Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

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Nach dem Brexit: Blockupy ruft bundesweit zu Aktionen gegen die Akteure von Verarmung und Spaltung auf

blockupy 2015

 

Nach dem Brexit-Referendum in Großbritannien ruft das Blockupy-Bündnis bundesweit zu Aktionen gegen die Akteure der europäischen Verarmungs- und Spaltungspolitik auf. Höhepunkt der Aktionen soll eine Blockade des Arbeitsministeriums im Rahmen einer breiten antirassistischen Mobilisierung am ersten Septemberwochenende in Berlin sein. Damit soll es als „zentraler Ort der europäischen Politik von Prekarität und Verarmung, der Hierarchisierung des Elends und der Grenzen, des Exports der Agenda 2010 und des deutschen Role-Models“ markiert werden.

 

Hannah Eberle, eine Sprecherin des Bündnisses erklärte dazu: „Wenn es noch ein weiteres Zeichen dafür gebraucht hat, das Referendum zum ‚Brexit‘ hat es geliefert: Das neoliberale Europa beginnt offen zu zerfallen, überall werden neue Zäune hochgezogen. Das ist der Punkt, an dem die sozialen Bewegungen jetzt entschieden handeln müssen – und handeln können. Denn hier liegt, trotz allem, auch eine Chance.

Schließlich setzt sich bei immer mehr Menschen die Erkenntnis durch, dass es etwas anderes, ein Europa von unten, ein grenzenloses Europa und ein Europa der sozialen Rechte braucht. Die aktuelle Bewegung in Frankreich gegen das Loi Travail ist ein gutes Beispiel dafür.“

 

Das Blockupy-Bündnis ruft für den 2. September dazu auf das Arbeitsministerium zu blockieren. Das Bündnis hatte im Mai beschlossen sich außerdem an einer bundesweiten Demonstration gegen Rassismus am 3.

Sebtember zu beteiligen. David Decker von Blockupy: „Wir lehnen die Politik der Verelendung, Ausgrenzung und Grenzziehung ab – und wir werden sie schon ab jetzt stören und dezentral an den Orten aktiv werden, an denen diese Politik geplant und ausgeführt wird: in den Parteizentralen der AfD ebenso wie bei der vermeintlichen Mitte, in und vor den Jobcentern dieser Welt und nicht zuletzt bei den Lobbyverbänden des Kapitals, wie dem BDI/BDA.“

 

 

Blockupy ist Teil eines europaweiten Netzwerks vielfältiger Bewegungen, Gewerkschaften, Parteien und Flüchtlingsinitiativen aus Italien, Spanien, Griechenland, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Frankreich und anderen Ländern, die Widerstand gegen das europäische Krisenregime leisten. Zusammen zielt das Bündnis darauf, eine europäische Bewegung schaffen, die die Macht des Krisenregimes und der Austeritätspolitik überwindet und damit beginnt, Demokratie und Solidarität von unten aufzubauen. Als grenzüberschreitende Bewegung richtet es sich ausdrücklich gegen jede rassistische oder nationalistische Spaltung, Verschwörungstheorien und Antisemitismus.

 

Das bundesweite Bündnis wird getragen von Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener emanzipatorischer Gruppen und Organisationen, darunter die Interventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften,

Jugend- und Studierendenverbände, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei Die Linke, das Netzwerk Friedenskooperative und das linksradikalen Bündnis „…umsGanze“.

Struggles around coal mining in South Africa am 06.07.16 in Berlin

antikohle naturfreunde

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Südafrika: Konflikte um den Kohlebergbau

(Struggles around coal mining in South Africa)

Mittwoch, 6. Juli 2016, 18:30 – 20:00 Uhr

Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referenten:
Melanie Müller (Politikwissenschaftlerin, FU Berlin)

Lucky Maisanye (Umweltaktivist aus Südafrika, Umweltorganisation Geasphere)

Moderation:
Andreas Baumert (Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.)
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Südafrika steht vor der Herausforderung, die Ziele des nationalen Entwicklungsplans 2030 umzusetzen. Dafür setzt die Regierung auf die Ausweitung des Kohlebergbaus, um die Elektrifizierung voranzutreiben und Südafrika als Industriestandort weiter zu entwickeln. In den letzten Jahren gab es regelmäßig kritische Meldungen über Probleme im Bergbau in Südafrika in Zeitungen, durch zivilgesellschaftliche Organisationen und soziale Bewegungen. Mitte Mai 2016 haben südafrikanische Umweltorganisationen zu Protesten gegen den Kohlebergbau in Südafrika aufgerufen. Die Demonstrationen standen im Zusammenhang mit der Kampagne „Break Free from Fossil Fuels“, bei der in dreizehn Ländern der Welt Proteste gegen den Abbau fossiler Energieträger stattfanden. Hinter der Debatte um die zukünftige Energieversorgung steckt zudem eine Reihe von Konflikten um die Entwicklung des Landes und um die Frage, wer von dieser Entwicklung profitiert.

Wir wollen die Konflikte in den beiden Provinzen Mpumalanga und Limpopo näher beleuchten. Dort werden gerade zwei der größten Kohlekraftwerke der Welt gebaut. Hierbei leisten die deutsche Bundesregierung, die KfW-IPEX-Bank sowie deutsche Unternehmen Unterstützung. Der Ausbau der beiden Kraftwerke ist mit Risiken für die Einhaltung der Menschenrechte verbunden, wie Melanie Müller von der Freien Universität darstellen wird. Sie hat gemeinsam mit der Organisation Misereor die Studie „Wenn nur die Kohle zählt. Deutsche Mitverantwortung für Menschenrechte im südafrikanischen Kohlesektor“ erarbeitet. Lucky Maisanye aus der vom Kohlbergbau besonders betroffenen Region um die Stadt Witbank, wird die Herausforderungen für die dortigen Gemeinden und die Erfahrungen aus seiner Arbeit als Umweltaktivist vorstellen.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

Einladung zur 9. Atommüllkonferenz, Sa., 24. September in Göttingen

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Liebe Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Interessierte,

bitte schenkt neben der Einladung zur nächsten Atommüllkonferenz am 24.9. in Göttingen (s. unten) noch zwei weiteren Punkten besondere Aufmerksamkeit:

  • Die neue Homepage der Atommüllkonferenz geht am 1. Juli 2016 online. Auf einer Seite werden dort die teilnehmenden Initiativen, Verbände und Gruppen genannt werden. Alle, die sich in ihrem Selbstverständnis als Teil der Atommüllkonferenz empfinden, sind herzlich aufgerufen, sich zurück zu melden und den jeweiligen Namen der Initiative, des Verbandes oder der Gruppe samt eines Links auf die Homepage (sofern gewünscht) zu nennen. Selbstverständlich bleibt die Auflistung offen, d.h. es können jederzeit weitere Einträge aufgenommen oder bestehende entfernt werden. Eine Rückmeldung bis zum 30.6. wäre schön!

 

  • Aufgrund der Themenfülle bei der kommenden Atommüllkonferenz, wurde beschlossen, das Thema „anstehende Castor/Atommülltransporte-Transporte“ in einem gesonderten Treffen am Folgetag – So. 25.09.16 – zu behandeln. Das ebenfalls in Göttingen stattfindende Treffen befindet sich noch in der Vorbereitung. Die Einladung folgt in Kürze.

Einladung zur 9. Atommüllkonferenz

Samstag, 24. September 2016
11.00 – 17.00 Uhr

Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7
37081 Göttingen

Inhaltliche Schwerpunkte sind die aktuellen und kommenden Probleme bei Zwischenlagern für abgebrannte Kernbrennstoffe, die Änderungen, die sich aufgrund von EU-Vorgaben im Strahlenschutzrecht abzeichnen, und die verschiedenen Folgen der Arbeit der Kommission „Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“. Die Planungen zum Projekt Atommüllreport werden fortgesetzt.

Programmübersicht:

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum
11.15 – 12.45 Uhr Fachdiskussionen

Zwischenlager für Kernbrennstoffe
Novellierung der Strahlenschutzverordnung
12.30 Uhr Vernetzungstreffen zu Freimessungen/Freigaben

12.45 – 13.45 Uhr Mittagspause
13.45 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen

Abschaltung – Stilllegung – Rückbau | HAW-Zwischenlager
Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll | Folgen aus der Atommüll-Kommission
Atommüllreport | Ergebnisse Rückstellungskommission, Redaktionstreffen

16.00 Uhr Abschlussplenum & Ergebnisse und Aussicht

Anmeldung
Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

Anreise
Mit der Bahn bis Bahnhof Göttingen. Die Volkshochschule befindet sich an der Bahnhofsallee direkt hinter dem Bahnhof.
Mit dem Auto: A7 bis Abfahrt Göttingen-Dransfeld, B3 Kasseler Landstraße, kurz vor Erreichen der Innenstadt und einer Eisenbahnbrücke
links in die Bahnhofsallee an der Rückseite des Bahnhofes.
Link VHS Göttingen http://vhs-goettingen.de/index.php?id=60

Kostenbeitrag
Zur Finanzierung bitten wir alle TeilnehmerInnen um einen Kostenbeitrag von 25,- € (incl. Tagungsgetränken und -imbiss).
Überweisung an die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.
Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)
IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00 Stichwort: AMK
(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

Aktuelle Informationen sowie Dokumente der vergangenen Konferenzen gibt es auf
www.atommuellkonferenz.de

Fotoexkursion: Auf den Spuren von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg

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Freitag 24.06.2016

  • Ort: Olof-Palme-Platz (Elefantentor)
  • Uhrzeit: 17.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante

Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg haben in Berlin vielfältige Spuren hinterlassen. Die Fotoexkursion begibt sich auf die Spuren der beiden großen Revolutionäre. Beginnend am ehemaligen Hotel Eden, in das die beiden von Freikorps verschleppt wurden geht es zu den Denkzeichen am Landwehrkanal und im Tiergarten.

Fototouren bei den NaturFreunden

Die Fotoexkursionen knüpfen an die Tradition der sozialkritischen Fotografie der politischen Linken an. Wandel aufzeigen, soziale Realitäten darstellen und mit den alltäglichen Erscheinungen des Lebens und der Arbeitswelt auseinandersetzen, war seit mehr als 80 Jahren Ziel der „Arbeiterfotografie“. An diese Tradition wollen die Touren anknüpfen und mithelfen, eine zeitgemäße Antwort auf kritische Fotografie zu geben. Mit dem Fotoapparat sollen Realitäten eingefangen werden, Gegensätze aufzeigt und damit eine Beitrag zur kritischen Betrachtung des eigenen Umfeldes geleistet werden.

Protest vor der US-amerikanischen Botschaft: Atomprogramm der USA beenden!

 

Die USA ist der größte Produzent von Atomstrom weltweit. In 99 Atomkraftwerken wird 30 Prozent des globalen Atomstroms produziert. Die Atomenergie trägt in den USA zur Produktion von ca. 20 Prozent des Stroms bei. In den USA laufen vor allem Uraltreaktoren. Seit 1977 war kein Neubauprojekt mehr gestartet worden, bis im Jahr 2013 der Bau von neuen Atomreaktoren in Georgia genehmigt wurde.

 

Derzeit erleben die USA eine Renaissance der Planungen für die Atomenergie. Grund ist die Konstruktion von neuen Druckwasserreaktoren vom Typ A1000 des Westinghouse-Konzerns. Vogtle 3 und 4 sollen als Referenzprojekt für diesen weiterentwickelten Reaktortyp fertigstellt werden. Nachdem die ursprüngliche Kostenplanung von fünf Milliarden Dollar ausging, werden die Reaktoren bis zu ihrer geplanten Fertigstellung mindestens zehn Milliarden Dollar kosten. Neben den beiden Atomreaktoren in Georgia sind weitere drei AKW in Bau.

 

Die AKW sind eine der Schlüsseltechniken für den Bau von Atomwaffen und stellen den „Rohstoff“ für die Atombomben zur Verfügung. In den USA gibt es einen engen Zusammenhang zwischen den Atomkraftwerken und dem militärisch-industriellen Komplex. Laut Sipri verfügen die USA über etwa 7000 Atomsprengköpfe. In den nächsten Jahren soll das US-amerikanische Atomwaffenarsenal für mehr als 300 Milliarden Euro modernisiert werden.

 

Wir fordern:

  • Sofortiges Ende des US-amerikanischen Atomprogramms!
  • Ausstieg aus der Atomenergie und Beendigung des Abbaus von Uran!
  • Abschaffung aller Atomwaffen!

 

Wir treffen uns:

Donnerstag, 23.06.2016

17.00 Uhr

Vor der US-amerikanischen Botschaft

Pariser Platz (Mittelinsel vor dem Brandenburger Tor)

 

 

NaturFreunde Berlin

Anti Atom Berlin

 

Protest vor dem Bundestag: Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden!

antimil frieden

Am Donnerstag, den 23.06.2016, stehen im Deutschen Bundestag zwei Abstimmungen über Auslandseinsätze der Bundeswehr auf der Tagesordnung. Die „Fortsetzung der deutschen Beteiligung an der internationalen Sicherheitspräsenz in Kosovo“ und die „Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der „United Nations Interim Force in Lebanon“ (UNIFIL)“.

 

Die Friedensbewegung setzt sich für ein Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr ein und fordert einen Rückzug aller Bundeswehrtruppen aus dem Ausland.

 

Gemeinsam fordern wir:

  • Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden!
  • Keine Militarisierung der Außenpolitik!
  • Rüstungsexporte verbieten!

 

Wir treffen

Donnerstag, 23.06.2016

12.00 Uhr

Vor dem Deutschen Bundestag

Platz der Republik (vor dem Haupteingang Bundestag)

 

 

NaturFreunde Berlin

FRIKO Berlin

Freihandelsabkommen CETA – Was bedeutet es für Berlin?

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Am 29.2.2016 wurde die Endfassung des Vertragstextes über das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement zwischen EU und Kanada) veröffentlicht.
Im Herbst 2016 will der Europäische Rat über die Unterzeichnung und vorläufige Anwendung von CETA entscheiden. Mit Beginn des Ratifizierungsverfahrens für CETA ist im September zu rechnen. Die Kritik des DGB und der zivilgesellschaftlichen Organisationen zu CETA sind in dem vorliegenden Text nicht ausreichend berücksichtigt.

Der DGB Berlin und Attac mit Unterstützung des Berliner Netzwerks gegen TTIP, CETA und TISA wollen daher die Abgeordnetenhauswahlen im September nutzen, um die Berliner Parteien zu fragen:

Wie stehen Sie zu CETA?
Wie wirkt sich CETA auf die Lebensverhältnisse und die politischen Handlungsspielräume in Berlin aus?
Wir laden ein zu einer Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien
Datum: Donnerstag, den 30. Juni 2016,
Uhrzeit: 18.00 – 20.00h
Ort: Berliner DGB-Haus, Keithstraße 1+3, 10787 Berlin, Leuschner-Saal
Themenschwerpunkte:
– Betroffenheit Berlins, Daseinsvorsorge, Arbeitnehmerrechte
– Ratifizierungsverfahren, vorläufige Anwendung, Position Berlins im Ratifizierungsverfahren,
– Investitionsschutz, Schiedsgerichte
SPD: Jan Stöß (Mitglied des SPD-Parteivorstandes und Kandidat für das Abgeordnetenhaus)
CDU: N.N.
Bündnis 90/DIE GRÜNEN: Anja Schillhaneck (Mitglied des Abgeordnetenhauses, europapolitische Sprecherin)
Die Linke: Carsten Schatz (Mitglied des Abgeordnetenhauses, europapolitischer Sprecher)
Piraten: Bruno Kramm (Piratenpartei, Vorsitzender des Landesverbands Berlin)
Moderation: Heiko Glawe, DGB-Region Berlin, Michael Eule (Attac Berlin)
V.i.S.d.P. Heiko Glawe DGB Berlin, Michael Eule Attac Berlin

KASA Newsletter 1/2016

postkolonial lumumba

Liebe LeserInnen,
liebe TrägerInnen, PartnerInnen und FreundInnen,

seit zwanzig Jahren steht die KASA für den Kampf für sozio-ökonomische Gerechtigkeit im Südlichen Afrika und hier. Hervorgegangen aus der kirchlichen Anti-Apartheid-Bewegung haben sich ihre Themen – Entschuldung und Entschädigung, Landfrage und Handel – nicht geändert, weil die Rahmenbedingungen nach wie vor zu Ungunsten der marginalisierten und vulnerablen Bevölkerungsgruppen ausgehandelt werden. Nach wie vor werden Initiativen und Organisationen wie die KASA gebraucht. Dies zeigt sich in unserem Jubiläumsjahr besonders deutlich und mit aller Macht: BASF ist durch ihre Lieferkettenverantwortung verstrickt mit dem Massaker von Marikana, das 2012 mehr als 40 Arbeitern das Leben gekostet, und über 100 verletzt hatte. Doch BASF weigert sich, wie andere transnationale Konzerne zuvor, sich der Verantwortung zu stellen. Und einmal mehr versucht die KASA, den Opfern und Überlebenden Gehör zu verschaffen, ihnen Plattformen wie etwa die Aktionärsversammlung der BASF zur Verfügung zu stellen, um ihre Forderungen vorzutragen.

Dieser Newsletter ist der zweiwöchigen Speakers Tour einer Südafrikanischen Delegation mit dem Titel „BASF und das Massaker von Marikana” gewidmet.

Auch im Bereich der Landfrage sind die Kontinuitäten sichtbar. War die sklavenähnliche Situation der FarmarbeiterInnen während der Apartheidzeit Auslöser für die Früchteboykottkampagne, so muss auch heute noch festgestellt werden, dass diejenigen, die Lebens- und Genussgüter mit ihren eigenen Händen produzieren, selbst kaum genug zum Leben haben. Dies zeigt die gerade erschienene Studie zur Situation der FarmarbeiterInnen im Südlichen Afrika überdeutlich.

Doch bevor die anschließenden Berichte die Arbeit der KASA in den vergangenen Wochen nachzeichnen, möchten wir uns auch auf diesem Weg für die Zusammenarbeit, das Interesse und die uns zuteil gewordene Unterstützung während der letzten 20 Jahre bedanken und zu unserer Jubiläumstagung unter dem Motto „Solidarität neu beleben. Nord-Süd-Beziehungen unter veränderten Rahmenbedingungen” einladen. Sie findet am Samstag, 4. Juni 2016 ab 9 Uhr 30 in der Arche/Wicherngemeinde, Breslauer Str. 39, 69124 Heidelberg-Kirchheim statt.

Wir freuen uns auf Eurer/Ihr Kommen!
Mit solidarischen Grüßen aus Heidelberg,
das KASA-Team

„Plough back the fruits“ – Ausstellungseröffnung in Wien
Die Witwen von Marikana fordern von BASF, dem Hauptabnehmer des Platins von Lonmin, Entschädigung für die Ermordung ihrer Angehörigen, denn der Chemiekonzern hat über Jahre hinweg von den niedrigen Löhnen und erbärmlichen Lebensumständen der Minenarbeiter profitiert. Und genau diese Umstände haben letztendlich zu dem Streik und dem Massaker geführt. Lonmin trägt daran eine Mitschuld und damit auch der Ludwigshafener Konzern.
von Simone Knapp | weiterlesen

Allen Widrigkeiten zum Trotz: Die Witwen verschaffen sich Gehör auf der Aktionärsversammlung von BASF
„Wir sind heute hierhergekommen um mit Ihnen zu sprechen und Ihnen davon zu erzählen was am anderen Ende ihrer Lieferkette passiert. Wir fragen Sie, was Sie unternehmen werden, dass Lonmin die weiterhin offenen Probleme, die zu dem Streik vor drei Jahren führten endlich entschieden angeht: Weiterhin werden Löhne bezahlt, die Familien unter dem Existenzminimum vegetieren lassen. Weiterhin lebt die Mehrheit der ArbeiterInnen und ihrer Familien in Slums. In Ihren letzten Statements sind all diese Fragen nicht behandelt. Und solange diese Fragen nicht beantwortet sind, kann es keine Lösung geben. Wir sagen: Plough back the fruits! Geben Sie uns unsere legitimen Anteile am Reichtum zurück!“
von Simone Knapp | weiterlesen

Die Kirche im Dialog. Ein Besuch in Speyer 
Wenn es um Unternehmens- und Lieferkettenverantwortung geht, stellt sich nach jahrelangen Dialogprozessen die Frage, ob es nicht endlich an der Zeit ist, sich für rechtlich verbindliche Strukturen stark zu machen. Doch die Kirchen beharren nach wie vor auf den Dialog und tun sich zuweilen schwer damit, den Armen, Marginalisierten und Opfern wirklich zur Seite zu ste-hen und für sie zu kämpfen. Allzu oft sind auch sie verstrickt in die Zwänge der Geldbeschaffung.
von Simone Knapp | weiterlesen

Reden ist Silber, Handeln ist Platin. Platinabbau in Südafrika und die Lieferkettenverantwortung der deutschen Industrie
So hieß die erste Veranstaltung in Deutschland im Rahmen der Speakers Tour „BASF und das Massaker von Marikana“. Getragen wurde die Berliner Veranstaltung von Brot für die Welt und der Rosa Luxemburg Stiftung. Die folgenden Zeilen fassen ein paar Eindrücke aus dieser Veranstaltung zusammen, die aus zwei Hauptpodien bestand. Das erste beschäftigte sich mit den Ereignissen von Marikana in 2012 und mit den Entwicklungen im Platinabbau seitdem. Das zweite Podium konzentrierte sich auf die Diskussionen um Unternehmensverantwortung und –regulierung in Deutschland. An dieser Struktur orientiert sich auch dieser Artikel.
von Boniface Mabanza | weiterlesen

BASF und das Massaker von Marikana. Eine südafrikanische Delegation in Berlin
Während des Aufenthalts der südafrikanischen Delegation in Berlin fanden abgesehen von der Auftaktveranstaltung zum Thema „Reden ist Silber, Handeln ist Platin“, über die in diesem Newsletter ausführlich berichtet wird, vier weitere Aktivitäten statt: zwei Filmvorführungen, eine Arbeitssitzung mit Vertreterinnen des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und eine Infoveranstaltung im Bundestag. Auf diese vier Veranstaltungen wird hier in den folgenden Zeilen kurz eingegangen.
von Boniface Mabanza | weiterlesen

Bischof Jo Seoka und der Kampf der Minenarbeiter von Marikana und deren Angehörige für Gerechtigkeit und Wiedergutmachung
In einem am 29.04.2016 in der Frankfurter Rundschau erschienenen Artikel unter der Über-schrift „BASF soll Opferfonds in Südafrika einrichten. Kritische Aktionäre stellen Antrag zur Hauptversammlung“ beschrieb der Südafrika-Korrespondent der Zeitung, Johannes Dieterich, Bischof Jo Seoka spöttisch als einen branchenfremden Gottesmann, der nach Einschätzung des neuen Geschäftsführers von Lonmin, Ben Magara, „die guten Beziehungen zwischen BASF und Lonmin nicht gefährden“ könne. Abgesehen davon, dass Bischof Seoka in diesem Artikel eine Forderung in den Mund gelegt wird, die er während der gesamten Speakers Tour in Deutschland kein einziges Mal formuliert hatte und mit der er sich auch nicht auseinandersetzt, ist es bedauerlich festzustellen, wie polemisch sich Johannes Dieterich in diesem Artikel, wie auch in vielen, die er von Cape Town aus über das ganze Südliche Afrika  schreibt, präsentiert. Seine süffisante Attitüde, die den gesamten Artikel durchzieht, veranlasst mich, ein paar Worte darüber zu verlieren, warum sich der von ihm genannte „branchenfremde Gottesmann“ so intensiv an der Seite der Minenarbeiter von Marikana und deren Kampf für Gerechtigkeit engagiert. Jo Seoka mag kein Manager eines börsennotierten Unternehmens sein, nichtsdestotrotz hat er seinen berechtigten Platz in den Auseinandersetzungen um die  Beziehungen zwischen Lonmin und BASF.
von Boniface Mabanza | weiterlesen

Verbindung in die Schweiz. Marikana-Platin-Zug 
Bei ihrem Abstecher in die Schweiz machte die Delegation aus Südafrika auf die Rolle der Handelsniederlassung BASF Metals GmbH in Zug aufmerksam und hinterließ ein Memoran-dum mit einem Forderungskatalog in deren Briefkasten. Die Firma hatte sich geweigert, die Witwen und Bischof Seoka zu empfangen und das Schreiben persönlich entgegen zu nehmen. Die von der KEESA (Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika) und dem Solifonds  organisierte Kundgebung vor dem Büro von BASF Metals GMbH sowie die Entschädigungsforderungen erhielten gebührende mediale Beachtung. Mit Bezug auf die Platinimporte verlangten ParlamentarierInnen der Grünen mit einer Interpellation im Nationalrat vom Bundesrat Auskunft zur in Aussicht gestellten Regulierung des schweizerischen Rohstoffhandelsplatzes.
Als die Medien im August 2012 über das Massaker an 34 streikenden Arbeitern in der Pla-tinmine des in London beheimateten Bergbaukonzerns Lonmin berichteten, war noch nicht bekannt, wie stark der Handelsrohstoffplatz Schweiz in dieses Ereignis verwickelt war. Die Brutalität, mit welcher die Polizei des demokratischen Südafrikas gegen unbewaffnete Minenarbeiter vorgegangen war, entsetzte Tausende von Menschen auf der ganzen Welt, so auch die KEESA. Das Entsetzen verstärkte sich je mehr Einzelheiten über den Ablauf der Ereignisse bekannt wurden. Der Dokumentarfilm „Miners Shot Down“ spielte dabei eine wichtige Rolle, und die KEESA organisierte 2015 Vorführungen des Films in verschiedenen Schweizer Städten. Sie lud dazu auch Bischof Jo Seoka ein, der über die „Marikana Solidarity Campaign“ und die Forderungen der Witwen und anderen Geschädigten informierte.
von Barbara Müller | weiterlesen

Die Vergessenen – FarmarbeiterInnen im Südlichen Afrika
Mit je einer Studie aus Sambia und Simbabwe, einem Feature über die Situation in Namibia und einer Bestandsaufnahme der Debatte in Südafrika will die neue Broschüre der KASA denen, deren Produkte auf unserem Tisch landen, ein Gesicht geben. Zudem will sie ihnen eine Plattform bieten und die Debatte anregen, wie unser Beitrag zur Verbesserung ihrer Lage aussehen könnte.
von Simone Knapp | weiterlesen

Solidarität neu beleben. Nord-Süd-Beziehungen unter veränderten Rahmenbedingungen
Tagung anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA)
Samstag, 4. Juni 2016 in der Arche, Heidelberg-Kirchheim, Wicherngemeinde, Breslauer Str. 39, 69124 Heidelberg
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Impressum

Herausgeberin:
KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
im WeltHaus Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5, 69115 Heidelberg
Telefon (06221) 43336-12, Telefax (06221) 43336-29
kasa@woek.de, www.kasa.de

Netz oder Nie – Wie steht es um die Rekommunalisierung der Energieversorgung in Berlin

energietisch volksbegehren - Kopie

Dienstag, 14. Juni 19:00 – 21:00
Robert-Havemann-Sall, Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode kommt erneut Bewegung in die Berliner Energiediskussion. Das Stromnetzkonzessionsverfahren geht in eine entscheidende Phase. Noch vor der Sommerpause könnte mit dem dritten Verfahrensbrief sogar eine Vorentscheidung fallen.

Aber auch beim Gasnetzverfahren stehen wichtige Entscheidungen an. Der Senat hat erst kürzlich erklärt die GASAG zusammen mit E.ON übernehmen zu wollen. Dies könnte nicht nur Auswirkungen auf die gerichtliche Auseinandersetzung um die Gasnetzkonzession haben, sondern auch auf die Entwicklung des Stadtwerkes.

Bevor der Wahlkampf in seine heiße Phase geht, lädt der Berliner Energietisch die energiepolitischen Sprecher der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien zu einer Diskussionsrunde ein. Dabei wollen wir über folgende Leitfragen diskutieren:

> Wie geht es mit den Energienetzkonzessionen weiter?
> Welche Entwicklungsperspektive haben die Berliner Stadtwerke?
> Welche Weichen werden noch in dieser Legislaturperiode gestellt?

Wir diskutieren mit
> Daniel Buchholz, SPD-Fraktion
> Michael Garmer, CDU-Fraktion
> Pavel Meyer, Piraten-Fraktion (angefragt)
> Michael Schäfer, B90/Grüne-Fraktion und
> Harald Wolf, Fraktion-Die Linke
> Christine Kühnel, Berliner Energietisch.

Die Moderation wird Frau Eva Rönspieß von BürgerBegehren Klimaschutz übernehmen.

-- 
Berliner Energietisch
Dr. Stefan Taschner

05.06.16: Aktion gegen CETA beim SPD-Parteikonvent

ttip wegkicken

Am Sonntag tagt in Berlin der SPD-Parteikonvent. Es kommen die SPD-Delegierten zusammen, die über CETA abstimmen. Sie stecken in einem Dilemma. Einerseits ist ihnen klar, dass die Bürger/innen TTIP und CETA genauso wenig wollen wie die einfachen Mitglieder ihrer Partei. Andererseits wollen sie immer noch keine Entscheidung gegen ihren Vorsitzenden Sigmar Gabriel treffen – obwohl sie wissen, dass er sich in ein Thema verbeißt, bei dem es nichts zu gewinnen gibt. Am liebsten also würden sich die Delegierten drücken. Doch genau das dürfen wir nicht zulassen!

Mit einem bunten und pressewirksamen Protest vor dem Parteikonvent im Willy-Brandt-Haus erinnern wir die SPD-Delegierten an die roten Linien, die die Partei zu CETA und TTIP gezogen hat. Die SPD-Linke hat für TTIP bereits ein Stopp der Verhandlungen gefordert – das muss nun auch für CETA passieren. Denn: Rund 73 Prozent aller SPD-Wähler lehnen diese Art von Freihandelsabkommen ab.[1]
Ort: Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße / Wilhelmstraße (Stadtplanlink)
Zeit: Sonntag, 5. Juni 2016, von 9 bis ca. 10.30 Uhr

An der Aktion beteiligen sich neben Campact weitere Berliner Verbände: BUND, NaturFreunde Deutschlands, Attac, Berliner Wassertisch, Mehr Demokratie, DIDF Berlin und Anti Atom Berlin.