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Beiträge mit Schlagwort ‘Menschenrechte’

Veröffentlichungen von und über Mumia Abu-Jamal // kommende Infoveranstaltungen

mumiaplakat3

Hallo,

Mumia hat im Oktober eine Rede aufgenommen, in der er über seine Erkrankung, die Gefängniskrise in den USA und die Aufforderung der Gefangenen an die Solidaritätsbewegung eingeht, auch von draußen gegen dieses Unrechtssystem vorzugehen:

Mumia’s Message to the Movement (audio, 1:44 min) (October 20, 2015)

http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/mumias-message-movement-oct-2015144

Einge Wochen zuvor beschrieb er seine „medizinische Versorgung“ auf Prison Radio: Mumia’s Mumia Abu-Jamal: Condition & his Reaction to DOC lies and Stonewalling (audio, 2:31 min) (October 8, 2015)

http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/mumias-condition-his-reaction-doc-lies-and-stonewalling-231

In den vergangenen Wochen sind ebenfalls mehrere Veröffentlichungen (größtenteils in Folge der New Yorker Infoveranstalung der FREE MUMIA Bewegung im September) erschienen, die auf dieser Liste noch nicht verbreitet wurden – hier eine Auswahl:

Lasst Mumia frei (30. Oktober 2015)

http://peter-nowak-journalist.de/2015/10/30/lasst-mumia-frei/

(WBAI – Radio, New York City) Building Bridges: Mumia Must Live (October 28, 2015) https://archive.org/details/BuildingBridgesMumiaMustLive

Pam and Ramona Africa tour Bay Area for Mumia (October 22, 2015)

http://www.workers.org/articles/2015/10/22/pam-and-ramona-africa-tour-bay-area-for-mumia/

(Workers World) Health care providers call for hep C treatment for Mumia Abu-Jamal and other PA prisoners (October 7, 2015) http://www.workers.org/articles/2015/10/06/health-care-providers-call-for-hep-c-treatment-for-mumia-abu-jamal-and-other-pa-prisoners/

(Video) Mumia Medical Crisis Report (September 19, 2015) https://www.youtube.com/watch?v=pCdf-7DFlxk

Bitte beachtet, dass es ab Mitte November mehrere Veranstaltungen vom Bundesweiten FREE MUMIA Netzwerk über die Gesundheitskrise in Pennsylvanias Knästen sowie natürlich auf die aktuelle Lage von Mumia selbst geben wird. Bisher bestätigt sind:

Nürnberg Sa. 14.11.

Berlin So. 6.12.

Leipzig Di 8.12.

weitere Details bald auf http://www.mumia-hoerbuch.de/termine.htm

Solidarische Grüße

FREE MUMIA Berlin

Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Rundbrief November 2015

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

hier kommen aktuelle Meldungen über den gefangenen Journalisten Mumia Abu-Jamal und aus der weltweiten Bewegung für seine Freilassung. In einer sehr aufschlussreichen Veranstaltung berichtete die US Solidaritätsbewegung am 11. September 2015 ausführlich über Mumias Gesundheitszustand, die privatisierte Gesundheitsversorgung in Pennslyvanias Knästen und die generelle Gesundheitskrise im gefängnisindustriellen Komplex der USA. Ausschnitte aus dieser Veranstaltung in New York City sind in einem Video veröffentlicht:

https://www.youtube.com/watch?v=pCdf-7DFlxk

Der Gefängnisindustrielle Komplex in den USA zeigt derzeit erste Anzeichen eines Wachstumseinbruchs: einige Tausend langzeitverurteilte Gefangene sollen in naher Zukunft aus Kostengründen entlassen werden, meldete Der SPIEGEL am 7.10.2015. Ähnliche Signale kamen im vergangenen Jahr bereits aus Kalifornien. In diesem Bundesstaat sind us-weit die meisten Menschen ihrer Freiheit beraubt. Es scheint, als ob die Masseninhaftierung nach beinahe 40 Jahren Public Private Partnerships kein wirtschafliches Erfolgsmodell mehr darstellt – zumindest für die öffentliche Hand.

Auch die Todesstrafe sowie das lebenslängliche Einsperren stehen derzeit unter juristischer Prüfung: Cruel and Unusual Punishments Before the Supreme Court

http://www.nytimes.com/2015/10/14/opinion/cruel-and-unusual-punishments-before-the-supreme-court.html?smprod=nytcore-iphone&smid=nytcore-iphone-share&_r=1

Fraglich bleibt allerdings, welche Modelle danach entwickelt werden, um die nicht-weißen Minderheiten in den USA gesellschaftlich auszuschliessen und rechtlos zu halten, wie es seit Staatsgründung 1776 durchgehend praktiziert wird. Aber: die Masseninhaftierung von über 2,3 Millionen Menschen für den Profit von Konzernen kann abgeschafft werden

– dieser Wahnsinn ist nicht unumstösslich! FREE MUMIA – Free Them ALL!

Mumia Abu-Jamal hat im Oktober eine Rede aufgenommen, in der er neben seiner Erkrankung auf die Gefängniskrise in den USA sowie die Aufforderung der Gefangenen an die Solidaritätsbewegung eingeht, auch von draußen gegen dieses Unrechtssystem aufzustehen:

Mumia’s Message to the Movement (audio, 1:44 min) (October 20, 2015)

http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/mumias-message-movement-oct-2015144

Einge Wochen zuvor beschrieb er bereits seine „medizinische Versorgung“

auf Prison Radio: Mumia’s Mumia Abu-Jamal: Condition & his Reaction to DOC lies and Stonewalling (audio, 2:31 min) (October 8, 2015)

http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/mumias-condition-his-reaction-doc-lies-and-stonewalling-231

Trotz schwer angeschlagener Gesundheit setzt Mumia seine journalistische Arbeit aus dem Gefängnis fort. Im Oktober veröffentlichte er mehrere Beiträge auf Prison Radio:

Disturbing the Peace (audio, 2:23 min) (October 28, 2015) http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/disturbing-peace-223-mumia-abu-jamal

Electing Enemies (audio, 2:11 min)  (October 26, 2015) http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/electing-enemies-211-mumia-abu-jamal

„Bleiernes System“ (19.10.2015)

https://www.jungewelt.de/2015/10-19/009.php (USA – Rassismus und tödliche Polizeigewalt gegen den 12 jährigen Tamir Rice) im Original auf Prison Radio: „Tamir“ (audio, 1:50 min) http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/tamir-150-mumia-abu-jamal

The Chair (audio, 1:47 min) (October 11, 2015) http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/chair-147-mumia-abu-jamal

„Centuries of Struggle Big House Prison Blues“ (audio, 9:54 min) (October 10, 2015) http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/centuries-struggle-big-house-prison-blues-954-mumia-abu-jamal

for the American Studies Association Conference in Toronto, Canada

The Representative or the Represented? (audio, 2:22 min) (October 6,

2015)

http://www.prisonradio.org/media/audio/mumia/representative-or-represented-222-mumia-abu-jamal

Wir möchten auf eine Spendenaktion für das Buchprojekt „American Indian Movement, Leonard Peltier & der indigene Widerstand in den USA“ vom Tokata e.V. in der Rhein/Main Region hinweisen:

http://www.leonardpeltier.de/?page_id=2803

Zum weiteren Inhalt:

1.***   Termine

2.***   Presse

3.***   Meldungen aus der FREE MUMIA Bewegung

4.***   Solidarität mit Gefangenen

5.***   Abschaffung der Todesstrafe – Überall!

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1.***   Termine

Sa. 14. November 2015 – Nürnberg – Archiv Metropoletan – 19:00 Uhr

Update über Mumia Abu-Jamal: Erkrankung, unterlassene medizinische Hilfeleistung für Gefangene in Pennslyvania und die Gefängniskrise in den USA Archiv Metropoletan, Eberhardshofstr. 11, 90429 Nürnberg

So 6.12.2015      Berlin – Lunte, 20:00 Uhr

Masseninhaftierung und Langzeitgefangene in den USA:

– Kurzvorstellung des Gefängnisindustriellen Komplexes in den USA

– Update über Mumia Abu-Jamal und seiner unbehandelten, lebensbedrohenden Hepatitis C und Diabetes Erkrankung

– unterlassene medizinische Hilfeleistung für Gefangene im US Bundesstaat Pennslyvania

– private Profitgefängnisse und „Gesundheitsservicedienstleister“ sowie die Gefängniskrise in den USA

– Widerstand der Gefangenen und praktische Solidarität von draußen

Veranstalter*innen: FREE MUMIA Berlin (www.mumia-hoerbuch.de  ) und Anti-Nationale Neuköllner Antifa (A.N.N.A.) LUNTE, Weisestr. 53, 12049 Berlin – U8-Boddinstr.

Di 8.12.2015       Leipzig – Z68, 19:00 Uhr

Anti-Repressionstresen der Roten Hilfe – Update über Mumia Abu-Jamal:

Erkrankung, unterlassene medizinische Hilfeleistung für Gefangene in Pennslyvania und die Gefängniskrise in den USA Z68, Leipzig

regelmässige Updates auch auf http://www.mumia-hoerbuch.de/termine.htm

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2.***   Presse

(Sprachrohr 3/2015) Lasst Mumia frei (30. Oktober 2015) http://peter-nowak-journalist.de/2015/10/30/lasst-mumia-frei/

(WBAI – Radio, New York City) Building Bridges: Mumia Must Live (October 28, 2015) https://archive.org/details/BuildingBridgesMumiaMustLive

(Workers World) Pam and Ramona Africa tour Bay Area for Mumia (October 22, 2015) http://www.workers.org/articles/2015/10/22/pam-and-ramona-africa-tour-bay-area-for-mumia/

(Radio Aktiv Berlin) Impressionen von der Anti-TTIP Demonstration in Berlin, u.a. mit Beitrag über Gefängnisindustrie/Zwangsarbeit in den USA und „Handelshindernissen“  (11.10.2015) https://www.freie-radios.net/73072

(Workers World) Health care providers call for hep C treatment for Mumia Abu-Jamal and other PA prisoners (October 7, 2015) http://www.workers.org/articles/2015/10/06/health-care-providers-call-for-hep-c-treatment-for-mumia-abu-jamal-and-other-pa-prisoners/

(Spiegel) Sparprogramm: US-Behörden entlassen Tausende Häftlinge vorzeitig (7.10.2015) http://www.spiegel.de/panorama/justiz/us-behoerden-entlassen-tausende-haeftlinge-vorzeitig-a-1056543.html

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3.***   Meldungen aus der FREE MUMIA Bewegung

OFFENER BRIEF an Bundespräsident Joachim GAUCK zum Besuch in den USA

(2.10.2015)

http://www.mumia-hoerbuch.de/text/Presse-Mitteilung-Gauck-Okt.-2015.pdf

(Video) Mumia Medical Crisis Report (September 19, 2015) https://www.youtube.com/watch?v=pCdf-7DFlxk

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4.***   Solidarität mit Gefangenen

Buchprojekt „American Indian Movement, Leonard Peltier & der indigene Widerstand in den USA“ (12.10.2015)

http://www.leonardpeltier.de/?page_id=2803

Antiautoritäre Tage gegen die Knastgesellschaft in HH – Ein Textbeitrag von Thomas Meyer-Falk (2.10.2015) http://de.indymedia.org/node/6027

Wird Sundiata Acoli (BPP/BLA) nach über 40 Jahren Haft endlich freigelassen?

N.J. Supreme Court hears arguments for cop killer’s freedom (October 13,

2015)

http://www.northjersey.com/news/n-j-supreme-court-hears-arguments-for-cop-killer-s-freedom-1.1431472

Ed Poindexter and Mondo we Langa: Internal report of Amnesty International says Omaha Two (are) prisoners of conscience (August 13,

2014)

http://www.examiner.com/article/internal-report-of-amnesty-international-says-omaha-two-prisoners-of-conscience

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5.***   Abschaffung der Todesstrafe – Überall!

Georgia – dedicated to Troy Davis and his family (4.10.2015) https://www.youtube.com/watch?v=nC4NBt1AKlk&feature=youtu.be

(Video) Im Todestrakt – Hank Skinner (19.10.2013) https://www.youtube.com/watch?v=SPUW-hT29Do

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

Viele Grüße

FREE MUMIA Berlin

Ergebnis Namentliche Abstimmung zum Entwurf eines Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes im Deutschen Bundestag

Asyl Demo

Namentliche Abstimmung zum Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD
Entwurf eines Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes
hier: Artikel 1 Nummer 35 des Gesetzentwurfs in der Ausschussfassung (Neufassung der
Anlage II zu § 29a des Asylverfahrensgesetzes)
– Drucksachen 18/6185 und 18/6386 –

Abgegebene Stimmen insgesamt: 594
Nicht abgegebene Stimmen: 36

Ja-Stimmen: 473
Nein-Stimmen: 118
Enthaltungen: 3
Ungültige: 0

Fraktion Name Vorname ja nein Enthaltung nicht abgegeben
CDU/CSU Albani Stephan 1 0 0 0
CDU/CSU Albsteiger Katrin 1 0 0 0
CDU/CSU Altmaier Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Auernhammer Artur 1 0 0 0
CDU/CSU Bär Dorothee 1 0 0 0
CDU/CSU Bareiß Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Barthle Norbert 1 0 0 0
CDU/CSU Baumann Günter 1 0 0 0
CDU/CSU Beermann Maik 1 0 0 0
CDU/CSU Behrens (Börde) Manfred 1 0 0 0
CDU/CSU Bellmann Veronika 1 0 0 0
CDU/CSU Benning Sybille 1 0 0 0
CDU/CSU Berghegger Andre 1 0 0 0
CDU/CSU Bergner Christoph 1 0 0 0
CDU/CSU Bertram Ute 1 0 0 0
CDU/CSU Beyer Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Bilger Steffen 1 0 0 0
CDU/CSU Binninger Clemens 1 0 0 0
CDU/CSU Bleser Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Böhmer Maria 1 0 0 0
CDU/CSU Bosbach Wolfgang 1 0 0 0
CDU/CSU Brackmann Norbert 1 0 0 0
CDU/CSU Brähmig Klaus 1 0 0 0
CDU/CSU Brand Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Brandl Reinhard 1 0 0 0
CDU/CSU Brandt Helmut 1 0 0 0
CDU/CSU Brauksiepe Ralf 1 0 0 0
CDU/CSU Braun Helge 1 0 0 0
CDU/CSU Brehmer Heike 1 0 0 0
CDU/CSU Brinkhaus Ralph 1 0 0 0
CDU/CSU Caesar Cajus 1 0 0 0
CDU/CSU Connemann Gitta 1 0 0 0
CDU/CSU Dinges-Dierig Alexandra 1 0 0 0
CDU/CSU Dobrindt Alexander 1 0 0 0
CDU/CSU Donth Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Dörflinger Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Dött Marie-Luise 1 0 0 0
CDU/CSU Durz Hansjörg 1 0 0 0
CDU/CSU Eberl Iris 1 0 0 0
CDU/CSU Eckenbach Jutta 1 0 0 0
CDU/CSU Fabritius Bernd 0 0 0 1
CDU/CSU Färber Hermann 1 0 0 0
CDU/CSU Feiler Uwe 0 0 0 1
CDU/CSU Feist Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Ferlemann Enak 1 0 0 0
CDU/CSU Fischbach Ingrid 1 0 0 0
CDU/CSU Fischer (Hamburg) Dirk 1 0 0 0
CDU/CSU Fischer (Karlsruhe-Land) Axel E. 1 0 0 0
CDU/CSU Flachsbarth Maria 1 0 0 0
CDU/CSU Flosbach Klaus-Peter 0 0 0 1
CDU/CSU Frei Thorsten 1 0 0 0
CDU/CSU Freudenstein Astrid 1 0 0 0
CDU/CSU Friedrich (Hof) Hans-Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Frieser Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Fuchs Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Fuchtel Hans-Joachim 1 0 0 0
CDU/CSU Funk Alexander 1 0 0 0
CDU/CSU Gädechens Ingo 1 0 0 0
CDU/CSU Gebhart Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Gerig Alois 1 0 0 0
CDU/CSU Gienger Eberhard 1 0 0 0
CDU/CSU Giousouf Cemile 1 0 0 0
CDU/CSU Göppel Josef 1 0 0 0
CDU/CSU Grindel Reinhard 1 0 0 0
CDU/CSU Groden-Kranich Ursula 1 0 0 0
CDU/CSU Gröhe Hermann 1 0 0 0
CDU/CSU Gröhler Klaus-Dieter 1 0 0 0
CDU/CSU Grosse-Brömer Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Grotelüschen Astrid 1 0 0 0
CDU/CSU Grübel Markus 1 0 0 0
CDU/CSU Grund Manfred 1 0 0 0
CDU/CSU Grundmann Oliver 1 0 0 0
CDU/CSU Grütters Monika 1 0 0 0
CDU/CSU Gundelach Herlind 1 0 0 0
CDU/CSU Güntzler Fritz 1 0 0 0
CDU/CSU Gutting Olav 1 0 0 0
CDU/CSU Haase Christian 1 0 0 0
CDU/CSU Hahn Florian 1 0 0 0
CDU/CSU Harbarth Stephan 1 0 0 0
CDU/CSU Hardt Jürgen 1 0 0 0
CDU/CSU Hasselfeldt Gerda 0 0 0 1
CDU/CSU Hauer Matthias 1 0 0 0
CDU/CSU Hauptmann Mark 1 0 0 0
CDU/CSU Heck Stefan 1 0 0 0
CDU/CSU Heider Matthias 1 0 0 0
CDU/CSU Heiderich Helmut 1 0 0 0
CDU/CSU Heil Mechthild 1 0 0 0
CDU/CSU Heinrich (Chemnitz) Frank 1 0 0 0
CDU/CSU Helfrich Mark 1 0 0 0
CDU/CSU Heller Uda 1 0 0 0
CDU/CSU Hellmuth Jörg 1 0 0 0
CDU/CSU Henke Rudolf 0 0 0 1
CDU/CSU Hennrich Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Heveling Ansgar 1 0 0 0
CDU/CSU Hintze Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Hirte Christian 1 0 0 0
CDU/CSU Hirte Heribert 1 0 0 0
CDU/CSU Hochbaum Robert 1 0 0 0
CDU/CSU Hoffmann Alexander 1 0 0 0
CDU/CSU Hoffmann (Dortmund) Thorsten 1 0 0 0
CDU/CSU Holmeier Karl 1 0 0 0
CDU/CSU Holzenkamp Franz-Josef 1 0 0 0
CDU/CSU Hoppenstedt Hendrik 1 0 0 0
CDU/CSU Horb Margaret 1 0 0 0
CDU/CSU Hornhues Bettina 1 0 0 0
CDU/CSU Huber Charles M. 1 0 0 0
CDU/CSU Hübinger Anette 1 0 0 0
CDU/CSU Hüppe Hubert 1 0 0 0
CDU/CSU Irlstorfer Erich 0 0 0 1
CDU/CSU Jarzombek Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Jörrißen Sylvia 1 0 0 0
CDU/CSU Jung Andreas 1 0 0 0
CDU/CSU Jung Franz Josef 1 0 0 0
CDU/CSU Jung Xaver 1 0 0 0
CDU/CSU Jüttner Egon 1 0 0 0
CDU/CSU Kalb Bartholomäus 1 0 0 0
CDU/CSU Kammer Hans-Werner 1 0 0 0
CDU/CSU Kampeter Steffen 0 0 0 1
CDU/CSU Kanitz Steffen 1 0 0 0
CDU/CSU Karl Alois 1 0 0 0
CDU/CSU Karliczek Anja 1 0 0 0
CDU/CSU Kaster Bernhard 1 0 0 0
CDU/CSU Kauder Volker 1 0 0 0
CDU/CSU Kaufmann Stefan 1 0 0 0
CDU/CSU Kiesewetter Roderich 1 0 0 0
CDU/CSU Kippels Georg 1 0 0 0
CDU/CSU Klein Volkmar 1 0 0 0
CDU/CSU Klimke Jürgen 1 0 0 0
CDU/CSU Knoerig Axel 1 0 0 0
CDU/CSU Koeppen Jens 1 0 0 0
CDU/CSU Koob Markus 1 0 0 0
CDU/CSU Körber Carsten 1 0 0 0
CDU/CSU Koschyk Hartmut 1 0 0 0
CDU/CSU Kovac Kordula 1 0 0 0
CDU/CSU Kretschmer Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Krichbaum Gunther 1 0 0 0
CDU/CSU Krings Günter 1 0 0 0
CDU/CSU Kruse Rüdiger 1 0 0 0
CDU/CSU Kudla Bettina 1 0 0 0
CDU/CSU Kühne Roy 1 0 0 0
CDU/CSU Lach Günter 1 0 0 0
CDU/CSU Lagosky Uwe 1 0 0 0
CDU/CSU Lamers Karl A. 1 0 0 0
CDU/CSU Lämmel Andreas G. 1 0 0 0
CDU/CSU Lammert Norbert 1 0 0 0
CDU/CSU Landgraf Katharina 1 0 0 0
CDU/CSU Lange Ulrich 1 0 0 0
CDU/CSU Lanzinger Barbara 1 0 0 0
CDU/CSU Launert Silke 1 0 0 0
CDU/CSU Lehrieder Paul 1 0 0 0
CDU/CSU Leikert Katja 1 0 0 0
CDU/CSU Lengsfeld Philipp 1 0 0 0
CDU/CSU Lenz Andreas 1 0 0 0
CDU/CSU Lerchenfeld Philipp 1 0 0 0
CDU/CSU Leyen Ursula 1 0 0 0
CDU/CSU Lezius Antje 1 0 0 0
CDU/CSU Liebing Ingbert 1 0 0 0
CDU/CSU Lietz Matthias 1 0 0 0
CDU/CSU Lindholz Andrea 1 0 0 0
CDU/CSU Linnemann Carsten 1 0 0 0
CDU/CSU Lips Patricia 1 0 0 0
CDU/CSU Lorenz Wilfried 1 0 0 0
CDU/CSU Lücking-Michel Claudia 1 0 0 0
CDU/CSU Luczak Jan-Marco 1 0 0 0
CDU/CSU Ludwig Daniela 1 0 0 0
CDU/CSU Maag Karin 1 0 0 0
CDU/CSU Magwas Yvonne 1 0 0 0
CDU/CSU Mahlberg Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Maizière Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Manderla Gisela 1 0 0 0
CDU/CSU Marschall Matern 1 0 0 0
CDU/CSU Marwitz Hans-Georg 1 0 0 0
CDU/CSU Mattfeldt Andreas 1 0 0 0
CDU/CSU Mayer (Altötting) Stephan 1 0 0 0
CDU/CSU Meier Reiner 1 0 0 0
CDU/CSU Meister Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Merkel Angela 0 0 0 1
CDU/CSU Metzler Jan 1 0 0 0
CDU/CSU Michalk Maria 1 0 0 0
CDU/CSU Michelbach Hans 1 0 0 0
CDU/CSU Middelberg Mathias 1 0 0 0
CDU/CSU Monstadt Dietrich 1 0 0 0
CDU/CSU Möring Karsten 1 0 0 0
CDU/CSU Mortler Marlene 1 0 0 0
CDU/CSU Mosblech Volker 1 0 0 0
CDU/CSU Motschmann Elisabeth 1 0 0 0
CDU/CSU Müller Gerd 1 0 0 0
CDU/CSU Müller (Braunschweig) Carsten 1 0 0 0
CDU/CSU Müller (Erlangen) Stefan 1 0 0 0
CDU/CSU Murmann Philipp 1 0 0 0
CDU/CSU Nick Andreas 1 0 0 0
CDU/CSU Noll Michaela 1 0 0 0
CDU/CSU Nowak Helmut 1 0 0 0
CDU/CSU Nüßlein Georg 1 0 0 0
CDU/CSU Obermeier Julia 1 0 0 0
CDU/CSU Oellers Wilfried 1 0 0 0
CDU/CSU Oßner Florian 1 0 0 0
CDU/CSU Ostermann Tim 1 0 0 0
CDU/CSU Otte Henning 1 0 0 0
CDU/CSU Pahlmann Ingrid 1 0 0 0
CDU/CSU Pantel Sylvia 1 0 0 0
CDU/CSU Patzelt Martin 1 0 0 0
CDU/CSU Pätzold Martin 1 0 0 0
CDU/CSU Petzold Ulrich 1 0 0 0
CDU/CSU Pfeiffer Joachim 1 0 0 0
CDU/CSU Pfeiffer Sibylle 0 0 0 1
CDU/CSU Pols Eckhard 1 0 0 0
CDU/CSU Rachel Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Radomski Kerstin 1 0 0 0
CDU/CSU Radwan Alexander 1 0 0 0
CDU/CSU Rainer Alois 1 0 0 0
CDU/CSU Ramsauer Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Rehberg Eckhardt 1 0 0 0
CDU/CSU Riebsamen Lothar 1 0 0 0
CDU/CSU Rief Josef 1 0 0 0
CDU/CSU Riesenhuber Heinz 1 0 0 0
CDU/CSU Röring Johannes 1 0 0 0
CDU/CSU Röttgen Norbert 1 0 0 0
CDU/CSU Rüddel Erwin 1 0 0 0
CDU/CSU Rupprecht Albert 1 0 0 0
CDU/CSU Schäfer (Saalstadt) Anita 1 0 0 0
CDU/CSU Schäuble Wolfgang 1 0 0 0
CDU/CSU Scheuer Andreas 1 0 0 0
CDU/CSU Schiewerling Karl 1 0 0 0
CDU/CSU Schimke Jana 1 0 0 0
CDU/CSU Schindler Norbert 1 0 0 0
CDU/CSU Schipanski Tankred 1 0 0 0
CDU/CSU Schmelzle Heiko 1 0 0 0
CDU/CSU Schmidt (Fürth) Christian 1 0 0 0
CDU/CSU Schmidt (Ühlingen) Gabriele 1 0 0 0
CDU/CSU Schmitt Ronja 1 0 0 0
CDU/CSU Schnieder Patrick 1 0 0 0
CDU/CSU Schön (St. Wendel) Nadine 1 0 0 0
CDU/CSU Schröder Ole 1 0 0 0
CDU/CSU Schröder (Wiesbaden) Kristina 1 0 0 0
CDU/CSU Schulte-Drüggelte Bernhard 1 0 0 0
CDU/CSU Schulze Klaus-Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Schummer Uwe 1 0 0 0
CDU/CSU Schuster (Weil am Rhein) Armin 1 0 0 0
CDU/CSU Schwarzer Christina 1 0 0 0
CDU/CSU Seif Detlef 1 0 0 0
CDU/CSU Selle Johannes 1 0 0 0
CDU/CSU Sendker Reinhold 1 0 0 0
CDU/CSU Sensburg Patrick 1 0 0 0
CDU/CSU Siebert Bernd 1 0 0 0
CDU/CSU Silberhorn Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Singhammer Johannes 1 0 0 0
CDU/CSU Sorge Tino 1 0 0 0
CDU/CSU Spahn Jens 1 0 0 0
CDU/CSU Stauche Carola 1 0 0 0
CDU/CSU Steffel Frank 1 0 0 0
CDU/CSU Stefinger Wolfgang 1 0 0 0
CDU/CSU Stegemann Albert 1 0 0 0
CDU/CSU Stein Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Steinbach Erika 1 0 0 0
CDU/CSU Steineke Sebastian 1 0 0 0
CDU/CSU Steiniger Johannes 1 0 0 0
CDU/CSU Stetten Christian 1 0 0 0
CDU/CSU Stier Dieter 1 0 0 0
CDU/CSU Stockhofe Rita 1 0 0 0
CDU/CSU Storjohann Gero 1 0 0 0
CDU/CSU Stracke Stephan 1 0 0 0
CDU/CSU Straubinger Max 1 0 0 0
CDU/CSU Strebl Matthäus 1 0 0 0
CDU/CSU Strenz Karin 1 0 0 0
CDU/CSU Stritzl Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Strobl (Heilbronn) Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Strothmann Lena 1 0 0 0
CDU/CSU Stübgen Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Sütterlin-Waack Sabine 1 0 0 0
CDU/CSU Tauber Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Tillmann Antje 1 0 0 0
CDU/CSU Timmermann-Fechter Astrid 1 0 0 0
CDU/CSU Uhl Hans-Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Ullrich Volker 1 0 0 0
CDU/CSU Vaatz Arnold 1 0 0 0
CDU/CSU Veith Oswin 1 0 0 0
CDU/CSU Viesehon Thomas 1 0 0 0
CDU/CSU Vietz Michael 1 0 0 0
CDU/CSU Vogel (Kleinsaara) Volkmar 1 0 0 0
CDU/CSU Volmering Sven 1 0 0 0
CDU/CSU Voßbeck-Kayser Christel 1 0 0 0
CDU/CSU Vries Kees 1 0 0 0
CDU/CSU Wadephul Johann 1 0 0 0
CDU/CSU Wanderwitz Marco 1 0 0 0
CDU/CSU Warken Nina 1 0 0 0
CDU/CSU Wegner Kai 1 0 0 0
CDU/CSU Weiler Albert 1 0 0 0
CDU/CSU Weinberg (Hamburg) Marcus 1 0 0 0
CDU/CSU Weisgerber Anja 1 0 0 0
CDU/CSU Weiß (Emmendingen) Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Weiss (Wesel I) Sabine 1 0 0 0
CDU/CSU Wellenreuther Ingo 1 0 0 0
CDU/CSU Wellmann Karl-Georg 1 0 0 0
CDU/CSU Wendt Marian 1 0 0 0
CDU/CSU Westermayer Waldemar 1 0 0 0
CDU/CSU Whittaker Kai 1 0 0 0
CDU/CSU Wichtel Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Widmann-Mauz Annette 1 0 0 0
CDU/CSU Wiese (Ehingen) Heinz 1 0 0 0
CDU/CSU Willsch Klaus-Peter 1 0 0 0
CDU/CSU Winkelmeier-Becker Elisabeth 1 0 0 0
CDU/CSU Wittke Oliver 1 0 0 0
CDU/CSU Wöhrl Dagmar G. 1 0 0 0
CDU/CSU Woltmann Barbara 1 0 0 0
CDU/CSU Zech Tobias 1 0 0 0
CDU/CSU Zertik Heinrich 1 0 0 0
CDU/CSU Zeulner Emmi 1 0 0 0
CDU/CSU Zimmer Matthias 1 0 0 0
CDU/CSU Zollner Gudrun 1 0 0 0
SPD Annen Niels 1 0 0 0
SPD Arndt-Brauer Ingrid 1 0 0 0
SPD Arnold Rainer 1 0 0 0
SPD Baehrens Heike 1 0 0 0
SPD Bahr Ulrike 1 0 0 0
SPD Barchmann Heinz-Joachim 1 0 0 0
SPD Barley Katarina 1 0 0 0
SPD Barnett Doris 1 0 0 0
SPD Barthel Klaus 0 0 1 0
SPD Bartke Matthias 1 0 0 0
SPD Bartol Sören 1 0 0 0
SPD Bas Bärbel 1 0 0 0
SPD Becker Dirk 0 0 0 1
SPD Beckmeyer Uwe 1 0 0 0
SPD Binding (Heidelberg) Lothar 1 0 0 0
SPD Blienert Burkhard 1 0 0 0
SPD Brase Willi 1 0 0 0
SPD Brunner Karl-Heinz 1 0 0 0
SPD Bulmahn Edelgard 0 0 0 1
SPD Bülow Marco 0 0 1 0
SPD Burkert Martin 1 0 0 0
SPD Castellucci Lars 1 0 0 0
SPD Crone Petra 1 0 0 0
SPD Daldrup Bernhard 1 0 0 0
SPD De Ridder Daniela 1 0 0 0
SPD Diaby Karamba 0 0 0 1
SPD Dittmar Sabine 1 0 0 0
SPD Dörmann Martin 1 0 0 0
SPD Drobinski-Weiß Elvira 1 0 0 0
SPD Ehrmann Siegmund 1 0 0 0
SPD Engelmeier Michaela 1 0 0 0
SPD Erler Gernot 1 0 0 0
SPD Ernstberger Petra 1 0 0 0
SPD Esken Saskia 1 0 0 0
SPD Evers-Meyer Karin 1 0 0 0
SPD Fechner Johannes 1 0 0 0
SPD Felgentreu Fritz 1 0 0 0
SPD Ferner Elke 1 0 0 0
SPD Finckh-Krämer Ute 1 0 0 0
SPD Flisek Christian 1 0 0 0
SPD Fograscher Gabriele 1 0 0 0
SPD Franke Edgar 1 0 0 0
SPD Freese Ulrich 1 0 0 0
SPD Freitag Dagmar 1 0 0 0
SPD Gabriel Sigmar 1 0 0 0
SPD Gerdes Michael 1 0 0 0
SPD Gerster Martin 1 0 0 0
SPD Gleicke Iris 0 0 0 1
SPD Glöckner Angelika 1 0 0 0
SPD Gottschalck Ulrike 1 0 0 0
SPD Griese Kerstin 1 0 0 0
SPD Groneberg Gabriele 1 0 0 0
SPD Groß Michael 1 0 0 0
SPD Grötsch Uli 1 0 0 0
SPD Gunkel Wolfgang 1 0 0 0
SPD Hagedorn Bettina 1 0 0 0
SPD Hagl-Kehl Rita 1 0 0 0
SPD Hakverdi Metin 1 0 0 0
SPD Hampel Ulrich 1 0 0 0
SPD Hartmann Sebastian 1 0 0 0
SPD Hartmann (Wackernheim) Michael 0 0 0 1
SPD Heidenblut Dirk 1 0 0 0
SPD Heil (Peine) Hubertus 1 0 0 0
SPD Heinrich Gabriela 1 0 0 0
SPD Held Marcus 1 0 0 0
SPD Hellmich Wolfgang 1 0 0 0
SPD Hendricks Barbara 1 0 0 0
SPD Henn Heidtrud 1 0 0 0
SPD Herzog Gustav 1 0 0 0
SPD Hiller-Ohm Gabriele 1 0 0 0
SPD Hinz (Essen) Petra 1 0 0 0
SPD Hitschler Thomas 1 0 0 0
SPD Högl Eva 1 0 0 0
SPD Ilgen Matthias 1 0 0 0
SPD Jantz Christina 1 0 0 0
SPD Junge Frank 1 0 0 0
SPD Juratovic Josip 1 0 0 0
SPD Jurk Thomas 1 0 0 0
SPD Kaczmarek Oliver 1 0 0 0
SPD Kahrs Johannes 1 0 0 0
SPD Kapschack Ralf 1 0 0 0
SPD Katzmarek Gabriele 1 0 0 0
SPD Kelber Ulrich 1 0 0 0
SPD Kermer Marina 1 0 0 0
SPD Kiziltepe Cansel 0 1 0 0
SPD Klare Arno 1 0 0 0
SPD Klingbeil Lars 1 0 0 0
SPD Kofler Bärbel 1 0 0 0
SPD Kolbe Daniela 0 0 0 1
SPD Kömpel Birgit 1 0 0 0
SPD Kramme Anette 1 0 0 0
SPD Krüger Hans-Ulrich 1 0 0 0
SPD Kühn-Mengel Helga 1 0 0 0
SPD Lambrecht Christine 1 0 0 0
SPD Lange (Backnang) Christian 1 0 0 0
SPD Lauterbach Karl 1 0 0 0
SPD Lemme Steffen-Claudio 1 0 0 0
SPD Lischka Burkhard 1 0 0 0
SPD Lösekrug-Möller Gabriele 1 0 0 0
SPD Lotze Hiltrud 1 0 0 0
SPD Lühmann Kirsten 1 0 0 0
SPD Malecha-Nissen Birgit 1 0 0 0
SPD Marks Caren 1 0 0 0
SPD Mast Katja 1 0 0 0
SPD Mattheis Hilde 0 0 1 0
SPD Miersch Matthias 0 0 0 1
SPD Mindrup Klaus 1 0 0 0
SPD Mittag Susanne 1 0 0 0
SPD Müller Bettina 1 0 0 0
SPD Müller (Chemnitz) Detlef 1 0 0 0
SPD Müntefering Michelle 1 0 0 0
SPD Mützenich Rolf 1 0 0 0
SPD Nahles Andrea 1 0 0 0
SPD Nietan Dietmar 1 0 0 0
SPD Nissen Ulli 1 0 0 0
SPD Oppermann Thomas 1 0 0 0
SPD Özdemir (Duisburg) Mahmut 1 0 0 0
SPD Özoguz Aydan 1 0 0 0
SPD Paschke Markus 1 0 0 0
SPD Petry Christian 1 0 0 0
SPD Pflugradt Jeannine 1 0 0 0
SPD Pilger Detlev 0 0 0 1
SPD Poschmann Sabine 1 0 0 0
SPD Poß Joachim 1 0 0 0
SPD Post Florian 1 0 0 0
SPD Post (Minden) Achim 1 0 0 0
SPD Priesmeier Wilhelm 1 0 0 0
SPD Pronold Florian 1 0 0 0
SPD Raabe Sascha 1 0 0 0
SPD Raatz Simone 1 0 0 0
SPD Rabanus Martin 1 0 0 0
SPD Rawert Mechthild 1 0 0 0
SPD Rebmann Stefan 1 0 0 0
SPD Reichenbach Gerold 1 0 0 0
SPD Reimann Carola 1 0 0 0
SPD Rimkus Andreas 1 0 0 0
SPD Rix Sönke 1 0 0 0
SPD Rohde Dennis 1 0 0 0
SPD Rosemann Martin 1 0 0 0
SPD Röspel René 1 0 0 0
SPD Rossmann Ernst Dieter 1 0 0 0
SPD Roth (Heringen) Michael 1 0 0 0
SPD Rüthrich Susann 0 0 1 0
SPD Rützel Bernd 1 0 0 0
SPD Ryglewski Sarah 1 0 0 0
SPD Saathoff Johann 1 0 0 0
SPD Sawade Annette 1 0 0 0
SPD Schabedoth Hans-Joachim 1 0 0 0
SPD Schäfer (Bochum) Axel 1 0 0 0
SPD Scheer Nina 1 0 0 0
SPD Schieder Marianne 1 0 0 0
SPD Schiefner Udo 1 0 0 0
SPD Schlegel Dorothee 1 0 0 0
SPD Schmidt (Aachen) Ulla 1 0 0 0
SPD Schmidt (Berlin) Matthias 1 0 0 0
SPD Schmidt (Wetzlar) Dagmar 1 0 0 0
SPD Schneider (Erfurt) Carsten 1 0 0 0
SPD Scho-Antwerpes Elfi 1 0 0 0
SPD Schulte Ursula 1 0 0 0
SPD Schulz (Spandau) Swen 0 0 1 0
SPD Schurer Ewald 1 0 0 0
SPD Schwabe Frank 1 0 0 0
SPD Schwartze Stefan 1 0 0 0
SPD Schwarz Andreas 1 0 0 0
SPD Schwarzelühr-Sutter Rita 1 0 0 0
SPD Spiering Rainer 1 0 0 0
SPD Spinrath Norbert 1 0 0 0
SPD Stadler Svenja 1 0 0 0
SPD Stamm-Fibich Martina 1 0 0 0
SPD Steffen Sonja 1 0 0 0
SPD Steinbrück Peer 1 0 0 0
SPD Steinmeier Frank-Walter 1 0 0 0
SPD Strässer Christoph 0 0 0 1
SPD Tack Kerstin 0 0 0 1
SPD Tausend Claudia 1 0 0 0
SPD Thews Michael 1 0 0 0
SPD Thissen Karin 1 0 0 0
SPD Thönnes Franz 1 0 0 0
SPD Träger Carsten 1 0 0 0
SPD Veit Rüdiger 1 0 0 0
SPD Vogt Ute 1 0 0 0
SPD Vöpel Dirk 1 0 0 0
SPD Weber Gabi 1 0 0 0
SPD Westphal Bernd 1 0 0 0
SPD Wicklein Andrea 0 0 0 1
SPD Wiese Dirk 1 0 0 0
SPD Wolff (Wolmirstedt) Waltraud 0 0 0 1
SPD Yüksel Gülistan 1 0 0 0
SPD Ziegler Dagmar 1 0 0 0
SPD Zierke Stefan 1 0 0 0
SPD Zimmermann Jens 1 0 0 0
SPD Zöllmer Manfred 1 0 0 0
SPD Zypries Brigitte 1 0 0 0
DIE LINKE. Aken Jan 0 1 0 0
DIE LINKE. Bartsch Dietmar 0 1 0 0
DIE LINKE. Behrens Herbert 0 1 0 0
DIE LINKE. Binder Karin 0 1 0 0
DIE LINKE. Birkwald Matthias W. 0 1 0 0
DIE LINKE. Bluhm Heidrun 0 1 0 0
DIE LINKE. Buchholz Christine 0 1 0 0
DIE LINKE. Bulling-Schröter Eva 0 1 0 0
DIE LINKE. Claus Roland 0 1 0 0
DIE LINKE. Dagdelen Sevim 0 1 0 0
DIE LINKE. Dehm Diether 0 1 0 0
DIE LINKE. Ernst Klaus 0 1 0 0
DIE LINKE. Gehrcke Wolfgang 0 1 0 0
DIE LINKE. Gohlke Nicole 0 1 0 0
DIE LINKE. Groth Annette 0 1 0 0
DIE LINKE. Gysi Gregor 0 0 0 1
DIE LINKE. Hahn Andre 0 1 0 0
DIE LINKE. Hänsel Heike 0 1 0 0
DIE LINKE. Hein Rosemarie 0 1 0 0
DIE LINKE. Höger Inge 0 1 0 0
DIE LINKE. Hunko Andrej 0 1 0 0
DIE LINKE. Hupach Sigrid 0 1 0 0
DIE LINKE. Jelpke Ulla 0 1 0 0
DIE LINKE. Karawanskij Susanna 0 0 0 1
DIE LINKE. Kassner Kerstin 0 1 0 0
DIE LINKE. Kipping Katja 0 1 0 0
DIE LINKE. Korte Jan 0 1 0 0
DIE LINKE. Krellmann Jutta 0 1 0 0
DIE LINKE. Kunert Katrin 0 1 0 0
DIE LINKE. Lay Caren 0 1 0 0
DIE LINKE. Leidig Sabine 0 1 0 0
DIE LINKE. Lenkert Ralph 0 1 0 0
DIE LINKE. Leutert Michael 0 1 0 0
DIE LINKE. Liebich Stefan 0 1 0 0
DIE LINKE. Lötzsch Gesine 0 1 0 0
DIE LINKE. Lutze Thomas 0 1 0 0
DIE LINKE. Menz Birgit 0 1 0 0
DIE LINKE. Möhring Cornelia 0 1 0 0
DIE LINKE. Movassat Niema 0 1 0 0
DIE LINKE. Müller (Potsdam) Norbert 0 1 0 0
DIE LINKE. Neu Alexander S. 0 1 0 0
DIE LINKE. Nord Thomas 0 0 0 1
DIE LINKE. Pau Petra 0 0 0 1
DIE LINKE. Petzold (Havelland) Harald 0 1 0 0
DIE LINKE. Pitterle Richard 0 1 0 0
DIE LINKE. Renner Martina 0 1 0 0
DIE LINKE. Schlecht Michael 0 0 0 1
DIE LINKE. Sitte Petra 0 1 0 0
DIE LINKE. Steinke Kersten 0 1 0 0
DIE LINKE. Tackmann Kirsten 0 1 0 0
DIE LINKE. Tank Azize 0 1 0 0
DIE LINKE. Tempel Frank 0 1 0 0
DIE LINKE. Troost Axel 0 1 0 0
DIE LINKE. Ulrich Alexander 0 1 0 0
DIE LINKE. Vogler Kathrin 0 1 0 0
DIE LINKE. Wagenknecht Sahra 0 1 0 0
DIE LINKE. Wawzyniak Halina 0 1 0 0
DIE LINKE. Weinberg Harald 0 0 0 1
DIE LINKE. Werner Katrin 0 1 0 0
DIE LINKE. Wöllert Birgit 0 1 0 0
DIE LINKE. Wunderlich Jörn 0 1 0 0
DIE LINKE. Zdebel Hubertus 0 0 0 1
DIE LINKE. Zimmermann Pia 0 1 0 0
DIE LINKE. Zimmermann (Zwickau) Sabine 0 1 0 0
BÜ90/GR Amtsberg Luise 0 0 0 1
BÜ90/GR Andreae Kerstin 0 1 0 0
BÜ90/GR Baerbock Annalena 0 1 0 0
BÜ90/GR Beck (Bremen) Marieluise 0 1 0 0
BÜ90/GR Beck (Köln) Volker 0 1 0 0
BÜ90/GR Brantner Franziska 0 1 0 0
BÜ90/GR Brugger Agnieszka 0 1 0 0
BÜ90/GR Deligöz Ekin 0 1 0 0
BÜ90/GR Dörner Katja 0 1 0 0
BÜ90/GR Dröge Katharina 0 1 0 0
BÜ90/GR Ebner Harald 0 1 0 0
BÜ90/GR Gambke Thomas 0 0 0 1
BÜ90/GR Gastel Matthias 0 1 0 0
BÜ90/GR Gehring Kai 0 1 0 0
BÜ90/GR Göring-Eckardt Katrin 0 1 0 0
BÜ90/GR Hajduk Anja 0 1 0 0
BÜ90/GR Haßelmann Britta 0 1 0 0
BÜ90/GR Hofreiter Anton 0 1 0 0
BÜ90/GR Höhn Bärbel 0 1 0 0
BÜ90/GR Janecek Dieter 0 1 0 0
BÜ90/GR Kekeritz Uwe 0 1 0 0
BÜ90/GR Keul Katja 0 1 0 0
BÜ90/GR Kindler Sven-Christian 0 1 0 0
BÜ90/GR Klein-Schmeink Maria 0 1 0 0
BÜ90/GR Koenigs Tom 0 1 0 0
BÜ90/GR Kotting-Uhl Sylvia 0 1 0 0
BÜ90/GR Krischer Oliver 0 1 0 0
BÜ90/GR Kühn (Dresden) Stephan 0 1 0 0
BÜ90/GR Kühn (Tübingen) Christian 0 1 0 0
BÜ90/GR Künast Renate 0 1 0 0
BÜ90/GR Kurth Markus 0 1 0 0
BÜ90/GR Lazar Monika 0 1 0 0
BÜ90/GR Lemke Steffi 0 1 0 0
BÜ90/GR Lindner Tobias 0 1 0 0
BÜ90/GR Maisch Nicole 0 1 0 0
BÜ90/GR Meiwald Peter 0 1 0 0
BÜ90/GR Mihalic Irene 0 0 0 1
BÜ90/GR Müller-Gemmeke Beate 0 1 0 0
BÜ90/GR Mutlu Özcan 0 1 0 0
BÜ90/GR Notz Konstantin 0 1 0 0
BÜ90/GR Nouripour Omid 0 0 0 1
BÜ90/GR Ostendorff Friedrich 0 1 0 0
BÜ90/GR Özdemir Cem 0 1 0 0
BÜ90/GR Paus Lisa 0 1 0 0
BÜ90/GR Pothmer Brigitte 0 1 0 0
BÜ90/GR Rößner Tabea 0 1 0 0
BÜ90/GR Roth (Augsburg) Claudia 0 1 0 0
BÜ90/GR Rüffer Corinna 0 1 0 0
BÜ90/GR Sarrazin Manuel 0 1 0 0
BÜ90/GR Scharfenberg Elisabeth 0 1 0 0
BÜ90/GR Schauws Ulle 0 1 0 0
BÜ90/GR Schick Gerhard 0 1 0 0
BÜ90/GR Schmidt Frithjof 0 1 0 0
BÜ90/GR Schulz-Asche Kordula 0 1 0 0
BÜ90/GR Strengmann-Kuhn Wolfgang 0 1 0 0
BÜ90/GR Ströbele Hans-Christian 0 1 0 0
BÜ90/GR Terpe Harald 0 1 0 0
BÜ90/GR Tressel Markus 0 1 0 0
BÜ90/GR Trittin Jürgen 0 1 0 0
BÜ90/GR Verlinden Julia 0 1 0 0
BÜ90/GR Wagner Doris 0 1 0 0
BÜ90/GR Walter-Rosenheimer Beate 0 1 0 0
BÜ90/GR Wilms Valerie 1 0 0 0

Pro Asyl: Offener Brief zur Abstimmung zum Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz

pro asyl
ABSTIMMUNG ASYLVERFAHRENSBESCHLEUNIGUNGSGESETZ

An die Mitglieder des Bundestages
An die Mitglieder des Bundesrates

Sehr geehrte Abgeordnete,
sehr geehrte Damen und Herren,

am Donnerstag werden der Bundestag und am Freitag der Bundesrat über das
Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz abstimmen, das die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat, um
die Situation in den deutschen Kommunen zu verbessern. Wie Sie ohne Zweifel wissen, steht Deutschland
derzeit vor der Herausforderung, eine hohe Zahl von Flüchtlingen vor allem aus Kriegs‐ und Krisengebieten
wie Syrien, Afghanistan und Irak menschenwürdig unterzubringen und zu integrieren. Das geplante
Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz enthält jedoch auch Maßnahmen, die nicht zur Bewältigung dieser
Herausforderung beitragen. Im Gegenteil ‐ es stellt die Weichen auf Ausgrenzung und Abwehr und ist mit der
Achtung von Menschenrechten nicht vereinbar.

Menschenwürde ist kein Fehlanreiz

Die geplanten Maßnahmen drohen die Integration von Flüchtlingen massiv zu erschweren: Die Ausdehnung
des Zwangsaufenthalts in der Erstaufnahmeeinrichtung auf bis zu sechs Monate, die Wiedereinführung des
Sachleistungsprinzips, die Ausdehnung des Arbeitsverbotes auf sechs Monate und weitere geplante
Maßnahmen zielen auf die Ausgrenzung von Schutzsuchenden in Deutschland. Besonders entwürdigend ist
der geplante Umgang mit Flüchtlingen aus sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“. Sie sollen bis zu ihrer
Abschiebung in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden ‐ de facto heißt das auf unbestimmte
Zeit.

Auch wenn Menschen nach Ablehnung ihres Asylantrags Deutschland wieder verlassen müssen: Der Schutz
der Menschenwürde muss das staatliche Handeln bestimmen. Eine Absenkung von Leistungen unter das vom
Verfassungsgericht bestimmte Leistungsniveau, mit der Absicht Menschen, die ausreisen sollen, außer Landes
zu treiben, ist inakzeptabel. Genau das wird in § 1a Asylbewerberleistungsgesetz vorgesehen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte 2012 entschieden: „Auch eine kurze Aufenthaltsdauer oder
Aufenthaltsperspektive in Deutschland rechtfertigt es im Übrigen nicht, den Anspruch auf Gewährleistung
eines menschenwürdigen Existenzminimums auf die Sicherung der physischen Existenz zu beschränken.“
Damit ist das Vorhaben der Bundesregierung offensichtlich verfassungswidrig und verstößt gegen die
Menschenrechte.

Beschleunigung? Fehlanzeige.

Zugleich trägt das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz nicht zur Beschleunigung der Asylverfahren bei,
sondern baut neue Bürokratie auf beziehungsweise schafft hierfür eine gesetzliche Grundlage: Schon jetzt
erhalten Asylsuchende in vielen Fällen nicht die Möglichkeit, zeitnah ihr Asylverfahren einzuleiten, sondern
erhalten stattdessen eine so genannte „Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender in Deutschland“
(BÜMA). Bis die Betroffenen einen Asylantrag stellen können, müssen sie monatelang warten, in manchen
Fällen bereits jetzt schon mehr als ein Jahr. Statt Asylsuchenden schnell die Asylantragsstellung zu
ermöglichen, soll die Praxis, sie mit einer „BÜMA“ in eine monatelange Warteschleife zu drängen, jetzt auf
eine gesetzliche Grundlage gestellt werden. Damit wird Bürokratie aufgebaut statt abgebaut.

Auch hinsichtlich der Dublin‐Verfahren bringt das Gesetz hier nicht den dringend notwendigen
Bürokratieabbau. Asylsuchenden, die jüngst über Ungarn und Österreich nach Deutschland einreisten, kann
noch immer die Überstellung drohen – trotz der menschenunwürdigen Situation von Flüchtlingen in Ungarn
und den Mängeln im ungarischen Asylverfahren. Auf die Einleitung eines Dublin‐Verfahrens zu verzichten ist
nicht nur im Interesse der Betroffenen, sondern kann helfen, den katastrophalen Antragsrückstau beim
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu reduzieren. Amnesty International und PRO ASYL sprechen sich
gemeinsam gegen Dublin‐Rücküberstellungen nach Ungarn aus.

Die im Gesetz vorgesehene Erleichterung der Arbeitsmigration aus westlichen Balkanstaaten ist sinnvoll – sie
ändert jedoch nichts daran, dass diese die Kriterien eines „sicheren Herkunftsstaates“ nicht erfüllen. Die
geplante Einstufung dieser Staaten als „sicher“ wird der Realität nicht gerecht. Warum sollte etwa ein Staat
wie Kosovo sicher sein, wenn dort 5.000 KFOR‐Soldaten stationiert sind? Zudem sind landesweit
Diskriminierungen von Minderheiten an der Tagesordnung, die in ihrer Kumulierung durchaus der Schwere
einer Verfolgung gleich kommen können. Das Konzept der „sicheren Herkunftsstaaten“ führt dazu, dass nach
Maßgabe politischer Opportunität über das Schicksal von Schutzsuchenden entschieden wird – die aktuelle
Diskussion über die Türkei als „sicheres Herkunftsland“ zeigt dies in eindrucksvoller Weise. Das Grundrecht auf
Asyl ist ein Individualrecht – sein Fundament ist die sorgfältige Prüfung des individuellen Falls.

Integration statt Abschreckung

Wir appellieren eindringlich, dieses Gesetz im Hinblick auf die Zielrichtung grundlegend zu überarbeiten.
Integration ist die Herausforderung der Stunde. Zehntausende von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in
den Kommunen geben alles, um die ankommenden Menschen so gut wie möglich zu versorgen. Auf die
enormen Anstrengungen muss jetzt ein staatliches Konzept zur menschenwürdigen Aufnahme und
Integration von Flüchtlingen folgen. Die Aufgabe, vor der Deutschland jetzt steht, muss dabei zum Katalysator
werden, um längst fällige Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und in Bildung anzustoßen.
Wir appellieren eindringlich an Sie, dem vorgelegten Gesetzentwurf nicht zuzustimmen und ihn grundlegend
zu überarbeiten.

Wir bedanken uns im Voraus für Ihren Einsatz für die Menschenrechte von Flüchtlingen und Asylsuchenden.

Mit freundlichen Grüßen
Selmin Çalışkan Günter Burkhardt
Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland Geschäftsführer von PRO ASYL

Protest vor Bundestag: Nein zur Asylrechtsverschärfung!

Asyl Demo

Die Würde des Menschen gilt für Alle – Nein zur erneuten Asylrechtsverschärfung! Nicht in unserem Namen! #nicht_in_meinem_namen

PROTEST VOR DEM BUNDESTAG!

15.10.2015, 9.30 Uhr, Platz der Republik (vor dem Bundestag)

Am 15.10.2015 soll im Bundestag das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ verabschiedet werden. Bereits einen Tag später soll das Gesetz den Bundesrat passieren und zum 01.11. in Kraft treten. Dies bedeutet eine weitere massive Verschlechterung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland:

– Zwangsverbleib von Flüchtlingen aus dem Westbalkan bis zu deren Abschiebung in Erstaufnahmelagern

– Verlängerung der Zwangsunterbringung in Erstaufnahmelagern bis zu 6 Monaten bei gleichzeitigem Arbeitsverbot für alle.

– Flüchtlinge aus „sicheren Herkunftsländern“ sollen für die gesamte Dauer des Verfahrens in diesen Lagern leben müssen und auch als „Geduldete“ nicht arbeiten dürfen.

– Absenkung von Sozialleistungen für Ausreisepflichtige unter das vom Verfassungsgericht definierte menschenwürdige Existenzminimum.

– Generelle Stärkung des sogenannten „Sachleistungsprinzips“

– Einstufung von Staaten wie bspw. des Kosovo, in dem fünftausend KFOR-Soldaten stationiert sind, als sicheres Herkunftsland um, ohne gründliche Prüfung der politischen Umstände, Menschen aus den Ländern des Balkans schnell in eine gefährliche Zukunft Abschieben zu können.

– Erschwerter Zugang zu Härtefallkommissionen und die gesetzliche Vorgabe zur Abschiebung ohne Ankündigung

Dies ist bereits die zweite Asylrechtsverschärfung dieses Jahres. Stand bei der letzten Verschärfung im Juli die Beschränkung der Bewegungsfreiheit der Flüchtlinge durch die Ausweitung von Haftmöglichkeiten und Einreisesperren im Vordergrund, geht es jetzt darum, ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Ein solches Vorgehen ist schäbig und steht im Gegensatz zu den Prinzipen einer solidarischen Gesellschaft, wie wir sie wollen. Die Würde des Menschen ist nicht einschränkbar! Dies wird nicht der letzte Angriff auf das Grundrecht auf Asyl bleiben. Weitere einschneidende Maßnahmen, wie die Einführung von Asyl-Schnellverfahren direkt an den Grenzen, befinden sich bereits in der Vorbereitung.
Begleitet wird das ganze durch eine Diskussion über „gute“ und „schlechte“ Geflüchtete: für die Guten Integration, für die Schlechten Haft und Abschiebung. Genau hier finden Nazis und Pegida Anschlussmöglichkeiten. Mit Willkommenskultur hat das alles nichts zu tun. Im Gegenteil: Es steht dem Engagement von vielen Menschen in den letzten Wochen und Monaten diametral gegenüber! Wir fordern die Abgeordneten dazu auf, sich dieser verlogenen Doppelmoral zu verweigern und dieser rassistischen Gesetzgebung nicht zuzustimmen.

Am 15.10.2015, von 9.30 bis 11.30 findet unser Protest auf der Wiese vor dem Bundestag statt. Lasst uns dort zeigen, dass diese dramatische Verschärfung des politischen Drucks auf Flüchtlinge und Menschen in Not nicht ohne Widerspruch bleiben wird! Lasst und gemeinsam auf Schildern, Pappen und Plakaten den Verantwortlichen vor Augen führen, dass diese Politik nicht in unserem Namen geschieht! „Asylrechtsverschärfung? – nicht in meinem Namen!“ – „Angriffe auf die Existenz von Flüchtlingen? – Nicht in meinem Namen!“ „Unverantwortliche Ausweitung der ‚Sicheren Herkunftsländer‘? – Nicht in meinem Namen!“ „Menschenwürde nicht mehr für alle? – Nicht in meinem Namen! Bringt eigene Schilder und Pappen mit oder malt diese vor Ort!

#nicht_in_meinem_namen !

Dies kann nur der Auftakt sein für die kommende Auseinandersetzung um den Umgang mit geflüchteten Menschen und das Asylrecht. Alle, die an weiteren Aktionen mitwirken wollen, sind herzlich zur Kontaktaufnahme unter fluchtistkeinverbrechen@posteo.de eingeladen.

(PS: Um 17 Uhr findet eine weitere Demonstration gegen die Asylrechtsverschärfung statt: https://www.facebook.com/events/893049840776471/)

++++++++++ english version ++++++++++

Call for participation in english: Human dignity applies to everybody – No to restrictions to the right of asylum!
Not in our name!

#not_in _my_name
#nicht_in_meinem_namen

On October 15th 2015 the German parliament is to adopt the “Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz” (law to expedite asylum proceedings). One day later this law is to pass the Federal Assembly and come into force on November 1st. This will result in a massive deterioration of living conditions for refugees in Germany:

– Forced placement of refugees from the western balkans in reception camps until they are deported.Prolongation of forced placement in reception camps for up to six months and simultaneous prohibition of work for everybody whose application for asylum was rejected and who is only permitted to remain until being deported.

– People obligated to leave only receive social benefits that are reduced to way under the subsistence minimum that is in line with human dignity as defined by the constitutional court.

– General intensification of the “principle of benefit in kind” (Sachleistungsprinzip).

– Classification of countries, like for example the Kosovo, where 5000 KFOR-soldiers are stationed, as safe countries of origin, so that people from the Balkan states can be deported faster, without thorough assessment of the political circumstances.

– Impeded access to Hardship Commissions and the statutory condition for deportation without notice.This is already the second restriction to the right of asylum in this year.

The last restriction in July limited the freedom of movement of refugees by extending the grounds for imprisonment and establishing entry bans, now the aim is to make their lives as miserable as possible.These methods are despicable and are a contradiction of the principles of the solidary society we envision. Human dignity cannot be restricted! This won’t be the last attack on the basic right to asylum. Further drastic measures, like the implementation of accelerated asylum procedures directly at the border, are already in planning. All this is accompanied by a discussion about “good” and “bad” refugees: Integration for the “good ones”, imprisonment and deportation for the “bad ones”. And this is where Nazis and Pegida can connect. This has nothing to do with “Willkommenskultur” (welcome culture). On the contrary: It is diametrically opposed to the dedicated commitment of many people in the last weeks and months. We urge the members of parliament to reject these dishonest double standards and vote against this racist legislation.

On October 15th from 9:30 to 11:30 am we will show our protest on the lawn in front of the Parliament (Bundestag). Let’s show them that this dramatic political pressure on refugees and people in need will not remain without objection! Let us together, on signs, posters and banners, show the people responsible that these politics are not in our name! “Restriction to the right of asylum? Not in my name!” “Attacks on the livelihood of refugees? Not in my name!” “Irresponsible extension of “safe countries of origin”? Not in my name!” “Human dignity not for everybody anymore? Not in my name!”Bring your own signs and banners or paint them on site.

#not_in_my_name
#nicht_in_meinem_namen !

This can only be the beginning for the coming quarrel about the treatment of refugees and the right of asylum. Everybody who wants to participate in further activities is invited to contact us at fluchtistkeinverbrechen@posteo.de.

(PS: at 5 PM there is another demonstration against the restrictions to the right of asylum: https://www.facebook.com/events/893049840776471/)

Aufruf unterstützt von/ This call is supported by:

Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands
Karsten Melang, Flüchtlingsrat Thüringen
Udine Zachlot, Flüchtlingsrat Thüringen
Christine Hoffmann, Pax Christi
Heike Behrens, Lübecker Flüchtlingsforum e.V.
Christoph Kleine, Interventionistische Linke
Elke Steven, Komitee für Grundrechte und Demokratie
Tom Strohschneider, Tageszeitung Neues Deutschland
Jan Duschek, Bundesjugendsekretär ver.di
Romin Khan, Referent für Migrationspolitik ver.di
Ali Al Dailami, Mitglied Parteivorstand DIE LINKE
Mürvet Ötztürk, MdL Hessen,
Erdogan Kaya, Vorsitzende des Bundesmigrationsausschusses ver.di
Colin Turner, Freiwillige HelferInnen München
Ernes Erko Kalač, Flüchlingsbeauftragter des Zentralrats der Muslime in Deutschland
Peer Stolle, Republikanischer Anwältinnen – und Anwälte Verein e.V. (RAV)
Prof. Dr. Klaus J. Bade, Migrationsforscher Berlin
Jürgen Hölzinger, Menschenrechtsausschuss der Ärztekammer Berlin
Heiko Kauffmann, Mitbegründer von PRO ASYL,
Aachener Friedenspreis-Träger 2001
Claire Deery, Vorsitzende des Flüchtlingsrats Niedersachsen e.V.
Volker Maria Hügel, Vorstandsmitglied der bundes-weiten AG für Flüchtlinge PRO ASYL
Prof. Dr. Albert Scherr, Komitee für Grundrechte und Demokratie
Jonas Berhe, Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD)
Sabine Will, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapeutin
Iddo Beth-Hallahmi, Salaam-Shalom Initiative Berlin
Shermin Langhoff, Indendantin des Maxim Gorki Theaters Berlin
Ludwig Haugk, Chefdramaturg des Maxim Gorki Theaters Berlin
Christian Jakob, Journalist
Andrea Iman Reimann, Deutschsprachiger Muslimkreis Berlin

Flüchtlingsrat Berlin: Menschenrechtswidrige Zustände am LAGeSo endlich beenden!

Flüchtlingsrat BER

Pressemitteilung Flüchtlingsrat Berlin vom 09. Oktober 2015

In einer Pressemitteilung vom heutigen Tag (anbei auch als pdf) wendet sich die Initiative „Moabit hilft“ an die Öffentlichkeit und beklagt die immer katastrophaleren menschen-, sozial- und asylrechtswidrigen Zustände an der Berliner Zentralen Aufnahmestelle für Asylsuchende ZAA des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (siehe Anhang). Die Initiative warnt vor einer Zuspitzung der Lage, bei der auch Menschenleben gefährdet werden. Seit Anfang August ist „Moabit hilft“ ehrenamtlich an der ZAA tätig und versucht das behördliche Versagen bei der Versorgung und Unterbringung der Asylsuchenden abzumildern.

Der Flüchtlingsrat schließt sich der scharfen Kritik von „Moabit hilft“ an und fordert den Berliner Senat auf, die Zentrale Asylaufnahmestelle schnellstmöglich in die Lage zu versetzen, eine rechtskonforme geordnete Registrierung und eine menschenwürdige Unterbringung, soziale und medizinische Versorgung von Asylsuchenden in Berlin sicherzustellen.

Anfang August 2015 ist die Asylaufnahme- und Leistungsstelle ZAA und ZLA am LAGeSo organisatorisch de fakto zusammengebrochen, die Situation ist seitdem unverändert: Asylsuchende warten wochenlang täglich unter völlig unzumutbaren Bedingungen auf Registrierung, viele werden obdachlos gelassen und erhalten keinerlei Leistungen. Schutzsuchende Menschen leiden Hunger und Kälte, auch Schwerkranken wird die medizinische Versorgung verwehrt.

„Moabit hilft“ schildert in seiner heutigen Pressemitteilung u.a. folgende Fälle:

  • Ein vierjähriges, entkräftetes Kleinkind wird leblos im LAGeSo-Gebäude aufgefunden und 20 Minuten lang reanimiert. Es war tagelang zum Warten gezwungen.
  • Ein Mann wurde beim morgendlichen Einlass überrannt, schwer verletzt und musste reanimiert werden. Fast jeden Morgen werden Geflüchtete niedergetrampelt und verletzt bei dem Versuch im LAGeSo vorgelassen zu werden.
  • Ein Kind mit Mukoviszidose soll in eine Gruppenunterkunft. Die Überleitung in eine Unterkunft für besonders Schutzbedürftige zieht sich Wochen hin, obwohl dies lebensgefährlich für das Mädchen ist. Eine Infektion zusätzlich zu diesem Krankheitsbild kann binnen einer Stunde zum Tod führen.

Der Flüchtlingsrat erkennt an, dass die Aufnahme einer unvorhersehbar hohen Anzahl an Schutzsuchender das Land Berlin vor große Herausforderungen stellt. Was sich jedoch seit Wochen am LAGeSo in Kenntnis des Senats abspielt, ist nicht mehr nachvollziehbar und auch im bundesweiten Vergleich einzigartig.

Wir wiederholen daher unsere Forderungen nach einer rechtskonformen Asylaufnahme in Berlin:

  • rechtskonforme, unverzügliche Registrierung neu vorsprechender Asylsuchender gemäß Asylverfahrensgesetz, Vorsprachemöglichkeit und Registrierung am Tag des ersten Aufsuchens der Behörde sicherstellen,
  • Sicherstellung der medizinischen Versorgung durch Ausgabe von Krankenscheinen nach § 4 Asylbewerberleistungsgesetz bei der ersten Vorsprache, statt verweigerter Hilfe, Verweis auf ehrenamtliche Helfer und Rettungsstellen der Krankenhäuser,
  • rechtskonforme Unterbringung und Leistungsgewährung nach ASOG und AsylbLG, statt Obdachlosigkeit und rechtswidrig verweigerter Existenzsicherungsleistungen,
  • zügige Einleitung der Asylverfahren innerhalb der gesetzlichen Fristen, statt Wartezeiten auf Registrierung des Asylantrags und förmliche Einleitung des Asylverfahrens beim Asylbundesamt BAMF von aktuell bis zu fünf Monaten,
  • wirksame Korruptionsprävention beim Sicherheitsdienst und LAGeSo-Personal,
  • prioritäre Registrierung und Versorgung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge wie Familien mit Kleinkindern, Schwangere, behinderte und kranke Menschen sowie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge,
  • nachvollziehbare Informationen zum Ablauf des Registrierungsverfahrens und transparentes Abfertigungs- und Wartenummernsystem statt wochenlangem vergeblichen Warten vor der ZAA auf Aufruf der Wartenummer und kafkaesken Abfertigungs- und Wartestrukturen am LAGeSo, und
  • rechtskonforme Bereitstellung mehrsprachiger Informationen zum Asylverfahren, Existenzsicherungsleistungen und medizinischer Versorgung, sozialen Teilhaberechten, Rechtsbeistand und Beratung gemäß Art. 5 EU-Asylaufnahmerichtlinie und § 47 AsylVfG.

Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Rundbrief Oktober 2015

mumia abu-jamal 2012

Hallo,

während Mumia Abu-Jamal weiterhin unbehandelt an den Folgen von Hepatis C und Diabetes leidet, hat eine juristische Auseinandersetzung um die

(Nicht-) Behandlung von Gefangenen im US Bundesstaat Pennsylvania begonnen. Mumias Anwälte Grot und Boyle haben vor einem US Bezirksgericht darauf geklagt, Mumia unverzüglich die notwendige medizinische Behandlung zukommen zu lassen. Die US Bezirksrichterin Karoline Mehalchick für Mittel-Pennsylvania schlug daraufhin am 18.

September die Ablehnung von Mumias Klage nach medizinischer Versorgung vor … weil er keinen „sofortigen irreperablen Schaden“ erleide, wenn er keine Behandlung erhielte …  Ein Urteil ist bisher jedoch noch nicht gefallen.

Court Magistrate Proposes Denying Mumia Urgent Medical Care (September 19, 2015) https://www.indiegogo.com/projects/mumia-abu-jamal-in-danger-treatment-now#/updates

Zusätzlich verwies Richterin Mehalchik darauf, dass noch nicht alle gefängnisinternen Beschwerdewege ausgeschöpft seien. Allerdings lehnte die Gefängnisbehörde am 29. September Mumias Forderung nach umfassender medizinischer Hilfe endgültig ab. Mumia selbst reagierte geschockt:

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/mumias-reaction-pa-doc-denial-care-37

Mumias Verteidigung reagiert umgehend auf diesen zynischen Vorschlag, aber es zeichnet sich erneut die Erkenntnis ab, dass politische Repression nicht in Gerichtssäalen überwunden werden kann, wenn eine politische Bewegung parallel keine deutlichen Zeichen setzt. Daher hier einige Vorschläge an alle Leser*innen:

– Lasst uns die Bemühungen rund um die Postkarten Kampagne von Angela Davis verstärken: Bring Mumia Home! alle Infos http://www.bring-mumia-home.de

– Schreibt Mumia jetzt erneut und zeigt damit auch den Behörden durch die Gefängnis Post, dass ihr sein Wohlergehen beobachtet:

Mumia Abu-Jamal

#AM 8335

SCI Mahanoy

301 Morea Road

Frackville, PA 17932

USA

– Überlegt bereits jetzt, ob ihr einen öffentlichen Protest oder eine Veranstaltung in euer Region rund um Mumias kommenden Haftjahrestag am 9. Dezember 2015 organisieren möchtet.

Sicherlich werden in Zukunft weitere Anrufkampagnen bei dem Gouverneur und der Gefängnisbehörde von Pennsylvania notwendig werden. Wir werden dann sofort alle Details senden.

Trotz seines ernsten Gesundheitslage setzt Mumia die journalistische Arbeit aus dem Gefängnis heraus fort. Im September nahm er mehrere Kommentare mit Prison Radio auf:

Mumia’s Reaction to PA DOC Denial of Care (audio, 0:37 – September 29, 2015)

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/mumias-reaction-pa-doc-denial-care-37

„Manny’s Attempted Murder“ by Mumia Abu-Jamal (audio, 4:17 – September 29, 2015, written in the early 90’s) – Auszug aus dem letzten Buch von Mumia „Writing On The Wall“

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/mannys-attempted-murder-mumia-abu-jamal-417-written-early-90s

Message for Red Emma’s Book Fair (audio, 2:40 min – September 23, 2015) http://prisonradio.org/media/audio/mumia/message-red-emmas-book-fair-240-sat-9-26-inner-harbor-baltimore-4pm

(auf dieser Buchmesse in Baltimore wurde Mumias neues Buch „Writing OnThe Wall“ vorgestellt)

Beating Bin Wahad (audio, 2:40 min – September 22, 2015) http://prisonradio.org/media/audio/mumia/beating-bin-wahad-240-mumia-abu-jamal

The Movement For Justice Against Police Violence (audio, 4:27 min – September 15, 2015) http://prisonradio.org/media/audio/mumia/movement-justice-against-police-violence-427-mumia-abu-jamal

Politicians Servants of the Wealthy (audio, 2:45 min – September 11,

2015)

http://prisonradio.org/media/audio/mumia/politicians-servants-wealthy-245-mumia-abu-jamal

From Katrina to Ferguson (audio, 2:56 min – September 1, 2015) http://prisonradio.org/media/audio/mumia/katrina-ferguson-256-mumia-abu-jamal

Mumias Mitgefangener Major George Tillary konnte durch öffentlichen Protest aus der Isolationshaft befreit werden http://justice4majortillery.blogspot.com/ – danke an alle, die ihm geschrieben haben und/oder sich bei der Gefängnisbehörde von Pennsylvania über die Willkür beschwert haben, die Major Tillary widerfuhr, als er sich im Februr 2015 für Mumias Gesundheit einsetzte.

zum weiteren Inhalt:

1.***   Termine

2.***   Meldungen aus der Bewegung

3.***   Presse

4.***   Solidarität mit Gefangenen

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1.***   Termine

Begleitende Veranstaltungen zur Berliner Ausstellung über Repression und Widerstand in den USA, alle in der Galerie Olga Benario, Richardstr.

104, 12043 Berlin-Neukölln, U7-Karl-Marx-Str. – Beginn jeweils um 19 Uhr:

Do. 1. Oktober 2015 – Berlin: Vortrag Gefängnisindustrie der USA und Film „Prison Valley“ https://linksunten.indymedia.org/de/node/153441

Do. 8. Oktober 2015 – Berlin: Film „War On Drugs“ (dt. Synchronfassung)

https://linksunten.indymedia.org/de/node/153444

Mo. 12. Oktober – 2015 – Magdeburg: Film und Infos „MUMIA – Long Distance Revolutionary“ (USA 2012, OmU) Fakultät für Humanwissenschaften, Zschokkestr. 32, 39104 Magdeburg

Do 22. Oktober 2015 – Berlin: Film und Gespräch: „Chronik einer Hinrichtung – Die letzten Worte der Francis Newton“

https://linksunten.indymedia.org/de/node/153451

Im Dezember sind Informationsveranstaltungen über Mumias aktuelle Lage sowie Unterstützungsmöglichkeiten in Leipzig und Berlin in Vorbereitung.

weitere Termine regelmässig aktualisiert http://freiheit-fuer-mumia.de/termine.htm

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2.***   Meldungen aus der Bewegung

Gefängnis weist Gesundheitsversorgung für Mumia endgültig ab (30.09.2015)

http://www.freiheit-fuer-mumia.de/#ablehnunggesundheitsversorgung1

Court Magistrate Proposes Denying Mumia Urgent Medical Care (September 19, 2015) https://www.indiegogo.com/projects/mumia-abu-jamal-in-danger-treatment-now#/updates

Pressemitteilung des Bundesweiten Netzwerkes gegen die Todesstrafe

(14.09.2015)  http://www.freiheit-fuer-mumia.de/mk.htm#pr130915

Alarm: Stand with Mumia – Now! Mumia braucht unsere Unterstützung gegen Verlegung und für medizinische Behandlung – JETZT! (09.09.2015) http://www.freiheit-fuer-mumia.de/mk.htm#alarmstandwithmumia

(Buchbesprechung) Mumia Abu-Jamal’s Eighth Book: Writing On The Wall

(05.09.2015) http://www.countercurrents.org/saldana050915.htm

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3.***   Presse

(nd) Angela Davis mobilisiert für Mumia (16.09.2015) http://www.neues-deutschland.de/artikel/984619.angela-davis-mobilisiert-fuer-mumia.html

(jW) Behandeln! – Kolumne für Mumia Abu-Jamal von seinen Anwälten Robert Boyle und Bret Grote (14.09.2015) https://www.jungewelt.de/2015/09-14/009.php

(jW) Kofferpacker statt Ärzte (12.09.2015) https://www.jungewelt.de/2015/09-12/015.php

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4.***   Solidarität mit Gefangenen

(Soli-Gruppe) Bericht von der Knastkungebung für Gülaferit Ünsal (27.09.2015)

http://soligruppeguelaferituensal.blogsport.de/2015/09/27/bericht-von-der-knastkungebung/

(Freie Radios) Kundgebung für Gülaferit Ünsal vor der JVA Lichtenberg für Frauen in Berlin (26.09.2015) https://www.freie-radios.net/72795

Thomas Meyer-Falk, Sicherheitsverwahrter JVA Freiburg) Ein Versprechen namens Freiheit! (25.09.2015) http://de.indymedia.org/node/5906

(B) Weiterhin Schikanen gegen Gülaferit Ünsal: Das System Pankow kommt zurück (18.09.2015) https://linksunten.indymedia.org/de/node/153353

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Meldungen auch selbst weiter.

Viele Grüße

FREE MUMIA Berlin

im HdD, Greifswalderstr. 4

10405 Berlin

www.mumia-hoerbuch.de

Menschenrechte müssen Leitprinzip deutscher Außenpolitik werden

forum menschenrechte
Das FORUM MENSCHENRECHTE, Netzwerk von über 50 deutschen Menschenrechtsorganisationen, forderte in einem Gespräch mit Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier am 23. September 2015 in Berlin, Menschenrechte zum Leitprinzip deutscher Außenpolitik zu machen. “Es kann nicht sein, dass in einer Umfrage des Auswärtigen Amtes zur Review der deutschen Außenpolitik Menschenrechte höchste Priorität haben, sich dies aber weder in der Auswertung der Review noch in der Umstrukturierung des Amtes widerspiegelt” – so Jochen Motte, Mitglied im Koordinationskreis des
Forums.

Menschenrechte würden in allen Policy Papieren zwar immer als oberste Prinzipien genannt, in der Praxis der deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik sowie in der Außen- und erst recht in der Außenwirtschaftspolitik, spiegele sich dies aber nicht oder nur unzureichend wieder.

Zur aktuellen Flüchtlingskrise forderte das Forum den Minister auf, sich allen Plänen der EU, militärische Einsätze in Drittstaaten gegen Schleuser durchzuführen, die auch Flüchtlinge gefährden können, zu widersetzen. Vordringlich sei ein Ausbau der Seenotrettung, um das Sterben im Mittelmeer zu beenden.

Daneben müssen auf nationaler wie europäischer Ebene legale Zugänge für Schutzsuchende und solidarische Wege bei der Aufnahme der Flüchtlinge geschaffen werden.  Im Blick auf die Gestaltung der bilateralen außenpolitischen Beziehungen zu einer Reihe von Staaten kritisierte das Forum, dass Menschenrechte dem Interesse der Stabilität untergeordnet würden.
Langfristig zahle sich dies nicht aus, da so der Boden für neue Konflikte und Fluchtursachen geschaffen würde.

Bei der Schaffung eines Nationalen Aktionsplanes zu Umsetzung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte forderte das Forum Außenminister Steinmeier auf, dass im Aktionsplan verbindliche Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette von Unternehmen benannt, effektive Anreize zu deren Umsetzung sowie Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen geschaffen werden.

Das FORUM MENSCHENRECHTE dankte dem Außenminister für die konstruktive Präsidentschaft Deutschlands im VN-Menschenrechtsrat sowie die damit verbundenen Initiativen und Maßnahmen zur Stärkung von Menschenrechtsverteidiger/innen und zur Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Arbeit des Rates.

Mit Blick auf die Versprechungen aus dem Universal Periodic Review im Jahr 2013 forderte das FORUM MENSCHENRECHTE, die Zusage aus dem Jahr 2014 einzuhalten, dem Menschenrechtsrat eine Zwischenauswertung der bisherigen Umsetzungen vorzulegen. Das FORUM MENSCHENRECHTE erwartet eine Antwort auf die Frage, warum Deutschland das Zusatzprotokoll zum Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte immer noch nicht ratifiziert hat.

VENRO: Einrichtung sicherer Fluchtwege und die Bekämpfung von Fluchtursachen

 venro

Berlin, 23.09.2015 – Anlässlich des heutigen Sondertreffens der europäischen Staats- und Regierungschefs zur aktuellen Flüchtlingskrise fordert VENRO von der EU die Einrichtung sicherer Fluchtwege und ein neues Verfahren zur Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen. Mittelfristig muss die Bekämpfung der Fluchtursachen im Zentrum aller Anstrengungen stehen. 

„Das Umherirren und das Verschieben von Flüchtlingen in Europa zwischen einzelnen Ländern muss ein Ende haben“, sagt Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. Die gestrige Einigung der EU-Innenminister, 120.000 Flüchtlinge europaweit zu verteilen, sei ein erster Schritt, greife aber zu kurz. „Die EU muss sichere Fluchtwege einrichten und sich auf ein neues Verfahren zur Aufnahme der Flüchtlinge einigen.“ Nur dann könnten weiteres Leid und Todesfälle auf den Fluchtrouten nach und durch Europa verhindert werden. 

Am heutigen Mittwoch treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Staaten zu einem Sondertreffen zur aktuellen Flüchtlingskrise. Dort sollen Maßnahmen zur Stabilisierung der Herkunftsländer der Flüchtlinge sowie die Einrichtung eines permanenten Notfallmechanismus diskutiert werden. Im Fokus steht die Situation in Syrien und den Nachbarländern. 

„VENRO begrüßt das humanitäre Signal der Bundesregierung und die unbürokratische Aufnahme von tausenden Flüchtlingen. Wir dürfen aber nicht vergessen: Über 11 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht oder haben sich in die unmittelbaren Nachbarländer geflüchtet“, so Bornhorst. „Eine Stabilisierung der Nachbarländer Syriens mit direkter humanitärer und finanzieller Unterstützung ist dringend notwendig.“ Auch eine angemessene Finanzierung des UN-Flüchtlingshilfswerkes und des World Food Programme seien jetzt erforderlich.  

„Um den Krieg und die humanitäre Katastrophe in Syrien endlich zu beenden, muss die EU eine politische Lösung vorantreiben und Kontakte mit allen maßgeblichen Akteuren aufnehmen“, so Bornhorst weiter.

 Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Das ist die höchste Zahl seit Ende des Zweiten Weltkrieges. „Die Bekämpfung der Fluchtursachen muss mittelfristig im Zentrum aller Anstrengungen stehen“, sagt Bornhorst weiter. „Entwicklungszusammenarbeit kann dabei eine Rolle spielen. Vor allem aber bedarf es einer fairen globalen Wirtschafts- und Handelspolitik, die Entwicklungsländer nicht länger als Rohstofflager oder Absatzmarkt sieht.“ Auch dem Klimawandel müsse entgegengewirkt werden, ansonsten gebe es in wenigen Jahren Millionen von Klimaflüchtlingen.

US-Behörden verweigern Gefangenen lebensnotwendige Behandlung – Langzeitgefangener Mumia Abu-Jamal betroffen

BUNDESWEITES NETZWERK gegen die TODESSTRAFE Haus der Demokratie · Greifswalder Straße 4 · Berlin · No 97

mumia abu-jamal 2012                                                                                                                                    Sonntag, 13.9.2015

PRESSEMITTEILUNG

US-Behörden verweigern Gefangenen lebensnotwendige Behandlung – Langzeitgefangener Mumia Abu-Jamal betroffen – seine Anwälte reichen Klage ein – Folge: drohende Strafverlegung Abu-Jamals

Mumia Abu-Jamal mit Hepatitis C diagnostiziert. Behandlung mit 95% Heilungschance möglich, wird ohne Begründung verweigert.

Pennsylvania, USA: Seit über 33 Jahren ist er nun inhaftiert – fast 29 Jahre lang im Todestrakt – und seit Anfang des Jahres ist er schwer erkrankt – der Journalist Mumia Abu-Jamal. Bewusstlos in der Zelle, Diagnose Zuckerschock, Gewichtsverlust von über 30 Kilo, Exzeme am ganzen Körper, weitere Bewusstlosigkeiten – dramatischer hätte die Gesundheitskrise des berühmten Langzeitgefangenen kaum sein können. Die Reaktion der Gefängnisbehörde von Pennsylvania: Mauern, Nicht-Behandeln, Kontaktsperre, Mauern. Keine Behandlung über Monate hinweg.

Die seit Jahren pro bono arbeitenden Anwälte Abu-Jamals reichten Antrag auf Antrag ein und erreichten schließlich das Mindeste: tatsächliche ärztliche Untersuchungen. Die Diagnose: Virulente Hepatitis C – eine Virus-Infektion mit jahrzehntelanger Inkubationszeit, an der Zehntausende von Gefangenen leiden. In Abu-Jamals Fall geht sie zurück auf die Blut-Transfusion nach seiner Verhaftung 1981. Sie ist inzwischen mit 95%iger Erfolgsquote behandelbar.

Diese Behandlung aber wird allen Gefangenen routinemäßig verweigert.

Einer der Gründe: Ein Grundrecht auf medizinische Versorgung für Gefangene in den USA existiert nicht. Ein anderer: US-amerikanische Pharma-Firmen verlangen für die Gesamtbehandlung zwischen 75 und 90tausend Dollar. Abu-Jamals Anwälte Bret Grote vom Abolitionist Law Center und Anwalt Robert Boyle haben gegen die unterlassene Hilfeleistung Ende August Klage eingereicht. Abu-Jamal hat im vergangenen Monat erneut 20 Kilo abgenommen und ist inzwischen so geschwächt, dass er nur noch wenige Stunden am Tag wach sein kann.

Statt einer ärztlichen Hilfeleistung wurde am Samstag, den 5. September, Abu-Jamals Zelle durchsucht, sein sämtlicher Besitz beschlagnahmt, in Kisten verpackt und abtransportiert – mithin signalisiert, dass der Gefangene ohne Angabe von Gründen verlegt werden soll.

Dieses Vorgehen in Abwesenheit des Gefangenen ist nicht nur eine Verletzung seiner wenigen Rechte, sondern angesichts seines Gesundheitszustandes eine unzumutbare Maßnahme.

Die Gefängnisbehörde muss vor Gericht Stellung zu der Klage nehmen.