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21. bundesweiter und internationaler Friedensratschlag 2014 in Kassel: Politik für den Frieden statt permanenten Krieg

BAF_Taube antimil Frieden

Zum “Friedensratschlag” 2014
Warum ist der nächste Friedensratschlag so wichtig? Nun, im kommenden Jahr jährt sich zum 70sten Mal nicht nur das Ende des Zweiten Weltkriegs, sondern auch die Potsdamer Konferenz der Alliierten sowie die Gründung der Vereinten Nationen mit ihrer historischen Charta. Damit sollte das „Jahrhundert der „Katastrophen“ und „Extreme“ beendet, Frieden
und Sicherheit für alle Staaten und Menschen garantiert werden.
Vieles kam anders, als es sich die Menschen 1945 vorgestellt haben. Kriege werden wieder wie eh und je geführt, Menschen gefoltert, ganze Weltregionen in extremer Abhängigkeit gehalten. Von gerechten globalen Verhältnissen ist die Welt himmelweit entfernt. Ausbeutung, Hunger, extreme Entbehrungen, Kinderarmut und Rassismus bilden den Nährboden für noch mehr Gewalt. Friedensforschung, Friedensbewegung und Politik brauchen neue Antworten auf die drängenden Menschheitsprobleme. Krieg ist keine Antwort!

Sa./So., 6./7. Dezember 2014
Universität Kassel
Standort: Wilhelmshöher Allee 73

Programm
Samstag, 6. Dezember
Wilhelmshöher Allee 73, Anmeldung ab 11 Uhr

12.00-14.00 Uhr: Plenumsvorträge (Aula)
Begrüßung und Eröffnung: Auslaufmodell Frieden?
Dr. Peter Strutynski, AG Friedensforschung, BAF
Das neue Lateinamerika: Gegenmacht im globalen Kräftespiel?
Jorge Jurado, Botschafter Ecuadors
Sympathisieren Deutsche mit Palästina aus Abneigung gegen Juden?
Prof. Dr. Rolf Verleger, Lübeck
„Menschenrechte verletzen, Kriege fördern, Völkerrecht brechen!“ Zur Rüstungs-exportpolitik der Bundesregierung
Jürgen Grässlin, Freiburg, Autor, DFG-VK

14.15-16.00 Foren und Workshops

A1: Diskussionsrunde mit Jorge Jurado
A2: Diskussionsrunde mit Rolf Verleger
A3: Diskussionsrunde mit Jürgen Grässlin
A4: Bewegung in der Kurdistan-Frage: Syrien, Irak, Türkei. Murat Cakir, Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen
A5: Vom Hoffnungsort zur Räuberhöhle: Aufstieg und Niedergang des Euromaidan. Reinhard Lauterbach, Polen
A6: Kampf um Afrika: Neoimperiale Mächte mit neuen Konzepten? PD Dr. Johannes M. Becker, Uni Marburg
A7: Außer Spesen nichts gewesen? Eine Bilanz des Afghanistankriegs. Lühr Henken, FRIKO Berlin, BAF
A8: Der Krieg gegen Gaza – und wie weiter? Bilanz und Perspektiven. Inge Höger, MdB Die Linke
A9: „Europäer vs. Atlantiker“? Unterschiedliche Interessen in Wirtschaft und Politik diesseits und jenseits
des Atlantiks. Conrad Schuhler, isw München
A10: Grenzen dicht! Deutsche und europäische Flüchtlingsabwehr. N.N.
16.30-17.15 Uhr Plenum (Großer Hörsaal)
Türkei und Naher Osten: Kurden im Kampf gegen Terrorismus, Repression und Staatsversagen.
Dr. Sinan Birdal, Politikwissenschaftler, Dozent an der Universität Isik in Istanbul

17.30-19.15 Foren und Workshops

B1: Diskussionrunde mit Sinan Birdal
B2: Zu den Perspektiven des arabisch-israelischen Konflikts. George Rashmawi, DFLP, Düsseldorf
B3: Das 21. Jahrhundert gehört Asien: Zur Verschiebung der weltpolitischen Koordinaten. Dr. Erhard Crome,
Berlin, Rosa-Luxemburg-Stiftung
B4: Die BRICS-Staaten: Auf dem Weg zu einer multipolaren neuen Weltordnung. Achim Wahl, Berlin
B5: „Gegen die Wirtschafts-NATO“ – „Mensch und Umwelt vor Profit!“ Zu den Perspektiven des Protests gegen TTIP in Europa. Peter Wahl, WEED und attac
B6: Die NATO nach dem Gipfel: Noch stärker? Noch aggressiver? Dr. Alexander Neu, MdB
B7: Gegen Rüstungsexporte – aber für Rüstungsproduktion? Positionen der Gewerkschaften zu Abrüstung und Konversion. Christa Hourani, IG Metall Stuttgart, Wolfgang Erdmann, Hamburg
B8: Keine Forschung und Lehre für den Krieg. Stand und Perspektiven der Zivilklauselbewegung. Anne Geschonnek, Halle
B9: 1914-1999: Zwei Kriege gegen Serbien – Eine verhängnisvolle „Tradition“. Dr. Peter Becker, IALANA
B10: Kampfdrohnen ächten! Beiträge zu einer internationalen Kampagne. N.N. (Drohnenkampagne) [Wird evtl. am Sonntag als C10 fortgesetzt]
19.15 – 20.00 Uhr Abendessen(Aula)
Anschließend: Small Talk im Café Buch-Oase (Germaniastr. 14)
Sonntag, 7. Dezember
9.00 Uhr: Plenumsvortrag (Aula)
Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt
Prof. Dr. Moshe Zuckermann, Tel Aviv
10.00-11.45 Uhr Foren und Workshops
C1: Diskussionsrunde mit Moshe Zuckermann
C2: Die Folgen von Krieg und Intervention – am Beispiel des ehemaligen Jugoslawien. Dr. Ljiljiana Verner, Hannover, IPPNW
C3: Revolution oder Konterrevolution? Zur Entwicklung im arabischen Raum. Prof. Dr. Werner Ruf, Kassel/Edermünde
C4: Kalkar: Drehscheibe kommender (Drohnen-)Kriege. Bernhard Trautvetter, Essen
C5: Antifaschismus heute. Dr. Ulrich Schneider, Kassel, Historiker, VVN-BdA und FIR
C6: Friedensbewegung und Gewerkschaften. Anne Rieger, Graz, Bundesausschuss Friedensratschlag
C7: 1945-2015: 70 Jahre UNO und UN-Charta – Ein Grund zum Feiern? Dr. Peter Strutynski, Uni Kassel
C8: Deutsche Erinnerungskultur: 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, Befreiung und Potsdamer Konferenz. Prof. Dr. Ludwig Elm, Jena
C9: Der nächste Gipfel von G8 oder G7 steht ins Haus – Zur Bedeutung der Proteste und zum Stand der Vorbereitung. Walter Listl, München
12.00-13.40 Uhr: Podium – Plenum
Meinungsmedien auf Kriegskurs?
Podium mit: Eckart Spoo, Ossietzky, Dr. Sabine Schiffer, IMV, Jens Wernicke, NachDenkSeiten, Moderation: N.N.
Und ein Appell von Prof. Dr. Ludwig Elm zu „70 Jahre Befreiung vom Faschismus“

13.40 Uhr: Schlusswort
13:45 Ende des Kongresses

Gemeinsam gegen Rassismus kämpfen!

Auch Geflüchtete sind Kolleginnen und Kollegen: Holt sie in die Gewerkschaften hinein!

Veranstaltung am Mittwoch, den 3. Dezember, um 18 Uhr im IG-Metall-Haus, Alte Jakobstraße 149, Berlin

antifa antira
Am 25. September besetzte die Gruppe Refugee Struggle for Freedom gemeinsam mit solidarischen Aktivisten und Aktivistinnen das Berliner DGB-Haus. Eine ihrer Hauptforderungen ist die Aufnahme in die Gewerkschaften. Davon erhoffen sie sich, gemeinsam mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen für ihre rechtliche Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen.

Die Stellungnahme der Gewerkschaftsbürokratie war zögerlich, aber deutlich. Am 2. Oktober ließ sie die Gruppe durch die Polizei räumen. Was folgte, waren Anzeigen anstatt solidarischer Unterstützung.

Die Geflüchteten verstehen sich als Teil der Arbeiterklasse, der lohnabhängig Beschäftigten. Aus ihren Staaten sind sie wegen Diktatur, Krieg, und Krise geflohen – verantwortlich dafür ist das kapitalistische Gesellschaftssystem. Europa schottet sich mit der europäischen Grenzagentur Frontex und einer rigiden Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik, die in dem Vertragswerk Dublin II und III festgelegt ist, ab. Dort ist festgelegt, wer nach Europa – also auch nach Deutschland – gelangen und sein/ihr Grundrecht auf Asyl wahrnehmen darf und wer nicht.

Die zunehmende Flüchtlingsbewegung macht deutlich: Die Zahl der vor Diktatur, Krieg und sozialer Verelendung fliehenden Kolleginnen und Kollegen wird nicht versiegen. Aber auch die Beschäftigten hierzulande haben immer mehr mit Prekarisierung und schlechten Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Dabei dürfen wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Wir müssen lernen, zusammen zu kämpfen und die Ursachen von Flucht und Vertreibung dort, Verelendung und Prekarisierung hier, zusammen zu denken und zu beseitigen!

An dieser Stelle ist eine kämpferische Gewerkschaft, die mit ihrem Standortdenken und der Sozialpartnerschaft bricht, nötiger denn je.

In Hamburg gab es bereits erste Ansätze hin zum gemeinsamen Kampf, als einige Kolleginnen und Kollegen von ver.di die 300 Lampedusa-Flüchtlinge in ihre Reihen aufnahmen. Die Mitgliedschaft wurde zwar von der ver.di-Führung suspendiert – aber die Auseinandersetzung darum geht weiter.

Wir wollen den Kampf der Refugees in den Einzelgewerkschaften diskutieren und wir wollen praktische Solidarität organisieren.

Nach unserem Verständnis müssen wir die Grenzen, die durch Herkunft, Glauben oder Geschlecht gesetzt wurden, in der Arbeiterklasse überwinden. Das bedeutet für uns internationale Solidarität!

Wir fordern von unseren Gewerkschaften und ihren Führungen

– Den Einsatz für volle und gleiche Rechte aller hier lebenden Kolleginnen und Kollegen: egal ob aus- oder inländisch, oder vor Bürgerkrieg, Krieg und Despotie in ihren Ländern nach Deutschland geflohen!
– Sofortige Rücknahme aller Anzeigen von der Räumung des DGB-Hauses am 2.Oktober in Berlin!
– Die Aufnahme der geflüchteten Kollegen und Kolleginnen in die Gewerkschaften!
– Die Lage der Geflüchteten in Betriebsversammlungen und Vertrauensleute-Sitzungen zu thematisieren und für ihre Unterstützung zu werben. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat die GEW Berlin als Antwort auf diese Räumung getätigt, als sie sich mit dem Kampf der Refugees und ihren Forderungen solidarisiert hat.

Wir wollen auch die anderen Gewerkschaften für diese Ziele gewinnen und bei bei der Veranstaltung darüber reden:

– wie wir eine Mitgliedschaft von Refugees in den Gewerkschaften erreichen können.
– wie die offiziellen Stellungnahmen der DGB Gewerkschaften zur Asylpolitik umgesetzt werden können.
– und was wir selbst als aktive Gewerkschafter_innen tun können.

Wir laden Euch deshalb recht herzlich zu einer Veranstaltung ein: „Geflüchtete in die Gewerkschaften!“

Mit:
– Lampedusa in Hamburg
– Peter Bremme (ver.di Hamburg*)
– Rainer Hansel (GEW Berlin)
– Refugee Struggle for Freedom
– Anna Basten, (ver.di AK undokumentierte Arbeit)
– Turgay Ulu (Geflüchteten-Aktivist, Berlin)
*Angabe dient zur Kenntlichmachung der Person

Unterstützt u.a. von: AK Internationalismus der IG Metall, BVG-Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv, Bündnis Refugee Schul- und Unistreik

Mittwoch, 3. Dezember, 18 Uhr
IG-Metall-Haus, Alte Jakobstraße 149
U-Bhf Hallesches Tor, Berlin

Let‘s fight racism!
// Refugees are colleagues as well, bring them into the unions! //

Event on Wednesday, 3 December, at 6pm at IG Metall building, Alte Jakobstraße 149, Berlin
Event on Facebook

On 25th of September, the group Refugee Struggle for Freedom and activists occupied the regional headquarters of the DGB (German trade union confederation) in Berlin. One of the refugees‘ central demands is getting access to trade union membership. They hope to struggle together with their German colleagues for achieving legal equality in the labour market.

The trade union bureaucracy‘s response has been hesitant but clear: On 2nd October they called the police to evict the group. What followed in the aftermath were criminal charges instead of solidarity.

The refugees see themselves as a part of the working class, of those who depend on wage labour. They fled from their countries because of dictatorship, wars, and crisis – results of the capitalist system of our society. This system nowadays controls who is allowed to enter Europe with the help of Frontex, a European border control agency, directed by a rigid immigration- and asylum policy, that is stated in the treaties of Dublin II and III. Based on this, the decision is made and implemented who is allowed or denied the human right to asylum and enter Europe or respectively Germany.

The growing number of people seeking asylum shows: The number of colleagues fleeing from wars, dictatorship and misery will not decrease. At the same time the workers in Germany are facing an increase of precarious work and bad working conditions. We can‘t let ourselves be played of against each other. We have to learn to think and fight together against the causes of flight and expulsion in some countries and of impoverishment and precarisation in other countries.

At this point a combative trade union is needed more then ever, which means breaking with national corporatism for the sake of competitiveness and social partnership.

In Hamburg we have seen first attempts towards a joint struggle when colleagues from ver.di (German service union) made it possible for 300 refugees from Lampedusa to enter their ranks. Though this decision has been overturned by the leadership of ver.di the struggle continues! What we want to do is bringing the refugees‘ struggle into the member unions of the DGB and organise practical solidarity.

Our understanding of trade union includes overcoming the divisions of the working class that are constructed along nationalities, gender or religious believes, that‘s what international solidarity means to us.

We demand of our unions and their leadership:

– Engagement for complete and equal rights for all colleagues living in Germany, independent of their nationality and also for those colleagues who had to flee from civil wars, wars and despotism in their home countries.
– Drop all legal charges resulting from the eviction from the DGB in Berlin on 2nd October!
– Access of refugee colleagues to trade union membership!
– Information and Discussion rounds about the situation of refugees during workplace assemblies, trust people‘s meetings, union meetings (A first step in that direction had been undertaken by the GEW (trade union for education and science) Berlin, that showed solidarity with the refugees‘ demands as a reaction to the eviction.)

We want to win other unions to also support our aims and we need to discuss:

– How the membership of refugees in unions can be achieved
– How the decisions of the DGB unions concerning asylum policies can be put into practice
– What we, trade union activists, can do ourselves

Therefore we cordially invite all of you to join the discussion and participate in our event: „Refugees into the unions!“

With:
– Lampedusa in Hamburg
– Peter Bremme (ver.di Hamburg*)
– Rainer Hansel (GEW Berlin)
– Refugee Struggle for Freedom
– Anna Basten, (ver.di AK undokumentierte Arbeit)
– Turgay Ulu (Refugee-Activist, Berlin)
* position only mentioned to identify the person

Supported among others by: AK Internationalismus der IG Metall, BVG-Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv, Bündnis Refugee Schul- und Unistreik

Wednesday, December 3, 6:00 PM
IG-Metall-Haus, Alte Jakobstraße 149
U-Bhf Hallesches Tor, Berlin

Aufruf zu Protesten gegen die sog. Sicherheitskonferenz: KEIN FRIEDEN MIT DER NATO

antimil frieden

KEIN FRIEDEN MIT DER NATO
Stoppt den Konfrontationkurs und die neue NATO-Aufrüstung

Auf der sogenannten Sicherheitskonferenz (SIKO) geht es – entgegen der Selbstdarstellung der Veranstalter – weder um Sicherheit noch um Frieden auf dem Globus. Die SIKO ist eine Versammlung wirtschaftlicher, politischer und militärischer Machteliten vor allem aus den NATO- und EU-Staaten, die sich über Strategien zur Aufrechterhaltung ihrer globalen Vorherrschaft und über gemeinsame Militärinterventionen verständigen.
Vor allem aber ist die SIKO ein medienwirksames Propaganda-Forum zur Rechtfertigung der NATO, ihrer Milliarden-Rüstungsausgaben und ihrer auf Lügen aufgebauten völkerrechtswidrigen Kriegseinsätze, die der Bevölkerung als „humanitäre Interventionen“ verkauft werden.
Bundespräsident Gauck nutzte die SIKO 2014 als Tribüne zur Werbung für eine stärkere deutsche Kriegsbeteiligung. Deutschland müsse sich „früher, entschiedener und substanzieller“ militärisch engagieren. Außenminister Steinmeier und Kriegsministerin von der Leyen stießen ins selbe Horn. Für die herrschende Machtelite ist die angebliche „militärische Zurückhaltung“ längst ein Relikt der Vergangenheit. Die neue Großmachtpolitik Deutschlands – getarnt als „weltpolitische Verantwortung“ – ist inzwischen Bestandteil einer offensiven Propaganda-Kampagne staatstragender Politiker und Medien und Richtschnur deutscher Außenpolitik. Dabei wird selbst die Unterstützung der von Faschisten durchsetzten Kiewer Regierung akzeptiert.

Mit der NATO gibt es keinen Frieden
Als militärischer Arm der reichsten westlichen kapitalistischen Staaten ist die NATO eine Kriegsallianz zur globalen Durchsetzung von deren wirtschafts- und machtpolitischen Interessen. Sie ist eine Bedrohung für die ganze Menschheit. Sie garantiert eine Weltordnung, in der 1% der Menschen 40% des Weltvermögens besitzen; eine Wirtschaftsordnung, die sich durch Ausbeutung von Mensch und Natur am Leben hält und zugleich die menschlichen Lebensgrundlagen zerstört.
Nach dem Scheitern der NATO im Irak, in Afghanistan und Libyen wird jetzt Russland als Feindbild wiederbelebt und ein brandgefährlicher Konfrontationskurs in Gang gesetzt: Durch Errichtung und Ausbau von NATO-Militärstützpunkten in den osteuropäischen Ländern, Aufstellung einer 4000 Mann starken „Schnellen Eingreiftruppe“, militärischer Aufrüstung Kiews, NATO-Truppenmanöver in der Ukraine und Ausbau der NATO-Raketenabwehr. Nicht zuletzt versucht die NATO unter Verweis auf den neuen Gegner, noch höhere Rüstungsausgaben zu rechtfertigen und durchzusetzen.

Kapitalismus und Krieg – zwei Seiten einer Medaille
Je mehr sich die Krisen des neoliberalen Kapitalismus häufen, desto brutaler werden die Profitinteressen von Konzernen, Banken und der Rüstungsindustrie durchgesetzt – ökonomisch mit dem geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommen EU/USA (TTIP) – und nicht zuletzt auch mit militärischer Gewalt.
Gleichzeitig ist Deutschland seit Jahren unter Bruch der Verfassung nicht nur die militärische Drehscheibe für die Aggressionskriege der USA und der NATO, sondern an diesen Kriegen direkt und indirekt beteiligt. Nach wie vor ist Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt.
Die Bilanz imperialer Machtpolitik: Zehntausende Tote, Hunger und Not, Zerstörung
von Umwelt und Infrastruktur, Erstarken des IS-Terrors – und damit namenloses Elend mit Millionen von Flüchtlingen, gegen die sich Europa durch ein tödliches Grenzregime abschottet.
Wir erklären den selbsternannten „Weltherrschern“, die zur SIKO nach München kommen und den Regierungschefs beim G7-Gipfel im Juni 2015 in Elmau: Ihr seid hier und überall auf der Welt unerwünscht.
Wir sind Teil einer weltweit wachsenden Bewegung, die eine Zukunft ohne Rüstung und Krieg mit gleichwertigen Lebensbedingungen aller Menschen anstrebt. Für Frieden und Gerechtigkeit in einer Welt ohne Ausbeutung von Mensch und Natur.

No Justice – No Peace
Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden

Kommt zur Demonstration in München
am Samstag, 7. Februar 2015 um 13 Uhr, Marienplatz

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AKTIONSBÜNDNIS GEGEN DIE NATO-SICHERHEITSKONFERENZ
Weitere Infos: www.sicherheitskonferenz.de

Konstantin Wecker zu Gast bei den NaturFreunden

Bild: Manfred Werner

Bild: Manfred Werner

Am 6. Dezember 2014 um 13 Uhr kommt der Schriftsteller und Liedermacher Konstantin Wecker in die Kinder- und Jugendhalle der NaturFreundejugend im Märkischen Viertel, Königshorster Str. 1-9, 13439 Berlin, um aus seinem neusten Buch „Mönch und Krieger – Auf der Suche nach einer Welt, die es noch nicht gibt“ zu lesen.

Das neue Buch ist ein Plädoyer für die Kraft der Utopie. In einer Zeit, in der von den Herrschenden „Realpolitik“ als einzige Option dargestellt wird und alle kreativen, kämpferischen und utopischen Gedanken, die die Gesellschaft grundsätzlich verändern wollen, als nicht praktikabel dargestellt werden, ist dieses Buch eine kämpferische Ansage zur Veränderung der herrschenden Verhältnisse.

Konstantin Wecker schreibt gegen die menschenverachtende Logik des heutigen Wirtschaftssystems an und mahnt ein Aufbäumen gegen diese Ungerechtigkeit an. Er fordert einen Aufbruch gegen die lethargische Politik der Etablierten und verbindet als leidenschaftlicher Freidenker politisches Engagement zu einem lesenswerten Plädoyer für eine gerechtere Gesellschaft.

Gemeinsam mit dem „Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V.“ (BüSGM) veranstalten die NaturFreunde Berlin eine Lesung mit Diskussion zum neuen Buch von Konstantin Wecker. Moderiert wird die Veranstaltung von Gert Julius, dem Sprecher der BüSGM. Der Eintritt ist frei, Karten für eine Platzreservierung können in der Landesgeschäftsstelle der NaturFreunde Berlin abgeholt werden.

Konstantin Wecker – Lesung & Diskussion

Samstag 06.12.2014

  • Ort: Kinder- und Jugendhalle der NaturFreunde im Märkischen Viertel, Königshorster Str. 1-9, 13439 Berlin, ( S- und U-Bahn Wittenau – S 1, S 85, U 8 dann Bus 124, M 21, X 21 bis Märkisches Zentrum)
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr

Eintritt: Der Eintritt ist frei, aber der Einlass erfolgt nur mit Eintrittskarte, diese können in der Landesgeschäftsstelle, Paretzer Straße 7, 10713 Berlin, (U-und S- Bahnhof Heidelberger Platz), T. 030 8332013 bestellt und abgeholt werden.

Gedenken am 24. Todestag von Amadeu Antonio

Erinnern als eine Stärkung im Kampf gegen Diskriminierung und Gewalt, ist wohl die beste Art, diejenigen zu ehren, die wegen Rassismus nicht mehr unter uns sind.
Gedenken am 24. Todestag von Amadeu Antonio

Samstag, 06.12.2014, 15 Uhr

an der Gedenktafel, Eberswalder Str. 26, 16227 Eberswalde
Gegen das Vergessen – für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft von Menschen jeglicher Couleur.
Offene und wenig sichtbare Formen von Rassismus, seine Leugnung und Verharmlosung verwirren und verletzen weiterhin Menschen. Wir wollen die Aufgabe, das immer noch tödliche Phänomen wahrzunehmen, zu thematisieren und zu seiner Überwindung beizutragen, nicht vergessen.

Zu diesem Gedenken laden u.a. ein:

Afrikanischer Kulturverein Palanca e.V., Eberswalde; Amadeu-Antonio-Stiftung, Berlin; Antifaschistische Aktion Bernau; Antifaschistische Initiative Eberswalde; APP-Initiative Barnim; Asso extra e.V. (ehemalige angolanische Vertragsarbeiter), Berlin; BAFF – Bands auf festen Füßen, Joachimsthal; Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“, Eberswalde; Beauftragte für Migration und Integration des Landkreises Barnim; Begegnungszentrum Wege zur Gewaltfreiheit e.V., Eberswalde; Beratungsstelle Experience, Eberswalde; Berlin Postkolonial e.V.; Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Eberswalde; Bürgerstiftung Barnim Uckermark; Demokratisches JugendFORUM Brandenburg – DJB e.V.; DGB Region Ostbrandenburg; DGB Kreisverband Barnim; DIE LINKE. Kreisverband Barnim; Eine-Welt-Laden Solidario, Groß Schönebeck; Flüchtlingsrat Brandenburg; Freiraum Eberswalde; HNE Eberswalde – Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH); Initiative freedom roads!, Berlin; Jüdische Gemeinde Landkreis Barnim; Jugendbündnis F.E.T.E., Eberswalde; Jugend- und Kulturverein EXIL e.V., Eberswalde; Jusos Barnim; Kommunität Grimnitz e.V., Joachimsthal; Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Bernau; Koordinierungsstelle für Toleranz Eberswalde; Kreisjugendkonvent Barnim; Kreisverband Barnim von Bündnis 90/Die Grünen; Linksjugend [’solid] Barnim; Lokale Agenda 21 e.V., Biesenthal; MdB Stefan Zierke; MIR – Migrations- und Integrationsrat Land Brandenburg e.V.; Muslimisches Netzwerk Landkreis Barnim; Netzwerk für Weltoffenheit Bernau; Opferperspektive e.V., Potsdam; Phoenix e.V., Duisburg; Projeto Iê Acao Cultural, Eberswalde, Berlin, Görlitz, Zittau und Ribeirao Preto/Brasilien; Rock me Magdalena e.V., Eberswalde; Runder Tisch Willkommen, Wandlitz; SofA-Gruppe, Eberswalde; Sozialer Integrationsverein „Diamant“ e.V.; SPD Eberswalde; Stadt Eberswalde.

30.11.14: Kleingartenanlage Beermannstr 24 – Lichterfest gegen A100 und Verdrängung

A 100 stoppen

Sonntag, 30.11.2014
Montag soll die gesamte Anlage dem Senat übergeben werden, der sie schnell für den Ausbau der A100 abreißen will. Wenig später sollen die angrenzenden Wohnhäuser folgen. Am Sonntag wollen wir nochmal ein Zeichen dagegen setzen!

13h – Kaffee, Kuchen, Punsch und Tee
15h – Offene Versammlung „Was tun für den Erhalt der Beermannstraße?“
17h – Suppe (vegan, gegen Spende)
18h – Dia-Vortrag über bereits für die A100 vernichteten Kleingärten. Es geht um Vertreibung, Aneignung, Abriss und Widerstand.
19h – Filmvorführung „Verdrängung hat viele Gesichter“ über Verdrängung und Stadtumstrukturierung in Alt-Treptow. Im Beisein der Filmemacher*innen.

29.11. IST EINE SOLIPARTY FÜR DIE GRÜNEN-BESETZER*INNEN IM NEW YORCK IM BETHANIEN

Für alle, die den Termin noch nicht kennen:

antikohleAM 29.11. IST EINE SOLIPARTY FÜR DIE GRÜNEN-BESETZER*INNEN IM NEW YORCK IM BETHANIEN. BITTE SAGT ES FREUND*INNEN WEITER UND KOMMT ZAHLREICH. ES GIBT FEINEN ELEKTRO, TRASHIGE 80er-MUCKE UND RAFFINIERTEN PUNK VON DREI BEGNADETEN DJanes.

Im August 2013 besetzte eine Gruppe von 13 Klimaaktivist*innen aus dem Klimacamp-Spektrum Grünen-Parteizentrale in Düsseldorf, um die Grünen an Ihre Wahlversprechen und Klimaziele zu erinnern. Die Forderung war, dass eine von den Aktivist*innen verfasste Pressemitteilung über den Verteiler der Grünen geschickt werden sollte. Nach knappen zwei Stunden kam die Polizei und die Aktivist*innen wurden mitten in einer Kompromissverhandlung geräumt. Die Grünen erstatteten Anzeige, worauf es zum Strafverfahren kam. Am 30.10. wurde der Hausfriedensbruch von 6 der Aktivist*innen verhandelt (die restlichen Verfahren wurden separat geführt). Das Gericht beschloss, das Verfahren einzustellen.
Weitere Infos unter: www.gruenebesetzt.blogsport.eu

Die Kosten für uns sind nun glücklicherweise überschaubar, wollen aber dennoch gedeckt werden. Außerdem wollen wir mit euch nochmal ordentlich feiern, dass die Klimabewegung sich durch derlei Repression nicht unterkriegen lässt. Und einfach tanzen, ausgelassen sein, uns freuen, weil wir das in letzter Zeit wenig getan haben. Also, tragt es euch in den Terminkalender, ins iPhone oder ins Hirn ein:

29.11. ab 21h im New Yorck im Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

***********************************und hier die Specials************************************

DRINKS

Es wird ein paar unglaublich leckere und sehr günstige Cocktails geben, allerdings nur bis 24:00 Uhr. Zum Beispiel dürft ihr einen Sven Tonic*, einen Monika Sun-Lies* oder einen Pina Gelaber für zwei Äpfel und ein halbes Ei genießen (weitere Infos vor Ort oder auf Nachfrage).

MUCKE

Wir haben die Zusagen von großartigen DJanes, die euch mit Trashpop, 80er-Schnulz, raffiniertem Punk und auch mit richtig knusprigem Elektro verwöhnen werden:

AUSSTELLUNG

In einer kleinen Ausstellung werden wir den Kampf nachzeichnen, den wir das letzte Jahr geführt haben. Gegen die Strafbefehle, gegen die Verleumdungen und falschen Anschuldigungen der Grünen NRW und gegen das Misstrauen von vielen Seiten. Vor allem aber soll sie zeigen, dass es sich lohnt, weiterzukämpfen, weil die Bewegung stark ist und es genug Solidarität für alle gibt!

In diesem Sinne: Am 29.11. Stimmen und Gläser erheben für eine starke, solidarische, radikale Klimabewegung!

Fotoaktion: Weihnachtsmänner schlagen Alarm: Heiliges Fest bald ohne Schokolade?

make shokolade fair[Berlin, 28. November 2014] – Dutzende Weihnachtsmänner demonstrieren am 5. Dezember vor dem Brandenburger Tor gegen Armut und Ausbeutung auf Kakaoplantagen. Der unfaire Preis für Kakao zwingt immer mehr Bauern in Westafrika dazu, ihre Farmen aufzugeben. Ohne Kakao könnte es schon bald ein Weihnachten ohne Schokolade geben. Deshalb schlagen die Weihnachtsmänner nun Alarm. Mit Protesten in Deutschland, Österreich, Tschechien und Estland solidarisieren sich die Rotmützen mit den Kakaobauern und der Kampagne Make Chocolate Fair! der Entwicklungsorganisation INKOTA.

„Wenn sich die Einkommenssituation der Kakaobauern nicht deutlich verbessert, werden wir bald keine Schokolade mehr zum Weihnachtsfest verteilen können. Schlicht und einfach deshalb, weil sich die Kakaobauern aus der Produktion zurückziehen“, erklärt der Sprecher der Weihnachtsmänner. „Wir befürchten deshalb, dass es in naher Zukunft keinen Kakao mehr für unsere Schokolade geben wird!“

In Westafrika, der Hauptanbauregion für Kakao, lebt die Mehrheit der insgesamt 5,5 Millionen Kakaobauern in bitterer Armut. Ausbeuterische Kinderarbeit und Hungerlöhne für Saisonarbeiter gehören dort zum Alltag. Grund dafür ist der viel zu niedrige Preis, den sie für ihre Kakaobohnen erhalten: Schätzungen zufolge liegt das durchschnittliche Einkommen eines Kakaobauern in Westafrika bei einem US-Dollar pro Tag. Während der Weltmarktpreis für Kakao 1980 inflationsbereinigt noch bei über 5.000 US-Dollar pro Tonne lag, ist er heute bei etwa 3.000 US-Dollar.

Das geringe Einkommen führt dazu, dass die junge Generation der Kakaobauern die Plantagen ihrer Eltern nicht mehr übernehmen will. Schon jetzt liegt das Durchschnittsalter von Kakaobauern in Westafrika bei 50 Jahren. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 60 Jahren droht schon bald ein Nachwuchsproblem. Prognosen zufolge wird die Nachfrage nach Kakao schon in wenigen Jahren das Angebot deutlich übersteigen. Deutschland bezieht über 70 Prozent des Kakaos aus Westafrika und wird von dem Versorgungsengpass direkt betroffen sein.

Kinderarbeit ist eine direkte Folge sinkender Preise. „Das geringe Einkommen führt dazu, dass die Bauern keine Erntehelfer einstellen können. Stattdessen sind sie gezwungen auf Kinder als billige Arbeitskräfte zurückzugreifen“, erklärt Lina Gross von der Kampagne Make Chocolate Fair!.

„Die Schokoladenindustrie muss Verantwortung übernehmen und einen Kakaopreis zahlen, der den Bauern ein menschenwürdiges Leben ermöglicht“, fordert Gross weiter. „Einige Unternehmen haben zwar mit der Umstellung auf nachhaltig erzeugten Kakao begonnen, aber in etwa 80 Prozent unserer Schokolade stecken immer noch Armut, Hunger und Kinderarbeit.“ Der Nettoumsatz der Schokoladenindustrie liegt dieses Jahr bei rund 100 Milliarden US-Dollar. Ein Kakaobauer bekommt gerade mal sechs Prozent vom Verkaufspreis einer Tafel Schokolade.

Einladung zum Weihnachtsmann-Protest (geeignet für Foto- und Filmaufnahmen)

Wann: 5. Dezember 2014, 11 Uhr

Wo: Pariser Platz am Brandenburger Tor

Fotos von der Aktion: www.inkota.de/weihnachtsmannprotest-2014

Freidenker Berlin: Terminzusammenstellung für Dezember 2014

FreiDenker                                        

Landesverband Berlin

freidenker

Terminzusammenstellung für Dezember 2014 sowie Vorausschau

  • Täglich Fotoausstellung im Café Sybille bis 5. Dezember. ANTIFA-Fotografen_innen brauchen unsre Solidarität. Von Infoseiten, die Machenschaften deutscher Truppen im Ausland anklagen, wird berichtet: www.veron.dk (sollen weitere Sprachen folgen). Ort: Karl-Marx-Allee 72, Berlin-Mitte
  • 2. Dezember: 1914-2014 – Damals wie heute: Nein zum Krieg! Zum 100. Jahrestag von Karl Liebknechts Nein zu den Kriegskrediten. Symposium Die Linke, mit Sevim Dagdelen, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine, Sahra Wagenknecht. Musik Konstantin Wecker, Esther Bejarano u.a. Beginn: 19 Uhr, Ort: WABE, Danziger Str. 101, 10405 Berlin
  • 4. Dezember: Bürgerkrieg in der Ukraine, Buchpremiere mit dem Autor Reinhard Lauterbach. Beginn: 19 Uhr, Ort: jW-Ladengalerie, um Anmeldung wird gebeten
  • 4. Dezember: Erinnerungen an den Außerordentlichen Parteitag der SED, Dezember 1989. Einführung Ellen Brombacher. Veranstaltet von Marxistischer Arbeitskreis zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung bei der Partei DIE LINKE. Beginn: 16 Uhr, Ort: Bildungsverein am Kreuzpfuhl,  Pistoriusstr. 24, Berlin-Weißensee, siehe www.die-linke.de/geschichtskorrespondenz
  • 5. Dezember: Jesus macht nicht mehr mit. Lieder und Geschichten von unten und oben  zum Jahresabschluss,  mit Gina Pietsch und Dietmar Ungerank. Beginn: 19 Uhr, Ort: Café Sibylle, Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin  www.ginapietsch.de/termine.html
  • 5. Dezember: „Thomas Piketty: Empirie der Überakkumulation“, mit Georg Fülberth, Beginn: 19 Uhr, Ort: MEZ, Spielhagenstr. 13, 10585 Berlin, www.mez-berlin.de
  • 6. Dezember: Konstantin Wecker in Berlin, Diskussion zu seinem Buch: „Mönch und Krieger – Auf der Suche nach einer Welt, die es noch nicht gibt“. Beginn: 13 Uhr, Ort: Kinder- und Jugendhalle Märkisches Viertel, Königshorster Str. 1-9, 13439 Berlin, Karten bei NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin
  • 10. Dezember: Menschenrechtspreis 2014 der GBM, Verleihung an Laura von Wimmersperg. Beginn: 11 Uhr, Ort: Räume der GBM, Weitlingstr. 89, 10317 Berlin
  • 10. Dezember: „Friedensfahnen-Tag“, im Rahmen des „Friedenswinter 2014/2015“ . Friedensfahnen und Friedenstauben sollen das öffentliche Bild prägen. „Freidenker“ und ihre Gäste treffen sich 18 Uhr, Torstr.
  • 12. Dezember: „TTIP, CETA und der Kampf um die Gemeingüter“, mit Gerlinde Schermer, SPD. Beginn: 19 Uhr, Ort: WILMA, Wilmersdorfer Str. 163, 10585 Berlin-Charlottenburg
  • 12. Dezember: „Keine Bananen und an jeder Ecke stand die Stasi…“, mit Arnold Schölzel, Veranstaltung der SDAJ. 19 Uhr, jW-Ladengalerie, mit Anmeldung
  • 13. Dezember: Stahlhelm ab, Herr Gauck! Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation! Erstmalige Demonstration der Friedensbewegung vor dem Amt des Bundespräsidenten Schloss Bellevue, als Bestandteil des „Friedenswinter 2014/2015. Beginn: 13 Uhr, Ort: Washington Platz, von dort zum Schloss Bellevue
  • 14. Dezember: Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2014 an Edward Snowden, Laura Poitras und Glenn Greeenwald durch die Internationale Liga für Menschenrechte, siehe www.ilmr.de  Beginn: 11 Uhr, Ort: Urania Berlin
  • 16. Dezember: 6. Nacht der DDR-Literatur. Mit Esther Zimmerung, Jennipher Antoni, Andreas Manz-Kozár und Rolf Becker. 19 Uhr, jW-Ladengalerie, mit Anmeldung
  • 18. Dezember: „Ein Gespräch unter Freunden“, Interview von Heinz Langer. Buchpremiere mit Hector Corcho Morales, Moderation Wiljo Heinen. 19 Uhr, jW-Ladengalerie, bitte anmelden

 

  • 10. Januar: XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz, Motto 2014: Frieden statt NATO.  Veranstaltet von junge Welt. Beginn: 11 Uhr, Ort: Berliner Urania, siehe www.rosa-luxemburg-konferenz.de, siehe Anlage (nicht erreicht, kommt später)
  • 11. Januar: Luxemburg-Liebknecht-Demo. Beginn: 10 Uhr, U-Frankfurter Tor, zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde. Dort zahlreiche Infotische von linken Organisationen. Aufruf und Unterstützung siehe

www.ll-demo.de/2015/aufruf/text.htm

  • 29. Januar: Krieg oder Frieden, Macht oder Ausgleich, mit Gregor Gysi, Beginn: 19 Uhr, Ort: Wilma, siehe oben
  • 29. Januar: „Die Gerechtigkeit ist die Pasta des Volkes“, ein Volker-Braun-Abend mit Gina Pietsch. Beginn: 20 Uhr, Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, siehe auch www.ginapietsch.de/termine.html

Marx-Engels-Stiftung: Veranstaltungen

Liebe Mitglieder und Freunde der Marx-Engels-Stiftung,
liebe an unserem Programm Interessierte,

marxdas Jahr 2014 geht allmählich seinem Ende entgegen, und damit schließt dann auch die Reihe unserer diesjährigen Veranstaltungen. Die letzte findet, in Zusammenarbeit mit der Kreisorganisation der VVN-BdA, am kommenden Samstag in Wuppertal statt. Dazu laden wir hiermit herzlich ein. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Albert Norden – Der Rabbinersohn im Politbüro

Samstag, 29.11.2014, 14.00-17.30 Uhr, Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitsstraße, Wuppertal

Die Anregung zu dieser Veranstaltung ging aus von Norbert Podewin, Albert Nordens langjährigem Mitarbeiter und Biografen, der am 10. Juli 2014 verstarb. Wir widmen sie deshalb auch seinem Andenken.

Albert Norden, geb. am 4.12.1904 in Myslowitz, war der Sohn des Elberfelder Rabbiners Dr. Josef Norden (ermordet 1943 in Theresienstadt) und wuchs im heutigen Wuppertaler Stadtteil Elberfeld auf. Schon als Schüler schloss er sich unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, der Oktoberrevolution und der deutschen Novemberrevolution der kommunistischen Bewegung an. Parallel zu einer Lehre als Tischler begann er seine Arbeit für die Presse der kommunistischen Partei, was ihm 1923 seine erste Haftstrafe einbrachte.
Den Kampf gegen den Faschismus führte Albert Norden sein ganzes Leben: 1933 Mitarbeit am Braunbuch über den Reichstagsbrand, Journalist für antifaschistische Exilzeitungen, Unterstützung von Antifa-Gruppen. Nach der Rückkehr nach Deutschland 1947 schrieb er in seinem Buch „Lehren deutscher Geschichte“:
„Der Antisemitismus, dieses Herzstück der innen- und außenpolitischen Agitation Hitlers, wurde ein Mittel zur Bereicherung der Reichen… Die Magnaten des deutschen Finanzkapitals verschmähten es nicht, Banken, Industriewerke und Großhandlungen an sich zu reißen, deren Besitzer außer Landes gejagt oder zu Tode gefoltert wurden. Jüdisches Blut verwandelte sich in arisches Gold.“
Seit 1958 Mitglied des Politbüros des ZK der SED, leitete Norden eine Kommission, die alle Maßnahmen der DDR zur Aufarbeitung der Kriegs- und Naziverbrechen koordinierte. An der Aufdeckung der NS-Verbrechen bundesdeutscher Politiker wie Theodor Oberländer, Hans Globke und Heinrich Lübke war Albert Norden maßgeblich beteiligt; die Herausgabe des „Braunbuch – Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Berlin (West)“ 1965 – das Namen von über 1.800 Nazis und Kriegsverbrechern in westdeutschen Führungspositionen enthielt -, war nicht zuletzt sein Werk. 1982 starb Albert Norden in Ostberlin.
Es sprechen:
– Dr. Dirk Krüger, Wuppertal: Lesung aus Nordens Autobiografie „Ereignisse und Erlebtes“
– Hermann Kopp, Düsseldorf: Zum Leben und Wirken Albert Nordens
– Dr. Harald Wessel, Berlin: Meine Begegnungen mit Albert Norden
– Sebastian Schröder, VVN-BdA Wuppertal: Nazi-Verbrecher vor und nach 1945, von Albert Norden angeklagt

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Wir wollen die Gelegenheit nutzen, auf zwei weitere Veranstaltungen hinzuweisen, die zwar nicht in unserer Verantwortung fallen, die aber gewiss für etliche LeserInnen dieses Rundbriefs von Interesse sind.

Am übernächsten Wochenende, 06./07. Dezember 2014, findet an der Universität Kassel unter dem Motto „Politik für den Frieden – statt permanentem Krieg“ der 21. Friedenspolitischer Ratschlag statt.
Wie immer werden zu dieser Tagung, einem der wichtigsten wissenschaftlichen und politischen Treffen des Jahres, mehrere hundert Teilnehmer erwartet.
In rund drei Dutzend Plenarveranstaltungen und Workshops besteht an den beiden Tagen Gelegenheit zur Diskussion mit Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland zu den unterschiedlichsten Themen von friedenspolitischer Relevanz.
Das Programm des Ratschlags und weitere Informationen – u.a. Hinweise zur Anmeldung und zu Übernachtungsmöglichkeiten – finden sich auf der Website www.ag-friedensforschung.de.

Und am 3. Adventswochenende, 13./14. Dezember 2014, haben schließlich alle, die sich lieber mit Musik und Literatur beschäftigen als sich beim Shoppen auf den Weihnachtsmärkten musikalischer Dauerberieselung auszusetzen, dazu Gelegenheit bei einem Seminar der Karl-Liebknecht-Schule der DKP in Leverkusen.
Zusammen mit dem Musiker Kai Degenhardt und dem Autor und Verleger Leander Sukov, also aus der Perspektive von Künstlern, die über ihre Arbeit als Produzenten von Kunst in dieser Gesellschaft reflektieren, soll dort am Verständnis von Kultur und deren Rolle und Bedeutung für marxistische Politik gearbeitet werden. In der Karl-Liebknecht-Schule kann auch übernachtet werden. Anmeldung unter www.karl-liebknecht-schule.org.