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02.12.14: FRIKO und NaturFreunde Berlin: Für ein ehrendes Gedenken für Karl Liebknecht im Deutschen Bundestag!

Gemeinsame Presseinladung der Friedenskoordination Berlin und der NaturFreunde Berlin:

 Karl Liebknecht antimil

Gedenken heißt: Nein zum Krieg!

Für ein ehrendes Gedenken für Karl Liebknecht im Deutschen Bundestag!

Am 2. Dezember 1914 stimmte Karl Liebknecht als einziger Abgeordneter im Reichstag gegen die weitere Finanzierung der Kriegskredite – trotz Anfeindungen, Beschimpfungen und Morddrohungen. Sein parlamentarischer Mut ist Vorbild auch in der heutigen Zeit.

Am 2. Dezember 2014 wird die Berliner Friedensbewegung vor dem Deutschen Bundestag demonstrieren und einfordern, dass der Bundestag ihm für diesen Mut würdigt und den SPD-Abgeordneten Karl Liebknecht, der als erster Abgeordneter gegen die Finanzierung des millionenfachen Mordens an den Fronten stimmte, ein würdiges Andenken setzt.

Die Kundgebung findet statt (Möglichkeiten für Fotos gegeben):

Dienstag, 02.12.2014

13.00 Uhr

Platz der Republik (vor dem Bundestag, Reichstagswiese)

Die Mitglieder der Berliner Friedensbewegung hoffen, dass sich auch in der heutigen Zeit immer mehr Parlamentarier finden, die sich dem Krieg verweigern und mit einem NEIN zum Krieg der Militarisierung der Außenpolitik mutig entgegentreten.

Die Demonstrierenden fordern den Deutschen Bundestag auf:

  • Setzen Sie ein Zeichen für Frieden, Zivilcourage und vorbildliches parlamentarisches Verhalten und stimmen Sie für eine Gedenktafel, die an das Nein von Karl Liebknecht am 2. Dezember 1914, erinnert.
  • Würdigen Sie auch die SPD-Abgeordneten, die – dem Vorbild Liebknechts folgend – bei späteren Abstimmungen gegen den Krieg gestimmt haben und dafür Verfolgung, Ausgrenzung und Diskriminierungen erfahren mussten.
  • Sagen Sie auch heute: Nein zum Krieg! Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden!

Aufruf zu Protesten gegen die sog. Sicherheitskonferenz: KEIN FRIEDEN MIT DER NATO

antimil frieden

KEIN FRIEDEN MIT DER NATO
Stoppt den Konfrontationkurs und die neue NATO-Aufrüstung

Auf der sogenannten Sicherheitskonferenz (SIKO) geht es – entgegen der Selbstdarstellung der Veranstalter – weder um Sicherheit noch um Frieden auf dem Globus. Die SIKO ist eine Versammlung wirtschaftlicher, politischer und militärischer Machteliten vor allem aus den NATO- und EU-Staaten, die sich über Strategien zur Aufrechterhaltung ihrer globalen Vorherrschaft und über gemeinsame Militärinterventionen verständigen.
Vor allem aber ist die SIKO ein medienwirksames Propaganda-Forum zur Rechtfertigung der NATO, ihrer Milliarden-Rüstungsausgaben und ihrer auf Lügen aufgebauten völkerrechtswidrigen Kriegseinsätze, die der Bevölkerung als „humanitäre Interventionen“ verkauft werden.
Bundespräsident Gauck nutzte die SIKO 2014 als Tribüne zur Werbung für eine stärkere deutsche Kriegsbeteiligung. Deutschland müsse sich „früher, entschiedener und substanzieller“ militärisch engagieren. Außenminister Steinmeier und Kriegsministerin von der Leyen stießen ins selbe Horn. Für die herrschende Machtelite ist die angebliche „militärische Zurückhaltung“ längst ein Relikt der Vergangenheit. Die neue Großmachtpolitik Deutschlands – getarnt als „weltpolitische Verantwortung“ – ist inzwischen Bestandteil einer offensiven Propaganda-Kampagne staatstragender Politiker und Medien und Richtschnur deutscher Außenpolitik. Dabei wird selbst die Unterstützung der von Faschisten durchsetzten Kiewer Regierung akzeptiert.

Mit der NATO gibt es keinen Frieden
Als militärischer Arm der reichsten westlichen kapitalistischen Staaten ist die NATO eine Kriegsallianz zur globalen Durchsetzung von deren wirtschafts- und machtpolitischen Interessen. Sie ist eine Bedrohung für die ganze Menschheit. Sie garantiert eine Weltordnung, in der 1% der Menschen 40% des Weltvermögens besitzen; eine Wirtschaftsordnung, die sich durch Ausbeutung von Mensch und Natur am Leben hält und zugleich die menschlichen Lebensgrundlagen zerstört.
Nach dem Scheitern der NATO im Irak, in Afghanistan und Libyen wird jetzt Russland als Feindbild wiederbelebt und ein brandgefährlicher Konfrontationskurs in Gang gesetzt: Durch Errichtung und Ausbau von NATO-Militärstützpunkten in den osteuropäischen Ländern, Aufstellung einer 4000 Mann starken „Schnellen Eingreiftruppe“, militärischer Aufrüstung Kiews, NATO-Truppenmanöver in der Ukraine und Ausbau der NATO-Raketenabwehr. Nicht zuletzt versucht die NATO unter Verweis auf den neuen Gegner, noch höhere Rüstungsausgaben zu rechtfertigen und durchzusetzen.

Kapitalismus und Krieg – zwei Seiten einer Medaille
Je mehr sich die Krisen des neoliberalen Kapitalismus häufen, desto brutaler werden die Profitinteressen von Konzernen, Banken und der Rüstungsindustrie durchgesetzt – ökonomisch mit dem geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommen EU/USA (TTIP) – und nicht zuletzt auch mit militärischer Gewalt.
Gleichzeitig ist Deutschland seit Jahren unter Bruch der Verfassung nicht nur die militärische Drehscheibe für die Aggressionskriege der USA und der NATO, sondern an diesen Kriegen direkt und indirekt beteiligt. Nach wie vor ist Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt.
Die Bilanz imperialer Machtpolitik: Zehntausende Tote, Hunger und Not, Zerstörung
von Umwelt und Infrastruktur, Erstarken des IS-Terrors – und damit namenloses Elend mit Millionen von Flüchtlingen, gegen die sich Europa durch ein tödliches Grenzregime abschottet.
Wir erklären den selbsternannten „Weltherrschern“, die zur SIKO nach München kommen und den Regierungschefs beim G7-Gipfel im Juni 2015 in Elmau: Ihr seid hier und überall auf der Welt unerwünscht.
Wir sind Teil einer weltweit wachsenden Bewegung, die eine Zukunft ohne Rüstung und Krieg mit gleichwertigen Lebensbedingungen aller Menschen anstrebt. Für Frieden und Gerechtigkeit in einer Welt ohne Ausbeutung von Mensch und Natur.

No Justice – No Peace
Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden

Kommt zur Demonstration in München
am Samstag, 7. Februar 2015 um 13 Uhr, Marienplatz

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AKTIONSBÜNDNIS GEGEN DIE NATO-SICHERHEITSKONFERENZ
Weitere Infos: www.sicherheitskonferenz.de

Gedenken heißt: Nein zum Krieg! Für ein ehrendes Gedenken für Karl Liebknecht im Deutschen Bundestag!

Karl Liebknecht antimil

Am 2. Dezember 1914 stimmte Karl Liebknecht als einziger Abgeordneter im Reichstag gegen die weitere Finanzierung der Kriegskredite – trotz Anfeindungen, Beschimpfungen und Morddrohungen. Sein parlamentarischer Mut ist Vorbild auch in der heutigen Zeit.

Wir erwarten vom Deutschen Bundestag, dass er diesen Mut würdigt und den SPD-Abgeordneten Karl Liebknecht, der als erster Abgeordneter gegen die Finanzierung des millionenfachen Mordens an den Fronten stimmte, ein würdiges Andenken setzt.

Wir können nicht akzeptieren, dass eine Würdigung von Karl Liebknecht durch die Mehrheit des Deutschen Bundestags verweigert wird, weil er Antimilitarist und Antikapitalist war.

Die Mitglieder der Berliner Friedensbewegung hoffen, dass sich auch in der heutigen Zeit immer mehr Parlamentarier finden, die sich dem Krieg verweigern und mit einem NEIN zum Krieg der Militarisierung der Außenpolitik mutig entgegentreten.

Wir fordern den Deutschen Bundestag auf:

  • Setzen Sie ein Zeichen für Frieden, Zivilcourage und vorbildliches parlamentarisches Verhalten und stimmen Sie für eine Gedenktafel, die an das Nein von Karl Liebknecht am 2. Dezember 1914, erinnert.
  • Würdigen Sie auch die SPD-Abgeordneten, die – dem Vorbild Liebknechts folgend – bei späteren Abstimmungen gegen den Krieg gestimmt haben und dafür Verfolgung, Ausgrenzung und Diskriminierungen erfahren mussten.
  • Sagen Sie auch heute: Nein zum Krieg! Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden!

Wir treffen uns:

Dienstag, 02.12.2014

13.00 Uhr

Platz der Republik (vor dem Bundestag, Reichstagswiese)

NaturFreunde Berlin                                    FRIKO Berlin

Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen eröffnet ersten „Showroom der Bundeswehr“ in Berlin

Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums:

Berlin, 18.11.2014.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen eröffnet am Mittwoch einen bundesweit einzigartigen „Showroom der Bundeswehr“. Das Karrierecenter im Herzen Berlins, am Bahnhof Friedrichstraße, ist ein moderner Ort für unkomplizierten Kontakt mit der Bundeswehr. Neu ist die Kombination von persönlicher Beratung über militärische und zivile Karrierechancen mit einem Showroom als zentral erreichbare Anlaufstelle zu vielen Themen rund um die Bundeswehr.

Im Mittelpunkt des Angebotes stehen die Karrierechancen. Die Streitkräfte haben einen hohen Bedarf an qualifizierten, motivierten und engagierten Bewerberinnen und Bewerbern. Ob Bootsmann bei der Marine, Offizier im Sanitätsdienst, Protokollsoldat oder eine Berufsausbildung im technischen Bereich – die Bundeswehr bietet vielfältige Berufs- und Karrieremöglichkeiten für Männer und Frauen. Ingenieur, Jurist, Verwaltungsbeamter oder Feuerwehrmann – auch ohne Uniform warten vielfältige und verantwortungsvolle Tätigkeiten auf Bewerberinnen und Bewerber. Der Freiwillige Wehrdienst ist eine weitere Möglichkeit für den Einstieg in die Berufswelt der Bundeswehr.

Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen informiert sich am Mittwoch, den 19. November 2014 um 11:15 Uhr, über den „Showroom der Bundeswehr“. Sie wird dort mit Bewerberinnen für die unterschiedlichen Laufbahnen in der Bundeswehr über Motive und Erwartungen diskutieren. Medienvertreter sind zu dem Termin herzlich eingeladen.

Hinweise für die Medien

Termin: 19. November 2014

Ort : Karrierecenter der Bundeswehr Berlin
Hauptstadtbüro
Friedrichstraße 147
10117 Berlin

Hierzu gibt es einen Gegenprotest:

Wir demonstrieren gegen die Eröffnung des „Showroom der Bundeswehr“ um 11.00 Uhr vor dem Showroom. Bitte zahlreich kommen!

19.11.14, 11.00 Uhr: Protestkundgebung: Nein zum Krieg: Bundeswehr wegtreten!

bundeswehr schule ohne militär

Die Bundeswehr intensiviert ihre Jagd auf neue Soldat*innen: Am Mittwoch, 19. November 2014, eröffnet sie ihren ersten sogenannten „Showroom“ in Berlin direkt am Bahnhof Friedrichstraße. Die Bundesverteidigungsministerin wird auch anwesend sein.

Was es in diesem „Karrierecenter“ – direkt am Bahnhof Friedrichstraße – zu sehen gibt, wissen wir schon: Wie man auf dem schnellsten Weg Soldatin und Soldat wird, um weltweit für Profit und Einflusszonen zu töten und zu sterben.

Wir fordern:

Kein Werben für´s Sterben – Rollläden runter beim „Showroom“ der Bundeswehr!

Nein zum Krieg: Bundeswehr abtreten!

Wir treffen uns

Mittwoch, 19.11.2014

11.00 Uhr

Dorothea-Schlegel-Platz (direkt vor Bahnhof Friedrichstraße)

NaturFreunde Berlin, DFG-VK Berlin-Brandenburg

Treffen des Marxistischen Forums am 21.11.2014

Liebe Genossinnen und Genossen,

marx

heute wollen wir Euch zum nächsten Treffen des Marxistischen Forums einladen.

Wir treffen uns:

Freitag, 21.11.2014
Berlin, Karl-Liebknecht-Haus, Raum 1,
15.00 Uhr

Thema: „Die Republik im Spiegel zweier Jahrestage – ein historisch-kritischer Rückblick auf das Gedenken an die beiden Weltkriege“
Referent: Kurt Pätzold

Über Eure Teilnahme freuen wir uns.

Mit sozialistischen Grüßen.

Sprecherkreis des MF

atomstopp_oberoesterreich: Österreichisches Netzwerk Atomkraftfrei (ÖNA) unterstützt Schweizer Initiative zur weltweiten Nachrüstung aller Atomreaktoren

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 14.11.2014

anti-atom
Atomstaaten sträuben sich gegen höchste Sicherheitsniveaus und laufende Anpassungen!

„Es scheint wie eine Selbstverständlichkeit, die wir einfordern – ist es aber nicht: dass alle Atomreaktoren nämlich ständig auf höchstem Sicherheitsniveau bleiben und auch entsprechend nachgerüstet werden müssen! Gerade bei alten, oft vor Jahrzehnten genehmigten Atomreaktoren ist es die ureigenste Pflicht der Betreiber alles zu tun, um Gefährdungen der Bevölkerung zu verhindern!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

atomstopp_oberoesterreich unterstützt gemeinsam mit Atomgegner_innen des Österreichischen Netzwerkes Atomkraftfrei den Vorstoß des Schweizer Botschafters bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, der sich aktiv bemüht, eine weltweite Nachrüstung aller Atomreaktoren zu erreichen. Atomreaktoren dürfen nur auf höchstem Sicherheitsniveau betrieben werden.
Wenig erstaunlich haben die Atomstaaten keine Freude mit diesem Schweizer Vorstoß, weshalb die Atomgegner_innen des ÖNA dem Schweizer Botschafter Stalder in einem Brief ihre volle Unterstützung zusichern!

„Es ist erschreckend, dass es Widerstand gegen den Schweizer Vorstoß für eine weltweite Nachrüstung aller Atomreaktoren gibt. Aber es ist auch bezeichnend, weil diese Atomstaaten damit eingestehen, dass der Betrieb ihrer Atomkraftwerke nur auf minderem Sicherheitsniveau rentabel bleibt. Selbstverständlichkeit muss werden, dass für alle Atomreaktoren – egal, wie alt – höchste und aktuellste Sicherheitsstandards gelten! Wenn solche Sicherheitsstandards von den Betreibern nicht zu finanzieren sind, ist die einzige Konsequenz: ABSCHALTEN und zwar SOFORT! Offenbar spielen manche Atomstaaten mit dem Feuer und setzen die Wel t bewusst einem unkalkulierbaren atomaren Risiko aus! Das wollen wir verhindern! Die österreichische Regierung muss alles daran setzen, den Schweizer Vorstoß zu unterstützen und auf die angepeilte Regelung zur Sicherheitsnachrüstungen ohne jede Verwässerung bestehen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Anmerkung: ÖNA-Organisationen, die den Brief unterstützen: atomstopp_atomkraftfrei leben!, Mütter gegen Atomgefahr – Freistadt, Vorarlberger Plattform gegen Atomgefahren, Wiener Plattform Atomkraftfrei, Verein Sonne + Freiheit, SENECA Senioren Netzwerk contra Atom, ISAD Initiative für Sicherheit, Aufklärung und Demokratisierung, Anti Atom Komitee, Waldviertler Energiestammtisch, GLOBAL2000.

Youtube-Video über Bundeskongress der NaturFreunde Deutschlands

Viele Impressionen über den Bundeskongress der NaturFreunde Deutschlands:

Beim Kongress wurde viel diskutiert, mehr als 50 Anträge beschlossen, aber auch viel gelacht, miteinander ausgetauscht und natürlich …. gefeiert.

IALANA: Ramsteinprozess vor dem Oberverwaltungsgericht

In dem Rechtsstreit Wolfgang Jung ./. Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesverteidigungsministerium, findet am

Dienstag, 4. November 2014, 13 Uhr,

beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster, Aegidiikirchplatz 5,

die mündliche Verhandlung statt.

ialana.deIn dem Prozess geht es um den amerikanischen Drohnenkrieg insbesondere in Afghanistan, Pakistan und im Jemen, in dem die Air Base Ramstein eine entscheidende Rolle spielt. Dort stehen nicht nur die Satellitenstationen, mit denen die Signale von den Drohnenpiloten in den USA übermittelt werden. Vielmehr findet in dem Ramsteiner „603rd Air and Space Operations Center“, kurz ASC, Spitzname „Wolfshund“, die entscheidende Drohnensteuerung statt, an der auch über Jahre hinweg ein Oberstleutnant der Bundeswehr teilgenommen hat. Dieser sei Kenner der US-Flugleitzentrale und habe selbst Ziele für Bombardierungen erfasst.

Für die Abläufe dieser Drohnensteuerung werden als Zeugen benannt insbesondere dieser Oberstleutnant, der US-Soldat Brandon Bryant, der schon in der Süddeutschen Zeitung vom 4. April d.J. erwähnt war, und die Offiziere der deutschen Bundeswehr, die als Verbindungsoffiziere auf der Air Base Ramstein eingesetzt sind oder waren.

Der Kläger, Wolfgang Jung, pensionierter Beamter des Landes Rheinland-Pfalz und als Lehrer tätig, wohnt wenige Kilometer von Ramstein entfernt und gibt die Webseite LUFTPOST (http://www.luftpost-kl.de/) heraus. Den Verfahrensverlauf hat er in der LUFTPOST dokumentiert.

Auf Anfrage hat das OVG Münster mitgeteilt, dass es am kommenden Dienstag nur um die Zulässigkeit der Klage gehe; aber noch nicht um die konkreten Drohneneinsätze. Der Kläger stützt seine Klage nämlich insbesondere auf Art. 25 des Grundgesetzes (GG). Hier heißt es, dass die allgemeinen Grundsätze des Völkerrechts Bundesrecht sind. Hierzu zählt nach Ansicht des Klägers das Gewaltverbot der UN-Charta. Dieses wird nach seiner Meinung durch die Drohneneinsätze verletzt, weil mit den Drohnen nicht nur Kombattanten im Sinne des Kriegsvölkerrechts getötet werden, sondern weit überwiegend auch Zivilisten. Das verstöߟt gegen das Völker- und damit auch gegen Bundesrecht.

Nach dieser Bestimmung kann der Kläger im eigenen Namen Verletzungen des Gewaltverbots geltend machen. In der Ersten Instanz hat das Verwaltungsgericht Köln aber noch eine persönliche Betroffenheit des Klägers gefordert, ohne dies näher zu spezifizieren. Das war nach Ansicht des Klägers falsch. Er hat gerade deswegen ein Klagerecht, weil er sich seit Jahrzehnten – insbesondere mit seiner LUFTPOST – gegen die verfassungswidrige Nutzung der US-Air Base Ramstein auflehnt.

Das OVG hat angekündigt, dass es für den Fall einer Bejahung der Zulässigkeit zu einer Zwischenentscheidung kommen könne. Diese könnte mit einem Rechtsmittel zum Bundesverwaltungsgericht angegriffen werden. Sollte das Bundesverwaltungsgericht die Zulässigkeit ebenfalls bejahen, würde der Prozess vor dem OVG Münster fortgesetzt, nunmehr zur rechtlichen Bewertung der Drohnenkriegführung.

Deswegen wird schon die mündliche Verhandlung am 4. November aufschlussreich.