Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für die Kategorie ‘Berlin’

Massiver staatlicher Rechtsbruch am LAGeSo

Asyl Demo
Anwältinnen und Anwälte stellen Strafantrag gegen Czaja und Allert

 

Gemeinsame Pressemitteilung von RAV und VDJ, 7.12.2015

Mehr als vierzig Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte haben heute bei der Berliner Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Nötigung im Amt gegen Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales des Landes Berlin, und Franz Allert, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales des Landes Berlin (LAGeSo) sowie weitere Verantwortliche eingereicht.

Nachdem seit Monaten u.a. das Behandlungszentrum für Folteropfer, die Freiwilligeninitiative ›Moabit hilft‹ und die Berliner Ärztekammer die katastrophalen Zustände im und am LAGeSo beschrieben haben und dringend Abhilfe fordern, hat sich nichts Wesentliches verändert. Dies zeigt nicht zuletzt der jüngste Bericht bei TV-Magazin ›kontraste‹ vom 19. November 2015. Auch der RAV und das ›Aktionsbündnis für eine mobile Rechtsberatung‹ hatten zuletzt im 6. November die Zustände kritisiert und von »systematischem Rechtsbruch« durch die Verantwortlichen gesprochen.

Chaotische, undurchschaubare Strukturen am LAGeSo

Diese Zustände liegen in der Verantwortung von Sozialsenator Czaja und dem Präsidenten des LAGeSo, Allert – und sie sind hausgemacht. RAV und VDJ unterstützen daher das Anliegen der Kolleginnen und Kollegen, mit der Strafanzeige die politisch und bürokratisch Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Zugleich fordern RAV und VDJ, dass die Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten nicht von der vorherigen Registrierung abhängig gemacht werden darf, wenn diese nicht reibungslos durchgeführt wird. »Zustände wie in Berlin sind bundesweit einzigartig. In keinem anderen Bundesland versagen Politik und Verwaltung so systematisch wie hier«, so Rechtsanwältin Christina Clemm, Vorstandsmitglied im RAV. Verletzungen und Erkrankungen, Hunger und Obdachlosigkeit von Geflüchteten werden in Berlin zum Regelfall.

Schwere Verletzungen und Erkrankungen Geflüchteter

»Sozialsenator Czaja nimmt schwere Verletzungen und Erkrankungen von Geflüchteten bewusst in Kauf. Unvorstellbar, was geschehen würde, wenn es das einzigartige Engagement der Initiative ›Moabit hilft‹ nicht gäbe«, betont RAV-Vorstandsmitglied und Rechtsanwalt Ulrich von Klinggräff.

RAV und VDJ unterstützen die Kolleginnen und Kollegen und erwarten, dass die Staatsanwaltschaft Berlin die Vorfälle aufklärt und die Schuldigen zur Verantwortung zieht.

Informationen zum Hintergrund der Strafanzeigen gegen Sozialsenator Czaja und LAGeSo-Präsidenten Allert geben sowohl Rechtsanwältin Christina Clemm unter 030 622 01748 als auch Rechtsanwalt Ulrich von Klinggräff unter 030 252 93336.

Die Pressemitteilung als PDF

FREE MUMIA Rundbrief Dezember 2015

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

hier kommen aktuelle Meldungen aus der FREE MUMIA Bewegung. Mumia Abu-Jamals Verteidigung hat am 18. Dezember 2015 eine gerichtliche Anhörung darüber, ob ihr Mandant medizinische Hilfe aufgrund seiner lebensbedrohlichen Hepatitis C Erkrankung sowie Diabetes zusteht. Die Gefängnisbehörde von Pennsylvania geht in seinem wie auch in ca. 10.000 weiteren Fällen im Bundesstaat davon aus, dass sie nicht dazu verpflichtet ist und verweigert grundlegende Hilfe. Diese gerichtliche Anhörung wird nur wenige Tage nach Mumias 34. (!) Haftjahrestag (9. Dezember 2015) stattfinden.

Rund 20% aller Gefangenen im US Bundesstaat Pennsylvania sind bereits an Hepatitis-C erkrankt: Nearly one in five inmates entering Pennsylvania prisons has hepatitis C, according to a study published in the June issue of the American Journal of Public Health.
Mehr hier…

In diesem Zusammenhang erscheint in wenigen Tagen ein deutschsprachiges Poster (A2 Format). Der New Yorker Künstler Seth Topocman hat eine Graphic Novel über Hepatits-C in Gefängnissen und Mumia erstellt und uns zur Übersetzung und Verbreitung im deutschsprachigen Raum zur Verfügung gestellt.
Eine Ansicht befindet sich hier….

Dieses Poster kann beim Berliner FREE MUMIA Bündnis gegen Portospende (auch in höherer Auflage) bestellt werden: info@mumia-hoerbuch.de
Wer das Poster selbst nachdrucken möchte, meldet sich bitte unter der gleichen E-Mail Adresse.

Ausserdem empfehlen wir allen Leser*innen, sich am 9. Dezember (Mumias 34. Haftjahrestag) die Papierausgabe der Tageszeitung Junge Welt zu holen und sich Seite 3 anzusehen – stellt Öffentlichkeit her!

Mumia veröffentlicht inzwischen trotz schwerer Erkrankung wieder regelmässig Beiträge auf Prison Radio (Mehr hier…), denen die meisten in deutscher Übersetzung montags in der Tageszeitung Junge Welt und vertont auch auf Radio Aktiv Berlin erscheinen, wie z.B. dieser: „Geschürte Angst vor syrischen Flüchtlingen in den USA“ – ein Kommentar von Mumia Abu-Jamal zu den Forderungen Republikanischer Gouverneure, in Folge der Anschläge von Paris keine syrischen Flüchtlinge in den USA aufzunehmen. Mehr hier…

Um die Auswirkungen der Masseninhaftierung in den USA geht es in einem neuen Buchprojekt aus Texas: „The System“ stellt Arbeiten von Familienangehörigen zusammen, die sich mit der Trennung, Gewalt und Isolation auseinander gesetzt haben, die Gefangene und Angehörige treffen und negative Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft haben. Zur Finanzierung der zweiten Druckausgabe läuft derzeit eine Online Spenden Sammlung. Weitere Informationen auf Mehr hier…

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird an vielen Orten auf der Welt zu Silvester vor die Gefängnisse mobilisiert, um Solidarität mit den Gefangenen auszudrücken und sich für eine Gesellschaft ohne Konkurrenz, Ausbeutung und Gefängnisse einzusetzen. In Berlin werden sich Mumia Unterstützer*innen an diesem Tag gleich an zwei Demonsztrationen beteiligen.
Weitere Informationen demnächst hier…

weiterer Inhalt:

  1. Termine
  2. Meldungen aus der Bewegung
  3. Presse
  4. Solidarität mit Gefangenen
  5. Abschaffung der Todesstrafe – Überall!

  1. Termine

    mehr hier…

  2. Meldungen aus der Bewegung

    New York City’s Metro Membership acts in solidarity with Mumia Abu-Jamal (Nov/Dec 2015)

    PEN Center USA: Mumia and the Multitudes – by Seth Tobocman (November 2015)

    (Video) (Incarcerated) Comrade Malik Speaks „Free Mumia!“ (November 10, 2015)

    (Radio Aktiv Berlin) US Bundesstaat Pennsylvania weigert sich, Mumia Abu-Jamal und 10.000 weitere Gefangene gegen Hepatitis C zu behandeln (9.11.2015)
    oder

    (CEDP) From behind death row’s walls – Lily Hughes, a leading member of the Campaign to End the Death Penalty, reviews a new collection of essays by political prisoner Mumia Abu-Jamal. (October 27, 2015)

  3. Presse

    (Workers World) Mumia supporters highlight HVC epidemic (November 19, 2015)

    (jW) Kleine Chance für Mumia – USA: Anwälte dürfen vor Gericht für Behandlung argumentieren (18.11.2015)

    (The Black Agenda Report) The People Demand Treatment for Mumia and 10,000 PA Inmates Suffering from Hepatitis C (November 17, 2015)

  4. Solidarität mit Gefangenen

    Rechtsschutz im Knast heisst: warten, warten, warten (13.11.2015)

    Ankündigung eines Hungerstreiks in der JVA Butzbach (Hessen) (12.11.2015)

    Eine Stimme aus der JVA Bochum: Mehmet Ali erzählt aus dem Knast Alltag (11.11.2015)

    Spanische Knäste: Aktualisierung über Juankar Santana Martin (5.11.2015)

    (Radio Flora – Pocast) Weiterhin Schikanen gegen die Gefangene Gülaferit Ünsal (4.11.2015)

    GRUP YORUM Konzert abgesagt – Solidaritätsbekundung für die Gefangene Gülaferit Ünsal in Berlin behördlich unterbunden (2.11.2015)

  5. Abschaffung der Todesstrafe – Überall!

    Two Hours: The Execution of Joseph Wood (November 29, 2015)An execution of a man in Arizona with a new cocktail of drugs was supposed to take about 10 minutes. It took almost two hours, the longest execution in U.S. history

    Inmates Accuse Arizona of Experimenting with Lethal-Injection Drugs (November 28, 2015)

    Confusion over Nebraska’s execution drugs (November 28, 2015)

    und dazu: Nebraska Governor Vetoes Bill to Abolish Death Penalty (May 26, 2015)

Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

Viele Grüsse vom
Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal!

NaturFreunde Berlin: Massenunterkünfte auf dem Tempelhofer Feld sind nicht akzeptabel

Zur aktuellen Diskussion über die Unterbringung von Geflüchteten auf dem Tempelhofer Feld erklären die NaturFreunde Berlin:

 

nfd-bildmarke_4c-outline-cmyk-cmyk.jpg

 

  • NaturFreunde Berlin fordern dezentrale Unterbringung der Geflüchteten –

 

 

Berlin, 01.12.15 – Die NaturFreunde Berlin unterstützen die Forderung des Berliner Flüchtlingsrates, die Massenunterkünfte in den Hangars des Flughafen Tempelhofes aufzugeben. Diese Massenunterkünfte sind für eine Unterbringung von zum Teil schwer traumatisierten Menschen in keiner Weise geeignet. Durch diese unhaltbare Situation sind Probleme im Zusammenleben von Menschen vorprogrammiert.

In den Hangars stehen den dort Lebenden lediglich 1,5 bis 2 qm Fläche zur Verfügung, obwohl nach § 7 Berliner des Bau- und Wohnungsaufsichtsgesetzes und den daran angelehnten LaGeSo-Qualitätsstandards für Flüchtlingsunterkünfte, Geflüchteten 6 – 9 qm Wohnfläche zustehen. Auch das Fehlen von menschenwürdigen Sanitäranlagen und Duschen auf dem Gelände ist nicht akzeptabel.

Dazu der stellv. Vorsitzende der NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch: „Die NaturFreunde erwarten von den Verantwortlichen, dass sie endlich eine dezentrale und menschenwürdige Unterbringung der Geflüchteten in Berlin durchsetzen. In Berlin stehen mehr als 2 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer, die sich über die gesamte Stadt verteilt. Hier sollten zuallererst geeignete Flächen gesucht werden.“

Die NaturFreunde erwarten vom Berliner Senat, dass alle Planungen, das Bauverbot auf dem Tempelhofer Feld, das durch einen demokratischen Volksentscheid beschlossen wurde, aufzugeben. Mit einem weiteren riesigen Massenlager für Geflüchtete wird sich die Situation für die Betroffenen Menschen weiter verschlechtern.

Dazu Judith Demba, Geschäftsführerin der NaturFreunde Berlin: „Die Planungen des Berliner Senats bis zu 12 000 Menschen auf dem Tempelhofer Feld unterzubringen sind nicht vertretbar. Schon heute müssen mehr als 2 300 Menschen in den Hangars des ehemaligen Flughafens unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Es ist geradezu skandalös die Geflüchteten zur Aufweichung des Gesetzes zu missbrauchen. Statt blindem Aktionismus erwarten wir von Senat und Koalition ein berlinweites Konzept, welches die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt und ein Ankommen in der „neuen Gesellschaft“ ermöglicht.“

Gemeinsam mit anderen Umweltverbänden und stadtpolitischen Initiativen setzen sich die NaturFreunde für die Erhaltung des Tempelhofer Feldes ein. Alle Versuche, das durch einen Volksentscheid mit einer riesigen Mehrheit beschlossenen Gesetzestext zu ändern, lehnen die NaturFreunde ab.

Dazu Gunter Strüven, Landesvorsitzender der NaturFreunde Berlin: „Mit der Weigerung des Senates alternative Unterbringungsmöglichkeiten für die Geflüchteten zu prüfen, wird deutlich, dass das Ergebnis des Volksentscheides „100% Tempelhof“ durch den Senat unterlaufen werden soll. Die NaturFreunde haben den Volksentscheid unterstützt, da diese einmalige freie Fläche mitten in der City von Berlin, eine einzigartige Chance für alle Berlinerinnen und Berliner bietet, Erholung, Freiraum und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zu finden. Diese einmalige Chance infrage zu stellen, ist nicht akzeptabel.“

NaturFreunde – solidarisch mit den Geflüchteten

Die NaturFreunde sind solidarisch mit Geflüchteten. Sie haben alle Möglichkeiten, Geflüchtete in ihren Räumen unterzubringen genutzt und bieten derzeit 100 unbegleiteten Jugendlichen eine vorübergehende Wohnmöglichkeit. Die NaturFreunde Berlin setzen sich für die Rechte der Geflüchteten ein und engagieren sich in der antirassistischen Arbeit für eine grundlegende Veränderung der derzeitigen Flüchtlingspolitik. Die NaturFreunde sehen die Ankommenden als Chance für eine offene und interkulturelle Entwicklung in Berlin. Allen Versuchen, diese Menschen auszugrenzen, werden die NaturFreunde entschieden entgegentreten.

Kundgebung: NEIN zu deutschem Militär in Syrien! JA zur politischen Lösung!

Die Bundesregierung will die Bundeswehr in Syrien einsetzen.

Dieser Einsatz wäre völkerrechtswidrig.

Er würde den Konflikt weiter anheizen und die internationalen Spannungen verschärfen.

Deutschland würde Kriegspartei.

 

Wir sagen:

NEIN zu deutschem Militär in Syrien! JA zur politischen Lösung!

 

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Kein Einsatz der Bundeswehr in Syrien.
  • Stopp aller Waffenlieferungen in die Region.
  • Austrocknung der Finanzierungs- und Einnahmequellen des „Islamischen Staates“ und anderer Terrormilizen.
  • Auf ihre regionalen Verbündeten, besonders die Türkei, Saudi Arabien und Qatar, Druck auszuüben, damit diese jegliche Unterstützung der Terrororganisationen einstellen.
  • Sich im Sinne der Wiener Vereinbarungen einzusetzen für einen innersyrischen Dialog, um den Weg freizumachen für eine politische Lösung des Konflikts. Die nationale Souveränität Syriens muss endlich respektiert werden. Das syrische Volk hat das Recht auf Selbstbestimmung.

 

Kommt massenhaft zur Kundgebung

Donnerstag, 3. Dezember, 17.30 Uhr

Brandenburger Tor / Pariser Platz

 

ViSdP: Laura von Wimmersperg  „Aktionsbündnis: Kein Bundeswehreinsatz in Syrien“

 

 

Facebook:

https://www.facebook.com/events/797387737050436/

Konflikte sind hausgemacht – Massenunterkunft in Tempelhofer Hangars ist unverantwortlich

Flüchtlingsrat BER

Pressemitteilung vom 30. November 2015

Ressort: Berlin/Flüchtlinge
Flüchtlingsrat Berlin e.V.
buero@fluechtlingsrat-berlin.de
www.fluechtlingsrat-berlin.de

 

Wohl aus sachfremden Motiven – als Revanche für die Niederlage beim Volksentscheid? – ließ BÜRGERMEISTER MÜLLER ALS HERZSTÜCK SEINES „9-PUNKTE PLANS“ zur Flüchtlingspolitik in Berlin(1) ein riesiges Massenlager für Geflüchtete in den Tempelhofer Flugzeughangars installieren. 2300 Menschen, darunter 800 Minderjährige, müssen seit Wochen unter menschenunwürdigen Bedingungen in drei großen Hallen auf allerengstem Raum zusammenleben, geplant ist das Lager für bis zu 12.000 Menschen. Dass eine solche EXTREM BEENGTE UND VÖLLIG UNZUREICHEND AUSGESTATTETE MASSENUNTERKUNFT Aggressionen fördert, war absehbar.

Aus Sicht des Flüchtlingsrats trägt der Senat die Verantwortung für die gestrigen Auseinandersetzungen unter den BewohnerInnen der Unterkunft. DAS PROJEKT MASSENUNTERKUNFT IN DEN VON VORNHEREIN UNGEEIGNETEN TEMPELHOFER HANGARS IST ALS GESCHEITERT ANZUSEHEN.

Vor einer Woche konnte der FLÜCHTLINGSRAT SICH SELBST VOR ORT EIN BILD machen, vgl. dazu unseren Bericht.(2) Der Betrieb der Unterkunft VERSTÖßT GEGEN EINSCHLÄGIGE RECHTSVORSCHRIFTEN UND QUALITÄTSSTANDARDS(3). Baurechtliche brandschutzrechtliche, hygiene- und gesundheitsrechtliche Mindestanforderungen sowie schulrechtliche Regelungen werden nicht eingehalten:

 

  • statt gemäß § 7 Berliner Bau- und Wohnungsaufsichtsgesetz und den daran angelehnten Lageso-Qualitätsstandards für Flüchtlingsunterkünfte _mindestens_ 6 bis 9 m2 /Person stehen in den Hangars nur 1,5 BIS 2 M2/PERSON zur Verfügung,(4)
  • die Zelte in Hangar 1 sind brandschutzrechtlich unzulässig,
  • statt ausreichender Sanitäranlagen gibt es lediglich DIXIE-KLOS ohne Möglichkeit zum Händewaschen, DUSCHEN fehlen ganz, ebenso die Möglichkeit, WÄSCHE zu waschen,
  • von den 800 minderjährigen BewohnerInnen geht kein Kind zur SCHULE ODER KITA.

 

Das LEITUNGSWASSER ist nicht freigegeben. Mangels Alternative waschen sich die BewohnerInnen die Hände an den Kunststoff-Trinkwasserbehältern. Die Versorgung mit Wasser, Abwasser, Strom und Heizung ist im nötigen Umfang nicht vorhanden und wohl auch nicht herstellbar, ebensowenig eine feste bauliche Abtrennung separater Wohneinheiten. Der Denkmalschutz verbietet offenbar eine menschenwürdige Herrichtung, es heißt man dürfe _“nichtmal einen Nagel in die Wand schlagen“_. Es gibt keine Möglichkeit, Privates aufzubewahren, Spinde oder Schränke fehlen.

 

Eine angemessene BEHANDLUNG KRANKER ist in der Unterkunft aufgrund der mangelhaften Sanitäranlagen und fehlender separater Unterbringungsmöglichkeiten nicht gewährleistet. Die fehlenden Möglichkeiten zur Körperhygiene befördern die Verbreitung viraler Durchfallerkrankungen. Bei hohem Stress- und Lärmpegel können die Geflüchteten nachts kaum schlafen. Die zuständige AMTSÄRZTIN UND DIE TEMPELHOFER SOZIAL- UND GESUNDHEITSSTADTRÄTIN HABEN AUF DIE UNZUMUTBAREN ZUSTÄNDE HINGEWIESEN. Die mangelnde Hygiene und Gesundheitsversorgung in der Unterkunft seien medizinisch

unverantwortlich.(5) Hinzu kommt, dass der Mehrzahl der Menschen in der Unterkunft die ihnen zustehenden Krankenbehandlungsscheine (§ 4

AsylbLG) ebenso wie der Bargeldbetrag für den persönlichen Bedarf (§

3 AsylbLG) vom LAGeSo rechtswidrig vorenthalten werden.

 

_„Dass die MASSENWEISE UNTERBRINGUNG AUF ALLERENGSTEM RAUM bei fehlender Privatsphäre, unzureichender Sanitäranlagen, faktischem Schlafentzug und mangelnder Perspektive – niemand weiß, wie lange er in den Hangars bleiben muss, und wann sein Asylantrag registriert und geprüft werden wird – Aggressionen befördert, war vorhersehbar. Die Behauptung des Senats, dass die Menschen nur 14 Tage dort bleiben müssten, ist falsch: Viele Geflüchtete haben nach zwei bis vier Wochen Aufenthaltes für einen weiteren Monat eine Zuweisung in die Hangars erhalten“_, sagt Georg Classen, Sprecher des Flüchtlingsrats Berlin._„Wir fordern den Berliner Senat auf, die Flüchtlinge wie Menschen zu behandeln, und die menschenunwürdige und unverantwortliche Massenunterkunft Tempelhof umgehend zu schließen.“_

_ _

Um der aktuellen Unterbringungsnotlage gerecht zu werden, sind stattdessen folgende Sofortmaßnahmen nötig:

Es müssen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um unverzüglich illegale Ferienwohnungen und ZU SPEKULATIONSZWECKEN LEERSTEHENDE WOHN- UND GEWERBEGEBÄUDE für die Unterbringung Geflüchteter zu beschlagnahmen.

Die zu Abschreckungszwecken praktizierte EINWEISUNG IN LAGER und UMVERTEILUNG in andere Bundesländer trotz ggf. VORHANDENEN PRIVATEN WOHNRAUMS in Berlin ist sofort zu stoppen.

Das private Wohnen und die ANMIETUNG VON WOHNUNGEN sind umfassend zu legalisieren und zu fördern. Dazu gehören eine Sofortprüfung von Wohnungsangeboten und Untermietverträgen durch die zuständigen Sozialbehörden, die Ausstellung von Mietübernahmegarantiescheinen zur Wohnungssuche durch die Sozialbehörden von Amts wegen, die Anhebung der sozialrechtlichen Mietobergrenzen, die Aufhebung des in Berlin geltenden Verbotes für Asylsuchende, in Sozialwohnungen zu leben, die Wiedereinführung von Belegungsrechten, sowie ein Bauprogramm für mindestens 50.000 dauerhaft sozial gebundene Wohnungen pro Jahr in Berlin.

Es kann nicht sein, das VERMIETER, DIE GEFLÜCHTETEN EINE WOHNUNG ANBIETEN, sechs Wochen warten müssen, bis das LAGeSo das Mietangebot geprüft hat, und dass an sich passende Wohnungsangebote aus fadenscheinigen Gründen („keine Spüle in der Küche“) abgelehnt werden. Der Flüchtlingsrat hat dem Senat dazu beim _“Runden Tisch Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen“_ im MAI 2015 UMFANGREICHE VORSCHLÄGE VORGELEGT. Bis heute hat der Berliner Senat nichts davon umgesetzt.(6)

 

(1) LAGeSo Berlin, 01.06.2015, Qualitätsanforderungen für vertragsgebundene Unterkünfte, www.berlin.de/lageso/_assets/soziales/publikationen/qualitaetsanforderungen.pdf

(2) Berliner Zeitung 12.11.2015: Ein Paukenschlag im Abgeordnetenhaus www.berliner-zeitung.de/berlin/regierungsrede-von-michael-mueller-ein-paukenschlag-im-abgeordnetenhaus,10809148,32402758.html

(3) Flüchtlingsrat 20.11.2015: Dauerhaft ungeeignet und menschenunwürdig: Die Notunterkunft in den Tempelhofer Hangars www.fluechtlingsrat-berlin.de/print_neue_meldungen2.php?post_id=738 [5]

(4) TAZ 02.11.2015 „Es wird eng in Tempelhof“ www.taz.de/Unterkunft-fuer-Fluechtlinge-in-Berlin/!5243135 [6]

(5) Stadträtin Sybill Klotz, 18.11.2015, Antwort an die BVV Tempelhof-Schöneberg auf die Große Anfrage „Medizinische Versorgung und sanitäre, hygienische Situation in den Notunterkünften für Flüchtlinge“

www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/pdf/Antwort_Klotz_BA_TS.pdf

(6) Flüchtlingsrat 21.05.2015: Sofortmaßnahmen Wohnungen für Flüchtlinge www.fluechtlingsrat-berlin.de/print_news2.php?post_id=712

Kohleausstieg Berlin: Glühweinplausch in drei Akten am 1. Dezember 19:30 Uhr

antikohle Gabriel

Liebe Kohleaussteiger*innen,

hiermit lade ich euch ganz herzlich zur nächsten Kohleausstiegs-Veranstaltung ein.
Informativer Glühweinplausch in drei Akten

Dienstag, 1. Dezember 2015, Beginn: 19:30 Uhr
Trude Ruth und Goldammer, Flughafenstraße 38, 12053 Berlin

2015 war ein spannendes Jahr für die Anti-Kohlebewegung. In vorweihnachtlich gemütlicher Atmosphäre möchten wir mit euch darauf zurückblicken.

In szenischen drei Akten wollen wir Themen darstellen, die Kohleausstieg Berlin in diesem Jahr bewegt haben. Dazu zählen neben der Sulfatgefahr, der Trinkwasser-Petition, die Anti-Kohle-Highlights des Jahres und der anstehende Vattenfall-Verkauf.

Akt 1 – Sulfat in der Spree
Akt 2 – Kohleproteste 2015
Akt 3 – Vattenfallverkauf

Details kommen in Kürze.

Natürlich findet ihr die Veranstaltung auch auf facebook https://www.facebook.com/events/1527698067549384/

Berliner Wassertisch: Der Einstieg in den Ausstieg aus dem Volksentscheid „100% Tempelhofer Feld“

Wassertisch

Berliner Wassertisch, Sprecherteam, 24.11.2015

http://berliner-wassertisch.net

Der Senat von Berlin hat heute den Entwurf eines Gesetzes verabschiedet, mit dem das Ergebnis des Volksentscheids „100% Tempelhofer Feld“
annulliert werden soll.

Der Berliner Wassertisch sieht in dem Gesetzentwurf den Versuch, aus der Volksgesetzgebung auszusteigen und das Gesetzgebungsmonopol wieder beim Parlament anzusiedeln. Dies ist ein Rückfall in längst vergangene Zeiten, als das Wahlvolk nur einmal alle vier oder fünf Jahre der Parlamentsmehrheit eine Generalvollmacht erteilen durfte oder nicht. Der Berliner Wassertisch ist solidarisch mit dem zweiten erfolgreichen Volksentscheid in Berlin.
Eine Änderung des im Jahr 2014 per Volksentscheid beschlossenen Tempelhofer-Feld-Gesetzes aber wäre nur dann legitim, wenn mit einem Einspruchsreferendum über die neue Vorlage abgestimmt würde.

Gerhard Seyfarth vom Sprecherteam des Wassertischs erklärt dazu: „Mit dem heute vorgelegten Gesetzentwurf sendet der Senat ein deutliches Zeichen an alle Initiativen, die konkrete Teile der Stadtentwicklung anders gestalten wollen als er. Das ‚Argument‘, für Flüchtlinge müssten dringend Unterkünfte geschaffen werden, ist nur vorgeschoben: die konkreten Baupläne ähneln ganz stark jenen, die der Senat schon vor dem Volksentscheid in die Welt gesetzt hatte.“

Demokratie-Expertin Ulrike von Wiesenau, kommentiert: „Der Berliner Senat besitzt keine demokratische Legitimation zur Änderung des Gesetzes, wie schon beim Volksentscheid wird auch hier eine Alternativlosigkeit suggeriert. Im Windschatten der sogenannten Flüchtlingskrise sollen ein massiver Demokratieabbau betrieben und die sozialen Felder weiter erodiert werden. Das werden wir nicht zulassen!“

100% Tempelhofer Feld: Betrug an den Bürger*innen

100% Tempelhofer Feld

Betrug an den Bürgern! Senat will Bauverbot annulieren, will alle Baufelder wieder aktivieren und das Gesetz im Eilverfahren ändern.

Pressemitteilung von 100% Tempelhofer Feld, 24.11.

Es ist ein Frontalangriff gegen die Demokratie! Der Volksentscheid soll annuliert werden. Heute veröffentlichte der Senat seinen Beschluss: Der Senat will das Bauverbot aufheben (§5 des Gesetzes)- das Herzstück des Gesetzes! Der Weg wäre frei für Gebäude. Das Volksgesetz soll im Eilverfahren geändert werden! Auch das Ausmass der Bebauungspläne wurde erst heute bekannt. Nicht nur eines oder zwei sondern alle früheren Baufelder (Tempelhofer Damm, Columbiadamm, Neuköllner Seite) des Masterplans sollen jetzt wieder aktiviert werden! Durch die Hintertür wird der Volksentscheid abgeschafft.
Eine Ohrfeige für die 740.000 Wählerinnen und Wähler, die vor knapp über einem Jahr für dieses Gesetz stimmten – 300.000 Stimmen mehr als bei der letzten Wahl für die SPD gestimmt hatten! Ein trauriger Tag für die Demokratie in Berlin.

Jetzt liegt die Verantwortung für den Volksentscheid in den Händen der Abgeordneten. Sie werden über das Gesetz entscheiden.

Veranstaltungen anlässlich des 25. Todestages von Amadeu Antonio

postkolonial lumumba

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

Rassismus äußert sich gegenwärtig wieder offener und brutaler.
Bitte die Termine der höchst aktuellen Veranstaltungen anlässlich des 25. Todestages von Amadeu Antonio vormerken, weiterleiten, in Veröffentlichungen darauf hinweisen und/oder per Flyer / Plakat bekannt machen. Dafür im Anhang die Dateien mit allen Angaben. Wer gedruckte Flyer oder Plakate kostenfrei benötigt, sende bitte eine Mail an pazifissimo@googlemail.com – mit Anzahl der gewünschten Flyer / Plakate und einer Adresse.
Wir hoffen, dass viele Menschen die Veranstaltungen besuchen. Machen Sie sich / macht Euch bitte auf den Weg, z.B. zum Gedenken am 6.12. gemeinsam mit geflüchteten Menschen, mit Bekannten und Verwandten.
Wir grüßen Sie / Euch für die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“,
Augusto Jone Munjunga, Baran Dincer, Steffen Ehlert, Nhung Pham Thi, Florian Görner und Dieter Gadischke
Veranstaltungen in Erinnerung an den Tod von Amadeu Antonio:
Freitag, 20.11.2015, 19.30 Uhr
Rassismus wahrnehmen, benennen und zu seiner Überwindung beitragen.
Impulsreferat und Aussprache mit Austen P. Brandt, Vorsitzender von Phoenix e.V., Duisburg;
Ort: Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13
Freitag, 4.12., 18 Uhr
Feierliche Verleihung des 1. Amadeu Antonio Preises
Ort: Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13
Sonntag, 6.12., 15 Uhr
Gedenken am 25. Todestag – „Wir sind hier, Bruder Amadeu“
Ort: Gedenktafel an der Eberswalder Straße 26, anschließend Kaffee und Begegnung im Afrikanischen Kulturverein Palanca e.V., Coppistraße 1-3
Donnerstag, 10.12., 19.30 Uhr (Tag der Menschenrechte)
„Mein Weg vom Kongo nach Europa“ Zwischen Widerstand, Flucht und Exil
Autorenlesung und Gespräch mit Emmanuel Mbolela
Ort: Bibliothek im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13
Zu diesen Veranstaltungen laden u.a. ein:

Afrikanischer Kulturverein Palanca e.V., Eberswalde; Amadeu-Antonio-Stiftung, Berlin; Annette Flade, Pastorin i.R., Groß Schönebeck; Antifaschistische Aktion Bernau; Antifaschistische Initiative Eberswalde; APP-Initiative Barnim; Asso extra e.V. (ehemalige angolanische Vertragsarbeiter), Berlin; Augusto Jone Munjunga, Sozialarbeiter, Vorsitzender von Palanca e.V., Eberswalde; Austen P. Brandt, Vorsitzender von Phoenix e.V., Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Duisburg; BAFF – Bands auf festen Füßen, Joachimsthal; Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“, Eberswalde; Begegnungszentrum Wege zur Gewaltfreiheit e.V., Eberswalde; Berlin Postkolonial e.V.; Bildungswerkstatt Berlin-Brandenburg, Chorin; Bürger für Eberswalde; Eentre for Econics and Ecosystem Management, HNE Eberswalde; Demokratisches JugendFORUM Brandenburg – DJB e.V.; Diana Sandler, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde im Landkreis Barnim und des MIR; Dieter Gadischke, Jugendwart, Bernau; Eine-Welt-Laden Solidario, Groß Schönebeck; Flüchtlingsrat Brandenburg e.V.; Gert Schramm, Überlebender des KZ Buchenwald, Autor, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Eberswalde; glokal e.V., Berlin; Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE), Eberswalde; Initiative Togo Action Plus e.V., Berlin; Internationales Institut für Tanz und Friedenskünste, Chorin; Jüdische Gemeinde Landkreis Barnim; Jugendbündnis F.E.T.E., Eberswalde; Jugend- und Kulturverein EXIL e.V., Eberswalde; Jusos Barnim; Kommunität Grimnitz e.V., Joachimsthal; Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Bernau; Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit Eberswalde; Kreisjugendkonvent Barnim; Kreisverband Barnim von Bündnis 90/Die Grünen; KuBiB e.v., Cöthen/Falkenberg; Kulturbahnhof Biesenthal; Linksjugend [’solid] Barnim; Lokale Agenda 21 Biesenthal e.V.; Lutz Kupitz, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag Barnim; Mahoot e.V., Eberswalde; Marieta Böttger, Beauftragte für Migration und Integration des Landkreises Barnim; MIR – Migrations- und Integrationsrat Land Brandenburg e.V.; Muslimisches Netzwerk Landkreis Barnim; Netzwerk für Weltoffenheit Bernau; Opferperspektive e.V., Potsdam; Pankepark.Kulturkonvent e.V., Bernau; Pfarrerin Beatrix Spreng, Joachimsthal: Pfarrer Christoph Brust, Vorsitzender des Kreiskirchenrates im Evang. Kirchenkreis Barnim; Phoenix e.V., Duisburg; Prof. Dr. Pierre L. Ibisch, HNE Eberswalde; Prof. i.R. Dr. sc theol. Carl-Jürgen Kaltenborn, Bernau; Ralf Christoffers, MdL, Vorsitzender der Linksfraktion im Landtag Barnim; Rock me Magdalena e.V., Eberswalde; Seminarhaus Ananda, Chorin; SofA-Gruppe, Eberswalde; Sozialer Integrationsverein „Diamant“ e.V.; Stadt Eberswalde, Bürgermeister Friedhelm Boginski; Thomas Mboya Ochieng, Koordination Ehrenamt-Geflüchtete, Eberswalde; Treffpunkt Opfer des Holocaust im Land Brandenburg; Verband binationaler Familien und Partnerschaften.

Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin: Hände weg von VIO.ME – die Fabrik muss in den Händen der Belegschaft bleiben!

NaturFreunde Griechenland OXI

Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin

Einladung zum Filmabend und Diskussion

Hände weg von VIO.ME – die Fabrik muss in den Händen der Belegschaft bleiben!

Sofortige Einstellung der Zwangsversteigerung!

Zur internationalen Woche des Widerstands gegen die Zwangsvollstreckung des Grundstücks der von den Beschäftigten selbstverwalteten Fabrik VIO.ME. in Griechenland lädt das Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin zum Filmabend mit Diskussion ein:

„Occupy, Resist, Produce – VIO.ME.“

Film von Dario Azzellini (30 Min.)

und Bericht vom Besuch bei VIO.ME

Mittwoch, 18. November 2015 um 19.00 Uhr

im griechischen Restaurant „TERZO MONDO“

Grolmannstraße 28, 10623 Berlin

Das Projekt VIO.ME hat die Bedeutung der Arbeits- und sozialen Kämpfe neu definiert, zum einen mit einer Wende zum Prinzip der Selbstverwaltung jenseits der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse, zum anderen mit der Mobilisierung von kämpfenden gesellschaftlichen Strukturen innerhalb und außerhalb Griechenlands für eine solidarische Unterstützung der VIO.ME-KollegenInnen. Die Stärkung der Kämpfe und die Ausbreitung des Projekts von VIO.ME passt nicht in das kapitalistische System, das mit Hilfe der Justiz die Geschäfts- und Wirtschaftsinteressen verteidigt und so sein Überleben absichert.

Am 26. November startet im Gericht von Thessaloniki das Verfahren der Zwangsversteigerung zur Veräußerung der Immobilie. Der „erfolgreiche“ Ausgang dieses Verfahrens hätte verheerende Folgen für den Kampf der Beschäftigten, denn dieser ist eng mit der Betriebsfläche der Fabrik verbunden: Zum einen ist sie lebenswichtig für die Fortführung der Produktion unter Arbeitnehmerkontrolle, zum anderen geht es auch um einen ideologischen Grundsatz von VIO.ME: „Wir geben nicht zurück, was uns gehört!“.