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Archiv für die Kategorie ‘Berlin’

Einladung zum Umbenennungsfest der M-Straße 23.08.15

postkolonial lumumba

Liebe Gruppen, liebe Menschen!

[english below]
[francais en bas]

Wie schon im letzten Jahr, wollen wir auch diesmal am Internationalen Tag zur Erinnerung an den Versklavtenhandel und seine Abschaffung
(23.08) auf die kolonialrassistische Bezeichnung der Berliner M-Straße hinweisen und erneut deren Umbenennung fordern!

Dazu laden wir euch alle recht herzlich am 23.08 ab 14.00 ein, mit uns an der Berliner M-Straße (U2) zusammenzukommen. Es wird Musik, Poetry Slam und einiges mehr geben.

Link zum Mobi-Video:
https://www.youtube.com/watch?v=ctWOWHzovkA

Link zur FB-Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/871740159528152/

Mehr Infos unter:
http://www.decolonize-mitte.de <http://www.decolonize-mitte.de>

Wir würden uns freuen, wenn ihr kommt und die Veranstaltung über eure Kanäle bewerbt.

Anbei außerdem der Flyer und Flyertext

Liebe Grüße
AMS – Aktionsgruppe M-Straße

2. Umbenennungsfest für die M-Straße
WIR FORDERN DIE UMBENENNUNG DER „MOHRENSTRAßE“

Am 23. August 2015, dem Internationalen Tag zur Erinnerung an den Handel mit Versklavten und an seine Abschaffung, veranstalten wir in Berlin-Mitte das 2. Fest zur Umbenennung der Berliner “M.-Straße”.

Die Verbände der afrikanischen/Schwarzen Community und solidarische Vereine fordern seit Jahren, dass der Straßenname mit der diskriminierenden Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen verschwindet.
Er geht auf Brandenburg-Preußens totgeschwiegenen Handel mit versklavten Afrikaner_innen um 1700 und auf die Verschleppung minderjähriger Schwarzer zum Dienst am Berliner Hof zurück. Die Bezeichnung ist eng verbunden mit der rassistischen Darstellung Schwarzer Menschen in Europa und Deutschland. Besonders deutlich wird dies in der kolonialnostalgischen Figur des diensteifrigen „Sarotti-M.“, dessen Erfinder ihren ersten Firmensitz in der Straße hatten.

Mit unserem vorweggenommenen Umbenennungsfest setzen wir uns dafür ein, dass die Straße in Zukunft eine Persönlichkeit des afrikanischen Widerstands gegen Kolonialismus und Rassismus – wie zum Beispiel Nelson Mandela oder Anton Wilhelm Amo – ehrt. Die überfällige Umbenennung soll im Stadtraum und im gleichnamigen U-Bahnhof ausführlich erklärt und historisch kontextualisiert werden.

Berlin-Brandenburgs Deportation von fast 20 000 Kindern, Frauen und Männern in die amerikanische Plantagensklaverei sowie die Entführung so genannter „Hof- und Kammer-M.“ nach Berlin dürfen nicht länger verschwiegen werden: Die Beibehaltung des Straßennamens gegen den erklärten Willen der Bezeichneten ist nicht hinnehmbar und setzt die Diskriminierung Schwarzer Menschen fort!

Wir wollen am Internationalen Tag zur Erinnerung an den Versklavtenhandel und seine Abschaffung auch der Schwarzen Revolution von Haiti gedenken, die am 23. August 1791 begann und maßgeblich zur Abschaffung des Versklavungshandels beitrug.

2. Umbenennungsfest für die M-Straße
23. August 2015
14 Uhr
U-Bahnhof „M-Straße“
Veranstalter: Bündnis „Decolonize Mitte“

ENGLISH:

2nd street renaming-festival
WE DEMAND THE RENAMING OF “MOHRENSTRAßE”

Street names as part of our everyday life are an important expression of what is treated as worthy to be remembered and what is not. What is acknowledged as “shared” history and what is not. However, “shared”
history can be exclusive, depending on the perspective and aspects which are made visible and dominant. Furthermore, in some cases colonial-racist terms are being reproduced and/or downplayed – this results in further discrimination against Black people and People of Color!

The best example is the M*street in Berlin-Mitte! The term “Mohr” is the oldest one to discriminate against Black people. It derives partly from the Greek and means “stupid”, “foolish” and “godless”. Originally the term was used for non-Christian North Africans. Already in the 18th century, the term came to have the same pejorative connotations as the N*word. Since then, both terms served to divide people in racist categories and to devalue Black people: It is in this way that they became part of German culture.

To signal our collective rejection of such discriminatory terms, we demand the renaming of this street! Therefore, we will gather on the ‘International Day for the Remembrance of the Slave Trade and its Abolition’. We will gather to commemorate an important moment in the history of the abolishment of slavery: the revolt of enslaved people which began on 23rd August 1791 in Santo Domingo (today`s Haiti). At the beginning of the 18th century, slaves had been quartered in M*street to serve at the court of King Friedrich I. They had been deported from West Africa on his order. We demand a permanent and visual reminder of this history in M*street!

If one function of street names is to honor important personalities, there should be found a positive form of remembering, namely a Black personality, who fought against colonialism and racism. There are many available…

Link to mobilization-clip:
https://www.youtube.com/watch?v=ctWOWHzovkA

Link to facebook-event:
https://www.facebook.com/events/871740159528152/

more information:
http://www.decolonize-mitte.de <http://www.decolonize-mitte.de>

2nd street renaming-festival
23. August 2015
2 pm
U-Bahn station Mohrenstraße
host: alliance „Decolonize Mitte“

FRANCAIS:

Deuxième fête de dénomination
NOUS DEMANDONS LA DENOMINATION DE LA RUE „MOHRENSTRAßE“!

Les noms des rues en tant qu’ils font partie de notre vie quotidienne sont une expression importante de ce qui est manié comme mémorable ou pas (mémorable). Ce qui est reconnu comme histoire „commune“ ou pas. Ce „commun“ n’enferme pas tous les gens, plus que ca: des désignations colonial-racistes restent maintenus, banalisées et des Noirs et People of Color restent discriminés.

Un exemple est celui de la rue M* à Berlin-Mitte! Le mot „maure“ est la plus ancienne appellation exogène pour les hommes*femmes Noirs. Il vient de la langue grecque et signifie „stupide“, „insensé“ et „impie“. A l’origine ce mot existait pour non-chrétien africain*es du Nord. Cela changeait déjà en 18. siècle et l’appellation devenait synonyme du N*-mot raciste. Les deux termes ont servi a la séparation des hommes en groupes par la „idéologie des races“ et à la dévaluation des hommes Noirs. Dans ce contexte ces termes étaient toujours utilisé dans un sens discriminant et comme cela ils s’impliquaient dans la langue allemande.

Nous demandons – comme signe de rejet/refus d’une telle discriminante appellation exogène – une dénomination de cette rue ce qui est depuis longtemps nécessaire! Pour cette raison nous voulons nous rencontrer à la journée internationale pour le souvenir au commerce des esclaves et son abolition, également pour nous rappelons de la révolte des hommes en esclavage qui a commencé le 23 août 1791 à Santo Domingo (Haiti actuel).
Cette révolte a contribué à l’abolition de l’esclavage. En 18ième siècle des esclaves qui ont travaillés à la Cour du roi Friedrich Wilhelm le premier, vivaient dans la rue M*. A son appel ils étaient déportés de l’Afrique de l’ouest. Nous demandons une visibilité durante de cette histoire!

Puisque des noms de rues servent à l’hommage des personnalités distingués, il va falloir un souvenir positiv à une personnalité Noire ou PoC qui se mobilisait contre le colonialisme et le racisme.
Nombreuses sont qualifiés…

lien pour la vidéo mobilisation:
https://www.youtube.com/watch?v=ctWOWHzovkA

line pour facebook:
https://www.facebook.com/events/871740159528152/

plus des information:
http://www.decolonize-mitte.de <http://www.decolonize-mitte.de>

Deuxième fête de dénomination
23. August 2015
14 heurs
gare de métro Mohrenstraße
organisateur: entente „Decolonize Mitte“

Bürgerinitiativen reichten Beschwerde bei der Europäischen Komission wegen Wettbewerbsverzerrung durch weitere Beihilfen für den BER ein

Gemeinsame Presseerklärung

Flugafen BER
Im Auftrage und mit Unterstützung der in den Bürgerbündnissen ABB, BVBB e.V. und BüSo organisierten Fluglärmbetroffenen rund um den BER in Schönefeld haben die Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI) und der Bürgerverein Brandenburg Berlin e.V. (BVBB e.V.) die Kanzlei Baumann mit der Erarbeitung einer Beschwerde wegen Wettbewerbsverzerrung bei der Europäischen Kommission beauftragt.
Diese Beschwerde wurde am 5. August 2015 bei der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission durch die Kanzlei Baumann eingereicht.

Die Bürger sind der Ansicht, dass die im Frühjahr 2015 angezeigten Zuwendungen der Gesellschafter für Bau und Erweiterung des BER in Höhe von weiteren 2,6 Mrd. Euro (1,2 Mrd. EUR wurden bereits im Jahre 2012 gewährt) einen massiven Verstoß gegen das Europäische Wettbewerbssystem darstellen, das den Wettbewerb innerhalb des Binnenmarktes vor Verfälschungen schützen soll.

Es ist bisher kein Beispiel bekannt, dass der Bau eines europäischen Flughafens mit mehr als 50 % der Investitionssumme nur durch staatliche Beihilfen ermöglicht wurde.

Erschwerend kommt hinzu, dass bereits bei Bereitstellung der Mittel durch renommierte Gutachter nachgewiesen wurde, dass weder eine Rendite auf das bereitgestellte Kapital zu erwarten ist, noch die Flughafengesellschaft durch eigene wirtschaftliche Tätigkeit in absehbarem Zeitraum in der Lage sein wird, den Kapitaldienst auf die aufgenommenen Darlehen zu leisten, geschweige die Darlehen zu tilgen.

Die Gesellschafter der Flughafengesellschaft – der Bund, Berlin und Brandenburg – begründen ihre Großzügigkeit des Umgangs mit Steuergeldern, die faktisch an Untreue grenzt, mit der rechnerisch nicht nachvollziehbaren Behauptung „wie ein marktwirtschaftlich denkender Kapitalgeber“ zu handeln.

Bisher war jedoch kein privater Investor bereit, in dieser wirtschaftlichen Situation der Flughafengesellschaft eine Kapitalspritze von 2,6 Mrd. EUR zu gewähren und damit die sichere Vernichtung seines Geldes zu riskieren.

Die Bürger sind der Meinung, dass man angesichts der heutigen Prognosen über die weitere Entwicklung des Flugverkehrs in einen Flughafen an einem geeigneten Standort investieren muss, der erweiterungsfähig ist und dessen zwangsläufige Belastungen für Menschen und Umwelt angemessen kompensiert werden können, anstatt

1,2 Millionen Menschen zu verlärmen, zu vergiften, ihr Leben und ihre Gesundheit zu bedrohen, sie de facto zu zwangsenteignen,
einzigartige Seen- und Waldgebiete, die Erholungsflächen und Lebensadern an Trinkwasser und Frischluft für Berlin sind, zu vernichten,
verantwortungslos Milliarden öffentlicher Gelder für Fehlplanung und Großmannssucht zu vergeuden und
das Entwicklungspotential für dringend benötigten Wohnraum einer prosperierenden Stadt ohne Not massiv einzuschränken.
Die Bauruine BER kann wirtschaftlich sinnvoll nachgenutzt werden. Private Investoren stehen dafür ebenso bereit, wie für den Bau eines Großflughafens für die Hauptstadtregion an einem geeigneten Standort.

Aktionsbündnis Berlin-Brandenburg (ABB)
Bürgerverein Brandenburg-Berlin e.V.
Bündnis SüdOst gegen Fluglärm (BüSo)
Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI)

Treffen des Marxistisches Forum am 21.08.2015

marx

Liebe Genossinnen und Genossen,

heute wollen wir Euch zum nächsten Treffen des Marxistischen Forums einladen.

Wir treffen uns:

Freitag, 21.08.2015

Berlin, Karl-Liebknecht-Haus, Raum 1, 15.00 Uhr

Thema: Wohin geht DIE LINKE? Ergebnisse und Analyse der Situation nach dem Parteitag.

Einführung: Martin Hantke

Über Eure Teilnahme freuen wir uns.

Mit sozialistischen Grüßen.

Sprecherkreis des MF

Gerichtsprozess wegen Nachtzug-Aktion im Dezember – Dienstag, 18.8., 13.40 Uhr

Bahn für alle

Am 11. Dezember letzten Jahres fand im Berliner Hauptbahnhof eine Protestaktion vom Bündnis Bahn für Alle und Robin Wood statt. Anlass war die endgültige Einstellung der Nachtzüge der Deutschen Bahn AG.

Dabei seilten sich zwei Kletterer von Robin Wood mit einem Transparent im Bahnhofsgebäude ab.

Wegen dieser Aktion steht nun ein Robin Wood-Aktivist am kommenden Dienstag vor Gericht. Ihm wird Hausfriedensbruch vorgeworfen, weswegen er 800 Euro Strafe zahlen soll.

Der Prozess ist öffentlich. Kommt vorbei und zeigt eure Solidarität mit dem Angeklagten und euer Interesse an einer Bahn für alle.

Ort und Zeit:
Dienstag, 18. August 2015
13.40 Uhr
Amtsgericht Tiergarten, Turmstr. 91, 10559 Berlin
Raum 370

Macht mit! Unterstützt die Großdemonstration „TTIP & CETA STOPPEN!“ am 10. Oktober 2015 in Berlin

„TTIP & CETA STOPPEN! – Für einen gerechten Welthandel!“
Bundesweite Großdemonstration | Samstag, 10. Oktober | 12 Uhr | Berlin/HBF
www.ttip-demo.de

„TTIP & CETA STOPPEN! – Für einen gerechten Welthandel!“
Bundesweite Großdemonstration | Samstag, 10. Oktober | 12 Uhr | Berlin/HBF
www.ttip-demo.de

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Liebe Unterstützer/innen der TTIP-Demo, liebe Interessierte,

am 10. Oktober möchten wir in Berlin gemeinsam mit Ihnen auf die Straße gehen und gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP & CETA demonstrieren! Die Vorbereitungen zu dieser Großdemonstration haben Fahrt aufgenommen. Ein in seiner Breite einmaliges zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 30 Verbänden fordert einen Stopp der Verhandlungen zum umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der Europäischen Union sowie die Nicht-Ratifizierung von CETA, dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada.

„TTIP & CETA STOPPEN! – Für einen gerechten Welthandel!“
Bundesweite Großdemonstration | 10. Oktober 2015 | 12 Uhr | Berlin/Hbf
Wir wollen mit vielen zehntausend Menschen im Berliner Regierungsviertel ein unübersehbares Zeichen setzen. Die Organisation einer so großen Demonstration ist ein Kraftakt. Nur zusammen mit vielen Menschen, die unterstützen und aktiv werden, wird der 10. Oktober ein Riesenerfolg!

Machen Sie mit!

1) Bewerben Sie die Demo online – unterschreiben Sie den Demo-Aufruf!
Nutzen Sie Ihre Sozialen Netzwerke im Internet, ob Facebook, Twitter oder fast schon klassisch per E-Mail – auf unserer Webseite finden Sie Beispieltexte, Grafiken und Webbanner. Vernetzen Sie sich mit uns auf Facebook & Twitter und trommeln Sie kräftig für die Demo mit. Der Aufruf zur Großdemonstration kann online unterschrieben werden – Organisationen, die den Aufruf unterzeichnen möchten, wenden sich bitte per E-Mail an das Demo-Büro.
Mitmachen: http://ttip-demo.de/mitmachen/

2) Organisieren Sie einen Bus – nutzen Sie unsere Mitfahrbörse!
Die Königsdisziplin bei der Mobilisierung ist, einen Bus zu organisieren. Auf unserer Webseite finden Sie dafür eine ausführliche Anleitung, unseren Busleitfaden. Zudem helfen Ihnen gerne unser Ansprechpartner/innen für die Busmobilisierung (anreise@ttip-demo.de) Näheres finden Sie auf unserer Webseite unter „Anreise“. Dort finden Sie auch die Mitfahrbörse, natürlich auch für Auto- und Fahrradfahrer/innen.
Mitfahrbörse nutzen: http://ttip-demo.de/anreise/

3) Poster & Flyer bestellen – setzen Sie ein, zwei, viele Ausrufezeichen!
Mobilisierungsmaterial mit unserem markanten Ausrufezeichen kann kostenfrei auf der Webseite der TTIP-Demo bestellt werden.
Poster & Flyer bestellen: http://ttip-demo.de/mitmachen/flyer-plakate/

4) Jede Spende stärkt den Protest!
Die Organisation einer Großdemonstration, der Druck von tausenden Flyern und Plakaten sowie Bühne und Technik kosten viel Geld. Noch haben wir nicht alle anstehenden Aufgaben finanziert. Bitte unterstützen Sie den Protest gegen TTIP & CETA auch mit einer Spende.
Online spenden: http://ttip-demo.de/spenden/

Spendenkonto:
Empfänger: Naturfreunde Berlin e.V.
Bank: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE65 1002 0500 0003 2157 01
BIC: BFSWDE33BER
Verwendungszweck: TTIP Demo

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Demo-Büro.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Samstag, 1. August: Rechtsextremistische Kundgebungstour in Berlin gegen „Asylbetrug“

antifa antira

Liebe Freundinnen und Freunde,

unter dem Motto „Asylbetrug macht uns arm – Schluss mit dem Betrug“ haben nach Recherchen der Mobilen Beratung gegen Rechts mbr Rechtsextreme für Morgen, Samstag, den 01. August 2015 folgende Kundgebungen mit ca. 10 Teilnehmenden angemeldet:

REINICKENDORF
10.00 – 11.00 Uhr, Oranienburger Straße / Eichborndamm (nahe S/U-Bhf Wittenau)

CHARLOTTENBURG
11.30 – 12.30 Uhr, Otto-Suhr-Allee/Luisenplatz (nahe U-Bhf Richard-Wagner-Platz)

SPANDAU
13.00 – 14.00 Uhr, Carl-Schurz-Str./Mauerstraße (nahe U-Bhf. Rathaus Spandau)

STEGLITZ
14.45 – 15.45 Uhr, Schloßstraße/Grunewaldstraße (nahe U-Bhf. Rathaus Steglitz)

Es wäre super, wenn sich an jeder Station Gegenproteste formieren würden! Das Netzwerk Willkommen in Reinickendorf hat bereits eine Gegenkundgebung angemeldet: Samstag, 01. Juli 2015, 10 – 11 Uhr in Wittenau (Nordb.) Eichborndamm Ecke Oranienburger Straße.

Infos zu Gegenprotesten veröffentlicht „Berlin gegen Nazis“:

https://www.facebook.com/pages/Berlin-gegen-Nazis/707414382638804

blockupy: Einladung zum AKTIVEN- UND BÜNDNISTREFFEN in Berlin

blockupy berlin
Sonntag, 13. September 2015, 11:30 bis 17:00 Uhr,
im Mehringhof, Gneisenaustr. 2A (2. Innenhof), Berlin-Kreuzberg
(Anfahrt: U7 oder U6 bis Mehringdamm, http://www.mehringhof.de/)

Liebe neue und alte Blockupy-Aktivist_innen,
Liebe Vertreter_innen der Blockupy‐Bündnisorganisationen,
Liebe Interessierte,

in den letzten Monaten haben sich die Ereignisse überschlagen – Bewegungen sind aufgestanden, während die politische Eliten, die neoliberalen Kräfte, ihre ganze Macht demonstrierten. Wir versuchen, gemeinsam mit vielen gegenzuhalten, wo es geht. Wir haben gezeigt, dass es auch in Deutschland ein anderes Gesicht gibt. Bei unzähligen Demonstrationen und Aktionen haben wir unser OXI! gegen ihre Politik der Erpressung und Verarmung, des Nationalismus und der rassistischen Abschiebung gestellt.

Wir waren in Griechenland und wissen, die Niederlage am 13.7. ist unserer aller Niederlage, besonders auch von uns, den linken Bewegungen in Deutschland. Heute ist klarer denn je: Für ein ganz anderes Europa der „Solidarity beyond borders“ brauchen wir eine europäische Antwort von unten. Wir brauchen eine Vervielfältigung des griechischen OXI in ein europäisches OXI – an alle Wände, in alle Straßen, in all den vielen Auseinandersetzungen: Wir sagen Nein! Wir stehen auf, gehen neue Schritte für starke, gemeinsame, vermittelbare Aktionen – in Deutschland und Europa. Wir wollen die kommenden Wochen nutzen, um unsere Kräfte zu sammeln und dann gebündelt und offensiv in den Herbst und in die Planung für Blockupy-Aktionen im Frühjahr 2016 zu starten. Im Mai, beim Aktiventreffen in Berlin, und im Juli, beim europaweiten Treffen in Padua, haben wir verabredet: Wir gehen im Oktober nach Brüssel und im Frühjahr nach Berlin. Die Auseinandersetzung über die Zukunft Europas ist nicht vorbei, sie geht in die nächste Runde.

Der EU Gipfel in Brüssel soll der nächste kämpferische, grenzübergreifende Moment unseres gemeinsamen Widerstands und Protest sein. Blockupy ist Teil der Mobi zu den Aktionstagen „Oxi! Basta! Enough! Build another Europe!“ am 15. bis 17. Oktober in Brüssel, mit Ankunft des „March for Dignity“, Umzingelung des EU-Gipfels, Versammlungen von unten und einem gut sichtbarem Block in der internationalen Demo. Und Berlin im Frühjahr wird der Ort sein, gemeinsam mit vielen gegen die Politik der deutschen Bundesregierung und der europäischen Eliten, gegen das Projekt des „deutschen Europas“ zu protestieren: gemeinsam mit europaweiten Netzwerken. Und zusammen mit vielen Gruppen, die auch hier gegen die Folgen der Verarmungspolitik kämpfen, gegen Gentrifizierung, ausbeutende Arbeit und Abschiebung, Prekarisierung von Care-Arbeit und vieles mehr.

Darüber hinaus: Wie sieht unsere konkrete Agenda für die nächsten Monate bis 2016 aus? Wie sehen unsere Zwischenetappen aus? Wie koordinieren wir unsere OXI- und OXIspd-Aktionen? Welche Öffentlichkeitsarbeit brauchen wir? Wichtige Entscheidungen, wie wir das alles zusammen umsetzen, stehen für das Aktiventreffen an.

Wir melden uns nochmal Ende August mit unserem Vorschlag für eine Tagesordnung.

Wir freuen uns auf alle Erfahrungen und unsere Beratungen. Kommt zahlreich! Und bis dahin eine schöne Sommerpause!

Blockupy Koordinierungskreis
30. Juli 2015


Infos und Kontakt: https://blockupy.org, kontakt@blockupy.org
Blockupy Newsletter abonnieren: https://blockupy.org/kontakt/newsletter/
Blockupy braucht Spenden: https://blockupy.org/spenden/

Flüchtlingsrat Berlin e.V.: Rechtsbruch bei der Asylaufnahme beenden – Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen und versorgen!

Flüchtlingsrat BER

Offener Brief des Flüchtlingsrats Berlin an den Regierenden Bürgermeister

Der Regierende Bürgermeister von Berlin
Senatskanzlei
Jüdenstr. 1
10178 Berlin
Flüchtlingsrat Berlin e.V.
www.fluechtlingsrat-berlin.de

Berlin, 28. Juli 2015

Rechtsbruch bei der Asylaufnahme beenden – Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen und versorgen!
Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister,

die Verletzung des Asylrechts durch Berliner Behörden hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Neu ankommende Asylsuchende werden entgegen der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften von der Zentralen Asylaufnahmestelle ZAA des Landesamtes für Gesundheit und Soziales LAGeSo obdachlos gelassen und erhalten willkürlich geminderte Sozialleistungen und frei erfundene Identitätspapiere. Die Asylsuchenden und ihre bei der ZAA gestellten Asylgesuche werden über viele Wochen hinweg nicht zur förmlichen Einleitung des Asylverfahrens an das zuständige Asylbundesamt BAMF weitergeleitet.

Der Flüchtlingsrat Berlin hat diese Probleme wiederholt gegenüber der Senatssozialverwaltung, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales und der Öffentlichkeit thematisiert und die Aufstockung der vorhandenen Ressourcen (Räume und Personal) gefordert. Wir wenden uns jetzt mit der dringenden Bitte an Sie, diese katastrophalen Zustände umgehend zu beenden und sicherzustellen, dass Berlin seiner Aufgabe der menschenwürdigen Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden und der unverzüglichen Einleitung der Asylprüfung in vollem Umfang nachkommt.
Asylsuchende werden in die Obdachlosigkeit geschickt

Jeden Tag erreichen den Flüchtlingsrat Nachrichten wie diese:

  • Eine allein reisende Frau aus Afghanistan erhält bei der ersten Vorsprache bei der Zentralen Asylaufnahmestelle beim LAGeSo statt eines Platzes in einem Wohnheim einen Blanko-Gutschein für die Übernachtung in einem Hostel nach Wahl. Unterstützung bei der Unterkunftssuche bietet die ZAA nicht. Weil kein Hostel bereit ist sie aufzunehmen, ist die Frau gezwungen, tagelang im Park zu schlafen.
  • Eine syrische Frau und ihre drei minderjährigen Kinder müssen mangels Alternative mehrere Tage im Freien schlafen. Ihren Gutschein konnten sie nirgendwo einlösen. Die Plätze seien saisonbedingt ausgebucht, außerdem nehme man wegen der schlechten Zahlungsmoral des LAGeSo keine Flüchtlinge mehr auf – so die Begründung dutzender auch mit Hilfe von UnterstützerInnen angefragter Hostels. Erst nachdem mit Hilfe einer Beratungsstelle ein Eilantrag beim Sozialgericht gestellt wird, bietet das LAGeSo der Familie einen Platz in einem Erstaufnahmewohnheim für Asylsuchende an.
  • Ein Asylsuchender aus Syrien, der stationär im Krankenhaus behandelt werden musste, soll entlassen werden. Der Mann hat von der ZAA jedoch nur einen Gutschein für ein Hostel erhalten. Der Sozialdienst des Krankenhauses telefoniert über 20 Hostels ab, kann für den Mann aber keine Unterkunft finden.

Nach Auskunft des LAGeSo werden von den derzeit etwa 15.000 in Sammelunterkünften untergebrachten Asylsuchenden 1.800 Asylsuchende in Hostels untergebracht. Davon wurden etwa 600 in „Vertragshostels“ des LAGeSo eingewiesen. 1.200 Asylsuchende haben lediglich Blankogutscheine für ein Hostel nach Wahl ohne Nachweis eines freien Platzes und einer konkreten Adresse erhalten. Aufgrund unserer Erfahrungen gehen wir davon aus, dass die Mehrzahl der betroffenen Flüchtlinge im Ergebnis obdachlos bleibt. Trotz intensivster Unterstützung von Sozialarbeiter*innen und Ehrenamtlichen gelingt es ihnen nicht, eine Unterkunft zu finden.

Mit der fehlenden Zuweisung einer konkreten Unterkunft für neu in Berlin ankommende Asylsuchende verstößt das LAGeSo gegen das Asylverfahrensgesetz, das zwingend die Unterbringung in einer Erstaufnahmeeinrichtung vorsieht. Das obdachlos Aussetzen Asylsuchender verstößt zudem gegen das Polizeirecht (ASOG), die Menschenwürde und das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum nach Artikel 1 und 20 Grundgesetz. Es ist zu begrüßen, dass Berlin im April 2015 die unwürdige Unterbringung in Turnhallen beendet hat. Zeitgleich ist jedoch die Zahl der in Hostels „untergebrachten“ Asylsuchenden von 500 auf 1.800 gestiegen. Die Menschen nur noch auf dem Papier mit einer Unterkunft zu versorgen und sie mit de fakto wertlosen Hostelgutscheinen in die Obdachlosigkeit zu schicken, kann keine Lösung sein. Jedem/jeder Asylsuchenden muss eine real verfügbare, freie Unterkunft nachgewiesen werden!

Dabei sind die Wohnverhältnisse in vielen Hostels höchst prekär. Asylsuchende sind oft auf engstem Raum untergebracht, eine Sozialbetreuung fehlt. Die Hostelunterbringung darf nicht dazu führen, dass sämtliche Qualitätsstandards unterlaufen werden. Mindestens muss eine regelmäßige mobile Sozialbetreuung etwa durch einen Wohlfahrtsverband sichergestellt werden.

Willkürliche Kürzung der Sozialleistungen – Verstoß gegen die Menschenwürde

Seit kurzem gibt die ZAA Asylsuchenden bei ihrer ersten Vorsprache außer dem Gutschein für ein Hostel „nach Wahl“ nur einen rechtswidrig auf 6 Euro pro Tag/Person geminderten Pauschbetrag als Bedarf nach § 3 Abs 1 und 2 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) für Ernährung, Kleidung, Gesundheitspflege und persönliche Bedarfe aus. (vgl. Muster Identitätspapier mit Leistungsbescheid und Hostelgutschein in der Anlage). Dabei steht Asylsuchenden, die nicht in einer Erstaufnahmestelle mit Vollverpflegung usw. versorgt werden, nach dem AsylbLG die doppelte Leistungshöhe zu, und zwar ein Regelbedarfssatz von 359 Euro/Monat.

Über Wochen hinweg müssen die Asylsuchenden auf der Straße leben und mit einem Betrag weit unterhalb des Existenzminimums auskommen. Da in vielen Hostels und in jedem Fall auf der Straße weder Küchen noch Kühlschränke zur Selbstversorgung zur Verfügung stehen, ist der tatsächliche Bedarf etwa für eine Versorgung am Imbiss außerdem höher und nicht niedriger als in einer Gemeinschaftsunterkunft.

Die Kürzungspraxis der ZAA ist klar verfassungswidrig. Ebenso wie das Obdachlos-Aussetzen gegen das Asylverfahrensgesetz verstößt, verstoßen auch die willkürlich festgesetzten Sozialleistungssätze gegen die einschlägigen bundesgesetzlichen Maßgaben. Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil vom 18.07.2012 zum menschenwürdigen Existenzminimum für Asylsuchende nach dem Asylbewerberleistungsgesetz entschieden: Das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum nach Artikel 1 und 20 Grundgesetz gilt für Deutsche und Ausländer gleichermaßen. Die Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht relativierbar.

Gegen das Asylverfahrensgesetz verstößt, verstoßen auch die willkürlich festgesetzten Sozialleistungssätze gegen die einschlägigen bundesgesetzlichen Maßgaben.Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil vom 18.07.2012 zum menschenwürdigen Existenzminimum für Asylsuchende nach dem Asylbewerberleistungsgesetz entschieden: Das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum nach Artikel 1 und 20 Grundgesetz gilt für Deutsche und Ausländer gleichermaßen. Die Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht relativierbar.

Verschleppen der Asylverfahren durch das LAGeSo

Die ZAA als zuständige Aufnahmeeinrichtung für in Berlin neu eintreffende Asylsuchende muss die Geflüchteten nach dem Asylverfahrensgesetz unverzüglich zur förmlichen Asylantragstellung an die Berliner Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Spandau weiterleiten. Derzeit erhalten die Asylsuchenden von der ZAA jedoch erst in 4 bis 6 Wochen einen Termin beim BAMF. Die Asylverfahrensdauer wird so zum Nachteil der Geflüchteten in die Länge gezogen.

Für die Übergangszeit stellt die ZAA anstelle des hierfür bundesweit vorgesehenen Formulars „Bescheinigung über die Meldung als Asylantragsteller – BÜMA“ mit Laufzettel zur Asylantragstellung beim BAMF selbst erfundene Ausweispapiere mit dem Titel „Bescheinigung gilt als Identitätsnachweis – bitte nicht abnehmen!“ ohne BAMF-Termin aus (vgl. Muster Identitätspapier mit Leistungsbescheid und Hostelgutschein in der Anlage).

Verweigerte Unterbringung anerkannter Flüchtlinge durch die Bezirksämter

Mit Sorge beobachtet der Flüchtlingsrat, dass auch die für die Unterbringung anerkannter Flüchtlinge zuständigen Bezirkssozialämter (Abteilung „Soziale Wohnhilfe“) teilweise dazu übergehen, Geflüchtete per Gutschein für ein „Hostel nach Wahl“ obdachlos auszusetzen. Auch die Gutscheine der Bezirke werden bei den Hostelbetreibern in der Regel nicht mehr akzeptiert. Betroffen sind Flüchtlinge mit anerkanntem Flüchtlingsschutz sowie wie die zu ihnen z.B. aus Syrien nachziehenden schutzberechtigten Familienangehörigen. –
Sehr geehrte Herr Müller,
die anhaltenden Fluchtbewegungen stellen die zuständigen Behörden in Berlin vor große Herausforderungen. Doch die beschrieben Zustände sind nicht zu rechtfertigen – sie sind eine Schande für unsere Stadt. Alle mit der Aufnahme Asylsuchender und anerkannter Flüchtlinge befassten Institutionen in Berlin – LAGeSo, Ausländerbehörde, Asylbundesamt, Bezirksämter, Jobcenter, aber auch Schulen und Kitas – benötigen wesentlich mehr Ressourcen, um dieser Aufgabe gerecht werden zu können. Aus unserer Sicht erfordert die gegenwärtige Situation ein entschiedenes gemeinsames Handeln aller Senatsverwaltungen. Es liegt in Ihrer Hand als Regierender Bürgermeister, eine menschenwürdige, rechtskonforme Asylaufnahme sicherzustellen und die gravierenden behördlichen Rechtsverstöße bei der Unterbringung und Versorgung Geflüchteter zu beenden. Erklären Sie das Thema zur Chefsache.

Mit freundlichen Grüßen
Monika Bergen und Jens-Uwe Thomas (Vorstandsmitglieder des Flüchtlingsrats Berlin e.V

Friedrichshagener Bürgerinitiative: Sonntag, 2.8.2015, um 16 Uhr Demo am Flughafen Schönefeld

P R E S S E M I TT E I L U N G
Berlin-Friedrichshagen, 28.7.2015

FBI Flughafen

Sonntag, 2.8.2015, um 16 Uhr Demo am Flughafen Schönefeld
TOUR de Natur 2015: aktiv – umweltbewegt – unaufhaltsam
=> 15 Tage mit dem Fahrrad für eine nachhaltige Umweltpolitik und Lebensweise – erstmals auch mit dem Thema Luftverkehr
Am 25. Juli ist es wieder soweit – ca. 120 Umweltschützer werden in diesem Jahr die Tour de Natur in Braunschweig beginnen. Die Fahrradtour endet nach 15 Tagen und 634 km in der Lausitz in Groß Gastroe (nahe Cottbus). Geradelt wird mit Kind und Kegel für eine nachhaltige, klimafreundliche Umweltpolitik und Lebensweise. Die Tour findet als „Mitmachtour“ jährlich seit 2006 statt.

Erstmalig wird in diesem Jahr auch die Flugverkehrspolitik im Allgemeinen und im Besonderen am exemplarischen Beispiel BER thematisiert werden. Wenn richtigerweiser erkannt wird, dass der Standort des BER ein „Geburtsfehler“ (Müller, reg. BM Berlin) ist, dann darf Politik sich nicht gleichzeitig „Denkpausen“ (Müller, reg. BM Berlin) verordnen, wenn es um nachhaltige Verkehrspolitik und -entwicklung geht.

Auf der Etappe Potsdam-Schulzendorf werden sich Aktivisten der Berlin-Brandenburger Bürgerbündnisse gegen Fluglärm (ABB, Bündnis Südost und BVBB) der Tour de Natur anschließen. Zwischenhalte gibt es am alten Sxf-Terminal in Schönefeld und am neuen Terminal des BER:

Programm, Sonntag, 2.8.2015:

16.00-17.00 Uhr Kundgebung (Inhouse-Demo) im Terminal des Flughafen Schönefeld (alt) zu den Folgen des Flugverkehrs, Thema Klimaschutz und Lärm, Gastredner: Prof. Dr. Hans Behrbohm, HNO-Arzt
anschließend: Gemeinsamer Demozug zum Terminal BER (neu)
17.45 – 18.15 Uhr: Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz direkt am neuen Terminal gegen die Verschwendung von Steuergeldern für unsinnige Großprojekte
Die Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI) unterstützt die Veranstaltung der Tour de Natur organisatorisch und durch die Teilnahme von Mitgliedern.

Die FBI setzt sich für eine Begrenzung der Kurzstreckenflüge zu Gunsten der Bahn und für den Betrieb von Flugdrehkreuzen außerhalb dicht bewohnter Gebiete und ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr für bestehende, metropolennahe Flughäfen ein. Darüberhinaus fordert sie die Neuerrichtung eines freifinanzierten und konkurrenzfähigen neuen Flughafens an einer großflughafentauglichen Stelle und eine Nachnutzung des jetzigen BER–Areals in Schönefeld zum Wohle der Berliner und Brandenburger Bürger. Die FBI führt seit 2011 jeden Montag eine Protest-Mahnwache auf dem Marktplatz in Friedrichshagen durch. Die 214. Mahnwache findet am 03. Aug. 2015 statt.

Sprecherrat Friedrichshagener Bürgerinitiative

Flüchtlingsrat Berlin: Rechtsbruch bei der Asylaufnahme beenden – Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen und versorgen!

Pressemitteilung des Flüchtlingsrats Berlin am 28. Juli 2015
Flüchtlingsrat BER

Offener Brief des Flüchtlingsrats Berlin an den Regierenden Bürgermeister
Berlin kommt seiner gesetzlichen Aufgabe zur Unterbringung und Versorgung neu in Berlin eintreffender Asylsuchender nicht mehr nach. Geflüchtete werden obdachlos gelassen und erhalten nicht einmal das Existenzminimum. Der Flüchtlingsrat wendet sich angesichts dieser katastrophalen Zustände in einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin und fordert: Flüchtlinge menschenwürdig aufnehmen, behördlichen Rechtsbruch beenden (siehe Anhang).

Hintergrund:

Von derzeit 1.800 laut LAGeSo in Hostels untergebrachten Asylsuchenden haben nur 600 von der zentralen Aufnahmestelle (ZAA) auch einen real existierenden Hostelplatz nachgewiesen bekommen. Der Rest wurde und wird gnadenlos in die Obdachlosigkeit geschickt. Das ist rechtswidrig nach Polizeirecht (ASOG), rechtswidrig nach Asylverfahrensgesetz, und rechtswidrig als Verstoß gegen Artikel 1 Grundgesetz (Menschenwürde) und Artikel 20 Grundgesetz (Sozialstaatsprinzip).

Neu in Berlin eintreffende Asylsuchende werden von der Zentralen Asylaufnahmestelle aufgefordert, sich mit dem LAGeSo-Gutschein selbst ein Hostel suchen, die Behörde hilft ihnen dabei nicht. Die Hostels sind jedoch saisonbedingt voll und akzeptieren auch keine LAGeSo-Gutscheine mehr, weil sie erfahrungsgemäß sehr lange auf das Geld vom Land Berlin warten. Im vom Senat beauftragten „Wirtschaftsprüferbericht“ wurde kürzlich festgestellt, dass im LAGeSo 4.000 nicht bezahlte Hostelrechnungen liegen. Selbst mit intensivster Hilfe von UnterstützerInnen und SozialarbeiterInnen finden Geflüchtete derzeit in Berlin keine aufnahmebereiten Hostels mehr.

Neu ankommende Asylsuchende z.B. aus Syrien müssen im Tiergarten oder am Hauptbahnhof schlafen. Zusätzlich kürzt das LAGeSo den obdachlos gelassenen Asylsuchenden neuerdings auch noch rechtswidrig die Sozialhilfe. Sie erhalten lediglich Blanko-Hostelgutscheine als virtuelle Unterbringung und für das Überleben auf der Straße nur einen rechtswidrig um 50 Prozent gekürzten Regelbedarfssatz von 6 Euro/Person/Tag.

Flüchtlingsrat Berlin