Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für Januar, 2016

NaturFreunde: Landgrabbing verhindern – Klimagerechtigkeit fördern

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NaturFreunde rufen auf zur Teilnahme an „Wir haben es satt“-Demonstration

– 25 000 Teilnehmer*innen beteiligen sich an Demonstration –

 

Berlin, 15. Januar 2016 – Einen Tag vor der Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt! – Keine Zukunft ohne Bäuerinnen & Bauern“ am 16. Januar 2016 in Berlin erklärt Uwe Hiksch vom Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

Die immer weiter zunehmende Industrialisierung der Agrarwirtschaft in den Staaten des globalen Nordens führt in den Staaten des Südens zu immer mehr Hunger, Landraub und Zerstörung von Urwäldern und kleinbäuerlichen Betrieben.

Mehr als 30 Millionen Hektar Land außerhalb der Europäischen Union werden für die industrialisierte Fleischproduktion in den Agrarfabriken der EU benötigt. Gleichzeitig müssen weltweit mehr als 900 Millionen Menschen hungern. Über 80 Prozent aller Hungernden leben in ländlichen Regionen, jeder zweite Hungernde ist oder war Kleinbauer. Für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung muss die umweltzerstörende Agrarindustrie in den Staaten des globalen Nordens beendet werden.

Landgrabbing verhindern – Spekulation mit Agrarland verbieten

Agrarland in den Ländern des globalen Südens wird immer mehr zum Spekulationsobjekt. International agierende Land- und Agrarfonds, transnationale Konzerne und staatliche Institutionen kaufen großflächig Land auf, um es für ihre Interessen zu nutzen. In den letzten zehn Jahren wurden für diese Zwecke mehr als 250 Millionen Hektar Land verkauft oder langfristig verpachtet.

Landgrabbing verhindert die Sicherung der Nahrungsmittelsouveränität der Menschen im globalen Süden und zerstört die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Mit der zunehmenden Konzentration von Landbesitz wird die Ausbreitung von Monokulturen gefördert und der Anbau von Nahrungsmitteln für den regionalen Bedarf zerstört.

Klimagerechtigkeit fördern – Asylrecht für Klimaflüchtlinge

Neben dem Landgrabbing bedroht insbesondere der fortschreitende Klimawandel die Existenzgrundlagen der Kleinbauern im globalen Süden. Die Industriestaaten haben nicht nur eine historische Klimaschuld, sondern sind pro Kopf immer noch Hauptverursacher der klimaschädlichen Emissionen. Die Regionen, die schon seit Jahrzehnten den Folgen des Klimawandels ausgesetzt sind, ohne selbst nennenswert Emissionen verursacht zu haben, müssen massiv unterstützt werden. Nach Angaben des Umweltprogrammes der UN werden bis 2030 allein die Anpassungskosten für die Klimafolgen in den Ländern des globalen Südens bei 150 Milliarden US-Dollar pro Jahr liegen. Im Jahr 2050 werden diese Kosten auf 250 bis 500 Milliarden US-Dollar ansteigen.

Der globale Norden muss viel stärker in den Schutz von Natur und Umwelt im globalen Süden investieren, um die Auswirkungen des Klimawandels in den betroffenen Regionen abzumildern. Der Norden hat die notwendigen finanziellen und technologischen Voraussetzungen.

Die NaturFreunde Deutschlands fordern

> ein Verbot der Spekulation mit Agrarland und Nahrung;

> den Schutz der bisherigen Landnutzer in den Ländern des globalen Südens vor der großflächigen Landnahme;

> keine öffentlichen Kredite, Bürgschaften oder andere öffentliche Förderungen für den großflächigen Landkauf oder die langfristige Landpacht;

> den weltweiten Klimaschutz gerechter und solidarischer zu finanzieren;

> die Anerkennung von Klimaflüchtlingen und ein Recht auf Asyl für diese.

NaturFreunde Deutschlands: aktiv bei der Demonstration „Wir haben es satt!“

Die NaturFreunde Deutschlands sind seit der ersten Demonstration „Wir haben es satt“ Mitglied im Trägerkreis der Demonstration. Auch bei dieser Demonstration sind die NaturFreunde wieder aktiv beteiligt. Von der Bundesleitung der Naturfreundejugend Deutschlands wird Ljonel Frey-Schaaber bei der Auftaktkundgebung reden. Die NaturFreunde sind zudem mit einem Themenwagen (Motto: Landgrabbing stoppen – Klimagerechtigkeit fördern) und einem Infostand zur Abschlusskundgebung vertreten.

Die Demonstration beginnt am 16.1.2016 um 12:00 Uhr auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Detaillierte Informationen: http://www.wir-haben-es-satt.de

Netzwerk „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ will Brandenburger Volksabstimmungs-Signal gegen Massentierhaltung nutzen

Milchbauernhof Wehling bei Elmshorn

Für eine zukunftsfähige, artgerechte
und nachhaltige Nutztierhaltung
in bäuerlichen Strukturen
in lebenswerten Regionen.

Das bundesweite Netzwerk
Bauernhöfe statt Agrarfabriken.
www.bauernhoefe-statt-agrarfabriken.de

Pressemitteilung
Das Netzwerk „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, zu dem sich bundesweit 250 Bürgerinitiativen und Verbände zusammengeschlossen haben, sieht im beeindruckenden Erfolg des Brandenburger Volksbegehrens gegen Massentierhaltung ein unübersehbares Votum für ein rasches Ende einer agrarindustriellen Nutztierhaltung in ganz Deutschland.

In Brandenburg stehe nun wie in allen Bundesländern und vor allem auch auf Bundesebene ein Ende der Anpassung von Nutztieren an agrarindustrielle Stallanlagen an, unter anderem durch ein Verbot des Kürzens von Schnäbeln und Ringelschwänzen. Dies und der Wegfall der Subventionen und Begünstigungen für Megaställe nützten einer artgerechteren Tierhaltung in mittelständisch-bäuerlichen Strukturen, so Netzwerk-Vertreter Eckehard Niemann.

Die Bürgerinitiativen, die in den letzten Jahren bereits Hunderte von Tierfabriken verhindert hätten, forderten das Ende investorengeneigter Praktiken von Genehmigungsbehörden zugunsten agrarindustrieller Bau-Anträge. Die Tierbestands-Obergrenzen des novellierten Baugesetzbuchs müssten vom Bundestag nun endlich konsequent auf sämtliche Megaställe ausgeweitet werden. Das Netzwerk forderte Bundesagrarminister Schmidt auf, endlich die Inhalte der Tierschutzpläne von Niedersachsen, NRW und Schleswig-Holstein nun auch auf Bundesebene umzusetzen.

1.444 Zeichen – 14.01.2016
Koordination Netzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken

NaturFreunde gegen Anschaffung von Kampfdrohnen

drohnen friko antimil 

Berlin, 14. Januar 2016 – Zur geplanten Anschaffung von israelischen Drohnen für die Bundeswehr erklärt Uwe Hiksch vom Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

 

Die Entscheidung der Bundesregierung, bis zu fünf israelische Drohnen vom Typ „Heron“ für mindestens 580 Millionen Euro anzuschaffen, ist falsch. Die Heron-Drohnen vom israelischen Hersteller IAI sollen geleast werden, später sollen eigene europäische Drohne entwickelt werden.

 

Mit der Entscheidung des Bundes, Drohnentechnologie für die Bundeswehr anzuschaffen, die ausdrücklich auch bewaffnet werden kann, wird die technische Ausstattung für den weltweiten Einsatz der Bundeswehr und die ständig zunehmende Entgrenzung der Kriegsführung weiter vorangetrieben.

 

Die NaturFreunde Deutschlands lehnen die Anschaffung und die Etablierung einer Drohnentechnologie zur Kriegsführung, Überwachung und Unterdrückung ab, denn der Einsatz von Kampfdrohnen senkt die Schwelle zu bewaffneten Einsätzen und terrorisiert die Bevölkerung der betroffenen Regionen, über denen die Drohnentechnologie eingesetzt wird.

 

Die NaturFreunde Deutschlands fordern von Bundesregierung und Bundestag,

> den Irrweg der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben und

> sich für ein weltweites Verbot und die völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen.

 

NaturFreunde Deutschlands unterstützen Anti-Drohnen-Kampagne der Friedensbewegung

Die NaturFreunde Deutschlands unterstützen den Appell „Keine Kampfdrohnen!“ (www.drohnen-kampagne.de). Der 29. NaturFreunde-Bundeskongress hatte die Gliederungen der NaturFreunde und alle Mitglieder aufgefordert, sich diesem Appell anzuschließen.

Treffen Marxistisches Forum am 15.01.2016, 15.00 Uhr

marx

Liebe Genossinnen und Genossen,

heute wollen wir Euch zum nächsten Treffen des Marxistischen Forums einladen.

Wir treffen uns:

Freitag, 15.01.2016

Berlin, Karl-Liebknecht-Haus, Raum 1, 15.00 Uhr

Thema: „Marxistische Arbeit in der Partei DIE LINKE: Herausforderungen für das Jahr 2016“

Einführung: Uwe Hiksch

Über Eure Teilnahme freuen wir uns.

Mit sozialistischen Grüßen.

Sprecherkreis des MF

netzwerk cuba nachrichten vom 7.1.2016

mumia abu-jamal 2012

Liebe Leser_innen,

nochmals allen ein gutes neues Jahr.

Und hier ist der erste newsletter 2016:

 

Sigmar Gabriel mit 60 Unternehmern in Kuba

Von Harald Neuber

amerika21

https://amerika21.de/2016/01/140518/gabriel-kuba-wirtschaft

 

Kuba und sein hoher Index der menschlichen Entwicklung

Wie aus dem Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen hervorgeht, nimmt Kuba den 67. Platz unter den Ländern mit hoher menschlicher Entwicklung ein

Autor: Jesús Jank Curbelo | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-01-05/kuba-und-sein-hoher-index-der-menschlichen-entwicklung

 

Ein Symbol der Alphabetisierung

Studenten, Kinder, Jugendliche und Lehrer kamen am Geburtsort von Conrado Benítez zusammen, um sich des jungen Mannes zu erinnern, der an einem 5. Januar des Jahres 1961 von konterrevolutionären Banden in Diensten der CIA brutal ermordet wurde

Autor: Ventura de Jesús | ventura@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-01-05/ein-symbol-der-alphabetisierung

 

Cabrisas empfing Gouverneur von Virginia

Der Vize-Präsident des Ministerrates empfing am Montag den Gouverneur von Virginia, USA, Terry McAuliffe, der seit dem 3. Januar zu einem Arbeitsbesuch in Kuba weilt

Autor: Redacción Internacional | internacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-01-05/cabrisas-empfing-gouverneur-von-virginia

 

Kuba festigt Kennziffern der Kindergesundheit im Jahr 2015

Das Land erreichte zum achten Mal in Folge eine Säuglingssterblichkeit unter fünf pro Tausend Lebendgeborenen und ratifiziert damit seine Stellung unter den ersten 20 Ländern der Welt und an der Spitze der Region Amerika

Autor: Lisandra Fariñas Acosta | lisandra@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-01-04/kuba-festigt-kennziffern-der-kindergesundheit-im-jahr-2015

 

Anerkennung für kubanische Wissenschaftler

Aus Anlass des 15. Januar, dem Tag der kubanischen Wissenschaft, wird es Ehrungen für Gelehrte, Forscher, Wissenschaftler, Innovatoren und Technologen geben

Autor: Orestes Eugellés Mena | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-01-04/anerkennung-fur-kubanische-wissenschaftler

 

Ausstellung der Werke von Wilfredo Lam in Europa

Das Centre Pompidou in Paris und andere Pinakotheken organisieren die größte Retrospektive eines der wichtigsten Maler des vergangenen Jahrhunderts

Autor: Cubadebate | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cultura/2016-01-04/ausstellung-der-werke-von-wilfredo-lam-in-europa

 

Der beste „Winter“ der letzten Jahre

Die wöchentliche Direktverbindung zwischen Mailand und dem Internationalen Flughafen Ignacio Agramonte in Camagüey hat den Touristenstrom ansteigen lassen

Autor: Miguel Febles Hernández | febles@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-01-04/der-beste-winter-der-letzten-jahre

 

Unverwüstliche Karawane

Junge Arbeiter und Mitglieder der Revolutionären Streitkräfte und des Innenministeriums erinnern an die Ankunft der Siegeskarawane in Holguín

Autor: Eduardo Palomares Calderón | palomares@granma.cu

Autor: Germán Veloz Placencia | german@granma.cu

Autor: Darelia Díaz Borrero | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-01-04/unverwustliche-karawane

 

Gala zum Sieg der Revolution im Gran Teatro de La Habana Alicia Alonso

Die Inszenierung mit dem Titel Klassisches Triptychon findet um 17 Uhr im Saal Federico García Lorca statt. Sie wird begleitet vom Orchester des Gran Teatro Alicia Alonso, dirigiert von Giovanny Duarte. Die oberste Leitung hat die Primaballerina assoluta

Autor: Redacción Cultural | cultura@granma.cu

http://de.granma.cu/cultura/2016-01-01/gala-zum-sieg-der-revolution-im-gran-teatro-de-la-habana-alicia-alonso

 

Jahrestag der Revolution in Kuba gefeiert

Von Edgar Göll

amerika21

https://amerika21.de/2016/01/140455/revolutionsfeiern-kuba

 

Kuba: Kurs abgesteckt

Feiern im ganzen Land zum 57. Jahrestag der Revolution. Wirtschaftliche Ziele für 2016 beschlossen

Von Volker Hermsdorf

http://www.jungewelt.de/2016/01-02/002.php

 

Garantierte Aufenthaltsgenehmigung bei illegaler Einreise – Welche Migranten bekommen denn sowas?

Wie die USA seit Jahren versuchen Kuba ausbluten zu lassen

https://berichteaushavanna.wordpress.com/2015/12/30/garantierte-aufenthaltsgenehmigung-bei-illegaler-einreise-welche-migranten-bekommen-denn-sowas/

 

Zentralamerika einigt sich auf Durchreise von Migranten aus Kuba

Erste Gruppe soll in einer Woche in die USA ausgeflogen werden. Fast 8.000 Personen gestrandet. Grund sind Einreisebestimmungen der USA für Kubaner

Von Andreas Knobloch, Havanna

amerika21

https://amerika21.de/2015/12/140263/zentralamerika-migranten-kuba

 

Ein freies Land

Vor einem Jahr gaben die Präsidenten Kubas und der USA die Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern bekannt. Gleichzeitig entließen die USA die letzten drei der „Miami 5“ aus dem Gefängnis. Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba erklärte zu dem Jahrestag:

http://www.unsere-zeit.de/de/4752/internationale_politik/1537/Ein-freies-Land.htm

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

FREE MUMIA Rundbrief aus Berlin

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

hier kommen aktuelle Meldungen über den gefangenen Journalisten Mumia Abu-Jamal und aus der länderübergreifenden Solidaritätsbewegung. Am 9. Dezember 2015 war bereits der 34. (!) Haftjahrestag des ehemaligen Black Panthers und kämpfenden Gefangenen.

Zwischen dem 18. und 23. Dezember 2015 fanden drei Anhörungen vor einem Gericht in Scranton (USA) statt. Dabei ging es um die verweigerte medizinische Hilfe für den an Hepatitis-C erkrankten Mumia Abu-Jamal durch die Gefängnisbehörde Pennsylvanias. Insgesamt sind allein in diesem Bundesstaat mehr als 10.000 Gefangene an Hepatitis-C erkrankt, ohne medizinische Hilfe zu erhalten. Der erste Tag lief aus Mumias Sicht hervorragend, da der vorsitzende Richter Mariani alle Versuche der Gefängnsbehörde abwies, das Verfahren wg. vermeintlicher Formfehler einzustellen. Er sagte klar und deutlich, dass der Inhalt (dieser Verhandlung) über die Form gehe. Am zweiten Tag kam es zu verschiedenen Expert*innen Anhörungen über Hepatitis-C und den Verlauf von Mumias Erkrankung, die nach dem Wissen der Gefängnisbehörde bereits bis ins Jahr 2012 zurückreicht, was Mumia allerdings erst vor wenigen Monaten erfuhr. Am dritten Verhandlungstag räumte die Anwältin der Gefängnisbehörde ein, ein Gutachten des medizinischen Beauftragten Noel aus der gleichen Behörde manipuliert zu haben, um in der Vorinstanz keine weitere Behandlung des Klägers Abu-Jamal zulassen zu müssen. Dabei ist aufgrund aktueller Untersuchungsergebnisse unstrittig, dass Mumia durch die aktive Hepatitis und die fehlende Behnadlung bereits Leberschäden erlitten hat.

Während der geamten drei Verhandlungstage beobachteten Unterstützer*innen von Mumia die Vorgänge im Gerichtssaal und hielten mehrere Kundgebungen in Scranton ab (siehe dazu auch %quot;Meldungen aus der Bewegung%quot; weiter unten). Ein Urteil des Gerichts wird ab Mitte Januar 2016 erwartet. Die Betrachtung der Faktenlage legt einen Sieg von Mumia und seiner Verteidigung nahe. Allerdings erinnern wir in diesem Fall an die über drei Jahrzehnte währende Gerichtsgeschichte in seinem Fall. Es wurden bereits diverse Verfassungsgrundsätze gebrochen, um ihn weiterhin in Haft zu halten. In einigen juristischen Fakultäten der USA wird daher bereits der Begriff der %quot;Mumia-Exemption%quot;, der Mumia-Ausnahme verwandt. Dieses Verfahren ist wie alle vorangegangenen ein politisches Verfahren. Sollte Mumia gewinnen, können sich alle 10.000 ebenfalls an Hepatitis-C erkrankten Gefangenen im Bundesstaat auf diesen Präzedenzfall berufen und ebenfalls eine Behandlung einfordern. Daher hat kritische Öffentlichkeit eine grosse Bedeutung auf den Ausgang dieses Verfahrens.

Sollte Mumia gewinnen und eine Behandlung durchsetzen können, hat er die Chance, die Hepatitis Erkrankung zu überleben. In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal auf das Poster von Seth Topocman hinweisen, welches die Zusammenhänge als Graphic Novel darstellt (Mehr hier…). Einige Exemplare sind noch zu haben. Wer auf die Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9. Januar 2016 in die Berliner Urania kommt, kann sich das Poster auch dirket vom Infostand der FREE MUMIA Bewegung oder der Tageszeitung Junge Welt abholen. Alle anderen können es über diese E-Mail Adresse bestellen:
info@mumia-hoerbuch.de

Ausserdem besteht noch immer die Möglichkeit, Freiheits-Postkarten an den Gouverneur von Pennsylvania, Tom Wolf zu senden (www.bring-mumia-home.de). was bereits Zehntausende in den vergangenen Monaten gemacht haben. Wer die Rosa-Luxembung-Konferenz in Berlin sowie die weiteren Veranstaltungen im Januar (siehe Termine) besucht, kann die Postkarten auch direkt bei uns ausfüllen und abgeben.

Während der gesamten Anhörungen in Scranton gab es Cyber-Angriffe von %quot;Unbekannten%quot; auf Prison Radio, die seit mehr als zwei Jahrzehnten die Beiträge von Mumia sowie vielen anderen Gefangenen veröffentlichen. Am 28. Dezember 2015 wurde die Webseite von Prison Radio für einige Zeit so schwer beschädigt, dass Solidaritätsgruppen in Frankreich und Deutschland einsprangen, um einen Kommentar von Mumia über die erneute Straffreiheit eines Polizisten in den USA zu veröffentlichen – der Mord an dem 12 jährigen afroamerikanischen Jungen Tamir Rice wird von der US Justiz als nicht verfolgungswürdig angesehen:
„When a Child Dies“ (1:47 min, by Mumia Abu-Jamal, December 28, 2015)

Die Gefängnisindustrie sagt mehr Profite und ein Scheitern von Strafrechtsreformen voraus: GEO Groups ist der zweitgrösste Konzern der US Gefängnisindustrie. Momentan sorgt er sich sich um Aktionär*innen sowie Inverstionen und prognostiziert öffentlich, dass es keine nennenswerte Strafrechtsreformen in den USA geben werde. Dabei scheint das gegenwärtig eher ein Ausdruck von Hoffnung zu sein. Allerdings ist es auch eine klare Aussage, was dieser Konzern zu tun gedenkt, um seine Gewinne in Zukunft zu sichern:
Private Prison Exec Waves Off Criminal Justice Reform, Predicts More Profits (December 22, 2105)…

In verschiedenen Städten fanden am Silvesterabend Demonstrationen vor Gefängnissen statt, um Solidarität mit Gefangenen und eine grundsätzliche Ablehnung von Gefängnissen und einer Gesellschaft auszudrücken, die aufgrund von Konkurrenz, Armut und Unterdrückung solche überhaupt braucht. Allein in Berlin beteiligten sich über 500 Menschen an Demos zur JVA für Frauen in Lichtenberg sowie nachts von der JVA Moabit zur JVA für Frauen in Reinickendorf.
Berichte finden sich bald auf der Webseite…

weiterer Inhalt:

  1. Termine
  2. Meldungen aus der Bewegung
  3. Presse
  4. Solidarität mit Gefangenen
  5. Abschaffung der Todesstrafe – Überall!

  1. Termine

    mehr hier…

  2. Meldungen aus der Bewegung

    Mumia Abu-Jamal – Zwischenbericht vor dem Gericht in Scranton (December 27, 2015)

    Johanna Fernandez: Mumia Abu-Jamal and the Fight Over Prisoner Rights and Healthcare (December 24, 2015)

    Anhörung Mumia Abu-Jamal 18D (20.12.2015)

    Todestrakt Gefangener Travis Runnels aus Texas bespricht das Buch „The Classroom and The Cell“ By Abu-Jamal and Hill (December 20, 2015)

    Judge rejects state’s arguments to reject case – Abu-Jamal Gets Federal Court Hearing Seeking Order to Treat His Hepatitis-C Infection (December 19, 2015)

    5 Things We Learned from Mumia’s Court Hearing (December 19, 2015)

    (Prison Radio) We Crushed Them! (December 18, 2015)

    Prozess um Gesundheitsversorgung für Gefangene in Pennsylvania (17.12.2015)

    Mumia Abu-Jamal – 34 Jahre Kampf um Leben, Gesundheit und Freiheit (9.12.2015)

    (Online Petition an den Leiter der Gesundheitsabteilung in Pennsylvanias Gefängnisbehörde) Life Saving Treatment Now for Mumia Abu-Jamal

  3. Presse

    (jW) Juristischer Erfolg (21.12.2015)

    (Philadelphia Tribune) Life or death dates for Mumia Abu-Jamal (Dec 18, 2015)

    (jW) Free Mumia – Free Them All! 148.920 Tage allein in der Zelle (9.12.2015)

    (jW) Mumia Abu-Jamal darf aussagen (3.12.2015)

  4. Solidarität mit Gefangenen

    (Thomas Meyer-Falk) Das Elend der Prognose im Gefängnis (20.12.2015)

    (Freie Radios) Streik in der Justiz-Vollzugs-Anstalt (JVA Butzbach in Hessen) (8.12.2015)

  5. Abschaffung der Todesstrafe – Überall!

    Florida will wieder morden – Erste Hinrichtung im neuen Jahr in den USA (27.12.2015)

    Stoppt die Hinrichtung von Oscar-Ray Bolin am 7. Januar 2016

    European Parliament calls on Egypt to release Irish juvenile facing death sentence (December 18, 2015)

    Mongolei schafft Todesstrafe ab (6.12.2015)

    (Texas, USA) Rettet das Leben von Rob Will!

    Death Row Inmate Makes Plea to Texas (December 2, 2015)

    Abschaffung der Todesstrafe überall – Free Rob Will!

Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

Viele Grüsse vom
Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal!

netzwerk cuba nachrichten vom 31.12.2015

kuba cuba

 

 

Hoffnung für kubanische Migranten

»Luftbrücke« soll den in Costa Rica Gestrandeten den Weg in die USA ebnen

Von Andreas Knobloch, Havanna

http://www.neues-deutschland.de/artikel/996407.hoffnung-fuer-kubanische-migranten.html

 

Übereinkommen über einen ersten Transferversuch für kubanische Migranten in Zentralamerika

Der Transfer einer ersten Gruppe von Kubanern wird in der ersten Januarwoche stattfinden, wie es aus dem Abschlusskommuniqué des zweiten technischen Treffens der Mitgliedsländer der Systems der Zentralamerikanischen Integration (SICA) hervorgeht

Autor: Redacción Internacional | internacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-12-29/ubereinkommen-uber-einen-ersten-transferversuch-fur-kubanische-migranten-in-zentralamerika

 

UNDP setzt auf Erhalt der Ökosysteme in Kubas Bergregionen

Das Entwicklungsprogramm der UNO (UNDP) fördert im äußersten Osten der Insel ein neues Projekt zum Schutz der bedrohten Ökosysteme in Bergregionen und zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Autor: Prensa Latina(PL) | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-29/undp-setzt-auf-erhalt-der-okosysteme-in-kubas-bergregionen

 

Kubanisches Gesundheitwesen mit bemerkenswerten Ergebnissen im Jahr 2015

Nach Äußerungen von Beamten des Ministeriums für Gesundheitswesen wird Kuba 2015 wie auch in den vorangegangenen fünf Jahren mit einer Säuglingssterblichkeit von weniger als fünf pro Tausend Lebendgeborenen abschließen

Autor: ACN | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-23/kubanisches-gesundheitwesen-mit-bemerkenswerten-ergebnissen-im-jahr-2015

 

Wirtschaftliche und soziale Fragen werden die Debatten der Abgeordneten bestimmen

Die für den 29. Dezember einberufene Nationalversammlung wird die Ergebnisse des Volkswirtschaftsplans des laufenden Jahres sowie die  Projektionen für 2016 analysieren und das Staatshaushaltsgesetz annehmen

Autor: Yaditza del Sol González | yadidelsol@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-25/wirtschaftliche-und-soziale-fragen-werden-die-debatten-der-abgeordneten-bestimmen

 

XII. Plenum des Zentralkomitees der Partei tagte

Unter dem Vorsitz seines Ersten Sekretärs, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, beurteilte das Plenum am Samstag die vorgeschlagene Konzeption des kubanischen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells der sozialistischen Entwicklung und den Bericht über die Erfüllung der auf der Ersten Nationalen Parteikonferenz angenommenen Arbeitsziele

Autor: Redacción Nacional | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-28/xii-plenum-des-zentralkomitees-der-partei-tagte

 

Debatten der Parlaments-aussschüsse

Die Notwendigkeit der rationalen, effizienten und zeitgerechten Gestaltung der Investitionen ist bei jeder Analyse ein wiederkehrendes Thema

Autor: Yudy Castro Morales | internet@granma.cu

Autor: Lauren Lauren Céspedes Hernández | informacion@granma.cu

Autor: Yaditza del Sol González | yadidelsol@granma.cu

Autor: Lissy Rodríguez Guerrero | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-29/debatten-der-parlamentsaussschusse

 

Kongress der USA erzielt Remis beim Thema Kuba

Im kürzlich verabschiedeten Haushaltsgesetz 2016 sind mehrere Maßnahmen ausgegliedert, die die Annäherung zwischen Washington und Havanna blockieren sollten, es fehlen jedoch auch jene zur engeren Gestaltung der Beziehungen

Autor: Sergio Alejandro Gómez | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-12-24/kongress-der-usa-erzielt-remis-beim-thema-kuba

 

ICAP: Verlängerung eines Traums

Das Kubanische Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) begeht seinen 55. Jahrestag

Autor: Ernesto Gómez Figueredo | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-25/icap-verlangerung-eines-traums

 

Beginn der VI. Ordentlichen Sitzungsperiode der Nationalversammlung in Anwesenheit von Raúl

Nach Tagen intensiver Arbeit in Kommissionen, sieht die Tagesordnung der Parlamentarier heute die Analyse des Staatshaushalts und die Wirtschaftsergebnisse des Jahres 2015 und die Diskussion über den Wirtschaftsplan und den Haushalt 2016 vor

Autor: Granma International news | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-29/beginn-der-vi-ordentlichen-sitzungsperiode-der-nationalversammlung-in-anwesenheit-von-raul

 

Raúl gratuliert dem ICAP

Sehr geehrte Mitarbeiter des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft

Autor: Raúl Castro Ruz | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-25/raul-gratuliert-dem-icap

 

Wir werden niemals Bedingungen akzeptieren, die die Souveränität und Würde des Vaterlandes beeinträchtigen

Ansprache von Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident des Staats- und des Ministerrats, während der VI. Ordentlichen Sitzungsperiode der VIII. Legislaturperiode der Nationalversammlung im Kongresspalast am 29. Dezember 2015, „57. Jahr der Revolution“ (Übersetzung der stenografische Version des Staatsrats)

Autor: Raúl Castro Ruz | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-12-30/wir-werden-niemals-bedingungen-akzeptieren-die-die-souveranitat-und-wurde-des-vaterlandes-beeintrachtigen

 

EcoMujer – Doku Diskussionsreihe „Vom Süden lernen“

Urbanes Gärtnern,
Ernährungssouveränität und Nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs)

mit Reina Maria Rodriguez aus Cuba

http://www.ecomujer.org/video/

 

Gato Garten Global

Reina zu Gast in einer Berliner Kita

http://www.awo-spree-wuhle.de/category/weidenkaetzchen/

 

Neujahrsgrüße von Ramón und Elizabeth (Cuban 5)
http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/2015/12/neujahrsgruesse-von-ramon-und-elizabeth-cuban-5/

 

Kuba will Guantanamo zurück

Ein Jahr nach Beginn der vorsichtigen Annäherung an den einstigen Erzfeind USA hat Kubas Präsident Raul Castro die Souveränität der sozialistischen Karibikinsel betont.

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/international/4895930/Kuba-will-Guantanamo-zuruck

 

Raúl Castro pocht auf Kubas Souveränität

von: dpa

Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba verbessern sich langsam. Doch eine Einmischung in innere Angelegenheiten verbittet sich der Staatschef. Raúl Castro fordert ein Ende des Embargos und die Rückgabe von Guantánamo.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/nationalversammlung-ral-castro-pocht-auf-kubas-souveraenitaet/12776818.html

 

»Die Investitionen sind überschaubar«

Der kubanische Ökonom Pavel Vidal über Kubas Finanzpolitik und die Zukunftsprojekte der Wirtschaft

http://www.neues-deutschland.de/artikel/996030.die-investitionen-sind-ueberschaubar.html

 

Weg nach Norden frei

Mittelamerikanische Staaten einigen sich auf Lösung für ­kubanische Flüchtlinge

Von Volker Hermsdorf

http://www.jungewelt.de/2015/12-30/073.php

 

Parlament in Kuba berät wirtschaftlichen Kurs im Jahr 2016

Von Harald Neuber

amerika21

https://amerika21.de/2015/12/140068/parlament-kuba-wirtschaft

 

Viva La Habana!

Eine Weihnachtsreise nach Havanna in noch unglobalisierten Zeiten (Teil 1)

Von Wiglaf Droste

http://www.jungewelt.de/2015/12-24/058.php

 

Aber ein bisschen half es doch

Eine Weihnachtsreise nach Havanna in noch unglobalisierten Zeiten (Teil 2 und Schluss)

Von Wiglaf Droste

http://www.jungewelt.de/2015/12-28/067.php

 

New York Times fordert Ende der US- Einwanderungspolitik gegenüber Kuba

Von Julia Zieger

amerika21

https://amerika21.de/2015/12/139356/einwanderungspolitik-kuba-usa

 

Kuba für friedliche Nutzung des Cyberspace

Von Michael Wögerer

amerika21

https://amerika21.de/2015/12/139638/kuba-uno-cyberspace

 

Grüße und Glückwünsche der FG Essen zum Jahreswechsel an die cubanischen Partner

http://www.cubafreundschaft.de/Home/2015-12-22,%20FG%20E%20-%20Brief%20zum%20Jahreswechsel.pdf

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

IPPNW verurteilt Atomtest Nordkoreas

IPPNW-Pressemitteilung vom 6.01.2016

ippnw

Laut der Wiener Organisation für den Atomteststoppvertrag CTBTO fand heute um 1:30 UTC (2:30 MEZ) ein ungewöhnliches seismisches Ereignis in Nordkorea statt, bei dem es sich vermutlich um einen Atomtest handle. Nordkorea behauptet, erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet zu haben. Die Ärzteorganisation IPPNW verurteilt den Atomtest als Verstoß gegen die universell akzeptierten Normen eines umfassenden Verbots von Nuklearwaffenversuchen, zu dem sich bisher 183 Länder vertraglich verpflichten. Jeglicher Atomtest bedeute eine schwere radioaktive Belastung für die Umwelt und eine Gefährdung des Weltfriedens, so die IPPNW.

Der Test ist Nordkoreas vierter Atomwaffenversuch seit 2006. Nordkorea ist das einzige Land, das noch Atomtests durchführt. Alle anderen Atommächte verzichten entweder vertraglich oder freiwillig auf Atomtests. In diesem Jahr wird sich der Atomteststoppvertrag zum 20. Mal jähren, ohne offiziell in Kraft zu treten. Denn die USA, China und Israel haben den Atomteststoppvertrag zwar unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert; Nordkorea, Indien und Pakistan haben nicht einmal unterzeichnet. Insgesamt benötigt der Vertrag die Unterschriften und die parlamentarische Ratifizierung weiterer elf Staaten, um in Kraft treten zu können, darunter Ägypten und der Iran. Auch Saudi-Arabien, Syrien und Südsudan haben den Vertrag nicht unterzeichnet.

„Eine Atomwaffenexplosion ist ein Zeichen der Bereitschaft eines Landes, unzählbare Menschen einem unfassbaren humanitärem Leid auszusetzen und ganze Städte dem Boden gleich zu machen. Unter dem Vorwand der „nuklearen Abschreckung“ versucht Nordkorea, die gleiche Macht zu erlangen wie die anderen acht Atomwaffenstaaten und nimmt die ganze Welt für seine Forderungen in Geiselhaft. Es ist höchste Zeit, solche Drohungen mit Genozid als Mittel der Politik zu verbieten,“ sagt Xanthe Hall, Atomwaffenexpertin der deutschen IPPNW.

Die IPPNW fordert ein Verbot der Atomwaffen und arbeitet mit mehr als 400 Partnerorganisationen weltweit in der internationalen Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen (ICAN). ICAN verurteilt alle Formen von Atomtests und ruft alle Länder auf, den Atomteststoppvertrag zu unterzeichnen und zu ratifizieren.

Seit sieben Jahren finden keine Gespräche mehr mit Nordkorea statt. Damals verschärften die Vereinten Nationen die Sanktionen gegen Nordkorea wegen einem Raketentest. In dieser Zeit gab es einige sehr gefährliche Spannungen in der Region, einschließlich des Gebrauchs von Waffen und Drohungen seitens Nordkorea, Atomwaffen einzusetzen. Vor einem Jahr berichtete eine chinesische Nachrichtenagentur, Nordkorea sei bereit, die Gespräche wieder aufzunehmen. Im November 2014 fanden dann auch Friedensgespräche mit Südkorea statt. „Es ist unabdingbar, dass Gespräche mit Nordkorea wieder aufgenommen werden. Mit dem iranischen Erfolg im Rücken, sollte Obama in seiner letzten Amtszeit noch zwei abrüstungspolitische Ziele verfolgen, die die Sicherheit der Welt maßgeblich verbessern würde: Frieden mit Nordkorea zu schließen und die US-Ratifizierung des Atomteststoppvertrags vor dem Kongress zur Abstimmung zu bringen“, so Hall abschließend.

Weitere Informationen zum Atomteststoppvertrag finden Sie unter http://www.atomwaffena-z.info/glossar/a/a-texte/artikel/4eb8b5893d/atomteststoppvertrag-umfassender.html

Weitere Informationen zur Wasserstoffbombe finden Sie unter http://www.atomwaffena-z.info/glossar/w/w-texte/artikel/8378b610ed/wasserstoffbombe.html

17.01.15: DenkMalTour: Friedhof der Sozialisten

 

Sonntag 17.01.2016

  • Ort: Eingang Städtischer Zentralfriedhof, Gudrunstraße 20, 10365 Berlin (S-Bahnhof Lichtenberg)
  • Uhrzeit: 14.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante

Der Friedhof der Sozialisten ist eine einmalige geschichtliche Stätte der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung. Sozialist_innen, Kommunist_innen, Gewerkschafter_innen aber auch Anarchist_innen und Antifaschist_innen liegen gemeinsam auf dem Friedhof begraben.

Oft haben Sie im Leben über unterschiedliche theoretische und strategische Ansätze für die Durchsetzung einer anderen Gesellschaftsordnung gestritten. Auf dem Friedhof der Sozialisten liegen sie vereint.

Der Friedhof ist Anziehungspunkt für viele Linke in Deutschland. Anhand der unterschiedlichen Biographien und theoretischen Ansätze der dort Bestatteten soll die Geschichte der Arbeiter_innenbewegung aufgezeigt werden.

Die Führung durch die Gedenkstätte wird ca. 2 Stunden dauern. Der Referent wird anhand der Grabsteine auf die sehr unterschiedliche theoriegeschichtliche Ausrichtung der auf dem Sozialistenfriedhof bestatteten Sozialistinnen und Sozialisten eingehen.

Führung/Referat: Uwe Hiksch

Ort und Treffpunkt: Gedenkstätte der Sozialisten Friedrichsfelde, Friedhofseingang.

13.01.15: Berliner Compagnie: Bettler auf goldenem Thron

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Am 13. Januar 2016 ist es wieder so weit: Die Berliner Compagnie führt wieder – exklusiv für die NaturFreunde Berlin – ihr neues Theaterstück auf. Mit dem Titel „Bettler auf dem goldenem Thron“ wird die Geschichte von Evo Morales aufgegriffen, um sich mit der Geschichte der Unterdrückung und des sozialen Protestes in Lateinamerika zu beschäftigen.

Soziale Proteste erschüttern seit Jahren das politische Leben Lateinamerikas. Der vorerst letzte Aufbruch fand in Bolivien statt. Nicht erst seitdem dort ein Indigener als Staatsoberhaupt in den Regierungspalast eingezogen ist, herrscht in dem Land Skepsis gegenüber den westlichen Vorstellungen von Entwicklung. Zu oft haben diese die Traditionen und Träume der „unterentwickelten“ Völker auf gewaltsame Weise missachtet. Evo Morales sagt: „Es geht darum, gut zu leben, ‘vivir bien’, nicht besser, d.h. im Luxus zu leben. Besser leben geht nur auf Kosten Dritter und zum Preis der Umweltzerstörung.“ Also: keine Ausbeutung von Menschen durch Menschen. Und: Leben im Einklang mit der Natur.

Ihr Ziel: gut leben. Das haben sich die Bolivianer in die Verfassung geschrieben. Dafür kämpfen sie. Und mit dem „Vivir Bien“ ist auch gemeint: Keine Ausbeutung von Menschen durch Menschen! Und: Kein Raubbau an der Natur! 500 Jahre lang sind die Indios in den Anden Südamerikas ausgebeutet und unterdrückt worden. Vor unseren Augen spielt sich ein Drama ab. Das Drama eines Volkes, das sich befreit von Ausbeutung und Unterdrückung, das dabei in neue Widersprüche gerät, das aber nicht aufgibt in seinem Kampf um ein Leben in Würde. Dieses Drama bringt die Berliner Compagnie in einem rasanten Stück auf die Bühne.

Die heutige bolivianische Regierungspolitik ist nicht frei von eigenen Widersprüchen, sichtbar z.B. im Protest gegen das Projekt einer Straße durch das „Indigene Territorium Nationalpark Isiboro Sécure“. Unbestreibar ist jedoch, dass der Erlös aus dem Verkauf der Ressourcen jetzt der eigenen Bevölkerung zugute kommt. UNO wie Weltbank haben die großen Erfolge Boliviens im Kampf gegen die Armut anerkannt.

Der bolivianische Aufbruch bleibt weiterhin gefährdet und braucht unsere Unterstützung – durch Aufdecken von Destabilisierungsversuchen, durch Kritik an Verzerrungen in unseren Medien, durch Verständnis für die Schwierigkeiten beim Aufbau des „plurinationalen“ Staates.
Von den Bolivianern können wir aber auch lernen. Was für ein langer Atem politischen Widerstands! Es geht nicht um Heldenverehrung, auch in Bolivien sind fehlerhafte Menschen zugange. Verfassung und Verfassungswirklichkeit ist in Bolivien gewiss nicht dasselbe. Noch ist die Armut im Land so groß, dass die Regierung immer wieder zum Spagat zwischen Naturschutz und Extraktion der Ressourcen gezwungen ist. Aber solange der Befreiungsprozess dieses seit 500 Jahren unterdrückten und ausgeplünderten Landes von innen und außen gefährdet ist,
benötigt es unsere kritische Solidarität.

Die Berliner Compagnie
Seit 1981 ist die Berliner Compagnie von der Theaterszene Berlins nicht mehr wegzudenken. Gegründet aus der Friedensbewegung verstehen sich die Akteure als alternatives politisches Tourneetheater. Von Anfang an hat die Berliner Compagnie auch als „Aktivierungstheater“ verstanden oder, im Sinne Bertolt Brechts, als „Gebrauchstheater“. Mittlerweile sind 27 Theaterproduktionen zur Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtsproblematik entstanden und auf Einladung von Nichtregierungs-Organisationen – von Kirchengemeinden, Gewerkschaften, Theatern, Schulen und Bürgerinitiativen in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich, Italien, Belgien, Luxemburg, Tschechien, Polen, in der Schweiz und den Niederlanden auf über 2.000 Gastspielen gezeigt worden.

Kartenvorverkauf:
Die Eintrittskarte kostet 10 Euro (statt 14 im Normalverkauf). Für Studierende, Erwerbslose, Schüler*innen und Geringverdienende 5 Euro. Karten gibt es in der Landesgeschäftsstelle der NaturFreunde. Die Karten können verbindlich auch vorbestellt werden unter: geschaeftsstelle@naturfreunde-berlin.de oder Tel.: 8332013
Termin:
Die Veranstaltung findet statt: Mittwoch, 13. Januar 2016, 19.30 Uhr, in der BERLINER COMPAGNIE, Muskauer Str. 20A,
10997 Berlin-Kreuzberg. Infos unter: http://www.berlinercompagnie.de

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