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Archiv für 11. Februar 2015

NaturFreunde: Ukraine: Europa muss raus aus der imperialen Sackgasse

100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg droht eine Rückkehr zum Militarismus

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Berlin, 11. Februar 2015 – Vor dem heute beginnenden Gipfel-Treffen zur Ukraine-Krise warnt der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller vor einer Rückkehr zum Militarismus:

 

Das Jahr 2014 war das große europäische Gedenkjahr an die beiden großen Kriege im vergangenen Jahrhundert der Extreme – vor 100 Jahre der Beginn des Ersten Weltkriegs und vor 75 Jahre der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Mit der Urkatastrophe von 1914 begann im 20. Jahrhundert der bestialische Schreckensweg, der nicht zwangsläufig, aber faktisch nach dem Zusammenbruch der Weimarer Demokratie in den Aufstieg des Nationalsozialismus, in den zweiten noch schlimmeren Weltkrieg mit 60 bis 70 Millionen Toten, an dem alle Großmächte des vergangenen Jahrhunderts beteiligt waren, und in die Ermordung der europäischen Juden führte. Erst danach kam Europa zur Ruhe, auch durch die Friedens- und Entspannungspolitik der 1970er Jahre. Das Ende der zweigeteilten Welt und der Spaltung Deutschlands wurde zum Geschenk der Geschichte, das unser Land mit der Geschichte versöhnen sollte.

 

Plötzlich ist wieder ein Krieg gegen Russland denkbar

Doch was ist heute angesichts des Konflikts, der Erschütterungen und der Brutalität in der Ukraine? Natürlich gibt es kein Recht, das Territorium eines Landes zu verletzen und gegen demokratische Prinzipien zu verstoßen. Offenkundig misst Moskau hier mit einem anderen Maß als im eigenen Land, in dem Konflikte mit Separatisten mit aller Härte verfolgt werden.

Dennoch: Der Konflikt geht tiefer und hat viel mit der europäischen Geschichte der letzten drei Jahrzehnte zu tun. Russland wurde als Ressourcenland akzeptiert, aber nicht als gleichwertiger Partner. Das größte Land der Erde wurde oftmals behandelt wie eine Bananenrepublik. Das rächt sich und schlägt zurück. Jetzt ist sogar ein Krieg gegen Russland denkbar. Ist denn vergessen, welchen Blutzoll gerade die Sowjetunion für die Befreiung des europäischen Kontinents vom Nationalsozialismus gezahlt hat?

 

Neue Kriegsbereitschaft führt in die Sackgasse imperialer Politik

Wo bleibt die geschichtliche Erfahrung, wo bleibt die Vernunft? Erschreckend ist auch, dass auf der 51. Sicherheitskonferenz in München militaristische Töne so laut waren wie lange nicht mehr. Die nach eigenen Angaben wichtigste Zusammenkunft der Sicherheitsexperten aus aller Welt kannte nur die falsche Antwort: Aufrüstung, Steigerung der Rüstungsausgaben und Kriegsbereitschaft als wichtigste Mittel der Politik. München zeigte, dass diese Gegenbewegung vor allem in den USA, wo die Forderungen nach Waffenlieferungen zur Mehrheitsmeinung geworden sind, immer stärker wird. Die negativen Erfahrungen werden verdrängt, immerhin verstärkten in Syrien, Irak und Afghanistan die Waffenlieferungen das Sterben und die Massaker. Und auch die Zigtausend Toten in der Ukraine mahnen, schnell rauszukommen aus der Sackgasse imperialer Politik.

 

Eine echte Friedensdebatte braucht eine gesamteuropäische Perspektive

Seit einiger Zeit warnen die NaturFreunde Deutschlands vor einer Rückkehr des Militarismus. Eine politische Lösung ist notwendig, die eine gesamteuropäische Perspektive aufzeigen muss. Eine Welle der Aufrüstung würde dagegen die Konflikte in eine unkontrollierbare Spirale versetzen. Was wir brauchen, ist eine echte Friedensdebatte, eine politische Lösung, die sich an Menschenwürde, Entspannung und gleichberechtigter Zusammenarbeit orientiert.

Die Rückkehr des Militarismus, der soviel Unheil und Schrecken über Europa gebracht hat, muss gestoppt werden.

05.04.15 – 11.04.15: NaturFreunde Berlin: Kinderwagen on tour goes Pfälzer Wald

NaturFreunde Berlin:

Kinderwagen on tour goes Pfälzer Wald

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Vom Sonntag, 05.04.2015 bis Samstag, 11.04.2015 fahren wir mit den NaturFreunden Berlin in den Pfälzer Wald, um zu wandern, zu genießen und die Freizeit angenehm zu verbringen.

Die Wanderungen werden für Familien mit Kindern und Kinderwagen geplant.

Mögliches Programm (natürlich handeln wir flexibel nach Wetterbedingungen)

Sonntag, 05.04.2015

Individuelle Anreise nach Elmstein

Infos zum NaturFreundehaus: http://www.naturfreundehaus-elmstein.de/

Im Haus gibt es 2-Bett, 3-Bett und 4-Bettzimmer. Wir werden die Zimmer so wählen, dass die Erwachsenen mit ihren Kindern in einem Zimmer sind.

 

06.04.2015

Einwandern mit kleiner Tour

07.04.2015

Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen … Wanderung auf die Gipfel des Pfälzer Waldes

08.04.2015

Ausruhen oder Fahrt zum Freizeitbad

09.04.2015

Auf nach Neustadt  – die Großstadt ruft!

10.04.2015

Kinder und Wein – muss das sein? – Fahrt zu einem Weingut mit Führung für die Kinder

Samstag, 11.04.2015

Ich hab noch einen Koffer in Berlin: Rückfahrt nach Berlin ….

Kosten:

Einzelpersonen / Familien
Halbpension
Preis Halbpension Preis

Halbpension

NaturFreunde

6 x HP  6 x HP

NaturFreunde

Erwachsene           33,50 €           30,15 €        201,00 €        180,90 €
Jugendliche 11-17 Jahre           30,50 €           27,45 €        183,00 €        164,70 €
Kinder

3- 11 Jahre

          24,50 €           22,05 €        147,00 €        132,30 €

Kinder bis 3 Jahre sind frei

Kosten für die Fahrt:

Anreise individuell (Auto oder Zug): – zahlt jede/r selbst

Für die Besuche in Neustadt und im Weingut fallen noch die Beförderungskosten an.

Weitere Infos bei:

Uwe Hiksch, 0176-62015902 – hiksch@naturfreunde.de

Birgit Bock-Luna, Tel.: 0176-22951875

Kim Weidenberg, Tel.: 0163-6873734

Lg,

Birgit, Kim und Uwe

Filmpremiere: „Wer rettet wen?“ bei den NaturFreunden Berlin

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Am 11.02.2015 findet ein europaweiter Aktionstag und zur Filmpremiere von „Wer rettet wen?“ statt. Die NaturFreunde Berlin sind dabei. Um 19.00 Uhr wird der Film in unseren Räume in der Paretzer Straße 7, 10713 Berlin, (S-und U-Bahnhof Heidelberger Platz, vorgeführt.
Hier einige Stimmen zum Film „Wer Rettet Wen?“:

NDR Kulturjournal: „Ein beeindruckender Film, der eine andere Sicht auf Krisenländer wie Griechenland bietet. Und er ruft jeden Bürger auf, Verantwortung zu übernehmen – nur so können die Finanzmärkte kontrolliert werden.“

Filmdienst: „ Der Befund des Films ist eindeutig und eindrucksvoll: Soziale Rechte werden durch das Recht auf Schulden ersetzt.“

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Worum geht es, u.a.?
„Wir sollen griechische Wahlgeschenke zahlen“, tönt es unisono durch den Medienwald. Wir und sogar die armen Esten hätten Griechenland viele hundert Milliarden Euro schwere Kredite gegeben. Und nun wollten die Griechen ihre Schulden bei uns nicht mehr begleichen.

Selten wurde eine so massive Empörung von einer so massiven Verdrehung der Tatsachen getragen.

Die seit 2011 summierten Kredite der Eurostaaten von ca. 250 Mrd. Euro für Griechenland haben das Land bis auf minimale Ausnahmen nie erreicht. Sie sind fast vollständig direkt an deutsche, französische, englische Banken und an US-Pensionsfonds und Hedgefonds gegangen.

Mit diesen Krediten wurde nicht Griechenland, sondern ausschließlich die Banken gerettet!

Wie es dazu kam und welche Konsequenzen das für unsere Gesellschaften in Europa hatte, verdeutlicht der Film „Wer Rettet Wen?“: Griechenland hat mit unseren Krediten die Banken gerettet und seither mehr Schulden als zuvor.

Und das hat Griechenland keineswegs freiwillig getan.

Als der griechische Ministerpräsident Georgios Papandreou im November 2011 ein nationales Referendum dazu abhalten wollte, wurde er von Merkel und Sarkozy kurzerhand abgesetzt. Man ersetzte ihn ohne jede Wahlen Lukas Papademos. Denselben Mann, der 2000 als griechischer Zentralbankchef zusammen mit der Investmentbank Goldman Sachs so viele Staatsschulden durch sog. Swaps verschwinden ließ, dass Griechenland den Euro bekam.

Die Retter sind die Täter – Die Wahrheit darf nicht aufscheinen

Die Mehrheit der Medien unterschlägt diese Fakten und schürt den Hass gegen die Menschen eines Landes, während die eigentlichen Nutznießer der Kredite unerkannt bleiben. Der Film „Wer Rettet Wen?“ versucht, wie im Fall Griechenlands, die Hintergründe der bis heute anhaltenden Bankenrettung aufzudecken.

Großer Erfolg: Premiere mit ca. 200 Aufführungen am 11. Februar zeitgleich in zehn europäischen Ländern! Und wir, die NaturFreunde sind dabei!

Das ist ein Paukenschlag gegen Verdummung und Völkerhass. Hauptsächlich finanziert von denen, die den Film brauchen, wird „Wer rettet Wen?“ die Aufklärung über die als Rettungspolitik verbrämte Umverteilung von unten nach oben überall ins Land tragen. Auch in der Nähe Ihres Wohnortes wird der Film in einem Kino oder in anderen Aufführungsstätten gezeigt.

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