Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für 4. März 2016

NGO-Bündnisses „Decolonize Mitte“: Kein weiterer Etikettenschwindel in Berlins „Afrikanischem Viertel“

postkolonial lumumba

PRESSEMITTEILUNG des NGO-Bündnisses „Decolonize Mitte“

Kein weiterer Etikettenschwindel in Berlins „Afrikanischem Viertel“

Das NGO-Bündnis „Decolonize Mitte“ kritisiert die CDU von Berlin-Mitte für ihren unehrlichen Umgang mit der deutschen Kolonialgeschichte. Statt der drei Begründer deutscher Kolonien in Afrika sollen im „Afrikanischen Viertel“ Persönlichkeiten des antikolonialen Widerstandes mit Straßennamen geehrt werden

Vor gut 30 Jahren leistete sich der damalige Berliner Bezirk Wedding ein erinnerungspolitisches Kabinetstückchen, das bei den mittlerweile zahlreichen Besucher_innen des „Lern-und Erinnerungsortes Afrikanisches Viertel“ regelmäßig für fassungsloses Kopfschütteln sorgt. Statt auf die damals aufkommende Kritik an der im Nationalsozialismus zu Ehren des berüchtigten Kolonialbegründers Carl Peters (1856-1918) benannten Petersallee mit einer Umbenennung zu reagieren, beschlossen die Weddinger Abgeordneten, an der Straße ein erklärendes Zusatzschild mit der Aufschrift „Prof. Dr. Hans Peters, Stadtverordneter“ anzubringen. Sie lieferten damit ein Paradebeispiel für die anhaltende Leugnung und Verdrängung der Geschichte des Kolonialismus und Rassismus durch Deutschlands und Europas weiße Bevölkerungsmehrheit.

Im Sinne der für sie „bewährten Vorgehensweise“ will die CDU-Fraktion von Berlin-Mitte nun laut eines heute in der Bezirksverordnetenversammlung zu besprechenden Antrags auch den wahren historischen Kontext von zwei weiteren Straßennamen in Deutschlands größtem Kolonialviertel vergessen machen. Die Lüderitzstraße wurde 1902 „zu Ehren des Begründers des deutschen Kolonialwesens“ nach dem Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz (1834-1886) benannt. Der Nachtigalplatz glorifiziert seit 1910 Gustav Nachtigal (1834-1885), Bismarcks Reichskommissar für Westafrika, den Gründer der ehemaligen deutschen Kolonien Togo und Kamerun. Beide Straßen sollen nun wie die Petersallee mit Zusatzschildern versehen werden. Auf denen wären dann als Namensgeber der beiden Straßen die von Adolf Lüderitz selbst benannte Stadt Lüderitz im Süden Namibias sowie der Theologe und Schriftsteller Johann Karl Christoph Nachtigal angegeben.

Das NGO-Bündnis „Decolonize Mitte“ protestiert entschieden gegen diesen weiteren von der CDU vorgeschlagenen Etikettenschwindel. Wir fordern alle Fraktionen der BVV Berlin-Mitte auf, den würdelosen CDU-Antrag entschieden zurückzuweisen und sich dabei für die überfällige Umbenennung der drei Straßen im Afrikanischen Viertel auszusprechen, die bis heute erwiesene Kolonialverbrecher ehren. Der kolonialhistorische Kontext der ursprünglichen Benennungen soll dabei nicht geleugnet sondern durch die Ehrung verdienter Persönlichkeiten des antikolonialen Kampfes in Afrika gewahrt und auf Infostelen ausführlich erläutert werden.

Tahir Della vom Bündnis „Decolonize Mitte“ sagt: „Der Versuch, durch derart schäbige Tricks die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte zu verhindern und die damit verbundenen Verbrechen unsichtbar zu machen, wird auf lange Sicht scheitern. Denn soviel ist sicher: Als Nachfahren der Kolonisierten werden wir und unsere Verbündeten von unserer Forderung nach einer verantwortungsbewussten Aufarbeitung, die auch Wiedergutmachung einschließt, nicht mehr ablassen.“

Antrag CDU-Mitte: http://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=7195

Online-Petition von Studierenden der Humboldt-Uni: http://is.gd/umbenennen

Werbeanzeigen

netzwerk cuba nachrichten vom 26.2.2016

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

wie so oft gibt es zum Wochenende wieder einen Brief.

Kerry kündigt zweiten Kuba-Besuch an

Von Volker Hermsdorf

http://www.jungewelt.de/2016/02-27/028.php

 

Stones in Kuba

Der Papst war schon da, US-Präsident Obama hat sich angekündigt, und nun wollen auch die Rolling Stones in Kuba auftreten.

http://www.jungewelt.de/2016/02-27/077.php

 

http://www.cubainformacion.tv/index.php/en-portada/67431-the-rolling-stones-daran-concierto-gratuito-el-proximo-mes-de-marzo-en-la-ciudad-deportiva-de-la-habana

 

Puntos WiFi, guerra mediática y otros demonios

Raúl Antonio Capote  |  19 enero, 2016

En su artículo del 30 de noviembre del 2015 Es hora de conectar a Cuba a Internet, el periódico estadounidense The New York Times dice: “Millones de cubanos podrían tener acceso a Internet a un precio moderado en cuestión de meses. Lo único que mantiene a Cuba en las tinieblas en plena era digital es la falta de voluntad política”.

http://www.lacalle.cu/puntos-wifi-guerra-mediatica-y-otros-demonios/

 

Nationaler Kongress über Klinische Pathologie

An dem Kongress, der auch das Internationale Symposium über die Qualität des Klinischen Labors beinhaltet, nehmen etwa 250 kubanische Spezialisten und etwa 150 Fachleute und Gäste aus Mexiko, den USA, Chile, Spanien, Argentinien, Frankreich und Deutschland teil

Autor: Orfilio Peláez | orfilio@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-26/nationaler-kongress-uber-klinische-pathologie

 

Havanna mit niedrigster Fruchtbarkeitsziffer des Landes

Laut den Ergebnissen der Studie hat die Provinz Havanna im Jahr 2014 eine Fruchtbarkeitsrate von durchschnittlich 1,39 Kindern pro Frau, die Rate der Mädchen beträgt 0,67

Autor: Orfilio Peláez | orfilio@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-26/havanna-mit-niedrigster-fruchtbarkeitsziffer-des-landes

 

Australien erkundet Möglichkeiten für Investitionen in Kuba

Kuba und Australien zeigten gestern auf einem Geschäftsforum Interesse, die Handelsbeziehungen zu erweitern und zu diversifizieren

Autor: Iramsy Peraza Forte | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-25/australien-erkundet-moglichkeiten-fur-investitionen-in-kuba

 

Trotz Rückgang von El Niño, Niederschläge im Normalbereich

Normalerweise führt El Niño Southern Oscillation (ENSO) anschließend zu einem Defizit an Niederschlägen, aber die Voraussagen weisen, vor allem im Westen, nicht so in der Mitte und im Osten, auf eine Periode mit normaler Feuchtigkeit für die Monate Mai bis August hin

Autor: Mauricio Escuela | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-26/trotz-ruckgang-von-el-nino-niederschlage-im-normalbereich

 

Selber tun in Kuba

Von Katja Klüßendorf und Dietmar Koschmieder

http://www.jungewelt.de/blogs/havanna-2016/index.php?r=45

 

La vida pasa – Begegnung mit Omara

Dietmar Koschmieder

http://www.jungewelt.de/blogs/havanna-2016/index.php?r=45

 

Und jetzt?

Rechtsruck in Lateinamerika

Von Lena Kreymann

Von Buenos Aires über Caracas und La Paz nach Brasília – das ist die Route

http://www.jungewelt.de/2016/02-25/036.php

 

»Meiner Überzeugung verpflichtet«

Die US-Geheimdienstmitarbeiterin Ana Belén Montes sitzt seit 2002 in Isolationshaft. Sie hatte Informationen an Kuba weitergegeben. Eine internationale Bewegung fordert nun menschenwürdige Bedingungen – und ihre Freilassung

Von Jürgen Heiser

http://www.jungewelt.de/2016/02-25/051.php

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

——————————————————————————————————————–

Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

———————————————————————————————————————

———————————————————————————————————————

Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

——————————————————————————————

 

Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

 

Redaktion netzwerk cuba nachrichten (ncn-online)
Netzwerk Cuba – informationsbüro – e.V.
Weydingerstr. 14-16 10178 Berlin Fon +49 (0)30 2400 9338
www.netzwerk-cuba-nachrichten.de
www.netzwerk-cuba.de
ncn@netzwerk-cuba.de

Schlagwörter-Wolke