Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für 22. Juni 2015

Einladung: 4. Treffen für eine Berliner Mobilisierung zur Kohleblockade „Ende Gelände“

***Bitte weiterleiten***

*1.7.2015 | 19.00 Uhr* *| K9 – Kinzigstr. 9 (U5 Samariterstr.)*

hambacher forst bleibt antikohle

Am 1. Juli findet das vierte Basistreffen für die Mobilisierung zu Aktionen gegen Kohle- und Wachstumswahn statt. Die ersten Mobilisierungsaktionen haben bereits statt gefunden. Der Termin jedoch rückt und die weiteren angedachten
Veranstaltungen und Aktionen wollen angegangen werden.

Im August ist einiges geplant: die Blockade der Rheinischen Kohlebagger „Ende Gelände“, die direkt davor zusammen mit dem NRW-Klimacamp stattfindende Wachstumskritische Sommerschule und auch ein Klimacamp in der Lausitz. Damit die Aktionen ein Erfolg werden wollen wir uns in Berlin Treffen um hier vor Ort eine breite Mobilisierung loszutreten. Egal ob du in einer Gruppe organisiert bist oder nicht – wenn du mitmachen möchtest, bist du herzlich eingeladen.

Zum Hintergrund:
Bagger blockieren. Klima schützen – Auf ins Rheinische Braunkohlerevier im August
Ob beim G7-Treffen im Sommer in Bayern oder bei der UN-Klimaklimakonferenz im Dezember in Paris – in einer Endlosschleife werden Regierungsvertreter*innen dieses Jahr ihre Betroffenheit über das eskalierende Klimachaos ausdrücken. Doch die kurzfristigen Profitinteressen der Energiekonzerne werden wieder einmal über das Gemeinwohl gestellt und ein Wirtschaftssystem zur Lösung der Probleme angerufen, welches uns erst in die Klimakatastrophe gebracht hat. Nicht mit uns! Wir haben es satt, tatenlos zuzuschauen, wie die Lebensgrundlage von immer mehr Menschen weltweit zerstört wird und wie sich die krassen sozialen Ungleichheiten auf Grund des Klimawandels deutlich verschärfen.

Am Wochenende vom 14. bis 16. August 2015 werden wir gemeinsam mit vielen anderen Menschen in einer Aktion zivilen Ungehorsams den dreckigsten und größten CO2-Verursacher Europas – RWEs Tagebaue im rheinischen Braunkohlerevier – lahmlegen. Alle, ob protesterfahren oder nicht, können an der Aktion teilnehmen. Ende Gelände für die Kohlebagger!

Vom 7.-13. August findet außerdem die Wachstumskritische Sommerschule als Fortsetzung der Debatten von über 3.000 Menschen bei der Degrowth-Konferenz letztes Jahr in Leipzig statt. Sie wird zusammen mit dem Klimacamp in NRW in der Nähe der Braunkohlegruben stattfinden.

Direkt davor vom 5.-8. August wird in der Nähe von Berlin das kleinere Klimacamp Lausitz gegen den dortigen Braunkohleabbau von Vattenfall protestieren.
Wir freuen uns auf kreative Ideen für eine kraftvolle Berliner Mobilisierung.
Klimaschutz ist Handarbeit!
Mit solidarischen Grüßen
Berliner Mobilisierungsbündnis für Ende Gelände

www.ende-gelände.org/ <http://www.xn--ende-gelnde-s8a.org/&gt;
www.degrowth.de/de/sommerschule-2015/
www.klimacamp-im-rheinland.de/
www.lausitzcamp.info/

AKTION AM 8. AUGUST 2015 UM 12:30 AN DAS KRAFTWERK JÄNSCHWALDE (LAUSITZ)

ACHTUNG TERMIN VORMERKEN LAUSITZCAMP VOM 5-9 AUGUST

antikohle Jänschwalde

SAVE THE DATE
Stoppt die Kohleverstromung! Stoppt den Braunkohletagebau!

KOMMT ZUR AKTION AM 8. AUGUST 2015 UM 12:30 AN DAS KRAFTWERK JÄNSCHWALDE (LAUSITZ)

Gemeinsam mit mehreren hundert Menschen aus Deutschland und Polen wollen wir am 8. August 2015 ein Zeichen gegen Kohleverstromung und neue Tagebaue in der Lausitz setzen. Unseren Protest werden wir mit einem großen Menschenbild vor dem Kraftwerk Jänschwalde sichtbar machen.

Kohlestrom ist giftig – für das Klima und für den Menschen. Das CO2 aus Kohlekraftwerken trägt massiv zur Klimaerwärmung bei. Die Schlote stoßen Quecksilber und Feinstaub aus, welche die Gesundheit der Menschen belasten. Tagebaue zerstören ganze Landstriche und vertreiben Menschen aus ihren Dörfern.

* keine neuen Tagebaue
* Ausstieg aus der dreckigen Braunkohleverstromung
* Energiewende jetzt!

Die Aktion findet zeitgleich zum 5. LAUSITZER KLIMA- UND ENERGIECAMP statt. Vom 5. bis 9. August werden Klimabewegte ihre Zelte in Groß-Gastrose aufstellen und mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen gegen Kohle protestieren

Programm 8. August 2015

11:30 Treffen am Bahnhof Peitz Ost
12:00 Demonstrationszug zum Kraftwerk Jänschwalde Bild, um die Gefahr durch Kohlekraft aufzuzeigen
14:00 Kundgebung mit Essen & Musik
16:00 Ende der Veranstaltung

Im Anschluss gibt es im Lausitzcamp in Groß-Gastrose ein Abendprogramm mit dem Dokumentarfilm „Auf der Kippe“, Musik, Essen und Platz zum Zelten.

Die grenzübergreifende deutsch-polnische Aktion wird organisiert von
Greenpeace Deutschland, Greenpeace Polen, Klinger Runde, Lausitzcamp und Tour de Natur

Politik konkret: Querfrontstrategien, Verschwörungstheorien, Esoterik und Völkisches der politischen Rechten

naturfreunde haende
Donnerstag 25.06.2015
Ort: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin

In vielen gesellschaftlichen Diskursen sind die Themenansätze aus den Verschwörungstheorien der Neuen Rechten zu finden. In der rechten Esoterik, dem „Heimatschutz“ als rechter Ausleger der Umweltdebatte und in vielen völkischen Ansätzen haben diese Ansätze bis in fortschrittliche gesellschaftliche Strömungen und Bewegungen Einzug gefunden.

Der Vortrag wird sich mit den neurechten Tendenzen in der Umwelt- und Friedensbewegung beschäftigen, wird auf die Entstehung dieser ideologischen Strömungen eingehen und thematische Anknüpfungsversuche der neurechten Strömungen aufzeigen. Am Beispiel rechter Umweltgruppen, den sog. „Montagsmahnwachen“ und dem Einfluss von Theoretikern der „Konservativen Revolution“ auf die heutigen Debatten, werden aktuelle Beispiele für diese Strategien herausgearbeitet.

Dabei werden die heutigen Strategien der Neuen Rechten, ihre Akteure und historischen Kontinuitäten aufgezeigt.

Referat: Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands

Appell „Völkermord ist Völkermord!“

Pressemitteilung vom 9.6.2015

Namibia

Nach Deutschlands Drängen auf Anerkennung des Genozids an der armenischen Bevölkerung durch die Türkei fordern zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auch von Deutschland eine offizielle Anerkennung und Entschuldigung für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904-08 im heutigen Namibia.

Anlässlich des 100. Jahrestages des Endes der Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ am 9. Juli 2015 sind über 150 namhafte Vertreter*innen aus Politik und Wissenschaft, Kirchen und Kultur, aus der Black Community und den NROs mit dem gemeinsamen Appell „Völkermord ist Völkermord!“ an die Öffentlichkeit getreten.

Unter den prominenten Erstunterzeichnenden – darunter zahlreiche Professor*innen für Völkerrecht, Geschichte und Politikwissenschaften – befinden sich u.a. die ehemalige Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul, der langjährige Bürgermeister Bremens Scherf (beide SPD), die Botschafter a.D. Vergau und Schleicher, der Friedensforscher Senghaas und der Regionalwissenschaftler Kappel, die Bundestagsabgeordneten Wagenknecht (Die LINKE) und Diaby (SPD), Brandenburgs ehemalige Ausländerbeauftragte Berger sowie der Vorsitzende des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland Kamara.

Die Unterzeichnenden fordern den Bundespräsidenten, den Bundestag und die Bundesregierung auf, „den Völkermord an den OvaHerero und Nama, der schon immer als solcher hätte gelten müssen, offiziell anzuerkennen“ und „die Nachfahren der Genozidopfer förmlich um Entschuldigung zu bitten“. Zudem fordert der Appell die Identifizierung und Rückgabe aller nach Deutschland verschleppten menschlichen Überreste sowie die Bereitschaft zu einem „bedingungslosen und offenen Dialog über Versöhnungsmaßnahmen mit den Nachfahren der Genozidopfer und mit der namibischen Regierung“.

Opfer des ersten Genozids des 20. Jahrhunderts waren ca. 80 Prozent der damals in Namibia lebenden OvaHerero, etwa die Hälfte der Nama sowie zahlreiche Damara und San. Trotz der eindeutigen Vernichtungsabsicht des kaiserlichen Militärs hat Deutschland den Genozid bis heute nicht offiziell anerkannt und gegenüber den Nachfahren der Ermordeten und Beraubten keine Bitte um Entschuldigung ausgesprochen. Vor seinem Amtsantritt hatte der jetzige SPD-Außenminister Steinmeier die Bundesregierung noch selbst zu diesem Schritt gedrängt.

Der Appell kann online unterzeichnet werden: https://weact.campact.de/p/genocide-namibia

Kontakt für Presse und NGO, die ebenfalls unterzeichnen wollen: 01799 100 976, buero@berlin-postkolonial.de

Mehr: www.genocide-namibia.net

Schlagwörter-Wolke