Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

Archiv für Oktober, 2017

Gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses “Klima schützen – Kohle stoppen!”

Demo zur COP23: Klimaschutz entscheidet sich am Kohleausstieg

 Klima-Kohle-Demo1.jpg

Berlin/Bonn, 26. Oktober 2017 – Kurz vor der 23. Weltklimakonferenz (COP23) und am Tag der weiteren Sondierungsgespräche zu den Themen Klima und Umwelt für eine neue Regierungskoalition macht ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis deutlich, dass glaubhafte Klimapolitik im eigenen Land anfängt. „Klimaschutz entscheidet sich am Kohleausstieg“, erklärten die Organisatoren heute einstimmig auf einer Pressekonferenz. Am Samstag, dem 4. November, will das Bündnis mit einer Demonstration unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen!“ deutliche Fortschritte beim Abschied von fossilen Energien einfordern.

 

Pressefoto zum Download:
www.klima-kohle-demo.de/fileadmin/Grafiken/PRESSE/VAL_1542.JPG

 

Direkt vor der Weltklimakonferenz und in unmittelbarer Nähe zum größten Braunkohlerevier Europas werden in der Bonner Innenstadt mehrere Tausend Menschen für die sofortige Umsetzung des Pariser Klimaabkommens demonstrieren. Mehr als 80 Klima- und Umweltschutz-, Bürgerrechts- sowie kirchliche Organisationen und Entwicklungsverbände aus Deutschland und der ganzen Welt unterstützen die Aktion und gehen mit auf die Straße.

 

Uwe Hiksch von den NaturFreunden Deutschlands und Anmelder der Klima-Kohle-Demonstration: „Wir erwarten eine große, friedliche und familienfreundliche Demonstration zum Auftakt der Weltklimakonferenz. Viele Tausend Menschen werden am 4. November in Bonn einen konsequenten Klimaschutz einfordern. Unsere Botschaft an die Jamaika-Verhandler ist: In den Koalitionsvertrag muss ein Fahrplan für einen schnellen und sozialverträglichen Kohleausstieg.“

 

Christoph Bals von Germanwatch: „Deutschland muss sich entscheiden, ob es Vorreiter im Verbrennen von Braunkohle oder für Klimaschutz sein will. Die Kanzlerin kann nicht länger international die Dekarbonisierung verkünden und zu Hause die schützende Hand über die Kohle halten.“

 

Antje Grothus von der Klima-Allianz Deutschland: „Das Pariser Klimaabkommen bedeutet, dass wir uns jetzt weltweit auf den Weg machen müssen, die Nutzung fossiler Energieträger zu beenden und aus der Kohle auszusteigen. Deutschland ist auf Platz eins der zweifelhaften Weltrangliste beim Braunkohletagebau und der größte CO₂-Emittent Europas. Wir müssen deshalb bei uns anfangen.“

 

Anika Schroeder von MISEREOR: „Deutsche Energiekonzerne verbrennen Kohle aus Entwicklungsländern, bei deren Abbau Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Millionen müssen ihre Heimat verlassen, weil der Klimawandel ihre Lebensgrundlagen zerstört – den auch wir verantworten. Will die Bundesregierung von Ländern wie Indien verlangen, die Klimaschutzwende einzuleiten, muss sie selber zeigen, dass sich Wohlstand, Klimaschutz und die Wahrung der Menschenrechte nicht ausschließen.“

 

Molly Walsh von Friends of the Earth Europe: „Die bevorstehenden Klimaverhandlungen sind ein wichtiger Moment, um klar zu machen, dass eine lebenswerte Zukunft nur ohne fossile Energien möglich ist. Wir brauchen saubere Energien in Bürgerhand und einen gerechten Übergang, der niemanden zurücklässt.“

 

Hinweis an die Redaktionen

Start der Demonstration „Klima schützen – Kohle stoppen!“ ist am 4.11.2017 um 12 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn.

 

Für Kölner*innen: Unter dem Motto „Klima schützen – Verkehrswende einleiten!“ treffen sich Teilnehmer*innen um 10:30 Uhr am Kölner Verteilerkreis zur gemeinsamen Fahrrad-Demonstration von Köln nach Bonn zur Abschlusskundgebung der Klima-Kohle-Demonstration.

 

Auf der Webseite des Bündnisses findet sich eine Mitfahrbörse zur gemeinsamen klimafreundlichen Anreise, Material wie Plakate und Flyer sind über den Webshop bestellbar. Weitere Informationen finden Sie unter: www.klima-kohle-demo.de

 

Weitere Informationen zu zivilgesellschaftlichen Aktivitäten rund um die COP23 finden Sie unter www.climate-protest-bonn.org.

 

Im Trägerkreis der Demonstration „Klima schützen – Kohle stoppen!“ wirken mit:
Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands, Oxfam Deutschland, MISEREOR, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Klima-Allianz Deutschland, WWF Deutschland, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch, Umweltinstitut München

 

Im Trägerkreis der Demonstration „Klima schützen – Kohle stoppen!“ wirken mit:

Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands, Oxfam Deutschland, MISEREOR, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Klima-Allianz Deutschland, WWF Deutschland, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch, Umweltinstitut München

Advertisements

NaturFreunde unterstützen Demonstration „Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“

Nein zu Rassismus im Bundestag
DSC_0504.JPG

 

Berlin, 20.10.2017 – Am Sonntag (22.10.2017) werden Tausende von Bürgern in Berlin auf die Straße gehen, um gegen Rassismus im Bundestag zu demonstrieren. Die NaturFreunde Deutschlands sind einer der Träger der Demonstration „Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“ und bitten alle demokratischen Vertreter der Vernunft, sich an der Demonstration zu beteiligen und so ein sichtbares Zeichen gegen den Rassismus zu setzen. Der Bundesvorsitzende der NaturFreunde, Michael Müller, ist einer der Hauptredner der Abschlusskundgebung.

 

Mit dem Einzug der AfD in den Bundestag wird sich das Klima der politischen Debatte weiter nach rechts verschieben. In der innerparteilichen Auseinandersetzung hat sich die AfD in den letzten Monaten und Jahren immer weiter radikalisiert. Der rechtspopulistische und völkische Flügel wurde gestärkt. Mit der Bundestagswahl wurden für die AfD Abgeordnete gewählt, die völkische und rassistische Positionen vertreten.

 

„Wir NaturFreunde gehen am Sonntag auf die Straße, weil wir nicht akzeptieren werden, dass Rassisten den Bundestag als Bühne für Hass und Rassismus benutzen“, erklärte Uwe Hiksch, Mitorganisator der Demonstration und Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands.

 

Hiksch: „Gemeinsam mit Tausenden Menschen setzen wir uns für eine solidarische, interkulturelle Gesellschaft ein, die Geflüchtete willkommen heißt und gegen jede Form von Rassismus, Homophobie und Menschenfeindlichkeit auftritt. Die NaturFreunde wehren sich gegen jede Form von Rassismus.“

 

Die Demonstration „Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“ beginnt am 22.10.2017 um 12:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor.

 

NaturFreunde Deutschlands aktiv gegen Rassismus

Die NaturFreunde Deutschlands sind Mitinitiator des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“. NaturFreunde engagieren sich bundesweit aktiv in vielen antirassistischen und antifaschistischen Bündnissen und Initiativen.

Klimaschutz: Die Bundesregierung täuscht die Öffentlichkeit 

Eklatanter Widerspruch zwischen Absichtserklärungen und realem Regierungshandeln

 nfd-bildmarke_4c-outline-cmyk-cmyk.jpg

Berlin, 16. Oktober 2017 – Einem internen Bericht des Bundesumweltministeriums zufolge droht Deutschland sein selbst gestecktes Klimaziel deutlich zu verfehlen. Bis zum Jahr 2020 sollte eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 erreicht werden. Tatsächlich aber dürfte Deutschland ohne weitere Maßnahmen nur etwa 32 Prozent Reduktionen erreichen. Dazu erklärt Joachim Nibbe, Bundesfachbereichsleiter Naturschutz, Umwelt und Sanfter Tourismus der NaturFreunde Deutschlands:

 

„Diese Entwicklung ist dramatisch und eine Bankrotterklärung der klimapolitischen Grundsätze und Ziele der Bundesregierung. Eine Überraschung ist sie aber nicht. Spätestens seit der Veröffentlichung des Klimaschutzplans 2050, mit dem die Bundesregierung unter anderem die nationalen Verpflichtungen des Paris-Abkommens umsetzen will, warnen die Umweltverbände vor einer Täuschung der Öffentlichkeit beim Klimaschutz. Nun wird offensichtlich schon die erste Zielstufe aus dem Klimaschutzplan 2050 verfehlt.

 

Die NaturFreunde Deutschlands kritisieren, dass die Lücke zwischen Wissen und Handeln in der deutschen Klimaschutzpolitik immer größer wird. Dabei steht nicht nur die Bildung der neuen Bundesregierung auf der Agenda, sondern auch die UN-Klimakonferenz vom 6. bis 17. November in Bonn (COP23). Zwei Jahre nach der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens blickt die Welt klimapolitisch wieder auf Deutschland. Das Ziel, an dem sich die Bundesregierung messen lassen muss, ist allein die Begrenzung der Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius. Doch da versagt die Politik.

 

Klimaschutzgesetz mit Kohleausstieg muss in die Koalitionsvereinbarung

Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Bundeskanzlerin auf, für deutlich mehr Fortschritte im Klimaschutz zu sorgen und endlich eine proaktive deutsche Klimaschutzpolitik aufzusetzen. Energie- und klimapolitisches Kernstück der Koalitionsverhandlungen muss daher die Umsetzung eines umfassenden Klimaschutzgesetzes sein, in dessen Zentrum der verbindliche und schrittweise Ausstieg aus der Kohleverstromung sowie die Einleitung der Verkehrswende  steht.

 

Die neue Bundesregierung muss sich zudem verbindlich auf eine 60-prozentige Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent festlegen sowie auf einen mindestens 45-prozentigen Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch. Darüber hinaus ist die Sektorenkopplung als energiepolitischer Regierungsauftrag zu vereinbaren, das heißt, die Energiewende ist schnell, sozial verträglich und transparent in den Wärme- und Verkehrssektor zu tragen. Fördermöglichkeiten zum Bau neuer Atomkraftwerke im Ausland sind abzuschaffen und Hermes-Kreditbürgschaften für Exporte so zu gestalten, dass Atomenergie-Projekte davon ausgeschlossen werden.

 

Deutsche COP23-Delegation muss über minus 60 Prozent bis 2030 verhandeln dürfen

Die Bonner Klimakonferenz könnte eine gute Gelegenheit sein, um den eklatanten Widerspruch zwischen den klimapolitischen Absichtserklärungen und dem realen Handeln der Bundesregierung zumindest etwas abzumildern. Denn die Chancen, auf internationaler Bühne einen Vorschlag zu unterbreiten, der tatsächlich dem Ruf eines „klimaschutzpolitischen Vorreiters“ entspräche, sind gegeben, müssen aber auch genutzt werden.

 

Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Bundesregierung auf, der deutschen COP23-Delegation das Verhandlungsmandat für einen 60-prozentigen deutschen Klimaschutzbeitrag bis zum Jahr 2030 zu erteilen. Der verbindliche Ausstieg aus der Kohleverstromung – bei gleichzeitiger Erhöhung des Versorgungsniveaus durch Beiträge der ‚Energieträger‘ Energieeffizienz und erneuerbare Energien – ist ein Schritt, der den Anforderungen des Paris-Abkommens gerecht würde.

 

So sollte nach Überzeugung der NaturFreunde Deutschlands das ‚Signal von Bonn‘ für eine glaubwürdige und zukunftsgerichtete Klimapolitik der Bundesrepublik Deutschland aussehen.“

 

„Klima schützen – Kohle stoppen!”-Demonstration am 4. November in Bonn

Im Vorfeld der Weltklimakonferenz organisiert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen!” eine Demonstration in Bonn. Wenige Kilometer entfernt vom rheinischen Braunkohlerevier, Europas größter Kohlendioxid-Quelle, wollen Tausende Menschen friedlich auf die Straße gehen, um von der neuen Bundesregierung die konsequente Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und damit einen verbindlichen Fahrplan für einen schnellen, sozialverträglichen Kohleausstieg zu fordern.

 

Die NaturFreunde Deutschlands haben die Demonstration für den Trägerkreis angemeldet und beherbergen das Demo-Organisationsbüro in der Landesgeschäftsstelle der NaturFreunde Berlin.

FamilienSonntag bei den NaturFreunden: Ein Mit-Mach-Angebot für die ganze Familie

Dieser Termin findet mehrmals statt, das nächste Mal am:
15.10.2017 – 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
19.11.2017 – 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
17.12.2017 – 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Auskunft & Anmeldung:

NaturFreunde Berlin

Infos: Dr. Christa Händle, Tel. 030 82702846

 

An jedem dritten Sonntag im Monat gibt es bei den NaturFreunden von 14.00 bis 17.00 Uhr ein Mitmachangebot für Kinder, Eltern und Großeltern. Auf ein Lied mit Instrumentalbegleitung folgt eine natur- und menschenfreundliche Geschichte. Dann stehen Gestaltungsangebote aus Natur-Materialien zur Auswahl bereit. Angeregt durch Vorbilder und mit kompetenter Unterstützung werden gemeinsam Spielzeuge zum Mitnehmen gestaltet.

Der Familiensonntag der NaturFreunde soll menschen- und umweltfreundliche Perspektiven vermitteln und die Kooperation in der gesamten Familie fördern. Erzählt und vorgespielt wird eine alte Geschichte, die gut ausgeht. Es gibt ein Lied, das mit Instrumenten begleitet wird, dann unterschiedliche Angebote für die Gestaltung von schönem Spielzeug zum Mitnehmen in der Zusammenarbeit von Eltern und Kindern. Im Jahreslauf gibt dies von Monat zu Monat wechselnde Programm-Anregungen für Freizeit- und Festgestaltungen.

Die FamilienSonntage sind ein Angebot für eine naturfreundliche „Generationenarbeit“, die sich in die lange Tradition der selbständigen Kultur- und Bildungsarbeit der NaturFreunde einreiht. Eingeladen sind Omas, Opas, Mütter, Väter, Kinder, Enkel um etwas gemeinsam zu erleben, zu basteln und schöne Stunden miteinander zu verbringen.

Leitung: Dr. Christa Händle, Tel. 030 82702846

17.09.2017 | 14.00 Uhr

FamilienSonntag: „Jetzt kommt Kasperle…“

15.10.2017 | 14.00 Uhr

FamilienSonntag: „In einem kleinen Apfel…“

19.11.2017 | 14.00 Uhr

FamilienSonntag: „In dem Walde steht ein Haus…“

17.12.2017 | 14.00 Uhr

FamilienSonntag: „Weißt Du wieviel Sterne …?“

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin

Geplantes UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten: Vertragsentwurf ist gute Verhandlungsgrundlage

Gemeinsame Pressemitteilung vom 10. Oktober 2017

menschenwurde

 

 

Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen fordert aktive Unterstützung durch Bundesregierung bei anstehenden Verhandlungen in Genf/ Positionspapier vorgelegt

Berlin/Aachen: Vom 23. bis 27. Oktober findet im UN-Menschenrechtsrat in Genf die dritte Verhandlungsrunde zur Erarbeitung eines internationalen Abkommens („UN-Treaty“) zur Haftung von Unternehmen bei Menschenrechtsverletzungen statt. Die Sitzungsleitung hat nun erstmals konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung des Vertrags vorgelegt. 15 deutsche Entwicklungs-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen der „Treaty Alliance Deutschland“ begrüßen den Text als gute Verhandlungsgrundlage und fordern die Bundesregierung auf, sich konstruktiv an den anstehenden Verhandlungen zu beteiligen. In einem gemeinsamen Positionspapier legen die Organisationen zuvor ihre konkreten Vorschläge zur Ausgestaltung des Abkommens vor.

 

Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte bei MISEREOR: „Das neue Abkommen bietet die Chance, die globale Wirtschaftsordnung grundlegend zu verändern. Unternehmen ist es dann nicht mehr möglich, Regierungen vor sich herzutreiben und vor Schiedsgerichten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn sie Konzerne daran hindern wollen, Grundgewässer zu verseuchen, die Luft zu verschmutzen oder die Rechte von Ureinwohnern zu missachten. Zwei Drittel dieser Klagen richten sich heute gegen Länder des Globalen Südens. Menschenrechte hätten endlich Vorrang vor den Interessen von Investoren und transnationalen Konzernen.“

 

Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender Vorsitzender des Bund für Umwelt und

Naturschutz Deutschland (BUND): „Für einen Erfolg des Treaty ist die Mitarbeit Europas von zentraler Bedeutung. Wir wollen, dass Deutschland als ökonomisch stärkstes Land der EU für den Erfolg der Verhandlungen Verantwortung übernimmt. Nicht immer mehr Rechte für internationale Konzerne, sondern der Schutz von Bürgerinnen und Bürgern und Belegschaften stehen auf der Tagesordnung. Die Bundesregierung muss nun zeigen, dass sie es mit dem Schutz sozialer und umweltbezogener Menschenrechte ernst meint.“

 

Sarah Lincoln, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Brot für die Welt: „Deutsche Unternehmen profitieren in ihren weltweiten Geschäften von niedrigen Umweltstandards und sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen, immer wieder kommt es zu Katastrophen wie dem Einsturz der Rana-Plaza Textilfabrik in Bangladesch, bei dem mehr als 1000 Menschen starben. Eine Entschädigung bekommen die Betroffenen in der Regel nicht. Das soll der Treaty ändern: Unternehmen sollen verpflichtet werden, in ihren globalen Geschäften die Menschenrechte zu achten und müssen bei Verstößen haften.“

 

Der UN-Menschenrechtsrat hatte im Juni 2014 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um verbindliche Regeln für Unternehmen zu schaffen und den Geschädigten Klagemöglichkeiten zu eröffnen. Wesentliche Ziele sind die Haftung von Konzernen für ihre komplette Zulieferkette, Rechtsschutz für Geschädigte auch in den Heimatländern der Unternehmen, der Vorrang der UN-Menschenrechtsverträge vor Handels- und Investitionsschutzabkommen sowie die Schaffung von Mechanismen zur Einhaltung des Abkommens.

 

Die „Treaty Alliance Deutschland“ unterstützt und begleitet den Verhandlungsprozess. Dem Bündnis gehören bislang folgende Verbände an: Attac Deutschland, Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Christliche Initiative Romero, CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, FIAN Deutschland, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile- Lateinamerika (FDCL), Forum Fairer Handel, Forum Umwelt und Entwicklung, Global Policy Forum, Medico International, MISEREOR, PowerShift, SÜDWIND und WEED.

 

weiterführende Informationen:

Vertragsentwurf der Regierung von Ecuador: http://bit.ly/2fF5crq

Positionspapier der Treaty Alliance: bit.ly/TA_Positionspapier

tägliche Berichte von den Verhandlungen: www.attac.de/genf-treaty-tagung

Aktuelles aus und über Kuba

kuba cuba
http://www.fgbrdkuba.de/

Hurrikanhilfe:
100.000 € in 2 1/2 Wochen, 100.000 x Dank an die SpenderInnen
Als Bundeskassierer der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. bin ich zuständig für die „Verwaltung“ der bei uns eingehenden Spenden. Und was hier in den letzten 2 1/2 Wochen – genauer an 12 Banktagen! – erlebt habe, verschlägt mit die Sprache.  (…)
Aber vor allem: Hört nicht auf zu spenden! Helfen ist wichtiger, denke ich!
Noch eine gute Nachricht: Nach 2 Wochen haben wir bereits die ersten 85.000 € an unsere kubanischen Partner überweisen können .
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/fg/fgtxt/fg20171027-hunderttausend-x-dank-an-die-spenderinnen.php

Der Spendenstand zum 27.09.2017 beträgt 108.799.04 €
Die Möglichkeit online zu Spenden gibt es hier (Stichwort „Hurrikanhilfe“): Spendenportal.

Ausweitung der Spendenkampagne Hurrikanhilfe
Im Rahmen der Spendenkampagne kam es zu dem Skandal, dass eine Bank die Überweisung ener Spende verweigert hat. Zu dieser exterriotorialen Anwending der US-Blockade gegen Kuba haben wir eine Presseerklärung veröffentlicht und diese spanisch, englisch, französisch, italienisch, niederländisch, russisch und türkisch übersetzt. Wir möchten Euch bitten Eure internationelen Kontakte zu nutzen und die Erklärung mit der Bitte um Weiterleitung und Spenden zu verbreiten.

Spendenkampagne in den sozialen Netzwerken
Überwältigend ist auch die Reaktion in den sozialen Netzwerken wie FacebookBerichte und Spendenaufruf werden tausendfach gelesen. Hierbei hilft der Hinweis, dass auf jeder unserer Internetseiten unten ein Button zur Verbreitung bereit steht. Desweiteren ist bei Twitter ein hashtag #Hurrikanhilfe eingerichtet über den alle Benefizkonzerte, Infostände mit Spendendose, Flyer-verteilaktionen und Initiativen soweie Grußadressen und Kommentare  gepostet werden können.

Flyer und Flugblätter
Zur Verteilung auf Veranstaltungen und an Infoständen stehen Flyer und Flugblatt zum download bereit. Fertig gedruckt können diese bedarfsorientiert auch ab sofort in unserer Geschäftsstelle angefordert werden: info@fgbrdkuba.de

Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker

Veranstaltungen zum 50. Todestag von Che Guevara:
Der Che lebt
Sonntag, 1. Oktober, 12:00 Uhr
Die Linke, Bezirk Altona, Am Felde 2, 22765 Hamburg
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#der-che-lebt

Ernesto Guevara de la Serna, genannt Che
Donnerstag, 5. Oktober, 19:30 Uhr
Waldheim Gaisburg, Obere Neue Halde 1, 70186 Stuttgart
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#che-guevara-stuttgart

Che – Ein Leben für die Revolution
Freitag, 6. Oktober, 19:00 Uhr
Kunsthaus Michel, Semmelstr. 42, 97070 Würzburg
mehr:  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#che-guevara-wuerzburg
Montag, 9. Oktober, 19:30 Uhr
Disharmonie-Kulturverein, Gutermann-Promenade 7, 97421 Schweinfurt
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#che-guevara-schweinfurt
Donnerstag, 12. Oktober, 20:00 Uhr
Kabarett im Hofgarten, Hofgartenstr. 1A, 63739 Aschaffenburg
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#che-guevara-aschaffenburg
Sa. 14. & So. 15. Oktober, 20:00 Uhr
Theater am Neunerplatz, Adelgundenweg 2A, 97082 Würzburg
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#che-guevara-wuerzburg-theater

Das bolivianische Tagebuch
Montag, 9. Oktober, 19:00 Uhr
Bahnhof Langendrer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#das-bolivianische-tagebuch

Auf dem Wege Che Guevaras
Samstag, 14. Oktober, 19:30:00 Uhr
Karlstorbahnhof /TIKK theater, am Karlstor 1, 69117 Heidelberg
mehr:
  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php#che-guevara-heidelberg

weitere Veranstaltungen:
Kuba macht es vor – solidarisch für das Recht auf Gesundheit
Buchvorstellung mit anschließender Diskussion.
mehr:  http://www.fgbrdkuba.de/frankfurt/

weitere Veranstaltungen:  http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.php

Cuba kompakt:
Cuba kompakt – September 2017:
http://www.fgbrdkuba.de/ck/ck2017-09.pdf
alle Ausgaben: http://www.fgbrdkuba.de/ck/cuba-kompakt.php

Presse:
Aktuelle Nachrichten aus und über Kuba
mehr:
http://www.fgbrdkuba.de/presse/index.php

Mitglied werden:
Film- & Buchprämienpaket für neue Mitglieder:
Flyer:
http://www.fgbrdkuba.de/fg/download/mitgliederwerbung-buchpaemie-a5.pdf

Homepages der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba:
http://www.fgbrdkuba.de/
regionale Seiten:
BerlinBonn, Essen, Frankfurt a.M., Göttingen, Stuttgart

Auf Ceta folgt Mercosur: EU darf zerstörerische Agrarmethoden nicht stützen

PRESSEMITTEILUNG – Brüssel, 21.09. 2017

GreensEFA_FB_de

Von heute an werden zentrale Teile des Handelsabkommens CETA zwischen der EU und Kanada vorläufig angewendet. Martin Häusling Mitglied im Umweltausschuss und agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament kommentiert:
„Es ist letztlich dem heftigen Protest der Zivilgesellschaft zu verdanken, dass der besonders umstrittene Investorenschutz samt der Investitionsschiedsgerichtbarkeit, die ausländischen Unternehmen weitreichende Klagerechte einräumen soll, nicht Teil der vorläufigen Anwendung ist. Es sind nur die Teile des Abkommens in Kraft, in denen die EU-Kommission über die Kompetenz verfügt.

Der Investorenschutz gehört nicht dazu. So wie ausgehandelt darf das Abkommen nicht in Kraft treten. Die Chance dazu gibt es, denn nur dann, wenn jeder einzelne Mitgliedsstaat den Vertrag ratifiziert hat, kann er auch in vollem Umfang angewendet werden. Nur drei Mitgliedsstaaten haben das bereits getan, andere Länder wie Belgien oder Frankreich werden es möglicherweise nicht tun.

Bei den nun folgenden Gesprächen zwischen Kommission und Mitgliedsstaaten fordere ich die Beteiligten auf, Lehren aus den bisherigen Verhandlungen zu ziehen und alle Karten auf den Tisch zu legen. Die EU ist es ihren Bürgern schuldig, hier absolute Transparenz zu garantieren.

Dies ist umso wichtiger, da bereits weitere Freihandelsabkommen unter Dach und Fach gebracht werden sollen. Bei den Verhandlungen der Europäischen Union und der Mercosur mit seinen Mitgliedsländern Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay geht es zum Beispiel um zwei der größten Märkte der Welt, die schon heute intensiv Handel miteinander treiben.

Die Mercosur-Staaten wollen vor allem Agrarprodukte exportieren. Unter anderem sollen große Chargen von Soja sowie jährlich 85 000 Tonnen Rindfleisch aus Südamerika zollfrei in die EU eingeführt werden dürfen. Damit aber kommen Futtermittel und Fleisch auf die Märkte der Union, die unter zunehmend zweifelhaften Bedingungen erzeugt werden: Soja ist gentechnisch verändert, und die Vorstellung, dass es sich um Import-Fleisch von friedlich auf den Pampas grasender Rinder handelt, ist Illusion geworden. Die Realität sieht heute so aus, dass der größte Teil der Rinder mit Getreide, Mais, Soja und Wachstumshormonen in kurzer Zeit gemästet wird. Gleichzeitig werden horrende Flächen Regenwald gerodet, um entweder neue Weiden oder neue Sojaäcker zu schaffen.

Solch eine Landwirtschaft darf die EU keinesfalls unterstützen.

Schlagwörter-Wolke