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Beiträge mit Schlagwort ‘Marx-Engels-Stiftung’

Marx-Engels-Stiftung: Konferenz „1945: Befreiung. Und was dann?“

Liebe Freundinnen und Freunde der Marx-Engels-Stiftung,

marx-engels-stiftung

mit diesem Rundbrief wollen wir Sie herzlich einladen zu unserer ersten Konferenz im neuen Jahr. Sie findet am Samstag, 24. Januar, in Wuppertal statt – und zwar in der Alten Feuerwache, Gathe 6.*

Die Konferenz beginnt um 13.45; Uhr. Ende gegen 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Unser Konferenzthema lautet, angesichts der zu erwartenden Auseinandersetzungen um das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Interpretation des Krieges und seiner Folgen:

1945: Befreiung. Und was dann?

Prof. Dr. Ludwig Elm, Jena, wird in seinem Vortrag „8. Mai 1945 – bedeutendste weltgeschichtliche Zäsur des vergangenen Jahrhunderts“ eine bewusste, fundierte Gegenposition zu heute dominierenden Tendenzen der herrschenden Geschichtspropaganda beziehen.
Prof. Dr. Günter Benser, Berlin, referiert zu den Vorschlägen für eine antifaschistisch-demokratische Nachkriegsordnung in den letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsjahren. Und zu der Frage, warum sie im Westen sehr rasch ad acta gelegt wurden.

·Der Publizist Otto Köhler, Hamburg, befasst sich mit der personellen und inhaltlichen Kontinuität deutscher Eliten bzw. ihrer Ziele über das Jahr 45 hinaus.

Die Konferenz schließt sich an unsere bereits um 10 Uhr beginnende Jahresmitgliederversammlung an, bei der wir unsere Tätigkeit im letzten Jahr kritisch bilanzieren und über die Planung für 2015 beraten. (Dieses Jahr stehen außerdem, wie alle zwei Jahre, auch Neuwahlen zum Vorstand an.)

Auch zu diesem Teil der Veranstaltung sind uns Nichtmitglieder, die sich für die Arbeit der Stiftung interessieren, willkommen; die Marx-Engels-Stiftung ist keine Geheimorganisation.

Aber natürlich hoffen wir vor allem auf Ihr Interesse für unsere wissenschaftlich-politische Konferenz.

Aus Planungsgründen wären wir für eine Anmeldung – unter Tel. 0211-680 28 28 (H. Kopp) oder an marx-engels-stiftung@t-online.de – dankbar; sie ist unerlässlich, falls Sie auch am Mittagessen, das um 13 Uhr beginnt, teilnehmen wollen.

Mit besten Marx-Engels-Grüßen,
Hermann Kopp

* Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn bis Wuppertal Hbf, von dort zu Fuß durch die Fußgängerzone bis zum Neumarkt (mit Neptunbrunnen); direkt hinter Kaufhaus Saturn rechts abbiegen, die nächste Straße zwischen 2 Ampeln überqueren, nächste große Querstraße ist schon die Gathe. Dort links halten, Alte Feuerwache kommt nach ca. 300 m.
Es geht auch per Bus: ab Haltestelle „Wall“ (ist am Bahnhof ausgezeichnet) mit den Buslinien 607 (Richtung Am Eckbusch), 620 (Kuckelsberg), 625 (Dönberg), 635 (Markland), oder 645 (Raukamp-Schleife) bis Ludwigstraße (bereits übernächste Haltestelle) – in direkter Nachbarschaft zur Feuerwache.
PKW via Autobahn A 46: Ausfahrt Wuppertal-Elberfeld, danach Richtung Zentrum Elberfeld, an der 1. Ampel geradeaus, an der 2. Ampel links auf die Uellendahler Straße, unter dem Eisenbahnviadukt hindurch – von hier aus sieht man bereits den Turm der Alten Feuerwache. Die Uellendahler Straße geht an der Einmündung Wiesenstraße (rechts) in die Gathe über. Der Haupteingang der Feuerwache befindet sich auf der linken Seite des Komplexes, neben dem Turm. Park- und Stellplätze gibt es im gesamten Quartier.

Marx-Engels-Stiftung: Veranstaltungen

Liebe Mitglieder und Freunde der Marx-Engels-Stiftung,
liebe an unserem Programm Interessierte,

marxdas Jahr 2014 geht allmählich seinem Ende entgegen, und damit schließt dann auch die Reihe unserer diesjährigen Veranstaltungen. Die letzte findet, in Zusammenarbeit mit der Kreisorganisation der VVN-BdA, am kommenden Samstag in Wuppertal statt. Dazu laden wir hiermit herzlich ein. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Albert Norden – Der Rabbinersohn im Politbüro

Samstag, 29.11.2014, 14.00-17.30 Uhr, Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitsstraße, Wuppertal

Die Anregung zu dieser Veranstaltung ging aus von Norbert Podewin, Albert Nordens langjährigem Mitarbeiter und Biografen, der am 10. Juli 2014 verstarb. Wir widmen sie deshalb auch seinem Andenken.

Albert Norden, geb. am 4.12.1904 in Myslowitz, war der Sohn des Elberfelder Rabbiners Dr. Josef Norden (ermordet 1943 in Theresienstadt) und wuchs im heutigen Wuppertaler Stadtteil Elberfeld auf. Schon als Schüler schloss er sich unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, der Oktoberrevolution und der deutschen Novemberrevolution der kommunistischen Bewegung an. Parallel zu einer Lehre als Tischler begann er seine Arbeit für die Presse der kommunistischen Partei, was ihm 1923 seine erste Haftstrafe einbrachte.
Den Kampf gegen den Faschismus führte Albert Norden sein ganzes Leben: 1933 Mitarbeit am Braunbuch über den Reichstagsbrand, Journalist für antifaschistische Exilzeitungen, Unterstützung von Antifa-Gruppen. Nach der Rückkehr nach Deutschland 1947 schrieb er in seinem Buch „Lehren deutscher Geschichte“:
„Der Antisemitismus, dieses Herzstück der innen- und außenpolitischen Agitation Hitlers, wurde ein Mittel zur Bereicherung der Reichen… Die Magnaten des deutschen Finanzkapitals verschmähten es nicht, Banken, Industriewerke und Großhandlungen an sich zu reißen, deren Besitzer außer Landes gejagt oder zu Tode gefoltert wurden. Jüdisches Blut verwandelte sich in arisches Gold.“
Seit 1958 Mitglied des Politbüros des ZK der SED, leitete Norden eine Kommission, die alle Maßnahmen der DDR zur Aufarbeitung der Kriegs- und Naziverbrechen koordinierte. An der Aufdeckung der NS-Verbrechen bundesdeutscher Politiker wie Theodor Oberländer, Hans Globke und Heinrich Lübke war Albert Norden maßgeblich beteiligt; die Herausgabe des „Braunbuch – Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Berlin (West)“ 1965 – das Namen von über 1.800 Nazis und Kriegsverbrechern in westdeutschen Führungspositionen enthielt -, war nicht zuletzt sein Werk. 1982 starb Albert Norden in Ostberlin.
Es sprechen:
– Dr. Dirk Krüger, Wuppertal: Lesung aus Nordens Autobiografie „Ereignisse und Erlebtes“
– Hermann Kopp, Düsseldorf: Zum Leben und Wirken Albert Nordens
– Dr. Harald Wessel, Berlin: Meine Begegnungen mit Albert Norden
– Sebastian Schröder, VVN-BdA Wuppertal: Nazi-Verbrecher vor und nach 1945, von Albert Norden angeklagt

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Wir wollen die Gelegenheit nutzen, auf zwei weitere Veranstaltungen hinzuweisen, die zwar nicht in unserer Verantwortung fallen, die aber gewiss für etliche LeserInnen dieses Rundbriefs von Interesse sind.

Am übernächsten Wochenende, 06./07. Dezember 2014, findet an der Universität Kassel unter dem Motto „Politik für den Frieden – statt permanentem Krieg“ der 21. Friedenspolitischer Ratschlag statt.
Wie immer werden zu dieser Tagung, einem der wichtigsten wissenschaftlichen und politischen Treffen des Jahres, mehrere hundert Teilnehmer erwartet.
In rund drei Dutzend Plenarveranstaltungen und Workshops besteht an den beiden Tagen Gelegenheit zur Diskussion mit Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland zu den unterschiedlichsten Themen von friedenspolitischer Relevanz.
Das Programm des Ratschlags und weitere Informationen – u.a. Hinweise zur Anmeldung und zu Übernachtungsmöglichkeiten – finden sich auf der Website www.ag-friedensforschung.de.

Und am 3. Adventswochenende, 13./14. Dezember 2014, haben schließlich alle, die sich lieber mit Musik und Literatur beschäftigen als sich beim Shoppen auf den Weihnachtsmärkten musikalischer Dauerberieselung auszusetzen, dazu Gelegenheit bei einem Seminar der Karl-Liebknecht-Schule der DKP in Leverkusen.
Zusammen mit dem Musiker Kai Degenhardt und dem Autor und Verleger Leander Sukov, also aus der Perspektive von Künstlern, die über ihre Arbeit als Produzenten von Kunst in dieser Gesellschaft reflektieren, soll dort am Verständnis von Kultur und deren Rolle und Bedeutung für marxistische Politik gearbeitet werden. In der Karl-Liebknecht-Schule kann auch übernachtet werden. Anmeldung unter www.karl-liebknecht-schule.org.

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