Informationen und Infos über Anti-Atom, Antimilitarismus und NaturFreunde.

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NaturFreunde fordern Bundesregierung auf, EURATOM-Vertrag zu kündigen

Mini-Reaktoren: EU-Atompläne müssen gestoppt werden

 

Berlin, 25. Mai 2016 – Zur aktuellen Diskussion über den von der EU-Kommission erarbeiteten Strategieentwurf für einen Ausbau der Atomkraft erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

 

Ein kürzlich bekannt gewordenes Strategiepapier der EU-Kommission beschreibt Ausbaupläne für die Atomenergie in den Staaten der EU. Diese sind unverantwortlich und mit einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energiepolitik nicht zu vereinbaren. Denn die EU braucht keine Fantastereien über die Verteidigung der „technologischen Vorherrschaft im Nuklearsektor“ oder den „Bau von flexiblen Mini-Atomreaktoren“. Die Autoren dieses „Strategiepapiers“ haben aus den Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl nichts gelernt.

 

Die NaturFreunde Deutschlands begrüßen ausdrücklich die klare Ablehnung dieses Strategiepapiers durch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Von der Bundesregierung erwarten die NaturFreunde Deutschlands allerdings mehr: Es müssen endlich konkrete Schritte unternommen werden, um die vertraglichen Grundlagen für die Förderung und den Bau von neuen Atomreaktoren in der EU zu beenden. Glaubwürdig wird die Kritik an den EU-Atomplänen nur, wenn auch der EURATOM-Vertrag endlich gekündigt wird.

 

Das Ziel: die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie

Der EURATOM-Vertrag aus dem Jahr 1957, der bis heute nahezu unverändert fortbesteht, legt in der Präambel fest, dass „die Voraussetzung für die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie“ geschaffen werden solle. Ein Vertrag mit einem solchen unverantwortlichen Grundkonsens muss sofort gekündigt werden.

 

Solange die Bundesregierung akzeptiert, dass mit dem EURATOM-Vertrag der Atomausstieg hintertrieben wird und die Förderung der Nuklearforschung und des Baus von neuen Atomkraftwerken in Europa möglich bleiben, ist die Kritik der Bundesregierung an dem bekannt gewordenen EU-Strategiepapier nur halbherzig.

 

Die NaturFreunde Deutschlands erwarten zudem, dass die Bundesregierung der Klage Österreichs gegen die geplante Subventionierung des Baus eines neuen Atomreaktors im britischen Hinkley Point formell beitritt.

 

Um den Atomausstieg der EU zu unterstützen, fordern die NaturFreunde Deutschlands:

> die schnellstmögliche Auflösung des EURATOM-Vertrages;

> einen neuen europäischen Vertrag, auf dessen Grundlage erneuerbare Energien gefördert und notwendige Energieeinsparungen in ganz Europa durchgesetzt werden;

> eine Initiative der Bundesregierung, um die EU-Verträge so zu ändern, dass die Nutzung von Atomtechnologien für militärische Zwecke sowie zur Energiegewinnung verboten werden;

> eine einseitige Kündigung der EURATOM-Mitgliedschaft Deutschlands, wenn eine Auflösung des Vertrages innerhalb der EURATOM-Mitgliedsstaaten nicht durchsetzbar ist.

Protest vor der chinesischen Botschaft: AKW in China abschalten! AKW-Export beenden!

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Die chinesische Regierung setzt seit vielen Jahren intensiv auf den Ausbau der unverantwortlichen Atomenergie. Alleine in China sind zwischenzeitlich 33 AKW in Betrieb und weitere 22 AKW in Bau. Nach dem neuen Fünf-Jahres-Plan der chinesischen kommunistischen Partei sollen bis zum Jahr 2030 etwa 110 AKW gebaut werden. Nach Plan sollen in China alleine bis 2020 über 70 Milliarden Euro in den Bau von neuen Atomkraftwerken investiert werden. Ziel der chinesischen Regierung ist, jedes Jahr sechs bis acht neue Atomreaktoren in Betrieb zu nehmen.

Diese Entwicklung ist völlig inakzeptabel und eine Gefahr für die Menschen in der gesamten Region. China hat aus den Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima nichts gelernt und gefährdet die Gesundheit von hunderten von Millionen Menschen. Alleine in China sind die laufenden AKW mehr als 16 700 Stunden aktiv in Betrieb und gefährden täglich die Menschen. Auch China hat keinerlei verantwortbare Antwort auf den stetig zunehmenden Atommüll.

Die Internationale Atomenergiebehörde hat den chinesischen Atomreaktoren 2014 im Grundsatz-eine Zertifizierung für die internationalen Märkte gegeben. Zurzeit verhandelt China um die Anerkennung seiner Atomreaktoren für den europäischen Markt. Wie auch Russland bietet China seinen potentiellen Kunden ein Gesamtpaket an: Sie beteiligen sich mit vielen Milliarden an der Finanzierung von Atomreaktoren und sichern sich dafür Aufträge für den Export ihrer Atomkraftwerke.

In Hinkley Point haben sich die Chinesen an der Finanzierung für den Bau des geplanten neuen AKW beteiligt und dafür die Zusage für den Bau eines „Hualong-One-Reaktor“ in Bradwell in der Grafschaft Essex erhalten. Mit diesem Reaktor will China den Zugang zum europäischen Markt öffnen.

Erst vor wenigen Tagen hat China angekündigt, ein „schwimmendes Atomkraftwerk“ zu bauen. Mit dem Sudan hat China den Bau eines AKW vertraglich beschlossen. Auch im Sudan soll wahrscheinlich der chinesische Atomreaktor „Hualong 1“ gebaut werden. Bis zum Jahr 2030 sollen nach den Vorstellungen des staatlichen chinesischen Autokonzerns CNNC etwa 30 Atomreaktoren exportiert werden. Verträge wurden bereits mit Ländern wie Rumänien, Saudi-Arabien, Argentinien und Kenia geschlossen.

Wir sagen nein und fordern die chinesische Regierung auf:

  • Sofortige Beendigung des unverantwortlichen chinesischen Atomprogramms!
  • Kein Export von Atomreaktoren in andere Länder!
  • Ausbau erneuerbarer Energiequellen!

 

Wir treffen uns

Donnerstag, 26.05.2016

17.00 Uhr

Vor der Chinesischen Botschaft (S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke)

 

NaturFreunde Berlin

Anti Atom Berlin

NaturFreunde: 30 Jahre nach Tschernobyl setzen Staaten noch immer auf Atomenergie

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Berlin, 24. April 2016 – Am 26. April vor 30 Jahren kam es in der ukrainischen Atomzentrale von Tschernobyl an der Grenze zu Weißrussland zum ersten größten nicht angenommenen Unfall. Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, erinnert:

 

Zur bis dahin als „rein hypothetisch“ abgetanen Katastrophe kam es um 1:24 Uhr, als zwei schwere Explosionen auch die Selbstgefälligkeit der Atomkraftbefürworter erschütterten. Der Super-GAU war da. Eine atomare Wolke stieg auf und strahlte grenzenlos kreuz und quer über Europa.

 

Die in der unmittelbaren Umgebung lebenden Menschen erfuhren zunächst nichts und wurden erst am Abend des 27. April informiert und evakuiert, nachdem sie bereits eine viel zu hohe Strahlendosis abbekommen hatten. Erst weitere 15 Stunden später gab der Ministerrat der damaligen UdSSR eine dünne Erklärung ab: „Im Kernkraftwerk Tschernobyl hat sich eine Havarie ereignet. Es werden Maßnahmen zur Beseitigung der Folgen eingeleitet.“

 

Tschernobyl war der dritte Größte Anzunehmende Unfall in der Atomgeschichte: 1945 die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki, dann der erste zivile GAU in Tschernobyl, der acht Jahre vorher im amerikanischen Harrisburgh noch knapp verhindert werden konnte. Dort fehlten nur wenige Minuten, dann wäre es wahrscheinlich auch zu einer Katastrophe gekommen. So traf es die Ukraine – und 25 Jahre später erneut Japan mit drei Kernschmelzen in Fukushima.

 

Die Atomenergie steht in erster Linie für militärische Interessen, nicht aber für energiepolitische Notwendigkeiten. Sie ist ein Produkt von Blindheit und Naivität statt von Vernunft und Verantwortung. Dennoch ist der Mangel an Verantwortung noch größer als die Dummheit. Noch immer wollen einzelne Staaten ihre atomaren Kapazitäten ausbauen wie zum Beispiel die konservative Regierung in Großbritannien.

 

Die NaturFreunde, die seit 1953 für den Ausstieg auch aus der zivilen Nutzung der Atomkraft eintreten, fordern ein weltweites Ende der nuklearen Fantasien. Nur das kann die Antwort auf die Tragödie von Tschernobyl sein: der schnellstmögliche Ausstieg aus den nuklearen Energieträgern. Die altersschwachen und technisch besonders fragwürdigen Reaktoren müssen sofort abgeschaltet werden.

 

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die solare Revolution möglich ist, auch wenn das die Bundesregierung mit ihren Kappungen beim EEG scheinbar nicht verstanden hat.

Frühstücksmeile 24. April 2016, 11.00 Uhr, Industriestraße Nord bei Schacht KONRAD

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Widersetzt Euch – an die Frühstückstische!

Zum Tschernobyl-Jahrestag findet am Sonntag, den 24. April um 11.00 Uhr ein Bürgerfrühstück auf der Industriestraße Nord (Salzgitter) statt. Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD: „Mit Blick auf die beiden Schächte KONRAD 1 und KONRAD 2 setzen wir ein Zeichen gegen Atomkraft und Atommüllproduktion: Die Straße gehört uns und nicht den Atommülltransporten der Atomindustrie!“

Die Organisatoren rechnen mit einer guten Beteiligung an der Aktion. Peter Meyer von der BISS-Braunschweig: „Die beiden Lichterketten 2009 und 2012 haben gezeigt, dass viele Menschen in unserer Region bereit sind, gegen die Atompolitik auf die Straße gehen. Diesmal wollen wir mit einer etwas anderen Aktion der Opfer der Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima gedenken. Diese Ereignisse mahnen uns für einen endgültigen Atomausstieg zu demonstrieren und uns den Atommüllplänen in unserer Region zu widersetzen. Mit den jüngsten Anschlägen in Belgien sind auch die Atomkraftwerke ins Visier geraten. Gegen eine neuerliche Katastrophe hilft nur abschalten.“

Inzwischen haben bereits 61 Gruppen erklärt: Wir sind dabei!

Kaffee und Mehr statt Straßenverkehr!
Ob mit Auto, Fahrrad oder Bus . . . ob Umweltgruppe, Kegelclub, Chor, Fußballverein, Familie, allein, mit Arbeitskollegen, mit Hund, jeder kann mitmachen. Man kann Tische mieten oder selbst einen mitbringen und gemeinsam bei Musik, Information und anderen Aktivitäten auf der Industriestraße frühstücken.

Träger der Aktion ist ein Bündnis aus Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, Anti Atom Referat des ASTA der TU Braunschweig, BürgerAktion Sichere Asse (BASA), BI Morsleben, Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), IPPNW- Braunschweig, Regionalkonferenz Grohnde abschalten

weitere Informationen: http://www.fruehstuecksmeile.de

Berliner Energietisch: Einstieg durch die Hintertür: E.ON mischt bei BerlinEnergie mit

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Laut einer gemeinsamen Presseerklärung von E.ON und der landeseigenen BerlinEnergie planen beide Unternehmen eine Kooperation in Sachen Stromnetzkonzession in Berlin. Dabei soll E.ON nicht nur im laufenden Verfahren den landeseigenen Betrieb beraten, sondern im Falle einer Konzessionierung beim Netzbetrieb unterstützen.

„Der Einstieg von E.ON bei BerlinEnergie ist eine schlechte Nachricht für alle, die sich eine vollständige Rekommunalisierung der Stromnetze wünschen – und das waren immerhin 600.000 Berlinerinnen und Berliner. Es ist zu befürchten, dass der Düsseldorfer Energiekonzern damit langfristig Einfluss auf die Energieversorgung Berlins nehmen will. Die Ziele einer ökologischen und sozialen Energieversorgung sind damit nicht erreichbar“, erklärt Michael Efler, Sprecher des Berliner Energietisches.

„BerlinEnergie ist mit E.ON schlecht beraten. Statt auf die Energiewende zu setzen hielt der Konzern jahrelang weiter an Atom und Kohle fest. Die Quittung für diese verfehlte Energiestrategie bekommt E.ON jetzt serviert: Rekordverlust in Milliardenhöhe. Damit ist der Energiekonzern bestimmt kein geeigneter Partner um die Energiewende in Berlin endlich voran zu bringen“, ergänzt Ko-Sprecher Stefan Taschner.

Im derzeit laufenden Verfahren bewirbt sich BerlinEnergie neben Vattenfall und der BürgerEnergie Berlin um die Stromnetzkonzession. E.ON selbst kann nicht mehr in Verfahren einsteigen.

NaturFreunde: Atomenergie: die Unfähigkeit aus Fehlern zu lernen

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Der Glaube der Menschen an die Allmacht der Technik wurde mit den Super-GAUs in Fukushima und Tschernobyl dramatisch bestraft

Berlin, 11. März 2016 – Vor fünf Jahren explodierten vier Reaktorblöcke der Atomzentrale in Fukushima, vor 30 Jahren der vierte Block der Atomzentrale in Tschernobyl. In beiden Fällen sei die Dummheit der Menschen, die blind und naiv auf die Allmacht der Technik setzten, dramatisch bestraft worden, kritisiert Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands. Michael Müller:

Der GAU von Fukushima hat die große Lüge beendet, dass ein solcher Unfall in hoch entwickelten Industriestaaten nicht möglich sei. Die Gefahren der Atomenergie entstehen nicht etwa nur durch marode Schrottreaktoren. Prinzipiell sind durch unerwartete Ereignisse oder durch die Unvollkommenheit der Menschen größtmögliche Unfälle immer denkbar.

Aus beherrschbaren technischen Risiken werden unbeherrschbare Gefahren

Fukushima hat gezeigt, dass aus beherrschbaren technischen Risiken unbeherrschbare Gefahren werden. Das ist der Konflikt der zwei Modernen: der absolute Glaube an den technischen Fortschritt mit stetiger Vorwärtsbewegung der Gesellschaft gegen eine reflexive Modernisierung, die von der Zukunft ausgeht und nachhaltig ist.

Fukushima steht aber auch für die Unfähigkeit zu lernen. Denn legte die japanische Regierung nach dem GAU erst alle japanischen Atomkraftwerke still, werden die AKWs jetzt wieder angefahren. Zudem wird nach der Pariser Klimakonferenz nun auch der Klimaschutz missbraucht, um die Atomenergie neu zu legitimieren.

Der GAU von Tschernobyl hingegen war die Folge eines leichtfertigen Belastungstest, der eine unkontrollierte Kettenreaktion auslöste. Hunderttausende Menschen waren und sind davon betroffen, eine ganze Region ist auf lange Zeit unbewohnbar geworden. Ein Großteil des ukrainischen Staatshaushalts geht in die Bewältigung der Folgelasten.

Es gibt ein ethisches und moralisches Vakuum im Umgang mit der Atomspaltung

Tschernobyl wurde nicht zum Anlass genommen, die Lüge von der friedlichen Nutzung der Kernenergie zu beenden. Nach den beiden militärischen Super-GAUs in Hiroshima und Nagasaki kam es zu zwei zivilen Super-GAUs. Und die Ursache war immer ein ethisches und moralisches Vakuum im Umgang mit der Atomspaltung und damit der Radioaktivität.

Tschernobyl hat die Energiepolitik verändert, doch bis heute ist die Tragweite nicht wirklich begriffen worden. Der Widerspruch zwischen dem Wissen über die unkalkulierbaren und schrecklichen Gefahren der Atomspaltung und dem tatsächlichen Handeln prägt mehr denn je das menschliche Tun.

Die Konsequenz, die wir aus Tschernobyl und Fukushima zu ziehen haben, ist die sozialökologische Transformation, zu der vor allem eine Energiewende gehört. Diese Energiewende ist die Verbindung von Einsparen, Effizienzrevolution und erneuerbaren Energien, die umfassend nur möglich werden, wenn es zu einer grundlegenden Neuordnung in Richtung auf Energievermeidung, Dezentralität und mehr Demokratie kommt.

NaturFreunde treten bereits seit 1953 für den zivilen und militärischen Atomausstieg ein

Die NaturFreunde Deutschlands treten bereits seit dem Jahr 1953 für den Ausstieg aus der zivilen und militärischen Nutzung der Atomkraft ein. Fortschritt heißt für uns, die Verträglichkeit unserer Wirtschafts- und Lebensweisen mit der Natur wieder herzustellen sowie eine nachhaltige Entwicklung einzuschlagen, die die Dauerhaftigkeit des Lebens in den Mittelpunkt stellt.

Die NaturFreunde Deutschlands danken der Antiatombewegung, dass sie dafür eintritt. Der Satz von Albert Einstein darf nicht länger stimmen, dass die Menschheit mit der Atomkraft in ein neues Jahrhundert eingetreten ist, in ihren Denkweisen aber noch in der alten Zeit verbleibt.

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. März 2016

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Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V.
März 2016

 

  1. WIDERSETZT EUCH – an die Frühstückstische am 24. April
  2. Von der Goldgrube zum Müllplatz
  3. Offener Brief an den Umweltausschuss des Landtages
  4. Protest gegen Atomprojekte wächst weiter zusammen
  5. Braunschweiger Atomnarren – Fotostrecke Karneval 2016
  6. Termine

1. Frühstücksmeile am 24. April – Vorbereitungstreffen heute Abend!

Die Frühstücksmeile orientiert sich terminlich an den Jahrestagen von Tschernobyl (30 Jahre) und Fukushima (5 Jahre), damit diese nicht unkommentiert bleiben oder gar „einfach so verstreichen“. Zu den Jahrestagen werden viele Menschen nochmal an die beiden Katastrophen und ihre ganz persönlichen Erinnerungen daran zurückdenken – genau dafür schafft die Frühstücksmeile Raum. Und während die einen vielleicht sagen werden: „Deutschland hat es richtig gemacht, es hat auf die Katastrophen mit dem Atomausstieg reagiert“, werden viele – unter anderem wir hier in der Region „Weltatomerbe Braunschweiger Land“ – das sehr viel differenzierter sehen. Denn hier häufen sich auf besonders engem Raum Probleme im Umgang mit Atommüll an! Deshalb:

  • für aktuelle Infos immer mal wieder auf unserer Homepage vorbeischauen, die jetzt online ist: www.fruehstuecksmeile.de
  • Sonntag 24. April ab 11 Uhr in Salzgitter dabeisein
  • Heute, 3. März, um 18.30 Uhr zum Vorbereitungstreffen in den Rebenring 58, Raum RR 58.1 (Skizze auf der Homepage) kommen. Alle sind herzlich eingeladen!
  • den newsletter zur Frühstücksmeile abonnieren
  • auf facebook teilen
  • spenden – vielen Dank!

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2. Von der Goldgrube zum Müllplatz

Erörterung zu den E.ON-Plänen zu Stilllegung und Abbau des AKW Esenshamm und Errichtung und Betrieb eines Lagers Unterweser für radioaktive Abfälle (LUnA) 33 Jahre Stromproduktion, seit 1978 am Netz, laut E.ON der beste Atommeiler worldwide ever – 33 Jahre Niedrigstrahlung, Brennstofftransporte und die Gefahr von schweren Störfällen. Glücklicherweise seit 2011 vom Netz, jetzt soll  rückgebaut werden. Hierzu und zum Antrag des Baus eines Zwischenlagers wurden vom Betreiber zwei offensichtlich noch nicht so ganz zu Ende gedachte Anträge vorgelegt, es gab über tausend Einwendungen, die nun in der Markthalle in Rodenkirchen erörtert wurden. weiterlesen…

3. Offener Brief an den Umweltausschuss des Landtages

In der Anhörung des Umweltausschusses zum Thema „freiwillige Selbstkontrolle von Eckert & Ziegler“ versteifte sich MdL Frau Heidemarie Mundlos (CDU) darauf, die Entwicklungsgeschichte von Wenden/Thune umschreiben zu wollen, um die schwierige Lage zwischen Nuklearfirmen und Anwohnern als Schuld der Anwohner hinzustellen, die dort nicht hätten ihr Haus bauen müssen, weil die Nuklearfirmen zuerst gebaut hätten. weiterlesen…

4. Protest gegen Atomprojekte wächst weiter zusammen

Bei ihrem monatlichen Spaziergang am Schacht Konrad „Mobile Atomaufsicht“ präsentierten in der Region aktive Gruppen am Freitag gemeinsam ein neues Banner. Um alle atomaren Probleme der Region in den Fokus zu nehmen, kam zu den bisherigen Symbolen von ASSE II, Morsleben und Schacht KONRAD nun ein viertes für die Atomfabrik Eckert & Ziegler in Braunschweig-Thune hinzu. Mit dem Logo „Weltatomerbe Braunschweiger Land“ demonstrieren Gruppen aus Salzgitter, Braunschweig und den Landkreisen Peine, Wolfenbüttel und Helmstedt ihre gegenseitige Unterstützung und machen auf die Gesamtheit der Problematik aufmerksam. weiterlesen…

5. Braunschweiger Atomnarren – Fotostrecke Karneval 2016

Fast 30 Anti-Atom-Aktivisten und Sympathisanten folgten dem Aufruf der „Braunschweiger Atomnarren“, das ASSE-Geisterschiff als Besatzung, Fußgruppe und Radengel durch den Braunschweiger Schoduwel zu manövrieren. Verkleidet als Atommülltonnen, verstrahlte Hühnchen oder im Strahlenschutzanzug und mit viel Schminke im Gesicht umschwirrten wir das Schiff und verteilten auf dem Zug durch die Braunschweiger Innenstadt 1000de von unseren aktuellen Flyern zur „Frühstücksmeile“.  DJ Michael brachte uns und Publikum mit seiner Musik ordentlich in Stimmung und nicht nur einmal dröhnte unheimlich das Geigerzählerpiepen vom Schiff. Eine gelungene Aktion und die Anmeldungen zum Mitmachen fürs nächste Jahr sind bereits bei den Atomnarren eingegangen! 😉 Fotostrecke: „Jetzt erst recht!“ Karneval 2016

6. Termine

  • heute! Do. 3.3. Vorbereitungskreis für die Frühstücksmeile am 24. April, Raum RR 58.1 der TU Braunschweig, Adresse: Rebenring 58 (Skizze)
  • März-Mai Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima, Veranstaltungen Region Braunschweig
  • Fr. 4.3. 11 Uhr KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, In den Blumentriften, Salzgitter-Lebenstedt
  • Sa. 5.3. 11 Uhr Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft, Gemeindehaus, SZ-Bleckenstedt
  • Do. 6.3. 13 Uhr Demo zum 5. Jahrestag von Fukushima zum AKW Neckarwestheim [Info]
  • Mo. 7.3. 18 Uhr 66. monatliche Mahnwache zu Asse II & Co. vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63, Wolfenbüttel
  • Di. 8.3. 19 Uhr Theaterstück „SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT“, Berliner Compagnie, Das Stück ist dem 2010 verstorbenen alternativen Nobelpreisträger Hermann Scheer gewidmet, Carl-Gotthard-Langhans-Schule, Wolfenbüttel
  • Mi. 9.3. 17.15 Uhr Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD-Haus, Salzgitter-Bleckenstedt
  • Do. 10.3. 19.30 Uhr Zum 5. Fukushima Gedenktag, Bilder und Bericht: Das atomgespaltene Leben der Opfer vom 11. März 2011, Alexander Tetsch, Kommunikationszentrum Alte Polizei, Obernstraße 29, 31655 Stadthagen
  • Fr. 11.3. — seit 5 Jahren andauernde Atomkatastrophe in Fukushima —
  • Fr. 11.3. 17 Uhr Mobile Atomaufsicht –  KONRAD- Spaziergang, Wir pflanzen einen Apfelbaum, Treffen unter der Brücke Industriestraße Nord, SZ-Bleckenstedt [Karte]
  • Sa. 12.3. Urantransporte Aktionstag, www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de
  • So. 13.3. 15 Uhr Mitgliederversammlung BI Umweltschutz Lüchow- Dannenberg, Trebel Bauernstuben
  • Di./Mi. 15./16.3. Bundesverfassungsgericht Karlsruhe, Mündliche Verhandlung in Sachen „Atomausstieg“
  • Sa. 19.3. 12 Uhr Berlin „Kazaguruma- Demo“ (Windräder-Demo) vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor [Sayonara Nukes Berlin]
  • So. 20.3. 14 Uhr Konrad-Gottesdienst, Treffpunkt ist am KONRAD-Stein am Hof der Familie Traube in Salzgitter-Bleckenstedt
  • So. 20.3. 18 Uhr 32. Ökumenische Asse Andacht, Ort: Schacht Asse II, nördlich von Remlingen
  • Do. 31.3. 19 Uhr Informationsabend und Vorbereitungstreffen „Frühstücksmeile am 24.04.2016“, Braunschweig, Brunsviga, Karlstr. 35, Studiosaal. Es sind alle herzlich dazu eingeladen!!
  • Karfreitag 25.3. 12 Uhr Ostermarschauftakt an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau

mehr Termine

Schöne Grüße von Michaela Sohn und Thomas Erbe für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

www.ag-schacht-konrad.de

70 Jahre Zwangsumsiedlung der Bewohnerinnen und Bewohner des Bikini-Atolls

Friedenstaube

— PRESSEMITTEILUNG —

Berlin, 1. März 2016

 

Am 1. März 2016 jährt sich zum 70. Mal die durch das US-Militär erzwungene Umsiedlung der Bewohnerinnen und Bewohner des Bikini-Atolls.
Die Zwangsumsiedlung markiert den Startschuss für zahlreiche Atomwaffentests der Vereinigten Staaten von Amerika auf dem Gebiet der heutigen Marshallinseln, die am 30. Juni 1946 mit der Zündung der ersten Bombe begannen und ihren traurigen Höhepunkt 1954 mit dem Bravo-Test mit einer Sprengkraft von 15 Megatonnen erreichten. Die Auswirkungen der Atomtests verursachen bis heute gravierende gesundheitliche Probleme in der Bevölkerung des Landes, darunter die weltweit höchste Rate an Krebserkrankungen.
Unter dem Vorwand, sie könnten nach den Tests auf ihre Inseln zurückkehren, wurden die insgesamt 167 Bewohnerinnen und Bewohner der Hauptinsel des Bikini-Atolls und weitere 29 Bewohnerinnen und Bewohner der Enyu-Insel dauerhaft ihrer Heimat beraubt. Für sie und ihre Nachfahren begann eine Odyssee, die sie vor den Folgen der nuklearen Verstrahlung nicht schützen konnte, viele von ihnen aber in den Hungertod auf dem Rongerik-Atoll trieb, auf welches sie zunächst evakuiert wurden und welches den Menschen keine ausreichende Lebensmittel- und Wasserversorgung bot. Durch die insgesamt 67 Atomwaffentests, die von 1946 – 1958 auf dem Bikini- und Eniwetok-Atoll stattfanden, wurden durch radioaktiven Niederschlag auch die etwa 200 Kilometer entfernt gelegenen Atolle Rongelap und Rongerik kontaminiert. Dokumente des US-Militärs weisen darauf hin, dass das amerikanische Militär die Verstrahlung der nach Rongerik evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner des Bikini-Atolls bewusst in Kauf genommen hat, um die Auswirkungen nuklearer Verstrahlung zu untersuchen. Bis heute weigern sich die USA, sich für das Unrecht, welches den Bewohnerinnen und Bewohnern des Bikini-Atolls und anderer Inseln angetan wurde, zu entschuldigen und Entschädigungszahlungen zu leisten.
Das Pazifik-Netzwerk wendet sich gegen jede Form von atomaren Waffen und setzt sich für eine atomwaffenfreie Welt ein. Es verurteilt den Missbrauch der Marshallinseln sowie anderer Regionen im Pazifik für den Test zerstörerischer Massenvernichtungswaffen durch die USA und anderer Großmächte aufs Schärfste und unterstützt die Marshallinseln ausdrücklich in ihrem Kampf für internationale Anerkennung und Wiedergutmachung. Das Pazifik-Netzwerk setzt sich für das Recht auf Selbstbestimmung der Völker im Pazifik im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich ein. Kaum ein Beispiel zeigt ein Verstoß gegen dieses Gebot so deutlich auf wie die Zwangsumsiedlung der Bewohnerinnen und Bewohner des Bikini-Atolls und die bis heute andauernden Folgen amerikanischer und anderer Atomwaffentests im Pazifik.

Protest vor der Belgischen Botschaft: AKW Doel und Tihange sofort abschalten!

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Protest vor der Belgischen Botschaft:

AKW Doel und Tihange sofort abschalten!

In Belgien werden noch immer in den AKWs Doel und Tihange in sieben Reaktorblöcken über 50 Prozent der Bruttostromerzeugung durch Atomkraft produziert. Betreiber der Atomkraftwerke ist Electrabel S.A., eine 100%ige-Tochtergesellschaft der Engie SA (ehemals GDF Suez).

Engie SA ist auch in Deutschland aktiv und erwirtschaftet einen Umsatz von 2,17 Mrd. Euro im Jahr. Der Hauptsitz von Engie Deutschland AG ist in der Friedrichstraße 200 in Berlin. Über die Vertriebsgesellschaft Energie SaarLorLux in Saarbrücken, an der Engie SA mehrheitlich beteiligt ist, werden über 160 000 Privat- und Gewerbekunden mit Strom, Gas und Wärme versorgt. Engie SA ist auch in Gera und Wuppertal an den Stadtwerke beteiligt. In Berlin ist Engie SA an der Berliner GASAG mit 31,6% beteiligt.

Bereits 2003 hatte die belgische Regierung entschieden aus der unverantwortlichen Atomenergienutzung auszusteigen. Seitdem ist jedoch nichts passiert. Vielmehr wurde durch durch die Regierung in Belgien beschlossen, die Nutzung der atomaren Schrottreaktoren bis zum Jahr 2025 zu verlängern.

Der Weiterbetrieb dieser Uraltreaktoren ist unverantwortlich. In den Atomkraftwerken Belgiens wurden tausende von Rissen festgestellt. Die größten Risse im AKW Doel sind bis zu 18 Zentimeter lang, im AKW Tihange bis zu 15,5 Zentimeter. Alleine in Doel wurden etwa 13 000 Risse im AKW festgestellt, in Tihange mehr als 3000 Risse. Trotzdem sollen die maroden Atomkraftwerke sollen bis mindestens 2025 weiterlaufen. Sie werden dann mehr als 50 Jahre alt sein.

Durch seine Atompolitik gefährdet die belgische Regierung die Gesundheit und das Leben von vielen Millionen Menschen. Das AKW Doel liegt mitten in einer dichtbesiedelten Region. Im Radius von 75 Kilometer um das AKW leben etwa 9 Millionen Menschen. Tihange ist nur 70 Kilometer von Aachen entfernt.

Wir sagen Nein zu dieser unverantwortlichen Energiepolitik und fordern:

  • · Sofortige Abschaltung der Atomreaktoren in Doel und Tihange!
  • · Bundesregierung muss gegen den Betrieb der AKW klagen!
  • · Für einen europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie! EURATOM auflösen!

 

Wir treffen uns:

Donnerstag, 25.02.2016

17.00 Uhr

Vor der Botschaft des Königreichs Belgien (Jägerstraße 52-53)

(Nähe U-Bhf. Französische Str. (U6) / U-Bhf. Hausvogteiplatz (U2))

 

NaturFreunde Berlin            Anti Atom Berlin

Sechs Jahre nach Kontamination: Weitere Proteste in Gronau

BBU-Pressemitteilung
21.01.2016

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(Bonn, Gronau, Düsseldorf, 21.01.2016) Sechs Jahre nach dem bisher
schwersten Störfall in der Urananreicherungsanlage Gronau haben
Anti-Atomkraft-Initiativen weitere Proteste gegen die bundesweit
einzigartige Atomfabrik angekündigt. Wie schon seit fast 30 Jahren werden
sich auch in diesem Jahr niederländische und deutsche Anti-Atomkraft-Initiativen
immer am ersten Sonntag im Monat am Haupttor der Anlage
zum Sonntagsspaziergang treffen. Außerdem wird Karfreitag an
der Anlage wieder ein Ostermarsch stattfinden, der als Auftaktaktion
der Ostermärsche in Nordrhein-Westfalen organisiert wird.
Dabei erfolgt wieder ein enger Schulterschluß der Anti-Atomkraft-Bewegung
mit der Friedensbewegung. Zudem ist mit weiteren Protesten gegen
Urantransporte zu rechnen.

Ein Arbeiter wurde kontaminiert

Vor genau sechs Jahren, am 21. Januar 2010, wurde erstmals ein Arbeiter
in der Urananreicherungsanlage kontaminiert. Er hatte einen angeblich
leeren Urancontainer geöffnet, in dem aber noch radioaktives
Uranhexafluorid enthalten war. Seitdem kam es immer wieder zu
Zwischenfällen in der Urananreicherungsanlage. Von der Landesregierung
in Düsseldorf wurde wiederholt ein konkreter Stilllegungsfahrplan für
die Gronauer Uranfabrik gefordert, für die es bisher keine
Laufzeitbegrenzung gibt. Immerhin hat die rot-grün besetzte
Landesregierung die Stilllegung der Anlage als Ziel im Koalitionsvertrag
festgeschrieben. Kritisiert wird, dass „die Landesregierung in
Düsseldorf nicht gewillt ist, den Uranhahn in Gronau abzudrehen.
Tatenlos sehen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihr Ministerteam
zu, wie in Gronau Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken in aller Welt
vorbereitet wird. Angesichts fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für den
Gronauer Atommüll könnte die Landesregierung aber die
Betriebsgenehmigung sofort aufheben“, betont Udo Buchholz vom Vorstand
des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Aktionen gegen Gefahren der Urananreicherung

Die vielfältigen Aktionen der Anti-Atomkraft-Bewegung richten sich bei
der Gronauer Atomfabrik gegen zahlreiche Probleme und Gefahren:
Störfälle sind jederzeit möglich, die Anlage ist nicht gegen
Flugzeugabstürze gesichert und zahlreiche Urantransporte gefährden die
Bevölkerung bundesweit und international an Bahnstrecken und an Straßen.
Neben der Urananreicherungsanlage soll eine Lagerhalle in Betrieb gehen,
in der 60.000 Tonnen Uranmüll eingelagert werden sollen. Wann die ersten
Transporte aus Frankreich zu erwarten sind, ist noch nicht bekannt.
Außerdem richten sich die Proteste gegen den möglichen Verkauf des
Betreiberkonzerns Urenco. Damit verbunden wäre die Weiterverbreitung der
militärisch nutzbaren Zentrifugentechnik zur Urananreicherung.
Hauptforderung zahlreicher Anti-Atomkraft-Initiativen, Umweltverbände
und sonstiger Organisationen: Kein Verkauf des Urenco-Konzerns sondern
sofortige Stilllegung der Uranfabriken des Konzerns, an dem auch RWE und
E.ON beteiligt sind. Außer der Anlage in Gronau betreibt Urenco je eine
Urananreicherungsanlage in den Niederlanden, in Großbritannien und in
den USA. Erforderlich für den Betrieb dieser Anlagen ist der menschen-
und umweltfeinliche Uranabbau in mehreren Staaten. Auch hiergegen
richten sich die Proteste.