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Beiträge mit Schlagwort ‘Tschernobyl’

NaturFreunde: 30 Jahre nach Tschernobyl setzen Staaten noch immer auf Atomenergie

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Berlin, 24. April 2016 – Am 26. April vor 30 Jahren kam es in der ukrainischen Atomzentrale von Tschernobyl an der Grenze zu Weißrussland zum ersten größten nicht angenommenen Unfall. Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, erinnert:

 

Zur bis dahin als „rein hypothetisch“ abgetanen Katastrophe kam es um 1:24 Uhr, als zwei schwere Explosionen auch die Selbstgefälligkeit der Atomkraftbefürworter erschütterten. Der Super-GAU war da. Eine atomare Wolke stieg auf und strahlte grenzenlos kreuz und quer über Europa.

 

Die in der unmittelbaren Umgebung lebenden Menschen erfuhren zunächst nichts und wurden erst am Abend des 27. April informiert und evakuiert, nachdem sie bereits eine viel zu hohe Strahlendosis abbekommen hatten. Erst weitere 15 Stunden später gab der Ministerrat der damaligen UdSSR eine dünne Erklärung ab: „Im Kernkraftwerk Tschernobyl hat sich eine Havarie ereignet. Es werden Maßnahmen zur Beseitigung der Folgen eingeleitet.“

 

Tschernobyl war der dritte Größte Anzunehmende Unfall in der Atomgeschichte: 1945 die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki, dann der erste zivile GAU in Tschernobyl, der acht Jahre vorher im amerikanischen Harrisburgh noch knapp verhindert werden konnte. Dort fehlten nur wenige Minuten, dann wäre es wahrscheinlich auch zu einer Katastrophe gekommen. So traf es die Ukraine – und 25 Jahre später erneut Japan mit drei Kernschmelzen in Fukushima.

 

Die Atomenergie steht in erster Linie für militärische Interessen, nicht aber für energiepolitische Notwendigkeiten. Sie ist ein Produkt von Blindheit und Naivität statt von Vernunft und Verantwortung. Dennoch ist der Mangel an Verantwortung noch größer als die Dummheit. Noch immer wollen einzelne Staaten ihre atomaren Kapazitäten ausbauen wie zum Beispiel die konservative Regierung in Großbritannien.

 

Die NaturFreunde, die seit 1953 für den Ausstieg auch aus der zivilen Nutzung der Atomkraft eintreten, fordern ein weltweites Ende der nuklearen Fantasien. Nur das kann die Antwort auf die Tragödie von Tschernobyl sein: der schnellstmögliche Ausstieg aus den nuklearen Energieträgern. Die altersschwachen und technisch besonders fragwürdigen Reaktoren müssen sofort abgeschaltet werden.

 

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die solare Revolution möglich ist, auch wenn das die Bundesregierung mit ihren Kappungen beim EEG scheinbar nicht verstanden hat.

[BI-Newsletter] Aktuelle Termine – Tagung “ALLES FALSCH GEMACHT!

Wendland Gorleben antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir hoffen, dass ihr alle einen tollen Start ins Jahr 2016 hattet.
Entgegen schlummernder Winterlandschaften arbeiten wir hinter den Kulissen bereits mit Hochdruck an den Aktionen für die kommenden Monate.
Wir starten verhältnismäßig früh mit einer Tagung und werden uns dann über Konferenzen in Richtung der Jahrestage anlässlich der Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl vorarbeiten.
Ein wichtiger regionaler Termin wird auch in diesem Jahr die Kulturelle Landpartie mit einem erneut stattfindenden Gorleben Aktionstag an den Atomanlagen.
Im Sommer wird dann der Bericht der “Kommission Lagerung hoch radioaktiver Stoffe” erwartet und wir sind gespannt welche Reaktionen dem Bericht folgen werden.
Es erwartet uns alle wieder einmal ein ambitioniertes Programm mit zahlreichen Aktionen gegen Atomkraft und wir hoffen, dass ihr euch für die Aktionen begeistern könnt und wir zusammen ein wahrnehmbares Zeichen setzen.

 

Termine

 

Sa. 23.01.2016 – Tagung “ALLES FALSCH GEMACHT! – Atommülllagersuche am Beispiel Gorleben”

Mit einer Tagesveranstaltung werfen wir einen Blick zurück, einen Blick nach vorn und sind heute zwischendrin.
Zahlreiche KennerInnen des bisherigen Verfahrens werden anhand von Vorträgen eine Fehleranalyse zum Thema Gorleben liefern. In einer anschließenden Diskussion sollen Impulse des Publikums aufgenommen und besprochen werden. Zu diesem Zweck haben TeilnehmerInnen während der Vorträge Zeit ihre Gedanken zu verschriftlichen und an Schauwänden zu teilen.
Im letzten Teil widmet sich die Veranstaltung dem Blick in die Zukunft. Für eine Podiumsdiskussion stehen ein Minister und drei Bundestagsabgeordnete zur Beantwortung der Frage “Was kommt nach der Endlagerkommission?” bereit.
Den Programmflyer mit allen Informationen gibt´s hier =>http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=15542

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Essen und Getränke werden mit der Bitte um Spende bereitgestellt.

Neben partizipativen Elementen für die TeilnehmerInnen werden wir ebenfalls mit einem Filmteam vor Ort sein, das Stimmungen und Beiträge einfangen wird. Der Beitrag wird dann auf unserer Webseite veröffentlicht.

Ihr könnt nicht dabei sein, findet aber Veranstaltungen dieser Art unverzichtbar?
Gerne könnt ihr die BI mit einer Spende unter dem Stichwort “Tagung” gezielt für diese Aktion unterstützen, damit wir auch in Zukunft möglichst allen Menschen eine kostenfreie Teilnahme ermöglichen können.

 

 

Di. 02.02.16 – Öko-Polit Filmreihe zeigt: “Democracy – Im Rausch der Daten”

Schauen uns die Nachbarn in die Wohnung, lassen wir fix die Jalousien herunter. Im World Wide Web geben wir dagegen alles von uns preis. Big Data – das ist mehr als Name, Geburtsdatum und Wohnort.
In der digitalen Gesellschaft werden wir zu gläsernen Menschen: Mit jedem Klick, mit jedem Telefonat, mit jedem im Internet bestellten Buch, jeder Kartenzahlung oder Videoload werden Menschen transparent und hinterlassen überall digitale Fingerabdrücke.
Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft?

Öko-Polit Film “DEMOCRACY – Im Rausch der Daten”
Di. 02.02.2016 – Beginn 19.30h
Kulturverein Platenlaase – Eintritt frei, die Hutkasse geht rum.

 

Sa. 06.02.16 – 8. Atommüllkonferenz in Göttingen

Da die Räume in Kassel belegt sind muss die Atommüllkonferenz in Göttingen stattfinden.
Der Zeitrahmen erstreckt sich, wie gewohnt von 11.00h-17.00h.
Aufgrund der günstigen Lage des Veranstaltungsortes, (VHS Göttingen) direkt hinter dem Bahnhof, bietet sich eine Bahnanreise an.

Inhaltliche Schwerpunkte der 8. Atommüllkonferenz sind die Folgen und Spätfolgen der Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima. Die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe erarbeitet derzeit ihren Abschlussbericht. Ihre Kriterien für die Standortauswahl werden Ende Januar vorgestellt.
Es ist davon auszugehen, dass hoch radioaktive Abfälle mehr als 40 Jahre zwischengelagert werden.
Atommüll aus der „Wiederaufarbeitung” kommt zurück. Wie steht es um Sicherheit und Öffentlichkeitsbeteiligung bei den  Zwischenlagern? Als elementare Vorstufe zur Lagerung von Atommüll kommt die Konditionierung in den Fokus. Gegen die „Entsorgung” von freigemessenem Atommüll auf Deponien soll eine Kampagne initiiert werden.
Die Planungen zum Projekt Atommüllreport werden fortgesetzt.

Programm, Infos zur Anmeldung und den Kosten gibt´s hier =>www.atommuellkonferenz.de

 

Wir unterstützen

So. 31.01.16 – 14.00h DEMO – Bhf. Lingen  “Keine Brennstäbe für belgische und französische AKW – Brennelemente Transporte aus Lingen stoppen!”

Die belgischen Schrott-Reaktoren in Doel und das französische Ur-Alt-AKW Fessenheim werden unter anderem von der Brennelementefabrik Lingen mit Brennstoff versorgt. Der offene Brief an die zuständigen Umweltministerien des Bundes, in NRW und Niedersachsen wurde nicht beantwortet.
Nun machen wir weiter Druck: Brennelementefabrik Lingen schließen – Brennelemente Transporte stoppen!

Aufruf und Infos gibt´s hier => www.sofa-ms.de

 

Fr. 26.02.-So. 28.02.16 – Internationaler IPPNW Kongress “5 Jahre Leben mit Fukushima – 30 Jahre Leben mit Tschernobyl” – Berlin

Die IPPNW veranstaltet anlässlich der Jahrestage einen hochkarätigen Kongress mit internationalen ReferentInnen aus betroffenen Regionen.
Ein Blick auf die Themenliste und die angekündigten ReferentInnen unterstreicht den umfassenden und qualitativen Charakter des Kongresses.
Dieser Kongress setzt bereits mit seiner Ankündigung ein Ausrufungszeichen!

Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, fand die Mär von der “sicheren Atomkraft” mit dem Super-GAU von Tschernobyl ein abruptes Ende. Millionen von Menschen wurden direkt durch radioaktiven Niederschlag betroffen; viele starben und noch viel mehr leiden bis heute an den Folgen der Strahlung.
Vor 5 Jahren, am 11. März 2011, zeigte sich, dass die Menschheit die Lektion von Tschernobyl  nicht gelernt hatte, als es in Fukushima zu einem mehrfachen Super-GAU kam. Auch hier sind wieder Millionen von Menschen betroffen.

Alle Infos zum Kongress => www.tschernobylkongress.de

 

In eigener Sache

Wir danken noch einmal für die zahlreichen Zuwendungen und Beiträge.
Die Spendenbescheinigungen für das Jahr 2015 befinden sich derzeit in der Bearbeitung und werden Ende Januar mit der Einladung zur Mitgliederversammlung versendet.

Vormerken

So. 13.03.16 – 15.00h Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. – Trebeler Bauernstuben, Am Markt 5, 29494 Trebel

Habt eine muckelige Zeit vor dem Ofen, die Sonne im Blick und immer eine Hand breit Granulat unter den Schuhen.

Sonnige Grüße
Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Aufruf für die Demo am 26. 4. 2015 um 4 vor 12 vor dem AKW Brokdorf zum Tschernobyl-Tag

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Unterstützen Sie den Aufruf mit ihrer Unterschrift online!

Dem atomaren Zwischenlager Brunsbüttel ist die Betriebserlaubnis entzogen worden, weil die Genehmigungsbehörde nicht nachweisen kann, dass das Lager ausreichend vor terrroristichen Angriffen (und dem Absturz eines Grossflugzeuges, wie dem A380) geschützt ist. Das gilt faktisch für alle Zwischenlager in Deutschland – auch für die baugleiche Halle in Brokdorf. .

Trotz fehlenden Entsorgungsnachweises produzieren die AKW weiter hochradioaktiven Müll, als gäbe es das Gerichtsurteil nicht. Und die Politik zieht nicht die Reißleine, sie lässt die Atomlobby weiter gewähren.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Kein AKW der Welt ist sicher!
Weltweit gibt es kein einziges funktionierendes „Endlager“!

Der Betrieb des AKW Brokdorf ist überflüssig, weil in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht wird. Wir fordern das sofortige Ende der Atomenergie! Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden.

Tschernobyl mahnt – AKW Brokdorf abschalten – nicht erst 2021, sondern JETZT.

Wir rufen auf zu einer Protestkundgebung am Tschernobyl-Gedächtnisstein am AKW Brokdorf am 29. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, Sonntag, 26. April 2015 um 4 vor 12.00 Uhr

Initiatoren:
Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg, Brokdorf-akut, BUND Kreisgruppe Steinburg

KOMMT AM 26. 4. NACH BROKDORF!

GEMEINSAM SCHAFFEN WIR DEN ATOMAUSSTIEG!

– See more at: http://akw-brokdorf-abschalten.de/aufruf-2015/#sthash.XRcpKxnt.dpuf

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