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Beiträge mit Schlagwort ‘Menschenrechte’

Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Rundbrief Mai 2016

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

 

hier kommen aktuelle Meldungen aus der länderübergreifenden Solidaritätsbewegung mit Mumia Abu-Jamal. Seine anhaltend angegriffene Gesundheitslage war rund um seinen Geburtstag, den 24. April, Anlass für Demonstrationen, Kundgebungen und Veranstaltungen in verschiedenen Ländern, auf denen eine gesundheitliche Versorgung für alle an Hepatitis-C erkrankten Gefangenen im Bundesstaat Pennsylvania (USA) geforfert wurde. Dort fand auch das „Weekend Of Resistance“ mit Protesten vor dem Gouverneursbüro, einer Demo durch Philadelphia und einem Konzert statt. In Mexico City und Berlin gab es Proteste vor den jeweiligen US Botschaften und Saint Denis (Frankreich) gab es eine Solidaritätsdemonstration anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Straßenbenennung mit seinem Namen. In den „Meldungen aus der Bewegung“

weiter unten sind Berichte mit Fotos, Videos und Audios verlinkt.

 

Mumia selbst veröffentlichte im April u.a. einen Beitrag zu der Gesundheitsversorgung gegen Hepatitis-C in den USA und beschrieb die horrende Profitorientierung des prodzierenden Konzerns Gilead, der es nicht nur Gefangenen verunmöglicht, eine Behandlung zu bekommen und sie einer qualvollen Todesgefahr aussetzt. Im Original ist der Beitrag auf Prison Radio zu hören, wo Mumia auch den von ihm zitierten Paul Robeson

nachsingt:

 

„Is There A Balm in Gilead?“

www.prisonradio.org/media/audio/mumia/there-balm-gilead-154-mumia-abu-jamal

 

Am 2. Mai erschien die deutsche Übersetzung in der Tageszeitung Junge

Welt: „Balsam nur für Reiche“ https://www.jungewelt.de/2016/05-02/026.php

 

Eine Gerichtsentscheidung über Mumias Klage auf die Frage, ob der Bundesstaat Pennsylvania verpflichtet ist, an Hepatitis-C erkrankte Gefangene medizinisch zu versorgen, ist überfällig und wird in naher Zukunft erwartet. Sollte Mumia gewinnen, gilt es als wahrscheinlich, dass die beklagte Gefängnisbehörde in Berufung geht, um die Behandlung der ca. 10.000 erkrankten Gefangenen noch weiter hinaus zu zögern.

Deshalb appellieren wir an alle Leser*innen, den öffentlichen Druck auf Gouverneur Tom Wolf noch weiter aufrecht zu erhalten und die Postkartenkampagne von Angela Davis für eine Weile länger aufzugreifen.

Wir wissen, dass viele Leser*innen bereits eine Karte geschrieben und in ihrem persönlichen Umfeld dafür geworben haben. Lasst uns in Anbetracht der offensichtlichen Verzögerungshaltung nun eben weitere Karten schreiben und der Regierung des Bundesstaates deutlich machen, dass sie nicht aus dem öffentlichen Fokus abtauchen können.

 

Alle Infos und Postkartenbestellungen können über diese Webseite gemacht

werden: http://bring-mumia-home.de/

 

Für alle, die diesen Rundbrief auf Papier lesen, hier die Adresse von Gouverneur Tom Wolf:

Governor Tom Wolf

508 Main Capitol Building

Harrisburg, PA, 17120

USA

 

Es gibt auch einige wenige Poster mit der deutschen Überstzung der Graphic Novel von Seth Topocman zu diesem Thema http://mumia-hoerbuch.de/image/tobocman/Poster-Tobocman-2015-Druck.pdf

Wer dieses Poster haben möchte, schreibt eine E-Mail an info@mumia-hoerbuch.de

 

Im Kampf um die Abschaffung der Todesstrafe zeichnet sich in immer mehr US Bundesstaaten eine Verlagerung auf andere (alte) Formen des staatlichen Mordens ab (siehe dazu auch unsere März- und Aprilrundbriefe).  Seit kurzem steht der von den USA in die EU übergesiedelte Pharmakonzern Mylan im Verdacht, sich entgegen europäischer Handelsbestimmungen in den USA noch immer als Lieferant von Pharmaka an der Todesstrafe zu beteiligen (Hintergrund Links dazu weiter unten in Abschaffung der Todesstrafe – überall!).

 

Zum weiteren Inhalt:

 

1.***   Termine

2.***    Meldungen aus der Bewegung

3.***   Presse

4.***   Abschaffung der Todesstrafe – überall!

5.***   Solidarität mit Gefangenen

 

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1.***   Termine

 

Mo. 09. Mai2016 – Berlin -Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon – 18:00 Uhr Diskussion / Vortrag mit Keeanga-Yamahtta Taylor: Wie #BlackLivesMatter neuen Schwung in den Kampf um Befreiung bringt Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, Franz-Mehring-Platz 1, 1. Obergeschoss.

– 10243 Berlin

nahe S-bhf-Ostbahnhof

 

Di. 17. Mai 2016 – Berlin – M29 – 21 Uhr

Infoabend: Masseninhaftierung, Langzeitgefangene und und Gefangenenkämpfe in den USA FREE MUMIA – Free Them ALL!

Masseninhaftierung und Gefängnisindustrieller Komplex in den USA +++ Update zu Mumia Abu-Jamal und seiner unbehandelten, lebensbedrohenden Hepatitis-C Erkrankung +++ unterlassene medizinische Hilfeleistung für Gefangene im US Bundesstaat Pennslyvania +++ private Profitgefängnisse, „Gesundheitsservicedienstleister“ sowie die Gefängniskrise in den USA

+++  Widerstand der Gefangenen, Gefängnisstreik am 9. September 2016 und

praktische Solidarität von draußen

(Vortrag inkl. Videos, Audios & Präsentation – ca. 50 Minuten)

M29 – Malmöerstr.29 – 10439 Berlin-Pankow (S Bornholmer, S/U Schönhauser

Allee)

 

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2.***    Meldungen aus der Bewegung

 

Desde México, solidaridad con Mumia Abu-Jamal en su cumpleaños 62 (28 de abril de 2016) https://amigosdemumiamx.wordpress.com/2016/04/28/desde-mexico-solidaridad-con-mumia-abu-jamal-en-su-cumpleanos-62/

 

Weekend Of Resistance – Aktionstage für Mumia Abu-Jamal in Pennsylvania (27. April 2016) https://linksunten.indymedia.org/de/node/177075

 

(Podcast – Radio Aktiv Berlin) Sondersendung über „FREE MUMIA – Free Them ALL!“ (Ausgabe vom 26. April 2016) https://cba.fro.at/314295

 

(Berlin) 99x sichtbare Solidarität: FREE MUMIA – Free Them ALL! (25.

April 2016) http://www.mumia-hoerbuch.de/mumiadeutsch.htm#kundgebung99x

Ausführlicher Bericht von der Berliner Kundgebung an Mumias 62.

Geburtstag zeitgleich zum Obama-Staatsbesuch – mit Fotos, Audios und allen Redebeiträgen

 

Mumia Abu-Jamal’s doctor interviewed on „KPFA’s Flashpoints“ (7:27) Dr.

Corey Weinstein (April 15, 2016)

http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/mumia-abu-jamals-doctor-interviewed-kpfas-flashpoints-727-dr-corey-weinstein

 

Hashtag #FreeThemALL (15.04.2016)

http://www.freiheit-fuer-mumia.de/index.htm#prisonstrikesep1402

 

How a History Teacher and Mumia Abu-Jamal Inspired a Political Coming of Age (April 7, 2016) http://www.truth-out.org/opinion/item/35549-how-a-history-teacher-and-mumia-abu-jamal-inspired-a-political-coming-of-age

 

(Video) NY Mumia Abu Jamal Coalition rally for Hepatitis – C cure for Mumia Abu Jamal & 10,000 other prisoners https://www.youtube.com/watch?v=bE0JbLBX3MA

 

(Video) NYC Mumia Abu Jamal rally Hep C cure April 12 NYC https://www.youtube.com/watch?v=pNwMk7ThtYw

 

(Radio Flora) Zur lebensbedrohlichen Lage von Mumia Abu Jamal

(6.04.2016)

http://www.radioflora.de/contao/index.php/Beitrag/items/zur-lebensbedrohlichen-lage-von-mumia-abu-jamal.html

 

P Wise: Free ‚Em All – Bring Mumia Home!

https://soundcloud.com/p-wise/free-em-all-bring-mumia-home

 

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3.***   Presse

 

(Workers World) Protests demand hep C cure for Mumia and Pa. prisoners (April 27, 2016) http://www.workers.org/articles/2016/04/27/protests-demand-hep-c-cure-for-mumia-and-pa-prisoners/

 

(jW) »Die Gefängnisindustrie macht Milliardengewinne«USA: 2,3 Millionen Inhaftierte müssen Zwangsarbeit oftmals in privatisierten Justizvollzugsanstalten leisten. Gespräch mit Annette Schiffmann (23.

April 2016) http://www.jungewelt.de/2016/04-23/040.php

 

(Octavia’s Brood) Mumia Abu-Jamal on Star Wars (December 17, 2015) https://www.youtube.com/watch?v=G8ruKTDU0Rw

 

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4.***   Abschaffung der Todesstrafe – überall!

 

Will US secrecy laws boost the death penalty? (April 22, 2016) http://deathpenaltynews.blogspot.de/2016/04/will-us-secrecy-laws-boost-death-penalty.html#ixzz46fhCdHEa

 

What It’s Like to Almost Get Executed

San Quentin inmate Kevin Cooper on watching the minutes tick away on his life.

https://www.themarshallproject.org/2016/03/31/what-it-s-like-to-almost-get-executed#.rfDoEZ8bM

 

Petition: FREE Kevin Cooper! – An innocent man on death row in California http://www.savekevincooper.org/pages/petition.php

 

Dutch pharma firm reprimanded for drug used in U.S. executions (April 13, 2016) http://deathpenaltynews.blogspot.com/2016/04/dutch-pharma-firm-reprimanded-for-drug.html#ixzz45ozjwTjg

 

Almost 40 years since the Supreme Court relegitimized the death penalty;

30 since they said it’s OK that it’s racist (2016) http://themoderatevoice.com/almost-40-years-since-the-supreme-court-relegitimized-the-death-penalty-30-since-they-said-its-ok-that-its-racist-guest-voice/

 

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5.***   Solidarität mit Gefangenen

 

Louisiana prisoner freed after 41 years of controversial sentence (April 30, 2016) http://www.theguardian.com/us-news/2016/apr/30/louisiana-prisoner-freed-after-41-years-of-controversial-sentence

 

Prisoners in Multiple States Call for Strikes to Protest Forced Labor (April 4, 2016) https://theintercept.com/2016/04/04/prisoners-in-multiple-states-call-for-strikes-to-protest-forced-labor/

 

(Texas) Pepper Spray in Prisons – by Jason Walker http://www.prisonwriters.com/pepper-spray-in-prisons/

 

Finally Free – Jason Hammond (April 19, 2016) https://denverabc.wordpress.com/2016/04/19/finally-free/

 

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

 

Viele Grüße

 

FREE MUMIA Berlin

im HdD, Greifswalderstr. 4

10405 Berlin

www.mumia-hoerbuch.de

 

 

Free Mumia: 3 Tage Mumia-Solidarität in Pennsylvania – Fotostrecken aus den USA

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

hier einige Fotostrecken aus den USA vom vergangenen Wochenende:

Am 24. April fand in Mumias Geburtsstadt Philadelphia 34 Jahre nach seiner Inhaftierung ein Konzert statt, auf dem lautstark seine Freiheit gefordert wurde. Hier eine Fotostrecke davon:
https://www.flickr.com/photos/109799466@N06/albums/72157666981237730/with/26562560581/

Fotos von der Demo für Mumia in Philadelphia am letzten Samstag (23.
April 2016)
https://www.flickr.com/photos/109799466@N06/sets/72157665192572633

Fotos vom Freitag, den 22. April 2016: eine Solidaritätsdemo fordert medizinische Behandlung für Mumia und alle an Hepatitis-C erkrankten Gefangenen in Pennsylvania – Ort: Büro von Tom Wolf, dem Gouverneur von Pennsylvania in Harrisburg
https://www.flickr.com/photos/109799466@N06/albums/72157667459772375
Bericht aus Berlin:

99x sichtbare Solidarität: FREE MUMIA – Free Them ALL!
https://de.indymedia.org/node/9244
Solidarische Grüße

FREE MUMIA Berlin

Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Rundbrief April 2016

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

 

hier kommen aktuelle Meldungen über den kämpfenden Gefangenen und Journalisten Mumia Abu-Jamal, sowie die länderübergreifende Solidaritätsbewegung.

 

Im US Bundesstaat Pennsylvania (PA)spielt sich zur Zeit eine schwere Gesundheitsdkrise in den Gefängnissen ab. Ungefähr 10.000 Gefangene sind an Hepatitis-C erkrankt, was auch ein Licht auf die Haftbedingungen innerhalb der Masseninhaftierung wirft. US-weit schätzt das Justizministerium die Infizierungsrate unter Gefangenen sogar auf ungefähr 20% – also derzeit ca. 400.000 Gefangene. Bis auf wenige Ausnahmen verweigern die lokalen, bundesstaatlichen Gefängnisbehörden eine zu 90% erfolgreiche Behandlung mit Harvoni aus Kostengründen.

 

Doch die Gefangenen nehmen den langsamen Tod durch Nichtversorgung nicht widerstandlos hin. Allein in Pennsylvania haben ca. 1000 Gefangene Klage gegen die Behörde eingereicht, unter ihnen Mumia Abu-Jamal.

Überraschenderweise war seine Klage die allererste, die im Dezember 2015 von einem Gericht in Scranton, PA gehört wurde. Beobachter*innen waren von der Gründlichkeit der gerichtlichen Befragung überrascht und hatten den Eindruck, dass die Gefängnisbehörde keine haltbare Rechtfertigung für ihr Versagen und – in Mumias speziellem Fall – sogar für ihre Manipulationen während seiner ausbleibenden Behandlung vorbringen konnte. Die Entscheidung des Gerichts steht noch aus, wird aber innerhalb der kommenden Wochen erwartet.

 

Unterstützer*innen machen jedoch auch darauf aufmerksam, dass selbst bei einem positiven Ausgang für Mumia keine sofortige medizinische Hilfe zu erwarten wäre, da der Bundesstaat noch einen weiteren Berufungsweg hat und somit das Ergebnis noch über lange Zeit hinaus zögern kann – Zeit, die Mumia und andere an Hepatitis-C erkrankte Gefangene nicht haben.

 

Wie berichtet, ist der Gesundheitszustand von Mumia Abu-Jamal aufgrund seiner unbehandelten Hepatitis-C Erkrankungen nicht stabil. Als Solidaritätsbewegung können wir den zuständigen Behörden regelmässig in Erinnerung rufen, dass diese Folter durch Verweigerung medizinischer Hilfe öffentlich wahrgenommen wird. Die Behörden brauchen dabei auf keine Gerichtsentscheidung warten – sie könnten Mumia und alle anderen sofort behandeln.

 

Daher schlagen wir vor, weiterhin die zuständigen Behörden per Fax, E-Mail und Anruf zu kontaktieren – ab jetzt aber regelmäßig! Wenn sich jede*r ab und an dort meldet und nachfragt, wann denn nun Harvoni an Mumia und andere Hepatitis-C Patient*innen im Gefängnis verabreicht wird, wird das Thema bei Pennsylvanias Regierung und Gefängnisbehörde präsent bleiben.

 

Alle Details zur Behörden-Fax/Mail/Anruf-Patenschaft findet ihr hier:

 

(PA, USA) Mail/Fax/Fon – Patenschaft für Gefangene Pennsylvania muss endlich Verantwortung für seine an Hepatitis-C erkrankten Gefangenen übernehmen

https://linksunten.indymedia.org/de/node/174323

 

Zusätzlich möchten wir noch einmal auf die Kundgebung am Sonntag, den 24. April um 15 Uhr vor der US Botschaft in Berlin hinweisen:

Solidarität muss sichtbar werden – Free Mumia – Free Them All!

http://www.freiheit-fuer-mumia.de/#kundgebung240416

 

Der 24. April ist nicht nur Mumias 62. Geburtstag, sondern auch der Besuchstag von US Präsident Obama in Deutschland. Wer nicht nach Berlin zur Kundgebung vor die US Botschaft kommen kann, könnte sich andere Aktivitäten überlegen, um z.B. die Situation von Gefangenen in den USA und speziell die Mumias mit der zu erwartenden Berichterstattung um den Obama Besuch herum zu verknüpfen.

 

Mitte Februar veröffentlichte Prison Radio die Mitschrift im Verfahren von Mumia Abu-Jamal gegen Gefängnisbehörde. Darin werden erstaunliche Aussagen der Behörde dokumentiert. Die Gefängnisbehörde räumt in der Sache ein, Gefangene bewußt durch Verzögerung, Fälschungen und unterlassene Hilfe sterben zu lassen. Eine solche gerichtlich dokumentierte Einlassung ist in den USA unseres Wissens bisher beispiellos. Siehe dazu auch das Interview mit Mumia http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/abu-jamal-v-kerestes-re-transcripts-interview-534-mumia-noelle-hanrahan

sowie die deutsche Übersetzung eines Briefes von Noelle Hanrahan (Prison

Radio) http://www.freiheit-fuer-mumia.de/mk.htm#krank180316

 

Im Kampf gegen die Todesstrafe in den USA zeichnen sich in verschiedenen Bundesstaaten neue (eigentlich alte) Hinrichtungsmethoden wie die Gaskammer (South Carolina) oder Erschiessungskommandos (Mississippi) als Reaktion auf die erfolgreiche Name & Shame Kampagne gegen Pharmakonzerne ab, die ihre Produkte aufgrund öffentlichen Protestes nicht mehr für Hinrichtungen mit der Giftsprotze verwendet sehen möchten. So unvorstellbar es 2016 klingen mag, Menschen in einer Gaskammer zu ermorden, ist es doch eine aktuelle Facette des us-amerikanischen Strafdiskurses von oben. Mehr dazu im unteren Abschnitt „Weg mit der Todesstrafe – überall!“.

 

Zum weiteren Inhalt:

1.***   Termine

2.***   Meldungen aus der Bewegung

3.***   Presse

4.***   Solidarität mit Gefangenen

5.***    Weg mit der Todesstrafe – überall!

 

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1.***   Termine

 

So. 24. April 2016 – Berlin – US Botschaft / Brandenburger Tor – 15 Uhr

– Kundgebung

Solidarität muss sichtbar werden – Free Mumia – Free Them All!

Aufruf, Kopiervorlagen etc.

http://mumia-hoerbuch.de/demonstration.htm#kundgebung240416

US Botschaft, Pariser Platz 2, 10117 Berlin – U-Brandenburger Tor/Bus TXL

 

Fr. 22. April 2016 – Mexico City – Weekend of Resistance in support of Mumia Abu-Jamal Kundgebung vor US Botschaft, Infoabend (23. April) und Aktionstag (24.

April)

 

Fr. – So. 22. – 24. April 2016 – Philadelphia RESISTANCE ACTIVITIES IN PHILADELPHIA, APRIL 22 – 24, DEMANDING IMMEDIATE TREATMENT FOR MUMIA, THE 10,000 OTHER INFECTED PA PRISONERS, AND ALL OTHERS SUFFERING FROM THIS EPIDEMIC.

http://www.freemumia.com

 

Fr. 22. April 2016 April 2016 – Harrisburg Übergabe der Online-Unterschriftensammlung an Pennsylvanias Gouverneur Wolf, die bis dahin noch unterschrieben und weiter verbreitet werden kann:

SIGN Mumia HepC Petition to Pennsylvania Gov. Tom Wolf Hep C cure NOW for Mumia Abu-Jamal and 10,000 PA prisoners http://www.iacenter.org/prisoners/mumia/maj-petition032116//

 

(Noch bis zum) Fr. 15. April 2016 – Frankfurt Am Main – Ausstellung im Club Voltaire Verschiedene Gruppen aus Frankfurt und dem Rhein/Main Gebiet informieren in Ausstellungstaflen über kämpfende Gefangene, u.a. Leonard Peltier und Mumia Abu-Jamal http://www.club-voltaire.de/ Kneipe im Club Voltaire – Kleine Hochstraße 5 – 60313 Frankfurt am Main Mo – Sa  18:00 bis 01:00 Uhr – Sonntag 18:00 bis 24:00 Uhr

 

 

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2.***   Meldungen aus der Bewegung

 

Mumia Abu-Jamals Gesundheitszustand erneut verschlechtert (18.03.2016)

https://linksunten.indymedia.org/en/node/172869

 

SIGN Mumia HepC Petition to Pennsylvania Gov. Tom Wolf: Hep C cure NOW for Mumia Abu-Jamal and 10,000 PA prisoners http://www.iacenter.org/prisoners/mumia/maj-petition032116//

 

„Ein Leben für die Freiheit“ – neues Buch über Leonard Peltier und den indigenen Widerstand in den USA (März 2016) http://www.mumia-hoerbuch.de/arn.htm#lpneuesbuch

 

Verfahren von Mumia Abu-Jamal gegen Gefängnisbehörde (1.03.2016)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/170918

 

Interview with Mumia Abu-Jamal by Noelle Hanrahan: „Abu-Jamal v.

Kerestes Re Transcripts Interview“ (February 23, 2016) http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/abu-jamal-v-kerestes-re-transcripts-interview-534-mumia-noelle-hanrahan

 

Leonard Peltier erhält Franz Fanon Preis (10.02.2016)

http://www.leonardpeltier.de/?p=3051#more-3051

 

PA Prison System Admits Secret ‚Protocol‘ Denies Hep-C Treatment to All But Prisoners Near Death (January 1, 2016)

http://thiscantbehappening.net/print/2976

 

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3.***   Presse

 

(Workers World) Petition says ‘Treat prisoners with hep C’(March 6, 2016) http://www.workers.org/articles/2016/03/06/petition-says-treat-prisoners-with-hep-c/

 

 

(Telepolis) USA: Sterbenlassen durch Nichtbehandlung (5.03.2016) http://www.heise.de/tp/artikel/47/47593/1.html

 

(Ossietzky) Juristische Erfolge für Mumia Abu-Jamal (Januar 2016) http://www.sopos.org/aufsaetze/56acd93e46b2b/1.phtml

 

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4.***   Solidarität mit Gefangenen

 

Texas: Minister jailed for protesting execution refuses to be silent (March 26, 2016) http://deathpenaltynews.blogspot.com/2016/03/texas-minister-jailed-for-protesting.html#ixzz441sjgPll

 

(Gefangenen Gewerkschaft) Eilmeldung zur gesundheitlichen Situation des Kollegen Schmidt in der JVA Bremervörde (19.03.2016)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/172978

 

(Thomas Meyer-Falk aus der Sicherheitsverwahrung Freiburg) Leben und Sterben im Gefängnis (17.03.2016)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/172811

 

(Kansas, Missouri, USA) Support Eric King, vegan anarchist facing life in federal prison charged with attacking a government building (Feb/March 2016) https://denverabc.wordpress.com/2016/02/28/erics-plea-signing-date-332016/

 

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5.***    Weg mit der Todesstrafe – überall!

 

Mississippi House proposes firing squad as execution method (March 25,

2016)

http://deathpenaltynews.blogspot.ro/2016/03/mississippi-house-proposes-firing-squad.html#ixzz442gzG32q

 

South Carolina senators look to gas for execution (March 1, 2016) http://deathpenaltynews.blogspot.com/2016/03/south-carolina-senators-look-to-gas-for.html

 

Man freed from Mississippi death row: ‘Racism is still around’ (February 22, 2016) http://www.dailytarheel.com/article/2016/02/man-freed-from-mississippi-death-row-racism-is-still-around

 

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

 

Viele Grüße

 

FREE MUMIA Berlin

im HdD, Greifswalderstr. 4

10405 Berlin

www.mumia-hoerbuch.de

In US Gefängnissen wächst der Widerstand gegen Masseninhaftierung

mumiaplakat3

Hashtag #FreeThemALL

https://de.indymedia.org/node/9088

https://linksunten.indymedia.org/de/node/175883

 

In den US Gefängnissen wächst der Widerstand gegen Masseninhaftierung, Ausbeutung und extrem  lange Haftstrafen. Für den Jahrestag des Atica Aufstandes, den 9. September 2016 mobilisieren Gefangene aus mehreren US Bundesstaaten für einen „Streik zur Abschaffung der Sklaverei“ (1).

 

Bereits am 24. April 2016 besucht US Präsident Obama die Bundesrepublik, um die unbeliebten TTIP Verhandlungen fortzuführen (und eine Messe in Hannover zu eröffnen). Am gleichen Tag hat der seit 1981 ohne Beweise inhaftierte Journalist Mumia Abu-Jamal Geburtstag. Er berichtet seit Jahrzehnten aus dem Inneren der Isolations- und Todestrakte und analysiert die Gefängnisindustrie. Selbst an Hepatitis-C erkrankt, kämpft er gemeinsam mit 10.000 weiteren Gefangenen im Bundesstaat Pennsylvania für medizinische Versorgung, die ihnen noch aus Kostengründen verweigert wird (2).

 

Leonard Peltier (3), ein seit 1976 genau wie Mumia ohne jegliche Beweise inhaftierter indigener Aktivist, ist nach über 40 Jahren (!) Knast ebenfalls schwer krank. Er ist ein direkter Gefangener der Obama-Regierung, die entgegen ihren wiederholten Versprechen, die Beziehungen zu den Native Americans zu verbessern, Peltier noch immer nicht freigelassen hat.

 

In Texas trat heute, also am 15. April 2016 eine Gefangenen-Knebel-Verordnung in Kraft (4), die Gefangenen und ihren Unterstützer*innen verbietet, Infos „aus dem Gefängnisalltag“ in sozialen Netzwerken zu verbreiten – sprich, im Internet über Gefangene zu berichten.

 

 

Unterstützen wir die Gefangenenkämpfe in den USA!

 

Macht solidarische Aktionen, Wandbilder, Transparente usw.!

 

 

Verbreitet Berichte und Fotos mit dem Hashtag #FreeThemALL

 

Schickt uns Fotos (bitte ohne Metadaten und mit verpixelten Gesichtern), damit wir sie Gefangenen und Aktivist*innen in den USA zukommen lassen können.

 

Solidarität ist unsere stärkste Waffe – #FreeThemALL

 

 

Bundesweites FREE MUMIA Netzwerk

www.freiheit-fuer-mumia.de

 

 

 

 

(1) (The Intercept) Prisoners in Multiple States Call for Strikes to Protest Forced Labor https://theintercept.com/2016/04/04/prisoners-in-multiple-states-call-for-strikes-to-protest-forced-labor

 

(2) FREE MUMIA – Free Them ALL!

http://mumia-hoerbuch.de/demonstration.htm#kundgebung240416

 

(3) Freiheit für Leonard Peltier!

http://www.leonardpeltier.de/

 

(4) Grundsatzerlass der texanischen Gefängnisbehörde http://www.tdcj.state.tx.us/documents/Offender_Orientation_Handbook_English.pdf

Seite 24, Punkt 4

Menschenrechtsinstitut kritisiert mangelnde Umsetzung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Pressemitteilung
22.03.2016

7 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

Würde des Menschen

Berlin – Anlässlich des 7. Jahrestages des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland erklärt die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte:

 

„Am 26. März 2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft. Sie hat einen Perspektivwechsel eingeläutet: Menschen mit Behinderungen werden nicht mehr als Objekte der Fürsorge betrachtet, sondern als Menschen mit Rechten. Doch nach wie vor fehlt es an politischem Willen und Mut, die Umsetzung der Konvention in Deutschland richtig voranzutreiben.

 

Über Inklusion wird zwar viel geredet, aber die Strukturen zur Verwirklichung von Inklusion werden in Bund, Ländern und Kommunen nicht ausreichend geschaffen: So sind wir beispielsweise von einem inklusiven Arbeitsmarkt weit entfernt. Die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt ist zu gering und das System der Behindertenwerkstätten bleibt unangetastet. Dabei ermöglichen diese nur in seltenen Fällen einen Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt und damit die Chance, dort den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

 

Auch bei der anstehenden Reform des Bundesteilhabegesetzes wird sich entscheiden, ob die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen praktisch und nachhaltig gefördert wird oder ob die strukturelle Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt, vom Kiezleben, von der allgemeinen Bildung oder der ehrenamtlichen Betätigung sowie die mangelnde Unterstützung eines eigenen Familienlebens bestehen bleiben. Diese Reform wird ein Lackmus-Test für die Bundesregierung in der Frage, ob der Staat seine menschenrechtlichen Verpflichtungen ernst nimmt und den gesellschaftlichen Wandel zur Inklusion fördert oder nicht. Wer mit der Inklusion von Menschen mit Behinderungen politisch Erfolg haben möchte, muss Geld ausgeben beziehungsweise verfügbare Mittel richtig einsetzen.

 

Dass die Politik den Menschenrechten von Menschen mit Behinderungen einen höheren Stellenwert einräumen sollte, fordern auch die Vereinten Nationen. Sie haben 2015 die Umsetzung der UN-Konvention in Deutschland überprüft und weitreichende Kritik geübt. Kritisiert wurden beispielsweise der geringe Anteil von Menschen mit Behinderungen in der allgemeinen Schule, der geringe Anteil an Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt, die vielen Hürden bei der Mobilität oder der Mangel an barrierefreiem Wohnraum.“

 

Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist mit dem Monitoring der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention betraut worden und hat hierfür die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention eingerichtet. Es hat gemäß der UN-Konvention (Artikel 33 Abs. 2 UN-BRK) den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und die Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen.

 

Weitere Informationen

 

Informationen zur Prüfung Deutschlands durch die Vereinten Nationen im März 2015

www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle-un-brk/staatenpruefung/

 

Abschließende Bemerkungen des UN-Ausschusses

www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/UN-Dokumente/CRPD_Abschliessende_Bemerkungen_ueber_den_ersten_Staatenbericht_Deutschlands.pdf

 

Dokumentation der Tagung „Prüfung abgelegt – und nun?“ vom 24.06.2015

www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Dokumentation/Dokumentation_CRPD_Follow_up_Konferenz_Pruefung_abgelegt_24_06_2015.pdf

netzwerk cuba nachrichten vom 22.2.2016

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

zum Wochenbeginn gibt es einen neuen Brief mit dem Schwerpunkt des Besuches von Obama in Cuba

Der konsequenteste Comandante

Zum Ende der Buchmesse in Havanna wurde die erste Biographie über Raúl Castro vorgestellt

Von Volker Hermsdorf, Havanna

http://www.jungewelt.de/2016/02-23/049.php

 

Raúl empfing den Präsidenten von Peru

In einem herzlichen Klima tauschten sich beide Regierungschefs über den Stand der bilateralen Beziehungen aus und stimmten im beiderseitigen Willen überein, die historischen Bindungen, die unsere Völker vereinen, weiter zu stärken

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-19/raul-empfing-den-prasidenten-von-peru

 

Aufruf an unser Volk

Worte des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Raúl Castro Ruz zu den Maßnahmen, die getroffen wurde, um dem Eintreten und der Verbreitung des Zika-Virus in unserem Land vorzubeugen

Autor: Raúl Castro Ruz | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-22/aufruf-an-unser-volk

 

»Obama soll die politischen Gefangenen freilassen«

»Cuban Five« setzen sich weiter für Inhaftierte in USA ein. Ein Gespräch mit Ramón Labañino

Interview: André Scheer, Havanna

https://www.jungewelt.de/2016/02-22/013.php

 

»Ist mir egal«

Nach Havanna darf jeder kommen, auch Barack Obama. Große Illusionen machen sich die Kubaner vor dem Besuch des US-Staatschefs allerdings nicht

Von Volker Hermsdorf, Havanna

http://www.jungewelt.de/2016/02-22/012.php

 

Wenn Präsident Obama Kuba besucht, wird er mit vollem Respekt und Hochachtung behandelt werden

Presseerklärungen von Josefina Vidal Ferreiro, Generaldirektorin für die Vereinigten Staaten des Ministeriums für Auswärtige Beziehungen, über den Besuch von Barack Obama in Kuba im Monat März. Internationales Pressezentrum, 18. Februar 2016, „Jahr 58 der Revolution“.

Autor: MINREX | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-19/wenn-prasident-obama-kuba-besucht-wird-er-mit-vollem-respekt-und-hochachtung-behandelt-werden

 

Buchmesse in Havanna

Kein Futter für die Lesehungrigen

Von Holger Heimann

http://www.deutschlandradiokultur.de/buchmesse-in-havanna-kein-futter-fuer-die-lesehungrigen.1013.de.html?dram:article_id=346337

 

Fortschritte Kubas beim Kampf gegen AIDS gewürdigt

Jeanne Seck, die Vertreterin von Äquatorial-Guinea im Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, UNAID, hob in Malabo Kubas Erfahrungen bei der Betreuung, Prävention und Bekämpfung von HIV-AIDS hervor

Autor: Redacción Internacional | internacionales@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2016-02-19/fortschritte-kubas-beim-kampf-gegen-aids-gewurdigt

 

Bacardi und Kuba kämpfen um Markenrechte an „Havana Club“

Die USA und Kuba nähern sich vorsichtig an. Und die Wirtschaft geht in Habachtstellung. Das zeigt der wieder aufflammende Streit um die kubanische Rum-Marke „Havana Club“. Bacardi muss wieder um die Markenrechte kämpfen.

http://www.wuv.de/marketing/bacardi_und_kuba_kaempfen_um_markenrechte_an_havana_club

 

Neuer Rundbrief von Ecomujer u.a. mit Berichten zu Projekten auf Cuba

http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/2016/02/neuer-rundbrief-von-ecomujer-u-a-mit-berichten-zu-projekten-auf-cuba/

 

Bundestagsdebatte zu Kuba

Am 18.2.2016 brachte die Fraktion der Partei „Die Linke“ einen Antrag zu Cuba in den Bundestag ein.

http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/2016/02/bundestagsdebatte-zu-kuba/

 

Offensive für die Wahrheit und das Leben

Das Netz „In Verteidigung der Menschheit“, das aus Künstlern, Intellektuellen und Mitgliedern sozialer Bewegungen aus verschiedenen Ländern besteht, debattierte darüber, wie den neoliberalen Prozessen in Lateinamerika Einhalt geboten werden kann

Autor: Pedro de la Hoz | pedro@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-18/offensive-fur-die-wahrheit-und-das-leben

 

Präsident Obama wird Kuba besuchen

Josefina Vidal, Direktorin für die USA des Ministeriums für Auswärtige Beziehungen, bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass der Regierungschef der Vereinigten Staaten unser Land am 21. und 22. März besucht.

Autor: Iramsy Peraza Forte | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-02-18/prasident-obama-wird-kuba-besuchen

 

Bestätigung des Weißen Hauses: Obama trifft im März Castro auf Kuba

Barack Obama will im März als erster US-Präsident seit 88 Jahren Kuba besuchen. Dort kommt er laut Weißem Haus auch mit seinem Amtskollegen Raul Castro zusammen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/barack-obama-trifft-im-maerz-raul-castro-auf-kuba-a-1078113.html

 

Bacardi gegen Kuba. Der Kampf um den „Havana Club“

Cubaexport hat kein Recht auf Registrierung beim US-Patentamt

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/bacardi-gegen-kuba-cubaexport-hat-kein-recht-auf-registrierung-beim-us-patentamt/12987198-2.html

 

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

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Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de

oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

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Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

 

Redaktion netzwerk cuba nachrichten (ncn-online)
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Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Rundbrief März 2016

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

hier kommen aktuelle Informationen über Mumia Abu-Jamal und aus der länderübergreifenden Solidaritätsbewegung. Am 24. April 2016 ist Mumias 62. Geburtstag. Er wird ihn erneut in Haft verbringen, der er seit 1981 ohne juristische Beweise unterworfen ist. Zusammen mit Tausenden anderer Gefangener im US Bundesstaat Pennsylvania kämpft der Langzeitgefangene aktuell um medizinische Versorgung gegen Hepatitis C, die ihnen aus Kostengründen verweigert wird.

Der rassistische Strafdiskurs der USA hat seit Anfang der 1980er systematisch People of Color kriminalisiert und inzwischen über 2,3 Millionen Menschen in die Knäste gestapelt, wo eine staatlich/private Gefängnisindustrie Profite aus dem Wegsperren der gesellschaftlich Ausgegrenzten zieht.

Massive Repression innerhalb der USA und eine juristische Aburteilungsmaschine, in der Angeklagte so gut wie keine Rechte haben (97% der Gefangenen in den USA hatten mit Hilfe sog. „Plea Bargains“ nicht einmal ein Gerichtsverfahren) sind fester Bestandteil eines unerklärten Krieges, den die US Regierung gegen Teile der eigenen Bevölkerung führt. Die massive und faktisch ungesühnte Polizeigewalt, der allein im Jahr 2015 über 700 Menschen zum Opfer gefallen sind, ist eine weitere Facette dieses Krieges.  Die Black Lives Matter Bewegung benennt ausdrücklich die Zusammenhänge zwischen der rassistischen Polizeigewalt und der Masseninhaftierung in den USA.

Dieser Krieg ist ein Spiegel der zahlreichen äußeren Kriege, die die USA, NATO und Verbündete  derzeit führen. Im derzeitigen Wahlkampf hören wir hin und wieder Kritik an diesen Zuständen. Doch wir lassen uns nicht täuschen. Nicht einmal die Praxis der Todesstrafe, der ultimativen Form staatlichen Machtanspruchs gegenüber rechtlosen Unterdrückten, ist in den vergangenen Jahren wirklich zurückgegangen.

Nur da, wo Bewegung ist, bewegt sich auch etwas. Menschenrechte und Freiheit werden niemals von oben gewährt sondern immer gemeinsam von unten erkämpft.

Kommt am Sonntag, den 24. April um 15 Uhr vor die US Botschaft in Berlin (Brandenburger Tor/Pariser Platz) und zeigt euch solidarisch mit den kämpfenden Gefangenen und der Black Lives Matter Bewegung in den USA.

 

Vollständiger Aufruf und weitere Informationen

http://mumia-hoerbuch.de/demonstration.htm#kundgebung240416

 

Kalifornien: Kevin Cooper droht Hinrichtung trotz gerichtlich vermuteter Unschuld:

Kevin Cooper im kalifornischen Todestrakt ist faktisch unschuldig, vermuten zuständige Richter. Trotzdem wollen sie ihn aus juristischen Verfahrensgründen hinrichten lassen. Ein Termin für die Exekution kann bald kommen. Bitte macht den Fall bekannt und unterzeichnet auch folgende Online Petition an den Gouverneur von Kalifornien, Kevin Cooper freizulassen: http://www.savekevincooper.org/pages/petition.php

Weitere Informationen über Kevin Cooper weiter unten im Abschnitt „Abschaffung mit der Todesstrafe – überall!“

 

Am 19. Februar 2016 wurde  Albert Woodfox, der letzte der drei Black Panthers der „Angola 3“ ( http://angola3.org/ ) nach 47 Jahren Haft an seinem 69. Geburtstag endlich freigelassen. Der Bundesstaat Louisiana hatte ihn seit 1969 mehrfach verhaftet und ihm 1972 zusammen mit zwei anderen Black Panthers einen Mord an einem Gefängniswärter untergeschoben. Seine Mitangeklagten Robert King und Hermann Wallace waren bereits vor einigen Jahren freigelassen worden. Hermann Wallace starb nur einen Tag nach seiner Freilassung, Robert King war am 19.

Februar einer der ersten, der Woodfox vor dem Gefängnistor empfing.

Albert Woodfox verbrachte Jahrzehnte in einer 6qm kleinen Isolationshaftzelle. Er hatte immer  auf seiner Unschuld an dem Tod des Gefängniswärters bestanden. Sein noch immer festgehaltener Mitgefangener Kenny Zulu Whitmore ( http://mumia-hoerbuch.de/postamt/Kenny%20Zulu%20Whitmore.pdf ), ebenfalls Black Panther und seit 1978 in Isolationshaft im gleichen Gefängnis (einer ehemaligen Sklavenfarm) sagte zu seiner Freilassung am 19. Februar: „Heute war ein großartiger Tag für den Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit.“

 

Zum weiteren Inhalt:

1.***   Meldungen aus der Bewegung

2.***   Termine

3.***   Solidarität mit Gefangenen

4.***   Abschaffung der Todesstrafe – überall!

 

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1.***   Meldungen aus der Bewegung

 

Mumia im baskischen Parlament (10.02.2016)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/168499

 

(Protest walk-in at Philadelphia’s City Council) Treat hep C in Philly jails! (January 30, 2016) http://www.workers.org/articles/2016/01/29/treat-hep-c-in-philly-jails/

 

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2.***   Termine

 

Di 15. März 2016 Berlin, Görlitzer Park, 16:00 Uhr – Kundgebung am internationalen Tag gegen Polizeigewalt mit Theater, Infos und Redebeiträgen

Aufruf: www.kop-berlin.de

Görlitzer Park Eingang Lübbener Straße, Berlin-Kreuzberg U1-Görlitzer Bahnhof

 

So., 24. April 2016 – Berlin, US Botschaft, Brandenburger Tor/Pariser Platz – 15 Uhr

Kundgebung: Solidarität muss sichtbar werden – FREE MUMIA – Free Them ALL!

Aufruf: http://mumia-hoerbuch.de/demonstration.htm#kundgebung240416

US Botschaft, Brandenburger Tor/Pariser Platz 2, 10117 Berlin – U-Brandenburger Tor / Bus TXL

 

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3.***   Solidarität mit Gefangenen

 

Albert Woodfox ist frei (25.02.2016)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/170119

 

Inhumane Treatment – Flint Inmates Forced to Drink, Eat, and Bathe in Contaminated Water (February 5, 2016)

http://thefreethoughtproject.com/flint-inmates-forced-drink-eat-bathe-contaminated-water/#rjlaeSRujl80O5h3.99

 

Soli-Netzwerke für die GG/BO! (2.02.1016)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/167526

 

(Thomas Meyer-Falk) Sicherungsverwahrung auch über 10 Jahre! EGMR hat geurteilt. (31.01.2016) https://de.indymedia.org/node/7761

 

Freiheit für Ana Belén Montes

http://www.fgbrdkuba.de/infos/ana-belen-montes.php

 

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4.***   Abschaffung der Todesstrafe – überall!

 

Todesstrafe: Aktion für Kevin Cooper (1.03.2016) https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2016/03/01/todesstrafe-aktion-fuer-kevin-cooper/

 

(nd) In dubio contra Kevin Cooper (18.02.2016) In Kalifornien soll eine Todesstrafe exekutiert werden, obwohl zwölf Bundesrichter an der Schuld zweifeln https://www.neues-deutschland.de/artikel/1002151.in-dubio-contra-kevin-cooper.html?sstr=Kevin

 

Innocent Kevin Cooper on Death Row in California: Judges say Black death row inmate is innocent, but he’s still set to be executed – Petition to free Kevin Cooper! http://www.savekevincooper.org/pages/petition.php

 

Pope calls for worldwide abolition of death penalty (February 21, 2016)

http://deathpenaltynews.blogspot.com/2016/02/pope-calls-for-worldwide-abolition-of.html#ixzz417K6H2s7

 

History of Death Penalty for Juvenile Offenders (February 13, 2016) http://jjie.org/history-of-death-penalty-for-juvenile-offenders/188924/

 

Executions hardly an exact science (February 8, 2016) http://www.montgomeryadvertiser.com/story/opinion/columnists/2016/02/08/executions-hardly-exact-science/79989964/

 

Lacking enough execution drugs, Virginia eyes electric chair (February 4, 2016) http://deathpenaltynews.blogspot.com/2016/02/lacking-enough-execution-drugs-virginia.html#ixzz3zDDGJ4Sx

 

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

 

Viele Grüße

 

FREE MUMIA Berlin

im HdD, Greifswalderstr. 4

10405 Berlin

www.mumia-hoerbuch.de

Breite gesellschaftliche „Allianz für Weltoffenheit“ gegründet

Pressemitteilung

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Die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ hat sich am Donnerstag in Berlin vorgestellt. In einem gemeinsamen Aufruf appellieren die zehn Allianzpartner, angesichts der aktuellen Herausforderungen, demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren sowie Hass und Intoleranz entschieden entgegenzutreten. Der Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist nachlesbar unter http://www.allianz-fuer-weltoffenheit.de

Zu dem breiten gesellschaftlichen Bündnis gehören die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Deutsche Kulturrat, der Koordinationsrat der Muslime, der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Olympische Sportbund sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sagte: „Die deutsche Wirtschaft tritt für ein weltoffenes Europa ein, in dem ausnahmslos jeder Mitgliedstaat die Menschenwürde und unsere demokratischen Grundwerte schützt. Menschen, die nach Europa flüchten, weil sie in ihrer Heimat an Leib und Leben bedroht sind, müssen hier Zuflucht erhalten. Das ist aber nur möglich, wenn jene Menschen, die nicht von Verfolgung und Gewalt bedroht sind, auch in ihre Heimatstaaten zurückgeführt werden. Asylsuchende mit Bleibeperspektive müssen ihren Beitrag leisten, damit ihre Integration gelingt. Sie müssen die grundlegenden Werte und Regeln unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens uneingeschränkt anerkennen.“

Für die Deutsche Bischofskonferenz sagte Erzbischof Heiner Koch: „Wer mit Worten oder Taten zur Ausgrenzung und Herabsetzung von Flüchtlingen und Migranten beiträgt, der kann sich nicht auf das Christentum berufen. Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass stehen nicht nur im klaren Widerspruch zu den Werten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sondern zeugen letztlich immer von einer tiefen Missachtung der christlichen Botschaft.“

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte für den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland: „Gerade in schwierigen Zeiten muss die Gesellschaft sich für ihre Schwächsten einsetzen. Deshalb engagieren sich Christinnen und Christen überall im Land für die Versorgung und Integration von Flüchtlingen. In der ‚Allianz für Weltoffenheit‘ sind wir Teil eines breiten Bündnisses gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit – jenseits von politischen Standpunkten. Deutschland ist ein weltoffenes Land, dessen Verantwortungshorizont nicht an den eigenen Grenzen endet.“

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund sagte sein Vorsitzender Reiner Hoffmann: „Bildung, Ausbildung und Arbeit sind der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Das gilt für Flüchtlinge und Einheimische gleichermaßen. Integration war noch nie zum Nulltarif zu haben, aber jetzt treten die Herausforderungen deutlicher hervor. Wir brauchen heute Investitionen in öffentliche Infrastruktur, Bildung, Personal und bezahlbaren Wohnraum. Sie werden sich Morgen und Übermorgen für uns alle auszahlen.“

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Mark Dainow, sagte: „Wir unterstützen die Ziele der Allianz für Weltoffenheit aus tiefster Überzeugung, denn die jüdische Gemeinschaft setzt sich stets für Werte wie Toleranz, Respekt und den Schutz von Minderheiten ein. Ebenso ist die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus ein wesentlicher Bestandteil des Wertesystems unserer Gesellschaft. Dieses Wertesystem sollte jeder, der dauerhaft hier lebt, nicht nur akzeptieren, sondern auch fördern.“

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Kulturelle Vielfalt heißt nicht Beliebigkeit, sondern Respekt vor anderen Kulturen und Neugier darauf und zugleich selbstbewusstes Eintreten für eigene kulturelle Traditionen und Werte. Es bedeutet die kulturellen Gemeinsamkeiten zu sehen, ohne das Trennende aufheben zu wollen. Kulturelle Vielfalt leben stellt eine der größten Herausforderung unserer Zeit dar.“

Für den Koordinationsrat der Muslime sagte sein Sprecher Zekeriya Altuğ: „Nächstenliebe und Barmherzigkeit kennen keine Obergrenzen. Besonders dann nicht, wenn Menschen in höchster Not sind. Dafür müssen wir alle gemeinsam – Muslime wie Christen oder Juden – einstehen, ohne Wenn und Aber! Die Polarisierung unserer Gesellschaft bereitet uns als Deutschen Muslimen sehr große Sorge. Diese Zwietracht verdeckt zum einen die immense Hilfsbereitschaft und den sehr starken Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Auf der anderen Seite verhindert sie, dass wir die Chancen wahrnehmen, die auch die Zuwanderung für unsere Zukunft bietet. Wir müssen nur bereit sein, diese Zukunft auch gemeinsam aufzubauen.“

Als Vertreter des Deutschen Naturschutzrings sagte sein Präsident Kai Niebert: „Wir beobachten mit Sorge, wie die Debatte um Menschen in Not zunehmend ausgenutzt wird, um die Grenze des Akzeptablen in Richtung Hass und Gewalt zu verschieben. Die im Grundgesetz verankerten Werte und Pflichten gelten für alle: für Schutzsuchende, aber auch für die so genannten besorgten Bürger. Hass und Obergrenzen haben dort keinen Platz. Unsere Allianz von mehr als 50 Millionen Menschen begreift sich als Aufstand der Anständigen für ein nachhaltiges, offenes und tolerantes Deutschland in Europa.“

Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund sagte: „Sport ist international, spricht alle Sprachen und ist grenzenlos. So leistet er einen Beitrag zur Völkerverständigung, denn alle spielen nach den gleichen Regeln. Der DOSB bekennt sich zu einem offenen und gastfreundlichen Deutschland und zu seiner integrationspolitischen Verantwortung. Sportdeutschland und die über 90.000 Sportvereine stärken mit ihrem verlässlichen Engagement den Zusammenhalt in der Gesellschaft, bieten geflüchteten und zum Teil traumatisierten Menschen Freude und Gemeinschaftserlebnisse und öffnen so Türen in unsere Gesellschaft.“

Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Rolf Rosenbrock, sagte: „Aufnahme und Integration der Geflüchteten: Dieser Herausforderung stellt sich die Freie Wohlfahrtspflege, vom ersten Tag an bis heute, mit Engagement und Empathie. Zusammen mit hunderttausenden ehrenamtlich Tätigen, darunter sehr viele Migrantinnen und Migranten. Darin zeigt sich die Kraft des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit dieser Kraft und klugen Konzepten kann Inklusion gelingen – zum Wohle aller.“

Ägäis: NATO-Einsatz gegen Schlepper ist Flüchtlingsabwehr

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Abschiebung von Geflüchteten in die Türkei verstößt gegen internationales Recht

Berlin, 12. Februar 2016 – Zum NATO-Einsatz in der Ägäis erklärt Uwe Hiksch vom Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

Die geplanten kollektiven Abschiebungen von Flüchtenden in der Ägäis zurück in die Türkei sind ein Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Mit dem neuen NATO-Einsatz in der Ägäis unter deutscher Führung wird die Militarisierung der Flüchtlingspolitik und der EU-Außengrenzen weiter forciert.

Die NaturFreunde Deutschlands lehnen diesen mit einer humanen Flüchtlingspolitik unvereinbaren Weg entschieden ab. Die NaturFreunde fordern die Bundesregierung auf, sich endlich für sichere Zugangswege für Flüchtende in die EU einzusetzen.

Die europäischen Werte werden kaltherzig mit Füßen getreten

Die NATO offiziell zum „Kampf gegen Schlepper“ einzusetzen, in der Realität jedoch Flüchtlingsabwehr zu betreiben, ist zynisch. Wenn die Regierungschefs der EU-Staaten endlich so viel Kreativität und Einsatzbereitschaft in die Rettung von Menschen auf der Flucht legen würden, wie sie in deren Abwehr stecken, müssten auf den gefährlichen Migrationsrouten nicht täglich Menschen sterben. Die Kaltherzigkeit, mit der die immer wieder betonten „europäischen Werte“ mit Füßen getreten werden, ist einfach unerträglich geworden.

Der nächste sichere Hafen liegt nicht automatisch in der Türkei

Die NaturFreunde Deutschlands verurteilen die systematische Aushebelung von internationalem Recht durch die restriktive Flüchtlingspolitik der Europäischen Union. In den internationalen Regeln der Seenotrettung ist eindeutig geregelt, dass ein auf dem Meer aus Seenot geretteter Mensch in den nächsten sicheren Hafen gebracht werden muss. Wenn jedoch die geretteten Geflüchteten, unabhängig vom Ort der Rettung, durch NATO-Kriegsschiffe in die Türkei zurückgebracht werden, ist das ein klarer Verstoß gegen internationales Recht.

NATO-Mission verstößt gegen verfassungsmäßig garantiertes Recht auf Asyl

Durch die NATO-Mission wird Menschen ihr Recht auf Asyl in der Europäischen Union verwehrt. Dies verstößt gegen das Grundgesetz und gegen die europäische Menschenrechtskonvention. Da dieser NATO-Einsatz unter deutscher Führung stattfindet, wird eindeutig gegen das verfassungsmäßig garantierte individuelle Recht auf Asyl verstoßen.

Regierungen geben dem rassistischen Druck von Pegida & Co. nach

Es ist beschämend, dass die Regierungen der EU dem rassistischen Druck von Pegida & Co. nachgeben und das über viele Jahrzehnte erkämpfte Recht auf Asyl für einen immer größeren Teil von Menschen de facto abschaffen.

Sowohl mit der Festlegung von sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ als auch mit der jetzigen NATO-Mission, die nichts anderes als kollektive „Push-backs“ im humanitären Mantel sind, wird das Recht auf Asyl systematisch untergraben.

Digitale Gesellschaft: Newsletter 29. Januar 2016

digiges

Newsletter Januar 2016

 

https://digitalegesellschaft.de/2016/01/newsletter-januar-2016/

 

 

Unsere Arbeit zu Beginn des neuen Jahres war in erster Linie durch die Vorbereitung auf wichtige Abstimmungen und Verhandlungen auf EU- und Bundesebene geprägt. Im Europäischen Parlament steht das finale Votum über die Vorratsdatenspeicherung von Fluggastdaten kurz bevor. Mit unserer NoPNR-Video-Kampagne möchten wir die Abgeordneten dazu bewegen, gegen das grundrechtswidrige Gesetzesvorhaben zu stimmen.

 

Ende Januar läuft die Schonfrist ab, welche die Artikel 29 Gruppe der EU-Kommission nach der Aufhebung der Safe Harbor Entscheidung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingeräumt hatte. Bisher konnte jedoch keine Einigung erzielt wurde.

 

Bei der WLAN Störerhaftung geht das Tauziehen um eine rechtssichere Grundlage für den Betrieb offener Funknetze in die heiße Phase.

 

Außerdem stellen wir Euch unseren neuen Podcast „In digitaler Gesellschaft“ beim Radiosender FluxFM sowie den nächsten Netzpolitischen Abend am 2.

Februar vor.

 

 

  1. Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten 2. No-PNR Video-Kampagne 3. Reform der WLAN-Störerhaftung 4. Safe Harbor Entscheidung 5.

Verschlüsselungsinitiative Secure The Internet 6. Unser DigiGes-Podcast bei FluxFM 7. Praktikum 8. Nächster Netzpolitischer Abend 9. Videos vom letzten Netzpolitischen Abend 10. DigiGes in den Medien

 

 

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Werbepause: Der Kampf für digitale Grundrechte ist nicht umsonst!

 

Durch eine Spende oder eine Fördermitgliedschaft kannst Du uns dabei unterstützen.

 

https://digitalegesellschaft.de/unterstuetzen/

 

https://digitalegesellschaft.de/foerdermitglied/

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  1. Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten

 

Im Vorfeld der finalen Abstimmung im Europäischen Parlament zur Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten („Passenger Name Record“, kurz:

EU-PNR) stellten wir nocheinmal wichtige Fakten und Probleme des Vorhabens in einem FAQ zusammen.

 

Spätestens nach dem EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung von Kommunikationsdaten ist klar, dass diese neue Form anlassloser Dauerüberwachung gegen europäische Grundrechte verstößt. Obwohl der Schutz sensibler Daten an vielen Stellen der Richtlinie angesprochen wird, stellen die datenschutzrechtlichen Klauseln de-facto keine Hürden für die Ermittlungsbehörden dar. Darüber hinaus gibt es bis heute keine Beweise für den Nutzen der Datensammelwut.

 

Blogbeitrag mit FAQ zur EU-Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten

(19.01.2016):

https://digitalegesellschaft.de/2015/12/wlan-stoererhaftung-nachbessern/

 

Unser Podcast bei FluxFM zum Thema Massenüberwachung des Reiseverkehrs:

https://www.youtube.com/watch?v=hxv6pLXcAiY&list=PLMoiP4YfunXJcELmvFy9cdxx2d

6mN0s3Q&index=2

 

  1. No-PNR Video-Kampagne

 

Anfang Februar wird das Plenum des Europäischen Parlaments voraussichtlich über die Reformbestrebungen zur Vorratsdatenspeicherung von Fluggastdaten abstimmen. Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben wir eine Video-Kampagne initiiert, in welcher Mitstreiter*innen sich direkt an EP-Abgeordnete wenden. Letztere sollen dazu bewegt werden, bei dem finalen Votum gegen diese anlasslose und verdachtsunabhängige Überwachung der Reisebewegungen von Fluggästen zu stimmen.

 

Wir würden uns freuen, wenn Ihr Euch an der Kampagne beteiligt und Eure Video-Botschaften bei YouTube hochladet. Für den Fall, dass Ihr keinen eigenen YouTube-Account besitzt, könnt Ihr uns die Videos auch per Mail schicken und wir laden sie anschließend hoch.

 

Die Videos findet Ihr auf unserem YouTube-Kanal:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLMoiP4YfunXJnmsmLaPm66QTCs57Mo8ix/

 

Blogbeitrag zur NoPNR-Kampagne (28.01.2016):

https://digitalegesellschaft.de/2016/01/nopnr-videoaktion/

 

NoPNR Kampagnen-Seite:

http://www.nopnr.org/videos-gegen-die-vorratsdatenspeicherung-von-reisedaten

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  1. Reform der WLAN-Störerhaftung

 

Nach massiver Kritik im Rahmen der öffentlichen Sachverständigenanhörung im Bundestag zur Reform der WLAN-Störerhaftung verhandelten Vertreter*innen von CDU/CSU und SPD erneut hinter verschlossenen Türen.

Der derzeit im Wirtschaftsausschuss des Bundestages liegende Gesetzentwurf sieht vor, Funknetzbetreiber nur unter erheblichen Bedingungen aus der Haftung für Rechtsverletzungen durch Nutzer*innen zu entlassen. Obwohl es erklärtes Ziel der Reform ist, die Klärung von bestehenden Rechtsunsicherheiten zu beseitigen, würde die geplante Regelung nur neue Unsicherheiten schaffen – und die Verbreitung freier WLAN-Hotspots weiter blockieren. Um in der entscheidenden Phase der Verhandlungen nochmal auf eine bedingungslose Abschaffung der Störerhaftung hinzuwirken, haben wir unsere Argumente gegen neue Hürden – wie die geplante Rechtstreuererklärung – veröffentlicht.

 

Blogbeitrag zur finalen Verhandlungsrunde um die Reform der WLAN-Störerhaftung (26.01.2016):

https://digitalegesellschaft.de/2016/01/wlan-rechtstreueerklaerung/

 

Unser Podcast bei FluxFM zum Thema WLAN-Störerhaftung:

https://www.youtube.com/watch?v=oPpqZT-xoAI&index=1&list=PLMoiP4YfunXJcELmvF

y9cdxx2d6mN0s3Q

 

  1. Safe Harbor Entscheidung

 

Ende Januar läuft die Schonfrist ab, welche die Artikel 29 Gruppe der EU-Kommission nach der Aufhebung der Safe Harbor Entscheidung durch den EuGH eingeräumt hatte. Ein „Safe Harbor 2.0“ ist trotz angeblich intensiv geführter Verhandlungen derzeit jedoch nicht in Sicht. Seit der Entscheidung des EuGH ist klar, dass das vordergründigste Problem bei der transatlantischen Übermittlung personenbezogener Daten in den nahezu unbeschränkten gesetzlichen Zugriffsbefugnissen der US-Geheimdienste liegt.

Um den Druck auf die Verhandlungen zu erhöhen, müssen die europäischen Datenschutzbehörden deshalb nun ihren Ankündigungen Taten folgen lassen, und entschlossen rechtswidrige Datenflüsse zwischen der EU und den USA unterbinden.

 

Pressemitteilung zum Stand der Verhandlungen über eine neue Safe-Harbor-Regelung (29.01.2016):

https://digitalegesellschaft.de/httpsdigitalegesellschaft-decategoryblogblog

-2/

 

  1. Verschlüsselungsinitiative Secure The Internet

 

Derzeit versuchen Regierungen in der EU, den USA und vielen anderen Staaten auf der Welt zunehmend, Online-Unternehmen zur Offenlegung verschlüsselt gespeicherter Daten zu verpflichten oder kryptographische Verfahren durch den Einbau von Hintertüren zu schwächen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns gemeinsam mit anderen Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen in einem offenen Brief an die Regierungen in aller Welt gewandt und sie dazu aufgefordert, den bisher eingeschlagenen Kurs in Sachen Verschlüsselung zugunsten echter Cybersicherheit aufzugeben. Wir lehnen Beschränkungen und Standardherabsetzungen für Verschlüsselung jeglicher Art sowie Verpflichtungen, Dritten den Zugriff auf entschlüsselte Daten oder kryptographische Schlüssel zu erlauben, entschieden ab.

 

Blogbeitrag zur Kampagne gegen Herabsetzung von Verschlüsselungsstandards

(12.01.2016):

https://digitalegesellschaft.de/2016/01/offener-brief-verschluesselung/

 

Offener Brief an Regierungen: https://securetheinternet.org/#letter/

 

Unser Podcast bei FluxFM zum Thema Verschlüsselung:

https://www.youtube.com/watch?v=TOFXIEfg6t0&index=3&list=PLMoiP4YfunXJcELmvF

y9cdxx2d6mN0s3Q

 

 

  1. Unser DigiGes-Podcast bei FluxFM

 

Seit diesem Monat berichten wir in der Reihe „In digitaler Gesellschaft“ jeden Mittwoch um 16:45 Uhr beim Berliner Radiosender 100,6 FluxFM über das netzpolitische Thema der Woche. Bislang behandelten wir die Themen Verschlüsselung (Folge 1), Massenüberwachung des Reiseverkehrs (Folge 2) und WLAN-Störerhaftung (Folge 3).

 

Für alle, die das bewegte Bild schätzen, gibt es auch Video-Aufzeichnungen.

Gebt uns gerne Euer Feedback, was Ihr von den Podcasts haltet. Helft uns, besser zu werden! Wir freuen uns auch wenn Ihr unseren Youtube- und Soundcloud-Kanal abonniert, damit Ihr auf dem Laufenden bleibt.

 

Die Video-Aufzeichnungen findet Ihr hier:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLMoiP4YfunXJcELmvFy9cdxx2d6mN0s3Q/

 

Die Audiomitschnitte findet Ihr hier: https://soundcloud.com/digiges/

 

Unseren Kanal kann man auch als Podcast abonnieren:

http://feeds.soundcloud.com/users/soundcloud:users:47267071/sounds.rss/“>htt

p://feeds.soundcloud.com/users/soundcloud:users:47267071/sounds.rss/

 

  1. Praktikum

 

Du interessierst dich für Netzpolitik, Aktivismus, politische Kampagnen und möchtest dich gern für Grundrechte und Verbraucherschutz im digitalen Raum einsetzen? Du möchtest für eine NGO arbeiten, kennst dich mit den Grundlagen politischer Prozesse aus und kannst eigenständig arbeiten?

Der Digitale Gesellschaft e.V. sucht ab April eine*n Praktikant*in. Wir bieten Dir einen Arbeitsplatz in Berlin-Mitte, spannende Einblicke in die Arbeit einer NGO, natürlich viel zu wenig Geld, dafür aber jede Menge Gestaltungsspielraum und Spaß am Gerät.

 

Die gesamte Ausschreibung findest du hier:

https://digitalegesellschaft.de/uber-uns/jobs-und-praktika/

 

  1. Nächster Netzpolitischer Abend

 

Der nächste Netzpolitische Abend findet am Dienstag, 2. Feburar 2016, um

20.15 Uhr in der c-base in Berlin statt.

 

Programm:

 

Peter Schaar (Europäische Akademie für Informationsfreiheit und

Datenschutz): Datenschutz in Europa: Was bringt die EU-Datenschutzreform?

Welche Auswirkungen hat das Safe Harbour-Urteil des Europäischen Gerichtshofs?

 

Shopnokothok: Die Verfolgung von Bloggern in Bangladesch

 

Ben Wagner (Centre for Internet and Human Rights) & Thomas Dullien (aka Halvar Flake): Quadratur des Kreises? Menschenrechte, Überwachungstechnik & Wassenaar

 

Arne Semsrott (Open Knowledge Foundation): Frag den Bundestag – Wie wir gemeinsam die Aktenschränke des Bundestags befreien (hoffentlich)

 

Nana Karlstetter & Marie Gutbub: Einladung zum Logan CIJ Symposium

 

Ihr findet die c-base in der Rungestraße 20, 10179 Berlin. Einlass ist wie immer ab 19 Uhr, los geht’s um 20:15 Uhr, selbstverständlich auch im Stream unter http://c-base.org. Der Eintritt ist frei.

 

Der Hashtag für den Abend ist #npa044 – gebraucht ihn gerne und reichlich, auch für Feedback und Fragen, wenn Ihr nicht vor Ort sein könnt.

 

  1. Videos vom letzten Netzpolitischen Abend

 

Die Videos des 44. Netzpolitischen Abends #npa045 findet ihr hier:

 

https://www.youtube.com/playlist?list=PLMoiP4YfunXLz54pd2ZiE95pfa1zjnlkF

 

Die anderen Videos von vergangenen Netzpolitischen Abenden findet Ihr auf unserem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/user/digitalegesellschaft

 

  1. DigiGes in den Medien

 

Bayerischer Rundfunk

Ein Streit, der bleibt

http://www.br.de/nachrichten/vorratsdatenspeicherung-ausblick-100.html

 

detektor.fm

WLAN geöffnet, Geschäfte haften für ihre Kunden http://detektor.fm/digital/stoererhaftung-in-deutschland

 

Die Zeit

Bitte geben Sie uns Ihr Ehrenwort

http://www.zeit.de/digital/internet/2016-01/stoererhaftung-vorschaltseite-re

chtstreueerklaerung-verhandlungen-spd-cdu

 

podcast.de

EU-Datenschutzverordnung – Interview mit Alexander Sander http://www.podcast.de/episode/284921117/EU-Datenschutzverordnung+-+Interview

+mit+Alexander+Sander/

 

Süddeutsche Zeitung

Jetzt entscheidet sich, ob Deutschland Wlan-Entwicklungsland bleibt

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wlan-im-netz-verfangen-1.2804150