Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

blockupy berlin
Niemand weiß in Athen, wie die Dinge sich hier weiter entwickeln werden. Niemand. Alle sind sich einig, dass sich im Referendum eine Zäsur abbildet. Deswegen erzählen wir, was um uns herum passiert und diskutiert wird.
»Es gibt keine Lösung außer zu kämpfen.«

Was heißt das, wenn es sich nicht nur um eine linksradikale Parole handelt, sondern wenn sich tatsächlich eine ganze Gesellschaft dieser existenziellen Fragestellung genähert hat? Die Situation nach dem Referendum ist jetzt durch zwei fast antagonistische Ausgangspunkte markiert: Einerseits das überwältigende OXI vom Sonntag, in dem sich eine machtvolle Ablehnung der Austeritätspolitik, der falschen Kompromisse und der alten Elite artikulierte, eine Zurückweisung, die stärker war als selbst viele Linke zu hoffen wagten. Andererseits die Dramatik geschlossener Banken und der drohende Staatsbankrott. Und hierbei geht es überhaupt nicht um die eher abstrakte Zahlungsunfähigkeit gegenüber den internationalen Geldgebern. Es ist viel dichter an allem und allen: Was passiert, wenn die Regierung keine Löhne mehr auszahlen kann, wenn nicht mal mehr die täglichen 60 Euro aus den Bankautomaten drin sind? Die griechische Bevölkerung hat gegenüber dem Diktat dieser fiskalischen Ordnung »Nein« gesagt und das Mandat einer Regierung erneuert, in diesem Sinne Politik zu machen. Die Regierung hat mit dem Referendum ein politisches Erdbeben ausgelöst – und hat es in dieser Stärke vielleicht selbst nicht erwartet. Viele Analysten sprachen davon, dass die OXI-Kampagne ein kluger Schachzug einer linken Partei sei, um sich mit Würde aus der Regierung verabschieden zu können, ohne die eigenen Versprechen zu brechen. Fast alle politischen AktivistInnen haben mit einem knappen Ergebnis gerechnet. Nun liegt eine neue ereignishafte Situation vor. Unerwartet und zugleich in alle Richtungen ausdeut- und interpretierbar.

Liegt eine Revolution in der Luft?

Ja und Nein. Nein, weil die Regierung in doppelter Hinsicht extrem erpressbar und anfällig bleibt: sowohl im Hinblick auf die Verhandlungen um zukünftige Memoranden, als auch in der Frage der Grundsicherung der staatlichen Versorgung in den allernächsten Tagen. Für beides brauchen sie vorläufig die europäischen Eliten. Die Menschen haben aber auch bewiesen, dass sie die Angst verlieren können und gaben der Verweigerung ein plebiszitäres Mandat. Die Bevölkerung ist also tatsächlich bereit etwas zu wagen, zu kämpfen. Aber kann sie selbst die Bedingungen des Kampfes überhaupt aufrechterhalten? Kann das einmalige OXI, dem natürlich – von der Syntagma-Platzbesetzung 2011 bis zum Wahlsieg von Syriza zu Beginn dieses Jahres – ein ganzer Zyklus der sozialen Bewegung vorrausging, sich in eine Bewegung des gesellschaftlichen Bruchs fortentwickeln, der größer sein muss als die größte anzunehmende Menge von AktivistInnen? Und heißt die Bereitschaft zum Nein auch die Möglichkeit einer sozialen Transformation?

Selbst ein Abkommen in Brüssel wäre vor diesem Hintergrund etwas anderes als der schlechte Kompromiss, den viele die letzten Monate zu recht befürchteten: Eine demokratische Massenerhebung schafft es mit einer Regierung, die in Teilen wie eine institutionelle Insurrektion operiert und einen Putschversuch hinter sich hat, dem europäischen Imperium, dass es ganz offen loswerden will, etwas abzutrotzen – und das innerhalb ihres eigenen Herrschaftsraumes. Ändert es also vielleicht die Bedeutung einer neuen Vereinbarung, wenn klar ist, dass sie nur zur Stabilisierung einer nächsten Offensive taugt? Hat vielleicht das Referendum eine in dieser Hinsicht neue politische Konstellation erzeugt? Und verliert die institutionelle Einigung ihre große symbolische Bedeutung, weil der politische Prozess des Referendums letztlich schon einen bestimmten Bruch zur Voraussetzung hatte? Keine einfachen Fragen und wir alle sollten uns vor unseren radikalen Romantizismen hüten, ohne dabei im schlechten Sinn pragmatisch zu werden. Zumindest nehmen wir wahr, dass auch jenseits von Syriza die symbolische Bedeutung von möglichen Vereinbarungen in Brüssel abnimmt.

Politik der Kämpfe

Die Syriza-Regierung hat mit dem Referendum einen im Wahlkampf versprochenen Punkt zu einer realen und definitiven Tatsache gemacht: Sie ist nicht in der Lage, die Situation der Menschen durch „gute Politik“ zu verbessern, sondern bleibt gezwungenermaßen eine demonstrierende Regierung. Sie verkörpert das Versprechen der Kämpfe und ist zugleich ihre institutionelle Repräsentation. Das Signal der Hundertausenden auf dem Syntagma vor dem Referendum bestätigt das: Wir nehmen die Kriegserklärung der europäischen Apparate an, wir sind sogar bereit, die Folgen eines innerinstitutionellen Widerstands unserer Regierung zu ertragen, die letztlich eine vernichtende Niederlage miteinschließen können.

Die Regierung hat sich somit der Unterstützung für ihren Kurs des Widerstands versichert. Und die Menschen haben sich vom Terror der geschlossenen Banken nicht schrecken lassen. Dem griechischen Establishment wurde Sonntag ein herber Schlag versetzt, doch vielleicht noch wichtiger als die 61% ist die wirklich populare Mobilisierung, die sich hier exemplarisch manifestierte. Syriza schaffte es tatsächlich weit über ihr Wähler_innen-Klientel hinaus jene Menschen zu mobilisieren, die sich von der Politik längst abgewandt hatten – wenn sie ihr denn jemals zugewandt waren. Das war nur möglich, weil die Mobilisierung selbst viel mehr war als die Partei. Die Ausgeschlossen, die Armen, die Überflüssigen, die Unsichtbaren, sie haben den Platz betreten und ihre Bereitschaft gezeigt, sich auf die Ungewissheit des OXI einzulassen. Das OXI hatte einen Klassencharakter, das ist keine linke Phantasie, sondern die nüchterne Sprache der Zahlen.

Dieses Signal verändert das zu Erwartende und das Mögliche.

Die Validität theoretischer Argumente, welche ökonomischen, politischen und sozialen Konsequenzen der angedrohte Grexit bringt, sind für diesen Moment mit einem neuen Index versehen. Wenn es dabei bleibt, dass es keinen Kompromiss zwischen den „Institutionen“ und Griechenland geben kann, sondern dass es nur die Optionen Unterwerfung oder rebellische Verweigerung gibt, dann heißt das auch, dass die gesellschaftliche Rebellion seit Sonntag wieder eine Möglichkeit ist. Die Regierung muss also nicht mehr einen Deal um jeden Preis eingehen, weil die Bevölkerung diesen Kurs deckt. Die Menschen haben nicht nur gesagt, dass ihre Regierung das maximal Mögliche erstreiten soll. Sie haben auch – was noch viel wichtiger ist – ihre eigenen roten Linien bestimmt. Ja, es gibt jetzt einen Punkt, an dem sie den Hunger einem faulen Apfel vorziehen. Die Angst ist vorerst besiegt.

Das Nein ist eine Kampfansage. Es ist aber noch keine Antwort, keine kollektive Vision für das Andere, das kommen könnte. Das merkt man auch in der innerlinken Diskussion. Im Diktyo gestern Abend hatten wir zeitweise das Gefühl, einer Diskussion am Vorabend der Revolution beizuwohnen. Es werden nun Antworten gesucht, von denen die sagen: Wir lassen uns unser OXI nicht enteignen, nicht umdeuten. Niemand wartet auf die Antwort der Partei, der Abend nach dem Referendum steht unter dem Zeichen der Diskussionen in den Bewegungen und außerparlamentarischen Organisationen: Was ist unser nächster Schritt? Wie nutzen wir die Stärke und den Rückhalt, den die griechische Gesellschaft im Referendum bewiesen hat? Der mögliche Bruch ist aber – und letztlich wissen das auch die meisten – kein Thema des gewollten Grexits, also der Behauptung einer besseren Alternative, einer Lösung. Der Bruch ist vorerst nur die Versicherung der eigenen Kampfbereitschaft: Trauen wir uns weiter und nehmen wir das Risiko auf uns? Denn es geht nicht allein um die radikale Linke, sondern um einen radikalen gesellschaftlichen Schritt – letztlich aller, oder der allermeisten. Es kann also nur eine Bewegung sein, die sich durch die Zurückweisung der Unterordnung erst Stück für Stück erweisen und konstituieren kann. Der rebellische Exodus soll also nicht hinaus, sondern hineingehen in das europäische Empire, deren Chefetagen die griechische Linksregierung mit einem ausgesprochenen Regime Change zum Sturz bringen wollte. Nein, Syriza wird den europäischen Eliten wohl nicht den Gefallen tun, sich in die kollektive Landkommune, in die forcierte Schattenwirtschaft einer sozialistischen Volksrepublik Griechenland zurückzuziehen und den politischen Sprengstoff des Schuldendiktats, das jetzt in Brüssel auf dem Tisch liegt, in die Gnade einer kommenden Entwicklungshilfe für die notleidende Bevölkerung umzuwidmen und sich damit vollends zur Almosenempfängerin zu degradieren.

Die Alternativlosigkeit ist gebrochen.

Die europäische JA-Kampagne hat für alle weithin sichtbar gemacht, dass das Europa der EU Ausdruck eines Kapital-Parlamentarismus ist, dessen demokratischer Pathos auf einer Lüge beruht: Es sind nur jene Repräsentationen erlaubt, die die Konfiguration nicht verschieben und Syriza will etwas, was in dem Bestehenden nicht möglich ist. »Wer Widerstand leistet, verbessert seine Position nicht, sondern verschlechtert sie.« Das ist die Botschaft, die Berlin und Brüssel nach Europa senden wollen. Sie ertragen nicht, dass der Demos sich seine Stimme zurückerobert hat – und dabei nach links geht. Das Oxi zeigt, wie weit sich die Krise der Repräsentation vertiefen lässt. Griechenland hat jetzt nicht nur eine Linksregierung, sondern ein neues politisches Koordinatensystem. Die zuvor Unsichtbaren und Ausgeschlossenen sind nun die, die durch ihre Präsenz, aber auch durch die Regierung und ihre Repräsentation sprechen. Griechenland bleibt das Laboratorium einer Wende. Hat hier »die große Verweigerung« (Marcuse) begonnen? Es liegt an uns sie zu europäisieren. Egal was morgen in Brüssel passiert. Das Oxi ist größer als jede Regierung.

http://athens.blockupy.org/post/123487696680/es-gibt-keine-loesung-ausser-zu-kaempfen

kuba cuba

Liebe Leser_innen,

und nun der letzte newsletter in diesem Monat:

Junge Tweets für Kuba

Der Kommunistische Jugendverband Kubas ruft in Vorbereitung auf seinen 10. Kongress am heutigen Dienstag zu einem massiven Tweet für Kuba auf

Autor: AIN | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-06-30/junge-tweets-fur-kuba

Kuba und China: Biotechnologische Industrie für das Volk

Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Biotechnologie zwischen Kuba und China seien zu einer Lokomotive der bilateralen Beziehungen geworden und hätten eine gute Zukunftsperspektive, sagte der Präsident von BioCubaFarma während der Eröffnung des 8. Treffens der Gemeinsamen Arbeitsgruppe Biotechnologie Kuba-China

Autor: Iramsy Peraza Forte | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-06-30/kuba-und-china-biotechnologische-industrie-fur-das-volk

Die Cuban Five in Südafrika: Ende ihrer Agenda in der Universität von Limpopo

http://www.miami5.de/informationen/presse-150629.html

Es wird Zeit, die Blockade zu beenden

Unter dieser Maxime begann die XXVI. Karawane Pastoren für den Frieden ihre Reise in Kanada

Autor: Cubasi | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-06-29/es-wird-zeit-die-blockade-zu-beenden

Weitsichtiger Fidel

http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/2015/06/25823/

Letter to next EU-Presidency Luxemburg

Finalized letter to the upcoming new EU-Presidency (Luxemburg) regarding elimination of the „EU Common Position on Cuba“ and for an improvement of fair relations to Cuba.

http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/2015/06/letter-to-next-eu-presidency-luxemburg/

US-Senatoren fordern zügig Botschaft in Kuba

Havanna. Mehrere US-Senatoren haben eine zügige Aufnahme normaler diplomatischer Beziehungen mit Kuba verlangt.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/976029.us-senatoren-fordern-zuegig-botschaft-in-kuba.html

Wie sich Kuba verändert

Von Ellen Haering

http://www.deutschlandradiokultur.de/die-naechste-revolution-wie-sich-kuba-veraendert.1076.de.html?dram:article_id=323848

Berlin: „Tania. Die Ausstellung“

http://cuba-si.org/2015/7/berlin-tania-die-ausstellung

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

kuba cuba

Liebe Leser_innen,

statt zum wochenende gibt es diesmal den neuen Brief zum Wochenanfang.

Kuba sieht deutliche Fortschritte bei Verhandlungen mit der EU

Von Marcel Kunzmann

amerika21

https://amerika21.de/2015/06/123651/kuba-eu-verhandlungen

Kuba betont Wichtigkeit von Solidarität und Bildung für Menschenrechte

Die Erfolge in diesen Bereichen seien ein wichtiges Instrument um den großen Herausforderungen auf diesem Gebiet zu begegnen, sagte der Vertreter Kubas, Pablo Berti, in seiner Rede während der 29. Sitzungsperiode des Rates für Menschenrechte

Autor: Prensa Latina | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2015-06-19/kuba-betont-wichtigkeit-von-solidaritat-und-bildung-fur-menschenrechte

Kuba eröffnet Dutzende öffentliche WLAN-Hotspots

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kuba-eroeffnet-Dutzende-oeffentliche-WLAN-Hotspots-2717253.html

Kuba bekräftigt Solidarität mit „Bürgerrevolution“ in Ecuador

Von Michael Wögerer

amerika21

https://amerika21.de/2015/06/123635/kuba-solidaritaet-ecuador

Revolución energética auf Kuba
Ist Kuba wieder Revolutionsmodell?
Edgar Göll und Dieter Seifried

http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/2015/06/revolucion-energetica-auf-kuba/

Guantánamo – und kein Ende?

Norman Paech

http://www.sopos.org/aufsaetze/54ad12b4c28be/1.phtml

Flucht nach Lateinamerika

Viele Südeuropäer versuchen, der Eurokrise durch Auswanderung zu entfliehen

http://www.neues-deutschland.de/artikel/975180.flucht-nach-lateinamerika.html

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

mumiaplakat3

Hallo,

am 4. Juli 2015 fand vor der US Botschaft in Berlin eine Kundgebung für die Rechte von Gefangenen statt.

Anlass war der sog. Independence Day in den USA.

Hier eine Liste aller uns bis jetzt bekannten Berichte von dieser

Kundgebung:

(Video) „Was bedeutet der 4. Juli für US-amerikanische Gefangene?“

(Kundgebung vor US Botschaft in Berlin)

https://www.youtube.com/watch?v=jc4-N7Hi_Kk

(Fotos)  „Was bedeutet der 4. Juli für US-amerikanische Gefangene?“

(Kundgebung vor US  Botschaft in Berlin)

https://www.flickr.com/photos/uwehiksch/sets/72157655616363812

(Freie Radios) Free Mumia – Free Them ALL! (6.07.2015) Mitschnitt von der FREE MUMIA Kundgebung am 4. Juli („Indenpendence Day“) vor der US Botschaft in Berlin https://www.freie-radios.net/71486

(Freie Radios) Leonard Peltier – indigener kämpfender Gefangener seit 1976 (6.07.2015) Mitschnitt von der FREE MUMIA Kundgebung am 4. Juli („Indenpendence Day“) vor der US Botschaft in Berlin

https://www.freie-radios.net/71481

(Freie Radios) Gefängnisindustrie und Masseninhaftierung – fortwährende Sklaverei in den USA (6.07.2015) Mitschnitt von der FREE MUMIA Kundgebung am 4. Juli („Indenpendence Day“) vor der US Botschaft in Berlin https://www.freie-radios.net/71482

(Freie Radios) Todesstrafe abschaffen – überall! (6.07.2015) Mitschnitt von der FREE MUMIA Kundgebung am 4. Juli („Indenpendence Day“) vor der US Botschaft in Berlin  https://www.freie-radios.net/71480

(Freie Radios) Rassistische Polizeigewalt in den USA und hier (5.07.2015) Mitschnitt von der FREE MUMIA Kundgebung am 4. Juli („Indenpendence Day“) vor der US Botschaft in Berlin

https://www.freie-radios.net/71479

Solidarische Grüße

FREE MUMIA Berlin

Euratom

Seit der Verabschiedung des EURATOM-Vertrags im Jahr 1957 ist die Bundesrepublik Deutschland Mitglied in dem Vertrag. Auch wenn der Deutsche Bundestag den Atomausstieg bis zum Jahr 2022 beschlossen hat, bleibt Deutschland in diesem Uraltvertrag. EURATOM ist die Europäische Gemeinschaft zur Förderung der Atomenergie. Mit hunderte von Millionen Steuergelder finanzieren die Bundesregierung und die Mehrheit im Deutschen Bundestag über EURATOM weiterhin die Atomforschung, den gefährlichen Weiterbetrieb und gegebenenfalls sogar den Neubau von Atomkraftwerken in der EU. Der europaweite Atomausstieg wird dadurch verhindert!

EURATOM-Vertrag als Relikt aus Zeiten absoluter Technikgläubigkeit

In der Präambel des Vertrages steht, dass „die Kernenergie eine unentbehrliche Hilfsquelle für die Entwicklung und Belebung der Wirtschaft und für den friedlichen Fortschritt darstellt“. Weiter wird als Ziel des EURATOM-Vertrags „die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie (…), welche die Energieerzeugung erweitert, die Technik modernisiert“ festgeschrieben.

Der EURATOM-Vertrag ist ein Relikt aus einer Zeit, in der absolute Technikgläubigkeit das Denken der Menschen beherrschte. Die offensichtlichen Gefahren durch die Atomkraft und die weiterhin ungeklärte Atommüllfrage wurden vom Wunsch nach endloser und billiger Energie verdrängt, was zu einer massiven Förderung der Atomkraft führte. Nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima aber wissen wir, wie fatal dieses Denken ist.

Bei der Info-Veranstaltung wollen wir die Inhalte des EURATOM-Vertrags vorstellen, mögliche Alternativen beleuchten und möglichen Widerstand gegen diesen Vertrag diskutieren.

Infoveranstaltung: „Was steckt hinter dem EURATOM-Vertrag?“

Mit: Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands

Mittwoch, 15.07.2015

19.00 Uhr

Versammlungsraum der NaturFreunde, Warschauer Str. 59 a, (2.Stock), 12043 Berlin

Es laden ein:

NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin, Robin Wood Berlin

EndeGelände

In diesem Newsletter könnt ihr lesen, was diesen Sommer im rheinischen Braunkohlerevier passiert und wie ihr euch beteiligen könnt.

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INHALT:

  1. ENDE GELÄNDE STELLT SICH VOR – Da geht was gegen die Braunkohle!
  2. MOBIMATERIAL BESTELLEN – Plakate & Flyer für eure Stadt
  3. INFO- UND MOBIVERANSTALTUNGEN – zu ENDE GELÄNDE und dem rheinische Braunkohlerevier
  4. KLIMACAMP IM RHEINLAND
  5. DEGROWTH SUMMERSCHOOL – Jetzt anmelden
  6. ANDANTE AN DER KANTE – Musikalische Baggerblockade

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  1. „ENDE GELÄNDE“ – BAGGERBLOCKADE IM AUGUST

KOHLEAUSSTIEG IST HANDARBEIT – DIE KAMPAGNE SAGT HALLO

In einer massenhaften Aktion zivilen Ungehorsams werden wir am Wochenende vom 14. bis 16. August 2015 die Bagger im rheinischen Braunkohlerevier blockieren. Dabei handelt es sich um einen Gesetzesübertritt,doch wir begehen ihn in der festen Überzeugung, dass er eine notwendige und legitime Handlung darstellt, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Unser Ziel sind die Bagger in der Grube, aber es wird auch die Möglichkeit geben, auf Demos an der Abbruchkante zu gehen oder sich niedrigschwelliger in die Aktion einzubringen. Informiert euch, beteiligt euch, kommt ins Rheinland!

Wenn ihr bei Anti-Kohleketten oder Energiewendedemos wart, wenn ihr auf den Klimacamps im Rheinland oder in der Lausitz wart:

Jetzt ist es Zeit einen Schritt weiter zu gehen! Bagger stoppen für den Kohleausstieg!

Spread the Word, teilt und liked uns auf facebook und Twitter:

http://www.facebook.com/baggerstoppen   http://www.twitter.com/Ende__Gelaende

Außerdem sind wir auch auf flickr & Instagram

  1. MOBIMATERIAL BESTELLEN

DAMIT VIELE MENSCHEN VON DER AKTION ERFAHREN, MÜSSEN TAUSENDE FLYER, STICKER UND PLAKATE UNTER DIE LEUTE GEBRACHT WERDEN.

IHR KÖNNT UNS DABEI HELFEN!

Bestellt euch euer Mobi-Paket per Mail unter mobi@ende-gelaende.org

Schreibt am besten dazu wie viel ihr von was braucht (deutsche/ englische/ französische Flyer; kleine/große Plakate, Sticker)

und wir schicken euch alles zur Mobilisierung in eure Stadt oder Region zu. Plakatmotiv und Flyer findet ihr hier: http://www.ende-gelaende.org/mobi

  1. INFO- UND MOBIVERANSTALTUNGEN

…ZU ENDE GELÄNDE UND DEM RHEINISCHEN BRAUNKOHLEREVIER

So, 12.07.15 12h, Hambacher Forst, Parkplatz Grillplatz Manheimer Bürge Anmeldung und weitere Infos bei mir unter 0171-8508321 oder per info@zobel-natur.de

Das ist nur der Anfang, weitere Termine sind in Plannung – haltet euch auf dem Laufenden unter: http://www.ende-gelaende.org/termine

Wenn ihr selbst eine Mobiveranstaltung oder ein Aktionstrainings in eurer Stadt organisieren wollt, wendet euch an: veranstaltungen@ende-gelaende.org

Wir können euch mit Referent*innen und Trainern dabei unterstützen.

  1. KLIMACAMP IM RHEINLAND

Und natürlich gibt es dieses Jahr wieder ein Klimacamp vom 7. bis 17. August 2015

Mehr Infos findet ihr unter: http://www.klimacamp-im-rheinland.de

Klimacamps sind das Herz der Bewegung; es sind Orte, an denen wir zusammenkommen, um uns zu vernetzen, gegenseitig zu bilden und um Strategien zu diskutieren. Hier können wir uns auf Aktionen vorbereiten, Feste feiern, Kraft tanken. Dieses Jahr wird das Workshop-Angebot des Camps ergänzt durch zahlreiche Programm-Punkte der Sommerschule, die offen sind für alle Camp-Teilnehmer*innen.

  1. OHNE DEGROWTH KEINE KLIMAGERECHTIGKEIT

…DIE SOMMERSCHULE AM TAGEBAU

Vom 9. bis 14. August findet die Sommerschule „Degrowth konkret: Klimagerechtigkeit“ statt, und zwar auf dem Klimacamp, mitten im rheinischen Braunkohlerevier.

Das Folgeprojekt der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz (Leipzig 2014) setzt sich in vielfältiger Weise mit Wachstumskritik, Klimagerechtigkeit und alternativen Wirtschaftsformen auseinander.

Einen vorläufigen Überblick über das Programm mit Kursen, Keynotes und Podiumsdiskussionen findet ihr unter: http://www.degrowth.de

Anmelden– das ist vor allem wichtig, wenn ihr kontinuierlich in den viertägigen Kursen mitarbeiten wollt- das könnt ihr hier tun: http://www.register.degrowth.org

  1. ANDANTE AN DER KANTE

…MUSIKALISCHE BAGGERBLOCKADE AM RHEINISCHEN BRAUNKOHLETAGEBAU

Miteiner konzertanten Baggerblockade und anschließender musikalischer Nachtwache unterstützt Lebenslaute in diesem Jahr den Widerstand

gegen den Braunkohletagebau im Rheinland.

Die Aktiontage finden vom 19. bis 24. August 2015 statt. Die Ansage: Konkret eingreifen!

Mehr Infos gibt es unter: http://www.lebenslaute.net

   ENDE GELÄNDE! – KLIMA SCHÜTZEN – KOHLEBAGGER STOPPEN!

                JETZT MOBIMATERIAL ZUR AKTION BESTELLEN

                ORGANISIERT MOBIVERANSTALTUNGEN UND AKTIONSTRAININGS

                KALENDER BLOCKEN: ANTI-KOHLE-URLAUB MIT KLIMACAMP, DEGRWOTH SUMMERSCHOOL UND KONZERTBLOCKADE IM AUGUST

DIE KAMPAGNE ENDE GELÄNDE LÄDT EUCH DESHALB EIN:

KOMMT UND BLOCKIERT MIT UNS DIE BAGGER IM RHEINISCHEN BRAUNKOHLEREVIER BEI KÖLN, VOM 14. BIS 16. AUGUST 2015

GEMEINSAM MIT VIELEN, VIELEN MENSCHEN AUS GANZ EUROPA WOLLEN WIR IM AUGUST DIE GRÖẞTE CO2-QUELLE EUROPAS FÜR EINEN TAG LAHMLEGEN

http://www.ende-gelaende.org

http://www.facebook.com/baggerstoppen

http://www.twitter.com/Ende__Gelaende

kuba cuba

Liebe Freund*innen,

und hier wieder ein newsletter.

Für eine Zukunft der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Unter dieser Prämisse findet vom 6. bis 10. Juli in Havanna die 10. Internationale Tagung über Umwelt und Entwicklung statt

Autor: Orfilio Peláez | orfilio@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-06-18/fur-eine-zukunft-der-gerechtigkeit-und-nachhaltigkeit

Einflusskampf um Lateinamerika

Von German Foreign Policy

http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2015/06/einflusskampf-um-lateinamerika/

Behörden in Kuba bestätigen Wahl von 12.589 Delegierten

Von Klaus E. Lehmann

amerika21

https://amerika21.de/2015/06/123550/kommunalwahl-kuba-2015

Der Wind dreht sich

Beziehungen zwischen EU und Kuba: Statt Blockade Dialog und Kooperation

Von Volker Hermsdorf

http://www.jungewelt.de/2015/06-18/012.php

Kuba auf Platz zwei als Reiseziel in der Karibik

Seit Dezember letzten Jahres wuchs das weltweite Interesse an Kuba, ein Zeichen dessen ist die Steigerung der Flugfrequenzen vieler Airlines

Autor: Cubadebate | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-06-17/kuba-auf-platz-zwei-als-reiseziel-in-der-karibik

Kubas Vizepräsident empfängt US-Senatoren, Botschaften vor Eröffnung

Von Marcel Kunzmann

amerika21

https://amerika21.de/2015/06/123613/diaz-canel-us-senat

Raúl empfängt Vizepräsidenten der Zentralen Militärkommission Chinas

Generaloberst Fan Changlong und eine ihn begleitende Delegation statten auf Einladung des Ministeriums der Revolutionären Streitkräfte hin Kuba einen offiziellen Besuch ab

Autor: Granma | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2015-06-16/raul-empfangt-vizeprasidenten-der-zentralen-militarkommission-chinas

Kubas Filmtheater in der Krise

https://cubaheute.wordpress.com/2015/06/14/kubas-filmtheater-in-der-krise/

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:

https://berichteaushavanna.wordpress.com/

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Straßburg/Hamm: 08. Juli 2015
So setzt TTIP Landwirtschaft weiter unter Druck

AbL kritisiert wachsweiche Formulierungen des EU-Parlaments zu TTIP. Kritik von Bauern und Bürgern ignoriert.

Heute hat das EU-Parlament eine Resolution zu dem geplanten Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) abgestimmt. Trotz der starken und anhaltenden Proteste in Deutschland und Europa haben sich die mehrheitsfähigen Parteien wie SPD und CDU doch wieder für die Interessen der Wirtschafts- und Agrarlobby entschieden.

Gertraud Gafus, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), sagt: “Die wenigen Änderungen gegenüber dem ersten Entwurf der Resolution sind Augenwischerei. Denn an dem insbesondere für den Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor verheerenden Instrumenten der Schiedsgerichte und der ,regulatorischen Kooperationen‘ soll festgehalten werden. Mittels Schiedsgerichte, die laut Resolution nur leicht reformiert werden, sollen Konzerne weiterhin Staaten verklagen können, wenn ihnen Regulierungen nicht passen. Mit einer ,regulatorischen Kooperation‘ können alle Standards und auch Risikotechnologien wie die Gentechnik zur Disposition stehen. Das ist ein Affront gegen die immer stärker werdende Bewegung für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft in Deutschland, die von Bauern, Verbrauchern, Tier- und Umweltschützern gemeinsam gestaltet wird.“

„Die ,regulatorische Kooperation‘ hat zum Ziel, Standards anzugleichen. Dass das auf den jeweils niedrigeren Standard hinausläuft, zeigt uns jetzt schon beispielhaft die aktuelle europäische Gentechnikpolitik“, sagt Gertraud Gafus, „mit der der Weg zu einem TTIP-Abkommen etwa für die Gentechnikindustrie jüngst geebnet wurde. Die EU-Kommission hat erst vor wenigen Wochen mehrere Gentechnikpflanzen für den Import zugelassen. Mit der auf EU-Ebene verabschiedeten Opt-Out-Richtlinie ist künftig mit einem Flickenteppich in ganz Europa zu rechnen, der daraus besteht, dass gentechnisch verändertes und nicht gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzgut nebeneinander ausgebracht werden könnte. Wir Bauern und Bäuerinnen und auch alle Bürgerinnen und Bürger brauchen aber einen europaweiten Schutz der gentechnikfreien Lebensmittelerzeugung.“

Für eine bäuerliche Landwirtschaft bringt TTIP keine Chancen, sondern richtet nur Schaden an, in Europa und auch in den USA. Deshalb fordert die AbL von der Politik in Deutschland und Europa, die TTIP-Verhandlungen zu stoppen und das fast fertige Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada (CETA) nicht zu ratifizieren. Die europäische Handelspolitik muss auch unter Einbeziehung der Betroffenen in den armen Ländern dieser Welt entwickelt werden. Gesellschaftliche und bäuerliche Anliegen sind in den Vordergrund zu stellen. Gafus sagt abschließend: „Diese Chance hätten die Europaparlamentarier nutzen können, statt die Industrie mit ihren wachsweichen Formulierungen weiter zu hoffieren.“

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Pressemitteilung vom 8. Juli 2015

TTIP-Resolution des EU-Parlaments ist Kotau vor Großkonzernen

Straßburg/Berlin: Die heute vom Europäischen Parlament beschlossene Resolution zum TTIP-Abkommen ignoriert nach Ansicht von Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Bedenken von Millionen Bürgerinnen und Bürgern in der EU. Jedoch zeige die hohe Zahl von Gegenstimmen, dass es auch innerhalb des EU-Parlaments große Besorgnis über die negativen Auswirkungen des Freihandelsabkommens gebe. Deshalb hoffe der BUND, dass es am Ende doch noch zur Ablehnung von TTIP kommen werde. „Mit dieser Resolution macht das EU-Parlament vor Großkonzernen einen Kotau. Die Chance, der EU-Kommission rote Linien für die TTIP-Verhandlungen aufzuzeigen, wurde erstmal vertan. Damit werden Umwelt-, Verbraucher- und Sozialstandards gefährdet und Demokratie sowie Rechtsstaat ausgehöhlt“, sagte Weiger.

„Obwohl beiderseits des Atlantiks der Widerstand gegen TTIP wächst und Millionen Europäer sich in einer Bürgerinitiative gegen TTIP ausgesprochen haben, wird noch nicht einmal das hoch umstrittene Investor-Staat-Schiedsverfahren ISDS abgelehnt. Stattdessen wird ein fauler Kompromiss als Erfolg verkauft“, kritisierte der BUND-Vorsitzende.

„Der Protest gegen TTIP wird jetzt erst recht weitergehen und in allen EU-Staaten noch zulegen. Dank gebührt all jenen Europa-Abgeordneten, die sich nicht dem Druck gebeugt und klar gegen ISDS und die Resolution gestimmt haben“, sagte Weiger.

Da die Resolution an der Frage des Investor-Staat-Schiedsverfahrens (ISDS) zu scheitern drohte, hatte der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, mit den konservativen Parteien einen Kompromiss dazu ausgehandelt. „Dieser Kompromiss wird der breiten Ablehnung von ISDS in der europäischen Bevölkerung in keiner Weise gerecht“, kritisierte der BUND-TTIP-Experte Ernst-Christoph Stolper.

„Debatte und Abstimmung im Europäischen Parlament haben aber auch gezeigt, dass es den TTIP-Befürwortern immer schwerer fällt, ihre Positionen durchzusetzen. Verfahrenstricks und Formelkompromisse haben den TTIP-Beschluss noch einmal über die Hürde gebracht. Die vom BUND mitinitiierte selbstorganisierte Bürgerinitiative mit ihren rund 500 Unterstützerorganisationen und 2,3 Millionen Unterzeichnern hat EU-weit deutlich gemacht, dass wir uns damit nicht abspeisen lassen“, so der BUND-Experte.

„Zum 10. Oktober 2015 rufen wir zur Großdemonstration gegen TTIP nach Berlin. Zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund und seinen Einzelgewerkschaften, einem breiten Bündnis von Sozial- und Umweltverbänden, dem Deutschen Kulturrat, demokratie- und entwicklungspolitischen Organisationen und vielen anderen wollen wir zeigen: Wir werden immer mehr und wir werden TTIP stoppen“, sagte Stolper.

DGB.svg

Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 061
08.07.2015
http://www.dgb.de

Körzell: TTIP-Entscheidung des EU-Parlaments muss auch für CETA gelten

Als Schritt in die richtige Richtung, dem aber Nachbesserungen beim Investorenschutz folgen müssten, bezeichnete DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell die heutige Entschließung des Europaparlaments zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP. Körzell sagte am Mittwoch in Berlin:

„Gut ist, dass sich das Europaparlament für eine verbindliche Ratifizierung und für die Umsetzung der ILO-Kernarbeitsnormen ausspricht. Dies war und ist eine elementare Forderung der Gewerkschaften. Richtig ist auch, dass für das Nachhaltigkeitskapitel die allgemeinen Streitbeilegungsverfahren gelten sollen. Die in diesem Kapitel enthaltenen Umwelt- und Arbeitnehmerrechte können so durchgesetzt werden, Verstöße sind damit sanktionierbar. Wir erwarten, dass die EU-Kommission dies bei den weiteren Verhandlungen berücksichtigt.

Die Position des Europaparlaments zu Sonderklagerechten von Investoren (ISDS) ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, dem aber weitere folgen müssen. In einem transatlantischen Freihandelsabkommen ist grundsätzlich weder ein paralleles Gerichtssystem, noch ein gesonderter Schutz ausländischer Investoren notwendig. Denn es gibt in den USA und in der EU hochentwickelte Rechtssysteme. TTIP darf kein ISDS, gleich welcher Form, enthalten.

Die heute gesetzten Maßstäbe muss das Europaparlament nun auch an das mit Kanada geschlossene CETA-Abkommen anlegen. Wenn dort nicht nachverhandelt wird, kann dies nur eins bedeuten: ein klares Nein zu CETA! Das wird der DGB zusammen mit vielen anderen Organisationen auch auf der Großdemonstration am 10. Oktober in Berlin deutlich machen.“