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Archiv für die Kategorie ‘Menschenrechte’

Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Rundbrief Februar 2015

mumiaplakat3

Hallo,

hier kommen aktuelle Meldungen aus der FREE MUMIA Bewegung. Am 27.

Januar 2015 erreichte uns die Nachricht, dass die Leitung des SCI Mahanoy Gefängnis für derzeit noch unbekannte Dauer Mumia Abu-Jamal verboten hat, zu telefonieren und am Hofgang teilzunehmen. Als Begründung für diese Schikane wurde angegeben, dass er die morgenliche Anwesenheitszählung verschlafen und von Wachen unsanft geweckt worden sei. Nicht betroffen von diesen Sanktionen sind seine Besuchsrechte.

Gerade in einer Zeit, in der der US Bundesstaat Pennsylvania ein eigenes Gesetz erlassen hat, um Mumia und andere Gefangene am öffentlichen Sprechen zu hindern, bedeuten solche Schritte für alle höchste Wachsamkeit. Mumia ist einer der Gefangenen, die gegen dieses Knebelungsgesetz vor kurzem Klage eingereicht haben.

Bitte schreibt Mumia jetzt, um ihn wissen zu lassen, dass ihr von diesen Vorgängen wisst und an seiner Seite steht:

Mumia Abu-Jamal

#AM 8335

SCI Mahanoy

301 Morea Road

Frackville, PA 17932

USA

Im Februar 2015 wird es darum gehen, die für den 5. März 2015 angesetzte Hinrichtung von Rodney Reed in Texas zu verhindern. Bitte beteiligt euch an der Berliner Kundgebung für das Leben von Rodney Reed und für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe am Sonntag, den 1. März 2015 um 15 Uhr vor der US Botschaft. Der Aufruf:

http://mumia-hoerbuch.de/bundnis.htm#stopptdiehinrichtungvonrreed

Weitere Möglichkeiten der Unterstützung:

– helft bei der Mobilisierung – lasst euch von uns auf Anfrage eine die doppelseitige Flyer-Kopiervorlage zumailen, druckt sie aus, kopiert und verteilt sie.

– Verbreitet bitte den Aufruf

(http://mumia-hoerbuch.de/bundnis.htm#stopptdiehinrichtungvonrreed ) sowie weitere Artikel (siehe auch die Rubrik „Abschaffung der Todesstrafe“ weiter unten) auch im Internet weiter.

unterschreibt und verbreitet die Online Petition an den texanischen Gouverneur, das 5. Bundesberufungsgericht und den US Supreme Court https://www.change.org/p/stop-the-execution-of-rodney-reed

Die FREE MUMIA Bewegung nimmt nach dem Jahresauftakt mit Linn Washington auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania (siehe auch „Berichte aus der Bewegung“) wieder Proteste und Öffentlichkeitsarbeit auf. Im Februar und März gibt es neben der Kundgebung in Berlin zahlreiche Informationsabende in zehn verschiedenen Städten (siehe auch „Termine“).

Zum weiteren Inhalt:

1.***   Termine

2.***   Meldungen aus der Bewegung

3.***   Presse

4.***   Abschaffung der Todesstrafe

5.***   Solidarität mit Gefangenen

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1.***   Termine

Fr. 13. Februar 2015 – Nürnberg, Projekt 31 – 19 Uhr Ausstellungseröffnung für die Südstadt, Film “Prison Valley” (Fr/USA 2010, dt. Fassung, 59 Min.) und Vortrag „Der gefängnis-industrielle Komplex“ – die Ausstellung bleibt bis 20.2. Projekt 31, An den Rampen 31, 90443 Nürnberg – weitere Infos http://www.projekt31.org

***

Do. 19. Februar 2015 – Berlin, LUNTE – 20 Uhr veg. Küche für alle + anschließend Infos zu Kundgebung „Stoppt die Hinrichtung von Rodney Reed“ am 1. März LUNTE, Weisestr. 53, 12049 Berlin-Neukölln – U8-Boddinstr

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Sa. 21. Februar – Nürnberg, Desi – 20 Uhr Ausstellungseröffnung für die Nordstadt, 20 h: Film “MUMIA – Long Distance Revolutionary” (USA 2012 – OmU, 120 Min.) – die Ausstellung bleibt bis 5.3., Desi Stadtteilzentrum e.V. , Brückenstr. 23, 90419 Nürnberg – weitere Infos http://www.desi-nbg.de

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So, 1. März 2015 – Berlin – US Botschaft – 15 Uhr

Kundgebung: Stoppt die Hinrichtung von Rodney Reed in Texas US Botschaft – Pariser Platz/Brandeburger Tor, 10117 Berlin-Mitte – S-Bhf Brandenburger Tor weitere Informationen:

http://www.mumia-hoerbuch.de/bundnis.htm#stopptdiehinrichtungvonrreed

***

Mo, 02. März 2015 – Köln, LC 36 – 19:00

Vortrag zur Gefängnisindustrie & Film „Prison Valley“ (Fr/USA 2010, dt.

Fassung) + extra Update zu Mumia

Veranstalter*in: Rote Hilfe Köln und „Free Mumia Berlin“

LC 36, Ludolf-Camphausenstr. 36, 50672 Köln

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Die, 03. März 2015 – Düsseldorf, BUTZE -19:00 Uhr Vortrag zur Gefängnisindustrie & Film „Prison Valley“ (Fr/USA 2010,

dt.Fassung) + extra Update zu Mumia

Veranstalter*in: Rote Hilfe Düsseldorf/Neuss und „Free Mumia Berlin“

BUTZE – Weißenburgstr 18, 40476 Düsseldorf

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Mi, 04. März 2015 – Siegen, VEB – 19:30

Vortrag zur Gefängnisindustrie & Film „Prison Valley“ (Fr/USA 2010, dt.

Fassung) + extra Update zu Mumia

Veranstalter*in: Rote Hilfe Siegen & „Free Mumia Berlin“

VEB, Marienborner Str. 16, 57074 Siegen

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Do, 05. März 2015 – Bonn, Buchladen Le Sabot 19:30 Vortrag zur Gefängnisindustrie & Film „Prison Valley“ (Fr/USA 2010, dt.

Fassung) + extra Update zu Mumia

Veranstalter*in: Rote Hilfe Bonn und „Free Mumia Berlin“

Ort: Buchladen Le Sabot, Breite Straße 76, 53111 Bonn

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Fr, 06. März 2015 – Oberhausen, Druckluft – 19:00 Film „MUMIA – Long Distance Revolutionary“ + Infos zur FREE MUMIA Kampagne

Veranstalter*in: Rote Hilfe Oberhausen/westliches Ruhrgebiet und „Free Mumia Berlin“

Ort: Druckluft, Am Förderturm 27, 46049 Oberhausen

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Fr. 06. März 2015 – Nürnberg, Stadtteilladen Schwarze Katze – 19 Uhr Abschlussveranstaltung, 19 h: Film „Manufacturing Guilt“ (Kurzfilm über Mumias Verurteilung, engl. Originalfassung, 25 Min.) und Vortrag zur Todesstrafe Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1, 90429 Nürnberg

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Sa, 07.03.2015 – Bieleld, AJZ – 19:00

Film „MUMIA – Long Distance Revolutionary“ + Infos zur FREE MUMIA Kampagne

Veranstalter*in: Rote Hilfe Bielefeld und „Free Mumia Berlin“

Ort: AJZ, Heeper Str. 132, 33607 Bielefeld

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So, 8.03.2015 – Halle, Reil 78 – 19:30

Vortrag über die Gefängnisindustrie in den USA und BRD , anschließend der Film „Prison Valley“ (USA 2010, synchronisierte Fassung, ca. 54 Minuten)

Veranstalter*in: Rote Hilfe Halle und „Free Mumia Berlin“

Ort: Reil 78, Reilstr. 78, 06114 Halle   http://reil78.de/

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2.***   Meldungen aus der Bewegung

Gefangene klagen gegen anonyme Hinrichtungen im US Bundesstaat Ohio (21.01.2015)

http://www.freiheit-fuer-mumia.de/#ohiogefangeneklagenanonymehinrichtung

(Video) Linn Washington Speaking at Rosa-Luxemburg-Conference in Berlin (January 14, 2015) https://www.youtube.com/watch?v=0PUPKvGVRpg&feature=youtu.be

(Video) Mumia Abu-Jamal spricht auf der Rosa Luxemburg Konferenz 2015 in Berlin (12.01.2015) https://www.youtube.com/watch?v=AzXo_2ztIfo&feature=youtu.be

Einstweilige Verfügung gegen Gefangenen-Knebel-Gesetz in Pennsylvania beantragt (11.01.2015) https://linksunten.indymedia.org/de/node/131575

(Video) Mumia Abu-Jamal speaking at the anual Rosa-Luxemburg-Conference in Berlin, Germany on January 10, 2015 https://www.youtube.com/watch?v=HxwMiF0RQtw&feature=youtu.be

In diesem Youtube Video ist auch das englische Transkript von Mumias Rede enthalten. Die schriftliche dt. Übersetzung veröffentlichte die Tageszeitung Junge Welt am Konferenztag:

Grußwort von Mumia Abu-Jamal: Ferguson – der Ausgangspunkt (10.01.2105) http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/de/konferenz-2015/162-grusswort-von-mumia-abu-jamal-ferguson-der-ausgangspunkt

Pennsylvania’s Anti-Mumia Gag Law and the Right to Freedom of Speech (January 5, 2015) http://bolshevik.org/mumia/grossman_20150103_mumia_gag_law.html

Spendensammlung „Protect Freedom of Speech & Keep Mumia on the Air“ erfolgreich abgeschlossen! (3.01.2015)

http://www.trueten.de/permalink/Spendensammlung-Protect-Freedom-of-Speech-Keep-Mumia-on-the-Air-erfolgreich-abgeschlossen!.html

Beitrag vom FREE MUMIA Netzwerk zu den Anti-Knast-Silvester-Demos 2014

http://www.mumia-hoerbuch.de/bundnis.htm#silvester2014

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3.***   Presse

(RBB) Leben im Todestrakt (28.01.2015) – verfügbar bis 5.02.2015

http://mediathek.rbb-online.de/tv/zibb/Leben-im-Todestrakt/rbb-Fernsehen/Video?documentId=26146552&topRessort=tv&bcastId=3822084

(Freie Radios) Stoppt die Hinrichtung von Rodney Reed! (25.01.2015)

https://www.freie-radios.net/68492

(PNN) Ausstellung im Atelierhaus Panzerhalle – Postkarten aus dem Todestrakt (22.01.2015) http://www.pnn.de/potsdam-kultur/929937/

(Ossietzky) Polizei toppt Justiz (Januar 2015) http://www.sopos.org/aufsaetze/54ad12b834c1b/1.phtml

The Cases of Mumia Abu-Jamal and Jeremy Hammond (January 7, 2015) http://www.counterpunch.org/2015/01/07/the-cases-of-mumia-abu-jamal-and-jeremy-hammond/#.VK2YR8vqgB1.twitter

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4.***   Abschaffung der Todesstrafe

Sandra and Rodrick Reed react to death warrant for Rodney Reed (July 14,2014)

https://www.youtube.com/watch?v=aRqxS62wjXA&feature=youtu.be

(Pennsylvania, USA) Free Jimmy Dennis: Innocent on Death Row (Online Petition)

https://www.change.org/p/free-jimmy-dennis-innocent-on-death-row-2

Rodney Reed: wird Texas einen Unschuldigen hinrichten? (28.11.2014)

https://linksunten.indymedia.org/en/node/128341

State vs. Reed: A Question of Justice on Texas‘ Death Row (Full Film:

Revised 2013) https://www.youtube.com/watch?v=LLTcV664IgU

Staaten mit und ohne Todesstrafe – Auflistung

http://www.amnesty-todesstrafe.de/index.php?id=42

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5.***   Solidarität mit Gefangenen

(Thomas Meyer-Falk) Überzogene Telefonkosten in Gefängnissen? (29.01.15)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/133629

[LE] Antiknast- Aktion zum 31. 12. (25.01.2015)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/133270

(Repression Baskenland) Todesfall und Folter (26.01.2015)

http://de.indymedia.org/node/3425

Baskische Anwältinnen frei (22.01.2015)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/133007

Nach Solidaritätsaktionen für die Inhaftierten des Neujahrs-Punk-Konzerts in Minsk, wurden vier Personen verhaftet.

(22.01.2015) https://linksunten.indymedia.org/de/node/132920

Eric McDavid nach 9 Jahren aus dem Gefängnis entlassen! (21.01.2015)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/132871

Phil Africa Dies Under VERY Suspicious Circumstances (January 12, 2015)

https://linksunten.indymedia.org/en/node/131621

López gegen López – Maduro regt Gefangenenaustausch mit den USA an:

Puertoricanischer Freiheitskämpfer gegen venezolanischen Oppositionellen

(10.01.2014) http://www.jungewelt.de/2015/01-10/018.php?sstr=Lopez

[Berlin-Pankow] 200 Menschen auf Sylvesterdemo zum Frauenknast (06.01.2015) https://linksunten.indymedia.org/de/node/131154

Berlin: Zweimal an Silvester zum Knast (02.01.2015)

http://www.abc-berlin.net/berlin-zweimal-an-silvester-zum-knast

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreitet diese Meldungen auch selbst weiter.

Viele Grüße

Berliner FREE MUMIA Bündnis

FREE MUMIA: Infotour vom 02.03.15 bis 08.03.15

Hallo,

mumiaplakat3

im März 2015 werden einige aus dem Berliner FREE MUMIA Bündnis auf eine kleine ‪Infotour gehen, um über die ‪Gefängnisindustrie in den USA und der BRD zu informieren. Natürlich wird es auch um die aktuelle Unterstützung für ‪Mumia Abu-Jamal gehen. Organisiert wird das ganze in Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe e.V.

Wir starten am Tag nach der Berliner Kundgebung gegen die drohende Hinrichtung von Rodney Reed in Texas

https://linksunten.indymedia.org/en/node/133183

Bitte unterstützt die Bewerbung dieser Veranstaltungen und schaut vorbei, falls wir in eure Nähe kommen.

Mo, 02.03.2015 – Köln, LC 36 – 19:00 Vortrag zur Gefängnisindustrie & Film „Prison Valley“ (Fr/USA 2010, dt. Fassung) + extra Update zu Mumia

Veranstalter*in: Rote Hilfe Köln und „Free Mumia Berlin“ LC 36, Ludolf-Camphausenstr. 36, 50672 Köln

Die, 03.03.2015 – Düsseldorf, BUTZE -19:00 Uhr Vortrag zur Gefängnisindustrie & Film „Prison Valley“ (Fr/USA 2010, dt.Fassung) + extra Update zu Mumia – Veranstalter*in: Rote Hilfe Düsseldorf/Neuss und „Free Mumia Berlin“ BUTZE – Weißenburgstr 18, 40476 Düsseldorf

Mi, 04.03.2015 – Siegen, VEB – 19:30 Vortrag zur Gefängnisindustrie & Film „Prison Valley“ (Fr/USA 2010, dt. Fassung) + extra Update zu Mumia

Veranstalter*in: Rote Hilfe Siegen & „Free Mumia Berlin“ VEB, Marienborner Str. 16, 57074 Siegen

Do, 05.03.2015 – Bonn, Buchladen Le Sabot 19:30 Vortrag zur Gefängnisindustrie & Film „Prison Valley“ (Fr/USA 2010, dt. Fassung) + extra Update zu Mumia – Veranstalter*in: Rote Hilfe Bonn und „Free Mumia Berlin“ Ort: Buchladen Le Sabot, Breite Straße 76, 53111 Bonn

Fr, 06.03.2015, Oberhausen, Druckluft – 19:00 Film „MUMIA – Long Distance Revolutionary“ + Infos zur FREE MUMIA Kampagne Veranstalter*in:

Rote Hilfe Oberhausen/westliches Ruhrgebiet und „Free Mumia Berlin“ Ort: Druckluft, Am Förderturm 27, 46049 Oberhausen

Sa, 07.03.2015 – Bieleld, AJZ – 19:00 Film „MUMIA – Long Distance Revolutionary“ + Infos zur FREE MUMIA Kampagne Veranstalter*in: Rote Hilfe Bielefeld und „Free Mumia Berlin“ Ort: AJZ, Heeper Str. 132, 33607 Bielefeld

So, 8.03.2015 – Halle – Adresse und Zeit demnächst – Vortrag über die Gefängnisindustrie in den USA und BRD , anschließend der Film „Prison Valley“ (USA 2010, synchronisierte Fassung, ca. 54 Minuten)

Veranstalter*in: Rote Hilfe Halle und „Free Mumia Berlin“

Mit solidarischen Grüßen

FREE MUMIA – Free Them All!

Annette Groth, MdB DIE LINKE: Abschiebung der Familie Ametovic skandalös und unmenschlich

annette groth

Zu der Abschiebung der Freiburger Roma-Familie Ametovic mit ihren sechs Kindern im Alter von einem bis zehn Jahren nach Serbien erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Annette Groth:

Abschiebung der Familie Ametovic skandalös und unmenschlich

– Annette Groth wendet sich an Ministerpräsident Kretschmann und fordert, Abschiebung rückgängig zu machen –

„Die Abschiebung der Roma-Familie Ametovic mit ihren sechs Kindern Dejan (10 Jahre), Stiven (7 J.) , Andrijan (4 J.), Ervin (3 J.), Valerjia (2 J.) und Martin (1 J.) ist absolut skandalös und unmenschlich. Die Familie wird in ein Land abgeschoben, in dem Mitglieder der Roma-Gemeinschaften in Perspektivlosigkeit, extremer Armut, schlechten Wohn- und Lebensbedingungen, ohne menschenwürdige sanitäre Einrichtungen und zum Teil mit Unterernährung und Hunger leben müssen. Viele Mitglieder der Roma-Gemeinschaften bekommen aufgrund der extremen Armut keine ausreichende medizinische Versorgung.

Die Abschiebung der Roma-Familie ist für die grün-rote Landesregierung ein Armutszeugnis. Eine Familie mit sechs zum Teil kranken Kindern in den Winter Serbiens abzuschieben, ist mit einer humanen und an Menschenrechten ausgerichteten Politik nicht zu vereinbaren.“

Dazu weiter Annette Groth:

„Ich fordere die grün-rote Landesregierung und den Ministerpräsidenten Herrn Kretschmann auf, der Familie ein Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen in Baden-Württemberg zu gewähren und die Abschiebung rückgängig zu machen. Ich freue mich, dass vom „Freiburger Forum – aktiv gegen Ausgrenzung“ heute um 18 Uhr auf dem Rathausplatz eine Kundgebung gegen Abschiebungen angemeldet wurde und hoffe, dass sich viele Menschen an dieser Kundgebung beteiligen.“

Berlin Postkolonial: Mahnwache für den in der Nacht von Montag zu Dienstag in Dresden ermordeten Refugee Khalid Idress

Do 15.1.2015 ab 9 Uhr

Vetretung des Freistaates Sachsen beim Bund
Brüderstraße 11
10178 Berlin

 

Wir wollen ab 9.00 Uhr vor der sächsischen Landesvertretung in Berlin des in Dresden ermordeten Khalid Idress gedenken. Zugleich fordern wir die energische und lückenlose Aufklärung des schockierenden Verbrechens, bei dem die Polizei anfangs „Fremdeinwirkung“ ausschloß – obwohl der zwanzigjährige Geflüchtete am Dienstagmorgen tot in einer Blutlache gefunden wurde.

Bis 18.00 Uhr besteht die Möglichkeit, an der Mahnwache Kerzen und Blumen abzulegen.

Medienberichte:

Wir wollen morgen ab 09.00 Uhr vor der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund (Brüderstraße 11, 10178 Berlin) an Khalid Idress gedenken und gleichzeitig eine transparente sowie lückenlose Aufklärung des Verbrechens fordern. Denn trotzdem am Dienstagmorgen Anwohner_innen den zwanzigjährigen Geflüchteten tot in einer Blutlache gefunden haben sollen, meldete die Polizei zunächst , dass von „keiner Fremdeinwirkung“ auszugehen ist.

Bis 18.00 Uhr besteht die Möglichkeit dort Kerzen und Blumen abzulegen.

https://mopo24.de/nachrichten/dresden-asylbewerber-getoetet-3817

http://www.taz.de/Toter-Asylbewerber-in-Dresden/!152843/

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/dresden-toter-asylbewerber-aus-eritrea-wurde-getoetet-a-1012943.html

Berlin Postkolonial e.V.

Free Mumia Berlin: Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Rundbrief Januar 2014

Hallo,

hier kommen aktuelle Meldungen aus der FREE MUMIA Bewegung.

mumiaplakat3

Dieser schwere Einfriff in die Grundrechte der US-Verfassung droht in der Folge auch in anderen Bundesstaaten. Da Mumia von den Initiatoren dieses neuen Gesetzes öffentlich als Ziel dieser repressiven Massnahme genannt wurde, hat er sich zusammen mit Prison Radio und anderen entschlossen, auch juristisch dagegen vorzugehen.

Die Spendensammlung auf Prison Radio begann im November 2014. Bisher wurden 38.978 US-$ von Menschen online gespendet. Allerdings werden ca. 45.000 US-$ benötigt, um die Klage zu führen und auch 2015 zu gewährleisten, dass Prison Radio die Stimmen kämpfender Gefangener aus Pennsylvania weltweit veröffentlichen kann.

Wir möchten alle Leser*innen, die das noch rechtzeitig lesen bitten, zu überlegen, ob sie selbst etwas spenden möchten. Eine deutsche Übersetzung des Aufrufes befindet sich hier:

http://www.mumia-hoerbuch.de/arn.htm#spendenaufruffreedomofspeech

Prison Radio ( http://prisonradio.org/ ) veröffentlicht derzeit ca. 3x die Woche neue Beiträge von Mumia Abu-Jamal ( http://prisonradio.org/media/audio/mumia ), von denen einige wöchentlich u.a. in der Tageszeitung Junge Welt ( www.jungewelt.de ) und auf Radio Aktiv Berlin ( http://cba.fro.at/series/radio-aktiv ) veröffentlicht werden.

Ein Beispiel:

Mumia Abu-Jamal: Leere Worte von Vertrauen (8.12.2014) https://www.jungewelt.de/ausland/leere-worte-von-vertrauen

Im Original ist Mumia Abu-Jamal mit diesem Kommentar am 3. Dezember auf Prison Radio zu hören gewesen:

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/operation-restore-trust-309-mumia-abu-jamal

Auch andere kämpfende Gefangene aus Pennsylvania und den USA werden auf Prison Radio regelmässig veröffentlicht ( http://prisonradio.org/media/audio )

Im Dezember 2014 wurden die letzten drei der CUBAN 5 freigelassen und konnten nach vielen Jahren Haft in US Gefängnissen endlich nach Kuba zurück kehren. Wir freuen uns für sie und alle, die sich seit 1998 an dem Kampf für ihre Freilassung beteiligt haben.

Wir hoffen, in naher Zukunft auch andere derzeit Gefangene in Freiheit begrüßen zu können: Leonard Peltier, Sundiata Acoli, Kenny „Zulu“

Whitmore, die MOVE 9 und soviele andere müssen endlich freigelassen werden. Hintergrundinformationen und Adressen von vielen sind hier zu

finden: http://www.mumia-hoerbuch.de/post.htm

Am 10. Januar 2015 findet in der Berliner Urania die 20.

Rosa-Luxemburg-Konferenz statt (

http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/de/ ). Neben einem Beitrag von Mumia Abu-Jamal wird dort auch sein langjahriger Freund und Kollege Linn Washington sprechen ( http://freiheit-fuer-mumia.de/rlk2015.htm ). Die FREE MUMIA Kampagne wird zusammen mit anderen Anti-Repressionsgruppen einen Stand im Foyer der Urania betreiben, auf dem es aktuelle Materialien aus der Kampgane, Solidaritäts-Merchendise und Bücher von Mumia und über den Gefängnisindustriellen Komplex der USA geben wird – besucht uns, wenn ihr auf die Konferenz geht.

Im kommenden Rundbrief werden wir alle Details einer Info-Tour in Nordrhein-Westfalen auflisten. In der ersten Märzwoche 2015 werden Aktivist*innen der FREE MUMIA Bewegung dort an sieben Abenden über die Masseninhaftierung, die Gefängnisindustrie der USA sowie Mumia Abu-Jamal berichten.

Zum weiteren Inhalt:

1.***   Videos aus der Bewegung

2.***   Presse

3.***   Solidarität mit Gefangegen

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1.***   Videos aus der Bewegung

With Every Breath That I Have – Betty Davis teaches us our responsibility to humanity and justice in under 3 minutes. This is what freedom looks like. http://vimeo.com/114525815

Paris Alexandra, a Goddard College graduate, speaks out on why Mumia’s voice should not be silenced following his Goddard Commencement Address.

http://vimeo.com/115490574

Prison Radio – Protecting All Prisoners‘ Right To Speak http://vimeo.com/prisonradio

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2.***   Presse

(SF Bayview) Pennsylvania politicians pass Mumia Gag Law: Help fund the lawsuit to stop it (Dec. 28, 2014) http://sfbayview.com/2014/12/pennsylvania-politicians-pass-mumia-gag-law-help-fund-the-lawsuit-to-stop-it/

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3.***   Solidarität mit Gefangegen

JVA Tegel behindert die GG/BO-Arbeit (5.12.2014)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/128959

Mondo we Langa: COINTELPRO appeal dismissed by Nebraska Supreme Court without opinion (December 4, 2014) http://www.examiner.com/article/cointelpro-appeal-dismissed-by-nebraska-supreme-court-without-opinion

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreitet diese Meldungen auch selbst weiter.

Viele Grüße

Berliner FREE MUMIA Bündnis

05.01.2015: Gemeinsam gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung auf die Straße!

noBergida antira antifa

05.01.2015: Gemeinsam gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung auf die Straße!

— english below —

Demonstration am 05.01.2015
Auftakt 17.00 Uhr Klosterstaße vor dem Sitz des Innensenats

#NoPegida #NoBergida #NoBärgida #NoRacism

Der “Patrioten e.V.” versucht mit einer Demonstration am 05. Januar in Berlin einen “Pegida”-Ableger unter dem Namen “Bärgida” zu etablieren.
Hinter dem “Patrioten e.V.” stecken das rechte bis völkisch-nationalistische Umfeld von Gruppen wie “German Defence League”, “Pro Deutschland”, “Die Freiheit”, aber auch sogenannte “Identitäre” und Sympathisant_innen von AfD und NPD.
Als verängstigte Bürger_innen verharmloste Nazis und Rassist_innen mobilisieren seit Wochen zu Aufmärschen, die sich hauptsächlich gegen Geflüchtete und Muslime_a richten. Ängste vor dem Verlust von Privilegien und des eigenen sozialen Status werden geschürt, Sündenböcke erfunden und Betroffene gegeneinander ausgespielt.

Politiker_innen aus Bundes- und Landesregierungen verbergen mit zaghaften Abgrenzungen von Pegida ihre eigene Verantwortung für die rassistischen Mobilisierungen. Diskriminierende Debatten über einen angeblichen “Asylmissbrauch” dienen ihnen im politischen Tagesgeschehen als Rechtfertigung für Sanktionen, Verschärfungen des Asylrechts und die Ausgrenzung von Menschen. Die Argumentationsmuster und Vorgehensweisen ähneln dabei der “Das Boot ist voll”-Rhethorik Anfang der 1990er Jahre.

Heute nehmen rassistische Angriffe europaweit zu. Ziel sind oft Geflüchtete und ihre Unterkünfte, Moscheen, Muslime_a, Rom_nija und Schwarze Menschen. Diese erschreckenden Entwicklungen nehmen wir zum Anlass, uns jeder Form von Rassismus noch entschlossener entgegenzustellen. Wir sagen: Rassismus blockieren ist unser Recht! Wir verhandeln und verharmlosen nicht, wir ergreifen die Initiative!

Der Widerstand wächst bereits: Bonn, Kassel, Dresden, München – mittlerweile stellen sich zehntausende den rassistischen Aufmärschen in den Weg. Wir rufen alle Berliner_innen dazu auf, sich den rechten, nationalistischen und rassistischen Gruppierungen ebenso in den Weg zu stellen! Pegida, Bärgida, egal unter welchem Namen, wir werden den organisierten Rassismus stoppen, in Berlin und anderswo!

Die Kämpfe gegen Rassismus und vor allem die Forderungen der erstarkenden Bewegungen von Geflüchteten zeigen die Richtung an, in die unsere Gesellschaft verändert werden muss.
Stellen wir uns den Rassist_innen am 05. Januar entgegen!
Machen wir deutlich, wie vielfältig und stark unsere Solidarität ist!

Bündnis gegen Rassismus

Erstunterzeichner_innen:
Afrika-Rat Berlin Brandenburg
Allmende e.V.
AFROTAK TV cyberNomads
Antifaschistische Linke Jugend (alj)
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen
Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt
Bündnis Zwangsräumung Verhindern Büro Eta Boeklund, Dr. Angela Dreßler
FelS-Berlin (organisiert in der IL)
Kampagne Zusammen handeln – gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung
Initiative Grenzen_weg! der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
IniRromnja
ISD – Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Museum des Kapitalismus
NaturFreunde Berlin
ver.di Bezirk Berlin

Unterstützer_innen:
BO Gesundbrunnen
Jusos Berlin
Landesarbeitsgemeinschaft Antifaschismus DIE LINKE Berlin Die Linke. Berlin

http://buendnisgegenrassismus.org/2015/01/gemeinsam-gegen-rassistische-hetze-und-soziale-ausgrenzung-auf-die-strasse/

+++

ENGLISH
United against racist propaganda and social exclusion!

Demonstration on Jan. 5th 2015
5pm Klosterstaße in front of Innensenat

#NoPegida #NoBergida #NoBärgida #NoRacism

The “Patrioten e.V.” is trying to establish a branch of “Pegida” under the name “Bärgida” through a demonstration in Berlin on January 5th. At the bottom of the “Patrioten e.V.” is the right-wing and folkish-nationalist surrounding of groups such as “German Defence League”, “Pro Deutschland”, “Die Freiheit”, but also socalled “Identitäre” and symapthizers of AfD and NPD.

Trivialized as scared citizens, Nazis and racists have been mobilizing for demonstrations against refugees and Muslims for weeks. Fears of losing privileges and the own social status are being stoked, scapegoats invented and the ones concerned are played off against each other.

Politicians from national and federal governments hide their own responsibility for the racist mobilization through tentative dissociation from Pegida. Discriminating debates about alleged “asylum abuse” are serving as a legitimization for sanctions, aggravation of asylum laws and exclusion of people in daily political practice. The pattern of argumentation and the course of action thereby resemble the “The boat is full”-rhetoric in the early 1990s.

Racist attacks are increasing europe-wide these days. Often refugees and their accomodation, mosques, Muslims, Rom_nija and Black people are targeted. We take this shocking development as a cause to make an even stronger stand against any form of racism. We say: Blocking racism is our right! We do neither negotiate nor trivialize, we take the initiative!

The resistance is already growing: Bonn, Kassel, Dresden, Munich – by now, tens of thousands are opposing the racist demonstrations. We call all people in Berlin to also take a stand against right, nationalist and racist groups! Pegida, Bärgida, no matter under what name, we will stop organized racism, in Berlin and elsewhere!
The fight against racism and especially the demands of the increasingly strong movement of refugees show the direction to which our society must be changed.

Let’s rise against the racists on Jan. 5th!
We will make clear how diverse and strong our solidarity is!

Bündnis gegen Rassismus

Initial signers:
Afrika-Rat Berlin Brandenburg
Allmende e.V.
AFROTAK TV cyberNomads
Antifaschistische Linke Jugend (alj)
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen
Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt
Bündnis Zwangsräumung Verhindern
Büro Eta Boeklund, Dr. Angela Dreßler
FelS-Berlin (organisiert in der IL)
Kampagne Zusammen handeln – gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung
Initiative Grenzen_weg! der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
IniRromnja
ISD – Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Museum des Kapitalismus
NaturFreunde Berlin
ver.di Bezirk Berlin

Supporters:
BO Gesundbrunnen
Jusos Berlin
Landesarbeitsgemeinschaft Antifaschismus DIE LINKE Berlin Die Linke. Berlin

http://buendnisgegenrassismus.org/2015/01/gemeinsam-gegen-rassistische-hetze-und-soziale-ausgrenzung-auf-die-strasse/

IG BAU: Zehn Jahre Hartz IV – ein trauriges Jubiläum

IGBAU Gewerkschaft

19.12.2014
In diesem Jahr hat sich einiges für die Beschäftigten in Deutschland verbessert. Mit der „Rente ab 63“ und dem gesetzlichen Mindestlohn hat die Bundesregierung Fehler der Vergangenheit endlich korrigiert. Die IG BAU hat mit den Schwestergewerkschaften im DGB lange dafür gestritten. Trotz dieser Erfolge dürfen wir uns nicht ausruhen.
Längst sind mit den Reformen noch nicht annähernd die Missstände und die soziale Schieflage behoben, die durch eine verfehlte neoliberale Politik der Vergangenheit entstanden sind. Am 1. Januar jährt sich zum zehnten Mal die Einführung von Hartz IV – ein trauriges Jubiläum. Damals fiel jeder fünfte Empfänger von Arbeitslosenhilfe aus dem Leistungsbezug. Sie standen wegen der Anrechnung von Partnereinkommen und der Anrechnung von Vermögen über Nacht ohne Unterstützung da.
Heute werden viele Bedürftige gar nicht mehr erfasst, weil sie sich von vornherein ausrechnen können, dass es für sie keine Hilfe gibt. Sie haben resigniert und verzichten auf den Gang zu den Arbeitsagenturen. Für die Statistik ist das natürlich positiv. Die offiziellen Stellen schlachten das aus und loben, dass nach dem Start von Hartz IV im Jahr 2005 die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich abgenommen hat.

Längst zeigt sich aber, dass selbst diese Schönrechnerei an ihre Grenzen stößt. Seit rund drei Jahren tut sich nichts mehr. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen bleibt trotz guter Wirtschaft unverändert hoch. Es ist deshalb ein richtiger Schritt, dass sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die Zahlen jetzt genauer ansieht und von dem Irrglauben ihrer Vorgängerin abrückt, dass allein durch eine gute Konjunktur jeder Arbeit finden würde.

Dieser Erkenntnis müssen jedoch stärkere Korrekturen folgen als bisher geplant. Das jüngst vorgelegte Programm reicht nicht aus, um dem Problem Herr zu werden. Jeder erinnert sich noch gut an den Slogan zur Hartz IV-Einführung „Fördern und Fordern“. Beim „Fördern“ wurde im Anschluss kräftig gespart. Übrig blieb nur noch „Fordern“. Zehn Jahre nach Start von Hartz IV wird es höchste Zeit, das zu ändern.

Allen Kolleginnen und Kollegen wünsche ich besinnliche Feiertage, einen schönen Ausklang des Jahres 2014 und einen guten Start ins neue Jahr.

Robert Feiger, Bundesvorsitzender der IG BAU, in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift „Der Grundstein/ Der Säemann“, Ausgabe 12/2014-01/2015.

Aktionstag: Oxfam fordert, Gesundheit für alle zugänglich und finanzierbar zu machen

[Presse-Info]

oxfam

Weltweit begehen Gesundheitsorganisation erstmalig den „Universal Health Coverage Day“

Berlin, 11. Dezember 2014. Anlässlich des 2014 erstmals stattfindenden „Tages der allgemeinen Gesundheitsversorgung“ (Universal Health Coverage, UHC) am 12. Dezember ruft die Entwicklungsorganisation Oxfam dazu auf, Gesundheit für alle finanzierbar und zugänglich zu machen. Menschen überall auf der Welt muss es möglich sein, eine gute und bezahlbare medizinische Grundversorgung in Anspruch zu nehmen. Gesundheitssysteme zu stärken, Gesundheitspolitik effizienter und gerechter zu gestalten und ausreichende finanzielle Mittel bereitzustellen, sind daher Aufgaben, die höchste Priorität erhalten müssen. Die Bundesregierung muss sich auf internationaler Ebene dafür einsetzen,  allgemeine Gesundheitsversorgung als verbindliches, universell geltendes Ziel in der Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen für die Zeit nach 2015 zu verankern.

Oxfam-Gesundheitsexpertin Barbara Kühlen kommentiert: „Weltweit ist einer Milliarde Menschen der Zugang zu effektiver Gesundheitsversorgung versperrt. Jährlich verarmen 100 Millionen Menschen, weil die Kosten für Arztbesuche und Behandlungen zu hoch sind. In vielen Ländern ist Gesundheit deshalb immer noch ein Privileg der Wohlhabenden. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Ungerechtigkeit überwunden wird. Denn Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht und Grundlage menschlicher Entwicklung. Sie darf nicht davon abhängen, wo Menschen leben und wieviel Geld sie zur Verfügung haben.“

Hintergrund:
2012 riefen die Vereinten Nationen in der Resolution 67/81 die Regierungen auf, universellen Zugang zu einer guten und bezahlbaren Gesundheitsversorgung in ihren Ländern sicherzustellen. Zwei Jahre später hat ein globales Bündnis unter der Federführung der Rockefeller-Stiftung, der WHO, der Weltbankgruppe, von Save the Children, Managing Science for Health, Oxfam und Action for Global Health den 12. Dezember 2014 als den Tag der „Universal Health Coverage“ deklariert und eine Kampagne zur Förderung und Überprüfung der Verpflichtungen zu UHC ins Leben gerufen. (http://www.universalhealthcoverageday.org).
Über 500 Gesundheitsorganisationen aus mehr als 100 Ländern haben sich der Initiative bereits angeschlossen.
Ziel des Aktionstages zur Allgemeinen Gesundheitsversorgung ist es, für alle Menschen überall auf der Welt den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu sichern, ohne dass sie dabei in eine finanzielle Notlage geraten.
Hierfür ist es grundlegend, funktions- und reaktionsfähige Gesundheitssysteme zu fördern, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Gesundheitssysteme müssen Prävention, Behandlung und Rehabilitation gewährleisten und mit dem erforderlichen, gut ausgebildeten Gesundheitspersonal ausgestattet sein.

terre des hommes: Waffenexporte in Konfliktländer stoppen und Kinder schützen

terre des hommes

Pressemitteilung

Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember:

Neue Studie über die Situation von Kindersoldaten in Indien veröffentlicht

Osnabrück, 09.12.2014 – Weltweit leiden Kinder und Jugendliche unter Menschenrechtsverletzungen aufgrund von bewaffneten Konflikten. Rund 25 Millionen Kinder sind auf der Flucht vor Krieg und Gewalt, etwa 250.000 werden in mehr als 20 Ländern als Kindersoldaten zwangsrekrutiert und zum Kämpfen gezwungen. Insbesondere Kleinwaffen wie Sturmgewehre, Maschinengewehre und Pistolen landen auch in Kinderhänden. Diesen Waffen fallen weltweit über 90 Prozent aller zivilen Opfer in bewaffneten Konflikten zum Opfer, die meisten davon Kinder und Frauen.

Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Exporteur von Kleinwaffen, fast zwei Drittel der Exporte gingen 2013 in Länder außerhalb von EU und NATO, darunter auch Länder in Konfliktregionen wie Indien, Pakistan und Saudi-Arabien. Indien hat laut Rüstungsexportberichten der Bundesregierung in den vergangenen zehn Jahren Tausende Maschinengewehre, Sturmgewehre sowie Munition und Großwaffen aus Deutschland geliefert bekommen und ist in der Kaschmir-Region in einen bewaffneten Konflikt mit Pakistan verwickelt. In 17 von 29 Bundesstaaten schwelen bewaffnete Konflikte zwischen staatlichen Sicherheitskräften und diversen bewaffneten Oppositionsgruppen. Eine von der indischen terre des hommes-Partnerorganisation NERSWN kürzlich herausgegebene Studie beschäftigt sich mit den Auswirkungen des bewaffneten Konflikts auf Kinder in den indischen Bundesstaaten Assam und Manipur im Nordosten Indiens und dokumentiert massive Kinderrechtsverletzungen sowohl von bewaffneten Oppositionsgruppen als auch von indischen Sicherheitskräften. Dazu gehören die systematische Rekrutierung von Kindern und gewaltsame Vertreibungen. Viele Kinder leben oft über Jahre in Flüchtlingslagern, wo sie weder eine ausreichende ärztliche Versorgung noch die Gewissheit eines Schulbesuchs haben. Immer wieder kommt es zu Vergewaltigungen und willkürlichen Verhaftungen von Kindern durch die bewaffneten Gruppen. Die indische Armee lockt zudem Kinder mit falschen Versprechungen in Militärposten, um sie dort der Öffentlichkeit als vermeintliche oppositionelle Kämpfer zu präsentieren und trotz der Proteste von Eltern und Gemeinden in manchen Fällen für mehrere Jahre zu inhaftieren.

terre des hommes fordert einen Stopp von Waffenexporten nach Indien. »Wie das Beispiel Indiens zeigt, reichen die eigentlich verbindlichen deutschen Rüstungsexportrichtlinien offensichtlich nicht aus, um Waffenexporte in Konfliktregionen zu verhindern«, so Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte von terre des hommes. »Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes hat deshalb Deutschland aufgefordert, den Verkauf von Waffen gesetzlich zu verbieten, wenn die Gefahr besteht, dass der endgültige Bestimmungsort der Waffen ein Land ist, in dem Kinder möglicherweise für Kampfhandlungen rekrutiert werden. Wenn Deutschland 2015 erstmals den Vorsitz im UN-Menschenrechtsrat übernimmt, erwarten wir von der Bundesregierung, sich noch entschiedener für die Wahrung der Kinderrechte einzusetzen und ein Rüstungsexportgesetz mit einem entsprechenden Exportverbot zu erlassen.«

terre des hommes unterstützt Projekte für von Krieg und Gewalt betroffene Kinder in Kolumbien, Syrien, Pakistan, Burma und den Philippinen und setzt sich auf UN-Ebene sowie gegenüber der Bundesregierung für einen besseren Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten ein. Auch in Indien engagiert sich terre des hommes gemeinsam mit Partnern gegen diese Form von Kinderrechtsverletzung und fordert von der Regierung die Strafverfolgung der Täter.

PRO ASYL lehnt Auffanglager in Nordafrika als Instrument zur Aushebelung des Asylrechts in Europa ab

Presseerklärung, 12.11.2014

Auffanglager für Flüchtlinge in Nordafrika?

Neuer Vorstoß von Bundesinnenminister Thomas de Maizière zur Auslagerung des Flüchtlingsschutzes

pro asylBundesinnenminister Thomas de Maizière hat im Morgenmagazin des ZDF heute erläutert, dass „Willkommens- und Ausreisezentren“ außerhalb Europas eingerichtet werden sollen. Die italienische Seenotrettungsmission „Mare Nostrum“, bei der mehr als 150.000 Menschenleben gerettet wurden, wird hingegen beendet. „Was wir eigentlich brauchen – das haben wir auch mit den Innenministern besprochen – wir müssen in den Transitländern möglicherweise so etwas wie Willkommens- und Ausreisezentren machen. Der UNHCR, das Weltflüchtlingswerk der UNO könnte sie betreiben, um dann zu entscheiden, wer geht zurück und wer kommt nach Europa“, so der Bundesinnenminister.

PRO ASYL lehnt Auffanglager, zum Beispiel  in Nordafrika, als Instrument zur Aushebelung des Asylrechts in Europa ab. Die Externalisierung der Asylverfahren ist keine Lösung. Der Vorschlag erinnert an die Vision Otto Schilys von Auffanglagern in Nordafrika, in denen Schutzsuchende abgefangen werden sollen. „Was 2004 schon falsch war, ist in den letzten zehn Jahren nicht richtig geworden“ sagte Burkhardt, Geschäftsführer.  Die Verantwortung für den Flüchtlingsschutz immer weiter von Deutschland und Europa wegzuschieben, wird aber keinem menschenrechtlichen Anspruch gerecht.

Die Argumente gegen die sogenannten „Willkommenszentren“ in Transitländern sind:

  • Das Sterben im Mittelmeer wird nicht verhindert. Auffanglager, die nur wenigen Flüchtlingen eine Perspektive bieten, können Schutzsuchende nicht davon abhalten, in seeuntüchtigen Booten nach Europa aufzubrechen.
  • Im Rahmen von Aufnahmekontingenten von Flüchtlingen von außerhalb Europas haben es die Staaten in der Hand, nach politischem Ermessen selbst festzulegen, wie viele Flüchtlinge sie aufnehmen. Das Asylrecht dagegen entzieht sich per se einer politisch motivierten Begrenzung der Zahl. Die Zielsetzung der Staaten in diesem Konzept ist es aber, ein individuelles Recht auf Asyl in ein Gnadenrecht zu verwandeln, wo sie sich selbst handverlesen Flüchtlinge auswählen, deren Einreise erlaubt wird.
  • Es gibt keine rechtsstaatlichen Garantien in den sogenannten „Willkommenszentren“: Zu einem rechtsstaatlichen Verfahren gehört, dass negative Behörden-entscheidungen von Gerichten überprüft werden können. Dies wäre in Lagern in Nordafrika nicht möglich. Außerdem wäre eine unabhängige Beratung und Vertretung durch Rechtsanwälte nicht möglich.  Mit dem Recht auf ein faires Verfahren und Rechtsstaatlichkeit sind solche Vorschläge nicht zu vereinen.
  • Anerkannte Flüchtlinge drohen ohne Asylland zu bleiben. Angesichts der geringen Bereitschaft zahlreicher europäischer Staaten, Flüchtlinge aufzunehmen, ist es höchst fraglich, ob alle anerkannten Flüchtlinge einen Aufnahmestaat finden.