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Archiv für 26. Juli 2015

Solidarität mit dem friedlichen Protest gegen die Kohle

antikohle Jänschwalde
Ein deutliches Zeichen gegen Kohlekraft ist jetzt nötig
(15. Juli 2015)

Das Verbrennen von Kohle ist eine der Hauptursachen des globalen Klimawandels. Unter dessen katastrophalen Folgen, Dürre und Hunger, Artensterben, Wetterextremen und Überflutungen leiden Millionen Menschen, besonders im Süden der Welt, viele müssen bereits heute fliehen. Internationale Klimaverhandlungen, wie COP21 in Paris bleiben letztlich erfolglos, solange Kohle, Öl und Gas weiter gefördert werden. Deshalb haben in den vergangenen Jahren viele Menschen weltweit das Heft des Handelns selbst übernommen. Sie haben gemeinsam hunderte Kohlekraftwerke verhindert und fordern den Ausstieg aus dem Kohleabbau.
Das Rheinische Braunkohlerevier ist Symbol der Zerstörungen durch Kohle und des lebendigen Widerstands dagegen. Mit vier großen Braunkohlekraftwerken stehen in der die Region einige der größten CO2-Schleudern Europas. Die Tagebaue schlucken Ortschaften und Wälder, zerstören Grundwasser, ihr giftiger Staub weht bis in die Großstädte. Dagegen wehren sich seit langer Zeit Menschen vor Ort ebenso wie Umweltverbände und andere Organisationen. Sie haben das Rheinland zum Ort unterschiedlicher Proteste gemacht. Viele fordern einen nachhaltigen Strukturwandel für die Kohlereviere und zukunftsfähige Arbeitsplätze statt Kohleindustrie. Viele verstehen sich als Teil einer globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit.
Trotz massiver Gefahren der Klimaveränderung und gegen alle Proteste halten die Energiekonzerne unbeirrt an der Kohleförderung und -verstromung fest. Auch die Signale aus Bundes- und Landesregierungen sind völlig unzureichend, um eine Umkehr einzuleiten. Wir fordern weiterhin die politischen Entscheidungsträger auf, jetzt rasche Schritte zum Kohleausstieg zu beschließen. Aber selbst die geplante „Kohleabgabe“ für die dreckigsten Kraftwerke wurde auf Druck der Kohlelobby zurückgenommen.
Wir, die unterzeichnenden Organisationen, sind erschüttert über diese Politik und die existenzielle Gefährdung von weltweit Millionen Menschen durch den Klimawandel. Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen.
Der Konsens der Kampagne „Ende Gelände“ betont Sicherheit und Transparenz für alle Beteiligten und schließt die Zerstörung von Infrastruktur und eine Gefährdung von Menschen durch die Aktion aus. Ziviler Ungehorsam gegen existenzielle Gefahren und Missstände hat eine lange und bedeutende demokratische Tradition. So würde es ohne den – auch ungehorsamen – Widerstand gegen Atomkraft keinen Atomausstieg geben.
„Ende Gelände“ ist aufrüttelndes Signal zum Ausstieg aus einer zerstörerischen Technologie, für den globalen Erhalt der Umwelt und für gelebte Solidarität mit unseren Mitmenschen weltweit, insbesondere denen, die schon heute vom Klimawandel bedroht sind. Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle.

Die Solidaritätserklärung wurde unterzeichnet von folgenden Organisationen:
Attac Deutschland
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Bund für Umwelt und Naturschutz, Landesverband NRW (BUND NRW)
Campact
NaturFreunde Deutschlands
PowerShift
Robin Wood
Urgewald

netzwerk cuba nachrichten vom 04.08.2014

kuba cuba

Liebe Leser_innen,

hier zwei wichtige Hinweise, vor allem für die Freund_innen aus Berlin, bzw. aus dem Westen, aber nicht nur:

Ausstellungseröffnung: Fidel es Fidel
Dienstag, 12. August 2014, 19:00 Uhr
ART Stalker, Kaiser-Friedrich-Str. 67, 10627 Berlin

Eröffnung der Fotoausstellung „Fidel ist Fidel“ des renommierten kubanischen Fotografen Roberto Chile

19:00 Uhr Begrüßungscocktail auf Einladung von der Botschaft von Kuba und der Galerie „Art Stalker“.
19:50 Uhr Begrüßung von Jenifer Spruß, Direktorin der Galerie „Art Stalker”. (In Deutscher Sprache)
19:52 Uhr Grußworte der Kuratorin Ada María de Boer.(In deutscher Sprache)
19:55 Uhr Dankesworte vom Herrn Héctor Corcho Morales, Beauftragter für kulturelle Angelegenheiten der kubanischen Botschaft in Deutschland (Wird ins Deutsche gedolmetscht)
20.00 Uhr Videobotschaft von Roberto Chile aus Havanna. (Mit Übersetzung in Deutsch)
20:30 Uhr Kubanische Musik
Veranstalter: ART Stalker

Fiesta Moncada
Samstag, 16. August 2014, 15:00-20:00 Uhr
Botschaft der Republik Cuba, Außenstelle Bonn, Kennedyallee 22-24, 53175 Bonn

Die 21. Fiesta Moncada findet diesmal aus Termingründen mit einigem zeitlichen Abstand zum cubanischen Nationalfeiertag, der bekanntlich am 26. Juli begangen wird, statt:

Das Kulturprogramm wird bestritten von den Musikgruppen Habana Open und Vaivén Cubano sowie der Solo-Sängerin Mirtha Junco Wambrug.

Die Fiesta Moncada ist den drei noch in den USA unschuldig inhaftierten Cuban 5 gewidmet. Der Erlös unseres Festes wird dem Solidaritätskomitee »Basta Ya!« für den Kampf um ihre Freilassung gespendet.
Der Eintritt ist kostenlos.
Flyer: 21. Fiesta Moncada in Bonn
Veranstalter sind in diesem Jahr neben der cubanischen Botschaft:
Cuba-Hilfe-Dortmund, DKP Kuba-AG, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. (Bundesvorstand, Regionalgruppen Bonn, Essen, Köln), Humanitäre-Cuba-Hilfe und die SDAJ.

und von Josie und Dirk haben wir die folgenden Infos erhalten

  1. August 2014: Laut eines AP-Artikels, der heute in mehreren US-amerikanischen Zeitungen [u.a. in Washington Post] erschien, habe die Obama-Administration junge Leute aus Lateinamerika nach Kuba geschickt, um dort unter dem Deckmantel von Gesundheits- und zivilen Programmen politischen Wandel zu provozieren. Die heimliche Operation sei besonders nach der Verhaftung von Alan Gross gefährlich für die jungen Leute gewesen.
    Schon seit 2009 habe die USAID in Venezuela, Costa Rica und Peru Leute rekrutiert, um sie in der Hoffnung, dass sie dort eine Rebellion auslösen, nach Kuba zu schicken. Sie seien dann durch die Insel gereist, um Leute auszukundschaften, die sie zu politischen Aktivisten umdrehen könnten.
    In einem Fall hätten sie zur Tarnung einen Arbeitskreis zur HIV-Prävention gegründet, den Memos als „perfekte Ausrede“ bezeichneten. Aber laut AP seien ihre Bestrebungen voller Inkompetenz und Risiken gewesen. Ein Teilnehmer habe gesagt, er habe ein 30-minütiges Seminar darüber erhalten, wie er den kubanischen Geheimdienst umgehen könne. In einem AP vorliegenden Memo habe es geheißen: „Obwohl es keine absolute Sicherheit gibt, vertraue darauf, dass die Beamten nicht versuchen werden, dir körperlich zu schaden, sie wollen nur einschüchtern. Denk daran, dass die kubanische Regierung versucht, negative Medienberichte zu vermeiden, also kommt ihnen ein geschlagener Ausländer nicht gelegen.“
    Insgesamt seien etwa ein Dutzend junge Leute involviert gewesen, die mit einem Hungerlohn von 5,41 US-$ pro Stunde abgespeist worden seien.
    (Quelle: Washington Post vom 4. August 2014)
  2. August 2014: Im Zuge der Aktion, am 5. jeden Monats einen Brief an US-Präsident Obama zu schreiben, hat auch die nordirische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire einen Brief an ihn gerichtet.
    • Mairead Corrigan-Maguire (* 27. Januar 1944 in Belfast, Nordirland) ist die Mitbegründerin der bisher einflussreichsten Friedensbewegung Nordirlands, der Community of Peace People. Hierfür erhielt sie gemeinsam mit Betty Williams den Friedensnobelpreis des Jahres 1976. [Wikipedia]
      (Quelle: Realcuba’s Blog vom 1. August 2014)
      Übersetzung
    • So eben kam diese Meldung auch vom Internationalen Komitee.
    • 1. August 2014: Bereits am 2. Juli erschien beim Latin American Bureau (UK) ein Artikel von Javier Farje mit dem Titel „Die fünf Kubaner – wenn fünf minus zwei gleich fünf ist“, in dem er die derzeitige Situation von René und (vor allem) Fernando beschreibt.
      (Quelle: Latin American Bureau vom 2. Juli 2014)
      Übersetzung [Ausschnitte]
    • 31. Juli 2014: Am 26. Juni erhielten wir per E-Mail von Paul Evrard einen Brief, den Renés Tochter Irmita González Salanueva an den kubanischen Musiker Tony Avila geschickt hat.
      Die Übersetzung aus dem Spanischen liegt jetzt vor.

Zum Thema der Cuban 5 möchten wir noch darauf hinweisen, dass es in den ncn auch einen Brief einer französichen Freundin an Obama gibt, ebenso wie den Aufruf zur Teilnahme am X. Internationalen Kolloquium für die Freiheit der Fünf und gegen Terrorismus.

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