aufrecht? Es bleibt dabei – Berlin braucht eine ernst gemeinte Neuausrichtung in der Wohnungspolitik. Ohne Verhinderungstaktik. Und ohne stille Verabschiedung eines Baubeschleunigungsgesetzes ohne Mitbestimmung der Zivilgesellschaft.

Am 2. Oktober von 17 bis 21 Uhr laden wir alle herzlich ein, die Gesetze zu vergleichen, zu diskutieren und auszuwerten.
Datum: Freitag, den 02. Oktober 2015 Ort: Ex-Rotaprint in der Gottschedstr. 4, 13357 Berlin-Wedding (letztes Gebäude im hinteren Hof) Uhrzeit: ab 17 Uhr

Protest vor dem Bundestag: Militarisierung der Außengrenzen verhindern! Nein zu EUNAVFOR MED!

frieden

Am Donnerstag, 01.10.2015 stimmt der Deutsche Bundestag über den Antrag der Bundesregierung ab, deutsche Soldaten an der EU-Operation „EUNAVFOR MED“ zu beteiligen (Bundestagsdrucksache 18/6013). Durch das Mandat können bis zu 950 bewaffnete deutsche Soldaten im Mittelmeer eingesetzt werden, um offiziell „Schlepper“ im südlichen und zentralen Mittelmeer zu bekämpfen.

Mit dem Vorschlag der Bundesregierung, die EU-Operation EUNAVFOR MED mit bis zu 950 deutschen Soldaten zu unterstützen, wird eine weitere Militarisierung der EU-Außengrenzen vorangetrieben. Dieses Mandat erweckt den Eindruck, dass durch einen Militäreinsatz gegen Flüchtlingsboote im Mittelmeer das „Geschäftsmodell der Menschenschmuggel- und Menschenhandelsnetzwerke“ wirksam eingeschränkt werden könnte. Der Eindruck ist falsch, das Gegenteil wird der Fall sein. Denn aufgrund dieses Militärmandats werden Schleuser die Not der Geflüchteten noch stärker ausnutzen können und sich die Schleuserpreise für eine Mittelmeerüberfahrt oder einen anderen Weg in die EU noch weiter erhöhen.

Dieses Mandat will Flüchtlinge davon abschrecken, über das Mittelmeer in die EU zu fliehen. In der Realität wird es jedoch dazu führen, dass sich Flüchtlinge noch gefährlichere Wege suchen werden, um in die EU zu kommen. Ihnen bleibt keine andere Wahl, fliehen sie doch vor Verfolgung, Folter und Tod.

Wir lehnen diese weitere Militarisierung der EU-Außengrenzen ab. Mit dem geplanten Bundeswehrmandat wird es zu einer noch höheren Gefährdung der Leben der Flüchtlinge kommen.

Wir fordern

  • EUNAVFOR MED verhindern!
  • Keine weitere Militarisierung der EU-Außengrenzen!
  • Sichere Fluchtrouten in die EU für die Geflüchteten schaffen!

Wir treffen uns

Donnerstag, 01.10.2015

12.00 Uhr

Vor dem Bundestag (Scheidemannstr./Ecke Ebertstr.)

NaturFreunde Berlin

Glyphosat – Wenn Unkrautkiller nicht nur Unkraut killen

rosa-luxemburg-stiftung

Auswirkungen von Glyphosat und anderen Agrochemikalien auf Mensch und Umwelt in Brasilien und Europa

Diskussion / Vortrag

Mit Prof. Dr. Karen Friedrich (Ärztin), Dr. Kirsten Tackmann (MdB), Heike Moldenhauer (BUND-Expertin), Moderation: Jürgen Maier (Forum Umwelt und Entwicklung)

Dienstag, 29.09.2015 | 19:00 Uhr

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin, Robert-Havemann-Saal

Greifswalder Str. 4

10405 Berlin

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Forum Umwelt und Entwicklung. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.

In der EU wird seit Monaten darüber gestritten, ob der Unkrautkiller «Glyphosat» wieder für weitere zehn Jahre zugelassen werden soll. Vor wenigen Jahren galt er vielen noch als relativ harmlos, seit einiger Zeit mehren sich jedoch die Berichte, dass Glyphosat gefährlich sein könnte. Das Krebsinstitut der Weltgesundheitsorganisation kam inzwischen zu dem Schluss: «Wahrscheinlich krebserregend!»

Doch die Anwendungen von Glyphosat in der EU ist nichts im Vergleich zu den Verhältnissen in Südamerika. Dort wird großflächig Gentech-Soja angebaut und das Gift mit Flugzeugen versprüht. Anwohner_innen, Landarbeiter_innen und Verbraucher_innen kommen so in hohen Dosen mit Glyphosat und anderen Agrochemikalien in Kontakt. Prof. Dr. Karen Friedrich wird darüber berichten, welche Auswirkungen diese Form der Landwirtschaft auf die menschliche Gesundheit und die Biodiversität in der Region hat. In ihrer Präsentation wird sie auch auf die Rolle die Forschung eingehen, die einerseits in Studien die Gefahren belegt, an anderer Stelle aber auch eingesetzt wird, um Auswirkungen gezielt zu verschleiern und die Profite von Agrarkonzernen abzusichern.

Gäste:

• Prof. Dr. Karen Friedrich arbeitet als Ärztin in Brasilien und lehrt an der Universität in Rio de Janeiro. Die auf Toxikologie spezialisierte Biomedizinerin forscht zu den Auswirkungen von Agrochemikalien auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Der in Brasilien oft verspritzte und in der EU vor der Wiederzulassung stehende Unkrautkiller Glyphosat steht dabei besonders im Fokus.

• Dr. Kirsten Tackmann ist Bundestagsabgeordnete und agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Seit 2005 ist sie Mitglied im Agrarausschuss des Parlaments. Die Tierärztin wird über den Wiederzulassungsprozess von Glyphosat und die agrarpolitische Positionen ihrer Fraktion berichten.

• Heike Moldenhauer arbeitet als Leiterin des Bereichs Gentechnik- und TTIP-Politik des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Agrarexpertin ist auch verantwortlich für das Thema Glyphosat und stellt hierzu die Ergebnisse aktueller Forschungen vor.

http://www.rosalux.de/event/54260/glyphosat-wenn-unkrautkiller-nicht-nur-unkraut-killen.html

„Vorsicht Volk! – 25 Jahre Einheitsdeutsch. Wir feiern trotzdem!“

vorsicht volk
Festival mit Lesungen, Diskussionen, Konzerten und Filmen am Sa. 26.09.2015 im Zukunft/Ostkreuz.

Buchvorstellung „Vorsicht Volk!“ (Verbrecher Verlag) mit Texten zu den neuen Wahnbewegungen: Pegida, Montagmahnwachen, Reichsbürger etc.

Prominent besetzte Debatten zur Flüchtlingsthematik, zur Kontinuität rassistischer Übergriffe, zur „Wiedergutwerdung der Deutschen“ und zur „Aufarbeitung der Aufarbeitung“.

Live-Musik von Kristof Schreuf, The Incredible Herrengedeck, Der Singende Tresen u.v.a.

Veranstalter/Unterstützer: Kulturinitiative 89, Jungle World, Ema.Li Berlin, taz, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Verbrecher Verlag, VVN/BdA, Naturfreunde, Gedankenmanufaktur WORT & TON
Im Oktober 2015 werden Politik und Medien „25 Jahre Deutsche Einheit“ feiern. Es wird vom „Glück der Stunde“ gesprochen werden und von den Leistungen Helmut Kohls, der Bundespräsident wird sich abermals als der Bürgerrechtler inszenieren, der er faktisch nie war, und Dokumentationen werden das „Unrechtsregime DDR“ beleuchten. Auch wird man an die Helden der „friedlichen Revolution“ erinnern, und über alle Kanäle werden Erfolgsgeschichten eines neuen „Lebens in Freiheit“ nach 1990 flimmern.

Eher unwahrscheinlich ist es dagegen, dass im Rahmen der Einheitsfeierlichkeiten die Pogrome, rassistischen Menschenjagden und brennenden Häuser zur Sprache gebracht werden, die in den ersten Jahren massiv das Bild dieses „geeinten Deutschlands“ prägten und von denen aus eine ungebrochene Linie über den Rechtsterrorismus des NSU, die Pegida-Bewegung und Querfront-Zusammenschlüsse, wie den „Friedenswinter“, bis hin zu den massiven Angriffen auf Flüchtlingsheime im Jahr 2015 führt. Dass all das nicht von ungefähr kommt, sondern direkt in der sogenannten Wiedervereinigung wurzelt und somit integraler Bestandteil jenes gemeinsamen Staates ist, der in diesen Tagen sein 25jähriges Bestehen feiert, offenbart sich nicht zuletzt in der allgegenwärtigen Verwendung des Slogans „Wir sind das Volk!“ durch die neuen Wahnbewegungen.

Die Veranstaltung „Vorsicht Volk! – 25 Jahre Einheitsdeutsch. Wir feiern trotzdem!“ wird – eine Woche vor den offiziellen Bierseligkeiten zu 25 Jahren deutscher Einheit – mit Lesungen, Konzerten, Debatten und Filmen an Vergessenes erinnern und die Entwicklungslinien völkischer Positionen thematisieren, die längst die sogenannte Mitte der Gesellschaft erobert haben und auch in linken Kreisen fröhliche Urständ feiern.

26.09.2015, ab 16.00 Uhr

VORSICHT VOLK!
ZUKUNFT/Ostkreuz
Laskerstr. 5, Berlin-Friedrichshain

KONZERTE + MUSIK

KRISTOF SCHREUF (Bourgeois With Guitar)
THE INCREDIBLE HERRENGEDECK (Chanson-Punk)
DER SINGENDE TRESEN („Die Eingeborenen“- Zombierevue)
TSCHILTAN (zentralasiatisches Liedgut)
AMIGO TROPICAL (Bananas Bahamas)
PRANKE (Elektronischer Indie-Pop & mehr)
KRÄELFE (minimalistischer NoiseRock)
SVARTA STUGAN (twee-noise/post-rock trio)
DJs : Phonatic / exØr / Enno

LESUNGEN + VORTRÄGE

Buchpremiere: »Vorsicht Volk!«
Ivo Bozic: »Ivos kleine Völkerkunde«
Eva Ruth Wemme: »Meine 7000 Nachbarn«
Karl Pfeifer: »Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg.«
Naturfreunde Berlin: »Blackbox Verfassungsschutz«
andcompany & Co: »VOLXFUCK PEACE OFF!« (spoken words mit beatz)

FILME

„Letztes aus der DaDaeR“: Filmsatire von Jörg Foth. Einer der letzten DEFA Filme mit Wenzel und Mensching aus dem Niemandsland von 1990.
„On the bride´s side“: Preisgekrönter Dokumentarfilm unter der Regie von Antonio Augugliaro, Gabriele Del Grande und Khaled Soliman Al Nassiry.

DEBATTEN

Jungle World präsentiert: Die Wiedergutwerdung der Deutschen.
Es diskutieren Anetta Kahane (Amadeu-Antonio-Stiftung) sowie die Publizisten Alex Feuerherdt und Arthur Buckow. Moderation: Federica Matteoni (Jungle World).

Ema.Li Berlin präsentiert: Vorsicht Flüchtling!
Es diskutieren Dirk Stegemann (Berliner Flüchtlingsaktivist), Anne Helm (ehemalige Flüchtlingsbeauftragte der Piraten), Yasser Almaamoun (“Außenminister” des Zentrums für Politische Schönheit) und Akteurinnen des Projekts “Woman In Exile” (angefragt). Moderation: Julia Schramm (Antonio-Amadeo-Stiftung).

neues deutschland präsentiert: Es war einmal ein Wir-sind-das-Volk.
nd-Chefredakteur Tom Strohschneider diskutiert mit Linksaktivisten aus dieser Zeit über die Aufarbeitung der Aufarbeitung, Widerständler der letzten Stunde und den Mythos Deutsche Einheit.

VVN/BdA präsentiert: Von Lichtenhagen nach Tröglitz und Freital
AntifaschistInnen, die bei den Pogromen in Rostock dabei waren, sprechen und diskutieren über die damaligen Ereignisse, ihre Auswirkungen und was das bis heute bedeutet.

Ema.Li Berlin präsentiert: Alle Macht dem Volke – oder doch lieber nicht?
Es diskutieren Michael Effler (Mehr Demokratie e.V.) und Ivo Bozic (Jungle World). Moderation: Konstanze Krise.

Weitere Informationen zum Programm unter: http://www.vorsichtvolk.de

Veranstalter und Unterstützer: Vorsicht Volk! 2015 wird ehrenamtlich von einer freien & offenen Organisationsgruppe geplant. V.i.s.d.P.: Kulturinitiative 89 e.V. In Kooperation mit: Erich Mühsam Fest Crew, Gedankenmanufaktur WORT & TON, Jungle World, Emanzipatorische Linke Berlin, Verbrecher Verlag, taz, VVN/BdA, neues deutschland, Naturfreunde, Rosa Luxemburg Stiftung.

Veranstaltungsort: Zukunft/Ostkreuz, Laskerstrasse 5, 10245 Berlin
Eintritt: 18 (Soli) / 6 Euro

PRESSEKONTAKT:

Gedankenmanufaktur WORT & TON

Manja Präkels / Markus Liske
liske@gedankenmanufaktur.net
praekels@gedankenmanufaktur.net

Berliner SPD ruft auf zur Demonstration „TTIP & CETA stoppen!“

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Der Landesvorstand der Berliner SPD ruft zur Teilnahme an der Demonstration „TTIP & CETA stoppen!“ am 10. Oktober 2015 auf. Der Zug startet um 12 Uhr am Hauptbahnhof in Berlin.

Mit der Teilnahme an der Demonstration macht die Berliner SPD ihre kritische Haltung zum bisher bekannten Verhandlungsstand der Freihandelsabkommen deutlich. Zugleich tritt sie mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteur_innen für gesellschaftliche Errungenschaften wie Umweltschutz, Verbraucherschutz und Arbeitnehmer_innenrechte ein..

Die Demonstration wird getragen von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von der globalisierungskritischen Organisation Attac und der Bürgerbewegung Campact über den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), den Deutschen Kulturrat und den Paritätischen Wohlfahrtsverband, Jugendverbänden (BUNDjugend, Naturfreundejugend) bis zur entwicklungspolitischen Organisation Brot für die Welt und allen großen Natur- und Umweltverbänden von BUND und NABU bis Greenpeace und WWF reicht.

Die Großdemonstration soll deutlich machen, dass gesellschaftliche Errungenschaften wie Umweltschutz, Verbraucherschutz und Arbeitnehmer_innenrechte unverhandelbar sind. Auch eine nachhaltige, bäuerliche Landwirtschaft und die kulturelle Vielfalt sind Werte, die es zu schützen und auszubauen gilt. „Im Herbst 2015 geht die Auseinandersetzung um die Handels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA in die heiße Phase“, heißt es im Beschluss des Berliner SPD-Landesvorstandes. „Beide Abkommen drohen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben und auszuhebeln. Es ist höchste Zeit, unseren Protest gegen die Abkommen auf die Straße zu tragen!“

Die Abkommen bedrohen in der jetzigen Form Arbeits-, Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards sowie den Kultursektor, heißt es in einem Aufruf, den 30 Organisationen unterzeichnet haben. „Wir treten daher für internationale Abkommen ein, die Umwelt-, Sozial-, Daten- und Verbraucherschutzstandards erhöhen, statt sie zu senken oder auszuhebeln; Arbeitsstandards wie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) festschreiben, statt sie auszuhöhlen.“

Mehr Informationen zur Demonstration

ATOMMÜLLRECHTSSYMPOSIUM – 23.10.2015, Hannover

anti-atom

Während der Bundestag mit seiner Kommission »Lagerung hochradioaktiver Abfälle« diskutiert, wohin der hauptsächlich hochradioaktive Atommüll in vielen Jahrzehnten verbracht werden soll, wird gleichzeitig der Umgang mit Atommüll durch eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen, Gerichts- und Verwaltungsverfahren präjudiziert. Im Rahmen eines Atommüllrechtssymposiums am 23. Oktober 2015 in Hannover werden Praktikerinnen und Praktiker die Entwicklungen in einzelnen Bereichen beleuchten und bewerten.
PROGRAMM:

10.00 Uhr: Begrüßung

10.15 – 11.15 Uhr: Auswirkungen des EU-Rechts auf den nationalen Umgang mit Atommüll Dr. Dörte Fouquet, Anwältin, Partnerin, spezialisiert auf Energie- und Umweltrecht, Kanzlei Becker Büttner Held

11.15 – 12.15 Uhr: Standortauswahlgesetz und Nationales Entsorgungsprogramm apl. Prof. Dr. Ulrich Smeddinck, Institut für Rechtswissenschaften, TU Braunschweig, stellv. Sprecher Forschungsplattform ENTRIA

12.15 – 12.45 Uhr: Rechtmäßigkeit des Exports von radioaktiven Abfällen Prof. Dr. Felix Ekardt, Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Leipzig/Berlin http://www.nachhaltigkeit-gerechtigkeit-klima.de

12.45 – 13.30 Uhr: Mittagessen

13.30 – 14.30 Uhr: Konsequenzen aus dem Brunsbüttel-Urteil Dr. Ulrich Wollenteit, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Rechtsanwälte Günther – Partnerschaft

14.30 – 15.30 Uhr: Rechtsentwicklungen in den Stilllegungsverfahren von Atomanlagen Joy Hensel, Rechtsanwältin

15.30 – 16.00 Uhr: Kaffeepause

16.00 – 17.00 Uhr: Folgen des neuen Europäischen Strahlenschutzrechts für die deutsche Strahlenschutzgesetzgebung Wolfgang Baumann, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Kanzlei Baumann Rechtsanwälte Partnergesellschaft MbB

17.00 – 18.00 Uhr: Sicherung der Finanzierungsvorsorge für die Atommüll-Lagerung Dr. Cornelia Ziehm, im Bereich des Umwelt- und Energierechts tätige Rechtsanwältin
TEILNAHMEBEITRAG:
250.- € für VertreterInnen von Behörden, Institutionen, Firmen
80.- € für Einzelpersonen
30.- € reduziert
Für VertreterInnen der Presse ist der Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten.

ORT:
Rotation verdi-Höfe, Goseriede 10, 30159 Hannover

VERANSTALTER:
Trägerkreis Projekt „Atommüllreport“

(AG Schacht KONRAD, BUND, der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Deutsche Umweltstiftung, Gesellschaft für Strahlenschutz, IPPNW, ROBIN WOOD und Strahlentelex)
FLYER zum Symposium:
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http://www.atommuellreport.de/fileadmin/Dateien/pdf/pdf_Recht/Flyer_Symposium_23-10-15.pdf

WEITERE INFORMATIONEN:
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http://www.atommuellreport.de/themen/recht/einzelansicht/atommuellrechtssymposium-23102015.html
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http://www.robinwood.de/wordpress/blog/energie/2015/09/symposium-atommuellrecht-23-oktober-2015-in-hannover/

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