Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

 

natko 

Aktuelles und Neuigkeiten von der NatKo

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder und Partner,

es ist Ferienzeit. Viele sammeln die letzten Detailinformationen für den eigenen Sommerurlaub zusammen. Viele andere werden nicht verreisen, da das passende barrierefreie Angebot nicht gefunden wurde. Barrierefreiheit im Tourismus bleibt weiterhin eine Aufgabe, eine Herausforderung – aber auch eine Chance für Alle. Das Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ bietet touristischen Anbietern und Reisenden gleichermaßen eine Möglichkeit, zueinander zu finden.

Wir beraten Sie gerne auf Ihrem Weg zu mehr Barrierefreiheit und zu Ihrer Zertifizierung!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Julia Marmulla                                    Irina Hartig
Leiterin der Geschäftsstelle                  Projektmanagerin

 

 

Aktuelle Projekte

Zum Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle”

 

BMWi unterstützt Flankierung der Einführung des Kennzeichnungssystems „Reisen für Alle“

Mit dem 1. Juni konnte die NatKo mit einem umfangreichen Projekt zur Flankierung der Einführung des bundesweiten Kennzeichnungssystems „Reisen für Alle“ (RfA) starten. Derzeit sind nicht einmal 2.000 touristische Einrichtungenbundesweit zertifiziert. Um weitere Betriebe für die Zertifizierung zu gewinnen, muss folgende Patt-Situation aufgebrochen werden: Die Anbieterseite, die Kosten für die Erhebung und Zertifizierung befürchtet, ist zurückhaltend, weil für sie nicht zu erkennen ist, dass mit dem neuen Kennzeichnungssystem eine zahlungskräftige Nachfrage entsteht. Reisende hingegen sehen in RfA noch keine erhebliche Unterstützung, um eine Reiseentscheidung zu treffen, da die Anzahl an zertifizierten touristischen Angeboten im Vergleich zur Gesamtanzahl der touristischen Leistungsträger in Deutschland noch sehr gering ist. „Das gegenseitige aufeinander Warten muss enden“, weiß auch NatKo-Vorstandsvorsitzender Rüdiger Leidner. Das Kennzeichnungssystem bekannter zu machen, damit beide Seiten das große Potential des Kennzeichnungssystems erkennen, ist das wichtigste Ziel in diesem Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird.

 

Neue Internetseite mit barrierefreien Angeboten online

Der Tourismusverband Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) hat eine neue Internetseite erstellt, um Leistungsträger und Angebote, die nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ zertifiziert wurden, vorzustellen. In der Detailansicht jedes Angebotes befinden sich ausführliche Informationen mit allen notwendigen Angaben für Menschen mit Geh-, Seh- oder Hörbehinderung sowie kognitiven Einschränkungen. Mit diesen Angaben ist es für die Nutzer möglich, selbstständig Angebote auf dessen individuelle Eignung zu prüfen. „Selbst, wenn zum Beispiel ein Gastronomiebetrieb oder ein Wanderweg nicht komplett barrierefrei ist – mit Hilfe der sehr detailliert abrufbaren Informationen auf der neuen Internetseite können unsere Gäste nun genau nachvollziehen, ob dieses Angebot für Sie geeignet ist oder nicht“, fasst Petra Rieger zusammen. „So ist hier beispielsweise ersichtlich, ob ein Weg auf kurzer Strecke starke Steigungen oder Gefälle aufweist oder innerhalb eines Gebäudes einzelne Barrieren, wie Stufen oder Türen überwunden werden müssen.“

Die ATS wurde 2016 von der NatKo beraten und weist inzwischen mehr als 50 Betriebe auf, die nach „Reisen für Alle“ zertifiziert wurden.

Weitere Informationen unter: http://barrierefrei.tegernsee-schliersee.de/

 

Beginn des Projekts zur Schaffung von mehr Barrierefreiheit im Naturpark Spessart

Im Mai konnte mit der Durchführung des Projekts „Impuls für eine barrierefreie (Urlaubs-)Region im Naturpark Spessart“ gestartet werden. Dieses beinhaltet insbesondere Sensibilisierungsmaßnahmen in Form von Informationsveranstaltungen und Schulungen für die dort ansässigen Leistungsträger und betroffenen Akteure, um auf das Thema „Barrierefreiheit im Tourismus“ sowie das daraus abgeleitete Potenzial aufmerksam zu machen. Darüber hinaus sind zahlreiche Erhebungen nach dem Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ geplant. Besonderes Augenmerk wird auf die Vernetzung und Bündelung barrierefreier Angebote entlang der gesamten touristischen Servicekette gelegt, um touristisch attraktive Pauschalen für Menschen mit Behinderung bieten zu können.

 

Wissenswertes

 

Forderung des NatKo-Mitgliedsverbands DBSV zur Bundestagswahl

„Barrierefreiheit muss wie der Brandschutz ein Muss werden – egal, ob im Internet, im öffentlichen Raum, an Bankautomaten, beim elektronischen Zahlungsverkehr, bei der Gesundheitsversorgung, bei Haushaltsgeräten, Film und Fernsehen, in der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz, im Seniorenheim oder bei der Bundestagswahl. Gut lesbare Schrift und kontrastreiche Gestaltung oder barrierefreie Apps und Internetauftritte helfen nicht nur blinden und sehbehinderten Menschen, sondern auch der wachsenden Zahl älterer Menschen mit Sehproblemen. Der digitale Wandel kann neue Teilhabechancen eröffnen, wenn der barrierefreie Zugang von Anfang an mitgedacht und konsequent umgesetzt wird. Wir fordern eine Initiative „Barrierefreies Deutschland“. Es ist überfällig, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die sowohl die öffentliche Hand als auch private Anbieter zur Barrierefreiheit von für die Öffentlichkeit bestimmten Gütern und Dienstleistungen verpflichten. Wird der Gesetzgeber nicht schnell aktiv, werden blinde und sehbehinderte Menschen in einem nicht gekannten Ausmaß durch Touchscreens und andere rein visuell wahrnehmbare Bedienelemente sowie unzugängliche Internetangebote aus der Gesellschaft ausgeschlossen.“

 

Inklusionstage im smac (Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz)

Das smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz – lädt am letzten Augustwochenende (26. und 27. August 2017) alle Betroffenen, Interessierten und Neugierigen zu den Inklusionstagen unter dem Motto „Museum für Alle“ ein, sich über Barrierefreiheit im Museum zu informieren. An diesen beiden Tagen können die Angebote des Chemnitzer Archäologiemuseums für Blinde und Sehgeschädigte, für Nutzer der Deutschen Gebärdensprache und für Nutzer der Leichten Sprache ausprobiert werden. Im Foyer des smac stellen außerdem Kulturinstitutionen, Vereine und Dienstleister ihre Angebote und Produkte zum Thema Inklusion und Barrierefreiheit vor. Der Eintritt ist an beiden Tagen im gesamten Museum kostenfrei.

Außerdem wird auch im 3. Quartal 2017 wieder 1x pro Monat eine Gebärdendolmetscherin eine Führung zu einem Thema im smac begleiten.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.smac.sachsen.de/veranstaltungen-details.php?id=1264

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