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Rundbrief uranium-network.org

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Rundbrief 1 / 2016

 

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

 

die Tage werden länger, die Vögel zwitschern aufgeregter und wir verschicken den ersten Rundbrief des Jahres. Wie immer haben wir einiges zu berichten – darunter positive Meldungen wie weitere Schließungen bzw. Stilllegungen von Bergwerken und den Stopp von geplanten Projekten. Insbesondere in afrikanischen Ländern, die lange als Ort der Atom-Renaissance gesehen wurden, geht ein Teil der Uranbergwerksprojekte nur noch gebremst voran. Zudem bekommt Jacob Zuma, Präsident von Südafrika, stärkeren Gegenwind zu seinen Plänen, neue Atomkraftwerke, zu bauen. Auch in den USA und Kanadableibt es spannend: In Regionen beider Länder gibt es Diskussionen zu einem bestehenden Uran-Bann.

Kurzentschlossenen möchten wir die Konferenz Nuclear Energy – Expensive Gamble“ am 5. April in Prag ans Herz legen. Hier wird es vor allem um die Fragen gehen, inwiefern aus den vergangenen Unfällen (Tschernobyl, Fukushima) gelernt wurde, ob heutige Atomkraftwerke ein zufriedenstellendes Sicherheitsniveau erreichen und welchen Stellenwert dem Thema Sicherheit im Atomsektor zu Gute kommt.

In eigener Sache werben wir für Veranstaltungen mit Golden Misabiko und freuen uns über die Organisation von Treffen mit Anthony Lyamunda.
Zudem möchten wir Sie und Euch einladen, öfter einen Blick auf unsereWebseite zu werfen!

 

Viel Spaß beim Lesen und einen sonnigen Frühling, wünscht Ihnen und Euch

das Team von uranium-network.org

 

Inhalt

  1. Aktuelles rund um den Uranbergbau
  2. Allgemeine Uranentwicklungen
  3. Afrika und die gebremste Uranindustrie
  4. USA I: Bewegung „Clean up the Mines!“ wird lauter
  5. USA II: Kritik am Uran-Bann im Grand Canyon
  6. Kanada / Québec: Regierung kämpft um Uran-Bann

 

  1. Unsere Projekte
  2. Golden Misabiko und Anthony Lyamunda in Deutschland
  3. Mongolei: Aktivist Beejin Khastamur kurzzeitig in Haft
  4. Tansania II: CESOPEs Erfolge und Bemühungen
  5. Tansania II: NaCUM formiert sich
  6. Sonstige Aktivitäten von unserer Seite

 

III. Mehr zu uranium-network.org

 

 

 

I. Aktuelles rund um den Uranbergbau

1. Allgemeine Uranentwicklungen

Im Vergleich zum letzten Jahr ist der Uranpreis noch einmal gesunken. Auch wenn deshalb weiter Minen ganz oder vorläufig geschlossen werden, stirbt die Hoffnung von AtombefürworterInnen einfach nicht, dass sich die Preisentwicklung wieder ändern wird. Wenige Projekte werden vorangetrieben, darunter vor allem die in chinesischer Hand.

Über die Schließungen im letzten Jahr (Kayalekera, Malawi; Trekoppje, Namibia; Imouraren und Azelik, Niger) berichteten wir bereits. Neu ist, dass nun das tansanische Uranprojekt Mkuju River (Uranium One / ARMZ Russland) vorerst pausiert. Die Geschäftsführung möchte mit der Weiterführung warten, bis der Uranpreis um 70 Prozent gestiegen ist. Geschäftsführer Feroz Ashraf ist davon überzeugt, dass sobald der Preis einmal steigt, er schneller rasante Höhen erreicht, als sich erträumen lässt.

Vielleicht ist das auch die Ansicht von Swakop Uranium, Tochterfirma von China General Nuclear Power Corporation (CGN), die kurz davor ist, ihre Husab-Mine in Namibia fertigzustellen. Der namibische Finanzminister glaubt, dadurch 2017 dreimal so viel Uran zu produzieren wie 2015 und hofft, damit das Land auf Platz drei der weltweit größten Uranproduzenten zu setzen. Allerdings bekommt Swakop Uranium auch Gegenwind: Wir berichteten bereits von Streiks der BauarbeiterInnen; jetzt protestieren Bauern und Bäuerinnen gegen einen sinkenden Grundwasserpegel des Swakop-Flusses. Während der Konstruktionsphase darf das Unternehmen Grundwasser des Flusses nutzen.

Nichtsdestotrotz war der malische Präsident, Ibrahim Boubacar Keita, bei einem Besuch in Namibia so begeistert, dass er sich nun eine chinesische Uranmine für Mali wünscht.

Erstmal aber hatte Mauretanien das Vergnügen: China Energy Engineering Group Guangdong Power Engineering (GPEC) wird nun gemeinsam mit Aura Energy das Tiris-Projekt weiterführen.

Chinas Engagement im Uranbereich weitet sich auch nach Kanada aus: CGN ist nun zu 20 Prozent Anteilseigner von Fission Uranium und hat so als erstes chinesisches Unternehmen in einen kanadischen Urankonzern investiert.

 

Und sonst?

In Südafrika sind die AnwohnerInnen nahe der geplanten Karoo-Minegespalten: Die einen empören sich über problematische Folgen für sich und die Umwelt, die anderen hoffen auf Jobs. Das Umweltgutachten steht auf Seiten Ersterer; es stuft das Risiko des Uranabbaus als hoch ein und verweist insbesondere auf die Wahrscheinlichkeit der Wasserverseuchung durch radioaktives Material.

Die Pläne von Jacob Zuma, Südafrikas Präsident, sechs neue Atomkraftwerke zu bauen, werden auch aus verschiedenen Richtungenkritisiert: Die einen fürchten, dass der Staat die Kosten nicht tragen kann, die anderen fordern einen Umschwung hin zu Erneuerbaren Energien in einem Land, das reich an Wind und Sonne ist. Eine große Debatte wurde losgetreten, ihr Verlauf wird spannend bleiben. Bisher hat Südafrika als einziges afrikanisches Land ein Atomkraftwerk. Ob der Bau der neuen Kraftwerke eine Lizenz der nationalen Atombehörde bekommt, ist noch nicht entschieden.

Auch aus dem europäischen Raum bleiben Nachrichten zu Uranbergbau nicht aus:

Seitdem Grönland 2013 den Bann gegen Uranbergbau aufhob, ebnet die Regierung den Weg zum Abbau. Dazu gehört nun ein Abkommenzwischen Dänemark und Grönland, das die Verantwortlichkeiten der beiden Entitäten beim Abbau und Export von Uran klärt. Das bedeutet nicht zuletzt, dass Grönland das abgebaute Uran nur an Staaten, die den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben haben, verkaufen kann. (Ein ausführlichen Artikel zu den Hintergründen findet sich im iz3w, Ausgabe 334.)
In den kommenden Wochen wird die dänische Regierung dem Parlament nun ein Gesetz zum „sicheren“ Uranbergbau vorlegen. Dort fand am 16. März eine Anhörung zum geplanten UranprojektKvanefjeld statt. Umweltorganisationen aus Dänemark und Grönland sind überzeugt, dass das Fazit der Anhörung ihre Bedenken zum Uranbergbau bestätigt. Außerdem fordern sie ein Referendum in Grönland zur Rücknahme des Uran-Banns.

Bei einem Treffen von tschechischen und polnischen Regierungsmitgliedern verkündete die polnische Seite, dass dieExplorationsplanungen von Uran gestoppt wurden, nicht weiter verfolgt werden und derzeit auch keine Unternehmen Interesse an Uranbergbau in Südpolen hätten. Dazu beigetragen hat möglicherweise auch der Protest von 21 tschechischen BürgermeisterInnen nahe der polnischen Grenze. AktivistInnen vor Ort erklärten jedoch, dass das australische Unternehmen European Resources Poland noch in einem ausstehenden Gerichtsprozess stecke, mit dem Ziel Explorationslizenzen zu erwerben.

Auch aus Deutschland gibt es Neues: Um die ehemalige UranmineWismut in Sachsen und Thüringen anständig zu sanieren, ist bis 2028 um einiges mehr Geld nötig als bislang geplant. Neben den bereits ausgegebenen 6 Milliarden Euro werden voraussichtlich weitere 2,1 Milliarden Euro gebraucht – gezahlt aus dem Bundeshaushalt. Besonders wichtiger Bestandteil der Sanierung ist die aufwändige Behandlung des kontaminierten Wassers.

Besonders freuen wir uns darüber, dass 15 Jahre nach der Schließung der Nationalen Uranmine in Portugal Familienangehörige der an Krebs gestorbenen Arbeiter staatliche Entschädigung erhalten. Dies beschloss das portugiesische Parlament einstimmig nach langen Jahren des Kampfes: In Zentralportugal starben 115 von 500 ArbeiterInnen an Krebs durch Aussetzung erhöhter radioaktiver Strahlung. Seit der Schließung der Bergwerke ab 2001 protestierten ehemalige ArbeiterInnen bis jetzt für eine angemessene Entschädigung der Familien ihrer KollegInnen. Dass die Familienangehörigen nun eine finanzielle Entlastung erhalten, erkennt immerhin die höchstgefährlichen Folgen von Uranbergbau an.
Mehr zur Geschichte des Uranbergbaus und den Kämpfen der ArbeiterInnen findet sich hier auf Englisch.

 

2. Afrika und die gebremste Uranindustrie

Auch wenn die Husab-Mine die Ausnahme ist, die die Regel bestätigt: Alles deutet darauf hin, dass die Uranindustrie auf dem afrikanischen Kontinent vorläufig gebremst ist. Als 2007/2008 der Uranpreis in die Höhe schoss, vergaben viele Länder Explorationslizenzen und für Uranunternehmen und der Traum vom atomaren Zeitalter in Afrika begann. Die wenigsten Lizenzen mündeten allerdings in Bergwerke – und von den wenigen Bergwerken wurden die meisten wieder stillgelegt oder gestoppt.

Während in Gabun seit 1999 kein Uranbergbau mehr stattfindet, wurde in Niger 2008 die Azelik-Mine vom chinesischen Staatskonzern China National Nuclear Corporation (CNNC) in Betrieb genommen. Doch bereits 2015 wurde aufgrund von Finanzfehlplanungen und Streiks der Arbeitenden zunächst die Produktion gestoppt und die Mine dann eingemottet.
AREVA hatte in den letzten Jahren so einige Herausforderungen in Niger. Doch die größte Pleite war, dass die einst als größtes Uranbergwerk der Welt angekündigte Imouraren-Mine begraben werden musste, als bekannt wurde, dass die Uranvorkommen anscheinend nicht abbaubar sind.

Neben Niger ist Namibia das afrikanische Land mit dem umfangreichsten Uranbergbau. Nur wenige nennenswerte Projekte gingen aus der Hochzeit Ende der 2000er hervor:
(a) Langer Heinrich (PALADIN und CNNC); da PALADIN derzeit Finanzschwierigkeiten hat, könnte der chinesische Konzern CNNC das Projekt ganz aufkaufen.
(b) Trekkopje (AREVA), was seit 2012 wieder stillgelegt ist, da der Urangehalt zu gering ist, um Gewinn abzuwerfen. Sowie
(c) die Husab-Mine (China General Nuclear Power Company), die dieses Jahr mit der vollständigen Produktion beginnen soll. Andere Großprojekte im Land werden wegen des niedrigen Uranpreises derzeit nicht weiterverfolgt.

In Malawi hatte PALADIN mit seiner Kayalekera-Mine wenig Glück. Sie ging erst mit steigendem Uranpreis in Produktion, da der Preis dann aber sank, brachte sie keine Gewinne ein. Streiks für bessere Bezahlung belasteten die Mine zusätzlich, sodass PALADIN sie 2014 stilllegte.

Eine große Anzahl von Explorationslizenzen war auch in Tansaniavergeben worden. Am weitesten wurde anschließend das Mkuju River-Projekt vorangetrieben, wofür die Regierung sogar eine Verschiebung der Grenzen des als Weltkulturerbe deklarierten Nationalparks Selous Game Reserve durchsetzte. Wie jetzt bekannt wurde, will der Betreiber Uranium One / ARMZ (Russland) das Projekt aufgrund des geringen Uranpreises vorerst nicht vorantreiben. Kurz darauf verkündete jedoch das Mutterunternehmen ROSATOM, dass „kostengünstigere“ Abbaumethoden überlegt würden. Das Vorkommen soll wohlmöglich in einer Kombination aus Tagebau und in-situ-leaching ausgebeutet worden – wofür jedoch nach verschiedenen Ansichten (z.B. der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen, IUCN) ein neues Umweltgutsachten erforderlich wäre, da sich der Laugungsbergbau erheblich vom Tagebau unterscheidet.
Die anderen Uranprojekte in den tansanischen Regionen Bahi und Manyoni werden derzeit kaum weiterverfolgt, was nicht zuletzt auch an den Protesten der Bevölkerung liegt.

Auch wenn außer den Projekten Husab und Langer Heinrich derzeit unterm Schnitt keine neuen Minen in Produktion sind, bleiben neben vorher bereits in Betrieb genommenen Minen die verheerenden Folgenfür die Umwelt und die Menschen vor Ort. Unsauber durchgeführte Explorationen, jahrelang aufgetürmte radioaktive Tailings (insbesondere in Niger), unbehandelte Gesundheitsprobleme von ArbeiterInnen, aufgebrauchtes oder verseuchtes Grundwasser und nicht zuletzt nicht-sanierte stillgelegte Bergwerke werden noch lange für Probleme sorgen.

 

3. USA I: Bewegung „Clean up the Mines!“ wird lauter

Gegen die Belastung von Natur und Menschen durch mangelnde Sanierung wurde in den USA die Kampagne „Clean up the Mines!“ gestartet, die gerade an Fahrt gewinnt: Ende Januar protestierten in Washington VertreterInnen indigener Organisationen und UnterstützerInnen für eine Aufräumung radioaktiver Hinterlassenschaften 15.000 alter Uranbergwerke. Die Kundgebung fand vor der Umweltschutzbehörde statt, wo die Demonstrierenden neben der Sanierung zudem den Schutz indigener Heiliger Orte vor Uranbergbau, sowie die Säuberung radioaktiv verseuchten Grundwassers in betroffenen Gemeinden forderten.

Besonders problematisch ist die Kontaminierung der Umwelt imSüdwesten. In Süd-Dakota, in Arizona und New Mexico war in den 1950er und 60er Jahren sehr viel Uran unter minimalen Sicherheitsvorkehrungen für das US-Atomwaffenprogramm abgebaut worden. Insbesondere die dort lebende indigene Bevölkerung ist starkvon den Folgen der fehlenden Sanierung betroffen. Alleine in Süd-Dakota gibt es nach Angaben von „Clean up the Mines!“ 272 alte Uranbergwerke – aus der „wilden Zeit“ des Uranbergbaus – von denen nur eine einzige in Ansätzen ‚aufgeräumt‘ wurde.

Die Kampagne „Clean up the Mines!“ fordert ein Gesetz, das dieVerantwortung für die Aufräumung dieser Hinterlassenschaften klärtund deren Sanierung regelt. Denn bisher kann juristisch niemand wirklich dafür verantwortlich gemacht werden.

 

4. USA II: Kritik am Uran-Bann im Grand Canyon

Der 2012 von Barack Obama persönlich verfügte Bann auf alle neuen Uran-Vorhaben im Umkreis von tausend Hektar rund um den Grand Canyon wird nun von der Regierung Arizona und anderen angegriffen.

Gründe für den Bann waren nicht nur die Attraktion des Grand Canyon, sondern auch der hohe Arsengehalt im Colorado River und andere Umweltprobleme aufgrund des bereits stattfindenden Uranbergbaus (derzeit sind elf Minen aktiv). Obamas Entscheidung, den weiteren Uranbergbau für die nächsten 20 Jahre zu stoppen, wurde von Indigenen, Distrikten, Regionalregierungen und Handelskammern, sowie dem Gouverneur von Arizona unterstützt. Der Bann würde ohne zeitlichen Stopp in Kraft treten, wenn der Grand Canyon als Nationales Kulturerbe deklariert würde – ein Schritt, den laut Umfragen 80 Prozent der Bevölkerung in Arizona befürwortet.

Jetzt hat Arizonas Regierung zusammen mit Regierungen aus Utah, Nevada und anderen gegen nationale Einflussnahme geklagt, um den Bann zu brechen. Schließlich liegen heißbegehrte Uranvorkommen in dieser Gegend. Arizonas Handelskammer ist ebenfalls gegen einen Bann und steht damit an der Seite der gut organisierten und finanzierten National Mining Association.

Eine Gerichtsentscheidung wird voraussichtlich Ende des Jahres zu erwarten sein. Es liegt aber auch in der Hand des neuen Präsidenten oder der neuen Präsidentin der USA, den Bann aufzuheben, solange der Grand Canyon kein Nationales Kulturerbe ist.

 

5. Kanada / Québec: Regierung kämpft um Uran-Bann

Das Uran-Moratorium, was die Regierung Québecs 2013 verhängt hatte, wird von der kanadischen Atomsicherheitskommission kritisiert.

Bislang berichteten wir vor allem über die Umweltanhörung „BAPE“, wo ein Jahr lang alle Seiten ihre Ansichten zu einem möglichen Uranbergbau in Québec darlegen konnten.
Vorangegangen waren Explorationen in der kanadischen Provinz, welche auf erheblichen Widerstand sowohl seitens der indigenen Bevölkerung als auch von UmweltschützerInnen stießen (zusammengeschlossen als „Québec sans / without Uranium“). Die Proteste waren ausschlaggebend für das Moratorium sowie für die Schließung des letzten Atomkraftwerks in der Provinz.

Aufgrund einer Klage einer Uranfirma berief die Québecer Regierung den Umweltanhörungs-ausschuss BAPE. Dieser empfahl der Regierung, Uranbergbau in Québec nicht zu erlauben, weil er zu viele Gesundheits- und Umweltrisiken berge.

Die eigentlich als neutrale Kontrollinstanz für Atomkraftwerks- und Uranminenbetreiber eingerichtete Atomsicherheitskommission (CNSC) stellte sich nun auf die Seite der Uranunternehmen und griff die Empfehlungen des BAPE-Aesschusses massiv an.

Es bleibt abzuwarten, wie die Regierung von Québec auf diese unbotmäßige Einmischung reagiert. Allerdings erhalten die kanadischen Provinzen British Columbia und Nova Scotia seit vielen Jahren unangefochten Moratorien für Uranbergbau aufrecht.

 

II. Unsere Aktivitäten

1. Golden Misabiko und Anthony Lyamunda in Deutschland

Wie wir bereits in einer Zwischennotiz berichteten, bekommen wir auch dieses Jahr wieder Besuch von Anti-Uran-Aktivisten aus der DR Kongo und Tansania.

Seit Mitte März tourt Golden Misabiko mit dem Film „Legacy Warnings!“ durch Deutschland. „Legacy Warnings!“ zeigt eindrücklich die verheerenden Auswirkungen von Uran- und Goldbergbau in Südafrika und problematisiert das Vorhaben der Regierung, weitere Atomkraftwerke zu bauen.

Golden wurde wegen seines langjährigen Engagements für Menschenrechte und gegen Uranbergbau und Atomkraft mit demNuclear Free Future Award ausgezeichnet und lebt aufgrund von Repressionen seit einiger Zeit in Südafrika. Im Rahmen der Tour berichtet er vor allem über aktuelle Atompläne in Südafrika (siehe oben) und in der DR Kongo und inwieweit eine afrikanische Atom-Renaissance wahrscheinlich ist.

Auf dem Ostermarsch in Gronau war Golden auch dabei – einen Bericht aus den Westfälischen Nachrichten gibt es hier.

Es sind noch folgende Termine mit Golden geplant:

– 04.04.16, 20 Uhr, Kenzingen, Kino Kenzingen
– 05.04.16, 19:30 Freiburg, Landeszentrale für Politische Bildung
– 06.04.16, 19 Uhr, Ludwigsburg, Staatsarchiv Ludwigsburg
– 07.04.16, 19:30 Uhr, Feuchtwangen, Haus am Kirchplatz
Details finden sich auch auf unserer Webseite.

 

Anthony Lyamunda von CESOPE wird ab Mitte Mai in Deutschland auf Tour gehen. Er wird zum einen allgemein über die Bergbausituation in Tansania, zum anderen über CESOPEs Arbeit berichten. Zu letzterer gehören u.a. der Widerstand und die Aufklärungsarbeit gegen die Pläne, Uran abzubauen sowie der Widerstand gegen den geplanten Farkwa-Staudamm und konkrete Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung in Zentraltansania.

Wir freuen uns über Einladungen sowohl zu öffentlichen Veranstaltungen, als auch Treffen im privaten Kreis.
Dabei möchten wir Sie / Euch wie gehabt bitten, als Gruppe vor Ort die Veranstaltungen zu organisieren, d.h. für Räumlichkeiten, Werbung, sowie Unterkunft und Verpflegung zu sorgen und einen Beitrag zu den innerdeutschen Fahrtkosten zu leisten.

Bei Fragen oder Ideen meldet euch / melden Sie sich einfach bei Martin Kurz (MartinKurz1[at]gmx.de).

 

 

2. Mongolei: Aktivist Beejin Khastamur kurzzeitig in Haft

Beejin Khastamur, langjähriger Kämpfer gegen Uranbergbau und Atomkraft in der Mongolei, und Weggefährte von uranium-network.org, wurde am 18. März verhaftet. Zuvor war er monatelang Repressionen seitens der Polizei ausgesetzt.

Bis zum 1. April wurde seine Freilassung an zwei Haftprüfungsterminen abgelehnt. Dann musste Beejin aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes, der sich durch die Haftbedingungen weiterhin verschlechtert hatte, vorerst entlassen werden. Es bleibt jedoch ungewiss, wie es für ihn weitergeht.

Die Verhaftung erfolgte nach einem Autounfall, der vermutlich von der Polizei inszeniert wurde. Die Polizei will Beejin Khastamur nun anheften, dass er den Fahrer des anderen Autos mit einem Messer attackiert habe – das könnte zu fünf Jahren Gefängnis führen.

Beejin Khastamur ist leidenschaftlicher Anti-Uran-Aktivist in der Mongolei, wo er die NGO DMNN gegründet hat, die sich fürUmweltschutz und damit auch für NomadInnen einsetzt, die auf unversehrtes Land besonders angewiesen sind. Er konnte dazu beitragen, aufzudecken, dass Unternehmen teilweise ohne Lizenzen arbeiten.

Letztes Frühjahr ging Beejin Khastamur zusammen mit Anderen in einen Hungerstreik gegen eine Gesetzesänderung, die Bergbau in flussnahen Regionen erleichtern sollte. Trotz großer Proteste von NGOs wurde dieses Gesetz beschlossen. Im Anschluss wurde Beejin angeklagt, jemanden angegriffen zu haben. Die Anklage wurde vom Staatsanwalt aber als zu einseitig abgelehnt. Seitdem gab es Warnungen, dass die Polizei versuchen würde, Beejin in einen Autounfall zu verwickeln, um ihm etwas anlasten zu können – was nun geschehen ist.

Die NGO Frontline Defenders, die sich speziell für den Schutz von MenschenrechtsaktivistInnen einsetzt, fordert in einem Schreiben vom 25. März die mongolischen Behörden auf, die Menschenrechte zu respektieren und Beejin Khastamur freizulassen. Der Verband „Yes to Life – No to Mining”, dem die von Beejin gegründete NGO DMNN angehört, unterstützt diese Forderung ebenfalls.

Wir bitten Sie dringend, diese Aktion zu unterstützen und eine Email an die mongolischen Behörden zu richten. Ein Schreiben, das als Vorlage dienen kann, finden Sie hier.

Bei Nachfragen wendet euch / wenden Sie sich gerne an Günter Wippel(info[at]uranium-network.org).

 

3. Tansania I: CESOPEs Erfolge und Bemühungen

Wie immer gibt es einiges Neues von unserem Partner CESOPE in Zentraltansania:

CESOPEs kleines Pilotvorhaben, Gemüse anzubauen und Bienen zu halten, was u.a. als Einnahmequelle für CESOPE dienen soll, zeigt ersteErfolge. So besiedelten Bienen 10 von 12 Kästen und produzieren ersten Honig. Gemüse, das im Januar während des Besuchs von Martin Kurz angepflanzt werden konnte, gedeiht dank einer damals installierten Bewässerungspumpe mittlerweile bestens, wie die folgenden Bilderzeigen.
CESOPE-Direktor Anthony freut sich schon darauf, Honig, Wassermelonen, Tomaten und Zwiebeln verkaufen zu können, um so die Kasse von CESOPE aufzubessern. Dass solche einkommensschaffenden Projekte notwendig und sinnvoll sind, zeigte sich aktuell, als die Verzögerung von Finanzmitteln durch einen der wichtigsten Förderer CESOPE in Bedrängnis brachte. Neben der Erzeugung von Einnahmen für CESOPE dient das Gartenprojekt natürlich auch als positives Beispiel für die dortige Bevölkerung, wie man mit den vorhandenen Mitteln nachhaltig die eigenen Lebensbedingungen verbessern kann. In diesem Sinn soll das Projekt kontinuierlich erweitert werden – angedacht ist beispielsweise, Hühner zu halten.

Ein Thema, das CESOPE weiterhin sehr beschäftigt, sind die Pläne zum Bau des Staudamms in Farkwa. Das Ministerium tat kritische Nachfragen zum Umweltgutachten ab, welches weiterhin nicht öffentlich zugänglich ist. Wie es aussieht, haben sich die Weltbank und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem Projekt zurückgezogen. Dennoch gibt es Gerüchte, ein baldiger Baubeginn sei geplant. Hierzu verlässliche Informationen zu bekommen, ist schwer, aber die MitarbeiterInnen von CESOPE versuchen mit unserer Unterstützung ihr Bestes.

Anfang Mai reist Anthony Lyamunda voraussichtlich zu einer NGO-Konferenz nach Genf. Diese dient der Schulung von kleineren NGOs, nationale Menschenrechtsberichte fürs Universal Periodical Review (UPS) der Vereinten Nationen anzufertigen. Anschließend wird er dann wahrscheinlich nach Deutschland kommen (siehe Punkt 1).

 

4. Tansania II: NaCUM formiert sich

Die 2012 gegründete Nationale Koalition gegen Uranbergbau, kurz NaCUM, gewinnt wieder an Fahrt. Dieses Netzwerk lokaler Anti-Uran-Organisationen in Tansania soll als Schnittstelle der lokalen, nationalen und internationalen Ebenen fungieren. So können lokale Informationen einfacher national und international bekannt gemacht werden, und andersherum können internationale und nationale Entscheidungen sowie Prozesse in die Gemeinden übersetzt werden. Durch eine nationale Koordinierung können zudem Gegenden, in denen Uran gefunden wurde, wo aber noch keine Exploration stattfindet, bereits vorgewarnt und die Bevölkerung im Aufbau von Widerstandsstrukturen unterstützt werden.

Derzeit formuliert NaCUM mit unserer Unterstützung einenProjektantrag, über den einE KoordinatorIn in Dar es Salaamfinanziert würde. Eine bezahlte Stelle würde es erleichtern, Konferenzen zur Vernetzung, Trainings für MultiplikatorInnen oder öffentliche Diskussionsveranstaltungen zu organisieren. Zudem soll die zukünftige Koordinationsstelle sich systematisch um die Medienarbeit auf nationaler Ebene kümmern und gezielt Lobbyarbeit betreiben sowie die Dokumentation von Vorfällen in Zusammenhang mit Uranprojekten und deren Auswirkungen dokumentieren.

 

5. Sonstige Aktivitäten von unserer Seite

Seit einigen Jahren begleitet uns die Frage, wie lange das Selous Game Reserve in Südtansania noch den Status des Weltkulturerbes trägt. 2012 hatte die UNESCO eine Grenzverschiebung des Nationalparks beschlossen, um Uranbergbau unter einigen Auflagen möglich zu machen. Allerdings wurden diese Auflagen unserer Ansicht nach nicht eingehalten. Derzeit prüfen wir unsere Vermutung und erwägenentsprechende nächste Schritte – über die wir spätestens im nächsten Rundbrief berichten werden.

uranium-network.org ist nun offizielle Partnerorganisation der weltweit geplanten Uran-Bann-Kampagne „U-Ban-Campaign“. Die Nuclearfree Future Award Foundation aus München arbeitet derzeit an einer mehrsprachigen Webseite als Grundlage für die internationale Aktionen, die einen weltweiten Bann von Uranbergbau anstreben.

Mit den regelmäßigen Aktualisierungen ist unsere Webseite (uranium-network.org) eine Fundgrube für die verschiedensten Informationen zu weltweitem Widerstand gegen Uranbergbau. Reinschauen lohnt sich!

Besonders eindrücklich ist das 17-minütige Video zur Konferenz„Nuclearisation of Africa“, die im November in Johannesburg stattfand. Bald finden sich auch verschriftlichte Redebeiträge der Konferenz auf unserer Webseite.

 

 

 

III. Mehr zu uranium-network.org

Website: uranium-network.org

Facebook: facebook.com/UraniumNetwork – hier werden regelmäßig Links zu Veranstaltungen oder Artikeln gepostet.

Internationaler Uranverteiler: Anmeldung über mail@uranium-network.org – mit uranbezogenen Informationen, zumeist auf Englisch.

 

Für Anmerkungen und Hinweise, sowie Abmeldungen von diesem Rundbrief wendet Euch/wenden Sie sich bitte an: mail@uranium-network.org

Rundbrief uranium-network.org 2 2015

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Inhalt

  1. Aktuelles rund um den Uranbergbau
  2. Allgemeine Uranentwicklungen: Viele Projekte scheitern, Russland und China sind auf dem Vormarsch, Widerstand gibt es immer
  3. Niger: Ein Überblick rund um Areva
  4. Tansania: Die Aufs und Abs des Mkuju River-Projekts und die Rüge der IAEA
  5. Internationales Uran-Filmfestival erneut in Berlin
  1. Unsere Aktivitäten
  2. Zentraltansania I: Neues von CESOPE
  3. Zentraltansania II: Widerstand gegen Farkwa-Damm
  4. Südafrika: Konferenz zur Nuklearisierung Afrikas und den Folgen für Uranbergbau
  5. Nächste Aktivitäten

III. Mehr zu uranium-network.org

I. Aktuelles rund um den Uranbergbau

1. Allgemeine Uranentwicklungen: Viele Projekte scheitern, Russland und China sind auf dem Vormarsch, Widerstand gibt es immer

Seit dem Sommer gibt es kaum Veränderungen in den Uranentwicklungen. Der Uranpreis ist seit Mai erst gefallen und stabilisiert sich nun etwas. Wie zuvor auch, gibt es immer wieder Neuigkeiten von Schließungen und Problemen einzelner Minen – von vielen haben wir bereits berichtet. Dazu gehören die Minen Kayalekera in Malawi (aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen), Trekkopje in Namibia (laut Allgemeiner Zeitung Namibia „eingemottet“), Azelik (wegen finanzieller Schwierigkeiten geschlossen) und Imouraren (Gründe reichen von „nicht rentabel“ bis „nicht abbaubar“) in Niger, aber auch abgebrochene Aktivitäten in der Zentralafrikanischen Republik. Wie wir berichteten, ist der französische Konzern Areva überschuldet, sodass dessen Aktien eine sehr schlechte Bewertung bekamen. Ähnliches gilt für CAMECOs Börsenwert, aber auch Rio Tinto oder BHB Billiton sind nicht weniger betroffen. Dazu kommt, dass es in Kanada Bedenken von Umweltbehörden gibt, die zu einem Uran-Bann führen könnten (siehe unten).

All dies weist darauf hin, dass der Boom, der 2007 mit dem Anstieg des Uranpreises begann, zu Ende ist.

Doch so schnell lässt sich das atomare Zeitalter wohl nicht einläuten. Uran-Experten wie Steve Kidd und Mycle Schneider gehen davon aus, dass Russland und noch stärker China Uranbergbau und Atomkraft weiter vorantreiben werden.

Das chinesische Engagement lässt sich vor allem an der Husab-Mine in Namibia erkennen. Die Pläne für die Mine sind weitreichend, die Guangdong Nuclear Power Company investiert ohnegleichen. Zugleich regt sich Skepsis, ob China mit dem derzeitigen Einbruch des Wirtschaftswachstums wirklich alle Projekte wie geplant wird vorantreiben können.

Bei allen industriellen Entwicklungen gibt es wie immer große Proteste gegen alle Vorhaben. Hier ein kleiner Überblick über ein paar von ihnen:

Auch in China gibt es Widerstand gegen Uranbergbau: Im August versuchten TibeterInnen, Uranabbau an einem heiligen Berg in Dringwa zu verhindern. Medienberichten zu Folge setzten sich die Bergmänner jedoch durch und begannen, alle Vorbereitungen für den Abbau zu treffen.

Jahrelanger massiver Protest im indischen Bundesstaat Meghalaya war erfolgreich: Die lokale Regierung entschied, dass das Projekt Kylleng-Pyndeng-Sohiong begraben wird. Als Gründe werden genannt, dass die Stimmung dafür gerade nicht die richtige sei sowie dass der bergige Untergrund den Abbau erschwere. Ausschlaggebender war allerdings vermutlich, dass Indien neue Möglichkeiten erschlossen hat, Uran zu importieren und deshalb das Projekt nahe den westlichen Khasi-Bergen fallen lässt.

Obwohl das Projekt, das nordaustralische Ranger-Bergwerk zu erweitern, erstmal gestoppt ist, nachdem Rio Tinto ausgestiegen ist, schließt die Betreiberfirma ER eine zukünftige Erweiterung jedoch nicht aus. Das stieß auf Proteste der LandbesitzerInnen, die fordern, den geplanten Expansionsbereich mit in den Kakadu Nationalpark aufzunehmen.

Nachdem die lokale Umweltbehörde im nordkanadischen Nunavut im Mai empfahl, Areva die Lizenz zum Uranabbau der Kigavit-Mine zu verweigern, gab es nun in Quebec ähnliche Signale: Die Behörde für öffentliche Umweltbefragungen (BAPE) hatte eine Umfrage durchgeführt und kam zu dem Schluss, dass Bergbau in Quebec zu viele unklare Gesundheits- und Umweltrisiken mit sich bringe. BAPE empfahl der Regierung, vor dem Beginn von Uranbergbau drei Bedingungen zu erfüllen: Dass die Bevölkerung die Pläne akzeptiert, wissenschaftliche Lücken geschlossen werden und ein solider legaler Boden geschaffen wird (für den vollständigen Bericht siehe hier).

Nun stehen sowohl in Nunavut als auch in Quebec die Entscheidungen der jeweiligen Ministerien aus.

Einen ähnlichen Behördenweg geht derzeit die spanische Provinz Castilla und León. Dort verabschiedete im September die parlamentarische Kommission für Entwicklung und Umwelt, einen Gesetzentwurf, nach dem die Regierung das Umwelt-Assessment für die geplante Retortillo-Mine revisieren muss. Das australische Unternehmen Berkeley treibt dieses Projekt seit einiger Zeit stark voran. Grundlage für die geforderte Revision ist u.a., dass die ursprünglichen Pläne keine Stationierung radioaktiver Abfälle beinhalteten. Der Gesetzesvorschlag muss zunächst vom gesamten Parlament angenommen werden, ehe er gültig wird. Unterstützt wird er von den verschiedenen basisdemokratischen Gruppierungen, die sich in Spanien gebildet haben und von denen einige seit Mai im regionalen Parlament sitzen.

Neben schlechter Finanzlage, behördlichen Herausforderungen und Protesten gibt es auch aus dem Bereich Gesundheit schlechte Neuigkeiten für Uran-Fans: Eine neue internationale Studie stellt heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen radioaktiver Exposition und Leukämie bei Uranbergmännern und -frauen gibt.

2. Niger: Ein Überblick rund um Areva

Zu den Aktivitäten von Areva in Niger gibt es zahlreiche Meldungen. Besonders spannend sind die bislang unbestätigten Gerüchte, dass Areva Entlassungen und gegebenenfalls die Schließung seiner Bergwerke plant. Das ist eine Folge des Bilanzverlusts von 2014 (wir berichteten) und soll einer möglichen Insolvenz des Unternehmens entgegenwirken.

Zugleich ist Areva dem Internationalen Rat für Bergbau und Metalle (ICMM) beigetreten, was das Unternehmen anscheinend zähmt: Es lädt nun alle dazu ein, Beiträge über „Verantwortliche Entwicklung“ für den Bergbauteil seines Jahresberichts zu liefern.

Dass Aktivismus gegen Uranbergbau in Niger nicht so einfach ist, wissen wenige besser als Ali Idrissa. Zusammen mit vielen Anderen setzte er sich letztes Jahr dafür ein, dass die Verträge zwischen Areva und der nigrischen Regierung revisiert werden. Das führte zwar offiziell zu höheren Steuern für das Unternehmen, doch die Verträge sind nirgendwo online zu finden – der Kampf um Transparenz geht weiter. Über die Repressionen, seine unermüdliche Motivation und die Kämpfe gegen Areva berichtete Ali Idrissa kürzlich im Guardian (englisch und französisch).

Der Dachverband Environmental Justice Organisations, Liabilities and Trade (EJOLT) hat zwei neue urze Überblickspapiere über Uranbergbau in Niger und Arevas Rolle darin sowie zum Widerstand von lokalen Organisationen und EJOLT veröffentlicht. Eines beschäftigt sich mit den Ines-Minen in Agadez, das andere mit den radiologischen Folgen des Uranbergbaus in Nordniger.

3. Tansania: Die Aufs und Abs des Mkuju River-Projekts und die Rüge der IAEA

Von Seiten der tansanischen Regierung wird immer wieder der Eindruck erweckt, dass das Mkuju River-Projekt bald startet So sprach der Vizeminister für Energie und Bergbau, Charles Kitwanga, davon, dass Uranabbau im April 2016 beginnen wird und versprach Arbeitsplätze für die tansanische Jugend. Es wurde gar zu einer Einweihungsfeier mit Präsident Jakaya Kikwete eingeladen (kurz darauf waren aber keine Informationen mehr darüber verfügbar). Die Fachpresse beurteilt die kurzfristige Entwicklung des Projekts eher kritisch. So schreibt z.B. das Nuclear Intelligence Weekly, dass das Projekt aufgrund der Abgelegenheit der Mine und der bereits jetzt hohen Kosten nicht vorangeht.

Zugleich rügt die Internationale Atomenergie Organisation (IAEA) Tanzania, nicht genug für die unabhängige Regulierung und Überwachung von Atomenergie und -strahlung zu tun. Es fehle eine unabhängige Institution, die die Verantwortung alle atomaren Aktivitäten im Lande trägt. Die tansanische Atomenergiekommission (TAEC) müsse dringend alle nichtlizensierten Betreiber unter ihre Kontrolle bringen. Zudem müssten die Verantwortlichkeiten zwischen TAEC und dem Ministerium für Energie und Mineralien strikter getrennt werden. Alles in allem müsse ein neues Gesetz mit einem regulativen Rahmen verabschiedet werden. Die tansanische Regierung hob hervor, dass sie daran arbeite alle Vorschläge umzusetzen.

Der vollständige Bericht erscheint in einigen Monaten, die Pressemitteilung der IAEA findet sich hier.

4. Internationales Uran-Filmfestival erneut in Berlin

Wieder war das internationale Uran-Filmfestival zu Gast in Berlin: Vom 24. bis 30. September wurden in der Brotfabrik Kurz- und Langspielfilme rund um das Thema Uran gezeigt. Eröffnet wurde das Festival mit Kevin Costners „Der Mann, der die Welt rettete“; es folgten zahlreiche und vielfältige Filme aus den USA, Polen, Brasilien, Deutschland, Spanien, Österreich, Indien, Frankreich, Ukraine, Italien, Mazedonien, Irland, Japan, Tadschikistan, Dänemark und Australien.

II. Unsere Aktivitäten

1. Zentraltansania I: Neues von CESOPE

Wir freuen uns, dass CESOPE in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Dar es Salaam die Aktivitäten zur Aufklärung und den Widerstand gegen das Dammbauprojekt in Farkwa (siehe unten) weiter erfolgreich fortsetzen kann.

Momentan beherrschen allerdings die für den 25.10. angesetzten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen jegliche gesellschaftlichen Diskussionen bis auf die Dorfebene. Auch CESOPE-AktivistInnen sind in den Wahlkampf involviert und deshalb in ihren darüber hinausgehenden Kapazitäten derzeit stark eingeschränkt.

Das Kopiergerät, das letztes Jahr mit Ihrer/Eurer Unterstützung angeschafft werden konnte, leistet gute Dienste. Die damit generierten Einnahmen tragen wesentlich zur Finanzierung der laufenden Ausgaben bei und können immer wieder helfen, Engpässe abzumildern. Auch das ebenfalls mit Eurer Unterstützung angeschaffte Auto steht trotz eines unverschuldeten schweren Unfalls weiterhin zur Verfügung.

Allerdings wird CESOPE täglich vor immense Herausforderungen gestellt: ständige Stromabschaltungen erschweren die Büroarbeit und verlässliches Personal für Verwaltungsarbeiten ist kaum zu finden. Vor einigen Wochen wurde das Büro von CESOPE ausgeraubt – Computer, Drucker, Scanner und sonstige Wertgegenstände sind alle verschwunden. Auch die Finanzierung der stark gestiegenen Mietkosten sind für CESOPE eine existentielle Herausforderung. Bei alternativ anvisierten günstigeren Räumen in einem staatlich finanzierten Neubau verzögert sich die Fertigstellung immer wieder.

Trotz allem leistet CESOPE unverzichtbare Arbeit im Widerstand gegen den Uranbergbau und andere politische und ökonomische Entwicklungen, die die Lebensgrundlagen der Menschen in der Region gefährden. Zum Aufbau einer tragfähigen Infrastruktur und Verwaltung brauchen sie dringend auch weiterhin unsere Unterstützung. Bitte helfen Sie mit einer Spende! (Menschenrechte 3000 e.V.; Volksbank Freiburg; IBAN: DE14680900000021335703;

BIC: GENODE61FR1; Stichwort „CESOPE“)

2. Zentraltansania II: Widerstand gegen Farkwa-Damm

Wie wir im letzten Rundbrief berichteten, schreiten die Pläne der Regierung voran, einen Staudamm in Farkwa nahe des Feuchtgebiets von Bahi zu errichten. Über wahrscheinliche Folgen für die Umwelt gibt es große Sorgen, da das Leben der dortigen Bevölkerung auf Landwirtschaft und Fischerei beruht. Auch wenn der Stausee offiziell der Wasserversorgung der Hauptstadt Dodoma dienen soll, wird allgemein ein Zusammenhang mit den Uranprojekten vermutet.

Nun wurde ohne Einbezug der dort lebenden Menschen von einem Gutachterbüro ein Umweltgutachten fertiggestellt und bei der staatlichen Umweltbehörde eingereicht. Erfahrungsgemäß bedeutet das in Tansania, dass das Projekt ohne großes Aufheben durchgewunken wird.

Das Umweltgutachten wurde nach wie vor nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Allerdings wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Veranstaltung in Dodoma präsentiert, zu der auch CESOPE eingeladen war. Gemeinsam mit Urgewald e.V. und dem unabhängigen Geoökologen Dr. Holger Pabst haben wir dazu eine Stellungnahme verfasst und sowohl den tansanischen Behörden als auch der Weltbank und der KfW, die das Umweltgutachten bisher finanziert haben, vorgelegt. Wir sind der Ansicht, dass die bisherigen Untersuchungen den Ansprüchen an ein Umweltgutachten in keinster Weise gerecht werden und die Situation vor Ort nicht angemessen erfassen.

CESOPE hat deshalb spontan zwei Versammlungen in Bahi abgehalten, die jeweils breiten Zuspruch von der betroffenen Bevölkerung erhielten. Demnächst wird CESOPE eine erfolgreiche Unterschriftensammlung beenden und auf deren Grundlage rechtliche Schritte gegen den geplanten Farkwa-Damm einleiten.

3. Südafrika: Konferenz zur Nuklearisierung Afrikas und den Folgen für Uranbergbau

IPPNW, uranium-network.org und FSE (Federation for a Sustainable Environment, South Africa) laden vom 16. bis 19. November nach Johannesburg, Südafrika, ein. Die internationale Konferenz zur Nuklearisierung Afrikas und den Folgen für Uranbergbau baut auf den vergangenen Konferenzen in Mali (2012) und Tansania (2013) auf.

Damit verfolgen wir weiter das Ziel, ein globales Uranabbau-Verbot durchzusetzen. Deshalb konzentrieren wir uns im Rahmen der Konferenz nicht nur auf den Abbau und die entsprechenden Firmen, sondern auch auf pro-Atomkraft-Organisationen und andere Unternehmen, die afrikanische Länder nuklearisieren wollen. Weitere Schwerpunkte werden der Uranbergbau in Niger und Erneuerbare Energien sein. Zudem wird es eine Exkursion geben, um die Auswirkungen von Uran- und Goldbergbau in Südafrika zu erleben.

Alle sind herzlich eingeladen, an der Konferenz teilzunehmen. Günter Wippel freut sich über eine Email bei Interesse, Fragen oder Anmerkungen: conference2015[at]uranium-network.org.

4. Nächste Aktivitäten

Vom 19. Oktober bis 2. November kommt auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung die tansanische Juristin und Menschenrechtsaktivistin Flaviana Charles nach Deutschland.

Flaviana Charles ist beim Legal Human Rights Centre (LHRC) in Dar es Salaam als Programmdirektorin vor allem für Fragen im Bereich Unternehmen und Umwelt zuständig und ist seit Jahren eine wichtige Partnerin für unser Engagement in Tansania. Nach zwei von der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisierten öffentlichen Auftritten in Hamburg und Berlin begleiteten wir von uranium-network.org Flaviana noch bei einer Tour, die uns unter anderem zum Europaparlament nach Straßburg, nach Hohenlohe und nach Tschechien führen wird, wo wir gemeinsam mit tschechischen AktivistInnen den Folgen des dortigen Uranabbaus nachgehen werden.

Gegen Ende der Reise wird Flaviana am Studientag von Tanzania-Network teilnehmen, der am 31.10. und 1.11. in Freising stattfindet. Am 1.11. wird es eine letzte öffentliche Veranstaltung in Landshut geben. Näheres dazu bitte bei Martin Kurz erfragen.

III. Mehr zu uranium-network.org

Website: uranium-network.org

Facebook: facebook.com/UraniumNetwork – hier werden regelmäßig Links zu Veranstaltungen oder Artikeln gepostet.

Internationaler Uranverteiler: Anmeldung über mail@uranium-network.org – mit uranbezogenen Informationen, zumeist auf Englisch.

Für Anmerkungen und Hinweise, sowie Abmeldungen von diesem Rundbrief wendet Euch bitte an: mail@uranium-network.org

Für Spenden – insbesondere für die Arbeit von CESOPE in Tansania – sind wir sehr dankbar:

Menschenrechte 3000 e.V.; Volksbank Freiburg; IBAN: DE 14 6809 0000 0021 3357 03; BIC: GENODE61FR1;

bei Spenden speziell für CESOPE bitte als Stichwort „CESOPE“ angeben.

Impressum: uranium-network.org

uranium-network.org ist ein Projekt von

MENSCHENRECHTE 3000 e.V.

Postfach 5102

79018 Freiburg

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen: Gronau / Jülich / Lingen: Uranindustrie in der Krise?

anti-atom-sonne

10.02.15

von Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen* –

Personalabbau, Standortschließung, Überkapazitäten bei Urenco / ETC / Areva

Anti-Atomkraft-Initiativen nehmen zunehmend Krisenerscheinungen bei Teilen der Uranindustrie wahr. An den Atomstandorten Gronau, Jülich und Lingen kommt es zum Teil zu massiven Einschnitten:
Personalabbau, Standortschließungen und Überkapazitäten plagen vor allem die Zentrifugenfirma ETC, eine Tochter von Urenco und Areva, sowie die Brennelementefabrik Lingen, die zu Areva gehört.

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern seit langem den Ausstieg aus der Urananreicherung, Zentrifugentechnologie und Brennelementefertigung.

Besonders massiv betroffen von den Krisenerscheinungen ist der Zentrifugenspezialist Enrichment Technology Company (ETC), der an seinem zentralen Forschungs- und Produktionsstandort Jülich bis 2016 mehrere Hundert Mitarbeiter entlässt. Die Zentrifugen sind die Grundlage für die Urananreicherung und deshalb auch militärisch von höchster Brisanz.

ETC gilt nach eigenen Angaben als Marktführer auf dem Gebiet der Zentrifugentechnologie. Zuletzt baute ETC in Frankreich und den USA neue Urananreicherungsanlagen und bestückte sie mit Zentrifugen.

Weil diese neuen Uranfabriken nun weitgehend aufgebaut sind, fährt ETC die Zentrifugen-Produktion massiv zurück. Derzeit wird der Produktionsstandort auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage Gronau anscheinend komplett aufgegeben. Für den Urananreicherer Urenco bedeutet der Weggang der Firmentochter ETC den Verlust einer bedeutenden Produktionseinrichtung.

Bekanntlich wollen alle Anteilseigner des Urenco-Konzerns ihre Anteile veräußern. Mitten im Verkaufsprozess werden auch bei Urenco Überkapazitäten erkennbar. Obwohl die Kapazitäten in den USA in der neuen Urenco-Anreicherungsanlage noch in 2014 drastisch ausgebaut wurden, sank der Weltmarktanteil von Urenco nach eigenen Angaben leicht von 31 auf 30 %. Ein Jahr zuvor wurden in Gronau und an den anderen westeuropäischen Standorten erstmals die installierten Kapazitäten leicht verringert, um den Ausbau in den USA zu kompensieren.

Besonders die Brennelementefabrik von Areva in Lingen kämpft mit Überkapazitäten. Nach Angaben der Bundesregierung vom Januar 2015 ist die Brennelementefabrik nur zu 45 % ausgelastet. Zudem ist Areva tief verschuldet. In letzter Zeit gibt es zudem immer wieder meldepflichtige Pannen in Lingen.

“Nach Fukushima scheint die Uranindustrie in Deutschland immer tiefer in die Krise zu geraten. Doch warum stützen die Bundesregierung sowie die Landesregierungen in NRW und Niedersachsen weiterhin die Urananreicherung, Zentrifugenfertigung und Brennelementeproduktion, wenn Deutschland doch angeblich aus der Atomenergie aussteigen will? Und was passiert mit all den hochspezialisierten Mitarbeitern, die über brisantes Fachwissen verfügen? Wir fordern die sofortige Stilllegung der Uranindustrie sowie Konversionspläne für die Atomstandorte Gronau, Jülich und Lingen, um den Ausstieg aus der Atomenergie sozialverträglich abzufedern,” forderte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

3. April: Ostermarsch Urananreicherungsanlage Gronau

Um ihrer Forderung nach Stilllegung der Uranindustrie Nachdruck zu verleihen, rufen Anti-Atomkraft-Initiativen, Friedensinitiativen sowie Umweltverbände für Karfreitag, 3. April, zu einem Ostermarsch vor der Urananreicherungsanlage Gronau auf.

Der Ostermarsch steht in diesem Jahr unter dem Motto:
“Es ist Drei vor Zwölf – Urananreicherung sofort beenden statt verkaufen”.

*Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau – SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster – Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Weitere Infos:
www.sofa-ms.de
www.bbu-online.de
www.urantransport.de

„Urantransporte sofort stoppen – Uranabbau, Urananreicherung und Brennelementefertigung beenden“

Abschlusserklärung Internationales Urantransportetreffen 29./30.11.14 in Münster

Münster, 30. November 2014

anti-atom
AtomkraftgegnerInnen aus Russland, Frankreich und den Niederlanden sowie Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, NRW und Rheinland-Pfalz forderten an diesem Wochenende in Münster auf einem Internationalen Urantransportetreffen ein Ende der zahllosen Urantransporte, die nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit den Betrieb der Atomindustrie sicherstellen. Zugleich forderten sie den weltweiten Uranabbau zu stoppen und die uranverarbeitende Industrie stillzulegen. Zudem solle die deutsche Bundesregierung endlich die Urananreicherung in Gronau sowie die Brennelementefertigung in Lingen beenden. Beide Atomanlagen sind bislang vom Atomausstieg ausgenommen und beliefern Atomkraftwerke in der ganzen Welt.

Geheime Urantransporte quer durch Europa – Lebensader der Atomindustrie

Auf der Urankonferenz berieten die TeilnehmerInnen intensiv über die erheblichen Gefahren der zumeist streng geheimen Urantransporte. Sie verfolgten die Spur der Urantransporte vom Uranabbau in Kasachstan und Usbekistan via Russland über die Ostsee und durch den Nord-Ostsee-Kanal zur zentralen Urantransport-Drehscheibe im Hamburger Hafen. Von dortrollt das Uranerzkonzentrat per Bahn durch Niedersachsen, Bremen, NRW und die Mosel-/Saar-Region zur Uranverarbeitung in Narbonne-Malvési und Pierrelatte in Südfrankreich. Als Uranhexafluorid gelangt es später zur Urananreicherung nach Gronau oder in die niederländische UAA Almelo. Der nächste Schritt ist die Areva-Brennelementefertigung in Lingen, bevor die Endprodukte oftmals erneut über den Hamburger Hafen, aber auch über Rotterdam in alle Welt verschickt werden.

Die Konferenz verurteilt, dass Frankreich, Deutschland, Russland und die Niederlande weiterhin in vielfältiger Weise eine Zukunft der Atomindustrie ermöglichen. Das ist nicht akzeptabel. Die AtomkraftgegnerInnen fordern zudem von den deutschen Landesregierungen ein konsequentes Einschreiten gegen die wachsende Zahl von Urantransporten, die zahllose Menschen gefährden. Insbesondere die Landesregierungen in Hamburg, Niedersachsen und NRW wurden für ihre Untätigkeit kritisiert. Auch die betroffenen Kommunen wurden aufgefordert, sich aktiv für einen Stopp der geheimen Urantransporte einzusetzen.

Die Konferenz begrüßt die zahlreiche Proteste gegen Urantransporte in diesem Jahr, darunter das Sommercamp in Kiel sowie mehrstündige Blockaden von Urantransporten in Hamburg und der Brennelementefabrik in Lingen. Weitere Proteste fanden u. a. in Gronau, Osnabrück, Münster, Köln, Bonn und Trier statt.

Uranmüllberge wachsen weltweit – kein Endlos-Uranmülllager in Gronau

Zudem kritisierten die TeilnehmerInnen, dass es für den weltweit anfallenden Uranmüll – wie für jeden anderen Atommüll – keine sichere Entsorgung gibt. Schon in den Uranabbauländern fällt massenhaft Uranmüll an. In Gronau soll nun in 2015 ein neues großes Uranmülllager für 60 000 Tonnen Uranoxid in Betrieb gehen – zeitlich unbefristet! Die TeilnehmerInnen lehnen die Inbetriebnahme dieser Endlos-Uranmülllagerung in Gronau ab.

Der geplante Verkauf des Urananreicherers Urenco auf dem Weltmarkt ist unverantwortbar, weil die Urananreicherung der einfachste Weg zur Atombombe ist. Nur die sofortige Beendigung der Urananreicherung ist akzeptabel.

Gronauer Uranmüll in Russland: Russische Umweltschützerin kündigt neue Strafanzeige an

Bis 2009 gelangten aus Gronau rund 27 000 Tonnen Uranmüll nach Russland. Dieser Uranmüllexport war illegal, 2006 stellten russische UmweltschützerInnen Strafanzeige gegen den Gronauer Urananreicherer Urenco. Doch erst vor wenigen Wochen erkannte die Bundesregierung zögerlich an, dass es sich tatsächlich um Atommüll handelt und nicht um „Wertstoff“, wie von Urenco behauptet. Bislang lehnt die Bundesregierung jede Verantwortung für den deutschen Atommüll in Russland ab. Eine russische Umweltschützerin aus Ekaterinburg kündigte nun in Münster an, den illegalen Atommüllexport von Gronau nach Russland von der Münsteraner Staatsanwaltschaft erneut überprüfen zu lassen.

Die TeilnehmerInnen verurteilten zudem scharf die Versuche der russischen Regierung, russische Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen wie Ecodefense durch repressive Gesetze zu „ausländischen Agenten“ zu erklären. Ecodefense droht momentan die Zwangsauflösung. Die Konferenz forderte deshalb nachdrücklich, die sehr engagierte Arbeit der Nichtregierungsorganisationen zu respektieren und zu schützen. Die Uranreicherungsanlage Gronau und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen!

* NukeNews #15 – Anti-Atom-Infodienst *

anti-atom kampf antiatom

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0. Vorwort
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Willkommen zu dieser 15. Ausgabe des mehrsprachigen Newsletter-Systems des Nuclear Heritage Netzwerks! In dieser Ausgabe werden AktivstInnen, die durch diese Community miteinander in Austausch stehen, über Themen berichten, mit denen sie sich in Frankreich, Ukraine, Polen, Großbritannien, Russland, Kanada und anderen Regionen auseinandersetzen. Es geht um Uran, neue Reaktoren, AKW-Laufzeitverlängerung und Atommüll.

Im August hatten wir ein NukeNews Mini-Camp in Kaplice in der Tschechischen Republik. Wir diskutierten das NukeNews-Projekt, Möglichkeiten, es auszubauen und weiter zu entwickeln. Wenn du an den Diskussionen und einigen Ergebnissen interessiert bist, wirf einen Blick in die Mitschrift des Treffens:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Anti-nuclear_mini_camp_in_the_Czech_Republic

Eure Beiträge für die nächste Ausgabe der NukeNews sind willkommen! Mehr Informationen findest du am Ende dieses Newsletters. Wir freuen uns auch über Unterstützung bei den Übersetzungen und Korrekturlesen. Und falls jemand neue Sprachversionen der NukeNews starten möchte, würde uns das sehr freuen!
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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #15
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0. Vorwort
1. Bure 365: Aufruf zum Mitmachen!
2. Ukraine: Updates zu den Neubauplänen am AKW Chmelnyzkyj
3. Fotoausstellung „Gesichter des Urans“ in Polná
4. Tschechien: Marsch gegen Uranabbau in Brzkov
5. UK: Kampagne für unabhängige Strahlungsmessung im Nordwesten
6. UK: Stop Moorside – Petition
7. UK: Kein ganz so kurzes Aufeinandertreffen – Atomzüge in Carnforth
8. Estnisches Energieunternehmen zu Investitionen im AKW Visaginas: „Nein, danke!“
9. Internationale Kampagne zur Unterstützung der russischen Anti-Atom-Bewegung
10. Tschechien – Slowakei – Ungarn: Neue Entwicklungen
11. Japanischer Experte spricht in Europa über Fukushima
12. Neue Ausgabe des World Nuclear Industry Status Reports online
13. Updates zum AKW-Neubau in Polen
14. Kanada: OPG erklärt Risiken beim AKW Darlington unter Kontrolle
15. Auf dem Yellowcake-Pfad
16. Smolensk: Russische Atomindustrie lügt in offiziellen Dokumenten
17. Vertrag für AKW-Bau in Polen
18. Neues von den Hearings in Russland
19. Laufzeitverlängerung des 4. Reaktors des AKW Kola: Ein unnötiges Risiko
20. Finnische Regierung gestattet Rosatoms Aktivitäten
21. EU genehmigt Subventionen für AKW Hinkley Point
22. Fotos aus Sellafield durchgesickert
23. USA: Weckruf für Capenhurst
24. Veranstaltungen der nächsten Monate 25. Was sind die NukeNews?
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1. Bure 365: Aufruf zum Mitmachen!
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Im Juni 2014 wurde die Kampagne „Bure 365“ gegen das Projekt „Cigéo“
gestartet. Dieses Endlager für hochradioaktiven Atommüll soll in dem kleinen Dorf Bure in Ostfrankreich gebaut werden. Anti-Atom-Gruppen aus Frankreich und ganz Europa sind aufgerufen, sich an dieser Kampagne zu beteiligen und so viele Aktionen wie möglich zu organisieren. Jede Form der Solidarisierung ist willkommen: ziviler Ungehorsam, öffentliche Aktionen, direkte Aktionen, Vorgehen auf juristischer Ebene …

Hier findet ihr den gesamten Aufruf (auf Englisch):
http://nocigeo.noblogs.org/post/category/translation-en/
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2. Ukraine: Updates zu den Neubauplänen am AKW Chmelnyzkyj
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Die gute Nachricht: Von offizieller Seite wird gesagt, dass die Ukraine beim Bau neuer Reaktorblöcke am AKW Chmelnyzkyj nicht länger mit Russland zusammenarbeiten wird.

Die schlechte Nachricht: Es werden immer noch Optionen für den Bau neuer Reaktoren erwogen, lediglich unter Einbeziehung eines anderen Partners. Des Weiteren meinte Anfang September ein ukrainischer Abgeordneter, dass die Regierung über einen möglichen Standort und Partner bis Ende des Jahres entscheiden sollte. Es gibt auch Gespräche über eine teilweise (bis zu 40%) Privatisierung von Energoatom, was völlig neu ist, denn früher wurde nur über eine Gesellschaft gesprochen (erster Schritt einer Privatisierung).

Offenbar wird angenommen, eine Privatisierung helfe, Privatkapital für die Vorhaben zu gewinnen. Eine weitere Möglichkeit, die Gelder einzuwerben, sagen sie, wäre eine Vereinbarung über den Export von Strom in die EU. Als mögliche technische Partner wurden bisher tschechische Firmen genannt. Es gibt dabei aber noch große Unsicherheitsfaktoren und einen Mangel an Information. Jedenfalls wird behauptet, dass die existierende Infrastruktur am Standort des AKW Chmelnyzkyj nicht verwendet werden könne.
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3. Fotoausstellung „Gesichter des Urans“ in Polná
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Vom 24. September bis zum 31. Oktober 2014 fand in der Passage des Buchladens „Kuba und Pařízek“, Husovo náměstí 44, in Polná in Tschechien (Region Vysočina-Südmähren) die Fotoausstellung „Gesichter des Urans“ des Fotografen Václav Vašků statt. Diese Fotoausstellung erfolgte zeitlich parallel mit der Bearbeitung der Machbarkeitsstudie für die Eröffnung der Uranlagerstätten Brzkov und Horní Věžnice (die Regierung hatte das Staatsunternehmen Diamo beauftragt, diese Studie bis zum 30. September 2014 fertigzustellen). Die Eröffnung der Fotoausstellung fand am Mittwoch, 24. September 2014 um 15 Uhr zusammen mit Václav Vašků statt.

Hier gibt es den vollständigen Artikel:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Photo_Exhibition_%22Faces_of_Uranium%22_in_Poln%C3%A1
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4. Tschechien: Marsch gegen Uranabbau in Brzkov
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An dem Marsch vom 7. September 2014 gegen den geplanten Uranabbau nahmen etwa 200 Menschen teil, einschließlich Kindern und der lokalen Bevölkerung. Einige TeilnehmerInnen kamen auch aus benachbarten Dörfern und Städten. Der Marsch wurde von der NGO „Unsere Zukunft ohne Uran“ organisiert, welche damit die Ablehnung der Bevölkerung ausdrückt, die sich gegen die Absicht der Regierung stellt, den Uranabbau wieder aufzunehmen und in Zukunft hier fortzusetzen. Dies widerspräche einem Dokument zur Rohstoffpolitik der Tschechischen Republik aus dem Jahre 1999. Während des Protesttages konnten die BürgerInnen die Petition „NEIN zum Uranabbau im Hügelland“ der Organisation unterschreiben (etwa 1.200 Unterschriften seit Juli), die an Premierminister Sobotka gerichtet ist.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/March_against_uranium_in_Brzkov
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5. UK: Kampagne für unabhängige Strahlungsmessung im Nordwesten
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„Radiation Free Lakeland“ macht Lobbyarbeit für eine unabhängige Strahlungsmessung im Nordwesten. Diese wurde früher vom Strahlenmessdienst „RADMIL“ in Lancashire durchgeführt, der vor einigen Jahren aber aufgrund von Budgetkürzungen der Regionalverwaltung aufgelöst worden war.

http://mariannewildart.wordpress.com/2014/09/07/independent-radiation-monitoring-in-nw-what/
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6. UK: Stop Moorside – Petition
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Die gerade gestartete Petition zum Stopp Moorsides behandelt ein von der Industrie als „größte nukleare Entwicklung in Europa“ bezeichnetes Vorhaben. Obwohl es keine Lösung für das Problem des Atommülls gibt, ist unsere Regierung auf Biegen und Brechen entschlossen, eine riesige Schneise durch Cumbria zu schlagen, um neue Atomreaktoren zu errichten. Mit den Worten des Abgeordneten Michael Meacher: „Wir brauchen neue AKWs wie ein Loch im Kopf!“… Bitte unterschreibt die Petition und verbreitet sie:

https://you.38degrees.org.uk/petitions/stop-moorside-biggest-nuclear-development-in-europe
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7. UK: Kein ganz so kurzes Aufeinandertreffen – Atomzüge in Carnforth
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Regelmäßig transportieren Züge Container mit hochradioaktiven Brennstäben („Atomzüge“) durch Carnforth. Diese Atommüllzüge mit abgebrannten Brennstäben werden vom DRS betrieben. Die „Direct Rail Services“ gehören zur „Nuclear Decommissioning Authority“, die diesen hochradioaktiven Abfall durch einige der am dichtesten besiedelten Regionen Großbritanniens fahren lässt.

http://mariannewildart.wordpress.com/2014/07/19/not-so-brief-encounter-nuclear-trains-at-carnforth/
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8. Estnisches Energieunternehmen zu Investitionen im AKW Visaginas: „Nein, danke!“
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Litauen und Hitachi Ltd. bereiten Pläne zur Schaffung einer vorläufigen Projektfirma vor, um das AKW-Projekt Visaginas weiter zu bringen. Es sieht allerdings so aus, als hätte das Projekt nicht viele Chancen, weil es nicht ohne die regionalen Partner Estland und Litauen realisiert werden kann. Estland ist besonders widerwillig hinsichtlich Investitionen in das Atomkraftwerk. Sandor Liive von „Eesti Energie“ erklärte im August 2014, dass billige Atomenergie nicht mehr existiere, und dass, wenn Litauen jetzt an Estland mit dem Angebot, in das AKW Visaginas zu investieren, herantreten würde, die Antwort „Nein“ wäre.

Mehr dazu:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Estonian_energy_company_about_investing_in_Visaginas_NPP:_%22No,_thanks%22
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9. Internationale Kampagne zur Unterstützung der russischen Anti-Atom-Bewegung
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Dass Russland ein spezifisches Verständnis davon hat, was im nationalen Interesse ist und was nicht, ist nichts Neues. Aber die Diskrimination der Anti-Atom-Aktivisten insbesondere von der NGO Ecodefense hat ein Niveau erreicht, welches einen internationalen Aufschrei erfordert. Unten findet ihr eine breite Plattform dafür – in vielen Sprachen. Unterstützt bitte unsere Freunde in Russland, es wird der Anti-Atom-Bewegung insgesamt helfen.

Mehr dazu:
http://www.dianuke.org/international-appeal-in-solidarity-with-russian-anti-nuke-group-ecodefense-declared-foreign-agent/
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10. Tschechien – Slowakei – Ungarn: Neue Entwicklungen
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Einerseits wurden Pläne, das südböhmische AKW-Temelín um zwei neue Blöcke zu erweitern, gestoppt – mit ökonomischen Argumenten. Es gibt aber immer noch Bemühungen im Bereich des AKWs Temelín – aber auch im AKW Dukovany, dem zweiten Atomkraftwerksstandort in Tschechien, zumindest einen neuen Block zu errichten. Andererseits scheint der staatlich dominierte tschechische Energiekonzern CEZ große Teile des slowakischen Energieversorgers SE vom bisherigen italienischen Eigentümer ENEL übernehmen zu wollen, der wohl versucht, nicht ganz so profitable Investitionen außerhalb Italiens abzustoßen. Das Ergebnis könnte ein erneuter Impuls sowohl in der Slowakei als auch in Tschechien sein, mit eigenen Mitteln doch weiterhin in den Ausbau der Atomkraft zu investieren.

Oder mit russischer Hilfe, was insbesondere in Ungarn der Fall scheint, wo die gesamte außenpolitische Strategie des ehemaligen Dissidenten und nun Ministerpräsidenten Viktor Orban immer mehr zu einer reinen Kopie von Vladimir Putins russischem Drang nach neuem Land, egal wo, zu werden scheint. Natürlich mit einem starken Interesse an russischer Atomtechnologie und generell einer noch größeren Energieabhängigkeit anderer Länder von Russland. Aber auch von chinesischer Unterstützung wurde in den betroffenen Ländern, wie auch in Rumänien schon, gesprochen.

Mehr dazu:
http://spravy.pravda.sk/ekonomika/clanok/328081-stratove-mochovce-zavisi-to-aj-od-kupca/
http://hungarianwatch.wordpress.com/2014/05/05/rosatom/
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11. Japanischer Experte spricht in Europa über Fukushima
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Kazuhiko Kobayashi aus Japan, der viele Jahre in Deutschland gelebt hat, ist als vehementer Kritiker der Atomlobby bekannt. Diesen Herbst besucht er wieder Europa, um über die aktuelle Situation rund um Fukushima und über die Pläne der japanischen Atomlobby zu sprechen. Er besucht dabei Deutschland, Polen, Österreich, die Türkei und Slowenien. Neben seiner Informationsarbeit wird er mit den eingenommenen Spendengeldern auch ein Kinderprojekt in Japan unterstützen.

Mehr dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=jyfbEPCNgnY
http://nuclear-news.net/2012/12/04/fukushima-medical-university-hospital-cover-up-an-interview-with-kazihiko-kobayashi/
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12. Neue Ausgabe des World Nuclear Industry Status Reports online
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Eine der besten Adressen mit Informationen betreffend die weltweiten Entwicklungen rund um die Atomindustrie ist online – die 2014er Ausgabe des WISR (Statusbericht der internationalen Atomindustrie) – dank vor allem der Arbeit von Mycle Schneider und Antony P. Froggatt.

Ihr findet die aktuelle, aber auch ältere Ausgaben online hier:
http://www.worldnuclearreport.org
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13. Updates zum AKW-Neubau in Polen
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Die Bohrarbeiten durch Worley Parsons Ltd. im Kontext komplexer Standort- und Umweltuntersuchungen in den Dünen von Lubiatowo, einem der AKW-Kandidaten in Wejherowo, Pommern, wurden dank lokalen Widerstands in den letzten Wochen und Monaten erfolgreich verzögert. Es bestehen gewisse Chancen, dass das Konsortium die Deadline zum Abschluss des UVP-Berichts im Januar 2015 verpassen wird. Dieser soll planmäßig kurz danach im öffentlichen Beteiligungsverfahren bereitgestellt werden, vielleicht im Frühjahr 2015. Die sogenannte Umwelt-Entscheidung wird für Ende 2016 erwartet, während die endgültige Standortentscheidung derzeit für den Jahreswechsel von 2017 zu 2018 geplant ist.

Das größte Problem bleibt – natürlich – die Finanzierung. PGE war es bisher möglich vier „Partner-Teilhaber“ unter den polnischen staatlichen Unternehmen aus den Bereichen Energiewirtschaft und Kupferbergbau zu gewinnen: ENEA, KGHM Polska Miedź und TAURON Polska Energia. Die entsprechende Vereinbarung zwischen diesen bedarf noch der Zustimmung der UOKiK, der staatlichen Aufsicht für Verbraucherschutz.
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14. Kanada: OPG erklärt Risiken beim AKW Darlington unter Kontrolle
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Der starke Anstieg der Kosten für Atomprojekte in Ontario und anderswo ist berüchtigt. Seit der Jahrhundertwende schießen die Kosten für die Überholung sowohl des Atomkraftwerks Pickering A von OPG als auch des Atomkraftwerks Bruce A von Bruce Power weit über die ursprünglich veranschlagte Summe hinaus.

http://www.thestar.com/business/2014/08/18/opg_says_darlington_risks_are_contained.html
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15. Auf dem Yellowcake-Pfad
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Kanadas Urangeschichte. Elliot Lake in Ontario war einst die „Uranhauptstadt“ der Welt. In 20 Betriebsjahren versagten mehr als 30 Dämme, die Uranabbau-Abwässer zurückhalten sollten. Dadurch wurden radioaktive Abfälle und chemische Gifte in das Einzugsgebiet des Serpent River freigesetzt, der in den Lake Huron mündet. Bis 1996, als das Bergwerk schließlich geschlossen wurde, wurden mehr als 170.000.000 Tonnen radioaktive Abwässer hinterlassen.

http://www.uranium-network.org/images/Canada/Yellowcake%20Series%20WS%2020092010.pdf
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16. Smolensk: Russische Atomindustrie lügt in offiziellen Dokumenten
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Im Zuge von öffentlichen Hearings zur Ausstattung des neuen AKWs in Smolensk mit dem Experimentalreaktor WWER-TOI, hält der russische Staatskonzern Rosatom weiterhin die Illusion der ökologischen Sicherheit und ökonomischen Machbarkeit des Baus eines neuen AKWs aufrecht, indem er sich auf nicht existierende Verbote von Alternativen beruft und auf die Träume eines „sicheren“ radioaktiven Abfalls.

Mehr dazu:
http://bellona.org/news/nuclear-issues/radioactive-waste-and-spent-nuclear-fuel/2014-09-russian-nuke-industry-lies-official-documents-build-new-reactors-smolensk
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17. Vertrag für AKW-Bau in Polen
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Die Spezialfahrzeugfirma des PGE-Konzerns, PGE EJ1, hat am 12. September nach einer Ausschreibung einen Vertrag mit der Firma AMEC Nuclear UK Ltd. zum Bau des ersten AKWs in Polen unterzeichnet. Dabei geht es um Aufgaben des sogenannten Eigentümer-Ingenieurs (owner’s engineer). Der Vertrag beläuft sich auf eine Rekordsumme von umgerechnet etwa 300 Millionen € (1,3 Mrd. PLN) auf der atomaren Ausgabenliste von PGE. Die Medien sprechen von einer Nettosumme, womit zumindest die Mehrwertsteuer noch dazugerechnet werden müsste.
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18. Neues von den Hearings in Russland
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Fast 30 Fragen, die von Bellona im Rahmen eines Runden Tischs Mitte Oktober zur Leistungserhöhung des 1. Blocks des AKWs Kalinin vorgelegt worden waren, blieben aufgrund der Unterbrechung des Treffens unbeantwortet. Dies führte zu deutlichen Bedenken, ob Russlands AKW-Betreiber Rosenergoatom weiß, worauf er sich da einlässt.

Details:
http://bellona.org/news/russian-human-rights-issues/access-to-information/2014-10-silence-greets-questions-posed-bellona-public-hearing-kalinin-nuclear-reactor-experiment
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19. Laufzeitverlängerung des 4. Reaktors des AKW Kola: Ein unnötiges Risiko
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Seit dem 11. Oktober 2014 überschreiten nun alle vier Reaktoren des AKW Kola in Russland ihre projektierte Betriebsdauer. Am Freitag, den 10. Oktober ging die Laufzeit des 4. Blocks zu Ende. Das „Kola Environmental Center“ hält eine Laufzeitverlängerung der Reaktoren über die geplante Projektperiode hinaus für ein zusätzliches Risiko, für das keine Notwendigkeit besteht.

Mehr dazu:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Lifetime_extension_of_Kola_NPP_4th_reactor:_an_unnecessary_risk
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20. Finnische Regierung gestattet Rosatoms Aktivitäten
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In der Auseinandersetzung, ob die Beteiligung des russische Atomkonzerns Rosatom an Fennovoimas AKW-Neubauprojekt in Pyhäjoki eine neue Grundsatzentscheidung erfordert, hat die finnische Regierung jetzt Rosatoms Aktivitäten abgesegnet. Mit zehn Ja-Stimmen und siebenmal „Nein“ hatte die Regierung Mitte September entschieden. In Folge dessen verließen die Grünen die Regierung.

2010 hatte das finnische Parlament das sogenannte AKW Hanhikivi ermöglicht, als es eine Grundsatzentscheidung für Fennovoimas Pläne verabschiedete. Damals hatte der deutsche Energiekonzern E.on ca. 34% der Anteile des Unternehmens; Russland war nicht beteiligt. Als E.on das Atomprojekt verließ, waren die Neubaupläne beinahe gescheitert. Dann übernahm Rosatom E.ons Anteile und hat nun etwa ein Drittel an Fennovoima. Daneben wurden das Reaktordesign sowie die Dimension des Projekts verändert. Der letzten offiziellen Sichtweise zufolge war nun eine völlig neue Grundsatzentscheidung für das AKW notwendig – was eine wesentliche Verzögerung bedeutet hätte.

Die letzte Neuigkeit aus Pyhäjoki war der Baubeginn der Zufahrtsstraßen zum geplanten AKW-Gelände am 16. September.
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21. EU genehmigt Subventionen für AKW Hinkley Point
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Ursprünglich hatte die EU-Kommission ernsthafte Bedenken an der geplanten Vereinbarung eines sogenannten „Strike Price“ für den neuen Reaktor des französischen Atomkonzerns EDF in Hinkley Point in Großbritannien verkündet. Der vorgeschlagene Deal im Umfang von 17,6 Milliarden Pfund wurde als potentiell schädlich und als illegale Förderung durch öffentliche Gelder betrachtet.

Am 8. Oktober jedoch wurde die britische Staatsbeihilfe für die Atomkraft durch die EU-Kommission genehmigt. Der sogenannte „Contract for difference“, der 35 Jahre lang laufen soll, garantiert Mindesteinnahmen für den Reaktor. Die britische Regierung hat zugestimmt EDF 92,5 Pfund pro MWh vom AKW Hinkley Point C zu bezahlen, was dem doppelten des derzeitigen Großhandelspreises für Strom entspricht.

Die österreichische Regierung hat eine Beschwerde gegen die Entscheidung der Kommission beim Europäischen Gerichtshof angekündigt.

Erfahre mehr:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/PR:Stop_Hinkley_Comment_on_European_Commission_Go-ahead_for_%C2%A317.6bn_Hinkley_Deal
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22. Fotos aus Sellafield durchgesickert
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Von einem Whistleblower weitergegebene Fotos, die zeigen, wie in der Anlage Sellafield gefährlicher Abfall seit Jahrzehnten extrem unsicher gelagert wird, sind von Radiation Free Lakeland an den Kanzler Österreichs geschickt worden. Die Fotos erschienen am 27. Oktober in der Zeitschrift „The Ecologist“ unter dem Titel „Durchgesickerte Fotos aus Sellafield zeigen ‚massive Gefahr einer Freisetzung von Radioaktivität'“.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Leaked_Photographs_Sellafield
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23. USA: Weckruf für Capenhurst
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Eine Leckage von radioaktivem Uranhexafluorid (UF6) in den USA bringt große Besorgnis unter den Anwohnern des Nordwestens. Das Leck vom Sonntagabend, den 26. Oktober 2014 mit Freisetzung von Uranhexafluorid in der Honeywell Urananreicherungsanlage in Metropolis, Illinous, zeigt deutlich die Art von Gefahr auf, die solchen Anlagen innewohnt.

Verschiedene Berichte zeigen eine Wolke von Uranhexafluorid, die sich von der Anlage wegbewegt. Uranhexafluorid ist hochtoxisch, reagiert mit Wasser heftig und ist für die meisten Metalle intensiv korrosiv.

Lies den vollständigen Artikel:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/A_wake_up_call_for_Capenhurst
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24. Veranstaltungen der nächsten Monate
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(nur ein Auszug, teilt uns bitte eure Events für den nächsten Newsletter mit)
Weitere Veranstaltungen: http://upcoming.nuclear-heritage.net

Fühlt euch eingeladen, uns eure lokalen und internationalen Veranstaltungshinweise für diese Website und die NukeNews zu senden!
01.06.14-Juni ’15: „Bure 365“ – dezentrale Aktionen gegen das Atommülllager in Bure (F)
06.10.14-03.11.14: Uran-Filmfestival im Scharfrichter Kino, Milchgasse 2, in Passau (D)
Herbst/Winter 2014:Transport hochradioaktiven Atommülls aus dem Jülicher Atomforschungszentrum in die USA & Proteste (D)
01.11.14-02.11.14: Energiekonferenz des Berliner Energietisches (D)
03.11.14-09.11.14: Arbeitstreffen des ATOMIC BALTIC Netzwerk/projekts
im Projekthaus, Am Bärental 6, in Döbeln (D)
07.11.14: Gedenkveranstaltungen an vielen Orten für Sébastien
Briat – ein Aktivist, der 2004 vom Castorzug getötet
wurde
08.11.14 um 11°°: Seminar „Verteilung von Radioaktivität in die/der
Umwelt – tolerierbares Strahlenrisiko?“ im Harald-
Koch-Haus, Steinstr. 48, in Dortmund (D)
14.11.14-17.11.14: National Summit for a Nuclear Free Future im National 4-H Youth Conference Center, 7100
Connecticut Ave., in MD 20815, Chevy Chase (USA)
15.11.14: landesweiter Aktionstag zu Atommüll (D)
15.11.14 um 14°°: Demo gegen AKW Fessenheim am Rathausplatz in Neuenburg (D)
15.11.14 um 18°°: Workshop „Radioaktivität in unserer Umwelt“ in der „Nacht der Wissenschaft“ in Herrenhäuser Str. 2,
Gebäude 4113, Raum A101, in Hannover (D)
17.11.14: Konferenz zur EU Energie-Union – „How to shape Energy Policy so as to boost European competitiveness?“ im Charlemagne Building, Europäische Kommission, Brüssel (B)
26.11.14 um 13°°: Seminar des Nuclear Waste Council zu organisatorischen Fragen rund um Bau und Betrieb
eines Lagers für abgebrannte Kernbrennstoffe im Näringslivets hus, Storgatan 19, in Stockholm (S)
27.11.14 20°° CET: updatende Skype-Konferenz des ATOMIC BALTIC Netzwerk/projekts
28.11.14-30.11.14: internationales Urantransportetreffen im Paul-Gerhardt-Haus, Friedrichstr. 10, in Münster (D)
29.11.14-30.11.14: Uransymposium in Niamey (RN)
30.11.14: Demo „YES or NO, Trident still has to go – NOW!“ am Atomwaffen-U-Boot-Stützpunkt in Faslane (UK)
01.12.14-05.12.14: International Conference on Occupational Radiation Protection: Enhancing the Protection of Workers –
Gaps, Challenges and Developments in Wien (A)
24.01.15 um 13°°: Großdemo „Wrap Up Trident!“ am TBC in London (UK)
01.02.15-04.02.15: Health Physics Society 48th Midyear Topical Meeting in Norfolk/Virginia Beach, VA (USA)
21.03.15 um 11°°: Atommüll-Konferenz in Volkshochschule, Wilhelmshöher Allee 19-21, in Kassel (D)
14.04.15-16.04.15: World Uranium Summit in Québec City (CDN)
25.04.15-01.05.15: Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
12.05.15-15.05.15: Atomlobby-Konferenz „Innovation in the Third Millennium“ im Delta Winnipeg Hotel, 350 St Mary Ave,
in Winnipeg, Manitoba (CDN)
22.05.15 14°°: Kulturelle Widerstands Party mit Bürgerinitiative & Akteuren der Kulturelle Landpartie an den Atomanlagen in Gorleben (D)
Sommer 2015: „Walk For A Nuclear Free Future“ von der Atomanlage Oakridge, TN nach Hiroshima 2015 (USA & J)
12.07.15-16.07.15: Health Physics Society 60th Annual Meeting in Indianapolis, Indiana (USA)
2015: wahrscheinlich Castortransport mit hochradioaktiven Abfällen aus Sellafield (UK) und mit mittelradioaktiven Abfällen aus La Hague (F) nach Gorleben (D) (oder anderer Standort) und Proteste
01.09.15-30.11.15: (vermutlich) Hauptverhandlungen am Umweltgericht zu SKBs Antrag das KBS3-ATommüllendlager zu errichten am Bezirksgericht in Nacka (S)
10.10.15 um 11°°: Atommüll-Konferenz in Volkshochschule, Wilhelmshöher Allee 19-21, in Kassel (D)
25.04.16-01.05.16: Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Bure_365
http://www.uraniumfilmfestival.org/de/programm/passau-2014
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_Waste_Transport_to_Ahaus
http://berliner-energietisch.net/images/Flyer_HO_final.pdf
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Atomic_Threats_In_The_Baltic_Sea_Region/Working_meetings/Sixth_meeting
http://www.lagatom.de/?p=3809
http://atommuell-alarm.info/home/termine/
https://content.sierraclub.org/grassrootsnetwork/sites/content.sierraclub.org.activistnetwork/files/teams/documents/Nuclear%20Summit%20Nov%202014.pdf
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=769&Itemid=189
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/termine.php?year=2014&month=11
http://www.dienachtdiewissenschafft.de/themenfelder/alle-veranstaltungen/veranstaltung-details/title/80.html
http://www.energyconference.eu
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Atomic_Threats_In_The_Baltic_Sea_Region
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=769&Itemid=189
http://www-pub.iaea.org/iaeameetings/46139/orpconf2014
http://hps.org/meetings/meeting41.html
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=61&Itemid=273/
http://www.uranium2015.com
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Action_Weeks_For_A_Future_After_Chernobyl_And_Fukushima_2015
http://crpa-acrp.org/conference/
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9162
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Walk_For_A_Nuclear_Free_Future_2011-2015/Y-12_Nuclear_Facility_Oakridge-Hiroshima
http://hps.org/meetings/meeting37.html
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Gorleben_Castor_Resistance_in_Germany_2015
http://www.nonuclear.se/en/kalender/kbshuvudforhandling2012
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=61&Itemid=273/
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Action_Weeks_For_A_Future_After_Chernobyl_And_Fukushima_2016
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25. Was sind die NukeNews?
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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail an „news AT NukeNews DOT nuclear-heritage DOT net“. Der Text sollte sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen. Die Deadline für die 16. Ausgabe der NukeNews ist der 7. Dezember 2014.

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