Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für 31. Mai 2017

netzwerk cuba nachrichten vom 26. 04. 2017

kuba cuba

Liebe Leser_innen,

zur Wochenmitte der gewohnte newsletter – diesmal auch mit Beiträgen zur Region Lateinamerika und einen Filmtipp für die Berliner.

Machado Ventura empfing eine Delegation der Kommunistischen Partei Spaniens

Die Besuchsdelegation absolvierte ein Arbeitsprogramm, das deren Teilnahme an der zentralen Veranstaltung zum Sieg von Playa Girón einschloss

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-04-25/machado-ventura-empfing-eine-delegation-der-kommunistischen-partei-spaniens

 

Berlin: ALBA-Filmvorführung: Clandestinos

Filmkunst- Forum der Mitgliedstaaten der Bolivarianischen Allianz für die Völker Unseres Amerika – (ALBA-TCP).

https://cuba-si.org/2017/4/berlin-alba-filmvorfuehrung-clandestinos

 

Kuba verstärkt Investitionen in urbane Landwirtschaft

Internationaler Kongress tagt in Havanna. Kubanische Stadtgärten sollen ausgebessert werden. Vertreter der FAO plädiert für schonende Bodenbearbeitung

Von Marcel Kunzmann amerika21

https://amerika21.de/2017/04/174637/kuba-urbane-landwirtschaft

 

Druck auf Trump für gute Beziehungen zu Kuba

Von Edgar Göll amerika21

https://amerika21.de/2017/04/174727/druck-trump-fuer-kuba

 

Oxfam: Lateinamerika Region mit der höchsten Landkonzentration weltweit

Bericht thematisiert Ungleichheit im Landbesitz. Insbesondere Frauen, Kleinbauern und Indigene von den Folgen betroffen. Forderung nach Umverteilung

Von Valeska Cordier amerika21

https://amerika21.de/2017/04/174776/la-hoechste-landkonzentration

 

Die Stärke derer „von unten“

Es war die Zeit der Demokratie niedriger Intensität, wie sie der argentinische Intellektuelle Guillermo O’ Donnell bezeichnete

Autor: Andrés Mora Ramírez | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2017-04-25/die-starke-derer-von-unten

 

Handelskonvention stellt wirtschaftliche Entwicklung in den Mittelpunkt

Die Erste Handelskonvention wird über die Bedeutung der Branche in der wirtschaftlichen Entwicklung Kubas beraten

Autor: ACN | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-04-25/handelskonvention-stellt-wirtschaftliche-entwicklung-in-den-mittelpunkt

 

Wachsende Nutzung der Sonnenenergie in Cienfuegos

In Cienfuegos ist die Montage mehrerer Solarparks bis zum Jahr 2030 in Vorbereitung

Autor: Julio Martínez Molina | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-04-24/wachsende-nutzung-der-sonnenenergie-in-cienfuegos

 

Etwa 5 000 Jugendliche werden die Demonstration in Sancti Spíritus eröffnen

Etwa 5 000 Mitglieder der Union der Jungkommunisten werden die Demonstration aus Anlass des Internationalen Feiertages der Arbeiter in der Provinzhauptstadt von Sancti Spíritus eröffnen

Autor: Juan Antonio Borrego | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2017-04-24/etwa-5-000-jugendliche-werden-die-demonstration-in-sancti-spiritus-eroffnen

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen vom Projekt Tamara Bunke in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

 

Redaktion netzwerk cuba nachrichten (ncn-online)
Netzwerk Cuba – informationsbüro – e.V.
Weydingerstr. 14-16 10178 Berlin Fon +49 (0)30 2400 9338
www.netzwerk-cuba-nachrichten.de
www.netzwerk-cuba.de
ncn@netzwerk-cuba.de

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Treffen Berliner Bündnis TTIP | CETA | TISA stoppen!

ttip wegkicken

Hallo Ihr Lieben,

 

wir haben großes vor und wollen am 17.06. eine große Protestwelle gegen G 20 organisieren. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Bundesregierung aber scheinbar auch die US-amerikanische Regierung fleißig versucht, TTIP wieder zum Laufen zu bringen. Die EU verhandelt nebenbei noch etwa 20 Freihandelsabkommen. Das alles wollen wir stoppen und für einen gerechten Welthandel einstehen. Es gibt also viel zu tun!

 

 

Wir treffen uns

Donnerstag, 01.06.2017

19.00 Uhr

Greenpeace Berlin, Chausseestraße 84, 10115 Berlin (U6, U-Bhf.: Schwartzkopfstr.)

 

 

Vorgeschlagene TOPS:

 

  1. Infos bundesweite Treffen
  2. Protestwelle G 20 am Brandenburger Tor
  3. TiSA-Veranstaltungen
  4. Wahlprüfsteine
  5. Ausstellung im September bei NaturFreunden
  6. Was sonst noch ist

 

Über Euer Kommen freuen wir uns

 

Uwe

 

 

Zum Berliner Netzwerk TTIP | CETA | TISA stoppen gehören:

NaturFreunde Berlin, Greenpeace Berlin, Berliner Wassertisch, DGB Region Berlin, GRÜNE LIGA, Attac Berlin, BUNDjugend Berlin, Mehr Demokratie, Arbeitskreis Internationalismus (IG Metall Berlin), Gen-ethisches Netzwerk, Anti Atom Berlin, Powershift, BUND Berlin, FIAN Berlin

 

 

NaturFreunde rufen zur Teilnahme an der Menschenkette „Kettenreaktion Tihange“ auf

AKW Doel und Tihange sofort abschalten!

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Berlin, 31. Mai 2017 – Zur Planung der 90 Kilometer langen Anti-Atom-Menschenkette zwischen Tihange, Lüttich, Maastricht und Aachen am 25. Juni 2017 erklären Leo Gehlen, Landesvorsitzender der NaturFreunde Nordrhein-Westfalen, und Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der NaturFreunde Deutschlands:

 

Die belgische Regierung betreibt eine unverantwortliche Energiepolitik. Noch immer werden in den AKWs Doel und Tihange in sieben Reaktorblöcken über 50 Prozent der Bruttostromerzeugung Belgiens durch Atomkraft produziert. Betreiber der Atomkraftwerke ist Electrabel S.A., eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Engie SA (ehemals GDF Suez).

 

Dazu Leo Gehlen, Landesvorsitzender der NaturFreunde Nordrhein-Westfalen: „Bereits 2003 hatte die belgische Regierung beschlossen, aus der unverantwortlichen Atomenergienutzung auszusteigen. Seitdem ist jedoch nichts passiert. Vielmehr wurde durch die Regierung in Belgien beschlossen, die Nutzung der atomaren Schrottreaktoren bis zum Jahr 2025 zu verlängern. Dies ist mit einer verantwortungsvollen Energiepolitik nicht zu vereinbaren. Die Schrottreaktoren in Tihange und Doel müssen sofort vom Netz genommen werden. Die Internationale Atomenergie-Organisation hat die Atomkraftwerke in Belgien als die unzuverlässigsten Reaktoren der Welt eingestuft. Belgien muss endlich eine Energiewende einleiten und sich von der Abhängigkeit von Atomreaktoren befreien. Obwohl es auch in Belgien kein sicheres Atommülllagerkonzept gibt, wird täglich neuer Atommüll produziert.

 

Die NaturFreunde rufen deshalb alle ihre Mitglieder und Sympathisanten auf, sich an der Menschenkette am 25. Juni zu beteiligen und die Forderung nach der sofortigen Abschaltung der Schrottreaktoren zu unterstützen. Von der Bundesregierung erwarten die NaturFreunde, dass die Lieferung von angereichertem Uran aus der Atomfabrik in Gronau und Brennelementen aus der Atomfabrik in Lingen nach Belgien sofort verboten wird.“

 

Engie SA ist auch in Deutschland aktiv und erwirtschaftet einen Umsatz von 2,17 Milliarden Euro im Jahr. Über die Vertriebsgesellschaft Energie SaarLorLux in Saarbrücken, an der Engie SA mehrheitlich beteiligt ist, werden über 160.000 Privat- und Gewerbekunden mit Strom, Gas und Wärme versorgt. Engie SA ist auch in Gera und Wuppertal an den Stadtwerken beteiligt. In Berlin ist Engie SA an der Berliner GASAG mit 31,6 Prozent beteiligt.

 

Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands, kritisiert: „Der Weiterbetrieb dieser Uraltreaktoren ist unverantwortlich. Ständig gibt es Störfälle in den Atomkraftwerken, die deshalb immer häufiger abgeschaltet werden müssen. In den Reaktoren wurden tausende von Rissen festgestellt. Durch ihre Atompolitik gefährdet die belgische Regierung die Gesundheit und das Leben von vielen Millionen Menschen. Das AKW Doel liegt mitten in einer dicht besiedelten Region. Im Radius von 75 Kilometern um das AKW leben etwa 9 Millionen Menschen.

 

Tihange ist nur 70 Kilometer von Aachen entfernt. Wir NaturFreunde fordern die Engie SA auf, sich aus der Atomstromproduktion zurückzuziehen. Alle Stromverbraucher*innen haben es selbst in der Hand, ob sie von einem Stromproduzenten Strom beziehen wollen, der durch seine Atompolitik die Gesundheit von Millionen Menschen gefährdet.“

 

Die NaturFreunde Deutschlands fordern:

>          die sofortige Abschaltung der Atomreaktoren in Doel und Tihange;

>          den Ausstieg der Engie SA aus der Atomstromproduktion;

>          die Bundesregierung auf, gegen den Betrieb der AKW zu klagen;

>          die Auflösung des EURATOM-Vertrags für einen europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie;

>          die sofortige Beendigung der Lieferung von angereichertem Uran aus der Atomfabrik in Gronau und Brennelementen aus der Atomfabrik in Lingen nach Belgien.

 

NaturFreunde rufen zur Teinahme an der Menschenkette „Kettenreaktion Tihange“ auf

Am Sonntag, dem 25. Juni 2017, findet die Menschenkette zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 statt. Die NaturFreunde Deutschlands rufen zur Teilnahme an der Menschenkette auf. Gemeinsam mit vielen zehntausenden Protestierenden wollen die NaturFreunde ein Zeichen gegen den Weiterbetrieb der Atomreaktoren setzen und gegen die Gefährdung von Millionen Menschen in Europa protestieren.

 

Die Menschenketten-Aktion startet gleichzeitig um 14 Uhr auf der Strecke zwischen Tihange, Lüttich, Maastricht und Aachen. Die Aktion wird maximal 2 Stunden dauern. In dieser Zeit wird es zum Kettenschluss kommen.

Bündnis „Decolonize Berlin“: Offener Brief zur Umbenennung der Petersallee im „Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel“

postkolonial lumumba

An den Regierenden Bürgermeister von Berlin
Michael Müller
An den Senator für Kultur und Europa
Dr. Klaus Lederer
An den Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte
Stephan von Dassel

30. Mai 2017
OFFENER BRIEF
zur Umbenennung der Petersallee im „Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel“

Sehr geehrter Herr Müller,
sehr geehrter Herr Dr. Lederer,
sehr geehrter Herr von Dassel,

nach Jahrzehnten der wachsenden öffentlichen Kritik, die zuallererst von den in Berlin lebenden Nachfahren Kolonisierter geäußert wird, hat die BVV von Berlin Mitte am 19.05.2011 beschlossen, „das Afrikanische Viertel zu einem Lern- und Erinnerungsort über die Geschichte des deutschen Kolonialismus, seine Rezeptionsgeschichte sowie über den Unabhängigkeitskampf der afrikanischen Staaten“ zu entwickeln (Drucksache 2110/III).

Auf dem Weg dorthin wurde 2012 eine erste kritische Informations-Stele errichtet und 2012-2015 durch Expert_innen der Afrikanischen/Schwarzen Community das bundesweit einzigartige Bezirksprojekt „Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel – LEO“ erfolgreich realisiert. Im Rahmen von zahlreichen Bildungsveranstaltungen des LEO-Projekts und mehr als 100 Stadtführungen durch unsere Bündnisgruppen wurden in den vergangenen Jahren jeweils Hunderte von Besucher_innen und Bewohner_innen Berlins kritisch über den deutschen Kolonialismus und über die persönliche Verantwortung der drei Begründer der deutschen Kolonien in Afrika informiert, die hier in Deutschlands größtem kolonialpropagandistischen Flächendenkmal während der
Kolonial- bzw. NS-Zeit durch Straßenbenennungen geehrt wurden.

Im Ergebnis dieses breitenwirksamen Aufklärungsprozesses hat die BVV am 17. März 2016 das Bezirksamt beauftragt, „Umbenennungsvorschläge für die Petersallee, die Lüderitzstraße und den Nachtigalplatz“ vorzulegen, um drei „Persönlichkeiten – insbesondere Frauen – der (post-)kolonialen Befreiungs- und Emanzipationsbewegung aus Ländern Afrikas“ zu ehren (Drucksache 2568/IV). Die Berliner Bevölkerung, die aufgerufen wurde, Namensvorschläge für die Neubenennung dieser drei kolonialen Erinnerungsorte einzureichen, hat dafür zahlreiche Persönlichkeiten vorgeschlagen. Die vom Bezirksamt beauftragte Jury arbeitet derzeit an einer Vorauswahl.

Berlin ist damit auf dem Weg, sein Kolonialviertel im Wedding zu einem Lern- und Erinnerungsort umzugestalten, der den bislang irreführenden Namen Afrikanisches Viertel wirklich verdient. Die Stadt hat die großartige Gelegenheit, ein europaweit einmaliges und beispielgebendes Flächendenkmal zu schaffen, in dem der deutsche und europäische Kolonialismus kritisch thematisiert und der afrikanische Widerstand gewürdigt wird.

Nicht zuletzt mit Hinsicht auf die aktuelle UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft und auf die entsprechenden Koalitionsvereinbarungen der Berliner Regierungsfraktionen (S. 124) begrüßen das NGO-Bündnis „Decolonize Berlin“ und die hier unterzeichnenden Organisationen und Institutionen diesen Prozess, den sie selbst mit initiiert haben. Gerade deswegen müssen wir jedoch Einspruch erheben, wenn nun gerade die Straße mit dem unerträglichsten Namen – die 1939 von den Nazis nach dem berüchtigten Kolonialverbrecher Carl Peters (1856-1918) benannte Petersallee – von der bereits beschlossenen Umbenennung wieder ausgenommen werden soll.

In Würdigung des antikolonialen Widerstands hatten Die Grünen (damals AL) bereits 1986 die Umbenennung der Allee zu Ehren einer Persönlichkeit des afrikanischen Unabhängigkeitskampfes gefordert. Der Bezirk lehnte die vorgeschlagene Ehrung von Afrikaner_innen damals ab und reagierte stattdessen mit einer „Umwidmung“ der Straße, begleitet von der Anbringung einzelner Zusatzschilder mit der Aufschrift „Prof. Dr. Hans Peters – Stadtverordneter“. Ein solches Vorgehen ist in dieser Stadt wohl einzigartig und uns weder von den zahlreichen Straßenumbenennungen mit
nationalsozialistischen noch mit kommunistischen Namensgeber_innen bekannt.

Mit Blick auf die Schaffung eines dekolonisierten „Lern- und Erinnerungsortes Afrikanisches Viertel“ hat sich die Mehrheit der Bezirksverordneten nun endlich zur Korrektur dieses fragwürdigen Beschlusses entschieden. Überzeugend begründet wurde dies eher pragmatisch als prinzipiell damit, dass sich die bloße „Umwidmung“ der Allee als nicht hinreichende Distanzierung von der NSGlorifizierung des Kolonialverbrechers Carl Peters erwiesen hat, über die heute weit mehr Menschen im Bilde sind als noch vor 30 Jahren.

So wird der Beschluss des Bezirkes von 1986 von den meisten Teilnehmenden der Bildungsrundgänge durch den Lern-und Erinnerungsort schon jetzt als äußert fragwürdiger Umgang mit der deutschen Kolonial- und NS-Geschichte sowie als Widerstand gegen die Ehrung verdienter afrikanischer Persönlichkeiten in Berlin bewertet. Wieviel eher wird die Umwidmung der Petersallee aber erst im räumlichen und historischen Kontext des zu gestaltenden „Lern- und Erinnerungsortes Afrikanischen Viertel“ als historisch verantwortungsloser Etikettenschwindel beurteilt werden, wenn die Allee neben den Straßen für zwei afrikanische Persönlichkeiten zu finden ist?

Als weitere Begründung für eine Umbenennung der Petersallee wurde zu Recht angeführt, dass Prof. Dr. Hans Peters (1896-1966), verdienter Widerständler gegen den Nationalsozialismus, mit einer aus der Not geborenen „Umwidmung“ der Allee alles andere als die ihm zustehende Würdigung erfährt. In der Tat kann doch wohl nicht ernsthaft von einer Ehrung die Rede sein, wenn der für verfolgte jüdische Mitbürger_innen eintretende Staatsrechtler als Ersatzmann für ein rassistisches NS-Idol gleichen Nachnamens herhalten muss.

Den von der zuständigen Bezirksstadträtin auf der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur am 10.5.2017 vorgebrachten Einwand, dass die Umbenennung der Petersallee laut Ausführungsvorschrift zum Straßengesetz nicht möglich wäre, weil dem jetzigen Namensgeber Prof. Dr. Hans Peters nichts vorzuwerfen sei, halten wir daher für absurd. Für uns lässt sich dies nur als Ausdruck fehlenden politischen Willens zur vollständigen Umsetzung der BVV-Beschlüsse von 2011 und 2016 interpretieren.

Wir rufen den Berliner Senat und das Bezirksamt von Berlin Mitte nachdrücklich dazu auf, die Beschlüsse der BVV Berlin Mitte zur konsequenten Dekolonisierung des „Lern- und Erinnerungsortes Afrikanisches Viertel“ umzusetzen und den Widerständler Prof. Dr. Hans Peters noch vor der Bundestagswahl im September 2017 mit der Benennung einer neu angelegten Straße außerhalb des Viertels zu ehren.

Bündnis „Decolonize Berlin“
AfricAvenir International
Amnesty International, Themengruppe Antirassismus
BER | Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag
Berlin Postkolonial
glokal
ISD | Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Tanzania-Network.de
Unterstützt von:
Akademie der Künste der Welt, Köln
ADEFRA roots
AfricAvenir International, Windhoek
afrika-hamburg.de
AK Kritische Theaterpädagogik
AKS | Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Berlin
Annemie Vanackere (Intendantin HAU Hebbel am Ufer) und das Team des HAU Hebbel am Ufer
Art Labour Archives
ARiC | Antirassistisch Interkulturelles Informationszentrum Berlin
Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“, Eberswalde
BE.BOP. BLACK EUROPE BODY POLITICS
Bündnis gegen Rassismus
Bündnis „Hände weg vom Wedding“
Bündnis „No Humboldt 21!“
Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“
Carpus
Decolonize Bremen
Dresden Postkolonial
Flinn Works
freedom roads! koloniale straßennamen | postkoloniale erinnerungskultur
GSE | Gesellschaft für Solidarische Entwicklungszusammenarbeit Berlin-Brandenburg
hannsjana
Initiative Barnim für alle
Initiative Intersektionale Pädagogik
Inssan
IPW | Initiative Perspektivwechsel
Initiative ZusammenLeben
IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung
Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I.
KiK | Kolonialismus im Kasten?
Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Bernau
Label Noir
MEPa | Migration, Entwicklung, Partizipation
Migrationsrat Berlin-Brandenburg
Move Global – Berliner Verband migrantisch-diasporischer Organisationen in der Einen Welt
[muc] münchen postkolonial
NARUD
Redaktion der Zeitschrift „PERIPHERIE. Ökonomie * Politik * Kultur“
Phoenix
Postcolonial Potsdam
Projekt „Nicht ohne meinen Glauben“
Sabisa – performing change
schwarzweiss
SOS Rassismus Barnim
Studierendenkreis Postkoloniales Berlin
SDHG | Schwarze Diaspora Hochschulgruppe Uni Potsdam
Theaterwerkstatt KURINGA
Transnational Decolonial Institute

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