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Beiträge mit Schlagwort ‘Corona’

Migrantische Familien besonders von der Corona-Krise betroffen!

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Antidiskriminierung und Antirassismus in Zeiten von Corona

Nicht-weiße Menschen und Menschen, die als “Migrant_innen” markiert oder wahrgenommen werden, sind von der Corona Pandemie in besonderer Weise betroffen, denn sie erleben in Deutschland strukturellen, institutionellen und alltäglichen Rassismus. Dies bedeutet, dass Menschen mit Rassismuserfahrungen, oft auch “Menschen mit Migrationshintergrund” genannt, öfter prekär und / oder in Armut leben.

  • Migrant_innen sind in Deutschland überdurchschnittlich in schlechter bezahlten Tätigkeiten beschäftigt und erhalten auch im Durchschnitt bei gleicher Qualifikation bis zu 44 % weniger Gehalt als ihre nicht migrantischen Kolleg_innen
  • bei Menschen mit Migrationshintergrund ist die Gefahr, in Armut zu leben, doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Migrationshintergrund
  • ein Drittel der erfassten Wohnungslosen hat einen Migrationshintergrund
  • fast die Hälfte der Arbeitslosen hat einen Migrationshintergrund

NARUD e.V. weist darauf hin, dass sich die Corona-Krise deswegen auf Migrant_innen besonders auswirkt:

  • ausländische Staatsbürger_innen und Staatenlose sind überdurchschnittlich in “systemrelevanten” Berufen tätig: in der Gebäudereinigung sind 31,9 %,  in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung 31,7 % und in der Tier- und Landwirtschaft 31,1 % beschäftigt
  • ”zu Hause bleiben” ist für die meisten Migrant_innen keine Option
  • starker Anstieg von Rassismus in Deutschland (nicht nur anti-asiatischer Rassismus)
  • Anstieg von ‘racial stress’ für Minderheiten-Gemeinschaften
  • für viele migrantische Eltern ist die Situation von Schulunterricht zu Hause kaum bewältigbar (Schwierigkeit Aufgaben auf Deutsch zu betreuen, kein (schnelles) Wlan / Internet zu hause, kein Laptop oder Smartphone für Schulaufgaben, keinen eigenen und / oder ruhigen Arbeitsplatz)
  • Homeschooling schließt viele Kinder aus migrantischen Familien aufgrund klassenspezifischer Merkmale und aufgrund der häuslichen Situation strukturell aus und vergrößert so Bildungsungleichheiten
  • Viele Kinder und Jugendliche mit Migrations- und Rassismuserfahrung werden im Zuge der wochenlangen Schulschließungen mit hoher Wahrscheinlichkeit versetzungsgefährdet sein

Als NARUD e.V. setzen wir uns für Inklusion, Zusammenhalt und Solidarität in einer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft ein. In Projekten wie Globales Lernen, Starke Netzwerke für Empowerment und Teilhabe, Promotor*innenstelle Diskriminierungsfreie Bildung im Wedding und Stärkung Afrikanischer Eltern arbeiten wir antirassistisch und mit einem antikolonialen Ansatz, der migrantische Erfahrungen und Wissen aus dem Globalen Süden ins Zentrum rückt.

Um vor allem migrantische Eltern und Lehrer_innen migrantischer und / oder nicht-weiße Schüler_innen zu unterstützen, haben wir auch ein Handbuch für Eltern und Lehrer_innen zum Thema Corona, Antidiskriminierung und Antirassismus veröffentlicht.

Für Anfragen aus Politik, Wissenschaft und Medien stehen wir Ihnen gerne unter info@narud.org zur Verfügung. Bitte beachten Sie auch unser Dossier.

Milliardäre und Superreiche an Kosten der Krise beteiligen

Pressemitteilung von Dietmar Bartsch, Fabio De Masi

 

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„Die Fehler der Finanzkrise dürfen sich nicht wiederholen. Seit 2008 gibt es 500.000 Millionäre mehr. Normalbürger bezahlten die Krise mit dem Verfall ihrer Infrastruktur. Wer zahlt jetzt? Das Grundgesetz sieht in Artikel 106 eine einmalige Vermögensabgabe vor. Solidarität aller ist das Gebot der Stunde. Auch derer, denen es sehr gut geht“, erklärt Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zur Diskussion um die Finanzierungen der Folgen der Corona-Krise.

 

Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Fabio De Masi, fügt hinzu: „Es ist Zeit, dass sich die Regierung nicht nur fragt, was Deutschland für die Milliardäre tun kann, sondern was die Milliardäre für dieses Land tun können. Die sogenannten kleinen Leute – Pflegekräfte, Kassiererinnen oder Polizisten – halten den Laden am Laufen. Eine Vermögensabgabe nach dem Vorbild des deutschen Lastenausgleichs nach dem zweiten Weltkrieg ist überfällig.“

 

Weitere Informationen:

Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag Platz der Republik 1, D-11011 Berlin Pressestelle Michael Schlick, Pressesprecher

Fax: +49.30.227.56801

Tel. +49.30.227.52800

pressesprecher@linksfraktion.de <mailto:pressesprecher@linksfraktion.de>

www.linksfraktion.de <https://www.linksfraktion.de>

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