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News of berlin refugee movements, from inside Oplatz: Open letter to district and senate

antifa antira

Offener Brief an den Berliner Senat und den Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg

Datum 13.7.2015
Wie Sie wissen, wurde in der Nacht vom 30. auf den 31.03.2015 vermutlich ein Brandanschlag auf das „Haus der 28 Türen“ auf dem Oranienplatz in Kreuzberg verübt. Die massive Holzkonstruktion brannte in Windeseile komplett nieder. Von Glück ist zu reden, dass keine Menschen zu Schaden kamen.

Der wetterfeste Ausbau wurde ausschließlich über Spenden finanziert und ehrenamtlich aufgebaut. Der materielle Schaden beläuft sich auf mehrere 10.000 Euro. Die Täter/Täterinnen wurden bislang nicht ermittelt.

Auch der kleine, vom Bezirk bereitgestellte, Info-Container hat schwere Brandschäden erlitten und ist nicht mehr funktionsfähig. Zudem wurde er in der Zwischenzeit mehrmals angegriffen und besteht nunmehr nur noch aus einem Gerippe.

Der Brand war ein erneuter Schock und Tiefschlag für uns, die Geflüchteten vom Oranienplatz. Es ist der vorläufige Endpunkt einer Kette von Zerstörungsversuchen der vergangenen Jahre auf unsere politischen Zusammenhänge auf dem Oranienplatz. Wir sagen: solange das Gegenteil nicht bewiesen ist, gehen wir bei dem Brand auf das „Haus der 28 Türen“ von einem weiteren rassistisch motivierten Angriff aus. Wir sind nicht gewillt, das hinzunehmen!

Wir reklamieren mit Nachdruck den Oranienplatz als unseren erstrittenen zentralen Ort des Kampfes für unsere Menschenrechte!
Nur hier sind wir sichtbar und nur hier werden unsere Stimmen öffentlich gehört.
Wir fordern mit Nachdruck die Errichtung eines neuen sicheren Versammlungshauses!
Als Sofortmaßnahme: Die Aufstellung eine neuen größeren Containers
Wir fordern dringend von der Politik, Druck auf die Ermittlungsbehörden zur Ergreifung der möglichen Verursacher des Brandes auszuüben!

Zur Erinnerung: nach der Räumung des Oranienplatzes hatten wir kraft der Baumbesetzung die Aufstellung eines Versammlungszeltes erstritten. Auf dieses wurde sofort im Juni 2014 ein Brandanschlag verübt. Darauf erfolgte mit Billigung des Bezirkes der Aufbau des Holzpavillons „Haus der 28 Türen“. Und geradezu „pünktlich“ nach dessen Fertigstellung und unmittelbar vor der Wieder-Inbetriebnahme des so dringend benötigten Treffpunktes ereignete sich der Brand.

Wir sehen den Brand in einer Linie mit den aktuell, bundesweit massiv aus rechtsextremen Spektren heraus, verübten Angriffen auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Angeheizt wird dies auch durch die unablässige staatliche rassistische
Stimmungsmache, wie die aktuelle Debatte um erneute Asylrechtsverschärfungen oder die auf dem jüngsten EU-Gipfel beschlossene weitere Abschottungspolitik Europas an seinen Außengrenzen mittels Frontex. Es wird ein Klima von Angst und Verunsicherung unter allen Gedflüchteten verbreitet, statt uns zu unterstützen.Die Zeit der Verharmlosung der uns entgegen schlagenden Gewalt muss ein Ende haben!

Wir rufen die Berliner Regierenden und Parteien auf, ihre politische Verantwortung für die die desaströsen Ereignisse und Entwicklungen hier in Berlin zu übernehmen!

Wir beharren allen wiederholten Leugnungen zum Trotz auf die Einhaltung der von Senat und Bezirk gemachten Zusagen auf einen Infopoint und ein Versammlungshaus auf dem Oranienplatz.

Wir fordern Gespräche mit konstruktive Lösungen, die mit uns gemeinsam zu verhandeln sind und Ergebnisse, die konkret und zügig umgesetzt werden!

Gesprächsthemen werden sein:
Wie kann ein Versammlungshaus erstellt und für die Zukunft vor Zerstörungen und Brand geschützt werden?
Welche politischen Rahmenbedingungen zur gesicherten und dauerhaften Nutzung des uns zugesprochenen Bereiches auf dem Oranienplatz müssen hergestellt werden?
Wer steht für anfallende Kosten ein?
Wir erwarten eine Reaktion auf unseren offenen Brief in Form eines Gesprächsangebotes und Termins noch vor der „Sommerpause“.
Geflüchtete vom Oranienplatz
Erstunterzeichnende:
Napuli Langa
Kokou Ayena
Bino Byansi Byakuleka
.
Erstunterzeichnende UnterstützerInnen und AktivistInnen:
Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht
Bündnis `My right is your right`
David Neumann-Cosel
Annette Melzer
Dirk Stegemann
Angelika Müller
Noch immer gelten unsere Forderungen:
Recht auf Asyl
Keine Abschiebungen
Bewegungsfreiheit
Abschaffung der Residenzpflicht
Das Recht zu arbeiten und zu studieren
Schließung alle Lager
Freie Wahl des Wohnortes
Diskriminierung beenden

Today the Senate of Berlin and the District Council Friedrichshain-Kreuzberg ordered the removal of the info-point container at Oranienplatz. But be aware:

YOU CANNOT EVICT A MOVEMENT!

Open letter to the Berlin Senate and Friedrichshain / Kreuzberg District Council

(francais en bas – deutsch unten)
Date 13.07.2015
As you know, “The House of the 28 Doors” at Oranienplatz in Kreuzberg was attacked on the night of 30/31.03.2015, in what was probably an arson attack. The solid wooden structure burned down completely in no time at all. The small
information-centre container provided by the District suffered serious fire damage and can no longer be used. The material damage amounts to several tens of thousands of Euros; the weatherproofing materials for the “House of 28 Doors” were funded entirely through donations and all the work on it was done by volunteers.
Fortunately no-one was hurt in the fire.The perpetrator(s) have not yet been identified.
The fire was a renewed shock and a blow for us, the refugees from Oranienplatz! It is the culmination of a chain of destructive attacks in recent years on our political activities at Oranienplatz. Until there is proof to the contrary, we assume that the fire at “The House of the 28 Doors” is another racist attack.
We are not willing to accept this!
We claim Oranienplatz as our hard-won central meeting-place in the struggle for our human rights!
This is the only place where we have a visible presence and can make our voices heard publicly.
We call for a new, safe meeting house!
We urge politicians to put pressure on the investigating authorities to arrest whoever set fire to the building!
After the Oranienplatz camp was evicted in 2014, we won the right, thanks to the tree occupation, to have a tent for meetings at Oranienplatz. That tent immediately suffered an arson attack in June 2014! After this, the wooden pavilion, “House of 28 Doors”, was constructed, with the district’s agreement. And then there was the fire –exactly when this much-needed meeting place had been completed and was about to be used for meetings again.We see the fire as part of the current series of widespread attacks by right-wing extremists across Germany, targeting refugees and the places where they live.This is also fuelled by incessant racist propaganda by the state, such as the current debate on making German asylum law more severe or measures to exacerbate Europe’s isolationist policy at its external borders, implemented by Frontex, as decided at the most recent EU summit. This produces a climate of fear and terror among all refugees.
It is time to stop trivializing the violence against us!
We will not accept business as usual.
We call on Berlin’s government and on all political parties to assume their political responsibility for the disastrous developments and events here in Berlin!
We continue to insist that the commitments made by the Senate and the District concerning a meeting house and an Infopoint on Oranienplatz are kept, despite repeated failures by politicians to respect these commitments.
We call for talks to negotiate constructive solutions together with us, and we call for concrete, fast implementation of the results of these talks!

Topics to be discussed:

How can we create a meeting house and protect it against destruction and fire in the future?
What kind of (political) framework must be established to ensure we can use the area promised to us on Oranienplatz in safety and in the long-term?
Who will pay for the costs this will involve?
We request, and expect, a response to our open letter in the form of an offer to negotiate and a date for these talks.
Oranienplatz refugees
Initial signatories:
Napuli Langa
Kokou
Bino Byonsi Byakuleka
Signed by (supporters and activists):
Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht
Bündnis `My right is your right`
David Neumann-Cosel
Annette Melzer
Dirk Stegemann
Angelika Müller
Our demands remain:
Right to asylum
Stop deportation
Freedom of movement
No Residenzpflicht
Right to work and study
Close all Lagers
Free choice of residence
Stop discrimination

Lettre ouverte au Sénat de Berlin et le district de Kreuzberg/Friedrichshain
Date: 13.07.2015
Comme vous le savez, “La Maison des 28 portes” à Oranienplatz, Kreuzberg a été attaqué dans la nuit du 30 / 31.3.2015, dans ce qui était probablement un incendie criminel. La structure en bois massif a brûlé complètement en peu de temps. Le petit container fourni par le district a subi des dommages sérieux dans l’incendie et ne peut plus être utilisé.
L’auteur (s) de cette attaque n’a/n’ont pas encore été identifié(s).
Heureusement personne ne fut blessé dans l’incendie.
Les dégâts matériels remontent à plusieurs dizaines de milliers d’euros; les matériaux de protection contre les intempéries pour la «Maison de 28 portes” ont été entièrement financés par des dons et tout le travail a été effectuées par des
bénévoles.
Le feu a été un choc renouvelé et un coup dur pour nous, les réfugiés de
Oranienplatz!
Elle est l’aboutissement d’une chaîne d’attaques destructrices au cours des dernières années sur nos activités politiques à Oranienplatz. Jusqu’à preuve du contraire, nous supposons que le feu à “La Maison des 28
portes” est une autre agression raciste.

Nous ne sommes pas prêts à accepter cela!
Nous réclamons Oranienplatz comme notre lieu central (et durement gagné) de rencontre dans la lutte pour nos droits!
Ceci est le seul endroit où nous avons une présence visible et pouvons faire entendre nos voix publiquement.
Nous appelons à la construction d’une nouvelle maison pour les rencontres!
Nous exhortons les hommes politiques à faire pression sur les autorités d’enquête pour arrêter celui ou ceux qui a mis/ont mis le feu à l’édifice!
Après l’expulsion du camp d’Oranienplatz en 2014, nous avons gagné le droit, grâce à l’occupation des arbres, d’avoir une tente pour les réunions à Oranienplatz. Cette tente a immédiatement subi un incendie criminel en Juin
2014! Après cela, le pavillon en bois, “Maison de 28 portes”, a été construit, avec l’accord de l’arrondissement. Et puis il y avait le feu -exactement au moment ou les travaux sur ce lieu de rencontre tellement nécessaire avaient été achevés,
lorsque nous étions sur le point d’y organiser à nouveau des réunions.
Nous voyons cet feu dans le cadre de la série actuelle d’attaques généralisées par des extrémistes de droite à travers l’Allemagne, avec pour cibles les réfugiés et les endroits où ils vivent. Ceci est également alimenté par l’incessante
propagande raciste de l’Etat, tels que le débat actuel sur un loi sur asile en Allemagne encore plus sévère, et des mesures qui vont empirer la politique isolationniste de l’Europe à ses frontières extérieures, par voie de Frontex, comme décidé lors du dernier sommet de l’UE. Cela produit un climat de peur et terreur parmi tous les réfugiés.

Il est temps de cesser de banaliser la violence contre nous!
Nous n’acceptons pas le « business as usual » (que tout continue comme toujours).
Nous appelons le gouvernement de Berlin et de tous les partis politiques à assumer leur responsabilité politique pour les développements et événements désastreux ici à Berlin!
Nous continuons d’insister pour que les engagements pris par le Sénat et le district concernant un lieu de réunion et un point d’informations sur l’Oranienplatz soient tenus, en dépit des refus répétés des hommes et femmes politiques de respecter ces engagements.
Nous appelons à des pourparlers pour négocier des solutions constructives avec nous, et nous appelons à une mise en œuvre concrète et rapide des résultats de ces discussions!
Les sujets à discuter:
Comment pouvons-nous créer une maison de réunion et la protéger contre la destruction et l’incendie à l’avenir?
Quel genre de cadre (politique) doit être établi afin de pouvoir utiliser, dans la sécurité et à long terme, la zone d’ Oranienplatz que nous a été accordée?
Qui va payer pour les coûts que cela va impliquer?
Nous demandons, et nous attendons, une réponse à notre lettre ouverte sous la forme d’une offre à négocier et une date pour ces pourparlers.
Les réfugiés d’Oranienplatz
Premiers signataires:
Napuli Langa
Kokou Ayena
Bino Byansi Byakuleka
Signé par (supporters et militants):
Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht
Bündnis `My right is your right`
David Neumann-Cosel
Annette Melzer
Dirk Stegemann
Angelika Müller
Nos revendications demeurent:
Droit d’asile
Arrêter la déportation
Aucune Residenzpflicht
Droit au travail et à l’étude
Fermez toutes les lagers
Libre choix du lieu de résidence
Arrêtez la discrimination

VVN-BdA: Erinnerungskultur am 20.Juli in Berlin: Berliner Polizei eskortiert BÄRGIDA –Rassisten zur Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Pressemitteilung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Berlin, 21.Juli 2015

vvnbda antifa

Wenige Stunden zuvor war in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand/ Bendler-Block noch dem Widerstand gegen das NS-Regime gedacht worden. Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, hielt die diesjährige Gedenkrede, was wir als erfreuliche Hinwendung an die Erinnerung an den gesamten Widerstand, z.B. dem Widerstand der Arbeiter_innen und einfachen Leute, über die militärischen Hitler-Attentäter um Stauffenberg hinaus, werten.

Am Abend jedoch bekam die Gedenkstätte unerfreulichen Besuch. Nach Ende der allmontäglichen Bärgida – Kundgebung am Berliner Hauptbahnhof, eskortierte die Berliner Polizei die Kundgebungsteilnehmer_innen, eine Melange aus Rassiste_innen, Antisemit_innen, rechtsradikalen Hooligans und Berliner AfD, Pro-Deutschland und NPD Mitgliedern, zu einer Kundgebung vor die Gedenkstätte. Antifaschist_innen gegenüber wurde von der Polizeiführung das Vorhaben der rassistischen „Patrioten“ verheimlicht und abgestritten und Proteste zumindest in Hör- und Sichtweite verweigert um einen störungsfreien Ablauf der rassistischen Provokation zu gewährleiten,. Dennoch konnten einige Antifaschist_innen ihren Unmut über den Missbrauch des Gedenkens an den antifaschistischen Widerstand kundtun.

Die Berliner VVN-BdA erklärt dazu:

Wir protestieren energisch gegen die unsensible Vorgehensweise der Berliner Polizei an diesem so wichtigen Gedenktag und diesem Ort der Erinnerung an den NS-Terror und dem Widerstand dagegen. Es darf nicht sein, dass sich die Feinde der Demokratie, Rassist_innen und Neonazis unter Polizeischutz versammeln können um das Andenken an jene, die den Widerstand gegen das verbrecherische NS-Regime auch mit ihrem Leben bezahlten, in den Schmutz ziehen, bzw. für ihre rassistischen Forderungen instrumentalisieren wollen.

Ein Erbe des antifaschistischen Widerstands, der Menschen aus dem antifaschistischen Exil, der Überlebenden der Konzentrationslager und Zuchthäuser ist auch die Solidarität mit Flüchtlingen, jenen die seit Monaten, der Hetze der BÄRGIDA Demonstrant_innen ausgesetzt sind.

Wir fordern Geschichts-und Demokratieunterricht für die Berliner Polizei!

Wir bedanken uns ausdrücklich bei jenen, die sich seit Monaten, Montag für Montag den BÄRGIDA Rassist_innen in den Weg stellen, sei es am Hauptbahnhof, am Brandenburger Tor und auch in Moabit.

Berliner VVN-BdA e.V.

23.07.15: Antifa-Demo: Enough is enough – Keine rassistische Homezone im Berliner Nordosten

antifa global

Antifa-Demo:
Enough is enough – Keine rassistische Homezone im Berliner Nordosten
Do. 23.07. | 19.00 Uhr | Berliner Allee, Ecke Indira-Gandhi Str. (Weißensee) | Anfahrt mit Tram: 12, M13, M4

In den letzten zwei Monaten häufen sich die rassistischen Übergriffe in der Gegend rund um die Buschallee und die Hansastraße in Weißensee bzw. Hohenschönhausen. So wurden am 17.5. zwei Menschen an einer Tramhaltestelle auf der Buschallee rassistisch beleidigt und angegriffen. Anderthalb Monate später, am 01.07., wurde eine Familie mit 11-jährigem Kind aufgrund ihres vermeintlichen nicht-deutschen Aussehens aus dem „Café By Albert“ heraus angepöbelt, angegriffen und ausgeraubt. Als Angestellte der Kneipe an der Buschallee wenige Tage später auf den Vorfall angesprochen wurden, nahmen sie die Täter in Schutz und würdigten die Betroffenen herab. Der dritte Vorfall ereignete sich erst vergangenen Sonntagmorgen. Hier wurde eine schwangere Person aus Polen in der Tram M4 zwischen den Haltestellen Feldtmannstraße und Malchower Weg zuerst beleidigt und bespuckt. Nach dem Aussteigen verfolgte sie der Täter weiter und griff sie und einen zu Hilfe kommenden Menschen auf der Hansastraße an.

Diese drei Übergriffe sind in ihrer Brutalität sicher erschreckend. Doch sie sind Ausdruck eines Stimmungswandels innerhalb der gesamten deutschen Gesellschaft. Rassistische Positionen werden immer stärker; ob am Stammtisch, auf der Straße oder im Bundestag. Da ist es wenig verwunderlich, wenn den allgegenwärtigen rassistischen Vorstellungen und Reden auf der Straße Taten folgen. Doch diese dürfen nicht folgenlos bleiben!

Wenn Menschen aus rassistischen Motiven angegriffen werden, müssen wir handeln. Offensichtlich gibt es in der Gegend rund um die Buschallee und die Hansastraße ein Problem mit rassistischen Schläger*innen. Hier gibt es Räume, wie das „Café by Albert’s“, wo sie sich ungestört treffen können. Auf Widerspruch scheinen sie selten zu stoßen. So werden Straßenkreuzungen oder Tramlinien an bestimmten Uhrzeiten zu Angsträumen für viele Menschen. Doch das ist jetzt vorbei!

Wir werden den Rassist*innen ihre Wohlfühlzonen streitig machen! Deshalb kommt am Donnerstag, den 23. Juli, zu unserer antifaschistischen Demonstration. Zeigt den Rassist*innen, dass sie nicht ungestört sind. Wir kämpfen gegen Rassismus, ob in Hohenschönhausen, Weißensee oder sonstwo. Seid wütend, seid laut!

Donnerstag | 23.07. | 19 Uhr | Antifaschistische Demonstration
Start: Berliner Allee, Ecke Indira-Gandhi Str. (Anfahrt mit Tram: 12, M13, M4)

Weitere Infos:
www.antifa-nordost.org

1. Übergriff
http://anonym.to/?http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-pankow-fremdenfeindliche-attacke-auf-zwei-junge-maenner/11793008.html
2. Übergriff
http://anonym.to/?http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-weissensee-fluechtlingsfamilie-von-fuenf-maennern-ueberfallen/11997300.html
3. Übergriff
http://anonym.to/?http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-hohenschoenhausen-unbekannter-schlaegt-und-beleidigt-polin/12076058.html
http://anonym.to/?http://www.berliner-kurier.de/polizei-justiz/angriff-in-hohenschoenhausen-schwangere-beleidigt–bespuckt-und-geschlagen,7169126,31257670.html

NABU: Kohlekraftwerke verschmutzen Luft und Gewässer

NABU

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 91/15 | 22. JULI 2015 ________________________________________________________________

Tschimpke: Giftige Quecksilber-Emissionen aus Kohlekraftwerken sorgen für schlechten Zustand der Seen und Flüsse in Deutschland

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Berlin – Emissionen aus Kohlekraftwerken gefährden nicht nur die Klimaschutzziele, sondern belasten auch deutsche Flüsse und Seen erheblich. „Allein die deutschen Braunkohlekraftwerke blasen jedes Jahr geschätzte dreieinhalb Tonnen des Nervengifts Quecksilber in die Luft.

Ein erheblicher Teil davon landet mit dem Regen auch in unseren Gewässern“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

In allen deutschen Flüssen wird derzeit die festgelegte Höchstkonzentration für Quecksilber überschritten – und damit die Umweltqualitätsnorm (UQN) verfehlt. Auch die Umweltziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind durch die giftigen Emissionen aus Kohlekraftwerken in Gefahr. Der NABU fordert daher deutlich strengere Grenzwerte für Quecksilber-Emissionen in Europa.

Alarmierend ist auch, dass Quecksilber über die Nahrungskette vom Menschen aufgenommen werden kann. Fische aus Rhein, Elbe und Donau sind nach Angaben der Bundesregierung seit mehr als 15 Jahren schwer belastet. „Besonders schädlich sind organische Verbindungen des Quecksilbers, wie Methylquecksilber, das beispielsweise im Organismus von Fischen gebildet wird. Es kann zu schweren Schädigungen des Nervengewebes führen“, so Tschimpke. Vor allem bei Raubfischen wird die Belastung als besonders hoch eingeschätzt. Das Bundesumweltministerium hatte erst kürzlich in einer offiziellen Empfehlung Schwangere und Stillende vor dem Verzehr von Aal und Hecht gewarnt.

„Deutschland ist aufgrund seines hohen Anteils an Kohlekraftwerken im Strom-Mix trauriger Spitzenreiter in Sachen Quecksilber-Emissionen in Europa. Die Braunkohle ist dabei die größte Dreckschleuder“, so Tschimpke. Bei der Verhinderung von Grenzwerten habe die Kohle-Lobby in der Vergangenheit ganze Arbeit geleistet. So sollen europäische Grenzwerte erst ab 2020 gelten. Dann sollen Braunkohlekraftwerke maximal sieben Mikrogramm Quecksilber je Kubikmeter Luft ausstoßen dürfen und Steinkohlekraftwerke vier Mikrogramm je Kubikmeter.

„Bis die Quecksilber-Grenzwerte in Kraft treten, gibt es quasi einen Freifahrtschein für die Kohleindustrie. Das ist besonders frustrierend, da es längst etablierte und kostengünstige technische Verfahren gibt, um den Quecksilberausstoß viel deutlicher als von der EU geplant zu reduzieren. Abgesehen davon sind die bald geltenden Grenzwerte ohnehin viel zu lasch“, so der NABU-Präsident.

Mittelfristig sei aber auch entscheidend, ganz auf fossile Energieträger zu verzichten. „Wenn wir die naturverträgliche Energiewende durch mehr Effizienz und erneuerbare Energien voranbringen, kommen wir weg von der Kohle und können Mensch und Natur entlasten“, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz.

Weitere Informationen zu Quecksilber aus Kohlekraftwerken des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Zusammenarbeit mit der TU Berlin unter www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.499651.de/2015_march_hg_oei.pdf

18.07.15, Berlin: Protestveranstaltung: EURATOM? Nein danke!

Euratom

 

Zu einer gemeinsamen Protestveranstaltung auf dem Breitscheidplatz laden die NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin und Robin Wood Berlin ein. Mit Infoständen und kurzen Ansprachen wollen die Anti-Atom-Aktivist*innen über den EURATOM-Vertrag informieren.

Der EURATOM-Vertrag wurde im Jahr 1957 verabschiedet. Seitdem ist die Bundesrepublik Deutschland Mitglied. Die Aktiven fordern die Auflösung von EURATOM und die Streichung der Mittel für die Atomförderung aus dem EU-Haushalt. In der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020 werden für EURATOM 1,665 Milliarden Euro bereitgestellt. Weitere 2,573 Milliarden Euro sind für die Forschung und den Bau des Fusionsreaktors ITER vorgesehen.

Der EURATOM-Vertrag ist ein Relikt aus einer Zeit, in der absolute Technikgläubigkeit das Denken der Menschen beherrschte. Die offensichtlichen Gefahren durch die Atomkraft und die weiterhin ungeklärte Atommüllfrage wurden vom Wunsch nach endloser und billiger Energie verdrängt, was zu einer massiven Förderung der Atomkraft führte. Nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima aber wissen wir, wie fatal dieses Denken ist.

Gemeinsam fordern die Organisationen:

  • EURATOM schnellstmöglich auflösen;
  • verbindliches Verbot der Nutzung von Atomtechnologien für militärische Zwecke sowie zur Energiegewinnung in den EU-Verträgen;
  • Kündigung der Mitgliedschaft in EURATOM durch die Bundesregierung, wenn eine Auflösung innerhalb der EURATOM-Mitgliedsstaaten nicht durchsetzbar ist.

Protestveranstaltung: EURATOM? Nein danke!

Samstag, 18.07.2015

16.00 – 18.00 Uhr

Breitscheidplatz (vor dem Weltzeitbrunnen)

Es laden ein:

NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin, Robin Wood Berlin

OXI Überall! – No nos representan! Sie repräsentieren uns nicht!

NaturFreunde Griechenland OXI

Gestern waren wir mit 1500 Leuten auf dem Oranienplatz! Wir haben miteinander gesprochen und uns gemeinsam dazu entschlossen nicht nur zu sprechen sondern in Bewegung zu treten. Gemeinsam sind wir laut vor das Finanzministerium gezogen. Vielleicht ein neuer Anfang von Wochen in denen ein anderes Gesicht aus Deutschland sichtbar wird? Das Gesicht des Widerstands, der Empörung, der Wut und der Scham über die Regierungspolitik, die mit aller Kraft versucht Demokratie und Solidarität in Europa in die Knie zu zwingen.

Auf der Versammlung haben wir entschieden uns morgen um 09:00 Uhr vor den Bundestag zu versammeln – entschlossen, kreativ und sichtbar. Denn am Freitag entscheidet das Parlament zwischen 10:00 Uhr un…d 13:00 Uhr über das dritte Erpressungspaket für Griechenland.

Wie so viele Infratest-Umfragen, ist auch die Frage, die am Freitag dem Parlament vorliegt, eine, schwer mit ja oder nein zu beantwoten sind: Willst Du, dass Griechenland Hilfen bekommt? klar. Kann man die Unterwerfung, die die Bundesregierung im Gegenzug für die Aufnahme (!) neuer Verhandlungen fordert, unkommentiert lassen? NEIN. OXI. Deshalb treffen wir uns am Freitag vor dem Bundestag. Nicht, um uns an „unsere“ Repräsentanten zu wenden, sondern um zu rufen: OXI! No reresentan! Ihr repräsentiert uns nicht!“

Lasst uns die nächsten 24 Stunden nutzen. Mobilisieren wir in Cafes, Bars, Betrieben, Kitas, Schulen und Unis. Nutzen wir die Straßen und Plätze für unsere Aktionen. Machen wir das OXI sichtbar! Auf jeder Wand, auf allen Straßen! Lassen wir uns nichts mehr vertreiben und senden wir ein Bild nach Europa: Auch wir sagen Nein zu Erpressung, Austerität und dieser deutschen Politik!

OXI Überall! – No nos representan! Sie repräsentieren uns nicht!

Platz der Republik (vor dem Bundestag)

09.00 Uhr

Blockupy goes Athen

15.07.2015: Infoveranstaltung: Was steckt hinter dem EURATOM-Vertrag?

Euratom

Seit der Verabschiedung des EURATOM-Vertrags im Jahr 1957 ist die Bundesrepublik Deutschland Mitglied in dem Vertrag. Auch wenn der Deutsche Bundestag den Atomausstieg bis zum Jahr 2022 beschlossen hat, bleibt Deutschland in diesem Uraltvertrag. EURATOM ist die Europäische Gemeinschaft zur Förderung der Atomenergie. Mit hunderte von Millionen Steuergelder finanzieren die Bundesregierung und die Mehrheit im Deutschen Bundestag über EURATOM weiterhin die Atomforschung, den gefährlichen Weiterbetrieb und gegebenenfalls sogar den Neubau von Atomkraftwerken in der EU. Der europaweite Atomausstieg wird dadurch verhindert!

EURATOM-Vertrag als Relikt aus Zeiten absoluter Technikgläubigkeit

In der Präambel des Vertrages steht, dass „die Kernenergie eine unentbehrliche Hilfsquelle für die Entwicklung und Belebung der Wirtschaft und für den friedlichen Fortschritt darstellt“. Weiter wird als Ziel des EURATOM-Vertrags „die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie (…), welche die Energieerzeugung erweitert, die Technik modernisiert“ festgeschrieben.

Der EURATOM-Vertrag ist ein Relikt aus einer Zeit, in der absolute Technikgläubigkeit das Denken der Menschen beherrschte. Die offensichtlichen Gefahren durch die Atomkraft und die weiterhin ungeklärte Atommüllfrage wurden vom Wunsch nach endloser und billiger Energie verdrängt, was zu einer massiven Förderung der Atomkraft führte. Nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima aber wissen wir, wie fatal dieses Denken ist.

Bei der Info-Veranstaltung wollen wir die Inhalte des EURATOM-Vertrags vorstellen, mögliche Alternativen beleuchten und möglichen Widerstand gegen diesen Vertrag diskutieren.

Infoveranstaltung: „Was steckt hinter dem EURATOM-Vertrag?“

Mit: Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands

Mittwoch, 15.07.2015

19.00 Uhr

Versammlungsraum der NaturFreunde, Warschauer Str. 59 a, (2.Stock), 12043 Berlin

Es laden ein:

NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin, Robin Wood Berlin

Blockupy goes Athens: Der Triumph des Neuen. Es ist ein OXI.

NaturFreunde Griechenland OXI

1. Die Menschen haben „NEIN“ gesagt, ohne zu wissen was es genau heißt und was es morgen bringt. Aber sie wissen, was es für sie heißt: Sie haben dieses Leben und die Memoranden satt.

2. Die Leute sind wütend über die Arroganz der Macht, den Autoritarismus der europäischen Institutionen und seine Sprechapparate. Sie sind fertig mit alledem.

3. Das Neue ist die Mehrheit. Das alte System des korrupten Zwei-Parteien-Parlamentarismus stand geschlossen auf der Seite des JA. Auch dagegen artikulierte sich das “NEIN”. Die Eliten von gestern sind weiter der Feind, den die Mehrheit nicht zurückhaben will – und ganz offenbar um keinen Preis. Die politische Kaste, die privaten Medien, die Kirche, die Altparteien: Ihre Kampagne und ihre Versprechen erreichen nur noch eine Minderheit.

4. Die Armen und das noch immer existierende Proletariat haben “NEIN” gesagt. In manchen Athener Stadtteilen mit bis zu 80 Prozent. Die Menschen vertrauen Tsipras, weil er etwas Neues verkörpert und sie vertritt – obwohl sie nicht genau wissen, was Syriza eigentlich durchsetzen kann, sie vertrauen Syriza, ohne Syriza gewählt zu haben.

5. Das große OXI ist schon jetzt ein Erbe für die radikale Linke und die sozialen Bewegungen. Es verkörpert den größten Antagonismus in Westeuropa seit der Nelkenrevolution 1974.

6. Das OXI wird bleiben. Es muss und wird sich verallgemeinern – im Rest von Europa und darüber hinaus. Und die Semantik des NEIN entspricht dem Stand der Kämpfe: Das Neue ist noch nicht bekannt. Aber die Angst ist besiegt. So wie es ist, darf es nicht bleiben.

7. Das Große OXI war nur denkbar, weil eine Bewegung eine Repräsentation hatte und die Repräsentation eine Bewegung. Es ist der mögliche Beginn einer neuen Unidad Popular.

8. Das OXI ist ein klares Nein zum Weiter so. Damit hat die Bewegung des Demos seine Position erneuert. Syriza wird es zu respektieren haben. Versucht die Regierung, aus dem Nein ein Ja zu machen, wird sie verschwinden.

9. Der Sieg wird auf der Straße gefeiert. Und heute auch einmal: im Regierungspalast.

10. Natürlich wird morgen wieder verhandelt. Was sonst? Aber ab morgen beginnt auch die Kampagne des europäischen OXI. Ein Gespenst geht um in Europa.

blockupy goes athens, Athen am 05.07.2015, 20.45h (Griechische Zeit)


It´s a victory. The unknown triumphes.

1) The people said „NO“. Without knowing what that exactly means and what it will bring tomorrow. But they clearly know, what it means for them: They are fed up with this life and the memoranda.
2) People are angry about the arrogance of power, of the authoritarian governance of the European institutions and their discourse mill. They are done with all of that.
3) The New is the majority. The old system of the corrupt two party parliamentarism stood all in one for the YES. The „NO“ was articulated also against that. The elites of yesterday continue to be the enemy, which the majority rejects to have a comeback – obviously without stopping at nothing. The political caste, the private media, the church, the old parties: their campaign and their promises only reach a minority today.
4) The poor and the still existing proletariat said „NO“. In some of Athen’s neighborhoods even with up to 80%. People trust Tsipras, because he stands for the New and he’s their represantative – albeit they don´t know what Syriza can achieve, people trust in Syriza, even without having voted for Syriza.
5) The big OXI has already become an inheritance for the radical left and the social movements. It incorporates the biggest possible antagonism in Europe since the carnation revolution of 1974.
6) The Oxi will remain. It has to universalize – in Europe and beyond Europe. The Oxi’s semantics corresponds with the current level of struggles: The New is still to uncover. But fear has been conquered. Something’s gotta give.

7) The Oxi was only imagenable, because there was a movement carrying a representation and a representation carrying a movement. A possible starting point of a new born Unidad Popular?
8) The Oxi is a clear No to any »Right on!«. Therewith the movement, the Demos renewed its position. Syriza will be oblidged to answer it. If the government tries to read the no as a yes, they will disappear.
9) The victory´s celebration will take place in the streets of course. But Today, it will also take place in the goverment´s building (Maximou).

10) Of course, tomorrow negociations start again. What else? But at the same time, from tomorrow on, the campaign of the European Oxi! starts. A spectre is hauting europe!

blockupy goes athens, 5th of July, 20.45h (Greek time!)

Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“: Bundespräsidialamt verweigert Empfang von Herero- und Nama-Delegierten in Berlin

Namibia

Pressemitteilung vom 6.7.2015

Völkermord kein Thema? 

Kurz vor dem 100 Jahrestages des Endes der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia hat das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ heute am Vormittag um 10 Uhr im Beisein einer hochrangigen namibischen Delegation unter Leitung des OvaHerero Paramount Chief Adv. Vekuii Rukoro und der Parlamentsabgeordneten und Namavertreterin Ida Hoffmann beim Bundespräsidialamt den Appell „Völkermord ist Völkermord!“ mit den ersten 2000 Unterschriften abgegeben. Trotz Voranmeldung waren weder Bundespräsident Gauck noch das Bundespräsidialamt dazu bereit, die aus Berlins Partnerstadt Windhoek (Nam) stammenden Nachfahren der Genozidopfer zu empfangen.

In ihrem Appell rufen das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“, mehr als 150 prominente Erstunterzeichner*innen aus Wissenschaft und Politik, Kirche, Kultur und Black Community sowie fast 50 NGO den Bundespräsidenten, den Bundestag und die Bundesregierung dazu auf, zum 100. Jahrestag des Endes von „Deutsch-Südwestafrika“ am  9. Juli 2015 endlich auch den Völkermord an den OvaHerero und Nama beim Namen zu nennen. Außerdem drängen die Unterzeichnenden auf eine offizielle Bitte um Entschuldigung, zur Rückgabe der vielen für rassistische Forschungen geraubten menschlichen Überreste aus Afrika und zur direkten Einbeziehung der OvaHerero und Nama in die Verhandlungen über geeignete Versöhnungsmaßnahmen.

Am  morgigen 7. Juli 2015 um 17 Uhr werden die Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der namibischen Opferverbände am beschämenden „Namibia-Stein“ – dem einzigen Berliner Gedenkort für die Opfer der deutschen Kolonialherrschaft – auf dem Garnisonsfriedhof am Columbiadamm in Neukölln gemeinsam Blumen niederlegen. Um 19 Uhr werden sie als Gäste des Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“ in der Werkstatt der Kulturen im Rahmen einer Podiumsdiskussion über den Genozid 1904-08 sowie über ihren anhaltenden Kampf für „restorative justice“ berichten.

Ida Hoffmann, Mitglied im namibischen Parlament und Vertreterin der Nama, erklärt zur heutigen Übergabe:             „Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass wir trotz Ankündigung unseres Besuchs vom Bundespräsidenten nicht einmal hineingebeten und schon am Eingangstor abgefertigt wurden. Geht man so mit den Nachfahren von Opfern eines Genozids um? Ich sorge mich sehr um die namibisch-deutschen Beziehungen: Die herablassende Haltung des deutschen Staates ist heute leider erneut deutlich geworden – wir werden sehen, wie die namibische Regierung darauf reagiert, dass ihre Bürgerinnen und Bürger hier derart behandelt werden. Unser Dank gilt den Organisatoren des Appells in Deutschland, der ohne Zweifel einen Durchbruch darstellt.“

Appell, Regierungsantwort, Oppositionsanträge, etc.: http://genocide-namibia.net/

Gedenkveranstaltung: 7.7. um 17 Uhr, Friedhof Columbiadamm 122, 10965 Berlin

Podiumsdiskussion: 7.7. um 19 Uhr, Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Kontakt: Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“, 01799 100 976, buero[at]berlin-postkolonial.de

04.07.15: Free Mumia Berlin: „Was bedeutet der 4. Juli für US-amerikanische Gefangene?“

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Der 4. Juli ist der Nationalfeiertag der USA. Dort wird die Unabhängigkeit von der ehemaligen Kolonialmacht England und die Freiheit der US Bürger*innen gefeiert.

Wir fragen in Anbetracht von rassistischer und häufig tödlicher Polizeigewalt, Masseninhaftierung, Todesstrafe, politischer Repression und militärischer Gewalt: was gibt es da eigentlich zu feiern?

Wir wissen, dass die in der Verfassung der USA garantierten Grundrechte nur für wenige Menschen und dann auch nur zum Teil gelten. Wir glauben auch nicht, dass diese Grundrechte jemals für alle gewährt werden.

Der afroamerikanische Vorkämpfer für Menschenrechte und ehemalige Sklave Frederick Douglas fragte bereits 1852: „Was bedeutet dem amerikanischen Sklaven der 4. Juli?“

In Anlehnung daran fragen wir heute: „Was bedeutet den US-amerikanischen Gefangenen der 4. Juli?“

Mit Beiträgen von Leonard Peltier, Mumia Abu-Jamal und anderen sowie verschiedenen Protestformen suchen wir gemeinsam darauf Antworten.

Kommt am Sa. den 4. Juli 2015 um 15:30 mit uns vor die US Botschaft am Pariser Platz in Berlin!

US Botschaft
Pariser Platz 2
10117 Berlin

www.freiheit-fuer-mumia.de
www.mumia-hoerbuch.de
www.bring-mumia-home.de