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Beiträge mit Schlagwort ‘Fracking’

BI Gegen Gasbohren: Lehnen Sie den vorliegenden Gesetzesentwurf ab

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Sehr geehrte Frau Abgeordnete, sehr geehrter Herr Abgeordneter,

die Bundesregierung möchte der  umweltzerstörenden und gesundheitsgefährdenden Fördermethode Fracking einen „stabilen Rechtsrahmen“ geben, anstatt ein konsequentes Verbot zu erlassen.

Das vom Kabinett am 1. April 2015 auf den Weg gebrachte  Regelungspaket wird bewirken, dass in weiten Teilen Deutschlands – selbst in ausgewiesenen Natura-2000-Gebieten – gefrackt werden darf. Dies kann auf dieser Fläche uneingeschränkt zur Förderung von Erdöl und Gas im Sandstein erfolgen, Das Gleiche gilt für Gas im Schiefergestein und Kohleflözgas, wenn dieses tiefer als 3.000 m liegt. Im Schiefergestein zwischen 0 m und 3.000 m Tiefe und in Kohleflözen in dieser Tiefe kann zu Forschungszwecken unter Begleitung einer einseitig zusammengesetzten Fracking-Kommission gefrackt werden. In der Folgezeit ist die kommerzielle Gasförderung möglich, wenn diese Kommission es befürwortet. Dies geschieht, obwohl den BürgerInnen gleichzeitig suggeriert wird, dass man einen höheren Schutz vor Fracking schaffen oder es gar verbieten möchte.

Die nachfolgenden Links führen Sie zu den Analysen einiger wesentlicher Defizite des vorgeschlagenen Fracking-Regelungspaketes:

http://www.gegen-gasbohren.de/wp-content/uploads/2015/04/Analyse_Frackinggesetz_Kabinett_Mai.pdf

http://www.resolution-korbach.org/files/korbacher-resolution/aktuell/Analyse-Defizite-Fracking-Regelungspaket_AndyGheorghiu-1.pdf

Gleichzeitig verweisen  wir auf den konsequenten Fracking-Verbotsantrag der Länder Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bremen über den am 8. Mai im Bundesrat abgestimmt werden wird (Link: http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2015/0101-0200/143-1-15.pdf?__blob=publicationFile&v=1).

Im Hinblick auf das begonnene Gesetzgebungsverfahren und die 1. Lesung am 6. Mai 2015 im Bundestag, appellieren wir an Sie:

  1. Folgen auch Sie der Empfehlung des Umweltausschusses des Bundesrates und lehnen Sie den vorliegenden Gesetzesentwurf ab! Stimmen Sie für ein ausnahmsloses Fracking-Verbot!
  2. Stimmen Sie keinen Gesetzentwürfen zu, die Fracking-Vorhaben erlauben!

Machen Sie mit Ihrer Stimme klar, dass der Schutz des Trinkwassers und vor Erdbeben, der Schutz der Umwelt, der menschlichen Gesundheit und des Klimas  sowie die dezentrale, kommunale Umsetzung der Energiewende Vorrang vor betriebswirtschaftlichen Interessen von einigen Energie-Unternehmen haben!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sabine Jordan für die BI Gegen Gasbohren Kleve

Marianne Juhre Mitglied der IG Gegen Gasbohren Hamminkeln/Niederrhein

Andrea Basmer für die BI Gemeinsam gegen Gas- und Probebohrungen am Ndrh.

Oliver Kalusch für den Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.

IG BAU fordert vollständiges Verbot von Fracking

IGBAU Gewerkschaft
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mahnt anlässlich des heutigen Starts des 7. Weltwasserforums in Südkorea stärkere nationale und internationale Anstrengungen zum Erhalt der Lebensgrundlage Wasser an. „Wir brauchen dringend einen umfassenden und verbindlichen Schutz unserer Trinkwasserressourcen. Das gilt nicht nur für die wasserarmen Länder, sondern auch für Deutschland“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.
„Die grundsätzliche Bereitschaft der Regierung Fracking hierzulande zuzulassen, zeigt das überdeutlich. Diese Entscheidung ist abenteuerlich. Daran ändern auch die Auflagen nichts. Die eingeleiteten Gifte verbreiten sich unkontrollierbar in mehreren Tausend Metern Tiefe und sind dort auch noch nach Jahren und Jahrzehnten eine Gefahr für unser Trinkwasser. Risiken und Nutzen dieser Methode stehen in einem derart krassen Missverhältnis, dass jeder verantwortlich denkende Mensch Fracking vollständig verbieten muss.“

Derzeit entfallen vier Fünftel der Frackingaktivitäten auf das Gebiet der USA. Erste Forschungen dort zeigen alarmierende Ergebnisse. So haben Wissenschaftler festgestellt, dass Kinder, die in der Nähe von Frackingstellen geboren werden, sich langsamer entwickeln als Kinder in anderen Regionen. Das Risiko an Krebs oder Asthma zu erkranken, ist in diesen Regionen deutlich höher.

Die IG BAU fordert die Forumsteilnehmer zudem auf, weltweit den freien Zugang zu Wasser sicherzustellen. „Wasser lässt sich nicht durch Alternativen ersetzen. Wer keinen Zugang zu Wasser hat, stirbt. Deshalb ist es zynisch, zu behaupten, Wasser sei ein Lebensmittel wie jedes andere, das als Ware vermarktet werden könne. Wir brauchen endlich die garantierte Zusage sämtlicher Staaten, Trinkwasser nicht zu privatisieren“, sagte Schäfers.

Frankfurt am Main, 12.04.2015

NaturFreunde: Fracking in Deutschland Ein schwarzer Tag für die Natur

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Berlin, 1. April 2015 –  Zu dem heutigen Kabinettsbeschluss, unter bestimmten Bedingungen das hoch umstrittene Fracking gesetzlich zuzulassen, erklärt der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller:

Es ist kein Aprilscherz: Tatsächlich hat das Bundeskabinett heute einen Gesetzesentwurf beschlossen, wonach das Fracking von Erdgas und Erdöl in Deutschland unter bestimmten Regeln zugelassen wird. Tatsächlich ist es ein schwarzer Tag für die Natur. Welch ein Widerspruch: Während in den USA die Illusion verfliegt, Fracking könne das Energieproblem zumindest zeitweilig lösen, kann das Gesetz jetzt in Deutschland, in dem die Natur zerstörenden Eingriffe bislang verhindert werden konnten, zu einem Türöffner werden.

Dabei ist das Gebot unserer Zeit ein Umdenken in der Energie- und Ressourcenpolitik, um die Natur und das Klima zu schützen. Mit Fracking wird an der alten Naturvergessenheit festgehalten, die das verhindert, um was es eigentlich geht: die Energiewende. Die NaturFreunde Deutschlands hatten gehofft, unser Land sei weiter. Tatsächlich gibt es aber leider auch in der Umweltpolitik eine starke restaurative Kraft.

Protest: Hände weg vom Grundwasser!

Kein Fracking und kein Gasbohren!
Aktion in Berlin

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Am 12. Februar 2015 findet im Bundespresseamt in Berlin eine mündliche Anhörung beteiligter Ministerien mit Verbändevertretern zum Fracking-Gesetzentwurf statt – vom VIK – Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft über den Industrie- und Handelskammertag, Braunkohlelobbyisten, dem Brauer-Bund, aber auch von Umweltverbänden.
Es werden dabei Vertreter_innen von bundesweiten Anti-Fracking-Initiativen beteiligt sein. Auch die Fracking AG der BI Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e. V. (BI) stellt einen der Vertreter an der Anhörung und wird die konsequent ablehnende Haltung zum Fracking-Gesetzentwurf mit unterstützen.

Andy Gheorghui, der im Sommer 2014 auf einer Veranstaltung der BI gegen Fracking in Lüchow referiert hat und international gegen fracking engagiert ist, wird ebenfalls Stellung beziehen. Andy Gheorghui ist Initiator der Korbacher Resolution gegen Fracking, der sich zahlreiche Initiativen und Kommunen angeschlossen haben.
https://www.resolution-korbach.org/project/unterst-aus-de.php

Fracking, Gas- und Ölbohren stellen eine neue Gefahr für unser Grundwasser, unsere Biosphäre und die Klimaveränderung dar. Sie vergiften nicht nur die Umwelt, sondern stützen das „Weiter so“ hinsichtlich ungebremsten Wachstums und torpedieren die Energiewende. Für den kurzzeitigen Profit der Energiekonzerne werden weitere „Ewigkeitslasten“ auf die Gesellschaft zukommen.

Eine Delegation aus dem Wendland, vom Atommülldesaster gebeutelt, und von „Gasbohren“ bedroht, wird daher ab 9 Uhr vor dem Bundespressamt ihren Protest gegen das geplante Fracking-Ermöglichungs-Gesetz der Bundesregierung öffentlich machen

Hier treffen wir uns um 9 uhr
Reichstagsufer 14
10117 Berlin

Youtube-Video über Bundeskongress der NaturFreunde Deutschlands

Viele Impressionen über den Bundeskongress der NaturFreunde Deutschlands:

Beim Kongress wurde viel diskutiert, mehr als 50 Anträge beschlossen, aber auch viel gelacht, miteinander ausgetauscht und natürlich …. gefeiert.

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