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Beiträge mit Schlagwort ‘Textil’

ECCHR: KiK muss seiner Verantwortung gerecht werden

EINLADUNG zur Podiumsdiskussion

 

ecchr

KiK muss seiner Verantwortung gerecht werden: Betroffene vom Fabrikbrand in Pakistan berichten über ihren Kampf für Gerechtigkeit

 

Montag, 20. Juni 2016, 18:00 Uhr

Malkasten Düsseldorf, Jacobistraße 6a, 40211 Düsseldorf

Berlin/Düsseldorf – 260 Tote und 32 Verletzte: Das war die Bilanz des Brandes in der Fabrik von Ali Enterprises am 11. September 2012 in Karachi (Pakistan). Hauptkunde der Fabrik war der deutsche Textilhändler KiK. Die Arbeiter_innen erstickten oder verbrannten, weil sie das Gebäude nicht verlassen konnten. Die Überlebenden und Hinterbliebenen warten seit fast vier Jahren auf eine Entschädigung von KiK. Inzwischen haben sie das Unternehmen in Deutschland verklagt.

Über ihren Kampf – das rechtliche Verfahren in Pakistan, die Klage gegen KiK in Deutschland und ihr politisches Engagement – berichten die Betroffenen bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und medico international.

Weder der Fabrikbrand, noch die Toten und Verletzten und auch nicht die ausbleibende Wiedergutmachung sind ein Einzelfall. Immer wieder zahlen Arbeiter_innen in Südasien mit ihrem Leben dafür, dass westliche Textilfirmen dort günstig produzieren. In Bangladesch haben die internationalen einkaufenden Unternehmen die Überlebenden und Hinterbliebenen, die vom Einsturz des Fabrikkomplexes Rana Plaza und dem Brand in der Tazreen-Kleiderfabrik betroffen waren, entschädigt – nach langwierigen Auseinandersetzungen und nicht zuletzt, weil sich Aktivist_innen weltweit dafür eingesetzt haben.

Auch in Pakistan ergeben sich die Arbeiter_innen und Familien nicht ihrem Schicksal, nachdem der Fabrikbrand ihnen ihre Lebensgrundlage genommen hat. Mit Hilfe der National Trade Union Federation (NTUF) haben sie eine Selbstorganisation gegründet und kämpfen für ihre Rechte und für Gerechtigkeit – sowohl in Pakistan als auch in Deutschland. Hier haben sie mit Unterstützung des ECCHR im März 2015 am Landgericht Dortmund Klage gegen KiK eingereicht. Die Klage auf Schadensersatz gegen KiK wird möglich gemacht durch die Unterstützung von medico international. Die Deutschland-Reise der Kläger_innen wird durch die Friedrich- Ebert-Stiftung unterstützt.

INKOTA: Modeindustrie muss Menschenrecht auf existenzsichernden Lohn gewährleisten

inkota

[Berlin, 9. Dezember 2015] – Zum Tag der Menschenrechte fordert INKOTA gemeinsam mit Gewerkschaften aus Kambodscha die Erhöhung des Mindestlohns für Näherinnen und Näher in der dortigen Textilindustrie. Auf der Plenarkonferenz zur Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung in Berlin betonte Sophorn Yang, Vorsitzende der kambodschanischen NäherInnengewerkschaft CATU, die Dringlichkeit, dass ein solcher Aktionsplan zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden beitragen muss.

„Jeder Nationale Aktionsplan für die Menschenrechte muss sich daran messen lassen, welche konkreten Veränderungen in den Ländern des globalen Südens geschaffen werden,“ sagt Berndt Hinzmann von INKOTA. „Die kambodschanische Textilindustrie ist seit Jahren ein Brennpunkt, wenn es um die Einhaltung der Menschenrechte bei der Arbeit geht. Hier ist die Bundesregierung ganz konkret gefordert.“

In den letzten Monaten waren erneut in verschiedenen Textilfabriken ArbeiterInnen ohnmächtig zusammengebrochen. „Niedrige Löhne und unhaltbare Arbeitsbedingungen sind die Ursache“, so Sophorn Yang. „Die Arbeiterinnen und Arbeiter leiden an Mangelernährung.“ Die Aktivitäten der Gewerkschaften und Massenproteste für faire Bezahlung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen schlugen bisher fehl: Demonstrationen wurden von Polizei und Militär gewaltsam niedergeschlagen, dabei wurden fünf Personen getötet, mehrere Menschen verletzt und 23 inhaftiert. Im aktuellen Kampf um bessere Löhne stimmte die staatliche Institution des Labour Advisory Council (LAC), trotz des Einspruchs einiger Gewerkschaften, für einen neuen Mindestlohn von 140 US-Dollar. „Diese unzureichende Lohnerhöhung von lediglich 12 US-Dollar, die ab Januar 2016 gelten soll, ist ein Schlag ins Gesicht für die 700.000 Arbeiterinnen und Arbeiter in der Bekleidungsindustrie. Diese kämpfen seit über einem Jahr für einen Mindestlohn von 177 US-Dollar – und das ist noch lange kein Lohn zum Leben“, erklärt Sophorn Yang. Ein Zusammenschluss von unabhängigen Gewerkschaften fordert deshalb Modeunternehmen wie H&M und Adidas auf, ein verbindliches Abkommen zur Umsetzung eines Existenzlohns direkt mit den Gewerkschaften auszuhandeln. Außerdem müssen diese die Einkaufspraxis so verändern, dass die Menschenrechte bei der Arbeit eingehalten werden.

„Die Zustände in der Textilindustrie in Kambodscha sind untragbar“, erklärt Kerstin Haarmann von cum ratione. „Neben den politischen Prozessen brauchen wir eine kritische Öffentlichkeit und anhaltendes Engagement, damit Unternehmen entlang der globalen Lieferkette der Pflicht zur Sorgfalt und zum Schutz der Menschenrechte nachkommen.“ Deshalb hat INKOTA zusammen mit cum ratione gGmbH erstmals den Preis „SPITZE NADEL – Gegen die Masche der Modeindustrie“ ausgelobt. Damit wird das Engagement von Gruppen gewürdigt, die sich für Menschenrechte im Textilsektor sowie der Schuh- und Lederproduktion einsetzen.

Frau Sophorn Yang und Herr Berndt Hinzmann stehen in Berlin für Interviews zur Verfügung.

Weitere Informationen:
Preisausschreiben und Bewerbungsformular SPITZE NADEL

Webseite „Globaler Start der Kampagne für einen Existenzlohn in Kambodscha“

Pressemitteilung als PDF

Modeindustrie muss Menschenrecht auf existenzsichernden Lohn gewährleisten

inkota

[Berlin, 9. Dezember 2015] – Zum Tag der Menschenrechte fordert INKOTA gemeinsam mit Gewerkschaften aus Kambodscha die Erhöhung des Mindestlohns für Näherinnen und Näher in der dortigen Textilindustrie. Auf der Plenarkonferenz zur Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung in Berlin betonte Sophorn Yang, Vorsitzende der kambodschanischen NäherInnengewerkschaft CATU, die Dringlichkeit, dass ein solcher Aktionsplan zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden beitragen muss.

„Jeder Nationale Aktionsplan für die Menschenrechte muss sich daran messen lassen, welche konkreten Veränderungen in den Ländern des globalen Südens geschaffen werden,“ sagt Berndt Hinzmann von INKOTA. „Die kambodschanische Textilindustrie ist seit Jahren ein Brennpunkt, wenn es um die Einhaltung der Menschenrechte bei der Arbeit geht. Hier ist die Bundesregierung ganz konkret gefordert.“

In den letzten Monaten waren erneut in verschiedenen Textilfabriken ArbeiterInnen ohnmächtig zusammengebrochen. „Niedrige Löhne und unhaltbare Arbeitsbedingungen sind die Ursache“, so Sophorn Yang. „Die Arbeiterinnen und Arbeiter leiden an Mangelernährung.“ Die Aktivitäten der Gewerkschaften und Massenproteste für faire Bezahlung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen schlugen bisher fehl: Demonstrationen wurden von Polizei und Militär gewaltsam niedergeschlagen, dabei wurden fünf Personen getötet, mehrere Menschen verletzt und 23 inhaftiert. Im aktuellen Kampf um bessere Löhne stimmte die staatliche Institution des Labour Advisory Council (LAC), trotz des Einspruchs einiger Gewerkschaften, für einen neuen Mindestlohn von 140 US-Dollar. „Diese unzureichende Lohnerhöhung von lediglich 12 US-Dollar, die ab Januar 2016 gelten soll, ist ein Schlag ins Gesicht für die 700.000 Arbeiterinnen und Arbeiter in der Bekleidungsindustrie. Diese kämpfen seit über einem Jahr für einen Mindestlohn von 177 US-Dollar – und das ist noch lange kein Lohn zum Leben“, erklärt Sophorn Yang. Ein Zusammenschluss von unabhängigen Gewerkschaften fordert deshalb Modeunternehmen wie H&M und Adidas auf, ein verbindliches Abkommen zur Umsetzung eines Existenzlohns direkt mit den Gewerkschaften auszuhandeln. Außerdem müssen diese die Einkaufspraxis so verändern, dass die Menschenrechte bei der Arbeit eingehalten werden.

„Die Zustände in der Textilindustrie in Kambodscha sind untragbar“, erklärt Kerstin Haarmann von cum ratione. „Neben den politischen Prozessen brauchen wir eine kritische Öffentlichkeit und anhaltendes Engagement, damit Unternehmen entlang der globalen Lieferkette der Pflicht zur Sorgfalt und zum Schutz der Menschenrechte nachkommen.“ Deshalb hat INKOTA zusammen mit cum ratione gGmbH erstmals den Preis „SPITZE NADEL – Gegen die Masche der Modeindustrie“ ausgelobt. Damit wird das Engagement von Gruppen gewürdigt, die sich für Menschenrechte im Textilsektor sowie der Schuh- und Lederproduktion einsetzen.

Frau Sophorn Yang und Herr Berndt Hinzmann stehen in Berlin für Interviews zur Verfügung.

Weitere Informationen:
Preisausschreiben und Bewerbungsformular SPITZE NADEL

Webseite „Globaler Start der Kampagne für einen Existenzlohn in Kambodscha“

Pressemitteilung als PDF

INKOTA zu Textilbündnis: Beitritt der Unternehmensverbände stimmt optimistisch

inkota

[Berlin, 22. April 2015] – Kurz vor dem zweiten Jahrestag des Fabrikzusammensturzes von Rana Plaza in Bangladesch beabsichtigen die Verbände der deutschen Textilbranche offiziell dem Textilbündnis beizutreten und empfehlen dies auch ihren Mitgliedern. Das INKOTA-netzwerk und die Kampagne für Saubere Kleidung begrüßen dies als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Einhaltung von Sozial- und Ökostandards und der Menschenrechte bei der Arbeit entlang der globalen Lieferkette für Textilien. Dennoch geben sie zu bedenken, dass diesem symbolischen Akt nun konkrete Schritte folgen müssen. Die angekündigte Protestaktion unter dem Motto „PayUp! – Für die Entschädigung der Opfer von Rana Plaza“ wird deshalb wie geplant am 23. April 2015 vor dem Forum Steglitz in Berlin stattfinden.

„Die rasche und angemessene Entschädigung der Opfer von Rana Plaza wäre ein sehr konkretes Beispiel, mit dem die Unternehmen glaubhaft machen könnten, dass hinter ihrem begrüßenswerten Beitritt zum Textilbündnis auch ein ernst gemeinter Wille steht“, sagt Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk.

Noch immer fehlen sechs Millionen US-Dollar in dem von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verwalteten Entschädigungsfonds. Zwar hat Benetton auf öffentlichen Druck hin nach zwei Jahren endlich 1,1 Millionen US-Dollar in den Fonds eingezahlt. Die benötigte Gesamtsumme von 30 Millionen US-Dollar ist aber auch damit noch nicht vollständig erreicht. Außerdem bleibt Benetton mit dem Betrag weit hinter dem zurück, was die ILO als Entschädigungssumme für das Unternehmen berechnet hat. „Wir fordern, dass Benetton die von der ILO berechneten Summe von fünf Millionen Euro in den Fonds einzahlt, statt die Opfer mit Almosen abzuspeisen“, sagt Berndt Hinzmann.

Um den öffentlichen Druck auf Benetton und die deutschen Unternehmen Adler Modemärkte, NKD und Kanz/Kids Fashion Group weiter zu erhöhen, protestieren Aktivist/innen des INKOTA-netzwerk und der Kampagne für Saubere Kleidung am 23. April vor dem Einkaufscenter Forum Steglitz in Berlin. Mit der Aktion fordern sie alle Unternehmen auf, endlich angemessene Entschädigungszahlungen in den Fonds für die Opfer von Rana Plaza zu leisten und ihre Zahlungen öffentlich zu machen.

Fotos von der Aktion www.inkota.de/aktion-rana-plaza-2015 (Online ab 23.04.2015, 20:00 Uhr)

Weitere Informationen
Liste der Unternehmen, die in den Entschädigungsfonds eingezahlt haben: www.ranaplaza-arrangement.org/fund/donors

Webseite des Bündnis für nachhatltige Textilien: www.textilbuendnis.com

Der Preis der Katastrophen in den Textilfabriken Südasiens: Betroffene von Fabrikbrand in Pakistan verklagen KiK

medicoecchr

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 13. März 2015 – Gerechtigkeit statt Almosen. Haftung statt Freiwilligkeit: Das fordern die Überlebenden und Hinterbliebenen der Brandkatastrophe in der Textilfabrik Ali Enterprises in Karachi (Pakistan). Am 11. September 2012 starben dort 260 Menschen, 32 wurden verletzt. Hauptkunde der Fabrik war nach eigenen Angaben der deutsche Textildiscounter KiK. Vier Betroffene des Brandes haben nun beim Landgericht Dortmund Klage auf Schadensersatz gegen KiK eingereicht. Muhammad Hanif, Muhammad Jabbir, Abdul Aziz Khan Yousuf Zai und Saeeda Khatoon gehören zur Selborganisation der Betroffenen, der Baldia Factory Fire Association, und fordern je 30.000 Euro Schmerzensgeld. Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und medico international unterstützen die Klage, die Rechtsanwalt Dr. Remo Klinger aus Berlin eingereicht hat.

„Wie in vielen Ländern Südasiens haben die Arbeiterinnen und Arbeiter in Karachi mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben für die Kleidung von KiK gezahlt“, sagt ECCHR-Generalsekretär Wolfgang Kaleck. Hanif, überlebte den Brand schwerverletzt. Jabbir, Zai und Khatoon verloren jeweils einen Sohn. „Sie wollen endlich Gerechtigkeit.“ Das Verfahren gegen KiK soll klar machen: Transnationale Unternehmen seien auch für die Arbeitsbedingungen in ihren Tochter- und Zulieferbetrieben im Ausland verantwortlich. „KiK hat versucht, die Überlebenden mit Almosen zum Schweigen zu bringen. Dagegen wehren sich die Betroffenen und setzten mit ihrer Klage ein Signal gegen die Politik der Straflosigkeit“, sagt Thomas Seibert, Südasienkoordinator von medico international.

Nach dem Brand zahlte KiK eine Soforthilfe. Doch eine Entschädigung, um den Ausfall des Einkommens des Haupternährers vieler Familien zu kompensieren, verweigerte das Unternehmen. Nach zwei Jahren Verhandlungen lag im Dezember 2014 ein unzureichendes Entschädigungsangebot vor. „Kik gab zu verstehen: Es wird kein Schmerzensgeld geben“, sagt Rechtsanwalt Klinger. Auf konkrete Zahlen für eine langfristige Entschädigung hat KiK sich nicht festlegen wollen. Die Baldia Factory Fire Affectees Association lehnte das Angebot von KiK ab und bestimmte die vier Kläger.

Mehr zu dem Fall unter: http://www.medico.de/themen/aktion/textil/

http://www.ecchr.de/arbeitsbedingungen-in-suedasien.html

INKOTA: Textilunternehmen verweigern Verantwortungsübernahme weiter

Rana Plaza: Textilunternehmen verweigern Verantwortungsübernahme weiter

kampagne_sauberekleidung[Berlin, 23. Oktober 2014] – Seit eineinhalb Jahren warten die Opfer und Hinterbliebenen des Fabrikzusammensturzes von Rana Plaza (24.4.13) auf angemessene Entschädigungen. Zwar sind erste Entschädigungsgelder bereits geflossen. Die Summe ist jedoch so gering, dass eine angemessene Entschädigung der Betroffenen nicht möglich ist. Die mangelnde Verantwortungsübernahme der Textilunternehmen im Fall Rana Plaza und die Weigerung der Branchenverbände sowie zahlreicher Bekleidungsunternehmen dem Textilbündnis der Bundesregierung beizutreten, veranlassen das INKOTA-netzwerk und die Kampagne für Saubere Kleidung zu scharfer Kritik.

„Textil- und Bekleidungsunternehmen in Deutschland und Europa stehen in der Pflicht, die Opfer von Rana Plaza angemessen zu entschädigen. Dieser Verantwortung versuchen sich die Unternehmen zu entziehen“, erklärt Berndt Hinzmann von INKOTA. „Das Textilbündnis der Bundesregierung tritt unter anderem dafür ein, dass solche Katastrophen verhindert werden. Doch auch in diesem Fall weigern sich die Verbände der Branche und führende Unternehmen konkret Verantwortung zu übernehmen. Mit Ausreden wird versucht, die Initiative kaputt zu reden. Das ist aus unserer Sicht untragbar“, so Hinzmann weiter.

Von den deutschen Unternehmen stehen insbesondere Adler Modemärkte, Kanz/Kids Fashion Group und NKD in der Pflicht, in den Entschädigungsfonds für die Opfer von Rana Plaza einzuzahlen, den die internationale Arbeitsorganisation (ILO) kontrolliert. Kik hat auf Grund des hohen öffentlichen Drucks zwar eine Million US-Dollar in den Fonds eingezahlt, was aber immer noch viel zu wenig ist.

Seit neuestem steht auch die Hamburger Firma Schmidt Group auf der Liste jener Unternehmen, die in den Fonds einzuzahlen haben. Die Schmidt Group platzierte für die italienische Sportmarke Robe di Kappa einen Auftrag im Rana Plaza Gebäude. Bisher reagierte die Schmidt Group jedoch nicht auf die Zahlungsaufforderung der Kampagne für Saubere Kleidung.

Von den in Deutschland präsenten internationalen Modemarken weigert sich außerdem Benetton weiterhin beharrlich, jeden Beitrag in den Entschädigungsfonds einzuzahlen. Auch C&A und Mango haben in Rana Plaza produzieren lassen und tragen eine Mitverantwortung für die Katastrophe.

Die ILO will bis Ende Dezember die Auszahlungen sicherstellen. „Es ist an der Zeit, dass die Opfer der verheerendsten Katastrophe in der Bekleidungsindustrie endlich angemessen entschädigt werden und nicht ihrem Schicksal überlassen bleiben“, sagt Berndt Hinzmann. „Wenn die Unternehmen nicht endlich zeigen, dass sie ein ernsthaftes Interesse daran haben, an der Lösung der bestehenden Probleme in der globalen Textilproduktion mitzuwirken, wird das Ansehen in der Öffentlichkeit weiter sinken.“

Liste aller Unternehmen, die in den Fonds eingezahlt haben:

Donors who have publicly declared their donation to the Rana Plaza Trust Fund

The following individuals, organisations and companies have made a contribution to the Rana Plaza Trust Fund and have given their consent to be listed publicly as donors.

  • Astraea Lesbian Foundation for Justice
  • Auchan (US $ 1,500,000)
  • Bonmarché
  • BRAC USA (US $ 2,205,000), including donations from:
    Asda
    Gap Foundation
    The Children’s Place
    VF Foundation
    Walmart
    Walmart Foundation
  • C&A Foundation (US $ 690,000)
  • Camaïeu
  • Debenhams
  • El Corte Inglés
  • Everlane
  • G. Güldenpfennig GmbH (US $ 500,000)
  • H&M Conscious Foundation
  • Inditex
  • Kik (US $ 1,000,000)
  • Loblaw (US $ 3,370,620)
  • LPP S.A.
  • Mango
  • Mascot
  • Matalan
  • N Brown Group
  • Premier Clothing
  • Primark (US $ 1,000,000)
  • Trade Union Congress/TUC (€ 20,000)
  • University College Student Association of University College Utrecht (€ 1,277.32)
  • Zebra Fashion

Total amounts received for the victims and their families

As of 16th September 2014, the amounts received by the Rana Plaza Donors Trust Fund have totalled US$ 12,172,815.01. The fixed pledges are now at approximately US $ 200,000 with a number of further pledges still under consideration. The total amount for about 600 beneficiaries from the New Wave Bottoms Factory to be paid by Primark is expected to be recognized under the Coordinated scheme at around US $ 7,000,000. This amount is in addition to the US$ 12,372,815 above, available for all other claimants.

This brings the current total now available for awards to just under US $ 19.4 million

The amount currently estimated for all beneficiaries is US $ 40 million.

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