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Archiv für die Kategorie ‘NaturFreunde’

Berliner Energietisch: Berlin sagt Nein zu neuem Tagebau

Pressemitteilung vom 13.1.2015

energietisch volksbegehren - Kopie

Tagebau Welzow-Süd II stoppen
Berlin sagt Nein zu neuem Tagebau

In der morgigen Parlamentssitzung des Abgeordnetenhauses soll laut Beschlussvorlage des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt ein erster Schritt unternommen werden den neuen Tagebau Welzow-Süd II zu stoppen. Auf Initiative der Grünen, fordern alle im Ausschuss vertretenden Parteien einstimmig, die unverzügliche Einberufung der gemeinsamen Landesplanungskonferenz von Berlin und Brandenburg durch den Berliner Senat.

Das Bündnis Kohleausstieg Berlin hat bereits im Sommer 2014 diesen Schritt eingefordert und sieht gute Möglichkeiten des Landes Berlin auf neue Tagebaue Einfluss zu nehmen. Ein Rechtsgutachten im Auftrag zweier Bündnismitglieder (BUND Berlin und BürgerBegehren Klimaschutz) ist zu dem Schluss gekommen, dass Berlin über die Gemeinsame Landesplanung auf die Brandenburger Tagebaupläne einwirken kann. Der renommierte Umweltjurist Dirk Teßmer weist darauf hin, dass „zu den Aufgaben der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung u.a. auch die Erarbeitung, Aufstellung, Änderung, Ergänzung und Fortschreibung der Braunkohlenpläne“ gehören und Berlin volles Mitspracherecht bei dieser Planung hat.

„Die Verstromung der Braunkohle ist unvereinbar mit der gemeinsamen politischen Vorgabe von Berlin und Brandenburg zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Allein durch den Tagebau Welzow-Süd II könnten zusätzlich 200 Mio. Tonnen Braunkohle erschlossen werden, bei deren Verstromung 200 Mio. Tonnen klimaschädliches CO2 entstünden. Dies entspräche dem CO2-Ausstoß Berlins der letzten 10 Jahre“, erklärt Stefan Taschner von BürgerBegehren Klimaschutz .

Kohleausstieg Berlin setzt sich zusammen aus Vertreter*innen verschiedener entwicklungs- und umweltpolitisch aktiven Organisationen. Zu den Kohleaussteiger*innen zählen unter anderem: Attac Berlin, Berliner Energietisch, BUND Berlin, BürgerBegehren Klimaschutz, gegenstromberlin, Greenpeace Berlin, GRÜNE LIGA Berlin, NaturFreunde Berlin, PowerShift und 350.org.

Link zum Gutachten:
http://www.buerger-begehren-klimaschutz.de/images/gutachten%20gl%20braunkohle.pdf

Weitere Informationen:
www.kohleausstieg-berlin.de
www.facebook.com/kohleausstiegberlin

NOlympia Berlin: SENAT verschaukelt die Berliner*innen mit dem Olympiaabstimmungsgesetz

PRESSEERKLÄRUNG NOlympia Berlin 20.01.2015

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Bereits im Herbst 2013 wurde über eine erneute Bewerbung Berlins nachgedacht, der Senat, bzw. SPD und CDU hatten also alle Zeit der Welt eine Verfassungsänderung anzustoßen, um die Möglichkeit zu schaffen, die Berliner*innen in einem für die Politik verbindlichen  Volksentscheid darüber abstimmen zu lassen, ob sie eine Bewerbung um Olympische Sommerspiele wollen oder nicht. Trotz andauernder Willensbekundungen, die Berliner*innen (mit)entscheiden zu lassen, ist nichts passiert! Auch ein Konzept für Beteiligungsverfahren, die das Wort auch verdienen, liegt bis heute nicht vor.

Die Uhren für eine notwendige Verfassungsänderung, um eine verbindliche Volksbefragung durchzuführen, sind jetzt abgelaufen. Stattdessen versucht der Senat nun das Abstimmungsgesetz so zu verbiegen, dass es eine „Befragung von oben“ ermöglicht. Viele  Fragen bleiben dabei offen, z.B. die des Quorums, wer abstimmen darf, oder die Einbeziehung der Opposition. Reicht die Mehrheit der Regierungsfraktionen aus, die Abstimmung auf den Weg zu bringen, käme dies einem Rückfall in den Feudalismus gleich.  Hochherrschaftliche Gnadenakte statt demokratischer Prozesse.

Die Berliner Verfassung schließt aus, dass das Ergebnis einer solchen Befragung verbindlich ist, und anders als bei einem Volksentscheid haben die Kritiker*innen hier auch keinen  Einfluss auf den Inhalt und die Fragestellung. Hinzu kommt, dass eine Abstimmung zum jetzigen Zeitpunkt ohne Kenntnis aller Bedingungen, Kosten und vor allem des Inhaltes des „Host City Vertrages“ (Vertrag zwischen Berlin und IOC) einem Blindflug gleich kommt.

Auch der beabsichtigte Zeitpunkt der Durchführung, der 13. September, gibt Rätsel auf. Am 15. September endet die Frist für die Anzeige der Bewerbung beim IOC. Sinnvoll – wenn überhaupt – wäre doch eine Abstimmung vor dem 21. März 2015, wenn der DOSB  entscheiden will, mit welcher Stadt er ins olympische Rennen gehen will.

Sollte sich der DOSB für Berlin entscheiden, werden Senat, LSB und IHK alles in die Waagschale werfen, nach dem Motto „Koste es was es wolle“, um mit einem Millionenwerbeaufwand die bisher nicht vorhandene Olympiabegeisterung in der Stadt herzustellen und sich auch gegenüber dem IOC attraktiv darzustellen. Der Senat spielt ein falsches Spiel.

Bündnis TTIP unfairHandelbar: Überwältigende Mehrheit gegen Schiedsgerichte in TTIP

Bündnis Stop TTIP
Bündnis TTIP unfairHandelbar
Pressemitteilung
13.01.2015

TTIP unfairHandelbar

+++ Überwältigende Mehrheit gegen Schiedsgerichte in TTIP +++
Überwiegend negative Antworten im EU-Konsultationsverfahren / EU-Kommission sollte Konsequenzen ziehen

Rund 97 Prozent der teilnehmenden Personen, Verbände und Firmen lehnen Schiedsgerichte zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Staaten und Konzernen ab, so lautet das heute veröffentlichte Ergebnis einer offiziellen EU-Konsultation zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP. Im Rahmen der europaweiten Befragung zum Investitionsschutzkapitel im geplanten Freihandelsabkommen waren rund 150.000 Eingaben gemacht worden.

„Das Ergebnis der Konsultation spricht eine deutliche Sprache: Diese Schiedsverfahren sind eine Gefahr für die Demokratie und in Europa nicht erwünscht. Die EU-Kommission muss ihr eigenes Verfahren ernst nehmen und die Verhandlungen sofort beenden. Das europäisch-kanadische Abkommen CETA, das ein ähnliches Investitionsschutzkapitel enthält, darf nicht ratifiziert werden“, fordert Karl Bär, Sprecher der selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative (sEBI) Stop TTIP.

Die Investitionsschutzkapitel beinhalten Mechanismen und Regeln für die Konfliktbearbeitung zwischen Staaten und Unternehmen, das so genannte „Investor-State Dispute Settlement“ (ISDS). Diese Regelungen würden es ausländischen Investoren ermöglichen, Staaten vor privaten Schiedsgerichten zu verklagen. In den vergangenen Jahren haben Unternehmen im Rahmen von bereits bestehenden Abkommen wiederholt Milliardenklagen gegen Staaten angestrengt: So verklagte der schwedische Energieriese Vattenfall die deutsche Bundesregierung wegen Umweltauflagen für ein Kohlekraftwerk, der kanadische Öl- und Gaskonzern Lone Pine strengte wegen eines Fracking-Moratoriums ein Verfahren gegen die eigene Regierung an. „Diese Beispiele zeigen, dass die Verfahren von Konzernen genutzt werden, um Umweltauflagen zu verhindern, demokratische Regulierung einzuschränken und sich aus der Staatskasse zu bedienen“, so Bär weiter.

Um die öffentliche Debatte über den Investitionsschutz in den Abkommen mit USA und Kanada zu beruhigen, befragte die EU-Kommission von Ende März bis Mitte Juli 2014 die Öffentlichkeit. Die Formulierung der Konsultation legte allerdings von Anfang an eine positive Beurteilung des Investitionsschutzes nahe. Die wesentliche Frage, ob ISDS Teil des transatlantischen Freihandelsabkommens sein sollte, wurde gar nicht gestellt. Dennoch gingen 145.000 Antworten ein, die das Investitionsschutzkapitel oder das gesamte Freihandelsabkommen generell ablehnen. Dabei nutzte ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger Online-Angebote, die das Umweltinstitut München und weitere europäische Organisationen bereitgestellt hatten, um die Beteiligung an der unnötig komplexen Konsultation zu erleichtern.

„Hinter jeder dieser Eingaben steht ein Mensch, der ISDS und in vielen Fällen auch TTIP ablehnt. Die einzig ernstzunehmende Konsequenz, die die Kommission aus der regen Beteiligung an der Konsultation ziehen kann, ist es, auf ISDS vollständig zu verzichten“, so Nelly Grotefendt, Koordinatorin des Bündnisses TTIP unfairHandelbar.

„Wenn die EU-Kommission dennoch am Investorenschutz festhält, zeigt sie, dass es ihr nicht um echte Bürgerbeteiligung, sondern nur um Augenwischerei ging. Und das schon zum zweiten Mal: Auch die europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA wurde aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt. Die Kommission fördert damit die EU-Verdrossenheit und schadet der europäischen Idee“, so Karl Bär. „Den Widerstand gegen TTIP wird sie damit nicht aufhalten können!“

Mit der selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative Stop TTIP, die von 340 Organisationen aus ganz Europa getragen wird, protestieren mittlerweile über 1.260 000 Menschen gegen TTIP und CETA.

Naturfreundehaus Elmstein: Was ist heute links?

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Einladung

Was ist heute links?

Naturfreundehaus Elmstein, Esthalerstaße 63 – 67, 67471 Elmstein
Freitag, 27. Febr. 2015: 15.°° Uhr Ankunft, Imbiss, Begrüßung
16°° Uhr: Ökonomische und politische Lage der kapitalistischen Gesellschaften – Analyse, Perspektiven, Akteure
Referent: Prof. em. Elmar Altvater, Berlin

Ab 20°° Uhr oder am Samstag: Der GDL-Streik und die Grundrechte- Konkurrenz und Solidarität
Claus Weselsky, GDL-Vorsitzender und Winfried Wolf, Lunapark, Hrsg. Streikzeitung.

Samstag, 28. Febr. 9.30 Uhr: Israel – Palästina – Linke Positionen?
Giora Rosen, Tel Aviv, Verleger (u.a. von Hannah Arendt, T.W. Adorno), ehem. Ombudsmann des israelischen Privatfernsehens.

14.30 Uhr: Fortsetzung und danach: Kapitalismus-Rechtsstaat-Menschenrechte.
Prof. em. Albert Krölls, Hamburg

19°° Abendessen

Sonntag, 1. März 9.30 Uhr: Gibt es die eine linke Idee? Einen linken Hauptnenner? Weltweit? Prof. em. Alex Demirovic, Berlin/Frankfurt

Fazit zur Gesamtveranstaltung: Das ist heute links! Das könnten linke Projekte sein! Aussprache bis ca 12.30h
——————————-

„Sonderangebot“ 13.30 – 16°° Uhr: Die Finanzkrise und warum linke Kritiker dafür sorgen, dass wir auch für die nächste Krise zahlen werden.

Workshop mit Hermann Lueer, Hamburg.
Wir bitten um Anmeldung:www.naturfreundehaus-Elmstein.de / Tel.: 06328-229

Teilnehmerbeitrag: 20 €, ermäßigt: 10 €, Mittagessen 10,- €, Abendessen 8,- €, sowie à la carte
Übernachtung mit Frühstück: 30 €, im Doppelzimmer 25 €, im Mehrbettzimmer 20,- €
Veranstalter: Die Naturfreunde Ludwigshafen e.V., ver.di Rhein-Neckar, Rosa Luxemburg Gesellschaft, Regionalbüro Rheinland-Pfalz; Zukunftsforum Gewerkschaften Rhein-Neckar (MA/LU/HD), attac Mannheim und Ludwigshafen

NaturFreunde Berlin: Umbenennung der Poelchau-Schule nicht akzeptabel

Aufgrund des mehrheitlichen Beschlusses der Schulkonferenz der „Poelchau-Schule“, ihren Namen in „Sportschule am Olympiapark“ ändern zu wollen, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch:

 

Umbenennung der Poelchau-Schule nicht akzeptabel

 

  • NaturFreunde Berlin fordern Senatsverwaltung auf, einer Umbenennung der Poelchau-Schule nicht zuzustimmen –

Berlin, 14.01.14 – Die Entscheidung der Schulkonferenz, die „Poelchau-Schule“ in „Schule am Olympiapark“ umzubenennen ist falsch und ahistorisch. Die Schule ist nach den beiden Widerständlern Dorothee und Harald Poelchau benannt. Das Ehepaar rettete vielen Jüdinnen und Juden durch ihre Arbeit das Leben. Bis heute sind beide ein Vorbild für nachfolgende Generationen.

Die NaturFreunde Berlin haben die Senatsverwaltung aufgefordert, sich für die Beibehaltung des Namens des Ehepaares Poelchau im Namen der Schule einzusetzen. Harald und Dorothee Poelchau werden in der Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern genannt. Die NaturFreunde Berlin sind der Überzeugung, dass es gerade für eine „Eliteschule des Sports“ ebenfalls eine Ehre, aber vor allem auch eine Verpflichtung ist, diesen Namen weiterhin zu tragen – beispielsweise wäre eine Umbenennung in „Poelchau – Sportschule im Olympiapark“ eine Lösung, die Geschichtsbewusstsein zeigt und zugleich der beabsichtigten Profilbildung entgegen kommt.

In einem Brief an die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres erklären die NaturFreunde Berlin:

„Die Poelchau-Oberschule bezeichnet sich selbst bisher als „Poelchau-Oberschule, Eliteschule des Sports“. Gerade in Berlin, wo der Sport in den 30er Jahren durch die Nazis massiv missbraucht wurde, ist die Entscheidung, eine „Eliteschule des Sportes“ in Zukunft bewusst nicht mehr nach Widerstandskämpfern gegen die Nazis benennen zu wollen, völlig unbegreiflich und nicht akzeptabel.“

Weiter die NaturFreunde in dem Brief an die Senatorin:

„Auch vor dem Hintergrund des Umzugs der Schule in den Olympiapark, dessen Geschichte eng verknüpft ist mit dem NS-Spitzensport in der Zeit von 1933 bis 1945, ist eine Umbenennung ahistorisch und völlig inakzeptabel. Gerade die Beibehaltung des Namens wäre ein wichtiger Beitrag zur geschichtlichen Einordnung des Spitzensports am Olympiagelände und zur kritischen Reflektion dieser Geschichte des Spitzensports.

Eliteschulen des Sports werden mit hohen Summen an Steuermitteln unterstützt – mit dem Ziel, zukünftige Spitzenleistungen im sportlichen Bereich zu ermöglichen. Manche der Abgängerinnen und Abgänger solcher Schulen werden aufgrund ihrer sportlichen Leistungen ins internationale Rampenlicht kommen. Es ist nur zu wünschen, dass über die Vita dieser Sportlerinnen und Sportler auch die (noch) Namensgeber der Schule im öffentlichen Gedächtnis gehalten werden.

Das nach längeren Diskussionen an der Schule die Abwägung zwischen der geschichtlichen Verantwortung gerade auch im Spitzensport mit seiner hohen Öffentlichkeitswirkung einerseits und der (vermeintlich?) besseren PR-Wirkung des jetzt angestrebten Namens andererseits die Entscheidung gegen den bisherigen Namen gefällt wurde, ist nicht vermittelbar.“

NaturFreunde anerkannter Sportverband des Breitensports

Die NaturFreunde sind bundesweit anerkannter und arbeitender Sportverband. Sie gliedern sich in vier sportlichen Fachgruppen (Bergsport, Kanusport, Schneesport, Wandern); 4 Bundeslehrteams mit rund 60 Bundesausbildern; 32 Ausbildungsgänge, knapp 150 Ausbildungstermine allein für das Jahr 2014; mehr als 1.000 aktive Trainer und Tourenführer mit speziellem Sportausweis, davon etwa 230 Wanderleiter, 70 Kanusportler, 350 Bergsportler, 490 Schneesportler; rund 30 Skischulen. In Berlin sie die NaturFreunde in den Bereichen Bergsport, Wandern, Schneesport und Wassersport aktiv und bieten Ausbildungen und sportliche Aktivitäten an.

Ukraine: Konfrontation und Eskalation beenden!

Pressemitteilung

Ukraine

Am Mittwoch und Donnerstag ist der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk in Berlin um Gespräche über die zukünftige Strategie Deutschlands, der EU und der NATO gegenüber der Ukraine und Russland zu führen. Um 12.00 Uhr wird von Frau Merkel im Bundeskanzleramt empfangen.

Ukraine: Konfrontation und Eskalation beenden!

– Friedenskoordination Berlin (FRIKO Berlin) und NaturFreunde Berlin protestieren vor Bundeskanzleramt –

Mit Transparenten, Reden und Plakaten werden die Protestierenden ein sofortiges Ende des brutalen Kriegs der Regierung von Herr Jazenjuk gegen einen Teil der eigenen Bevölkerung fordern. Die Zusammenarbeit der neuen Machthaber in der Ukraine und des ukrainischen Militärs mit faschistischen „Freiwilligenverbänden“ und Paramilitärs muss beendet werden. Die faschistischen Verbände verboten werden.

Mit Transparenten und durch Reden werden die Demonstrierenden von Bundeskanzlerin Merkel und Herrn Jazenjuk fordern:

• Keine Osterweiterung von EU und NATO!
• Keine Zusammenarbeit mit Faschisten!
• Sanktionen gegen Russland sofort beenden!
• Keine Waffenexporte in die Ukraine!

Die Protestkundgebung findet statt:
Donnerstag, 08.01.2015
11.30 Uhr
Forum vor dem Bundeskanzleramt

NaturFreunde fordern Regierungserklärungen der Bundeskanzlerin

Grexit: Was bleibt von der Idee Europa?

NaturFreunde Deutschlands fordern Regierungserklärungen der Bundeskanzlerin

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Berlin, 5. Januar 2015 – Anlässlich der Spekulationen über einen griechischen Euro-Ausstieg erklärt der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller:

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel muss Regierungserklärungen vor und nach der Wahl in Griechenland abgeben. Denn das Thema Griechenland ist zu wichtig, um es zum Gegenstand allgemeiner Spekulationen zu machen. Die Frage ist: Was für ein Europa will Frau Merkel? Will sie Griechenland instrumentalisieren und eine innenpolitische Botschaft an ihre Kritiker von rechts abgeben oder will sie damit in den griechischen Wahlkampf eingreifen. Beides wäre fatal, kurzsichtig und antieuropäisch.

Angela Merkel hat keine zukunftsweisende Idee von Europa

Ob die Überlegungen der Bundesregierung zu einem Ausschluss Griechenlands aus dem Euro-Raum stimmen oder nicht – sie passen zur Politik à la Merkel. Nach den kritischen Aussagen in ihrer Neujahrsansprache zur Pegida muss sie nun die „andere Seite“ bedienen. Angela Merkels Politik: immer nur Taktik, keine klare Linie. Das hilft der Union bei Umfragen, hat aber mit Politik nichts zu tun. Dabei braucht unsere Zeit dringend eine mutige und zukunftsweisende Idee von Europa.

Es bleibt nur Fassungslosigkeit über diese Nichtpolitik in einer Zeit, in der Klarheit und Gestaltung notwendig sind. Mehr noch: Sollte Merkel tatsächlich in Richtung Euro-Ausschluss Griechenlands gehen wollen, dann macht sie damit klarer denn je: Die Euro-Rettung war nichts anderes als eine Politik zur Rettung von Banken, besonders der Deutschen Bank. Darüber kann dann auch das Gerede von der schwäbischen Hausfrau nicht mehr hinwegtäuschen. Mit einem gemeinsamen Europa hat das wenig zu tun.

 

Berlin, 5. Januar 2015 – Anlässlich der Spekulationen über einen griechischen Euro-Ausstieg erklärt der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller:

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel muss Regierungserklärungen vor und nach der Wahl in Griechenland abgeben. Denn das Thema Griechenland ist zu wichtig, um es zum Gegenstand allgemeiner Spekulationen zu machen. Die Frage ist: Was für ein Europa will Frau Merkel? Will sie Griechenland instrumentalisieren und eine innenpolitische Botschaft an ihre Kritiker von rechts abgeben oder will sie damit in den griechischen Wahlkampf eingreifen. Beides wäre fatal, kurzsichtig und antieuropäisch.

Angela Merkel hat keine zukunftsweisende Idee von Europa

Ob die Überlegungen der Bundesregierung zu einem Ausschluss Griechenlands aus dem Euro-Raum stimmen oder nicht – sie passen zur Politik à la Merkel. Nach den kritischen Aussagen in ihrer Neujahrsansprache zur Pegida muss sie nun die „andere Seite“ bedienen. Angela Merkels Politik: immer nur Taktik, keine klare Linie. Das hilft der Union bei Umfragen, hat aber mit Politik nichts zu tun. Dabei braucht unsere Zeit dringend eine mutige und zukunftsweisende Idee von Europa.

Es bleibt nur Fassungslosigkeit über diese Nichtpolitik in einer Zeit, in der Klarheit und Gestaltung notwendig sind. Mehr noch: Sollte Merkel tatsächlich in Richtung Euro-Ausschluss Griechenlands gehen wollen, dann macht sie damit klarer denn je: Die Euro-Rettung war nichts anderes als eine Politik zur Rettung von Banken, besonders der Deutschen Bank. Darüber kann dann auch das Gerede von der schwäbischen Hausfrau nicht mehr hinwegtäuschen. Mit einem gemeinsamen Europa hat das wenig zu tun.

05.01.2015: Gemeinsam gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung auf die Straße!

noBergida antira antifa

05.01.2015: Gemeinsam gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung auf die Straße!

— english below —

Demonstration am 05.01.2015
Auftakt 17.00 Uhr Klosterstaße vor dem Sitz des Innensenats

#NoPegida #NoBergida #NoBärgida #NoRacism

Der “Patrioten e.V.” versucht mit einer Demonstration am 05. Januar in Berlin einen “Pegida”-Ableger unter dem Namen “Bärgida” zu etablieren.
Hinter dem “Patrioten e.V.” stecken das rechte bis völkisch-nationalistische Umfeld von Gruppen wie “German Defence League”, “Pro Deutschland”, “Die Freiheit”, aber auch sogenannte “Identitäre” und Sympathisant_innen von AfD und NPD.
Als verängstigte Bürger_innen verharmloste Nazis und Rassist_innen mobilisieren seit Wochen zu Aufmärschen, die sich hauptsächlich gegen Geflüchtete und Muslime_a richten. Ängste vor dem Verlust von Privilegien und des eigenen sozialen Status werden geschürt, Sündenböcke erfunden und Betroffene gegeneinander ausgespielt.

Politiker_innen aus Bundes- und Landesregierungen verbergen mit zaghaften Abgrenzungen von Pegida ihre eigene Verantwortung für die rassistischen Mobilisierungen. Diskriminierende Debatten über einen angeblichen “Asylmissbrauch” dienen ihnen im politischen Tagesgeschehen als Rechtfertigung für Sanktionen, Verschärfungen des Asylrechts und die Ausgrenzung von Menschen. Die Argumentationsmuster und Vorgehensweisen ähneln dabei der “Das Boot ist voll”-Rhethorik Anfang der 1990er Jahre.

Heute nehmen rassistische Angriffe europaweit zu. Ziel sind oft Geflüchtete und ihre Unterkünfte, Moscheen, Muslime_a, Rom_nija und Schwarze Menschen. Diese erschreckenden Entwicklungen nehmen wir zum Anlass, uns jeder Form von Rassismus noch entschlossener entgegenzustellen. Wir sagen: Rassismus blockieren ist unser Recht! Wir verhandeln und verharmlosen nicht, wir ergreifen die Initiative!

Der Widerstand wächst bereits: Bonn, Kassel, Dresden, München – mittlerweile stellen sich zehntausende den rassistischen Aufmärschen in den Weg. Wir rufen alle Berliner_innen dazu auf, sich den rechten, nationalistischen und rassistischen Gruppierungen ebenso in den Weg zu stellen! Pegida, Bärgida, egal unter welchem Namen, wir werden den organisierten Rassismus stoppen, in Berlin und anderswo!

Die Kämpfe gegen Rassismus und vor allem die Forderungen der erstarkenden Bewegungen von Geflüchteten zeigen die Richtung an, in die unsere Gesellschaft verändert werden muss.
Stellen wir uns den Rassist_innen am 05. Januar entgegen!
Machen wir deutlich, wie vielfältig und stark unsere Solidarität ist!

Bündnis gegen Rassismus

Erstunterzeichner_innen:
Afrika-Rat Berlin Brandenburg
Allmende e.V.
AFROTAK TV cyberNomads
Antifaschistische Linke Jugend (alj)
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen
Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt
Bündnis Zwangsräumung Verhindern Büro Eta Boeklund, Dr. Angela Dreßler
FelS-Berlin (organisiert in der IL)
Kampagne Zusammen handeln – gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung
Initiative Grenzen_weg! der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
IniRromnja
ISD – Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Museum des Kapitalismus
NaturFreunde Berlin
ver.di Bezirk Berlin

Unterstützer_innen:
BO Gesundbrunnen
Jusos Berlin
Landesarbeitsgemeinschaft Antifaschismus DIE LINKE Berlin Die Linke. Berlin

http://buendnisgegenrassismus.org/2015/01/gemeinsam-gegen-rassistische-hetze-und-soziale-ausgrenzung-auf-die-strasse/

+++

ENGLISH
United against racist propaganda and social exclusion!

Demonstration on Jan. 5th 2015
5pm Klosterstaße in front of Innensenat

#NoPegida #NoBergida #NoBärgida #NoRacism

The “Patrioten e.V.” is trying to establish a branch of “Pegida” under the name “Bärgida” through a demonstration in Berlin on January 5th. At the bottom of the “Patrioten e.V.” is the right-wing and folkish-nationalist surrounding of groups such as “German Defence League”, “Pro Deutschland”, “Die Freiheit”, but also socalled “Identitäre” and symapthizers of AfD and NPD.

Trivialized as scared citizens, Nazis and racists have been mobilizing for demonstrations against refugees and Muslims for weeks. Fears of losing privileges and the own social status are being stoked, scapegoats invented and the ones concerned are played off against each other.

Politicians from national and federal governments hide their own responsibility for the racist mobilization through tentative dissociation from Pegida. Discriminating debates about alleged “asylum abuse” are serving as a legitimization for sanctions, aggravation of asylum laws and exclusion of people in daily political practice. The pattern of argumentation and the course of action thereby resemble the “The boat is full”-rhetoric in the early 1990s.

Racist attacks are increasing europe-wide these days. Often refugees and their accomodation, mosques, Muslims, Rom_nija and Black people are targeted. We take this shocking development as a cause to make an even stronger stand against any form of racism. We say: Blocking racism is our right! We do neither negotiate nor trivialize, we take the initiative!

The resistance is already growing: Bonn, Kassel, Dresden, Munich – by now, tens of thousands are opposing the racist demonstrations. We call all people in Berlin to also take a stand against right, nationalist and racist groups! Pegida, Bärgida, no matter under what name, we will stop organized racism, in Berlin and elsewhere!
The fight against racism and especially the demands of the increasingly strong movement of refugees show the direction to which our society must be changed.

Let’s rise against the racists on Jan. 5th!
We will make clear how diverse and strong our solidarity is!

Bündnis gegen Rassismus

Initial signers:
Afrika-Rat Berlin Brandenburg
Allmende e.V.
AFROTAK TV cyberNomads
Antifaschistische Linke Jugend (alj)
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen
Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt
Bündnis Zwangsräumung Verhindern
Büro Eta Boeklund, Dr. Angela Dreßler
FelS-Berlin (organisiert in der IL)
Kampagne Zusammen handeln – gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung
Initiative Grenzen_weg! der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
IniRromnja
ISD – Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Museum des Kapitalismus
NaturFreunde Berlin
ver.di Bezirk Berlin

Supporters:
BO Gesundbrunnen
Jusos Berlin
Landesarbeitsgemeinschaft Antifaschismus DIE LINKE Berlin Die Linke. Berlin

http://buendnisgegenrassismus.org/2015/01/gemeinsam-gegen-rassistische-hetze-und-soziale-ausgrenzung-auf-die-strasse/

K O H L E A U S S T I E G U P D A T E #7

antikohle

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K O H L E A U S S T I E G

U P D A T E #7

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Wir freuen uns, heute den siebten Newsletter „Kohleausstieg Update“ zu versenden. Wir hoffen im ersten Jahr des Newsletter-Bestehens mit zahlreichen Informationen und Anregungen weitergeholfen zu haben. Auch weiterhin wollen wir mit dem Cross-Over zwischen Politik, NGOs, Verbänden und Bewegung das Projekt „Kohleausstieg“ unterstützen, indem wir Euch vernetzen und Euch Hinweise auf spannende Themen geben. Dafür brauchen wir auch im neuen Jahr Hilfe: Leitet den Newsletter weiter, gebt uns Feedback und schickt uns Eure Ankündigungen, Analysen und Informationen an kohleausstieg_NEWS@riseup.net, damit die News weiterhin gut gefüllt ist.

Wir wünschen Euch eine kohlestromarme Weihnacht und einen guten Rutsch ins Jahr 2015.
Philip & Georg
INHALT
+ + + TERMINE + + + TERMINE + + + TERMINE + + +
1) Sternmarsch gegen neue Tagebaue – 4. Januar in Grabko/Kerkwitz/Atterwasch

2) Strategietreffen für ein Lausitzcamp 2015 – 10. bis 11. Januar in Kerkwitz

3) Fachdiskussion: Kohlerisiko. Finanzstrategien im Kampf gegen den Klimawandel – 16. Januar 2015, 10 bis 15:15 Uhr, Berlin

4) European Gathering on Climate Actions 2015 – 30.1. bis 1.2., Brüssel

5) Termin-KORREKTUR: Internationale Klimakonferenz – 10. bis 12. April [statt wie angekündigt 27. bis 29. März], Köln

6) Menschenkette am Tagebau Garzweiler II – 25. April 2015, Rheinland

7) Termine des Aktionsbündnisses „Stop G7 Elmau“: Großdemo am 6. Juni in Garmisch-Partenkirchen, Alternativgipfel am 3./4. Juni in München

8) Theater-Aufführung „Welt-Klimakonferenz“ vom Künstlerkollektiv Rimini Protokoll – 18. und 20.Januar, 20 Uhr, Hamburg
+ + + NEUES AUS DER BEWEGUNG + + +

1) Gericht entscheidet: Grünen-Besetzer bleiben ohne Strafe

2) Campact-Petition für den Kohleausstieg

3) Alternativer Nobelpreis an Bill McKibben

4) Telefon- und Email-Aktion: Ver.di vom Pro-Kohle-Kurs abbringen

5) „Global Coal Plant Tracker“ jetzt online

6) Australische KlimaaktivistInnen stoppen ersten Kohlezug aus der Maules Creek Mine

+ + + POLITIK + + + POLITIK + + + POLITIK
1) Gewerkschaften I: DGB pro Kohle – Erklärung Unterschriftenaktion

2) Gewerkschaften II: Global Labor Federation fordert maßgebende Klimaschutz bei COP20

3) Fossile Ade? I: Vattenfall sucht weiter Käufer für Lausitzer Braunkohlegeschäft

4) Fossile Ade? II: E.ON will Geschäft mit Atom, Gas und Kohle loswerden

5) DIE LINKE fordert: Kohlendioxid als Umweltschadstoff definieren, Betriebszeiten von Kohlekraftwerken begrenzen

6) Polluters in Peru – Weblog zum Einfluss von Unternehmen auf die COP20

7) Synthesebericht des Fünften Sachstandsberichts des IPCC veröffentlicht
+ + + DEBATTE + + + DEBATTE + + + DEBATTE + + +

1) Analyse: Aktionsprogramm Klimaschutz 2020: Einstieg in den Kohleausstieg?

2) CEO-Studie zu multinationalen Konzernen und Klimapolitik – das Beispiel „Anglo American“

3) Bericht des UBA: Daten und Fakten zu Braun- und Steinkohlen – Status quo und Perspektiven

4) Vortrag von Prof. Faulstich (SRU): Die Energiewende braucht den gestalteten Kohleausstieg

5) Artikel des DNR: Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden – Eine Reform des deutschen Bergrechts ist längst überfällig

6) Bericht: Germanwatch-Symposium „Klimawandel für die Kohle“

7) Rechtsgutachten von Germanwatch zur Kohlereduzierung in Deutschland

8) Germanwatch-Studie: Klima oder Kohle?

9) Banktrack-Studie & -Website: Banking on Coal 2014

10) Ärzteorganisation IPPNW warnt – Kohle gefährdet unsere Gesundheit

+ + + INTERNATIONAL + + + INTERNATIONAL + + + INTERNATIONAL + + +

1) Verstärkter Rückgang der Kohle in China

2) Europäische Kohle Verschmutzung verlangt hohen Tribut

3) Frankreich stoppt Kreditvergabe für Kohlekraftwerke

4) UN-Klimasekräterin Figueres will Kohle von Green Climate Fund ausschliessen

_________________________
+ + + TERMINE + + + TERMINE + + + TERMINE + + +
1) Sternmarsch gegen neue Tagebaue – 4. Januar in Grabko/Kerkwitz/Atterwasch

Die Ortsbürgermeister und die Agenda 21 der vom Braunkohlentagebau Jänschwalde-Nord bedrohten Dörfer laden zum traditionellen Sternmarsch am 4. Januar nach Grabko, Kerkwitz und Atterwasch ein. “Der Einstieg in den Ausstieg aus der Kohleverstromung ist nötig und muss gerade auch in der Lausitz stattfinden. Dafür werden wir mit dem Sternmarsch zum achten Mal in Folge ein Zeichen setzen und laden alle Unterstützer herzlich ein.“
Treffpunkte zum Sternmarsch sind um 13:00 Uhr in Grabko, 13:15 Uhr in Atterwasch und 13:30 Uhr in Kerkwitz. In Kerkwitz besteht Bahnanschluss. Die Demonstrationszüge treffen sich gegen 14:00 Uhr am „Alten Schafstall“, einer Wiese zwischen den drei Orten. Als Gastredner werden Lausitzer Kommunalpolitiker und Gäste aus anderen Bundesländern erwartet, für das leibliche Wohl der Teilnehmer ist gesorgt. Der Sternmarsch findet seit 2008 immer am ersten Sonntag im Jahr statt. Veranstalter ist der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit der Agenda21 der Gemeinde Schenkendöbern
Mehr unter:
http://www.die-klima-allianz.de/termin/sternmarsch-gegen-neue-tagebaue/
http://www.welt.de/regionales/berlin/article135387723/Erneuter-Sternmarsch-gegen-neue-Tagebaue.html
2) Strategietreffen für ein Lausitzcamp 2015 – 10. bis 11. Januar in Kerkwitz

Aus dem Ankündigungstext: „Das Braunkohlethema kommt immer mehr in Bewegung und wir wollen nach dem Abarbeiten der letzten Altlasten aus diesem Jahr uns neu justieren. Das Strategietreffen wird ergebnisoffen und ohne großen Zeitdruck ablaufen. Es soll uns in die Lage versetzen, uns in den aktuellen Prozessen zu verorten und Anknüpfungspunkte für unsere Ausrichtung und Arbeitsschwerpunkte für 2015 zu finden.“
Mehr zum Strategietreffen unter: https://www.lausitzcamp.info/auf-ein-neues-weiter-gehts/
3) Fachdiskussion: Kohlerisiko. Finanzstrategien im Kampf gegen den Klimawandel – 16. Januar 2015, 10 bis 15:15 Uhr, Berlin

Auszug aus der Einladung:
Im angelsächsischen Raum hat sich in den vergangenen Jahren eine Bewegung formiert, die wachsenden Zulauf findet: Die Divestment-Bewegung. Diese Bewegung richtet sich gegen die CO2-intensive Industrie, die nach wie vor auf fossile Brennstoffe setzt und damit einen nachhaltigen Entwicklungspfad, sowie das Einhalten des 2-Grad-Limits untergräbt oder gar unmöglich macht. Auch in Deutschland hat die Debatte in den vergangenen Monaten Fahrt aufgenommen.

Wie belastbar ist die These einer „carbon bubble“ und stellt sie tatsächlich ein Systemrisiko dar? In welchem normativen Rahmen verortet sich die Divestment-Bewegung? Welche Alternativen von Divestment gibt es?

Es diskutieren u.a. Sony Kapoor (Managing Director, Re-define), Camilla de Ste Croix (Senior Researcher, ShareAction) und Reinhard Bütikofer (Ko-Vorsitzender, Grüne Europa, EGP).

16. Januar 2015, 10 bis 15:15 Uhr
Ort: Brot für die Welt, Caroline-Michaelis-Str.1, 10117 Berlin

Anmeldungen erbitten wir bis zum 9. Januar 2015 unter: elalaoui@germanwatch.org
4) European Gathering on Climate Actions 2015 – 30.1. bis 1.2., Brüssel

Having learnt from the mistakes in Copenhagen, we are creating ongoing strategies and actions in order to Reclaim our Climate!
Much activity is already on going, such as with Alternatiba in France, the Rhineland and its Coalfields, the anti-fracking in the UK, the Climate Games in Amsterdam, the Climate Express in Belgium, and much more. Grassroots movements are getting stronger by the hour and their aims are global, this is the starting point for a common narrative.

Last October, an Action Plenary Meeting took place in Koln, Germany. Three groups emerged from it : 1 – Taking action in the context of the COP21 ; 2 – Finding a common framework to connect all our actions ; 3 – Centralising a mass action against brown-coal in the Rhineland.

We invite you to come to Brussels for a follow on gathering, which will focus on the first two of these three points.
The week-end will give an overview of what is currently happening on a European level and focus on collective strategies and tactics for this coming year. The gathering will provide a space to coordinate common action in Paris.
The emphasis will be on team-building and action training in preparation for a year of Climate Action in 2015 !

Translation will be provided and all other logistical details, as well as the exact location, will be sent to you in the near future.

Weitere Informationen über: brussels.gathering@gmail.com
5) Termin-KORREKTUR: Internationale Klimakonferenz – 10. bis 12. April, Köln
[Korrektur – im letzten Newsletter noch für den 27. bis. 29. März angekündigt]

Das Jahr 2015 wird im Zeichen des menschengemachten Klimawandels stehen – und im Zeichen der Auseinandersetzungen ums Klima, die an immer mehr Fronten geführt werden.
Erstes umkämpftes Terrain: der COP21-Klimagipfel, der Ende des Jahres in Paris stattfinden wird. Dort soll nun ein neuer Anlauf für ein globales Klimaabkommen gestartet werden. Aber wird dort wirklich der Klimaschutz vorangetrieben werden, gar die Klimagerechtigkeit? Zweites Konfliktfeld ist die mit Riesenschritten voranschreitende Extraktion natürlicher Ressourcen, ob im Amazonas oder in Alberta, in der Ägais oder im rheinischen Braunkohlerevier. Drittens geht es um die Energiewende hierzulande: wird der Prozess von der Regierung und der Energielobby gekapert, oder schaffen es die Bewegungen für eine demokratische, soziale und ökologische Energiewende noch, das Steuer herumzureißen?
Entlang der drei Stränge Klimagerechtigkeit, Extraktivismus und Energiedemokratie, und mit besonderem Bezug auf die verschiedenen für 2015 geplanten Massenaktionen im rheinischen Braunkohlerevier sowie die Mobilisierung nach Paris zum Ende des Jahres, werden wir vermeintliche Lösungsansätze einer kritischen Betrachtung unterziehen und Alternativen zum Status Quo debattieren: von Energiedemokratie über Degrowth bis zum Ökosozialismus.

Eine Kooperation von Rosa Luxemburg Stiftung, Attac Deutschland, AusgeCO2hlt, Oikos Hochschulgruppe Köln, Solidarische Vielfalt und dem Allerweltshaus Köln
6) Menschenkette am Tagebau Garzweiler II – 25. April 2015, Rheinland

„Bis hier hin und nicht weiter: Stoppt die Bagger und Klimakiller!“
Steigen wir endlich aus dem Landschafts- und Klimakiller Kohlekraft aus – das entscheidet sich in 2015: Wirtschaftsminister Gabriel verspricht ein Gesetz, das den Kohleausstieg einläuten könnte. In Nordrhein-Westfalen entscheidet die Landesregierung über die Zukunft des Tagebaus Garzweiler II, wo RWE bis 2045 weiter Braunkohle fördern will. Im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris kommt beiden Entscheidung elementare Bedeutung zu. Deshalb ist jetzt der Protest von uns Bürger/innen gefragt. Mit einer Menschenkette entlang des Tagebaus Garzweiler II machen wir am 25. April klar: Bis hier hin und nicht weiter – mit der Kohleverstromung muss Schluss sein!
7) Termine des Aktionsbündnisses „Stop G7 Elmau“: Großdemo am 6. Juni in Garmisch-Partenkirchen, Alternativgipfel am 3./4. Juni in München
Mehr unter: http://stop-g7-elmau.info/
8) Theater-Aufführung „Welt-Klimakonferenz“ vom Künstlerkollektiv Rimini Protokoll – 18. und 20. Januar, 20 Uhr, Hamburg

Theater-Aufführung „Welt-Klimakonferenz“ vom Künstlerkollektiv Rimini Protokoll im Hamburger SchauSpielHaus, u. a. mit Klaus Milke und Christoph Bals, Vorstandsvorsitzender und Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

Weitere Infos:
http://schauspielhaus.de/de_DE/kalender/welt_klimakonferenz.12287278
http://www.germanwatch.org/de/9506
+ + + NEUES AUS DER BEWEGUNG + + +
1) Gericht entscheidet: Grünen-Besetzer bleiben ohne Strafe

„Das Amtsgericht Düsseldorf hat das Strafverfahren gegen sechs Klimaaktivisten eingestellt, die im August 2013 die Grünen-Zentrale in Düsseldorf besetzt hatten. Die Grünen-Politikerin Monika Düker hatte bis zuletzt auf einer Verurteilung bestanden.“

Artikel auf Klimaretter.info (vom 30.10.2014): http://www.klimaretter.info/protest/nachricht/17509-gruenen-besetzer-muessen-keine-strafe-zahlen
Position der Grünen NRW: http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/17495-qwir-gruenen-haben-uns-nichts-vorzuwerfenq
2) Campact-Petition für den Kohleausstieg

Aus der Petition: „Kohle-Tagebaue berauben Menschen ihrer Heimat und zerstören die Natur. Kohlekraftwerke heizen den Klimawandel an und gefährden unsere Gesundheit mit Feinstaub und Quecksilber. Trotzdem verfeuert Deutschland immer mehr Kohle und exportiert Kohlestrom ins Ausland. Damit muss endlich Schluss sein!“
Link zur Petition: https://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/
3) Alternativer Nobelpreis an Bill McKibben

Der Aktivist und Autor Bill McKibben wurde am 1.12.2014 in Stockholm mit dem Right Livelihood Award, dem sogenannten „Alternativen Nobelpreis“, ausgezeichnet. Das Preis-Kommittee begründet seine Entscheidung damit, dass McKibben „wachsende öffentliche Unterstützung für wirkungsvolles Handeln gegen die Bedrohung des globalen Klimawandels mobilisiert – in den USA und weltweit“.
Porträt des Preisträgers: http://www.rightlivelihood.org/mckibben.html
Mehr zum „Right Livelihood Award“: http://www.rightlivelihood.org/award.html
4) Telefon- und Email-Aktion: Ver.di vom Pro-Kohle-Kurs abbringen

Wer es im Vorweihnachtsstress nicht schafft: Auch im nächsten Jahr ist jeder Kontakt zu den Gewerkschaften sinnvoll – es geht das ganze Frühjahr um die große Frage, ob wir es schaffen, endlich mit dem Klimaschutz-Aktionsprogramm vom Kohlepfad der letzten Jahre runterzukommen oder die Kohle uns daran hindert, die Klimaziele zu erreichen. Außerdem stehen neue Braunkohletagebaue im Rheinland und in der Lausitz auf dem Spiel, wo tausende Menschen umgesiedelt werden sollen.
Alle Gewerkschaftsmitglieder_innen sollen hier ermutigt werden, ihre Gewerkschaftssekretäre – oder eben den Reinhard Klopfleisch, den Energieexperten von Ver.di, anzurufen. Durch ein großes Feedback wird noch mal mit Nachdruck deutlich gemacht, dass ver.di-Mitglieder_innen nicht einverstanden sind, dass sich ver.di und andere hinter die IGBCE stellt, die selbst und durch Partner Organisationen in der Lausitz (Pro Lausitzer Braunkohle) auch noch den Klimawandel leugnet!

ver.di Energieexperte:
Reinhard Klopfleisch
e-mail: reinhard.klopfleisch@verdi.de
Tel.: +49 30 6956 – 1752
Post: Paul-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

ver.di Bundesvorstand:
Frank Bsirske (Vorsitzender), Frank Werneke
e-mail: info@verdi.de
Tel.: 030 69 56 – 0
Fax: 030 69 56 – 31 41
Post: Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

5) „Global Coal Plant Tracker“ online

Zusammen mit dem International Coal Network (ICN) hat die Klima-Allianz Deutschland eine Datenbank-Webseite zu geplanten Kohlekraftwerken online gestellt. Der „Global Coal Plant Tracker“ bietet Informationen zu seit 2010 geplanten Kohlekraftwerken. Gegenwärtig sind 570 Blöcke im Bau und zusätzliche 1.721 Blöcke weltweit in Planung. Der Tracker bietet für jeden Block Informationen zu Ort, Status, Sponsor, Größe und CO2-Emissionen. Jeder Block ist auf eine Wiki-Seite verlinkt, die weitere Details und Verweise sammelt. Der Tracker wird halbjährlich aktualisiert. Das nächste Update erfolgt im April 2015.

Piotr Trzaskowski (ECF) und Elena Bixel (Klima-Allianz) verfolgen Veränderungen in Europa. Rückfragen zu Kraftwerken in Europa (EU 28, Balkans, Belarus, Russia, Turkey, Ukraine) oder die Meldung von Fehlern können per Mail erfolgen – Fragen zu den Ländern des Balkans bitte an Piotr (Piotr.Trzaskowski@europeanclimate.org), Fragen zu den restlichen Ländern an Elena (elena.bixel@klima-allianz.de). In Zukunft können Neuigkeiten zu geplanten Kraftwerken in Europa an Piotr oder Elena geschickt werden.

Global Coal Plant Tracker: http://endcoal.org/plant-tracker
6) Australische KlimaaktivistInnen stoppen ersten Kohlezug aus der Maules Creek Mine

Newcastle, Australien: Eine friedliche Blockade hat den ersten mit Kohle beladenen Zug gestoppt, der von der umstrittenen Maules Creek Kohlemine das Export-Terminal in Newcastle (Kooragang Island coal export terminal) ansteuerte.
Beteiligt war eine Gruppe von 22 Personen Acht Personen gelang es den Zug für sechs Stunden zu stoppen.
Mehr unter: http://climate-connections.org/2014/12/17/australia-protest-halts-first-coal-train-from-controversial-maules-creek-mine/#more-35201

+ + + POLITIK + + + POLITIK + + + POLITIK

1) Gewerkschaften I: DGB pro Kohle – Erklärung Unterschriftenaktion

„Es sind klare Worte, die die Mitglieder an die Politik richten sollen: „Sorgen Sie für bezahlbaren Strom und gute Arbeitsplätze“, heißt es in einem Brief an Bund und Länder, für den die Gewerkschaften derzeit Unterschriften sammeln [1]. Ausgegangen ist die Initiative von der Energiegewerkschaft IG BCE, die massiv gegen Einschnitte bei Kohlekraftwerken mobilisiert. Doch inzwischen unterstützen alle Einzelgewerkschaften bis auf die für Bildung und Erziehung zuständige GEW
den Aufruf (…) .“ (Quelle: taz, 26.11.2014)
Die DGB-Unterschriftenaktion: http://www.dgb.de/extra/unterschriftenaktion
taz-Artikel zum Thema „Gewerkschaft und Klimaschutz“ (vom 26.11.2014): http://www.taz.de/Gewerkschaft-und-Klimaschutz/!150222/
2) Gewerkschaften II: Global Labor Federation fordert maßgebende Klimaschutz bei COP20

Bei den internationalen Klimaverhandlungen in Lima (COP20) forderte die International Trade Union Federation (ITUC) maßgebende Klimaschutz-Aktivitäten um die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen und die Rechte der ArbeiterInnen zu verteidigen. Auch der DGB ist Mitglied der ITUC.

Mehr unter: http://climateandcapitalism.com/2014/12/02/unions-urge-rapid-just-transition-save-climate/
3) Fossile Ade(?) I: Vattenfall sucht weiter Käufer für Lausitzer Braunkohlegeschäft

Die Ankündigung des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall, den Verkauf der Lausitzer Braunkohle zu prüfen, stellt eine Zäsur dar. Erstmals gesteht ein führender Energiekonzern in Deutschland ein, dass sich mit Kohlestrom künftig nicht mehr genug Geld verdienen lässt.

Mehr unter: http://www.neues-deutschland.de/artikel/952084.undemokratische-braunkohle.html?sstr=Vattenfall
4) Fossile Ade? II: E.ON will Geschäft mit Atom, Gas und Kohle loswerden

Der Energieriese E.ON hat angekündigt, sich von Kohle, Öl und Gas loszusagen. Das heißt aber nicht, dass damit jetzt weniger CO2 produziert wird. Es wird aller Voraussicht nach ein fossiler Big Player weniger in Berlin Lobbyarbeit gegen die Energiewende machen. Aber die Kraftwerke werden in einer ausgelagerten Gesellschaft, welche dann vielleicht von RWE oder einem ausländischen Investor geschluckt wird, erstmal munter weiter laufen. Das Signal von E.ON ist also richtig – die Konsequenz noch unklar.
Artikel bei Spiegel Online (vom 30.11.2014): http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/e-on-verabschiedet-sich-von-konventionellen-energien-a-1005868.html
Eine kritische Stimme dazu ist Marlies Uken in der ZEIT: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-12/eon-kohle-gas
5) DIE LINKE fordert: Kohlendioxid als Umweltschadstoff definieren, Betriebszeiten von Kohlekraftwerken begrenzen

DIE LINKE fordert, CO2 gesetzlich als Umweltschadstoff zu definieren, wie es die USA bereits getan haben. Auf Basis der Verankerung von CO2 im Immissionsschutzrecht soll dann ein Kohleausstiegsgesetz vorgelegt werden. Dieses sieht u.a. vor, dass alle Kohlekraftwerke mit Betriebszeiten länger als 35 bis 40 Jahre bis 2020 abgeschaltet werden. Ziel ist, den kraftwerksbedingten CO2-Ausstoß bis 2020 zusätzlich um mind. 60 Mio. t CO2 zu mindern.

Antrag der LINKEN zum Download: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/033/1803313.pdf
6) Polluters in Peru – Weblog zum Einfluss von Unternehmen auf die COP20

Den Einfluss von Unternehmen auf die UN-Klimaverhandlungen in Lima im Dezember 2012 widmete die Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) einen Webblog. In zahlreichen Beiträgen wurde das Treiben von fossilen Energiekonzernen kritisch beleuchtet und Proteste dagegen berichtet.

Link zum Blog: http://corporateeurope.org/blog/polluters-peru
7) Synthesebericht des Fünften Sachstandsberichts des IPCC veröffentlicht

Der Synthesebericht des Fünften Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC wurde vom 27. Oktober – 1. November in Kopenhagen verabschiedet. Bei der IPCC-Plenarsitzung wurde die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger Zeile für Zeile von den Regierungen verabschiedet und der zugrundeliegende Bericht abschnittweise angenommen.

Der Bericht (Langversion, Kernbotschaften und Zusammenfassung für Entscheidungsträger): http://de-ipcc.de/de/200.php
Kurzzusammenfassung des Syntheseberichts unter: http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/17516-klimaschutz-kosten-qfast-bedeutungslosq
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1) Analyse: Aktionsprogramm Klimaschutz 2020: Einstieg in den Kohleausstieg?

Nach langem Ringen wurde das Aktionsprogramm am 3. Dezember vom Kabinett beschlossen. Neben vielen Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz, Verkehr, Landwirtschaft usw. gab es eine für das Projekt „Kohleausstieg“ zentrale Einigung. Diese versteckte sich auf Seite 28 des Programmes:

4.3.2 Weitere Maßnahmen, insbesondere im Stromsektor
Um das nationale Klimaschutzziel für 2020 zu erreichen, müssen alle Sektoren einen zusätzlichen Minderungsbeitrag erbringen. Weitere 22 Mio. t werden unter besonderer Berücksichtigung des Stromsektors und des europäischen Zertifikatehandels erbracht. Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie wird in 2015 dazu einen Regelungsvorschlag vorlegen.
Treibhausgasreduktion: 22 Mio. t CO2-Äq.
Zeitplan: 2015

Beschlossen wurde also erstmal nur, dass der Energiesektor diese relativ kleine Reduktionsmenge durch noch zu bestimmende Maßnahmen erbringen muss. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erklärte allerdings schon im Vorfeld in Interviews, dass es sich hierbei um die Kohleverstromung handelt und das die 22 Mio. t in fünf Jahresschritten zu je 4,4 Mio. t aufgeteilt werden, welche die Kraftwerksbetreiber, entsprechend ihrer heutigen Emissionen, erbringen müssen. Auch fügte Gabriel an, er möchte diese 22 Mio. t Reduktion „in Form eines Gesetzes“ absichern. Seitdem wird gerätselt, worum es dabei geht.
Dabei wurde kurz vor Schluss der entscheidende Paragraph im Aktionsprogramm noch zu Gunsten der Kohle-Lobby geändert. So wurde die Berücksichtigung „des europäischen Zertifikatehandels“ noch eingeschoben. Das lässt vielleicht die Schlussfolgerung zu, dass die Regierung noch Hoffnung in eine Reform des Emissionshandels in Brüssel hat und sich diese, so sie vor 2020 gelingen würde, anrechnen lassen will. Eine weitere – weitestgehend unbemerkte Änderung war die Streichung des Wortes „mindestens“ vor den 22 Mio. t, welche ja ursprünglich von der Zusage Gabriels von „22 bis 55 Mio. t Emissionsreduktion“ her rührten. Das legt den Schluss nahe, dass er sein Versprechen an die Kohleunternehmen, es werde keine weiteren Auflagen nach dieser Aktion hier geben, weiter aufrecht erhalten will.

Schon im Vorfeld des Beschlusses gab es aber breite Kritik von WWF/Germanwatch sowie den Grünen an den Grundlagen des Aktionsprogrammes. Dieses würde mit „Sowieso-Maßnahmen“ rechnen, welche bis 2020 automatisch eine immense CO2-Reduktion mit sich bringen würden. Allein im Energiesektor kalkuliert die Regierung mit 71 Mio. t Reduktion, die ohnehin passieren würden. Jedoch basieren die 2020-Prognosen der Regierung auf veralteten Annahmen, z.B. was den CO2-Preis angeht oder das Rentenalter von Kohlekraftwerken. Während die Kritik medial kein großes Echo erfuhr, hat Gabriel in der Fragestunde im Anschluss an den Kabinettsbeschluss bestätigt, dass man sich verrechnet hat und von der o.g. Summer ca. 34 Mio. t noch nicht als „Sowieso“-Reduktion verbucht werden können. Hier der Auszug auf seine Antwort auf Anfrage der Grünen, welche auch weitere Fragen beantwortet:

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Abseits der humorvollen Bemerkungen zu dem Thema ist es so, dass wir mit der Reduktion der Emissionen um 22 Millionen Tonnen auf die Prognose draufsatteln – das habe ich vorhin versucht zu erklären –, die die alte Bundesregierung abgegeben hat und die bis heute in einem Umfang von circa 34 Millionen Tonnen noch nicht unterlegt ist. Deswegen glauben wir, dass eine der Antworten sein kann – darüber müssen wir aber mit der Strombranche verhandeln –, dafür das Angebot zu machen, Kapazitätsreserven zu bilden.
… Die Idee, die wir verfolgen, habe ich vorhin schon genannt: Wir wollen Emissionsobergrenzen festlegen, also eine Obergrenze für Emissionen, die der Kraftwerkspark 2020 ausstoßen darf. Das habe ich jetzt, glaube ich, dreimal gesagt. Mit Bezug auf historische Emissionen wollen wir die Minderungsbeiträge auf die Kraftwerksbetreiber verteilen, jedenfalls 22 Millionen Tonnen. Zusätzlich wollen wir versuchen, den noch nicht geschafften Teil aus der alten Prognose zumindest in größerem Umfang dadurch zu erreichen, dass dieser Teil in die Kapazitätsreserve eingebracht wird; dieses Angebot wollen wir unterbreiten.“

Daraus ergeben sich drei Schlussfolgerungen, welche für unsere weitere Arbeit relevant sind:
Erstens sind die von Gabriel angekündigten und im Aktionsprogramm festgeschriebenen 22 Mio. Tonnen zusätzlich zu den 71 Mio. Tonnen. Das sind insgesamt 93 Mio. Tonnen CO2 Reduktion aus der Stromwirtschaft. Es ist nun wichtig, ihn genau darauf festzunageln!

Zweitens möchte Gabriel die 5 x 4,4 = 22 Mio. t CO2-Reduktion aus der Energiewirtschaft anscheinend durch Emissionsobergrenzen festlegen. Winkt uns hier die Einführung eines neuen Klimaschutzinstrumentes (welches später ggf. sogar ambitionierter nachjustiert werden könnte)? Oder läuft es auf einen politischen Deal wie beim Atomausstieg raus, welcher mit der Zusage verbunden ist, dass die Kohlekonzerne von weiteren Maßnahmen wie Grenzwerten oder Umweltauflagen befreit werden? Eventuell ist das hier genau das window-of-opportunity, um ein wirksames Kohleausstiegs-Instrument einzuführen. Die Vorschläge liegen bereit und sollten im ersten Halbjahr 2015 massiv in der Debatte gepusht werden. Bereits innerhalb der Regierung gibt es Fürsprecher für ordnugnspolitische Maßnahmen. 22 Mio. Tonnen wären nicht viel, aber wir hätten einen Fuß in der Tür.
Drittens möchte Gabriel anscheinend die „noch nicht unterlegten“ 34 Mio. t CO2-Reduktion zum Großteil über eine Kapazitätsreserve erbringen. Da die zur Stilllegung angemeldeten Kraftwerke (also das, was die Konzerne eh los werden wollen), dafür nicht ausreichen, muss er an heute noch rentabel laufende Kraftwerke ran. Was wird das kosten? Und welche Kosten sind überhaupt akzeptabel, damit z.B. ein Braunkohlekraftwerk in die Reserve geht? „Keine Kohle für die Kohle!“ – kann diese Forderung aufrecht erhalten bleiben, wenn mensch sich scheinbar den Kohleausstieg über die Reserve erkaufen kann? Hier braucht es eigene Gutachten und Expertise.

Unser Fazit: Das Aktionsprogramm hat den Kohleausstieg nicht eingeleitet, sondern lediglich das Schlachtfeld für die kommenden Monate umrissen. Wenn wir Gabriel aber auf seine Zusage festnageln können und für gute Instrumente statt Hinterzimmer-Deals streiten, dann können wir nächstes Jahr vielleicht wirklich konstatieren, dass der Kohleausstieg am 3.12.2014 begann!
2) CEO-Studie zu multinationalen Konzernen und Klimapolitik – das Beispiel „Anglo American“

Eine neu erschienene Studie von CEO, Friends of the Earth International und dem Transnational Institute stellt dar, wie multinationale Konzerne wie Anglo American die notwendige Klimapolitik untergraben und falsche Lösungansätze promoten, die ihnen erlauben von der Klimakrise zu profitieren. In der Studie werden die Aktivitäten des Minenbetreibers Anglo American untersucht. Die Studie fokussiert auf den weltweit größten Kohletagebau El Cerrejón, in La Guajira, Kolumbien.

Der Bericht (Englisch) unter: http://corporateeurope.org/blog/anglo-americans-dirty-energy-lobby-and-its-false-climate-solutions

3) Bericht des UBA: Daten und Fakten zu Braun- und Steinkohlen – Status quo und Perspektiven

„Braun- und Steinkohlenkraftwerke waren im Jahr 2013 mit insgesamt 45,2 % an der Bruttostromerzeugung beteiligt. Die CO2-Emissionen aus Steinkohlenkraftwerken sind von 2011 bis 2013 kontinuierlich gestiegen, was vor allem auf einen höheren Exportüberschuss im Stromaußenhandel zurückzuführen ist. Demgegenüber nahmen die CO2-Emissionen aus Braunkohlenkraftwerken trotz zugenommener Braunkohlenverstromung leicht ab, nachdem 2012/2013 eine Reihe alter Kraftwerke durch neue, effizientere Anlagen ersetzt wurden. Braun- und Steinkohlen stellen aus Umweltsicht bedenkliche Energieträger dar. Deren spezifische Eigenschaften und Besonderheiten erfordern die getrennte Darstellung in folgendem Bericht.“ (Quelle: UBA)

Bericht zum Download unter: http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/daten-fakten-zu-braun-steinkohlen
4) Vortrag von Prof. Faulstich (SRU): Die Energiewende braucht den gestalteten Kohleausstieg

Prof. Martin Faulstich hielt auf dem Symposium „Energiewende – viele ungelöste politische und technische Fragen“ am 25. Oktober 2014 in Kassel einen Vortrag mit dem Titel „Die Energiewende braucht den gestalteten Kohleausstieg“.
PowerPoint-Präsentation zum Download: http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/07_Veranstaltungen/2012_2016/2014_10_31_Energiewende_Faulstich.pdf;jsessionid=E8466A6F0B124EAED8E4E65781C10C1C.1_cid335?__blob=publicationFile

5) Artikel des DNR: Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden – Eine Reform des deutschen Bergrechts ist längst überfällig

„Die Bundesregierung will bis 2020 den deutschen CO2-Ausstoß um 40 Prozent senken und die Rohstoffproduktivität
im Vergleich zu 1994 verdoppeln – diese Vorgaben sind schön, nur glaubwürdig sind sie nicht. Zu viele Gesetzestexte
manifestieren ein umweltfeindliches Wachstumsdogma, ohne auch nur ansatzweise den Herausforderungen des 21.
Jahrhunderts gerecht zu werden. Ein Beispiel: das Bundesberggesetz.“

Der vollständige Artikel von Daniel Hiss (Deutscher Naturschutzring) unter: http://typo3.oekom.de/fileadmin/zeitschriften/umak_Leseproben/ua2014-11-leseprobe.pdf
6) Bericht: Germanwatch-Symposium „Klimawandel für die Kohle“

Aus dem Germanwatch-Newsletter:
„Wenn die Politik den Klimawandel unter der Gefahrenschwelle von 2 Grad Celsius begrenzen will, dann gilt es bis Mitte des Jahrhunderts weltweit aus den fossilen Energieträgern auszusteigen – allen voran aus der besonders klimaschädlichen Kohle.“ So eröffnete Klaus Milke, Vorsitzender der Stiftung Zukunftsfähigkeit und von Germanwatch, am 13. November das Symposium „Klimawandel für die Kohle“ in Bonn. Politisch ist das Thema Kohle und Klima derzeit ein besonders heißes Eisen. Nicht nur in der Bundesregierung, sondern auch von China über die USA bis hin zu Polen wird intensiv darüber diskutiert.

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der in das historische Rathaus nach Bonn geladen hatte, erklärte: „In Städten weltweit konzentriert sich Innovationskraft und Engagement für die global-nachhaltige Transformation hin zu erneuerbaren Energien als einzig vernünftiger Energieform der Zukunft.“ Viele prominente Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft waren der Einladung zum Symposium gefolgt. Unter ihnen auch NRW-Umweltminister Johannes Remmel, der ehemalige Bundesentwicklungsminister Erhard Eppler und Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister sowie Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms und heutiger Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies.

Pressemitteilung vom 13.11.2014: http://www.germanwatch.org/de/9426
7) Rechtsgutachten von Germanwatch zur Kohlereduzierung in Deutschland

Ein Rechtsgutachten von Germanwatch zeigt, wie ordnungsrechtliche Reduzierung der Kohleverstromung gelingen kann – Aus dem Germanwatch-Newsletter:
Ordnungsrechtliche Instrumente zur Reduzierung der Kohleverstromung in Deutschland sind juristisch zulässig und entsprechen dem EU-Recht. Zu diesem Ergebnis kommt ein von Germanwatch in Auftrag gegebenes Gutachten der Berliner Rechtsanwältin für Energie- und Klimarecht Dr. Cornelia Ziehm.

„Mehrere Studien zeigen eindeutig, dass Deutschland sein Ziel beim Klimaschutz bis 2020 ohne deutlich weniger Kohleverstromung nicht erreichen kann“, sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Wir zeigen nun, wie das ordnungsrechtlich gelingen kann.“

Die Studie zeigt, wie ordnungsrechtliche Instrumente nicht nur volkswirtschaftlich sinnvoll, effizient und ökologisch sein können, sondern auch ein Höchstmaß an Flexibilität für die Erzeuger bieten können. Sie weist zudem darauf hin, dass die argumentative Trennung in den Emissionshandel als Marktinstrument und nationale CO2-Grenzwerte als Ordnungsrecht schlicht falsch ist. So besteht der Emissionshandel seit seiner Entstehung aus einer Vielzahl ordnungsrechtlicher Instrumente wie z.B. dem brennstoffbezogenen Benchmarking-System.

Pressemitteilung vom 27.11.2014 und Rechtsgutachten zum Download: http://www.germanwatch.org/de/9488
8) Germanwatch-Studie: Klima oder Kohle?

Eine Untersuchung von Germanwatch und WWF zeigt: Das Klimaschutzziel 2020 ist ohne erste Einschnitte bei der Kohle nicht erreichbar. Aus dem Germanwatch-Newsletter:

Das deutsche Klimaschutzziel – 40 Prozent weniger Treibhausgase bis 2020 – ist im Koalitionsvertrag bestätigt worden. Die Maßnahmen, mit denen dieses in den verbleibenden sechs Jahren erreicht werden soll, müssen jetzt im Aktionsprogramm Klimaschutz der Bundesregierung beschlossen werden. Germanwatch und WWF zeigen in einer Kurzstudie auf, dass das Klimaschutzziel ohne eine deutliche Reduzierung der Kohleverstromung nicht zu erreichen ist. Die Autoren rechnen vor, dass gegenüber 2013 wenigstens 100 Millionen Tonnen CO2 bis zum Jahr 2020 in der Stromerzeugung eingespart werden müssen, damit Deutschland auf einem mit dem 2-Grad-Limit zu vereinbarenden Pfad bleibt.

Kurzstudie zum Download: http://www.germanwatch.org/de/9435
9) Banktrack-Studie & -Website: Banking on Coal 2014

Die Studie „Banking on Coal 2014“ widmet sich der Analyse der Portfolios von 92 führenden Banken. Sie fokussiert dabei auf deren Investments in die Kohleindustrie (Kohleförderung und Kohleverstromung).
Die Studie ist eine Fortsetzung des Berichts „Bankrolling Climate Change“ aus dem Jahr 2011 und des Berichts „Banking on Coal“ aus dem Jahr 2013. Herausgegeben wird die Studie von Banktrack, Les Amis de la Terre, Market Forces, Rainforest Action Network, Urgewald und World Development Movement. Zusammen mit der Veröffentlichung des Berichts ging eine Webseite online.

Website: http://www.coalbanks.org/
Die Studie zum Download: http://www.banktrack.org/manage/ems_files/download/banking_on_coal_2014_pdf/banking_on_coal_2014.pdf/
Informationen zur Studie: http://www.banktrack.org/show/pages/banking_on_coal_2014_report
10) Ärzteorganisation IPPNW warnt – Kohle gefährdet unsere Gesundheit

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die Minister Barbara Hendricks und Sigmar Gabriel in einem Offenen Brief auf, sich für eine sukzessive Stilllegung von konventionellen Großkraftwerken einzusetzen. „Als Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung machen wir Sie auf die gesundheitsrelevanten Folgen Ihrer energiepolitischen Entscheidungen aufmerksam. Die Abkehr von den ohnehin niedrigen CO2-Einsparzielen erscheint uns angesichts der Fülle an Erkenntnissen über die globalen Folgen des Klimawandels verantwortungslos und kurzsichtig“, heißt es.

Mehr unter: http://www.ippnw.de/startseite/artikel/7d8f9c0f0084db83a8d83338cdb62c93/kohle-gefaehrdet-unsere-gesundheit.html

+ + + INTERNATIONAL + + + INTERNATIONAL + + + INTERNATIONAL + + +

1) Verstärkter Rückgang der Kohle in China

Im Oktober fiel Chinas Kohleproduktion um 8,5 Prozent. Die Importe gingen um 17 Prozent zurück (den dritten Monat in Folge) und die Kohleverstromung nahm um 6 Prozent ab. Alles zusammen trug dazu bei, dass die Kohleproduktion in den ersten 10 Monaten des Jahres 2014 um 1,5 Prozent abnahm und die Importe um 8 Prozent fielen, während die thermische Stromerzeugung noch 0,1 Prozent höher liegt als im Vorjahr. Was bedeutet das nun für Chinas Kohleverbrauch in diesem Jahr bzw. den nächsten Jahren? Lauri Myllyvirta stellt hierzu auf dem Greenpeace Energy Desk einige Überlegungen an.

Der Artikel auf dem Greenpeace Energy Desk: http://bit.ly/1HETowK
2) Europäische Kohle Verschmutzung verlangt hohen Tribut

Die Europäische Umweltagentur (EUA), die die Europäische Union berät, hat geschätzt, dass die Luftverschmutzung im Jahr 2012 Kosten bis zu 235.000.000.000 US Dollar für Gesundheit und Gesellschaft verursacht. In einem Bericht wird geschätzt, dass von den 30 am stärksten belasteten industriellen Quellen, 26 Stein- oder Braunkohlekraftwerke waren. Die meisten dieser Kraftwerke stehen in Deutschland und Osteuropa. (Reuters, Europäische Umweltagentur)

Mehr unter: http://www.eea.europa.eu/media/newsreleases/industrial-air-pollution-has-high
3) Frankreich stoppt Kreditvergabe für Kohlekraftwerke

Der französische Präsident François Hollande hat angekündigt, dass die Exportkreditversicherung der französischen Regierung „Coface“, keine Kohleprojekte mehr unterstützt. Coface hatte Ausrüstung für die Kohlekraftwerke Kusile und Medupi in Südafrika finanziert. (Reuters)

Mehr unter: http://econews.com.au/news-to-sustain-our-world/france-to-stop-credits-for-coal-projects/
4) UN-Klimasekräterin Figueres will Kohle von Green Climate Fund ausschliessen

Die Exekutivsekretärin der UN-Klimarahmenkonvention, Christiana Figueres, sagte: „Es gibt kein Argument“ für die Nutzung der Beiträge des globalen Klimafonds für Kohle-Projekte. „Kohle hat keinen Platz im zukünftigen Energiesystem.“ Ihr Kommentar folgte in Reaktion auf die Ankündigung Japans Kohleprojekte mit höherer Effizienz als Teil seiner Beiträge zur Klimafinanzierung zu unterstützen. (ABC [US] News)

Mehr unter: http://bigstory.ap.org/article/fbf13d1a68b9416bb1ebd0195a493b4d/climate-funds-coal-highlight-lack-un-rules

Impressum

Der Newsletter »Kohleausstieg Update« wird mit der Unterstützung von PowerShift e.V. von Philip Bedall und Georg Kössler ehrenamtlich erstellt.

Die Auswahl der aufgenommenen Beiträge und die Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Unterstützer wieder.

Newsletter der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! Nr. 47 vom 22.12.2014

Aktion Aufschrei Frieden Rüstung

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Newsletter der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!
Nr. 47 vom 22.12.2014
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Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

mit der SIPRI-Liste der 100 weltgrößten Rüstungsfirmen und dem GKKE-Rüstungsexportbericht liegen jetzt zwei weitere wichtige Quellen für Rüstungsexporte vor, wobei Letzterer die zahlreichen Exportgenehmigungen der Bundesregierung an Drittländer kritisiert. Dass Rüstungskonzerne häufig Bestechungsgelder einsetzen, ist nicht neu, wie der Fall Rheinmetall zeigt. Mit Aufklärungsaktivitäten will der Rüstungskonzern das ramponierte Ansehen jetzt wieder aufpolieren, aber am Rüstungsgeschäft festhalten. Das ist genauso ärgerlich wie die Meldung, dass die Bundesregierung Israel beim Kauf deutscher Korvetten finanziell unterstützten will.

Das unermüdliche Eintreten von Jürgen Grässlin für ein Rüstungsexportverbot wurde jetzt erneut mit einem Preis gewürdigt – und zwar mit dem Kirchheimbolandener Friedenstagepreis 2014. Jürgens beispielhaftes Engagement ist auch deshalb möglich, weil viele von Ihnen es unspektakulär und quasi im Verborgenen unterstützen.

Damit die Täter im Rüstungsexportgeschäft nicht ungestört im Verborgenen agieren können, gab es wieder vielfältige Aktivitäten: So haben Trägerorganisationen der Aufschrei-Kampagne, wie terre des homes und IPPNW, genauso wie auch die IG Metall Esslingen ein Ende von Rüstungsexporten gefordert. Das war auch das Ziel der Aktion vor Heckler & Koch, die insbesondere die Gewehrlieferung nach Mexiko verurteilte.

G36-Gewehre von Heckler & Koch sind jetzt im mexikanischen Bundesstaat Guerrero beschlagnahmt worden. Dorthin hätten sie nicht gelangen dürfen und es besteht der Verdacht, dass sie bei der Ermordung von 43 Studenten eingesetzt wurden.

Wir danken Ihnen zum Jahresabschluss für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Rutsch in ein glückliches und friedvolleres neues Jahr.

Die im Folgenden angerissenen Themen sind eine kleine Auswahl der zahlreichen Meldungen zu Rüstungsexporten. Lesen Sie mehr davon auf unserer Website unter „Neues“.

Mit herzlichen Grüßen

Anke Wollny und Otto Reger
Online-Redakteurin und Online-Redakteur der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!
http://www.aufschrei-waffenhandel.de
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Inhalt
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1. Bundeswehreinsatz im Irak: Humanitäre Hilfe statt Soldaten und Waffen
2. Waffenlieferungen nach Mexiko: Mahnwache vor Heckler & Koch in Oberndorf
3. Deutschland will Israel bei Kauf deutscher Korvetten finanziell unterstützen
4. Milan-Raketen für Kurden enthalten radioaktives Thorium
5. Rheinmetall gesteht Bestechung bei Rüstungsgeschäft mit Griechenland ein
6. terre des hommes: Waffenexporte in Konfliktländer stoppen und Kinder schützen
7. GKKE-Rüstungsexportbericht 2014 erschienen
8. IG Metall Esslingen für umgehende Einstellung von Kleinwaffenexporten
9. Mexikanische Staatanwaltschaft beschlagnahmt Heckler-&-Koch-Gewehre in Guerrero

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1. Bundeswehreinsatz im Irak: Humanitäre Hilfe statt Soldaten und Waffen
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Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an die Bundesregierung, den Bundeswehreinsatz im Irak nicht auszudehnen. Stattdessen solle die humanitäre Hilfe noch weiter aufgestockt und Waffenlieferungen gestoppt werden.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/16-12-14-IPPNW-Bundeswehreins.634.0.html

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2. Waffenlieferungen nach Mexiko: Mahnwache vor Heckler & Koch in Oberndorf
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Am 10. Dezember – dem „Tag der Menschenrechte“ – fand eine Mahnwache vor den Toren der Waffenschmiede Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar statt. Eingeladen dazu hatte die Friedensinitiative Ditzingen.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/10-12-14-Waffenlieferungen-nac.626.0.html

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3. Deutschland will Israel bei Kauf deutscher Korvetten finanziell unterstützen
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Die deutsche Bundesregierung plant, Israel beim Kauf neuer Kriegesschiffe aus deutscher Produktion zu unterstützen – mit 115 Millionen Euro. Das geht aus Medienberichten hervor.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Israel.268.0.html#c5496

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4. Milan-Raketen für Kurden enthalten radioaktives Thorium
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Die MILAN-Raketen, die die Bundesregierung an die kurdische Peschmerga liefert, enthalten radioaktives Thorium. Laut der Linken-Politikerin Inge Höger hat die Bundesregierung die Kurden aber erst nach einer Anfrage der Linken darüber informiert.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Irak.600.0.html#c5494

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5. Rheinmetall gesteht Bestechung bei Rüstungsgeschäft mit Griechenland ein
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Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat Rheinmetall zugegeben, bei einem Rüstungsgeschäft mit Griechenland Schmiergelder gezahlt zu haben. Der Rüstungskonzern hat laut dem Bericht einen Bußgeldbescheid in Höhe von 37 Millionen Euro akzeptiert.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Rheinmetall-AG.192.0.html#c5480

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6. terre des hommes: Waffenexporte in Konfliktländer stoppen und Kinder schützen
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In einer Pressemitteilung zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember fordert terre des hommes von der Bundesregierung, die Waffenexporte in Konfliktländer wie Indien zu stoppen und sich für die Wahrung der Kinderrechte einzusetzen.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/09-12-14-terre-des-hommes-Waff.632.0.html

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7. GKKE-Rüstungsexportbericht 2014 erschienen
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Am 8. Dezember 2014 stellte die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) ihren Rüstungsexportbericht 2014 vor. Sie kritisiert darin unter anderem die zahlreichen Exportgenehmigungen der Bundesregierung an Drittländer.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Informationen.288.0.html#c5474

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8. IG Metall Esslingen für umgehende Einstellung von Kleinwaffenexporten
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Die IG Metall Esslingen hat am 9. Dezember eine Resolution verabschiedet. Darin fordern die Delegierten unter anderem die umgehende Einstellung sämtlicher Kleinwaffenexporte sowie aller Rüstungsexporte in Krisenregionen.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Aktivitaeten-der-Gewerkschafte.272.0.html#c5491

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9. Mexikanische Staatanwaltschaft beschlagnahmt Heckler-&-Koch-Gewehre in Guerrero
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Laut einem Bericht der taz haben Strafverfolger im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Ermordung von 43 Studenten im mexikanischen Guerrero, in die auch Polizisten verwickelt sind, Gewehre von Heckler & Koch sichergestellt.
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Mexiko.209.0.html#c5482
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