Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für 15. Februar 2016

netzwerk cuba nachrichten vom 2.2.2016

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

ein neuer Brief mit dem Schwerpunkt des Frankreichbesuchs von Raúl Castro

 

Volles Programm

Kubas Präsident Raúl Castro in Paris: Neue Etappe in den Beziehungen zwischen EU und Havanna

Von Volker Hermsdorf

http://www.jungewelt.de/2016/02-02/027.php

 

Raúl Castro in Paris

Kubanischer Präsident ist zu Staatsbesuch in Frankreich eingetroffen

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/2016/02-01/028.php

 

Kubas Präsident Raúl Castro zu Staatsbesuch in Frankreich empfangen

Von Vilma Guzmán

amerika21

https://amerika21.de/2016/01/142177/raul-castro-besucht-frankreich

 

Unsere Länder sind durch historische und kulturelle Beziehungen und durch tiefe Bande der Freundschaft verbunden

Presseerklärung von Präsident Raúl Castro anlässlich des Staatsbesuchs in der Französischen Republik

Autor: Raúl Castro Ruz | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2016-02-01/unsere-lander-sind-durch-historische-und-kulturelle-beziehungen-und-durch-tiefe-bande-der-freundschaft-verbunden

 

Regionalorganisationen Celac und OAS ringen in Haiti um Führungsrolle

Beide Organisationen entsenden Delegationen nach Port-au-Prince. Streit um Einfluss der USA in Lateinamerika und Karibik. Proteste gegen OAS

Von Harald Neuber

amerika21

https://amerika21.de/2016/01/142192/haiti-celac-oas-wahlen-2016

 

Mehr Organe gespendet

Zur Zeit besitzt Kuba 51 Krankenhäuser, die dafür ausgestattet sind, zusammen mit 10 Zentren für die Organtransplantation den Prozess der Organspende durchzuführen

Autor: Iris de Armas Padrino | nacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-01/mehr-organe-gespendet

 

Kuba hält die Aufrechterhaltung der lateinamerikanischen und karibischen Integration für wesentlich

In der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (Celac) haben wir die Prinzipien und Mechanismen, um dies zu erreichen, hob der Erste Vizepräsident Kubas, Miguel Díaz-Canel, hervor

Autor: Redacción Internacional | internacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2016-01-28/kuba-halt-die-aufrechterhaltung-der-lateinamerikanischen-und-karibischen-integration-fur-wesentlich

 

Kubas Jugend ehrt Martí mit Pechfackelmarsch

Präsident Raúl Castro in vorderster Reihe

Autor: Karina Marrón González | karina@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-01-28/kubas-jugend-ehrt-marti-mit-pechfackelmarsch

 

Es gibt immer viel mehr was uns vereint als was uns trennt

In seinen einführenden Worten zum IV. Celac Gipfel sagte der Präsident Ecuadors Rafael Correa, dass unter den Mitgliedern eine Übereinstimmung herrsche, was die Prinzipien angehe, die sie verteidigen

Autor: Redacción Internacional | internacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2016-01-28/es-gibt-immer-viel-mehr-was-uns-vereint-als-was-uns-trennt

 

USA lockern Teile der Blockade gegen Kuba

Von Michael Wögerer

amerika21

https://amerika21.de/2016/01/141898/lockerung-blockade-kuba

 

Kubas Jugend marschiert mit Raúl Castro (+ Video)

https://cubaheute.wordpress.com/2016/01/29/kubas-jugend-marschiert-mit-raul-castro/

 

Die Zeit der Gegenreform

Die Niederlage der Linken Venezuelas im regionalen Kontext des Rollbacks

Von Günter Pohl |  Ausgabe vom 25. Dezember 2015

http://www.unsere-zeit.de/de/4752/hintergrund/1550/Die-Zeit-der-Gegenreform.htm

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

NaturFreunde: Wie sanierungsbedürftig sind fünf Millionen Einfamilienhäuser?

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WISO-Beitrag zur Dioxinbelastung, Empfehlung des Umweltministeriums: lüften

Berlin, 14. Februar 2016 – Fünf bis sechs Millionen Häuser in Deutschland mussten ehemals gültigen Normen zufolge mit bioziden Holzschutzmitteln behandelt werden. Raumluft-Messungen in einem Dachstuhl wiesen kürzlich extrem hohe Nervengift-Werte sowie Dioxinbelastungen nach. Das Gebäude wurde zum Sanierungsfall. Das Problem: Dachstühle werden mittlerweile gedämmt und die Schadstoffe damit luftdicht verpackt. Der Bundesfachbeirat Umweltschutz und Normung der NaturFreunde Deutschlands informierte die Bundesregierung über das Problem, das Umweltministerium wiegelte jedoch ab: Man sehe keinen Handlungsbedarf, empfehle aber vorsorgliches Lüften. Das ZDF berichtet in der Sendung WISO am Montag, dem 15. Februar 2016 um 19:25 Uhr.

2015 wurden bei Messungen eines Wohnhauses in der Nähe von Bremen extrem hohe Belastungen unter anderem durch Polychlorierte Naphthaline (PCN), Pentachlorphenol (PCP) sowie Lindan gefunden – 60 Jahre nach der Anwendung entsprechender Holzschutzmittel. Die ebenfalls gemessenen Dioxinwerte – einem der giftigsten Stoffe, den die Menschheit jemals geschaffen hat – rissen sogar den NATO-Grenzwert für Kampfstoffe. Das untersuchte Haus wurde zum Sanierungsfall und mittlerweile zur Hälfte abgerissen.

Das größte Umweltstrafverfahren der deutschen Justizgeschichte

Dieses Schicksal dürfte fünf bis sechs Millionen weitere Gebäude in der Bundesrepublik betreffen, denn zwischen den Jahren 1956 und 1989 mussten nach rechtsgültigen Normen alle damals neu erstellten Gebäude mit bioziden Holzschutzmitteln behandelt werden. Die Verwendung dieser lebensabtötenden Holzschutzmittel führte in den 80er Jahren im sogenannten Xylamon-Prozess zum größten Umweltstrafverfahren der deutschen Justizgeschichte.

So gefährlich sind die Holzschutzmittelbestandteile

Die stark gesundheitsschädlichen Holzschutzmittelbestandteile PCP, PCN und Lindan können zur Reizung der Schleimhäute, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschwäche und in schweren Fällen zu Überhitzung, Krampfanfällen und Atemlähmung führen. Bei langfristiger Exposition können Gewichtsverlust, Leber-, Nieren- und Knochenmarkschäden auftreten.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation hat Lindan erst im Juni 2015 als „krebserregend bei Menschen“ eingestuft. Lindan steht ferner im Verdacht, bei Überschreitung der Normalwerte Veränderung der inneren Organe, der Blutbildung, Multiple Sklerose oder Nervenschädigungen auslösen zu können. Betroffen sind auch Hausbewohner, die dem als Holzschutzmittel verwendeten Lindan über die Atemluft ausgesetzt sind.

Dämmung schließt Nervengifte luftdicht ein

Bedenkt man nun, dass diese Häuser derzeit mit milliardenschweren Förderprogrammen gedämmt und damit luftdicht abgeschlossen werden und dass sich durchschnittliche Bundesbürger zu mehr als 80 Prozent in Innenräumen aufhalten, wird die Problemlage klar.

Das Umweltministerium erklärte zwischenzeitlich auf Nachfrage, man habe keine Kenntnisse über Dioxine in Holzschutzmitteln und sehe keinen Handlungsbedarf, aber man könne ja lüften. Dabei weist das Umweltbundesamt online selbst darauf hin, dass PCP häufig mit Dioxin verunreinigt sei. Zudem darf man bei solchen Dioxinwerten überhaupt nicht lüften. Das verbietet die sogenannte „TA Luft“ des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, die die Reinheit der Außenluft regelt. Die durch die Holzschutzmittel verunreinigte Luft ist schlicht zu giftig für die Außenluft. Warum also taktiert das Umweltministerium?

Ist die Wärmeschutzverordnung betroffen, werden die Xylamon-Akten sicher verwahrt?

Der Bundesfachbeirat Umweltschutz und Normung fragte die Bundesregierung unter anderem auch, ob die Förderbedingungen für Dämmungen zukünftig ein vorheriges Schadstoffscreening vorsehen sollen und ob bis zur Klärung dieser Problematik die Wärmeschutzverordnung vorläufig außer Kraft gesetzt werden wird. Zudem: Werden die hier sicherlich auch relevanten Akten aus dem Xylamon-Prozess sicher verwahrt?

Auch hier antwortete die Bundesregierung nicht zum Verbleib der bundeseigenen Akten, sondern erwähnte nur die der Staatsanwaltschaft, die in Wiesbaden im hessischen Staatsarchiv verwahrt werden.

Der ZDF-WISO-Beitrag am Montag, dem 15. Februar.2016 um 19:25 Uhr dürfte der Aufklärung des Problems einen neuen Schub verleihen. Denn die Betroffenen müssen über die immensen Gefahren aufgeklärt werden und brauchen Unterstützung bei der Sanierung.

Breite gesellschaftliche „Allianz für Weltoffenheit“ gegründet

Pressemitteilung

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Die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ hat sich am Donnerstag in Berlin vorgestellt. In einem gemeinsamen Aufruf appellieren die zehn Allianzpartner, angesichts der aktuellen Herausforderungen, demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren sowie Hass und Intoleranz entschieden entgegenzutreten. Der Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist nachlesbar unter http://www.allianz-fuer-weltoffenheit.de

Zu dem breiten gesellschaftlichen Bündnis gehören die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Deutsche Kulturrat, der Koordinationsrat der Muslime, der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Olympische Sportbund sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sagte: „Die deutsche Wirtschaft tritt für ein weltoffenes Europa ein, in dem ausnahmslos jeder Mitgliedstaat die Menschenwürde und unsere demokratischen Grundwerte schützt. Menschen, die nach Europa flüchten, weil sie in ihrer Heimat an Leib und Leben bedroht sind, müssen hier Zuflucht erhalten. Das ist aber nur möglich, wenn jene Menschen, die nicht von Verfolgung und Gewalt bedroht sind, auch in ihre Heimatstaaten zurückgeführt werden. Asylsuchende mit Bleibeperspektive müssen ihren Beitrag leisten, damit ihre Integration gelingt. Sie müssen die grundlegenden Werte und Regeln unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens uneingeschränkt anerkennen.“

Für die Deutsche Bischofskonferenz sagte Erzbischof Heiner Koch: „Wer mit Worten oder Taten zur Ausgrenzung und Herabsetzung von Flüchtlingen und Migranten beiträgt, der kann sich nicht auf das Christentum berufen. Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass stehen nicht nur im klaren Widerspruch zu den Werten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sondern zeugen letztlich immer von einer tiefen Missachtung der christlichen Botschaft.“

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte für den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland: „Gerade in schwierigen Zeiten muss die Gesellschaft sich für ihre Schwächsten einsetzen. Deshalb engagieren sich Christinnen und Christen überall im Land für die Versorgung und Integration von Flüchtlingen. In der ‚Allianz für Weltoffenheit‘ sind wir Teil eines breiten Bündnisses gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit – jenseits von politischen Standpunkten. Deutschland ist ein weltoffenes Land, dessen Verantwortungshorizont nicht an den eigenen Grenzen endet.“

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund sagte sein Vorsitzender Reiner Hoffmann: „Bildung, Ausbildung und Arbeit sind der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Das gilt für Flüchtlinge und Einheimische gleichermaßen. Integration war noch nie zum Nulltarif zu haben, aber jetzt treten die Herausforderungen deutlicher hervor. Wir brauchen heute Investitionen in öffentliche Infrastruktur, Bildung, Personal und bezahlbaren Wohnraum. Sie werden sich Morgen und Übermorgen für uns alle auszahlen.“

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Mark Dainow, sagte: „Wir unterstützen die Ziele der Allianz für Weltoffenheit aus tiefster Überzeugung, denn die jüdische Gemeinschaft setzt sich stets für Werte wie Toleranz, Respekt und den Schutz von Minderheiten ein. Ebenso ist die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus ein wesentlicher Bestandteil des Wertesystems unserer Gesellschaft. Dieses Wertesystem sollte jeder, der dauerhaft hier lebt, nicht nur akzeptieren, sondern auch fördern.“

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Kulturelle Vielfalt heißt nicht Beliebigkeit, sondern Respekt vor anderen Kulturen und Neugier darauf und zugleich selbstbewusstes Eintreten für eigene kulturelle Traditionen und Werte. Es bedeutet die kulturellen Gemeinsamkeiten zu sehen, ohne das Trennende aufheben zu wollen. Kulturelle Vielfalt leben stellt eine der größten Herausforderung unserer Zeit dar.“

Für den Koordinationsrat der Muslime sagte sein Sprecher Zekeriya Altuğ: „Nächstenliebe und Barmherzigkeit kennen keine Obergrenzen. Besonders dann nicht, wenn Menschen in höchster Not sind. Dafür müssen wir alle gemeinsam – Muslime wie Christen oder Juden – einstehen, ohne Wenn und Aber! Die Polarisierung unserer Gesellschaft bereitet uns als Deutschen Muslimen sehr große Sorge. Diese Zwietracht verdeckt zum einen die immense Hilfsbereitschaft und den sehr starken Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Auf der anderen Seite verhindert sie, dass wir die Chancen wahrnehmen, die auch die Zuwanderung für unsere Zukunft bietet. Wir müssen nur bereit sein, diese Zukunft auch gemeinsam aufzubauen.“

Als Vertreter des Deutschen Naturschutzrings sagte sein Präsident Kai Niebert: „Wir beobachten mit Sorge, wie die Debatte um Menschen in Not zunehmend ausgenutzt wird, um die Grenze des Akzeptablen in Richtung Hass und Gewalt zu verschieben. Die im Grundgesetz verankerten Werte und Pflichten gelten für alle: für Schutzsuchende, aber auch für die so genannten besorgten Bürger. Hass und Obergrenzen haben dort keinen Platz. Unsere Allianz von mehr als 50 Millionen Menschen begreift sich als Aufstand der Anständigen für ein nachhaltiges, offenes und tolerantes Deutschland in Europa.“

Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund sagte: „Sport ist international, spricht alle Sprachen und ist grenzenlos. So leistet er einen Beitrag zur Völkerverständigung, denn alle spielen nach den gleichen Regeln. Der DOSB bekennt sich zu einem offenen und gastfreundlichen Deutschland und zu seiner integrationspolitischen Verantwortung. Sportdeutschland und die über 90.000 Sportvereine stärken mit ihrem verlässlichen Engagement den Zusammenhalt in der Gesellschaft, bieten geflüchteten und zum Teil traumatisierten Menschen Freude und Gemeinschaftserlebnisse und öffnen so Türen in unsere Gesellschaft.“

Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Rolf Rosenbrock, sagte: „Aufnahme und Integration der Geflüchteten: Dieser Herausforderung stellt sich die Freie Wohlfahrtspflege, vom ersten Tag an bis heute, mit Engagement und Empathie. Zusammen mit hunderttausenden ehrenamtlich Tätigen, darunter sehr viele Migrantinnen und Migranten. Darin zeigt sich die Kraft des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit dieser Kraft und klugen Konzepten kann Inklusion gelingen – zum Wohle aller.“

Deutscher Kulturrat: CETA: Klarheit über Ratifizierungsprozess erforderlich

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Pressemitteilung

Minister Gabriel muss klarstellen, dass CETA auch dem Deutschen Bundestag zur Ratifizierung vorgelegt werden muss

Berlin, den 12.02.2016. In Brüssel kursieren derzeit Gerüchte, dass die EU-Kommission plant, das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada, CETA, als reines Handelsabkommen zu betrachten. Das würde bedeuten, dass das CETA-Abkommen nur vom Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat ratifiziert werden müsste und die Parlamente der EU-Mitgliedstaaten nicht beteiligt würden.

Ein solches Vorgehen widerspricht den bisherigen Zusagen der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat selbst ein unabhängiges Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, dass sich unter anderem mit der Frage befasst, ob die nationalen Parlamente CETA zustimmen müssen. Die Antwort des Gutachters war klar und eindeutig: die nationalen Parlamente der EU-Mitgliedstaaten müssen einem so umfassenden Abkommen mit einer hohen Regelungstiefe zustimmen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Die Bundesregierung, speziell Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, MdB, muss jetzt klarstellen, dass der Deutsche Bundestag über CETA beraten und an der Ratifizierung beteiligt wird. Da im Vertrag auch Kulturfragen geregelt werden, muss auch der Bundesrat einbezogen werden. Jetzt muss Klarheit über den Ratifizierungsprozess geschaffen und nicht durch die Hintertür die Entscheidungskompetenz des Deutschen Bundestags und des Bundesrats beschnitten werden.“

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