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Offener Brief an die SPD-Parteispitze und die sozialdemokratischen TeilnehmerInnen der Koalitionsverhandlungen: CETA nicht ratifizieren!

Pressemitteilung

  1. Februar 2018

Gerechter Welthandel

Das Netzwerk Gerechter Welthandel, dem unter anderem Attac, BUND, Campact, der Deutsche Kulturrat, Greenpeace, Mehr Demokratie und Naturfreunde angehören, fordert die SPD heute in einem Offenen Brief dazu auf, das Handels- und Investitionsschutzabkommen der EU mit Kanada, CETA, nicht zu ratifizieren – auch nicht in einer möglichen Großen Koalition. CETA ist bereits in Teilen vorläufig in Kraft getreten und muss nun von den EU-Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Entgegen der Darstellung im Sondierungspapier von SPD, CDU und CSU gefährdet CETA weiterhin öffentliche Dienstleistungen der Daseinsvorsorge und wird ausländischen Investoren nach der vollständigen Ratifizierung ein eigenes, privilegiertes Klagerecht gewähren. Auch Arbeitnehmerrechte sowie das dem europäischen Umwelt- und Gesundheitsschutz zu Grunde liegende Vorsorgeprinzip sind in CETA unzureichend geschützt.

Den Offenen Brief finden Sie unter: www.gerechter-welthandel.org/2018/02/02/offener-brief-spd

Hier der Text des offenen Briefes:

CETA nicht ratifizieren!
Offener Brief an die SPD – Parteispitze und die sozialdemokratischen TeilnehmerInnen
der Koalitionsverhandlungen
Sehr geehrte Damen und Herren,
anlässlich der aktuell stattfindenden Koalitionsverhandlungen der SPD mit CDU/CSU bitten wir Sie darum, auch in einer möglichen Großen Koalition das Handelsabkommen der EU mit Kanada, CETA, nicht zu ratifizieren.
In der SPD ist CETA sehr umstritten, viele Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen haben sich in den vergangenen Jahren an Protesten gegen das Abkommen beteiligt.
Einige Landesverbände der SPD haben sich gegen die Ratifizierung von CETA ausgesprochen; die Berliner Landesregierung, an der die SPD beteiligt ist, hat angekündigt, im Bundesrat gegen die Ratifizierung zu stimmen. Im Sondierungspapier, das den Koalitionsverhandlungen zugrunde liegt, wird die handelspolitische Ausrichtung einer möglichen Großen Koalition jedoch wie folgt skizziert:
„Wir wollen freien und fairen Handel in der Welt. Protektionismus lehnen wir ab und setzen vorrangig auf multilaterale Vereinbarungen. Im europäisch-kanadischen Handelsabkommen CETA sind zukunftsweisende Regelungen für den Schutz von Arbeitnehmerrechten, öffentlicher Daseinsvorsorge und für einen fortschrittlichen Investitionsschutz vereinbart worden.
“Als Netzwerk Gerechter Welthandel – dem unter anderem Attac, BUND, Campact, der Deutsche Kulturrat, Greenpeace, Mehr Demokratie und NaturFreunde angehören – begrüßen wir das Bekenntnis zu einem fairen Handel. Deutlich widersprechen müssen wir jedoch den Aussagen zu den Inhalten von CETA:
1. Der in CETA enthaltene Schutz von Arbeitnehmerrechten ist äußerst schwach. Das dem europäischen Umwelt- und Gesundheitsschutz zu Grunde liegende Vorsorgeprinzip ist ebenfalls nicht geschützt. Das Kapitel zu Handel und Arbeit ist nicht mit einem funktionierenden Sanktions- und Durchsetzungsmechanismus verbunden und ist von der allgemeinen Streitschlichtung des Abkommens ausgeschlossen. Ein effektives Vorgehen gegen Verstöße von Arbeitnehmerrechten ist damit nicht garantiert, was die Einhaltung von Arbeitsstandards schwächt. Auch das europäische Vorsorgeprinzip im Umwelt- und Gesundheitsschutz wird weder zur Grundlage des Vertrags gemacht noch bezogen auf die EU ausreichend geschützt, sondern durch Verweis auf WTO-
Regeln verwässert. Im Regierungsprogramm 2017 hat sich die SPD das Ziel gesetzt, „in allen Handels- , Investitions- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen Regeln für die verbindliche Einhaltung und Umsetzung menschenrechtlicher, ökologischer, verbraucherpolitischer und sozialer Standards wie der ILO-Kernarbeitsnormen mit konkreten Beschwerde- , Überprüfungs- und Sanktionsmechanismen zu vereinbaren“. Dieses Ziel wurde in CETA nicht erreicht.
2. Die öffentliche Daseinsvorsorge ist in CETA nur unzureichend geschützt. CETA verfolgt einen Negativlisten- Ansatz bei der Dienstleistungsliberalisierung. Damit hängt der Umfang der Liberalisierungsverpflichtungen von in den Annexen formulierten Ausnahmen ab. Die komplizierte Struktur dieser Ausnahmen in den Annexen führt zu einer hohen Rechtsunsicherheit, ob alle wichtigen, schützenswerten Bereiche ausgenommen wurden. Auch zukünftige Dienstleistungsarten können naturgemäß nicht auf einer Negativliste vermerkt werden. Außerdem führt die so genannte „Sperrklinken-Klausel“ dazu, dass einmal vollzogene Liberalisierungsschritte nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Somit gefährdet CETA weiterhin öffentliche Dienstleistungen der Daseinsvorsorge.
3. Nach der vollständigen Ratifizierung wird CETA ausländischen Investoren weiterhin ein eigenes, privilegiertes Klagerecht außerhalb des deutschen und europäischen Rechtssystems gewähren, das demokratische Handlungsspielräume von Politik einschränkt. Investoren werden weitgehende Rechte gewährt, die über den Eigentumsschutz des Grundgesetzes hinausgehen – ohne dass diesen Rechten Pflichten, etwa zum Schutz des Gemeinwohls, gegenübergestellt werden. Aus all diesen Gründen
weisen die in CETA enthaltenen Regelungen nicht in eine bessere Zukunft, sondern in eine schlechtere. Hunderttausende Menschen haben in den vergangenen Jahren gegen das Abkommen demonstriert, über eine Million Menschen aus Deutschland hat die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA unterschrieben. Dennoch wird das umstrittene Abkommen seit September 2017 vorläufig angewendet. Um vollständig in Kraft zu treten, muss es von allen EU-Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Auf Antrag Belgiens prüft der Europäische Gerichtshof (EuGH) derzeit, ob der Investitionsschutz in CETA mit dem EU-Recht vereinbar ist. Dass eine Ratifizierung nicht stattfindet, bevor der EuGH entschieden hat, halten wir für eine demokratische Selbstverständlichkeit. Zudem bitten wir Sie darum, den vorliegenden CETA-Entwurf angesichts des enthaltenen weitreichenden und einseitigen Investitionsschutzes sowie der Gefahren für Arbeitnehmerrechte und öffentliche Daseinsvorsorge nicht zu ratifizieren – auch nicht in einer möglichen Großen Koalition mit CDU und CSU.

 

Mit freundlichen Grüßen
Netzwerk Gerechter Welthandel

[free-mumia] Aktueller Rundbrief aus Berlin

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

hier kommen aktuelle Meldungen über den seit 1981 gefangenen Journalisten Mumia Abu-Jamal und aus der länderübergreifend vernetzten Solidaritätsbewegung. Zuerst eine schlimme Nachricht: Mumia ist trotz erfolgter Hepatitis-C Behandlung erneut krank. Wie berichtet, hatte er aufgrund der langen Behandlungsverzögerung durch die Gefängnisbehörde von Pennsylvania eine Leberzirrhose erlitten und seit Jahren anhaltenden Hautbeschwerden, die in jüngerer Vergangenheit (erneut) zu schweren Blutungen, offenen Wunden und starken Schmerzen geführt haben. Mumia wird dabei nicht einmal vom Anstaltsarzt der privaten Firma Correct Care Solutions untersucht. Dieser hatte ihn lediglich telefonisch nach seinen Symptomen befragt und Bestrahlungen sowie ein in seiner Wirkung umstrittenes Medikament verordnet. Beide Massnahmen haben Mumia keine Erleichterung bringen können. Im Gegenteil: er hat Anfang Januar so starke Schmerzen, dass er mehrere Tage am Stück nicht schlafen konnte. Nun fordert er eine externe medizinische Untersuchung und Behandlung.

Dabei können wir ihn alle unterstützen, indem wir die zuständigen Behörden in Pennsylvania anrufen:

  • SCI Mahanoy Superintendent Theresa DelBalso: 001 570-773-2158
  • PA Secretary of Corrections John E. Wetzel: 001 – 717-728-4109
  • PA Dpt of Health Acting Secretary Dr. Rachel Levine: 001 – 717-787-9857

Ein möglicher englischer Mustersatz: „I demand that Mumia Abu-Jamal (#AM 8335) will be taken to an independent medical facility, such as Geisinger Hospital, which has the expertise to provide thorough hands-on diagnostic evaluation and offer supervised patient care.“

Die Kernöffnungszeiten aller drei Behörden liegen zwischen 9 und 16 Uhr Ortszeit. Durch die sechsstündige Zeitverschiebung heisst das für uns 15 – 21 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Es gibt auch eine 1-seitige Flyer-Kopiervorlage mit allen behördlichen Nummern in Pennsylvania, um die externe medizinische Untersuchung und Behandlung von Mumia Abu-Jamal zu verlangen. Bitte druckt diese Vorlage aus, kopiert sie und verteilt sie öffentlich weiter: (Vorlage…)

Auf der juristischen Ebene lief es in den vergangenen Wochen allerdings etwas besser für den afroamerikanischen Journalisten. Am 17. Januar 2018 gab es in dem vollbesetzten Bezirksgerichtssaal von Philadelphia eine Anhörung über die Frage, warum die Staatsanwaltschaft von Philadelphia Mumias Akten nicht, wie schon seit einem halben Jahr beauflagt, übergeben hat. Speziell ein staatsanwaltliches Memorandum aus dem Jahr 1990 wird als wichtig angesehen, um die Rolle des früheren Stellvertretenden Bezirksstaatsanwaltes Ron Castile in Mumias Fall beurteilten zu können, der 1994 als Berufungsrichter Mumias Revisionsantrag abwies. Castile hatte in inzwischen 18 bekannten Fällen als Staatsanwalt sowohl bei der Anklage und Verurteilung von Gefangenen mitgewirkt, als auch in seiner späteren Funktion als Berufungsrichter über deren Verfahren geurteilt. 2016 hatte der US Supreme Court in dem Fall „Williams gegen Pennsylvania“ entschieden, dass dies einen Interessenskonflikt darstellt und ein komplett neues Verfahren angeordnet.

Der neu amtierende Bezirksstaatsanwalt Larry Krassner erschien am 17. Januar zwar nicht selbst vor Gericht, hatte aber mehrere seiner Mitarbeiter entsandt. Diese baten um „mehr Einarbeitungszeit“, den sie wollten bald „eine grundsätzliche Haltung“ zu allen diesen Fällen, von denen auch Mumia Abu-Jamal einer ist, veröffentlichen.

Aus einem Bericht von Noelle Hanrahan (Direktorin von Prison Radio): „Der Richter wies den neuen Bezirksstaatsanwalt an, seiner Anordnung zu folgen, „herauszufinden, was mit dem verschwundenen Memo geschehen ist, indem er in dieser Hinsicht aktiv wird“. Der Richter machte dazu auch den Vorschlag, die Anklagebehörde könne dazu „den ehemaligen stellvertretenden Bezirksstaatsanwalt vernehmen, um die Antwort zu bekommen“. Der Richter kündigte an, er werde für den 26. Februar 2018 eine Statuskonferenz einberufen, um sich im Einzelnen über die Bemühungen der Behörde aufklären zu lassen. „Ich möchte nicht in zwei Monaten eine weitere Anhörung haben, bei der sich nichts geändert hat. Diese Fragen müssen beantwortet werden.“

Die nächste öffentliche Gerichtsverhandlung ist für den 27. März 2018 angesetzt. Vor dem Gericht fand gleichzeitig eine Kundgebung für Mumias Freilassung statt. Bilder und weitere Informationen zu dem Gerichtstag befinden sich hier…

Derzeit verändert sich die Staatsanwaltschaft in Philadelphia. Der neue Amtsinhaber Larry Krassner hat über 30 ehemalige Mitarbeiter entlassen und vor kurzem neue Mitarbeiter*innen vorgestellt, die von verschiedenen Hintergründen kommend „neue Ideen“ in die Arbeit der Ankläger*innen tragen sollen (New Philadelphia District Attorney Reveals First Round Of Hires). Philadelphias Black Lives Matter Vorsitzender Asa Khalif hatte Krasner in dessen Wahlkampf unterstützt. Nun sagt er, dass er sich drauf konzentrieren werde, Krasners Arbeit genau zu beobachten und ihn zur Verantwortung zu nehmen: “It’s time to pay up on the promises he ran on,” sagte Khalif zu Journalist*innen während einer Protestkundgebung vor dem Büro der Staatsanwaltschaft.

Viele Leser*innen haben vermutlich auch von der Unterschriftenaktion mitbekommen, die zwischen den Dezemberfeiertagen und Mitte Januar lief. Wir möchten uns bei allen bedanken, die selbst Unterschriften für Mumia gesammelt haben. Beeindruckt waren wir u.a. von einem Brief aus einem dt. Jugendgefängnis, wo sich 11 Gefangene solidarisch mit Mumia gezeigt haben und einen eigenen Brief an den Bezirksstaatsanwalt Krasner in Philadelphia geschrieben haben, in dem sie die Übergabe der fraglichen Akten sowie Mumias Freiheit forderten. Solidarität überwindet Mauern und Grenzen!

In Florida begann am 15. Januar 2018 ein weitere Arbeitsstreik von Gefangenen zur Abschaffung der Sklaverei in den USA (Mehr hier…) Seit 2010 wehren sich Gefangene gegen die Ausbeutung und Rechtlosigkeit, der sie in der staatlich/privaten Profitgefängnissen unterliegen. Weitere Informationen dazu weiter unten in der Rubrik „Solidarität mit Gefangenen“.

Die US Bundesstaaten Texas, Ohio und Tennessee begannen das Jahr mit Hinrichtungen bzw. mit Terminsetzungen. Speziell Texas und Ohio sind noch immer offene Befürworter staatlichen Mordens an Gefangenen, obwohl der us-weite Trend inzwischen in einen andere Richtung weist (siehe weitere Informationen dazu weiter unten inder Rubrik „Abschaffung der Todesstrafe – überall!“).

weiterer Inhalt:

  1. Meldungen aus der Bewegung
  2. Termine
  3. Presse
  4. Solidarität mit Gefangenen
  5. Abschaffung der Todesstrafe – überall!

    1. Meldungen aus der Bewegung

      Bericht von der Mahnwache vor dem US-Konsulat in Frankfurt am 17.1.2018

      (Video) Introduction by Mumia Abu-Jamal: „MEET RAMONA AFRICA INSIDE THE ACTIVISTS’ STUDIO“ (January 24, 2018)

      FREE MUMIA – video impressions from 2018 Rosa-Luxemburg-Conference feat. Mumia Abu-Jamal (21.01.2018)

      Dt. Übersetzung von Mumias Rede, ein Radiobeitrag sowie weitere Informationen von der Rosa-Luxemburg-Konferenz im Januar 2018 befinden sich hier

      Neue Anhörung in Mumias Fall auf den 27. März 2018 angesetzt (18.01.2017)

    2. Termine

      mehr hier…

    3. Presse

      (jW) Sklavenarbeit in Knästen – Seit Wochen streiken in Florida Gefängnisinsassen. Behörden versuchen die Aktionen kleinzureden (29.01.2018)

      (jW) Mumia Abu-Jamal muss weiter warten (19.01.2018)

      (Philadelphia Tribune) Judge continues action filed by Mumia Abu-Jamal (January 17, 2018)

      (CBS) Judge Continues Action Filed By Mumia Abu-Jamal Claiming Alleged Judicial Bias (January 17, 2018)

      (jW) Mumia Abu-Jamal: Schwarzer Widerstand im 21. Jahrhundert (15.01.2018)

      (jW) Besuch bei Mumia (15.01.2018)

      (jW) Solidarität mit Mumia Abu-Jamal und Oury Jalloh (14.01.2018)

      (jW) Wieder Sorge um Mumia (8.01.2018)

    4. Solidarität mit Gefangenen

      Florida prisoners launch strike against slave labor (January 16, 2018)

      (Incarcerated Workers Organizing Committee) Operation PUSH – Florida Prison Strike on MLK Day (January 15, 2018)

      Über 150 Gefangene unterstützen Petition für Mitgliederversammlungen der Gefangenen-Gewerkschaft GG/BO in der JVA Tonna (16.01.2018)

      [Spain] Letter from Rodrigo Lanza from prison (15.01.2018)

      (Sachsen-Anhalt) Brief von Andreas Krebs: Haftverlegung durch SEK und Psychoterror (9.01.2018)

      (Spain) 12 years imprisonment for making songs and writing on Twitter (3.01.2018)

      Silvester zum Knast – Gespräch über Berliner Demonstration (2.01.2018)

      [Stuttgart] Silvesterdemo um die JVA-Stammheim (31.12.2017)

      [HH] Transpi-Aktion: Soli für G20-Gefangene (30.12.2017)

    5. Abschaffung der Todesstrafe – überall!

      Texas carries out first US execution of 2018 (January 19, 2018)

Executions set to resume in Tennessee: Three death row inmates scheduled to die (January 18, 2018)

Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

Free Mumia – Free Them All!

Viele Grüsse
Free Mumia Berlin

Koalitionsvertrag: CDU, CSU und SPD sollen ÖPP stoppen

Plattform gegen eine Bundesfernstraßengesellschaft

c/o Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB), Weidenweg 37, 10249 Berlin

Pressemitteilung

bundesfernstraßengesellschaft

Berlin, den 1. Februar 2018: Die Plattform gegen eine Bundesfernstraßengesellschaft fordert die Verhandlungsführenden von CDU, CSU und SPD auf, ÖPP im Autobahnbereich zu stoppen und keine neuen ÖPP-Projekte mehr zu beginnen. Beides sollte im Koalitionsvertrag entsprechend verankert werden.

Dazu Uwe Hiksch von den NaturFreunden Deutschland:

“Die NaturFreunde Deutschland lehnen ÖPP im Autobahnbereich ab. Die Verkehrsinfrastruktur ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und muss in öffentlicher Hand bleiben. Mit der Klage der A1 mobil GmbH gegen den Bund haben wir einen weiteren Beleg: Die Mehrkosten bezahlen voraussichtlich wieder einmal die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.“

Carl Waßmuth von Gemeingut in BürgerInnenhand zu den Forderungen:

“Bei der Änderung des Grundgesetzes letzten Sommer wurde seitens der Großen Koalition betont, man wolle keine Privatisierungen im Bereich der Autobahnen. Seither sehen wir, wie schädlich ÖPP sich gerade im Autobahnsektor entwickelt: Einige ÖPP-Betreiber sind in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten und wollen, dass der Bund jetzt ihre Rendite sichert. Gleichzeitig hat über Forderungsverkäufe schon das Ausweiden begonnen. Wenn es am 18. Mai vor Gericht geht, wird nicht nur die drohende Pleite eines einzelnen ÖPP-Projekts verhandelt: Das System ÖPP ist bankrott und muss dauerhaft beendet werden.“

Mitgliedsorganisationen der Plattform sind:
̵    Attac Deutschland
̵    Bund für Umwelt und Naturschutz BUND
̵    Gemeingut in BürgerInnenhand GiB
̵     „Bürgerbahn statt Börsenbahn“ BsB
̵    Naturfreunde Deutschland
̵    Robin Wood
̵    Verband der Straßenwärter VdStra
̵    ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
̵    Wassertisch Berlin

Schattenfinanzindex 2018 zeigt: Deutschland weiter vorn unter weltweiten Schattenfinanzzentren

Pressemeldung Netzwerk Steuergerechtigkeit und Tax Justice Network

 tax justice network

 

SPERRFRIST: Veröffentlichungen über Index und Report sind mit einem strikten Embargo bis 30.01.2018, 18:00 Uhr versehen!

Berlin, 29. Januar 2018 Morgen veröffentlichen das Tax Justice Network und das Netzwerk Steuergerechtigkeit zum fünften Mal den Schattenfinanzindex mit dem Ranking der schädlichsten Zentren der globalen Geheimhaltungs- und Steuervermeidungsindustrie. Die Hauptbotschaft lautet: Die politischen Schritte für mehr Finanztransparenz können mit der Ausweitung der Schattenfinanzplätze kaum Schritt halten und lassen die Interessen des globalen Süden unberücksichtigt.

Die Top 10 der weltweiten Schattenfinanzzentren
1 Schweiz
2 USA
3 Kaiman-Inseln
4 Hong Kong
5 Singapur
6 Luxemburg
7 Deutschland
8 Taiwan
9 Vereinte Arabische Emirate (Dubai)
10 Guernsey

Deutschland verschlechtert sich auf Platz 7

Deutschland hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre wegen vergleichsweise zögerlicher Verbesserungen auf Platz 7  verschlechtert. Markus Meinzer, Projektleiter des Schattenfinanzindex beim Tax Justice Network dazu: “Deutschland ist weiterhin eine Geheimnisoase für ausländisches Vermögen. Schäubles 10-Punkte Plan als Reaktion auf die Panama Papers war völlig unzureichend. Gleichzeitig bremst Deutschland bei Verschärfungen auf EU-Ebenen und hat beschlossene Änderungen nur unvollständig umgesetzt. Wir brauchen endlich eine effektive und konsequente Untersuchung und Verfolgung von Steuervermeidung und Geldwäsche und einen öffentlichen Zugang zum Transparenzregister.“

EU trotz Reformen immer noch wichtiger Anziehungspunkt für illegitime Finanzströme

Die EU hat in den letzten Jahren mehrere Reformvorhaben gegen Steuervermeidung und Geldwäsche auf den Weg gebracht und reklamiert für sich eine Vorreiterrolle. Trotzdem sind mehrere EU-Mitgliedsstaaten und von ihnen abhängige Gebiete im Index weiterhin vorne dabei. Die Niederlande haben sich sogar um 26 Plätze auf den 14. Platz verschlechtert. Dazu Karl-Martin Hentschel, Vertreter von Attac im Netzwerk Steuergerechtigkeit: „„Europa muss endlich handlungsfähig werden und noch entschiedener gegen die eigenen Schattenfinanzplätze vorgehen. Der FSI zeigt, wie eine unpolitische schwarze Liste aussehen würde – mit einem mickrigen Marktanteil von zusammen nur 0,16% finden sich die neun von der EU gelisteten Länder im Ranking weit unten. Mit öffentlicher länderbezogener Berichterstattung für Konzerne und strengen Regeln für die Gehilfen der Steuervermeidung – die sogenannten Intermediäre – kann die EU ihrer Vorreiterrolle wieder gerecht werden. Deutschland sollte dafür seine Blockadehaltung zu Reformen in der EU aufgeben und sich für ein einheitlichen Steuersystem (GKKB-Richtlinie) ohne neue Schlupflöcher und mit angemessenen Mindeststeuersätzen einsetzen.““

Schweiz weiterhin auf Platz eins, USA auf dem Weg zum größten Schattenfinanzplatz

Mit starker Geheimhaltung bleibt die Schweiz unangefochtener Spitzenreiter. Die USA steigert ihren Anteil am globalen Geschäft mit ausländischen Bankkunden um 3% auf 22,3% und rückt auf Platz 2 auf. Beide Länder wehren sich auf ihre Weise dagegen Konteninformationen von Ausländern mit deren Herkunftsstaaten zu teilen und schützen damit Kriminelle und korrupte Eliten. Christoph Trautvetter dazu: „Die Schweiz ist im UN-Menschenrechtsrat scharf kritisiert worden, weil sie mit ihrer Geheimhaltung weltweit zu Menschenrechtsverletzungen beiträgt. Die Einführung des automatischen Informationsaustausches zu verzögern und zu beschränken ist deswegen ein Skandal. Noch problematischer die USA – Sie waren zwar das erste Land, das für sich und seine Bürger den automatischen Informationsaustausch beansprucht hat, liefern aber im Gegenzug nur sehr wenige Informationen. Genauso üben sie zwar weltweit Druck auf Schattenfinanzplätze aus und verfolgen spektakuläre Einzelfälle von Geldwäsche, tun aber zu wenig gegen inner-amerikanische Geheimnisoasen wie Delaware, Wyoming oder Nevada. Hier zeigt sich das Prinzip „America First“ von seiner schlimmsten Seite.“

Interessen des globalen Südens bleiben unberücksichtigt

Länder des globalen Südens leiden schon jetzt am stärksten unter der Gewinnverschiebung multinationaler Konzerne – auch aus Deutschland – und illegitimen Finanzströmen in Richtung der internationalen Finanzmärkte. „Es ist besonders dramatisch, dass die meisten sog. Entwicklungsländer von den Fortschritten der letzten Jahre ausgeschlossen bleiben“, so Dr. Klaus Schilder, Referent für Entwicklungsfinanzierung bei MISEREOR dazu: „Deutschlands Blockade öffentlicher länderbezogener Berichterstattung und die teilweise vorgeschobenen Datenschutzbedenken führen dazu, dass die Finanzbehörden in den betroffenen Ländern weiterhin keinen Zugriff auf Informationen zur Gewinnverteilung der Konzerne und den Auslandskonten ihrer Bürger erhalten. Die korrupte Elite kann sich weiter hinter internationalen Briefkastenfirmen und undurchsichtigen Finanzmärkten verstecken.“

SPERRFRIST: Ab 30. Januar 2018 (18Uhr) finden Sie folgende Informationen unter den darunter angegebenen Links:

netzwerk cuba nachrichten vom 20.01.2018

kuba cuba

Liebe Leser_innen,

zum Wochenende viel neuer Lesestoff.

Der Wind weht für eine nachhaltige Entwicklung

Die Windkraft als effiziente nachhaltige Energiequelle zu nutzen, ist Teil der kubanischen Strategie zur Veränderung seiner Energiematrix

Autor: Leidys Maria Labrador Herrera | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-19/der-wind-weht-fur-eine-nachhaltige-entwicklung

 

Kandidaten mit Verdiensten und Engagement

Wie die Präsidentin des Nationalen Kandidaturausschusses Gisela Duarte Vázquez Granma gegenüber erklärte, wird jeder der Vorsitzenden der Kandidatenausschüsse des Kreises den Delegierten die Nominierungsvorschläge vorstellen

Autor: Yudy Castro Morales | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-19/kandidaten-mit-verdiensten-und-engagement

 

Koloniale Ruine nach Naturkatastrophe

Interview, das einen Überblick über die aktuelle Lage in Puerto Rico als Frei Assoziierter Staat der USA vier Monate nach dem Durchzug von Hurrikan María gibt

Autor: Jeiddy Martínez Armas | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2018-01-19/koloniale-ruine-nach-naturkatastrophe

 

Die kubanische Botschaft in Venezuela war im Visier einer Terrorzelle

„Sie wollten die kubanische Botschaft mit einer Bombe angreifen“, sagte vor kurzem Diosdado Cabello, erster Vizepräsident der PSUV, Bezug nehmend auf die geplanten Aktionen einer terroristischen Zelle, die in dieser Woche in der Bolivarischen Nation unschädlich gemacht wurde

Autor: Redaktion Internacional | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2018-01-19/die-kubanische-botschaft-in-venezuela-war-im-visier-einer-terrorzelle

 

Lateinamerika: Die sozialen Bewegungen in Zeiten der globalen präventiven Konterrevolution

Die argentinisch-kubanische Intellektuelle Isabel Rauber über die Herausforderungen für die sozialen Bewegungen und fortschrittlichen Regierungen Lateinamerikas

Von Isabel Rauber Übersetzung: Klaus E. Lehmann amerika21

https://amerika21.de/analyse/193717/lateinamerika-soziale-bewegungen

 

Cuba: Die USA und Trump als Nachbarn

Am 16.01.2018 wurde im Rosa-Luxemburg-Saal im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin über Cuba und seine Beziehung zu den USA diskutiert.

http://www.netzwerk-cuba.de/2018/01/cuba-die-usa-und-trump-als-nachbarn/

 

Kuba auf spanischer Tourismusmesse als sicherstes Land geehrt

Die Delegeation der Insel wird von Tourismusminister Manuel Marrero angeführt

Autor: Prensa Latina | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-18/kuba-auf-spanischer-tourismusmesse-als-sicherstes-land-geehrt

 

Havanna zur Hauptstadt des Iberoamerikanischen Cocktails erklärt

Diese Auszeichnung wurde vom Präsidenten der spanischen und iberoamerikanischen Gastronomie Rafael Ansón und dem kubanischen Minister für Tourismus Manuel Marrero bekanntgegeben

Autor: ACN | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-19/havanna-zur-hauptstadt-des-iberoamerikanischen-cocktails-erklart

 

Amandla! Awethu!

Fotoimpressionen von der XXIII. Internationalen ­Rosa-Luxemburg-Konferenz 2018

Von Arnold Schölzel

https://www.jungewelt.de/artikel/325853.amandla-awethu.html

 

Solidarität kennt keine Grenzen

Internationale Stimmen am LLL-Wochenende in Berlin

Von MD

https://www.unsere-zeit.de/de/5003/internationale_politik/7541/Solidarit%C3%A4t-kennt-keine-Grenzen.htm

 

Eine ganze Welt in 48 Stunden schaffen

Kubanische Entwickler haben die Herausforderung angenommen, im größten Marathon der Welt für Videospiele unterhaltsame, kreative und experimentelle Produkte herzustellen

Autor: María Lucía Expósito, estudiante de P | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-18/eine-ganze-welt-in-48-stunden-schaffen

 

Action im siebten Semifinalspiel

Die „Holzfäller“ (Los Leñadores), das Team der Provinz Las Tunas, qualifizierten sich für das Finale der Baseball-Landesmeisterschaft, bei dem sie ab Samstag auf die „Rotfüchse“ von Granma treffen werden

Autor: Aliet Arzola Lima | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/deportes/2018-01-18/action-im-siebten-semifinalspiel

 

Volle Stadien und angespannte Nerven

Es ist weit mehr als bloß ein Spiel: Das ganze Land bewegt sich im Rhythmus der Leidenschaften und die Seele hängt in der Schwebe bis zum letzten „Out“ im letzen Inning. Es durchdringt die Insel und schleicht sich wie ein heilsames Fieber in jedes Haus, ohne irgendeinen gleichgültig zu lassen angesichts dieser kubanischen, tellurischen, identitätsstiftenden Wucht. Es reicht, „Baseball“ zu sagen und alles ist gesagt

Autor: Alfonso Nacianceno | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/deportes/2018-01-17/volle-stadien-und-angespannte-nerven

 

Randale im Sabina Park

Nur wenig mehr als ein Jahr nach Gründung des INDER am 23. Februar 1961stellte sich der kubanische Heimsport dem internationalen Vergleich bei den Spielen Zentralamerikas und der Karibik von Jamaika 1962

Autor: Alfonso Nacianceno | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-17/randale-im-sabina-park

 

Die Verpflichtung der Regierung gegenüber der Umwelt

Im Laufe des ganzen Jahres wurden Aktionen zum Erhalt, zum Schutz und zur Wiederherstellung von Naturräumen überprüft, die wegen ihrer ökonomischen Wichtigkeit, ihrer Bedeutung für die Umwelt und die Landschaft sowie für die Reduzierung der natürlichen und technologischen Risiken wertvoll sind

Autor: Germán Veloz Placencia | german@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-18/die-verpflichtung-der-regierung-gegenuber-der-umwelt

 

Ein kubanischer Kampf gegen den Marabu

Das in Cienfuegos wiedergewonnene Ackerland zeichnet sich durch die Vielfalt und Qualität der Nährstoffe aus

Autor: Julio Martínez Molina | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-17/ein-kubanischer-kampf-gegen-den-marabu

 

Neues meteorologisches Zentrum mit hoher Verlässlichkeit in Betrieb

Die moderne Ausrüstung verarbeitet Bilder von Satelliten und meteorologischem Radar für die Prognosen

Autor: Ortelio González Martínez | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-17/neues-meteorologisches-zentrum-mit-hoher-verlasslichkeit-in-betrieb

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen vom Projekt Tamara Bunke in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Veranstaltungen des Netzwerk Cubas: http://www.netzwerk-cuba.de/events/

Links zu Terminkalendern: http://www.netzwerk-cuba.de/termine/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

Redaktion netzwerk cuba nachrichten (ncn-online)
Netzwerk Cuba – informationsbüro – e.V.
Weydingerstr. 14-16 10178 Berlin Fon +49 (0)30 2400 9338
www.netzwerk-cuba.de
ncn@netzwerk-cuba.de

www.facebook.com/RedCubaAlemania/

netzwerk cuba nachrichten vom 17.01. 2018

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

zur Wochenmitte wieder ein newsletter.

 

Kuba arbeitet an einer zeitgemäßen Anpassung seiner Migrationspolitik

Am vergangenen Wochenende waren fünf Jahre nach Inkrafttreten der Aktualisierung der kubanischen Migrationspolitik am 14. Januar 2013 vergangen

Autor: Iramsy Peraza Forte | internet@granma.cu

Autor: Sergio Alejandro Gómez | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-16/kuba-arbeitet-an-einer-zeitgemassen-anpassung-seiner-migrationspolitik

 

Schulung der neuen Volksvertretungen in vollem Gang

Die neuen Delegierten von 5 876 Wahlkreisen erhalten vor der Übernahme ihrer Funktionen alle notwendige Information für die Ausübung ihres Mandats

Autor: Tubal Páez | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-16/schulung-der-neuen-volksvertretungen-in-vollem-gang

 

Regenfälle überstiegen 2017 den historischen Jahresdurchschnitt

Die günstige Situation der Regenfälle im Jahre 2017 setzte der Dürre ein Ende, die einen Großteil des kubanischen Archipels in den letzten Jahren betroffen hatte.

Autor: Orfilio Peláez | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-16/regenfalle-uberstiegen-2017-den-historischen-jahresdurchschnitt

 

Jazz pur

Bobby Carcasses, „Chucho“ Valdés, Steve Bensusan, unter anderen, werden an dieser Ausgabe des Internationalen Festivals Jazz Plaza 2018 teilnehmen

Autor: Ricardo Alonso Venereo | cultura@granma.cu

Autor: Michel Hernández | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cultura/2018-01-16/jazz-pur

 

Letzte Tage in Havanna
Ùltimos días en la Habana 

spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
 versión original castellano, subtítulos en alemán

Buch und Regie: Fernando Pérez

Fernando Pérez wurde bekannt durch seine Filme „Das Leben ein Pfeifen“ und „Suite Havanna“. Sein neuer Film ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft und zugleich eine Liebeserklärung an die kubanische Hauptstadt und ihre Bewohner.

ab 25.1.2018 im Kino

http://kairosfilm.de/

 

Moderne Anlagen für den kubanischen Sport (+ Fotos)

Am Montag wurde im Latinoamericano-Stadion eine moderne Anlage für das Krafttraining eingeweiht, die von den Baseballteams verschiedener Kategorien in ihrer Ausbildung genutzt werden wird

Autor: Yosel E. Martínez Castellanos | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/deportes/2018-01-16/moderne-anlagen-fur-den-kubanischen-sport-fotos

 

Schach-Landesmeisterschaften in Holguín und Havanna

Der kubanische Schachsport hat seine Saison mit den Landesmeisterschaften gestartet. Das Turnier der Damen begann am Samstag in der Stadt Holguín, wo es schon von 2007 bis 2013 zu Hause war. Die erste Phase der Meisterschaft der Männer beginnt heute in Havanna, erstmalig seit 1971 wieder in der kubanischen Hauptstadt

Autor: Jorge C. de la Paz | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/deportes/2018-01-15/schach-landesmeisterschaften-in-holguin-und-havanna

 

Der Pädagogenverband Kubas verleiht zwei Großen des Lehrberufs den Nationalpreis

José Ramón Fernández, Berater des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats, und Asela de los Santos Tamayo, Heldin der Arbeit, erhielten diese hohe Auszeichnung

Autor: Yeilén Delgado Calvo | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-16/der-padagogenverband-kubas-verleiht-zwei-grossen-des-lehrberufs-den-nationalpreis

 

Wissenschaft und Denken als Geschenk

Vielleicht glaubte jemand es sei eine Utopie, ein undurchführbares Projekt, auf der Struktur eines unterentwickelten Landes, das zudem noch den Behinderungen der Mächtigen ausgesetzt ist, eine Nation aufzubauen, die stolz auf wissenschaftliches und technisches Kapital ist.

Autor: Orfilio Peláez | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-15/wissenschaft-und-denken-als-geschenk

 

Wie das Erreichte verteidigen?

In Lateinamerika geht die Debatte über das Scheitern der linken Regierungen weiter

Von Günter Pohl

https://www.unsere-zeit.de/de/5002/hintergrund/7484/Wie-das-Erreichte-verteidigen.htm

 

Maduro: 2017 war ein Jahr wichtiger sozialer Fortschritte

Der Staatschef gab gestern seine jährliche Botschaft zur Lage der Nation ab

Autor: Redaktion Internacional | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2018-01-16/maduro-2017-war-ein-jahr-wichtiger-sozialer-fortschritte

 

Solidarität mit dem Bolivarischen Venezuela – Berliner Resolution verabschiedet

Per Akklamation verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der XXIII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am Samstag eine »Berliner Erklärung« in Solidarität mit der Bolivarischen Revolution in Venezuela:

https://www.jungewelt.de/artikel/325284.solidarit%C3%A4t-mit-dem-bolivarischen-venezuela-berliner-resolution-verabschiedet.html

 

Solidarität mit Venezuela

Hochrangige Delegation gibt auf Rosa-Luxemburg-Konferenz Einblicke in die Kämpfe der Bolivarischen Republik

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/artikel/325274.solidarit%C3%A4t-mit-venezuela.html

 

Modelle der Solidarität

Künstler, Wissenschaftler, Politiker, politische Initiativen: Das Programm der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz war so gedrängt voll wie selten zuvor – und fand viele Zuhörer

Von Arnold Schölzel

https://www.jungewelt.de/artikel/325256.modelle-der-solidarit%C3%A4t.html

 

CUBA LIBRE 1-18

Zeitschrift der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

Zum 50. Todestag des Che

http://www.fgbrdkuba.de/cl/cl-2018-1.php

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen vom Projekt Tamara Bunke in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Veranstaltungen des Netzwerk Cubas: http://www.netzwerk-cuba.de/events/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

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Geflüchtete mit subsidiärem Schutz fordern: Familienleben für Alle! Keine Aussetzung des Familiennachzugs!

Pressemitteilung 22.01.2018

 

22.01.18 Flüchtlinge protestieren vor dem Bundestag.jpg
Wir, eine Gruppe von Geflüchteten mit subsidiärem Schutz, haben heute vor dem Bundestag gegen die Pläne der zukünftigen Groko protestiert. Die CDU/CSU will unseren Familiennachzug weiter aussetzen und nur in Härtefällen 1000 Menschen pro Monat einreisen lassen. Die SPD stellt sich nicht dagegen, weil sie regieren möchte.

 

Wir haben uns auf die jetzige Gesetzeslage verlassen. Es steht in allen Briefen, mit denen uns die Bescheide des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zugeschickt wurden, dass wir ab dem 16. März 2018 einen Anspruch auf Familiennachzug haben.
Als wir nach Deutschland kamen, waren wir im Glauben, wir könnten bald unsere Familien nachholen und zusammen in Sicherheit leben. Denn so stand es im Gesetz. Dann hieß es plötzlich, nein, ihr könnt eure Familie erst in zwei Jahren nachholen. Wir fühlten uns zum ersten Mal betrogen. Wir wollen nicht, dass uns das jetzt ein zweites Mal passiert.

„Das geht überhaupt nicht mehr. Insbesondere hier in einem freiheitlichen menschlichen toleranten Rechtsstaat“ sagen Almousa Fteim und Moumal Malas, zwei der Betroffenen und erklären:

„Wir werden weiter protestieren bis die Mehrheit der Abgeordneten des Bundestages uns klar garantieren, dass wir unsere Familien ab dem 16. März 2018 ohne Einschränkungen nachholen können, so wie es uns in unseren Bescheiden versprochen wurde.“

 

Auch die Abgeordneten des Parlaments sind dem Grundgesetz verpflichtet, wo in Artikel 6 der besondere Schutz von Ehe und Familie als Grundrecht festgeschrieben ist. Auch sie müssen sich an das Grundgesetz halten.

Unsere Kinder brauchen ihre Eltern und wir brauchen unsere Kinder und unsere Ehepartner/innen. Viele von uns sind schon seit mehreren Jahren von ihnen getrennt.„Können sich die Abgeordneten des Bundestags  vorstellen, wie es ihnen an unserer Stelle gehen würde?“ fragt Makkieh Alshami.

Wir apellieren an die Abgeordneten der CDU, CSU, SPD, FDP, GRÜNEN und die Linke: Lassen Sie uns in Ihre Gesellschaft integrieren und unser Leben wiederaufbauen!
Der AfD (ihren Abgeordneten und Wählern) möchten wir sagen, dass wir keine Untermenschen sind – hören Sie auf, gegen uns zu hetzten. Es ist genug! Wir sind Menschen

netzwerk cuba nachrichten vom 13. 01. 2018

 

Liebe Leser_innen,

der newsletter zum Wochenende.

Präsident Raúl Castro nimmt an Zeremonie im Mausoleum III Frente teil

Armeegeneral Raúl Castro Ruz nahm an der militärischen Zeremonie teil, bei der die sterblichen Überreste der Kämpfer, die während des Befreiungskriegs gefallen oder nach dem Sieg der Revolution verstorben sind, ins Mausoleum der III Frente Mario Muñoz überführt und anschließend bestattet wurden.

Autor: Eduardo Palomares Calderón | palomares@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-12/prasident-raul-castro-nimmt-an-zeremonie-im-mausoleum-iii-frente-teil

 

Raúl besuchte das Militärische Industrieunternehmen von Camagüey

Während des Rundgangs durch einige der Fabriken tauschte er sich mit Führungskräften und Arbeitern aus

Autor: Leticia Martínez Hernández | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-12/raul-besuchte-das-militarische-industrieunternehmen-von-camaguey

 

Die Solidarität Kubas mit Bolivien ist eine Pflicht

In Havanna wurde der 35. Jahrestag der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern begangen

Autor: Redacción Internacional | internacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-12/die-solidaritat-kubas-mit-bolivien-ist-eine-pflicht

 

Fremdenfeindliche Kommentare Trumps zu El Salvador und Haiti

Der Präsident der Vereinigten Staaten gab während eines Treffens über Immigrationsangelegenheiten polemische Äußerungen zu Nationen von sich, die er als „Scheißländer“ bezeichnete

Autor: Redaktion Digital | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2018-01-12/fremdenfeindliche-kommentare-trumps-zu-el-salvador-und-haiti

 

Ergebnis der Migrationsbeziehungen zwischen Kuba und den USA und ihre Herausforderungen

Die Gültigkeit des Cuban Adjustment Acts von 1966, der einzigartig in der Welt ist, stellt weiterhin einen Anreiz zur irregulären Einwanderung dar; dessen Aufhebung wäre entscheidend, wenn man normale Migrationsbeziehungen zwischen den beiden Ländern erreichen möchte

Autor: Francisco Arias Fernández | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-12/ergebnis-der-migrationsbeziehungen-zwischen-kuba-und-den-usa-und-ihre-herausforderungen

 

USA weisen ihre Bürger an, Reisen nach Kuba zu überdenken, einem der sichersten Länder der Welt

Die Gesetzgeber kubanischer Abstammung, die gegen eine Annäherung der beiden Länder sind, möchten eine noch drastischere Verringerung des Personenflusses zwischen beiden Ländern erreichen

Autor: Sergio Alejandro Gómez | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-11/usa-weisen-ihre-burger-an-reisen-nach-kuba-zu-uberdenken-einem-der-sichersten-lander-der-welt

 

Neue Konservenfabrik in Cienfuegos in Betrieb genommen

Die Strategien der lokalen Entwicklung der Provinz ermöglichten die Eröffnung der Anlage

Autor: Julio Martínez Molina | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-11/neue-konservenfabrik-in-cienfuegos-in-betrieb-genommen

 

Das Blatt der Seetraube

Der Film von Mirta González und Jorge Campanería hat am heutigen Donnerstag seine Premiere in den Kinosälen des Landes und wird voraussichtlich drei Wochen lang auf dem Spielplan stehen

Autor: Anays Almenares Avila | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cultura/2018-01-11/das-blatt-der-seetraube

 

Im Westen bewegte sich die Erde

Das seismologische Ereignis vom 9. Januar ist das stärkste, das Messinstrumente in Kuba registriert haben. Seine Auswirkungen konnte man außerdem in Hondura, Mexiko, Costa Rica, Guatemala, Panama, Belize und El Salvador spüren

Autor: Redaktion Nationales | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2018-01-11/im-westen-bewegte-sich-die-erde

 

Berlin: Kuba in Gefahr? – Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba in Vergangenheit und Gegenwart

  1. Januar 2018 @ 10:00

http://www.netzwerk-cuba.de/event/berlin-kuba-in-gefahr-die-beziehungen-zwischen-den-usa-und-kuba-in-vergangenheit-und-gegenwart/

 

“ SOLIDARITÄT IST UNSERE STÄRKE !!! „

Gestärkt mit neuen Mitgliedern und konstruktiven Ideen , trifft sich die

Bonner Gruppe der Freundschaftsgesellschaft B.R.D. – Kuba e. V.

am Dienstag den 16 . Januar 2018 um 19 Uhr zum ersten Mal im neuen

gemütlich “ Café Frida “ Bornheimerstr. 57

http://www.fgbrdkuba.de/bonn/index.html

 

Interbrigadas-Newsletter Januar 2018

http://www.interbrigadas.org/newsletter-januar-2018/

 

Große Erwartungen

In Kuba wird 2018 ein Generationenwechsel in der Führung des Landes stattfinden – der sozialistische Weg bleibt davon unberührt

Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/artikel/325066.gro%C3%9Fe-erwartungen.html

 

Hort des Schreckens

Heute vor 16 Jahren errichteten die USA in Guantanamo ein Internierungslager, das wegen Menschenrechtsverletzungen weltweit bekannt wurde

Von Jürgen Heiser

https://www.jungewelt.de/artikel/325054.hort-des-schreckens.html

 

Berlin: Kuba in Gefahr? – Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba in Vergangenheit und Gegenwart

Vortrag von Jörg Rückmann, Koordinator der AG Cuba Sí in der LINKEN.

https://cuba-si.org/2018/1/berlin-kuba-gefahr-die-beziehungen-zwischen

 

Einladung und Programm der 1. Mai-Brigade in Cuba

http://www.netzwerk-cuba.de/2018/01/einladung-und-programm-der-1-mai-brigade-in-cuba/

 

Donald Trump zum Trotz: US-Tourismus auf Kuba wächst weiter

Von Marcel Kunzmann amerika21

https://amerika21.de/2018/01/193084/tourismus-kuba-waechst

 

FBI: Keine „Schallattacken“ in Havanna gegen US-Amerikaner

Von Edgar Göll amerika21

https://amerika21.de/2018/01/193188/fbi-keine-schallattacken-havanna

 

USA nehmen Vorwurf zurück

Zweifel an »akustischen Angriffen« durch Kuba

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1075813.usa-nehmen-vorwurf-zurueck.html?pk_campaign=Newsletter

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen vom Projekt Tamara Bunke in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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VVN-BdA: Nein, nein, nein! Kein Auschwitzgedenken mit AfD-Stadtrat in Lichtenberg!

Die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. erklärt:

vvnbda antifa

Offener Brief zur geplanten Rede des Lichtenberger AfD-Stadtrats Elischewski am 27. Januar 2018

Vorab: Wir finden es eine gute und wichtige Tradition, dass am 27. Januar die Mitglieder des Lichtenberger Bezirksamt den Opfer des Faschismus parteiübergreifend gedenken und danken Ihnen dafür.

Anlässlich des Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2018 soll der AfD-Stadtrat Elischewski als Vertreter des Lichtenberg Bezirksamtes um 11.00 an der Gedenktafel am Fennpfuhl reden.

Wir denken es braucht keiner langen Erklärung, warum wir den geplanten Auftritt des AfD- Stadtrats empörend und ganz und gar nicht normal finden.

Und es braucht keiner langen Erklärung dafür, dass wir ihn nicht zu Wort kommen lassen wollen. Das sind wir den Opfern des Faschismus, den Überlebenden und ihren Nachfahren schuldig.

Herr Elischewski bleiben Sie zu Hause!

Und sehr geehrte Bezirksamtsmitglieder erklären sie uns und den Berliner*innen bitte, was der Vertreter einer Partei für die das Holocaustmahnmal ein Schandmal ist und die einen Schlussstrich unter das Gedenken an die Verbrechen der Deutschen im Faschismus ziehen will, dort zu suchen hat. Das fehlt in ihrer Pressemitteilung.

Nein, nein, nein! Kein Auschwitzgedenken mit AfD-Stadtrat in Lichtenberg!

Nehmen wir in diesem Sinne an der Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2018 teil!

11.00, Zwangsarbeiter*innen-Gedenktafel am Fennpfuhl , Paul Julius Str 71 (Tramstation Röderpl.)

Kommt rechtzeitig!

„Essen ist politisch!“ 33.000 fordern mehr Tempo bei Agrar- und Ernährungswende

Pressemitteilung

 

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SPD und Union müssen Willen der Bevölkerung umsetzen: Schluss mit Glyphosat, Tierfabriken und weltweitem Höfesterben / Umwelt, Tiere und Bauernhöfe verzeihen keinen weiteren Stillstand

Berlin, 20.01.18.
Mit einem ohrenbetäubenden Kochtopf-Konzert fordern 33.000 Menschen bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin die kommende Bundesregierung zu einer neuen Agrarpolitik auf. „Die industrielle Land- und Ernährungswirtschaft verursacht lokal und global Probleme für Bauern, Klima, Tiere und Umwelt“, sagt „Wir haben es satt!“-Sprecher Jochen Fritz und ergänzt im Namen der über 100 Organisationen, die zur Demonstration aufgerufen haben: „Der Umbau hin zu einer umwelt-, tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft, in der Bauern gut von ihrer Arbeit leben können, darf von der Politik nicht weiter aufgeschoben werden.“ Das Demonstrationsbündnis ruft SPD und Union auf, keine weitere Zeit mehr verstreichen zu lassen und als erste Schritte Glyphosat zu verbieten sowie den überfälligen Umbau der Tierhaltung zu finanzieren, damit Schweine wieder Tageslicht sehen und Kühe auf Weiden grasen können.

 

Vor dem Agrarministergipfel im Bundeswirtschaftsministerium schlagen die Demonstranten auf ihre Kochtöpfe und fordern die Achtung der Menschenrechte, faire Handelsbedingungen und mehr Unterstützung für die ländliche Bevölkerung weltweit. Schon am Vormittag hatten die 160 Bauern, die die Demonstration mit ihren Traktoren anführen, eine Protestnote an die 70 versammelten Minister aus aller Welt übergeben. „Wir wollen raus aus der fatalen Exportorientierung und Landkonzentration, die Bauern hier und weltweit das Genick bricht“, so Fritz über die Folgen der Agrarpolitik. Allein in den letzten 12 Jahren, mussten in Deutschland ein Drittel der Höfe ihre Tore schließen.

Bündnis-Sprecher Fritz weiter: „Essen ist politisch, immer mehr Menschen erkennen das. Aber die Politik nährt eine Agrarindustrie und lässt sie auf Kosten von Umwelt, Klima und Tieren produzieren. Damit wir alle nicht langfristig die Zeche dafür zahlen, muss die GroKo den Spieß jetzt umdrehen. Diejenigen, die nachhaltig produzieren und essen, müssen belohnt werden.“

 

Mit Blick auf den morgigen SPD-Parteitag appelliert Martin Schulz als Sprecher der Traktorfahrer an sei­nen sozialdemokratischen Namensvetter, endlich Mut und Klarheit für eine zukunftsweisende Agrarpolitik zu beweisen. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Schulz sagt: „Viele Bauern haben sich schon längst auf den Weg gemacht und verändern die Landwirtschaft Tag für Tag. Leider noch ohne die Unterstützung der Politik. Wir Bauern brauchen jetzt eine zukunftsfähige Politik, die verlässliche Entscheidungen trifft und Probleme löst. Der Stillstand der alten GroKo hat zu einer Spaltung zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft geführt. Da müssen wir raus.“

 

Konkrete Projekte in der nächsten Legislaturperiode müssen – neben Glyphosat-Ausstieg und Umbau der Tierställe – die Kennzeichnungspflicht bei tierischen Lebensmitteln, das Verbot von Reserve-Antibiotika in der Tierhaltung und faire Marktregeln zum Schutz von Bauernhöfen sein. Außerdem muss die Zahlung von EU-Agrarsubventionen an außerlandwirtschaftliche Investoren, die immer mehr Bauern den Boden unter den Füßen wegkaufen, sofort beendet werden.

 

Die Großdemonstration richtet sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen Landwirte. Die konventionellen und Öko-Bauern demonstrieren auch im achten Jahr im Schulterschluss mit Lebensmittelhandwerkern und der Zivilgesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das breite „Wir haben es satt!“-Bündnis Wege für eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft und ein gutes Ernährungssystem auf.

 

Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de