Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für Januar, 2018

netzwerk cuba nachrichten vom 10.01. 2018

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

zur Wochenmitte ein umfangreicher newslettter.

 

Raúl empfing den Präsidenten Äthiopiens

Mulatu Teshome Wirtu, Präsident der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien, stattet unserem Land einen offiziellen Besuch ab

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-10/raul-empfing-den-prasidenten-athiopiens

 

Söhne Kubas verdienen ewige Anerkennung

Der Präsident Äthiopiens zollte den in Afrika gefallenen Kubanern Tribut und pries die Freundschaft zwischen beiden Völkern

Autor: Darcy Borrero Batista | darcy@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-10/sohne-kubas-verdienen-ewige-anerkennung

 

Dem State Department fehlen die Beweise, um von „Angriffen“ gegen US-Diplomaten in Kuba sprechen zu können

Die für die Vereinigten Staaten im kubanischen Außenministerium zuständige Generaldirektorin Josefina Vidal, bezeichnete die Erklärungen der US-Beamten bei einem Hearing im Senat als „unverantwortlich“

Autor: Sergio Alejandro Gómez | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-10/dem-state-department-fehlen-die-beweise-um-von-angriffen-gegen-us-diplomaten-in-kuba-sprechen-zu-konnnen

 

Geoatlas von Matanzas für Mobiltelefone

Ein System geografischer Information, das dem Publikum zur Verfügung steht, um die Geowissenschaften in den Dienst der Gesellschaft zu stellen

Autor: Fabio Valdés García, Journalism | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-10/geoatlas-von-matanzas-fur-mobiltelefone

 

Raúl empfing Präsidentin Chiles

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Raúl Castro Ruz empfing am Montag die Präsidentin der Republik Chile Michelle Bachelet Jeria, die unserem Land einen offiziellen Besuch abstattet

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-09/raul-empfing-prasidentin-chiles

 

Kuba und Chile: Eine gemeinsame Vision der Zusammenarbeit

Die Präsidentin des südamerikanischen Landes Michelle Bachelet setzte am Montag innerhalb ihres Staatsbesuchs ihre Aktivitäten in Havanna fort

Autor: Gabriela Ávila Gómez | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-09/kuba-und-chile-eine-gemeinsame-vision-der-zusammenarbeit

 

Lohn der Ehrlichkeit

Einen Preis für die Ehrlichkeit, Beständigkeit und Opferbereitschaft, die unsere Athleten auszeichnet, stellte die offizielle Verleihung der Bronzemedaillen der Olympischen Spiele 2008 in Peking an die Gewichtheber Yordanis Borrero und Jadier Valladares sowie des Olympischen Diploms an den Ringkämpfer Roberto Monzón während einer Zeremonie in der Cuidad Deportiava, dem großen Sportzentrum der Hauptstadt dar

Autor: Redacción Deportes | deportes@granma.cu

http://de.granma.cu/deportes/2018-01-09/lohn-der-ehrlichkeit

 

Wie sollen die kubanischen Städte angeordnet sein?

Vom 9. bis 11. Januar tagt in Havanna unter der Schirmherrschaft des Instituts für Raumplanung das V. Nationale Urbane Forum

Autor: Sumaily Pérez Carrandi | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-09/wie-sollen-die-kubanischen-stadte-angeordnet-sein

 

Im Jahr 2017 Temperatur abermals über dem historischenDurchschnitt

Das letzte Jahr endete mit einer nationalen Durchschnittstemperatur, die 0,53 Grad über der historischen Durchschnittstemperatur von 25,49 Grad liegt; somit war 2017 das zwölfte Jahr seit 1951 mit Temperaturen über dem historischen Durchschnitt

Autor: Orfilio Peláez | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-09/im-jahr-2017-temperatur-abermals-uber-dem-historischendurchschnitt

 

Es gibt keine Beweise für „Schallangriffe“ in Kuba versichert das FBI

Das FBI hat nach Monaten der Untersuchungen und vier Reisen nach Havanna keinerlei Beweise für die angeblichen „Schallangriffe“ gegen das diplomatische Personal der USA in Kuba gefunden

Autor: Redaktion Internacional | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-09/es-gibt-keine-beweise-fur-schallangriffe-in-kuba-versichert-das-fbi

 

Guantánamo – 16 Jahre Ungerechtigkeit, Folter und Straflosigkeit

Bremen. Am 11. Januar 2018 wird das Lager Guantánamo 16 Jahre alt. Noch immer sind dort 41 Menschen ohne Anklage oder Gerichtsverfahren, also ohne Beweise ihrer Schuld, inhaftiert. Das ist ein Angriff auf den Rechtsstaat, dagegen müssen wir protestieren. Aus diesem Anlass findet am Samstag, 13. Januar, in der Zeit von 12.00 bis 13.00 Uhr eine Mahnwache zwischen Rathaus und Dom statt.

http://www.netzwerk-cuba.de/event/guantanamo-16-jahre-ungerechtigkeit-folter-und-straflosigkeit/

 

Aufbau von Solarparks in Kuba geht weiter

Von Edgar Göll amerika21

https://amerika21.de/2018/01/192946/solarparks-kuba

 

Cuba: das US-Imperium und Trump als Nachbarn

Einladung zu Vortrag und Diskussion

Am Dienstag, 16. Januar 2018, um 19 Uhr
im Rosa-Luxemburg-Saal im Karl-Liebknecht-Haus, Berlin
(Luxemburg-Platz nahe Alexanderplatz)

Gastreferent aus Cuba: Enrique Ubieta
Chefredakteur der Zeitschrift „La Calle del Medio“

http://www.netzwerk-cuba.de/event/cuba-das-us-imperium-und-trump-als-nachbarn/

 

Michelle Bachelet zu offiziellem Besuch in Kuba

Kulturbehörden Kubas und Chiles unterzeichneten gestern in Havanna in Anwesenheit der Präsidentin des südamerikanischen Landes Michelle Bachelet ein Kooperationsabkommen im audiovisuellen Bereich

Autor: Redaktion Internacional | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-08/michelle-bachelet-zu-offiziellem-besuch-in-kuba

 

Fotos erzählen vom Korso der Freiheit

Die Route, die die Rebellenarmee nach dem Sieg der Kubanischen Revolution mehr als 1000 km durch das Land führte, wurde unter dem Namen „Caravana de la Libertad“ bekannt. Die Rundfahrt fand zwischen dem 2. und 8. Januar 1959 statt, als sie in Havanna einzog. Dies sind die Bilder dieser Tage, an denen das kubanische Volk zusammen mit den „Bärtigen“ unter Führung des Comandante en Jefe Fidel Castro seine Freiheit feierte

Autor: Redaktion Digital | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-08/fotos-erzahlen-vom-korso-der-freiheit

 

Heftige Niederschläge in Baracoa

In den letzten 24 Stunden wurden in Baracoa 82,2 mm Niederschläge registriert und man rechnet für heute nicht mit merklichen Änderungen. Bis zum gestrigen Nachmittag regnete es ununterbrochen

Autor: Jorge Luis Merencio Cautín | merencio@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-08/heftige-niederschlage-in-baracoa

 

¿Dónde está el Rubicón cubano? Wo ist der kubanische Rubikon?

Von Iroel Sánchez. 5. Januar 2018 der Pupila insomne, Übersetzung Angelika Becker (spanisch weiter unten)

http://www.netzwerk-cuba.de/2018/01/donde-esta-el-rubicon-cubano-por-iroel-sanchez-wo-ist-der-kubanische-rubikon/

 

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NaturFreunde: Das Klimaziel für das Jahr 2020 darf nicht aufgegeben werden

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Berlin, 9. Januar 2018 – Aus den Sondierungsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD ist durchgesickert, dass das deutsche Klimaschutzziel für das Jahr 2020 aufgegeben werden soll. Dabei wurde schon das erste deutsche Klimaschutzziel für das Jahr 2005 klar verfehlt. „Dieser Sondierungsauftakt war eine Katastrophe“, kritisiert deshalb auch Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands.

 

„Die deutsche Klimaschutzpolitik ist nicht gerade ambitioniert. Auch das 40-Prozent-Ziel für das Jahr 2020 sollte ja nur ein Anfang sein, um den immer stärker werdenden Klimawandel abzumildern“, so Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der NaturFreunde Deutschlands. „Mit der Aufgabe dieses Zieles stellen sich CDU/CSU und SPD schon vor den eigentlichen Koalitionsverhandlungen ein klimapolitisches Armutszeugnis aus.“

 

Michael Müller: „Die entscheidende Frage ist nicht, ob es eine Große Koalition, eine Minderheitsregierung oder ein Tolerierungsmodell geben wird, sondern schlicht und einfach: Wird endlich eine zukunftsorientierte Politik gemacht? Die kann es aber nur mit mehr Klimaschutz und mehr Ökologie nicht geben.“

 

Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Verhandlungsdelegationen auf, das bisherige 40-Prozent-Ziel nicht aufzugeben und den Klimaschutz schnell auszubauen. Uwe Hiksch: „Die Sondierer sind anscheinend vor der Kohlelobby eingeknickt. Mit einer verantwortungsvollen Umwelt- und Wirtschaftspolitik hat dies nichts zu tun.“

 

Die NaturFreunde Deutschlands fordern von der neuen Bundesregierung:

  • Die Einhaltung des 40-Prozent-Zieles bis 2020. Hierfür müssen bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Gigawatt der dreckigsten Kohlekraftwerke von Netz genommen werden.
  • Die Verabschiedung eines verbindlichen Kohleausstiegsgesetzes, das alle deutschen Kohlekraftwerke bis spätestens 2025 vom Netz nimmt und keinerlei Vergrößerung und Neuerschließung von Braunkohletagebauen zulässt.
  • Die Rücknahme der Verschlechterungen der Einspeisebedingungen.
  • Die Auflage eines 100.000-Häuserprogramms zur Energieeinsparung mit dem Ziel, eine sozial verträgliche Energieeinsparung umzusetzen.
  • Die beschleunigte Förderung des Ausbaus von dezentralen Bürger-Windenergieanlagen und die beschleunigten Förderung von Fotovoltaikanlagen bei Aufgabe der sogenannten Ausbaukorridore. Der Ausbau einer dezentralen erneuerbaren Energieversorgung muss ohne jegliche Obergrenzen gefördert werden.
  • Die Erhebung der EEG-Umlage von allen Stromverbrauchern, beziehungsweise die Beendigung von Ausnahmeregelungen für die sogenannten „energieintensiven Unternehmen“.
  • Die grundlegende Erneuerung der Mobilität, insbesondere den Ausbau der öffentlichen Verkehrssysteme.
  • Ein Programm zum Aufbau einer ökologischen Infrastruktur im Umfang von jährlich mindestens 20 Milliarden Euro.

netzwerk cuba nachrichten vom 06.01.2018

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

der newsletter zum Wochenende.

 

Raúl empfing die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik

In herzlicher Atmosphäre konstatierten sie den günstigen Verlauf der Beziehungen zwischen Kuba und der Europäischen Union sowie deren Entwicklungsperspektiven nach dem kürzlich erfolgten provisorischen Inkrafttreten des Abkommens über Politischen Dialog und Kooperation

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-05/raul-empfing-die-hohe-vertreterin-der-europaischen-union-fur-aussen-und-sicherheitspolitik

 

«Eine Demonstration des guten Willens und gegenseitigen Respekts»

Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, führte offizielle Gespräche mit dem kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla

Autor: Dayron Rodríguez Rosales | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-05/eine-demonstration-des-guten-willens-und-gegenseitigen-respekts

 

Die USA stehen mit ihrer Kuba Politik einsamer denn je da

Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik versicherte in Havanna zum Abschluss ihres offiziellen Besuches, dass der Block vorhabe, die Beziehungen zu Kuba zu erweitern

Autor: Dayron Rodríguez Rosales | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2018-01-05/die-usa-stehen-mit-ihrer-kuba-politik-einsamer-denn-je-da

 

Kooperation statt Isolation

EU-Außenbeauftragte Mogherini grenzt sich bei Kuba-Besuch von USA ab und setzt dafür auf Dialog mit dem sozialistischen Land

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/artikel/324711.kooperation-statt-isolation.html

 

Mogherini: Kuba steht nicht allein vor der Blockade

„Unabhängig von den politischen Veränderungen in Washington ist die Botschaft, die ich überbringe die, dass die Beziehung der EU (mit Kuba) solide, stabil und verlässlich sind“, sagte die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini.

Autor: Dayron Rodríguez Rosales | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-04/m-ogherini-kuba-steht-nicht-allein-vor-der-blockade

 

Kalte Winde wehen über Kuba

Das Zentrum für Wetterprognose INSMET kündigte für Freitag Abend starke Bewölkung für den größten Teil des Archipels mit gelegentlichen Regenfällen an

Autor: Redaktion Digital | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-05/kalte-winde-wehen-uber-kuba

 

Auf der Suche nach dem Fortschritt ohne die Identität zu verlieren

Wenige Tage vor dem siebten Jahrestag der Gründung Mayabeques kann die jüngste Provinz Kubas Fortschritte bei Projekten aufweisen, die unerlässlich für ihre Entwicklung sind

Autor: Alberto G. Walon | nacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-05/auf-der-suche-nach-dem-fortschritt-ohne-die-identitat-zu-verlieren

 

Armut in Lateinamerika und der Karibik: neuer Rückschritt?

Vier von zehn Haushalten in Lateinamerika und der Karibik sind wirtschaftlich verwundbar und 30,7 % der Einwohner der Region lebt unter Bedingungen des Elends

Autor: María Julia Mayoral | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2018-01-03/armut-in-lateinamerika-und-der-karibik-neuer-ruckschritt

 

Nationalprogramm für Nanowissenschaft und Nanotechnologie vorgestellt

Auf einer Pressekonferenz wurde mitgeteilt, dass Santiago de Cuba der Austragungsort der Zentralen Veranstaltung zum alljährlich am 15. Januar begangenen Tag der Kubanischen Wissenschaft sein wird

Autor: Orfilio Peláez | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-03/nationalprogramm-fur-nanowissenschaft-und-nanotechnologie-vorgestellt

 

Ein Internet mit Billigroutern und ohne Porno

Die Nutzung des Internets in Kuba ist schwierig und exorbitant teuer. Forscher untersuchten nun erstmals das selbstgestrickte Internet in der Hauptstadt Havanna.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

https://www.golem.de/news/snet-in-kuba-ein-internet-mit-billigroutern-und-ohne-porno-1801-131945.html

 

Cuba: das US-Imperium und Trump als Nachbarn

  1. Januar 2018 @ 19:00 – 21:00

Einladung zu Vortrag und Diskussion

Am Dienstag, 16. Januar 2018, um 19 Uhr
im Rosa-Luxemburg-Saal im Karl-Liebknecht-Haus, Berlin
(Luxemburg-Platz nahe Alexanderplatz)

http://www.netzwerk-cuba.de/event/cuba-das-us-imperium-und-trump-als-nachbarn/

 

Erfolg für Havanna

Mogherini in Kuba

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/artikel/324651.erfolg-f%C3%BCr-havanna.html

 

Gesundheitsindikatoren in Kuba verbessern sich weiter

Von Edgar Göll amerika21

https://amerika21.de/2018/01/192701/kubas-gesundheitsindikatoren

 

Das Land feiert neuen Jahrestag der Revolution

In Kuba gehen die Feiern zu einem neuen Jahrestag der Revolution weiter, als Anerkennung für sein Volk, das so hart gearbeitet hat.

Autor: Ricardo Alonso Venereo | cultura@granma.cu

http://de.granma.cu/cultura/2018-01-03/das-land-feiert-neuen-jahrestag-der-revolution

 

Die neue Strategie der USA hinsichtlich Unseres Amerika

Die von Präsident Donald Trump vorgestellte Strategie verteidigt die nationalistische Plattform «United States first», was in der Praxis bedeutet «Militärisch-Industrieller Komplex zuerst», um die globale Hegemonie wieder zu erlangen

Autor: Abel González Santamaría | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2018-01-03/die-neue-strategie-der-usa-hinsichtlich-unseres-amerika

 

Cuba kompakt

Kubas afrikanisches Heldenepos
Kubas afrikanisches Erbe
Blockade: Millionen im Bau verloren
Kuba verkündet neue migratorische Maßnahmen
http://www.fgbrdkuba.de/ck/ck2017-12.pdf

 

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Free Mumia Berlin: Rundbrief Januar 2018

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

hier kommen aktuelle Informationen über den seit 1981 gefangenen Journalisten Mumia Abu-Jamal aus Pennsylvania, USA. Zuerst wünschen wir allen Leser*innen ein gutes neues Jahr. Das gleiche wünschen wir auch Mumia und uns selbst, der länderübergreifend vernetzten Solidaritätsbewegung. Die kommenden Wochen können dabei entscheidend sein. Am Mittwoch, den 17. Januar 2018 wird der Berufungskontrollrichter Tucker in einer öffentlichen Verhandlung Erklärungen von der Staatsanwaltschaft aus Philadelphia verlangen, warum sie die Akten von Mumia Abu-Jamal nicht an dessen Verteidigung aushändigt. Wie bereits mehrfach berichtet, steht der ehemalige Stellvertretende Vorsitzende der Staatsanwaltschaft Ron Castille im Verdacht, als späterer Berufungsrichter in einem illegitimen Interessenkonflikt gestanden zu haben, als er RLK 2018 1994 Mumias Berufungsantrag ablehnte. Denn Castille war auch an der Anklage und daraus resultierenden Verurteilung von Abu-Jamal im Jahr 1982 beteiligt und hätte sich deswegen später als Richter aus dem Verfahren heraus halten müssen. Sollte Mumia in dieser Frage Recht erhalten, müsste sein gesamtes Berufungsverfahren wiederholt werden. Dies würde vermutlich weitere Jahre in Anspruch nehmen. Trotzdem wäre es eine realistische Chance für ihn, endlich frei zu kommen. Deshalb mobilisiert die US Solidaritätsbewegung dazu, den Gerichtstermin am 17. Januar genau zu beobachten (mehr hier…). Diese Auseinandersetzung findet zu einem sehr interessanten Zeitpunkt statt. Gerade erst hat mit Larry Krassner ein neuer Bezirksstaatsanwalt die Leitung der Behörde übernommen, der als Strafverteidiger in der Vergangenheit selbst erfolgreich Aktivist*innen aus der Black Lives Matter Bewegung vertreten hat und ausgewiesener Gegner der Masseninhaftierung in den USA ist. Verwunderlich stimmt in diesem Zusammenhang jedoch, dass er neben progressiven Juristen wie Michael Coard ausgerechnet Ron Castille in sein vorläufiges Leitungsteam berufen hat. In wenigen Tagen, am 12. Januar wird Mumias Verteidigung mit Krasner in Kontakt treten, um auf Rechtswidrigkeit der Aktenverweigerung in Mumias Fall hinzuweisen. Dabei wollen sie ihm auch eine internationale Unterschriftenliste überreichen, die die Bedeutung von Mumias Fall weit über Philadelphia hinaus erneut dokumentieren wird (Hier…). Wer hier ebenfalls unterschreiben möchte, kann uns Namen, Funktion, Organisation etc. schicken. Wir leiten das dann noch bis zum Mittwoch, den 10. Januar an die US Solidaritätsbewegung weiter.

Wer am 13. Januar 2018 zur Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin geht, kann dort gegen ca. 13:40 Uhr nicht nur einen Beitrag von Mumia Abu-Jamal hören, sondern uns auch am Infostand besuchen. Es wird dort neben zahlreichen Infos und Büchern zum Thema auch komplett neues Solidaritäts-Merchendise für Mumia geben.

Grüssen möchten wir auch die Gefangenen-Unterstützer*innen in Frankfurt am Main, die seit mehreren Jahren jeden Monat vor dem dortigen US Konsulat die Freilassung von Leonard Peltier, Ana Belen-Montes und Mumia Abu-Jamal fordern. Das nächste Mal werden sie dort am 17. Januar (Mumias Prozesstag) um 18 Uhr demonstrieren (siehe „Termine“ für Details).

  1. Termine
  2. Meldungen aus der Bewegung
  3. Presse
  4. Solidarität mit Gefangenen
  5. Abschaffung der Todesstrafe – überall!

  1. Termine

    mehr hier…

  2. Meldungen aus der Bewegung

    Radio Aktiv Berlin – Podcast, ab ca. 22. Minute: US Reisebericht von Berliner Mumia-Unterstützerin (27.12.2017)

    Philadelphia: Proteste für die Freilassung von Mumia Abu-Jamal – mit Fotos von Joe Piette (12.12.2017)

    Press Release – Dec 8, 2017 by „Mobilisation4Mumia“ Philadelphia

    (Journalists4MAJ) Mumia Abu-Jamal HEALTH UPDATE (Dec. 5, 2017)

    (Radio Aktiv Berlin) Berliner Protest für die Freilassung von Mumia Abu-Jamal (4.12.2017)

    (Video) Greetings to Mumia and the Movement from Berlin (December 3, 2017)

    FREE MUMIA – Free Them ALL! Kundgebungsbericht aus Berlin (3.12.2017)

  3. Presse

    (jw unter „Abgeschrieben“ – bitte runterscrollen) Das bundesweite Free-Mumia-Netzwerk teilte am Montag mit (19.12.2017)

    (Kommunisten.de) Free Mumia: „Das Urteil gegen ihn aufheben und seine Freilassung erreichen“ (09.12.207)

    (metro, Philadelphia) Mumia supporters to rally on 36th anniversary of cop’s death (December 8, 2017)

    (The Legal Intelligencer) Krasner Announces Transition Leadership Team, Including Castille (November 30, 2017)

    (DLF) Manuskript „Schicksalsmaschinen“ Algorithmen erobern das US-Justizsystem (20.6.2017)

  4. Solidarität mit Gefangenen

    (Thomas Meyer-Falk) Die vertrackte Weihnachtsfeier (11.12.2017)

    Ohio: (Prisoner of the Lucasville prison uprising) Greg Curry announces upcoming Transfer and Fundraiser

  5. Abschaffung der Todesstrafe – überall!

    Todesstrafe USA: Neue tödliche Experimente (15.12.2017)

    (Houston Chronicle) For first time in more than 30 years, no Harris County death row inmates executed (De. 4, 2017)

    Todesstrafe in Hessen – Volksentscheid über die Frage der Todesstrafe (3.12.2017)

Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

Free Mumia – Free Them All!

Viele Grüsse
Free Mumia Berlin

netzwerk cuba nachrichten vom 02. 01. 2018

kuba cuba

Liebe Leser_innen,

die ncn-Redaktion wünscht im 60. Jahr der Kubanischen Revolution alles Gute, viel Erfolg und Frieden.

Da es eine Fehlermeldung gab, wird dieser newsletter noch einmal versendet, evt. Doppelsendungen bitte entschuldigen.

 

Ein großes Danke

Nach dem Hurrican „Irma“ hat das Netzwerk Cuba seit dem 12.9. bis zum 29.12.2017 insgesamt 189.211,04 € erhalten.

http://www.netzwerk-cuba.de/2017/09/ein-grosses-danke/

 

Schreiben vom cubanischen Außenhandelsministerium wegen Spenden (Irma)

http://www.netzwerk-cuba.de/2017/12/2478/

 

Unsere Container mit Hilfsgüter für die Hurrikan Opfer in Mayabeque ist schon angekommen, anbei einige Fotos.

Noch mal vielen Dank an alle für die Unterstützung!

http://www.netzwerk-cuba.de/2018/01/unser-container-mit-spenden-ist-in-cuba-angekommen/

 

2018 wird zum Superwahljahr für Lateinamerika und die Karibik

Abstimmungen in Brasilien, Venezuela, Mexiko, Kolumbien, Paraguay, Costa Rica sowie Kuba. Kann die Rechte ihren Vormarsch verteidigen?

Von Harald Neuber amerika21

https://amerika21.de/2018/01/192672/2018-wahlen-lateinamerika-karibik

 

Aktuelles aus und über Kuba
http://www.fgbrdkuba.de/

 

Feiern zum Beginn des 60. Jahres der Revolution in Kuba

Von Harald Neuber amerika21

https://amerika21.de/2018/01/192657/kuba-revolution-jahrestag-60-1959

 

Im 60. Jahr der Revolution

Soziale Gerechtigkeit und kultureller Fortschritt – in Kuba gibt es jede Menge zu feiern

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/artikel/324396.im-60-jahr-der-revolution.html

 

Gesundheits-kennziffern verbessern sich und Lebenserwartung wächst

Kuba weist derzeit die geringste Säuglingssterblichkeit seiner Geschichte auf

Autor: Lisandra Fariñas Acosta | lisandra@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-12-29/gesundheitskennziffern-verbessern-sich-und-lebenserwartung-wachst

 

Schwierige Währung

Solange das Währungs- und Wechselkurssystem und damit die Buchführung aller Wirtschaftssubjekte weiterhin mit zwei Währungen und multiplen Wechselkursen infiziert sind, denen es zudem an einer wirtschaftlichen Grundlage fehlt, wird es unmöglich sein, die Vorteile und Risiken jeglicher Unternehmen und Investitionen in ihrer gerechten Dimension zu messen

Autor: Ariel Terrero | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-12-29/schwierige-wahrung

 

Las falacias en su centro.

Ein Artikel von Enrique Ubierta, cubanischer Philisoph und Journalist, der auch an der Rosa-Luxemburg-Konferenz am 13.1.18 in Berlin (http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/de/konferenz-2018) teilnehmen wird, über aktuelle ideologische Fragen in Cuba. Leider nur auf spanisch.

http://www.netzwerk-cuba.de/2017/12/las-falacias-en-su-centro-por-enrique-ubieta/

 

Wo mit der Revolution ein neues Leben entstand

Das Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Partei und Erster Vizepräsident des Staats- und des Ministerrates Miguel Díaz-Canel Bermúdez zollt den auf der Insel der Jugend erzielten Errungenschaften Anerkennung

Autor: Elba Salazar Cuba | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-12-28/wo-mit-der-revolution-ein-neues-leben-entstand

 

Das Wohngebiet, das uns vereint

Die Komitees zur Verteidigung der Revolution CDR sehen 2018 ihrem IX. Kongress entgegen

Autor: Rosana Zamora Fernández | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-12-27/das-wohngebiet-das-uns-vereint

 

Die Wirtschaft als Herausforderung für die Arbeiterbewegung

Die Herausforderungen für die kubanische Wirtschaft sind die Herausforderungen für die Arbeiterklasse; keine andere Aufgabe ist strategisch wichtiger als diese und ihre Erfüllung wird die Fähigkeit zur Mobilisierung der Gewerkschaften unter Beweis stellen, insbesondere der Grundorganisationen, um die bestehenden Reserven in Bewegung zu bringen

Autor: Nuria Barbosa León | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-12-28/die-wirtschaft-als-herausforderung-fur-die-arbeiterbewegung

 

Gute Erholung des Kaffeeanbaus im Escambray Gebirge

Die 621 Hektar, denen der Hurrikan Irma Schäden zufügte, wurden durch die intensive Arbeit von fünf Forstbrigaden und eine schnelle Neubepflanzung wieder hergestellt

Autor: Julio Martínez Molina | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-12-27/gute-erholung-des-kaffeeanbaus-im-escambray-gebirge

 

Neue Linien für den Passagierverkehr

Fünfzehn neue Kurz- und drei Langstrecken (Havanna –Maisí und Santiago de Cuba – Mayabeque bzw. Artemisa) nehmen demnächst den Betrieb auf. Durch die Eingliederung von einhundert Bussen für den Verkehr zwischen den Provinzen wird das Unternehmen Ómnibus Nacionales den Transportdienst für die Bevölkerung erweitern können.

Autor: Redaktion Nationales | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-12-26/neue-linien-fur-den-passagierverkehr

 

Das NETZWERK CUBA hat jetzt eine Facebook Seite

http://www.netzwerk-cuba.de/2017/12/das-netzwerk-cuba-hat-endlich-eine-facebookseite/

 

Hier sind und bleiben wir, frei, souverän und unabhängig

Rede von Raúl Castro Ruz, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident des Staats- und des Ministerrats, zum Abschluss der zehnten Ordentlichen Tagung der Nationalversammlung der Volksmacht im Kongresspalast, 21. Dezember 2017, „Jahr 59 der Revolution“

Autor: Raul Castro Ruz | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-12-22/hier-sind-und-bleiben-wir-frei-souveran-und-unabhangig

 

Gegen den Rechtstrend

Lateinamerika erlebt gegenwärtig eine politische Wende. Der Widerstand dagegen wird immer stärker

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/artikel/323818.gegen-den-rechtstrend.html

 

Dibujos de Cuba, Outsider Art aus Havanna

Ab Februar präsentieren wir die Ausstellung: Dibujos de Cuba, Outsider Art aus Havanna

http://www.netzwerk-cuba.de/event/dibujos-de-cuba-outsider-art-aus-havanna/

 

EIN BUS FÜR DEN GARTEN

Die FBK unterstützt seit vielen Jahren den Aufbau des Botanischen Gartens in Pinar del Rio (Westkuba). Dieser liegt am äußeren Rande der Stadt. Er dient dem Erhalt und der Sammlung endemischer Pflanzen (Biodiversität), soll Forschungsstätte und Naherholungsgebiet sein und bietet Umwelterziehung für die umliegenden Schulen und Bildungseinrichtungen an.
Was dringend fehlt ist ein Transportmittel!

http://www.netzwerk-cuba.de/2017/12/ein-bus-fuer-den-garten/

 

Raúl Castro tritt als Kubas Staatschef ab

Der kubanische Staatschef Raúl Castro wird im April kommenden Jahres sein Amt abgeben. Der Staatsrat soll dann seinen Nachfolger bestimmen.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/raul-castro-tritt-im-april-ab-100.html

 

Kuba unterzeichnet weiteres Abkommen mit der Harvard-Universität

Von Marcel Kunzmann amerika21

https://amerika21.de/2017/12/192128/kuba-abkommen-harvard

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen vom Projekt Tamara Bunke in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Veranstaltungen des Netzwerk Cubas: http://www.netzwerk-cuba.de/events/

Links zu Terminkalendern: http://www.netzwerk-cuba.de/termine/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

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Trumps Handelspolitik: Mit Protektionismus drohen, um weitere Liberalisierung zu erreichen

04.01.2018

Hans-Böckler-Stiftung

Neue Analyse

Was meint US-Präsident Donald Trump mit „America first“? Will er die USA vom Rest der Welt abschotten? Nein, erklären Wissenschaftler, die in einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie* das bisherige Handeln der Trump-Administration, die in Ansätzen formulierte Handelsagenda, ihre historischen Vorbilder sowie die Kräfteverhältnisse in Politik und Wirtschaft in den USA analysieren. Zentrales Ergebnis: In Wahrheit dürfte die amerikanische Regierung nicht auf Protektionismus aus sein, sondern auf mehr Liberalisierung. Die könnte vor allem der leistungsfähigen US-Digitalwirtschaft zu Gute kommen und Amazon, Google und Co. eine noch stärkere Marktposition einbringen.

Donald Trump wettert gegen den Freihandel. Er kündigt internationale Verträge auf. Und er droht, ausländische Produkte mit hohen Zöllen zu belegen. Es sieht alles danach aus, als wolle der US-Präsident die USA gegen den Rest der Welt abschotten. Doch dieser Eindruck trügt, erklären Prof. Dr. Christoph Scherrer, Elizabeth Abernathy und Kosmas Kotas von der Universität Kassel. Die Experten für politische Ökonomie haben analysiert, welche Strategie die US-Regierung – abseits der Rhetorik – verfolgt.

Die Trumpschen Drohungen dienten vor allem der Einschüchterung, erklären die Wissenschaftler. Wenn der US-Präsident über die angeblich „unfairen“ Handelspraktiken anderer Nationen schimpft, dann gehe es ihm in Wahrheit nicht darum, den Zugang zum US-Markt einzuschränken und Importe zu erschweren. Er wolle die internationalen Handelspartner unter Druck setzen und zu Zugeständnissen zwingen. Die Neuverhandlung von Freihandelsverträgen solle US-Unternehmen den Zugang zu ausländischen Märkten erleichtern. Beobachten lasse sich dieses Muster beispielsweise bei den Verhandlungen um eine Fortführung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta, das Trump zuvor als „schlechtesten Deal aller Zeiten“ kritisiert hatte.

 

–  Nervosität unter Handelspartnern –

Welche Druckmittel hat Trump in der Hand? Die USA haben ein riesiges Handelsbilanzdefizit angehäuft, sie importieren weit mehr, als sie exportieren. Im Jahr 2016 lag das Defizit im Handel mit Waren bei fast 800 Milliarden Dollar (siehe auch die Infografik im Böckler Impuls; Link unten). Allein gegenüber Deutschland, dem Trump vorwirft, es manipuliere den Euro, um günstiger exportieren zu können, entstand ein Defizit von mehr als 60 Milliarden Dollar. Das stelle nicht zwangsläufig ein Zeichen von Schwäche dar, erklären die Wissenschaftler. Denn hinter den großen Mengen, die die Amerikaner importieren, stecke eben auch eine immense Kaufkraft. Länder wie China, Deutschland oder Mexiko seien darauf angewiesen, dass Amerikaner ihre Produkte kaufen. Mit der Drohung, den Zugang zum US-Markt zu beschränken, sorge Trump zuerst für Nervosität unter den Handelspartnern, um sie anschließend in Verhandlungen gefügig zu machen. „Mit dem größten Markt und dem höchsten Handelsbilanzdefizit sind die USA in einer starken Position gegenüber anderen Nationen“, schreiben die Experten. Nur die Europäische Union könne dem etwas entgegen setzen – aus diesem Grund verhandele Trump lieber mit den einzelnen Mitgliedstaaten als mit der EU.

 

– Parallele zur Politik von Ronald Reagan –

Dass ein US-Präsident ein hohes Handelsbilanzdefizit als Waffe in einem weltweiten Handelskrieg einsetzt, ist nicht neu: Ronald Reagan habe in den 1980er-Jahren ebenfalls mit der Abschottung des US-Marktes gedroht, erklären Scherrer, Abernathy und Kotas. Der Entwurf für ein neues Handelsgesetz sah damals einen 25-prozentigen Zusatzzoll für all jene Länder vor, die einen hohen Überschuss im Handel mit den USA erzielten und zugleich ihre Märkte mit „unfairen“ Handelsbarrieren schützten. Gemeint war vor allem Japan. Von diesen ursprünglichen protektionistischen Forderungen blieb im letztlich verabschiedeten Außenhandelsgesetz wenig übrig. Dafür räumte das Gesetz dem Präsidenten weitreichende Befugnisse ein, Verhandlungen über Zölle und über nicht-tarifäre Handelshemmnisse zu führen – und damit andere Länder unter Druck zu setzen. Die US-Regierung nutzte dies für unilaterale Sanktionen gegen Handelspartner, die sie beschuldigte, ihre Märkte nicht in ausreichendem Maße geöffnet zu haben. Reagan sei damit das handelspolitische Vorbild für Trump, schreiben die Forscher.

Auch in der Trade Agenda 2017, die die handelspolitische Strategie der aktuellen US-Regierung skizziert, liege die Betonung auf dem „Niederreißen von unfairen Handelsbarrieren auf anderen Märkten“. Es sollten „alle möglichen Hebel zur Öffnung fremder Märkte“ in Bewegung gesetzt werden, heißt es darin. An die Stelle multilateraler Verhandlungen sollten bilaterale Verhandlungen treten. Auch wenn die Trade Agenda an vielen Stellen vage bleibt, so macht sie doch klar, welche Ziele die USA mit ihrer Handelspolitik verfolgen: An erster Stelle stehe die Sicherung des geistigen Eigentums amerikanischer Unternehmen. Auf der Prioritätenliste folgten der ungehinderte Datenfluss und die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen. Davon dürften vor allem IT-Firmen aus den USA profitieren, deren Geschäftsmodelle auf der weltweiten Verarbeitung von Daten beruhen. Die Handelsagenda benennt außerdem die Praktiken, die angeblich US-Unternehmen schädigen: Subventionen ausländischer Regierungen, das Verhalten von Unternehmen in Staatsbesitz und Währungsmanipulation.

„Die Trump-Präsidentschaft steht noch am Anfang und in vielerlei Hinsicht stark unter Druck. Deshalb bleibt die Bewertung ihrer handelspolitischen Agenda unter Vorbehalt“, schreiben die Autoren. Gleichwohl gebe es klare Indizien dafür, dass Trump zwar mit Protektionismus droht, die „America-First-Strategie“ tatsächlich aber auf den Zugang für Amerikas technologisch führende Firmen zu anderen Ländern abzielt, also letztlich auf mehr Liberalisierung.

 

– Dominante Digitalwirtschaft –

Was bedeutet das für die deutsche Wirtschaft? Die deutsche Exportindustrie müsse keinen allgemeinen Protektionismus fürchten, schreiben Scherrer, Abernathy und Kotas. Wenn, dann würden protektionistische Maßnahmen eher selektiv zum Schutz besonders betroffener und politisch wichtiger Industriezweige wie Kohle und Stahl angewendet. Die deutsche Autoindustrie sei hingegen nicht ohne Verbündete in den USA. Zum einen lehnten auch die amerikanischen Hersteller generelle Beschränkungen des Handels ab. Zum anderen könnten die deutschen Konzerne mit politischer Unterstützung in den Bundesstaaten rechnen, in denen sie Werke betreiben. Von den mehr als 850 000 Autos, die deutsche Autobauer 2016 in den USA hergestellt haben, wurden fast zwei Drittel exportiert. Die deutschen Unternehmen tragen damit zum Exporterfolg der USA bei. Die Situation für die deutsche Chemieindustrie in den USA sei ähnlich, so die Forscher.

Allerdings könnte es für deutsche und europäische Unternehmen in einem anderen Bereich ungemütlich werden. Im Windschatten der Trumpschen Handelspolitik könnte die jetzt schon „äußerst konkurrenzfähige US-amerikanische digitale Wirtschaft“ ihre Dominanz weiter ausbauen. „Im Bereich des Online-Handels, der stark vom amerikanischen Konzern Amazon dominiert wird, kann dies nicht nur Folgen für deutsche Handelsfirmen haben, sondern auch für Anbieter von Gütern und Dienstleistungen, indem sie in Abhängigkeit der amerikanischen Verkaufsplattformen geraten“, erklären die Experten. Und auch die Beschäftigten in öffentlichen Unternehmen seien durch Trumps Strategie bedroht, da die USA in Handelsverhandlungen eine Öffnung des öffentlichen Sektors fordern.

 

*Christoph Scherrer, Elizabeth Abernathy, Kosmas Kotas: Trumps handels- und industriepolitische Agenda: Mehr Liberalisierung, Working Paper der Forschungsförderung in der Hans-Böckler-Stiftung Nr. 53, Dezember 2017

Download: https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_053_2017.pdf

 

Infografik zum Download: https://www.boeckler.de/fotostrecke_boeckler_impuls-r.htm?id=112020&chunk=1