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NaturFreunde: COP 20: Die Erderwärmung ist mehr als eine ökologische Herausforderung

Wirksamer Klimaschutz ist Voraussetzung für eine Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit

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Berlin, 1. Dezember 2014 – Anlässlich der heute in Lima beginnenden 20. Auflage der UN-Klimakonferenzen (COP 20) kritisiert der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller die Folgenlosigkeit der globalen Klimaverhandlungen:

 

Es ist ein ermüdendes Ritual, was wir seit der ersten UN-Klimaverhandlung im Jahr 1995 zum Ende jeden Jahres erneut erleben: Zuerst wird – zu Recht – die Dramatik der Situation beschworen, dann unmittelbar vor Beginn der Verhandlungen vor zu hohen Erwartungen gewarnt, im Verlauf der Konferenz bricht die Frustration über Blockaden und Bremser durch und schließlich werden dürftige Resultate so interpretiert, dass es beim nächsten Mal auf jeden Fall besser wird. Tatsächlich bleiben die realen Ergebnisse der Verhandlungen immer weiter hinter dem notwendigen Klimaschutz zurück.

Warum sollte das in der peruanischen Hauptstadt bei der nun 20. Auflage der UN-Konferenzen anders werden? Tatsächlich nimmt die Zahl der Klimaskeptiker, die sich offen zur Missachtung der Fakten bekennen, sogar zu – bis hin zu Bundesministern und Ministerpräsidenten. Und hinter der Behauptung, dass wir auf die Kohle nicht verzichten könnten, steckt auch keine andere Geisteshaltung.

 

Tatsache ist: Die Kohlendioxidemissionen haben sich um mehr als 70 Prozent erhöht

Seit dem Beginn der UN-Klimaverhandlungen sind die Kohlendioxidemissionen nicht etwa gesunken, sondern haben sich um mehr als 70 Prozent erhöht. Ende der 80er Jahre kamen fast 70 Prozent des CO2-Ausstoßes aus den Industriestaaten, heute erreicht allein China rund 50 Prozent. Im Klimabericht des Deutschen Bundestages von 1990 wurde als gerade noch verantwortbare „Erwärmungsobergrenze“ 1,5 Grad Celsius festgelegt, heute ist selbst die angestrebte Erwärmung um global höchstens zwei Grad Celsius wahrscheinlich nicht mehr zu erreichen.

Das groß inszenierte Zwei-Grad-Ziel schreibt in Wahrheit schon einen Teil der Welt ab, insbesondere die ozeanischen Staaten, und macht vor allem die ärmsten Weltregionen zum Opfer eines ökologischen Kolonialismus. Aufgrund des zeitlichen Anpassungsprozesses des Klimasystems müssten sofort alle CO2-Emissionen gestoppt werden, um die 1,5 Grad Celsius nicht zu überschreiten.

Der Widerspruch zwischen Wissen und Handeln wird immer größer. Es ist ein Irrtum, dass die Erderwärmung mit einigen wenigen Maßnahmen aufzuhalten sei. Tatsächlich geht es um viel mehr als den – zudem umstrittenen – Emissionshandel, die erneuerbare Energien oder den Öko-Landbau. Alles wichtig, aber kein Durchbruch.

 

Wirksamer Klimaschutz braucht eine radikale Umstellung der Wirtschaftsordnung

Ein wirksamer Klimaschutz erfordert die grundlegende Demokratisierung der Gesellschaft, braucht eine radikale Umstellung der Wirtschaftsordnung sowie die Verbindung von Einsparen, Effizienz und auch Mäßigung, und schließlich – nicht zuletzt – den Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft.

Angesichts der vorherrschenden Wachstums-, Wohlstands- und Machtinteressen sind diese Ansätze heute weit weg. Deshalb muss die Schlussfolgerung heißen: Beim Klimaschutz geht es nicht nur um eine ökologische Frage. Klimaschutz ist die Voraussetzung für eine Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit. Und das geht uns alle an, diese Fragen dürfen wir nicht länger bewegungsunfähigen Gremien überlassen.

02.12.14: FRIKO und NaturFreunde Berlin: Für ein ehrendes Gedenken für Karl Liebknecht im Deutschen Bundestag!

Gemeinsame Presseinladung der Friedenskoordination Berlin und der NaturFreunde Berlin:

 Karl Liebknecht antimil

Gedenken heißt: Nein zum Krieg!

Für ein ehrendes Gedenken für Karl Liebknecht im Deutschen Bundestag!

Am 2. Dezember 1914 stimmte Karl Liebknecht als einziger Abgeordneter im Reichstag gegen die weitere Finanzierung der Kriegskredite – trotz Anfeindungen, Beschimpfungen und Morddrohungen. Sein parlamentarischer Mut ist Vorbild auch in der heutigen Zeit.

Am 2. Dezember 2014 wird die Berliner Friedensbewegung vor dem Deutschen Bundestag demonstrieren und einfordern, dass der Bundestag ihm für diesen Mut würdigt und den SPD-Abgeordneten Karl Liebknecht, der als erster Abgeordneter gegen die Finanzierung des millionenfachen Mordens an den Fronten stimmte, ein würdiges Andenken setzt.

Die Kundgebung findet statt (Möglichkeiten für Fotos gegeben):

Dienstag, 02.12.2014

13.00 Uhr

Platz der Republik (vor dem Bundestag, Reichstagswiese)

Die Mitglieder der Berliner Friedensbewegung hoffen, dass sich auch in der heutigen Zeit immer mehr Parlamentarier finden, die sich dem Krieg verweigern und mit einem NEIN zum Krieg der Militarisierung der Außenpolitik mutig entgegentreten.

Die Demonstrierenden fordern den Deutschen Bundestag auf:

  • Setzen Sie ein Zeichen für Frieden, Zivilcourage und vorbildliches parlamentarisches Verhalten und stimmen Sie für eine Gedenktafel, die an das Nein von Karl Liebknecht am 2. Dezember 1914, erinnert.
  • Würdigen Sie auch die SPD-Abgeordneten, die – dem Vorbild Liebknechts folgend – bei späteren Abstimmungen gegen den Krieg gestimmt haben und dafür Verfolgung, Ausgrenzung und Diskriminierungen erfahren mussten.
  • Sagen Sie auch heute: Nein zum Krieg! Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden!

Gedenken heißt: Nein zum Krieg! Für ein ehrendes Gedenken für Karl Liebknecht im Deutschen Bundestag!

Karl Liebknecht antimil

Am 2. Dezember 1914 stimmte Karl Liebknecht als einziger Abgeordneter im Reichstag gegen die weitere Finanzierung der Kriegskredite – trotz Anfeindungen, Beschimpfungen und Morddrohungen. Sein parlamentarischer Mut ist Vorbild auch in der heutigen Zeit.

Wir erwarten vom Deutschen Bundestag, dass er diesen Mut würdigt und den SPD-Abgeordneten Karl Liebknecht, der als erster Abgeordneter gegen die Finanzierung des millionenfachen Mordens an den Fronten stimmte, ein würdiges Andenken setzt.

Wir können nicht akzeptieren, dass eine Würdigung von Karl Liebknecht durch die Mehrheit des Deutschen Bundestags verweigert wird, weil er Antimilitarist und Antikapitalist war.

Die Mitglieder der Berliner Friedensbewegung hoffen, dass sich auch in der heutigen Zeit immer mehr Parlamentarier finden, die sich dem Krieg verweigern und mit einem NEIN zum Krieg der Militarisierung der Außenpolitik mutig entgegentreten.

Wir fordern den Deutschen Bundestag auf:

  • Setzen Sie ein Zeichen für Frieden, Zivilcourage und vorbildliches parlamentarisches Verhalten und stimmen Sie für eine Gedenktafel, die an das Nein von Karl Liebknecht am 2. Dezember 1914, erinnert.
  • Würdigen Sie auch die SPD-Abgeordneten, die – dem Vorbild Liebknechts folgend – bei späteren Abstimmungen gegen den Krieg gestimmt haben und dafür Verfolgung, Ausgrenzung und Diskriminierungen erfahren mussten.
  • Sagen Sie auch heute: Nein zum Krieg! Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden!

Wir treffen uns:

Dienstag, 02.12.2014

13.00 Uhr

Platz der Republik (vor dem Bundestag, Reichstagswiese)

NaturFreunde Berlin                                    FRIKO Berlin

Deutschland braucht ein Kohleausstiegsgesetz: NaturFreunde kritisieren Bundeswirtschaftsminister Gabriel

naturfreunde haende 

Berlin, 17. November 2014 – Die NaturFreunde Deutschlands unterstützen die Vorschläge von Umweltministerin Barbara Hendricks, den Ausstieg aus der Kohlenutzung zur Stromerzeugung zu beschleunigen und weitere Kohlekraftwerke stillzulegen. Nur so könne das im Koalitionsvertrag vereinbarte Klimaziel erreicht werden, den Kohlendioxid-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren, erklärte Eckart Kuhlwein, der umweltpolitischer Sprecher des Verbandes. „Vor allem die besonders klimaschädliche Braunkohleverstromung muss beendet werden“, forderte Kuhlwein: „Zudem muss das von der Bundesregierung geplante Klima-Aktionsprogramm neben allen anderen Maßnahmen auch ein Kohleausstiegsgesetz vorsehen.“

 

Die NaturFreunde Deutschlands teilen die Auffassung von Bundesumweltministerin Hendricks, dass Deutschland eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels zu spielen habe. Die Bundesrepublik sei nicht nur bei der Erforschung und Entwicklung der Grundlagen, Strategien und Lösungsmöglichkeiten ein weltweit führendes „Klimaschutz-Labor“. Mit der Energiewende sei Deutschland auch ein praktisches Beispiel für die Anwendung von Technologien, die den Klimaschutz weltweit voranbringen könnten.

„Jetzt muss Deutschland aber auch beim Abbau der Nutzung fossiler Brennstoffe vorangehen, das darf nicht den Klimazauderern zum Opfer fallen“, kritisierte Kuhlwein. Das Argument von Bundeswirtschaftsminister Gabriel – „Arbeitsplätze statt Umweltschutz“ – sei vielfach widerlegt und gehöre Kuhlwein zufolge längst in die Mottenkiste.

Den NaturFreunden Deutschlands zufolge muss die Bundesrepublik auch die Konsequenzen aus dem jüngsten Bericht des Weltklimarates IPCC ziehen. Der hat deutlich gemacht, dass die Folgen des Klimawandels bereits heute beobachten werden können, auch in sozio-ökonomischen Systemen. Das IPCC hat deshalb einen umfassenden Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft gefordert. Auch wenn nicht mehr alle Schäden vermieden werden könnten, würde verzögertes Handeln die Risiken und Kosten des Klimawandels und der Gegenmaßnahmen weiter erhöhen.

* NukeNews #15 – Anti-Atom-Infodienst *

anti-atom kampf antiatom

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0. Vorwort
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Willkommen zu dieser 15. Ausgabe des mehrsprachigen Newsletter-Systems des Nuclear Heritage Netzwerks! In dieser Ausgabe werden AktivstInnen, die durch diese Community miteinander in Austausch stehen, über Themen berichten, mit denen sie sich in Frankreich, Ukraine, Polen, Großbritannien, Russland, Kanada und anderen Regionen auseinandersetzen. Es geht um Uran, neue Reaktoren, AKW-Laufzeitverlängerung und Atommüll.

Im August hatten wir ein NukeNews Mini-Camp in Kaplice in der Tschechischen Republik. Wir diskutierten das NukeNews-Projekt, Möglichkeiten, es auszubauen und weiter zu entwickeln. Wenn du an den Diskussionen und einigen Ergebnissen interessiert bist, wirf einen Blick in die Mitschrift des Treffens:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Anti-nuclear_mini_camp_in_the_Czech_Republic

Eure Beiträge für die nächste Ausgabe der NukeNews sind willkommen! Mehr Informationen findest du am Ende dieses Newsletters. Wir freuen uns auch über Unterstützung bei den Übersetzungen und Korrekturlesen. Und falls jemand neue Sprachversionen der NukeNews starten möchte, würde uns das sehr freuen!
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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #15
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0. Vorwort
1. Bure 365: Aufruf zum Mitmachen!
2. Ukraine: Updates zu den Neubauplänen am AKW Chmelnyzkyj
3. Fotoausstellung „Gesichter des Urans“ in Polná
4. Tschechien: Marsch gegen Uranabbau in Brzkov
5. UK: Kampagne für unabhängige Strahlungsmessung im Nordwesten
6. UK: Stop Moorside – Petition
7. UK: Kein ganz so kurzes Aufeinandertreffen – Atomzüge in Carnforth
8. Estnisches Energieunternehmen zu Investitionen im AKW Visaginas: „Nein, danke!“
9. Internationale Kampagne zur Unterstützung der russischen Anti-Atom-Bewegung
10. Tschechien – Slowakei – Ungarn: Neue Entwicklungen
11. Japanischer Experte spricht in Europa über Fukushima
12. Neue Ausgabe des World Nuclear Industry Status Reports online
13. Updates zum AKW-Neubau in Polen
14. Kanada: OPG erklärt Risiken beim AKW Darlington unter Kontrolle
15. Auf dem Yellowcake-Pfad
16. Smolensk: Russische Atomindustrie lügt in offiziellen Dokumenten
17. Vertrag für AKW-Bau in Polen
18. Neues von den Hearings in Russland
19. Laufzeitverlängerung des 4. Reaktors des AKW Kola: Ein unnötiges Risiko
20. Finnische Regierung gestattet Rosatoms Aktivitäten
21. EU genehmigt Subventionen für AKW Hinkley Point
22. Fotos aus Sellafield durchgesickert
23. USA: Weckruf für Capenhurst
24. Veranstaltungen der nächsten Monate 25. Was sind die NukeNews?
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1. Bure 365: Aufruf zum Mitmachen!
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Im Juni 2014 wurde die Kampagne „Bure 365“ gegen das Projekt „Cigéo“
gestartet. Dieses Endlager für hochradioaktiven Atommüll soll in dem kleinen Dorf Bure in Ostfrankreich gebaut werden. Anti-Atom-Gruppen aus Frankreich und ganz Europa sind aufgerufen, sich an dieser Kampagne zu beteiligen und so viele Aktionen wie möglich zu organisieren. Jede Form der Solidarisierung ist willkommen: ziviler Ungehorsam, öffentliche Aktionen, direkte Aktionen, Vorgehen auf juristischer Ebene …

Hier findet ihr den gesamten Aufruf (auf Englisch):
http://nocigeo.noblogs.org/post/category/translation-en/
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2. Ukraine: Updates zu den Neubauplänen am AKW Chmelnyzkyj
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Die gute Nachricht: Von offizieller Seite wird gesagt, dass die Ukraine beim Bau neuer Reaktorblöcke am AKW Chmelnyzkyj nicht länger mit Russland zusammenarbeiten wird.

Die schlechte Nachricht: Es werden immer noch Optionen für den Bau neuer Reaktoren erwogen, lediglich unter Einbeziehung eines anderen Partners. Des Weiteren meinte Anfang September ein ukrainischer Abgeordneter, dass die Regierung über einen möglichen Standort und Partner bis Ende des Jahres entscheiden sollte. Es gibt auch Gespräche über eine teilweise (bis zu 40%) Privatisierung von Energoatom, was völlig neu ist, denn früher wurde nur über eine Gesellschaft gesprochen (erster Schritt einer Privatisierung).

Offenbar wird angenommen, eine Privatisierung helfe, Privatkapital für die Vorhaben zu gewinnen. Eine weitere Möglichkeit, die Gelder einzuwerben, sagen sie, wäre eine Vereinbarung über den Export von Strom in die EU. Als mögliche technische Partner wurden bisher tschechische Firmen genannt. Es gibt dabei aber noch große Unsicherheitsfaktoren und einen Mangel an Information. Jedenfalls wird behauptet, dass die existierende Infrastruktur am Standort des AKW Chmelnyzkyj nicht verwendet werden könne.
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3. Fotoausstellung „Gesichter des Urans“ in Polná
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Vom 24. September bis zum 31. Oktober 2014 fand in der Passage des Buchladens „Kuba und Pařízek“, Husovo náměstí 44, in Polná in Tschechien (Region Vysočina-Südmähren) die Fotoausstellung „Gesichter des Urans“ des Fotografen Václav Vašků statt. Diese Fotoausstellung erfolgte zeitlich parallel mit der Bearbeitung der Machbarkeitsstudie für die Eröffnung der Uranlagerstätten Brzkov und Horní Věžnice (die Regierung hatte das Staatsunternehmen Diamo beauftragt, diese Studie bis zum 30. September 2014 fertigzustellen). Die Eröffnung der Fotoausstellung fand am Mittwoch, 24. September 2014 um 15 Uhr zusammen mit Václav Vašků statt.

Hier gibt es den vollständigen Artikel:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Photo_Exhibition_%22Faces_of_Uranium%22_in_Poln%C3%A1
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4. Tschechien: Marsch gegen Uranabbau in Brzkov
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An dem Marsch vom 7. September 2014 gegen den geplanten Uranabbau nahmen etwa 200 Menschen teil, einschließlich Kindern und der lokalen Bevölkerung. Einige TeilnehmerInnen kamen auch aus benachbarten Dörfern und Städten. Der Marsch wurde von der NGO „Unsere Zukunft ohne Uran“ organisiert, welche damit die Ablehnung der Bevölkerung ausdrückt, die sich gegen die Absicht der Regierung stellt, den Uranabbau wieder aufzunehmen und in Zukunft hier fortzusetzen. Dies widerspräche einem Dokument zur Rohstoffpolitik der Tschechischen Republik aus dem Jahre 1999. Während des Protesttages konnten die BürgerInnen die Petition „NEIN zum Uranabbau im Hügelland“ der Organisation unterschreiben (etwa 1.200 Unterschriften seit Juli), die an Premierminister Sobotka gerichtet ist.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/March_against_uranium_in_Brzkov
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5. UK: Kampagne für unabhängige Strahlungsmessung im Nordwesten
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„Radiation Free Lakeland“ macht Lobbyarbeit für eine unabhängige Strahlungsmessung im Nordwesten. Diese wurde früher vom Strahlenmessdienst „RADMIL“ in Lancashire durchgeführt, der vor einigen Jahren aber aufgrund von Budgetkürzungen der Regionalverwaltung aufgelöst worden war.

http://mariannewildart.wordpress.com/2014/09/07/independent-radiation-monitoring-in-nw-what/
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6. UK: Stop Moorside – Petition
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Die gerade gestartete Petition zum Stopp Moorsides behandelt ein von der Industrie als „größte nukleare Entwicklung in Europa“ bezeichnetes Vorhaben. Obwohl es keine Lösung für das Problem des Atommülls gibt, ist unsere Regierung auf Biegen und Brechen entschlossen, eine riesige Schneise durch Cumbria zu schlagen, um neue Atomreaktoren zu errichten. Mit den Worten des Abgeordneten Michael Meacher: „Wir brauchen neue AKWs wie ein Loch im Kopf!“… Bitte unterschreibt die Petition und verbreitet sie:

https://you.38degrees.org.uk/petitions/stop-moorside-biggest-nuclear-development-in-europe
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7. UK: Kein ganz so kurzes Aufeinandertreffen – Atomzüge in Carnforth
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Regelmäßig transportieren Züge Container mit hochradioaktiven Brennstäben („Atomzüge“) durch Carnforth. Diese Atommüllzüge mit abgebrannten Brennstäben werden vom DRS betrieben. Die „Direct Rail Services“ gehören zur „Nuclear Decommissioning Authority“, die diesen hochradioaktiven Abfall durch einige der am dichtesten besiedelten Regionen Großbritanniens fahren lässt.

http://mariannewildart.wordpress.com/2014/07/19/not-so-brief-encounter-nuclear-trains-at-carnforth/
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8. Estnisches Energieunternehmen zu Investitionen im AKW Visaginas: „Nein, danke!“
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Litauen und Hitachi Ltd. bereiten Pläne zur Schaffung einer vorläufigen Projektfirma vor, um das AKW-Projekt Visaginas weiter zu bringen. Es sieht allerdings so aus, als hätte das Projekt nicht viele Chancen, weil es nicht ohne die regionalen Partner Estland und Litauen realisiert werden kann. Estland ist besonders widerwillig hinsichtlich Investitionen in das Atomkraftwerk. Sandor Liive von „Eesti Energie“ erklärte im August 2014, dass billige Atomenergie nicht mehr existiere, und dass, wenn Litauen jetzt an Estland mit dem Angebot, in das AKW Visaginas zu investieren, herantreten würde, die Antwort „Nein“ wäre.

Mehr dazu:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Estonian_energy_company_about_investing_in_Visaginas_NPP:_%22No,_thanks%22
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9. Internationale Kampagne zur Unterstützung der russischen Anti-Atom-Bewegung
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Dass Russland ein spezifisches Verständnis davon hat, was im nationalen Interesse ist und was nicht, ist nichts Neues. Aber die Diskrimination der Anti-Atom-Aktivisten insbesondere von der NGO Ecodefense hat ein Niveau erreicht, welches einen internationalen Aufschrei erfordert. Unten findet ihr eine breite Plattform dafür – in vielen Sprachen. Unterstützt bitte unsere Freunde in Russland, es wird der Anti-Atom-Bewegung insgesamt helfen.

Mehr dazu:
http://www.dianuke.org/international-appeal-in-solidarity-with-russian-anti-nuke-group-ecodefense-declared-foreign-agent/
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10. Tschechien – Slowakei – Ungarn: Neue Entwicklungen
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Einerseits wurden Pläne, das südböhmische AKW-Temelín um zwei neue Blöcke zu erweitern, gestoppt – mit ökonomischen Argumenten. Es gibt aber immer noch Bemühungen im Bereich des AKWs Temelín – aber auch im AKW Dukovany, dem zweiten Atomkraftwerksstandort in Tschechien, zumindest einen neuen Block zu errichten. Andererseits scheint der staatlich dominierte tschechische Energiekonzern CEZ große Teile des slowakischen Energieversorgers SE vom bisherigen italienischen Eigentümer ENEL übernehmen zu wollen, der wohl versucht, nicht ganz so profitable Investitionen außerhalb Italiens abzustoßen. Das Ergebnis könnte ein erneuter Impuls sowohl in der Slowakei als auch in Tschechien sein, mit eigenen Mitteln doch weiterhin in den Ausbau der Atomkraft zu investieren.

Oder mit russischer Hilfe, was insbesondere in Ungarn der Fall scheint, wo die gesamte außenpolitische Strategie des ehemaligen Dissidenten und nun Ministerpräsidenten Viktor Orban immer mehr zu einer reinen Kopie von Vladimir Putins russischem Drang nach neuem Land, egal wo, zu werden scheint. Natürlich mit einem starken Interesse an russischer Atomtechnologie und generell einer noch größeren Energieabhängigkeit anderer Länder von Russland. Aber auch von chinesischer Unterstützung wurde in den betroffenen Ländern, wie auch in Rumänien schon, gesprochen.

Mehr dazu:
http://spravy.pravda.sk/ekonomika/clanok/328081-stratove-mochovce-zavisi-to-aj-od-kupca/
http://hungarianwatch.wordpress.com/2014/05/05/rosatom/
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11. Japanischer Experte spricht in Europa über Fukushima
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Kazuhiko Kobayashi aus Japan, der viele Jahre in Deutschland gelebt hat, ist als vehementer Kritiker der Atomlobby bekannt. Diesen Herbst besucht er wieder Europa, um über die aktuelle Situation rund um Fukushima und über die Pläne der japanischen Atomlobby zu sprechen. Er besucht dabei Deutschland, Polen, Österreich, die Türkei und Slowenien. Neben seiner Informationsarbeit wird er mit den eingenommenen Spendengeldern auch ein Kinderprojekt in Japan unterstützen.

Mehr dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=jyfbEPCNgnY
http://nuclear-news.net/2012/12/04/fukushima-medical-university-hospital-cover-up-an-interview-with-kazihiko-kobayashi/
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12. Neue Ausgabe des World Nuclear Industry Status Reports online
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Eine der besten Adressen mit Informationen betreffend die weltweiten Entwicklungen rund um die Atomindustrie ist online – die 2014er Ausgabe des WISR (Statusbericht der internationalen Atomindustrie) – dank vor allem der Arbeit von Mycle Schneider und Antony P. Froggatt.

Ihr findet die aktuelle, aber auch ältere Ausgaben online hier:
http://www.worldnuclearreport.org
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13. Updates zum AKW-Neubau in Polen
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Die Bohrarbeiten durch Worley Parsons Ltd. im Kontext komplexer Standort- und Umweltuntersuchungen in den Dünen von Lubiatowo, einem der AKW-Kandidaten in Wejherowo, Pommern, wurden dank lokalen Widerstands in den letzten Wochen und Monaten erfolgreich verzögert. Es bestehen gewisse Chancen, dass das Konsortium die Deadline zum Abschluss des UVP-Berichts im Januar 2015 verpassen wird. Dieser soll planmäßig kurz danach im öffentlichen Beteiligungsverfahren bereitgestellt werden, vielleicht im Frühjahr 2015. Die sogenannte Umwelt-Entscheidung wird für Ende 2016 erwartet, während die endgültige Standortentscheidung derzeit für den Jahreswechsel von 2017 zu 2018 geplant ist.

Das größte Problem bleibt – natürlich – die Finanzierung. PGE war es bisher möglich vier „Partner-Teilhaber“ unter den polnischen staatlichen Unternehmen aus den Bereichen Energiewirtschaft und Kupferbergbau zu gewinnen: ENEA, KGHM Polska Miedź und TAURON Polska Energia. Die entsprechende Vereinbarung zwischen diesen bedarf noch der Zustimmung der UOKiK, der staatlichen Aufsicht für Verbraucherschutz.
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14. Kanada: OPG erklärt Risiken beim AKW Darlington unter Kontrolle
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Der starke Anstieg der Kosten für Atomprojekte in Ontario und anderswo ist berüchtigt. Seit der Jahrhundertwende schießen die Kosten für die Überholung sowohl des Atomkraftwerks Pickering A von OPG als auch des Atomkraftwerks Bruce A von Bruce Power weit über die ursprünglich veranschlagte Summe hinaus.

http://www.thestar.com/business/2014/08/18/opg_says_darlington_risks_are_contained.html
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15. Auf dem Yellowcake-Pfad
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Kanadas Urangeschichte. Elliot Lake in Ontario war einst die „Uranhauptstadt“ der Welt. In 20 Betriebsjahren versagten mehr als 30 Dämme, die Uranabbau-Abwässer zurückhalten sollten. Dadurch wurden radioaktive Abfälle und chemische Gifte in das Einzugsgebiet des Serpent River freigesetzt, der in den Lake Huron mündet. Bis 1996, als das Bergwerk schließlich geschlossen wurde, wurden mehr als 170.000.000 Tonnen radioaktive Abwässer hinterlassen.

http://www.uranium-network.org/images/Canada/Yellowcake%20Series%20WS%2020092010.pdf
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16. Smolensk: Russische Atomindustrie lügt in offiziellen Dokumenten
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Im Zuge von öffentlichen Hearings zur Ausstattung des neuen AKWs in Smolensk mit dem Experimentalreaktor WWER-TOI, hält der russische Staatskonzern Rosatom weiterhin die Illusion der ökologischen Sicherheit und ökonomischen Machbarkeit des Baus eines neuen AKWs aufrecht, indem er sich auf nicht existierende Verbote von Alternativen beruft und auf die Träume eines „sicheren“ radioaktiven Abfalls.

Mehr dazu:
http://bellona.org/news/nuclear-issues/radioactive-waste-and-spent-nuclear-fuel/2014-09-russian-nuke-industry-lies-official-documents-build-new-reactors-smolensk
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17. Vertrag für AKW-Bau in Polen
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Die Spezialfahrzeugfirma des PGE-Konzerns, PGE EJ1, hat am 12. September nach einer Ausschreibung einen Vertrag mit der Firma AMEC Nuclear UK Ltd. zum Bau des ersten AKWs in Polen unterzeichnet. Dabei geht es um Aufgaben des sogenannten Eigentümer-Ingenieurs (owner’s engineer). Der Vertrag beläuft sich auf eine Rekordsumme von umgerechnet etwa 300 Millionen € (1,3 Mrd. PLN) auf der atomaren Ausgabenliste von PGE. Die Medien sprechen von einer Nettosumme, womit zumindest die Mehrwertsteuer noch dazugerechnet werden müsste.
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18. Neues von den Hearings in Russland
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Fast 30 Fragen, die von Bellona im Rahmen eines Runden Tischs Mitte Oktober zur Leistungserhöhung des 1. Blocks des AKWs Kalinin vorgelegt worden waren, blieben aufgrund der Unterbrechung des Treffens unbeantwortet. Dies führte zu deutlichen Bedenken, ob Russlands AKW-Betreiber Rosenergoatom weiß, worauf er sich da einlässt.

Details:
http://bellona.org/news/russian-human-rights-issues/access-to-information/2014-10-silence-greets-questions-posed-bellona-public-hearing-kalinin-nuclear-reactor-experiment
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19. Laufzeitverlängerung des 4. Reaktors des AKW Kola: Ein unnötiges Risiko
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Seit dem 11. Oktober 2014 überschreiten nun alle vier Reaktoren des AKW Kola in Russland ihre projektierte Betriebsdauer. Am Freitag, den 10. Oktober ging die Laufzeit des 4. Blocks zu Ende. Das „Kola Environmental Center“ hält eine Laufzeitverlängerung der Reaktoren über die geplante Projektperiode hinaus für ein zusätzliches Risiko, für das keine Notwendigkeit besteht.

Mehr dazu:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Lifetime_extension_of_Kola_NPP_4th_reactor:_an_unnecessary_risk
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20. Finnische Regierung gestattet Rosatoms Aktivitäten
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In der Auseinandersetzung, ob die Beteiligung des russische Atomkonzerns Rosatom an Fennovoimas AKW-Neubauprojekt in Pyhäjoki eine neue Grundsatzentscheidung erfordert, hat die finnische Regierung jetzt Rosatoms Aktivitäten abgesegnet. Mit zehn Ja-Stimmen und siebenmal „Nein“ hatte die Regierung Mitte September entschieden. In Folge dessen verließen die Grünen die Regierung.

2010 hatte das finnische Parlament das sogenannte AKW Hanhikivi ermöglicht, als es eine Grundsatzentscheidung für Fennovoimas Pläne verabschiedete. Damals hatte der deutsche Energiekonzern E.on ca. 34% der Anteile des Unternehmens; Russland war nicht beteiligt. Als E.on das Atomprojekt verließ, waren die Neubaupläne beinahe gescheitert. Dann übernahm Rosatom E.ons Anteile und hat nun etwa ein Drittel an Fennovoima. Daneben wurden das Reaktordesign sowie die Dimension des Projekts verändert. Der letzten offiziellen Sichtweise zufolge war nun eine völlig neue Grundsatzentscheidung für das AKW notwendig – was eine wesentliche Verzögerung bedeutet hätte.

Die letzte Neuigkeit aus Pyhäjoki war der Baubeginn der Zufahrtsstraßen zum geplanten AKW-Gelände am 16. September.
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21. EU genehmigt Subventionen für AKW Hinkley Point
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Ursprünglich hatte die EU-Kommission ernsthafte Bedenken an der geplanten Vereinbarung eines sogenannten „Strike Price“ für den neuen Reaktor des französischen Atomkonzerns EDF in Hinkley Point in Großbritannien verkündet. Der vorgeschlagene Deal im Umfang von 17,6 Milliarden Pfund wurde als potentiell schädlich und als illegale Förderung durch öffentliche Gelder betrachtet.

Am 8. Oktober jedoch wurde die britische Staatsbeihilfe für die Atomkraft durch die EU-Kommission genehmigt. Der sogenannte „Contract for difference“, der 35 Jahre lang laufen soll, garantiert Mindesteinnahmen für den Reaktor. Die britische Regierung hat zugestimmt EDF 92,5 Pfund pro MWh vom AKW Hinkley Point C zu bezahlen, was dem doppelten des derzeitigen Großhandelspreises für Strom entspricht.

Die österreichische Regierung hat eine Beschwerde gegen die Entscheidung der Kommission beim Europäischen Gerichtshof angekündigt.

Erfahre mehr:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/PR:Stop_Hinkley_Comment_on_European_Commission_Go-ahead_for_%C2%A317.6bn_Hinkley_Deal
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22. Fotos aus Sellafield durchgesickert
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Von einem Whistleblower weitergegebene Fotos, die zeigen, wie in der Anlage Sellafield gefährlicher Abfall seit Jahrzehnten extrem unsicher gelagert wird, sind von Radiation Free Lakeland an den Kanzler Österreichs geschickt worden. Die Fotos erschienen am 27. Oktober in der Zeitschrift „The Ecologist“ unter dem Titel „Durchgesickerte Fotos aus Sellafield zeigen ‚massive Gefahr einer Freisetzung von Radioaktivität'“.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Leaked_Photographs_Sellafield
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23. USA: Weckruf für Capenhurst
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Eine Leckage von radioaktivem Uranhexafluorid (UF6) in den USA bringt große Besorgnis unter den Anwohnern des Nordwestens. Das Leck vom Sonntagabend, den 26. Oktober 2014 mit Freisetzung von Uranhexafluorid in der Honeywell Urananreicherungsanlage in Metropolis, Illinous, zeigt deutlich die Art von Gefahr auf, die solchen Anlagen innewohnt.

Verschiedene Berichte zeigen eine Wolke von Uranhexafluorid, die sich von der Anlage wegbewegt. Uranhexafluorid ist hochtoxisch, reagiert mit Wasser heftig und ist für die meisten Metalle intensiv korrosiv.

Lies den vollständigen Artikel:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/A_wake_up_call_for_Capenhurst
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24. Veranstaltungen der nächsten Monate
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(nur ein Auszug, teilt uns bitte eure Events für den nächsten Newsletter mit)
Weitere Veranstaltungen: http://upcoming.nuclear-heritage.net

Fühlt euch eingeladen, uns eure lokalen und internationalen Veranstaltungshinweise für diese Website und die NukeNews zu senden!
01.06.14-Juni ’15: „Bure 365“ – dezentrale Aktionen gegen das Atommülllager in Bure (F)
06.10.14-03.11.14: Uran-Filmfestival im Scharfrichter Kino, Milchgasse 2, in Passau (D)
Herbst/Winter 2014:Transport hochradioaktiven Atommülls aus dem Jülicher Atomforschungszentrum in die USA & Proteste (D)
01.11.14-02.11.14: Energiekonferenz des Berliner Energietisches (D)
03.11.14-09.11.14: Arbeitstreffen des ATOMIC BALTIC Netzwerk/projekts
im Projekthaus, Am Bärental 6, in Döbeln (D)
07.11.14: Gedenkveranstaltungen an vielen Orten für Sébastien
Briat – ein Aktivist, der 2004 vom Castorzug getötet
wurde
08.11.14 um 11°°: Seminar „Verteilung von Radioaktivität in die/der
Umwelt – tolerierbares Strahlenrisiko?“ im Harald-
Koch-Haus, Steinstr. 48, in Dortmund (D)
14.11.14-17.11.14: National Summit for a Nuclear Free Future im National 4-H Youth Conference Center, 7100
Connecticut Ave., in MD 20815, Chevy Chase (USA)
15.11.14: landesweiter Aktionstag zu Atommüll (D)
15.11.14 um 14°°: Demo gegen AKW Fessenheim am Rathausplatz in Neuenburg (D)
15.11.14 um 18°°: Workshop „Radioaktivität in unserer Umwelt“ in der „Nacht der Wissenschaft“ in Herrenhäuser Str. 2,
Gebäude 4113, Raum A101, in Hannover (D)
17.11.14: Konferenz zur EU Energie-Union – „How to shape Energy Policy so as to boost European competitiveness?“ im Charlemagne Building, Europäische Kommission, Brüssel (B)
26.11.14 um 13°°: Seminar des Nuclear Waste Council zu organisatorischen Fragen rund um Bau und Betrieb
eines Lagers für abgebrannte Kernbrennstoffe im Näringslivets hus, Storgatan 19, in Stockholm (S)
27.11.14 20°° CET: updatende Skype-Konferenz des ATOMIC BALTIC Netzwerk/projekts
28.11.14-30.11.14: internationales Urantransportetreffen im Paul-Gerhardt-Haus, Friedrichstr. 10, in Münster (D)
29.11.14-30.11.14: Uransymposium in Niamey (RN)
30.11.14: Demo „YES or NO, Trident still has to go – NOW!“ am Atomwaffen-U-Boot-Stützpunkt in Faslane (UK)
01.12.14-05.12.14: International Conference on Occupational Radiation Protection: Enhancing the Protection of Workers –
Gaps, Challenges and Developments in Wien (A)
24.01.15 um 13°°: Großdemo „Wrap Up Trident!“ am TBC in London (UK)
01.02.15-04.02.15: Health Physics Society 48th Midyear Topical Meeting in Norfolk/Virginia Beach, VA (USA)
21.03.15 um 11°°: Atommüll-Konferenz in Volkshochschule, Wilhelmshöher Allee 19-21, in Kassel (D)
14.04.15-16.04.15: World Uranium Summit in Québec City (CDN)
25.04.15-01.05.15: Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
12.05.15-15.05.15: Atomlobby-Konferenz „Innovation in the Third Millennium“ im Delta Winnipeg Hotel, 350 St Mary Ave,
in Winnipeg, Manitoba (CDN)
22.05.15 14°°: Kulturelle Widerstands Party mit Bürgerinitiative & Akteuren der Kulturelle Landpartie an den Atomanlagen in Gorleben (D)
Sommer 2015: „Walk For A Nuclear Free Future“ von der Atomanlage Oakridge, TN nach Hiroshima 2015 (USA & J)
12.07.15-16.07.15: Health Physics Society 60th Annual Meeting in Indianapolis, Indiana (USA)
2015: wahrscheinlich Castortransport mit hochradioaktiven Abfällen aus Sellafield (UK) und mit mittelradioaktiven Abfällen aus La Hague (F) nach Gorleben (D) (oder anderer Standort) und Proteste
01.09.15-30.11.15: (vermutlich) Hauptverhandlungen am Umweltgericht zu SKBs Antrag das KBS3-ATommüllendlager zu errichten am Bezirksgericht in Nacka (S)
10.10.15 um 11°°: Atommüll-Konferenz in Volkshochschule, Wilhelmshöher Allee 19-21, in Kassel (D)
25.04.16-01.05.16: Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Bure_365
http://www.uraniumfilmfestival.org/de/programm/passau-2014
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_Waste_Transport_to_Ahaus
http://berliner-energietisch.net/images/Flyer_HO_final.pdf
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Atomic_Threats_In_The_Baltic_Sea_Region/Working_meetings/Sixth_meeting
http://www.lagatom.de/?p=3809
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http://hps.org/meetings/meeting41.html
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http://www.uranium2015.com
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Action_Weeks_For_A_Future_After_Chernobyl_And_Fukushima_2015
http://crpa-acrp.org/conference/
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9162
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Walk_For_A_Nuclear_Free_Future_2011-2015/Y-12_Nuclear_Facility_Oakridge-Hiroshima
http://hps.org/meetings/meeting37.html
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Gorleben_Castor_Resistance_in_Germany_2015
http://www.nonuclear.se/en/kalender/kbshuvudforhandling2012
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=61&Itemid=273/
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Action_Weeks_For_A_Future_After_Chernobyl_And_Fukushima_2016
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25. Was sind die NukeNews?
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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail an „news AT NukeNews DOT nuclear-heritage DOT net“. Der Text sollte sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen. Die Deadline für die 16. Ausgabe der NukeNews ist der 7. Dezember 2014.

Demonstration: EBERSWALDE GEGEN TTIP

Freitag 14.11.2014

  • Ort: Ammonpark (Pfeilstraße) in Eberswalde
  • Uhrzeit: 13.30 Uhr

ttip nf Freihandel TTIPDie NaturFreunde Eberswalde rufen gemeinsam mit einem Eberswalder Initiativenbündnis zur Demonstration gegen TTIP am 14. November 2014 in den Straßen Eberswaldes auf.

Unter dem Motto „Eberswalde gegen TTIP“ ruft ein Initiativenbündnis aus NaturFreunde Eberswalde e.V., Greenpeace Eberswalde, AfIE (Antifaschistische Initiative Eberswalde), Energie- und Kulturinitiative WandelBAR, NABU Barnim, SofA (Solidarität für Asylbewerber), Freiraum Initative Eberswalde, Alnus e.V. und
Tauschring Eberswalde zur Demonstration gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA auf.

Treffpunkt ist um 13:30 Uhr im Ammonpark (Pfeilstraße), wo eine erste Kundgebung stattfinden wird. Es folgt eine Zwischenkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz. Die Abschlusskundgebung findet in der Friedrich-Ebert-Straße neben der Hochschulbibliothek statt.

Der Aufruf wird von einem breiten Eberswalder Netzwerk getragen, da die geplanten Freihandelsabkommen diverse Lebensbereiche betreffen.

TTIP bedroht Regelungen des Umwelt- und Verbraucher-, Daten- und Arbeitnehmerschutzes, die als sogenannte „Handelshemmnisse“ gesehen werden und abgebaut werden sollen. Statt Menschenrechte und natürlicher Lebensgrundlagen sollen Investitionen geschützt werden:
der Investitionsschutz, der Konzerne zum Verklagen von Staaten vor außerstaatlichen Schiedsgerichten berechtigt, würde dazu führen, dass sich in jedem Bereich die niedrigsten Standards durchsetzen. Gewinner dieser Verträge sind multinationale Konzerne, die der Demokratie die Hände binden, Bürger mit ominösen Geheimhaltungsstrategien entmündigen und die gesamten Ressourcen der Erde unter ihre Profitgier stellen. Die EU-Kommission setzt diesen Verhandlungen nicht genügend Widerstand entgegen. Das Eberswalder Initiativenbündnis ruft deshalb die Bürger auf die Straße, um bunt, laut und entschlossen zu protestieren.
Auf der Demonstration werden ca. 100 Menschen und verschiedene prominente Redner erwartet.

Neben Eberswalder Bürgern werden Uwe Hiksch, der stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Berlin, Axel Vogel, Fraktionsvorsitzender im Brandenburger Landtag, sowie Nelly Grotefendt von Power Shift, einer der führenden Organisationen im europäischen Bündnis gegen TTIP ihr Wort zum Thema kundtun.

NaturFreunde: Das Ende von „Mare Nostrum“ ist eine Schande für die EU

Neue EU-Mission „Triton“ soll Flüchtlinge nicht retten, sondern abschrecken

 

naturfreunde haendeBerlin, 3.11.2014 – Anlässlich der Einstellung der italienischen Rettungsmission „Mare Nostrum“ und des Beginns der EU-Grenzsicherungsaktion „Triton“ erklärt Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der NaturFreunde Deutschlands:

 

Die neue Frontex-Grenzschutzmission „Triton“ wird ihre Schiffe nur zum „Schutz“ der EU-Außengrenzen einsetzen. Faktisch eingestellt wird damit die aktive Suche nach Flüchtlingen, die vor der Küste Nordafrikas in Seenot geraten sind. Schon die italienische Mission „Mare Nostrum“ konnte nach Aussage der Organisation für Migration (IOM) nicht verhindern, dass im Jahr 2014 mehr als 3.200 Menschen im Mittelmeer ertranken. Mit dem Stopp von „Mare Nostrum“ werden wieder mehr Menschen ertrinken. Die EU-Mitgliedstaaten nehmen den Tod von Tausenden Flüchtlingen bewusst in Kauf.

Während Italien noch neun Millionen Euro im Monat für die Bergung von Flüchtlingen im Mittelmeer zur Verfügung gestellt hatte, geben die EU-Mitgliedstaaten nun nur noch drei Millionen Euro aus und begrenzen die Grenzschutzmission auf die EU-Gebiete. Die Beendigung der Rettungsmission „Mare Nostrum“ ist inhuman und menschenverachtend – eine Schande für die EU!

Die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten haben aus der schrecklichen Flüchtlingstragödie vor Lampedusa nichts gelernt und nach einer kurzen Phase des Innehaltens die tödliche Abschottungspolitik an den EU-Außengrenzen wieder aufgenommen. Die 21 Schiffe, vier Flugzeuge und ein Hubschrauber der „Triton“-Grenzschutzmission sollen Flüchtlinge in erster Linie abschrecken. Das aktive Retten von Menschenleben ist zweitrangig.

Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Bundesregierung auf, für eine großflächige Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer zu werben und ausreichende technische wie finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Das Sterben im Mittelmeer muss aufhören, die Politik der Kälte beendet werden. Das Ertrinken von Tausenden Menschen darf die EU nicht einfach hinnehmen.

Youtube-Video über Bundeskongress der NaturFreunde Deutschlands

Viele Impressionen über den Bundeskongress der NaturFreunde Deutschlands:

Beim Kongress wurde viel diskutiert, mehr als 50 Anträge beschlossen, aber auch viel gelacht, miteinander ausgetauscht und natürlich …. gefeiert.